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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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mex0r
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Verfasst: Donnerstag 20. Oktober 2005, 09:31 |
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Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:39 Beiträge: 801 Wohnort: Bernensis
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Naja, nach dem Training hatte er eine Kappe angezogen....hatte wohl die Tube Gel zu Hause liegen lassen 
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roeschu
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Verfasst: Donnerstag 20. Oktober 2005, 11:03 |
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Registriert: Montag 29. August 2005, 18:08 Beiträge: 641
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vielleicht stellt ja rohr um...führt das Libero System wieder ein....mit Eugster als Libero.
Baresi würde sich im Grab umdrehen...wenn er denn schon tot wäre 
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Bierflasche
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Verfasst: Donnerstag 20. Oktober 2005, 19:56 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Eindrücke von Gernot Rohrs erstem Arbeitstag
Der neue YB Trainer Gernot Rohr wurde heute Morgen der Mannschaft und
den Medien vorgestellt. Bereits an seinem ersten offiziellen Arbeitstag
standen zwei Trainings auf dem Programm. Im Anschluss an die zweite
Trainingseinheit vom heutigen Nachmittag schilderte uns Gernot Rohr
seine ersten Eindrücke.
Gernot Rohr, wie begann ihr erster Tag bei den Young Boys?
Es ging bereits um 8.30 Uhr los. René Lobello, der neue
Assistenztrainer, und ich haben uns mit verschiedenen
Clubverantwortlichen getroffen und anschliessend wurden wir der
Mannschaft vorgestellt. Ich konnte der Equipe kurz erläutern wie ich
gerne arbeiten würde, wie wir uns verständigen und die Trainings und den
Spielbetrieb organisieren werden. Noch vor dem Training folgte der
offizielle Medientermin im Stadion, welcher in einem sehr angenehmen und
harmonischen Rahmen ablief.
Wie verliefen die ersten beiden Trainings mit dem Team?
Es ist ja für die Mannschaft nie einfach, mitten in der Saison, mit
einen neuen Trainer zu arbeiten. Die Spieler haben gleich gut
mitgezogen, das hat mich gefreut. Wichtig ist, dass die Intensität hoch
ist, dass gekämpft wird und dass die Spieler das Ganze mit Freude
angehen. Und wenn gut trainiert wird, darf auch mal gelacht werden.
Welchen Eindruck haben Sie vom Verein und von dessen Umfeld?
Von den Strukturen her ist das eine tolle Sache. Der Trainingsplatz ist
in Ordnung. Ich hoffe natürlich, dass der Winter nicht zu früh kommt,
denn sonst wirds etwas schwieriger ? Die Garderoben sind natürlich toll
und gut eingerichtet. In Nizza hatten wir eine über 50-jährige Anlage.
Manchmal konnten wir die Duschen nicht benutzen, weil ein Bazillus im
Wasser enthalten war und das Risiko krank zu werden zu hoch war.
Wichtig ist, dass wir einen guten Geist hier ins STADE DE SUISSE und in
das Umfeld bringen. Ansonsten helfen natürlich die schönsten Anlagen und
Einrichtungen nichts.
Das Umfeld habe ich als sehr ruhig empfunden. Es kommt ja nicht
unbedingt darauf an, wie viele Leute beispielsweise ein Training
verfolgen. Wichtig ist doch, dass die Menschen rund um den Verein,
besonders natürlich die Fans, Herzlichkeit und Engagement aufbringen.
Und ich habe den Eindruck, dass das in Bern so ist.
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shalako
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Verfasst: Freitag 21. Oktober 2005, 09:08 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 21.10.2005
«Ich kenne die Erwartungen»
Der neue YB-Trainer Gernot Rohr wehrt sich gegen den Vorwurf, er lasse defensiven Fussball spielen. Rohr über seine Ziele, die ersten Eindrücke in Bern und das Cupspiel am Sonntag in La Chaux-de-Fonds.
YB-Trainer Gernot Rohr (links) und YB-Sportchef Marcel Hottiger / KeystoneGernot Rohr, Daniel Jeandupeux hat dieser Zeitung verraten, Sie hätten in Nizza eher defensiv spielen lassen. Wird YB unter Ihrer Leitung ebenfalls vorsichtig agieren?
Gernot Rohr (lächelnd): Ja, ja, Daniel Jeandupeux … Ist er nicht in der Saison 2003/2004 mit Le Mans in die zweite französische Liga abgestiegen?
Doch. Aber ist an seiner Aussage etwas dran?
Jeandupeux spricht von der Spielzeit 2002/2003. Dazu gibt es zwei Dinge zu sagen: Erstens bestritten wir die Saison als Aufsteiger. Zweitens standen mir damals zu wenig richtige Stürmer zur Verfügung. Damit sollte klar sein, wieso wir nicht immer das Spiel machten. Mit Rang zehn in der Ligue 1 schnitten wir aber sehr zufrieden stellend ab.
Ihr Vorgänger, Hans-Peter Zaugg, musste seinen Trainerposten nicht zuletzt deshalb räumen, weil die Young Boys zu wenig attraktiv spielten und die Zuschauer ausblieben.
Bevor ich bei YB unterschrieben habe, teilten mir die Verantwortlichen mit, wie sie es sich in Zukunft vorstellen. Ich kenne also die Erwartungen der Stadionbetreiber, der Klubleitung und ich denke auch diejenigen der Fans. Alle diese Erwartungen werde ich zu erfüllen versuchen.
Welches sind Ihre Zielsetzungen mit den Young Boys?
Die Vereinsleitung und ich haben keinen konkreten Rang definiert. Zurzeit stehen wir auf Rang fünf. Sicher ist, dass wir so rasch wie möglich weiter nach oben klettern wollen.
Am Donnerstagmorgen dauerte Ihre Übungseinheit zwei Stunden. Lassen Sie immer so lange trainieren?
Es waren sogar über zwei Stunden – in der Tat ein langes Training. Das wird nicht immer so sein. Aber gerade in der Anfangsphase ist es wichtig, dass ich die Spieler kennen lernen kann und sie mich. Ausserdem wollte ich gleich zu Beginn eine gewisse Intensität in die Arbeit einbringen. Am Donnerstag haben wir auch quasi zwei Einheiten in eine gepackt: Am Morgen haben wir auf dem Platz hart gearbeitet, der Nachmittag gehörte dann ausschliesslich der Regeneration und der Pflege.
Welches ist Ihr erster Eindruck vom Team?
Die Mannschaft ist sehr motiviert und willig. Es ist auch eine kämpferische Equipe. Davon habe ich mich überzeugen können, als ich mir einige YB-Spiele auf Video angeschaut habe. In den ersten Trainings konnte ich dazu auch feststellen, dass die Mannschaft in den letzten Wochen trotz nur mässiger Leistungen und des Trainerwechsels kein Trauma erlitten hat.
Am Wochenende steht mit dem Cupspiel in La Chaux-de-Fonds bereits Ihr erster Ernstkampf als YB-Trainer bevor. Wissen Sie schon, wie die Aufstellung Ihres Teams aussehen wird?
Nein, zurzeit noch nicht. Um diese Entscheidungen treffen zu können, brauche ich noch die Trainingseindrücke von Freitag und Samstag. Ich bin aber sehr froh, dass Hakan Yakin mittlerweile wieder beinahe das gesamte Mannschaftstraining mitmachen kann. Auch sonst ist niemand verletzt. Ich kann also sozusagen aus dem Vollen schöpfen.
Worauf verlassen Sie sich, wenn Sie nach einer so kurzen Zeit die Startformation zusammenstellen müssen?
In erster Linie vertraue ich mir selbst, meinen Eindrücken und meinem Gefühl. Natürlich beziehe ich auch die Meinung des Trainerstabs mit ein. La Chaux-de-Fonds werde ich zudem noch auf Video studieren. Damit werde ich eine gute Aufstellung finden können.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. Oktober 2005, 11:42 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 22.10.2005
«Es gibt keine schlechten Trainer, nur schlechte Spieler»
Gernot Rohr
«Es muss temperamentvoller, energischer und aggressiver zu- und hergehen», sagt Gernot Rohr, der seit dieser Woche die Young Boys trainiert. Er will auf Solidarität und Teamgeist bauen, sagt aber auch: «Die Spieler müssen mir beweisen, dass sie gut sind.» Den Schweizer Fussball hält er für gut, denn «die Franzosen haben die Schweizer nicht besiegt».
«Bund»: Herr Rohr, in Bordeaux hat man Sie «sorcier bordelais» genannt. Wieso?
Gernot Rohr: Das hat damit zu tun, dass Bordeaux, als ich die Mannschaft übernommen habe, schlecht dastand, moralisch und physisch. In wenigen Wochen haben wir das Wunder geschafft, den AC Mailand auszuschalten, und wir sind ins Uefa-Cup-Finale gekommen.
Dieser Final war Ihr grösster Erfolg?
Ja. Im Final haben wir gegen Bayern gespielt. Kurz vor dem Final war Otto Rehhagel entlassen und Franz Beckenbauer zum Trainer ernannt worden. Das gab den Bayern einen Schub, und sie haben gewonnen.
Es ist schwierig, gegen Kaiser etwas auszurichten.
Ganz schwierig. Der Kaiser hat ja alle hinter sich, die Spieler, die Funktionäre, manchmal auch die Schiedsrichter.
In der Schweiz gibt es keine Kaiser. Was erhoffen Sie sich mit YB, das zurzeit nicht den besten Ruf hat?
Es soll vorwärts gehen. YB ist Fünfter, hat ein Torverhältnis von 18 zu 14, hat also nicht so viele Tore geschossen. Das muss sich verbessern. In ein paar Tagen kann man keine Wunder schaffen. Aber: Mit der Zeit, mit Arbeit kommen wir dahin, wenn man gut trainiert, gut harmoniert. In den ersten Tagen ist es wichtig, ein gutes Feeling zu bekommen. Das ist da.
Sie haben mit YB pro Tag zwei Trainings absolviert statt nur eines. Hat die Mannschaft zu wenig trainiert?
Wir haben etwas mehr trainiert, weil ich als neuer Trainer von der Mannschaft mehr sehen muss. Ich will mir von jedem Spieler einen Eindruck verschaffen. Das braucht Zeit.
Was wissen Sie schon?
Dank der guten Mitarbeit aller habe ich schon einen ersten Überblick. Mir hat gefallen, dass die Mannschaft und das Betreuungsteam sofort mitgezogen haben. Ich möchte erreichen, dass wir wie in Nizza einen familiären Umgang haben. Das ist mit dieser Mannschaft möglich. Sie ist gut erzogen, höflich, sauber, diszipliniert. Ich bin gerade durch die Garderobe gegangen. Da lag nichts auf dem Boden wie in Nizza, die Schuhe waren schön weggeräumt.
Sie sind jetzt in der Schweiz.
Das ist eine schöne Sache. Die Spieler sagen alle «guten Tag», gucken dich an, geben dir die Hand, sagen «auf Wiedersehen». Das sind wichtige Dinge.
Das ist das Positive – was ist Ihnen negativ aufgefallen?
Da muss ich vorsichtig sein, nach zwei Tagen kann ich mir nicht so viel Kritik erlauben. Negativ ist mir aufgefallen, dass es am Mittwoch und Dienstag geregnet hat.
Kann man mit dieser Mannschaft von der Substanz her weiterkommen?
Neue Besen kehren besser sagt man – zumindest eine Zeit lang. Davon muss man profitieren: Es muss ein bisschen temperamentvoller, energischer und aggressiver zu- und hergehen, auch im Training. Der Ball muss öfters im Tor landen. Bei einer Übung am ersten Tag mit Flanke und Kopfball oder Volley sind zu viele Bälle neben das Tor geflogen.
Aber die Substanz ist vorhanden?
Ja. Wenn ich eine Mannschaft übernehme, möchte ich mich mit Kritik in der Öffentlichkeit zurückhalten. Ich würde damit ja auch einen Kollegen kritisieren, der heute keine Arbeit mehr hat. Das ist nicht meine Art.
Es gibt verschiedene Trainertypen – sind Sie ein Schleifer, wie Felix Magath bei Bayern München?
Er war ein Schleifer, ist es aber schon lange nicht mehr. Der Felix hat sich gut entwickelt. Er ist ein vernünftiger Trainer. Ich werde durch Lizarazu, der an der Atlantikküste ein Haus in der Nähe von meinem hat, bestens informiert.
Das heisst, ein Schleifer ist kein guter Trainer?
Nein, ein Schleifer macht die Leute kaputt, er schreit herum, er lässt nur rennen. Man kann nicht Ende Oktober kommen, nachdem die Mannschaft zehn Monate hart gearbeitet hat und die Mannschaft schleifen. Das geht nicht.
Sie sind kein Schleifer – sind Sie der Psychologe, der die Leute mental bestens einstellen kann?
Ich bin auch kein Psychologe. Ich bin ein ganz normaler Fussballer, der lange gespielt hat, der in einer Familie aufgewachsen ist, wo immer ein Ball in der Wohnung und im Garten lag. Kaum konnte ich auf den Füssen stehen, haben mich meine fünf Geschwister gebeten, den sechsten Mann zu machen, damit man drei gegen drei spielen konnte. Mein Vater war Trainer, Sportlehrer und Pädagoge.
Wie wichtig ist ein Trainer überhaupt, was kann er bewirken?
Das ist eine philosophische Diskussion: Zu wie vielen Prozent ist der Trainer dafür entscheidend, dass die Ergebnisse da sind? Ich glaube, bei einem schlechten Trainer ist der Prozentsatz besonders gross, bei einem guten kleiner. Weshalb? Wenn Sie ein guter Trainer sind, haben Sie meistens auch gute Spieler. Auch ein guter Trainer kann mit schlechten Spielern nichts machen. Vereinfachend gesagt: Es gibt keine schlechten Trainer, es gibt nur schlechte Spieler.
Das würden Spieler wahrscheinlich anders sehen.
Aber ich als Trainer sehe das so. Das bedeutet: Die Spieler müssen mir beweisen, dass sie gut sind.
Jeder Trainer versucht doch, seine Mannschaft darauf einzustimmen, dass man den Gegner schlagen kann. Wie kann man eine Mannschaft mental einstimmen?
Das kommt über die tägliche Arbeit. Ich habe versucht, jetzt schon jeden Tag vor dem Training ein paar Worte zu sagen, wie ich mir das vorstelle, wie wir funktionieren, wie wir arbeiten wollen. Ich habe auch von einigen gehört, wie sie die Situation einschätzen. Man muss kommunizieren, sich austauschen. Zweitens muss man sein Temperament einbringen. Ich war schon immer ein Kämpfer.
Seinerzeit auch als Spieler?
Ja, ich bin im Nachkriegsdeutschland aufgewachsen. Es war nicht leicht, es gab nicht jeden Tag Fleisch. Wir mussten solidarisch sein. Schon am ersten Tag habe ich dem Trainerstab – wir sind ja zu fünft –, den Kollegen gesagt, dass ich Verständnis für die Situation habe, dass sie von einem Trainer auf den andern umsteigen müssen. Wir Trainer müssen der Mannschaft diese Solidarität zeigen.
Verstehen Sie sich in diesem Trainerstab als Primus inter Pares?
Ich bin der, der den Kopf hinhält. Wenn es schlecht läuft, wird dieser Kopf abgeschnitten. Das habe ich der Mannschaft auch gleich gesagt. Den Kopf halte ich gerne hin, ich trage die Verantwortung.
Stichwort «Kopf abgeschnitten» – Wie oft sind Sie in Ihrer Karriere schon entlassen worden?
Zweimal. Das erste Mal in Créteil, das zweite Mal in Nizza.
Ist das schlimm für einen Trainer?
Natürlich. Es geht eine Illusion zu Ende. Die Illusion, dass man noch mehr erreichen kann. In Nizza habe ich intensiv gearbeitet und hatte gute Beziehungen mit Spielern und Publikum. Als ich nach Nizza kam, war die Mannschaft in der zweiten Liga und drohte, in die dritte abzusteigen. Es gab Funktionäre, die Mafiosi waren. Wir haben die Ärmel hochgekrempelt, neue Funktionäre gesucht und das finanzielle Loch gestopft.
Wie gross war es denn?
Nur dreieinhalb Millionen Euro, das ist für Frankreich nicht so viel, weil die Fernsehgelder sehr hoch sind. Wir haben auf die Aufstiegsprämie verzichtet. So haben wir eine Million eingespart. Dann haben wir drei junge Spieler, alles grosse Talente für anderthalb Millionen an Lens abgegeben. Den Rest konnten wir bei einem ehemaligen Hotelbesitzer auftreiben.
Sie haben den Klub gerettet?
Ich habe dazu beigetragen. Danach waren wir 13 Spieltage Tabellenführer, das war eine Sensation.
Haben Sie ihre Entlassung in Nizza kommen sehen?
In Nizza zu diesem Zeitpunkt kaum mehr – es war vier Spieltage vor Schluss der Meisterschaft. Aber Intrigen gibt es überall, besonders aber natürlich im Fussball. Leute, die Macht wollen, die neidisch sind. Plötzlich sehen sie, dass die Ergebnisse nicht mehr so gut sind und setzen alles daran, den Trainer wegzuhauen. So kam das.
In Bordeaux war der junge Zinedine Zidane in Ihre Mannschaft. Haben Sie ihn entdeckt?
«Entdecker», kann man nicht sagen. Als er aus Cannes aus der 2. Liga zu mir kam, war er 20-jährig. Aber ich habe ihm geholfen, international bekannt zu werden.
Haben Sie gleich beim ersten Training gesehen, dass Sie es mit einem Ausnahmetalent zu tun hatten?
Bei ihm war das sofort offensichtlich. Aber er war ruhig und zurückhaltend, er hat nicht so spektakulär gezeigt, was er konnte.
Von Zidane zum Schweizer Fussball, der ein Mauerblümchendasein fristet . . .
Überhaupt nicht. Versetzen Sie sich in die Lage der Franzosen, die das tolle Spiel Schweiz - Frankreich und auch das Hinspiel gesehen haben. Die Franzosen haben die Schweizer zweimal nicht besiegt. Und in der U-17 wurde die Schweiz unlängst Europameister. Der Kenner weiss, dass sich der Schweizer Fussball stark verbessert hat.
Aber die Super-League gilt nicht als die beste.
Nein. Aber das ist auch schwierig. Es gibt nur zehn Klubs, und davon sind nur die Hälfte Grossklubs.
Es fällt auf, dass Sie nie Trainer einer Bundesliga-Mannschaft waren. Ist Bern eine Zwischenstation zu einer grösseren Aufgabe?
Nein, sonst hätte ich mich ja nicht für zwei Jahre verpflichtet. Ich habe das Glück gehabt, Titel zu erreichen, als Spieler und als Trainer. Natürlich, wenn morgen Girondins Bordeaux anrufen würde, käme ich schon in Gewissenszwänge. Aber in der Bundesliga habe ich doch alles erlebt.
Sie sind Deutscher und Franzose, fühlen sich aber sichtlich mehr als Franzose?
Ich habe deutsche Wurzeln, aber die Lebensart, Philosophie gefällt mir besser ich Frankreich. Deutschland ist so verbissen.
In Frankreich fühlen Sie sich so wohl dass Sie sogar für ein Amt im Regionalparlament kandidiert haben. Das heisst: Sie sind auch an Politik interessiert
Gottseidank. Man muss wissen, was vorgeht. In der Schweiz kenne ich mich aber überhaupt nicht aus.
Sie haben auf der Liste François Bayrou kandidiert, die zur UDF gehört. Politisch stehen Sie also eher rechts?
Nein, in der Mitte. Diese Partei kritisiert manchmal die Regierung, oft auch zusammen mit den Linken, zum Beispiel, als das Arbeitslosengeld für Langzeitarbeitslose am Ende der Bezugsberechtigung total gestrichen werden sollte.
Wenn Sie gewählt worden wären, hätten Sie das Amt angenommen?
Nein. Ich habe nur unter der Bedingung kandidiert, dass ich nicht gewählt werde. In diesem Bereich kommen Sie mit mir nicht weiter.
War es wichtig für Sie, dass das Stade de Suisse neu ist?
Das gehört dazu. Es hat eine grosse Anziehungskraft. Die Stimmung gegen Frankreich war grossartig. Die Fans sind phantastisch.
Sie waren im Stadion?
Ja, und ich hatte auch eine rotweisse Fahne auf dem Stuhl. Ich habe sie weggesteckt.
Was halten Sie von den Plänen, den Naturrasen durch Kunstrasen zu ersetzen?
In Salzburg gibt es einen ausgezeichneten Kunstrasen. Er ist fast so weich wie ein Naturrasen. Es gibt kaum einen Unterschied. Man kann grätschen, fallen, rutschen, man verbrennt sich nicht. Spieler wie Zickler, Linke und andere finden den Kunstrasen hervorragend. Keiner beklagt sich.
Gernot rohr
Gernot Rohr, Jahrgang 1953, ist in Mannheim aufgewachsen. Er studierte Sport, Französisch und Germanistik und spielte Fussball bei Mannheim, Bayern München (1972–74), Waldhof Mannheim (74–75), Kickers Offenbach (75–77) und Girondins Bordeaux (77–89). Danach war er von 1989 bis 1998 Jugendkoordinator, Sportdirektor und zuletzt Trainer bei Girondins Bordeaux, mit denen er 1996 den Ufea-Cup-Final gegen Bayern München bestritt – und verlor. 1998/99 war Rohr Technischer Direktor bei Eintracht Frankfurt, 1999/2000 Trainer bei US Créteil, 2002–05 Trainer bei OGC Nizza und vor der der Wahl zum YB-TrainerChef der Nachwuchskoordination bei Salzburg. Gernot Rohr ist Vater zweier Kinder. Er wohnt – vorerst noch – in einem Berner Hotel. (bur)
_________________ For Ever
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Denker
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2005, 16:11 |
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Registriert: Donnerstag 6. Oktober 2005, 15:28 Beiträge: 10
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Toll die Leistung YB's gegen La Chaux de Fonds - es macht Freude, YB siegen zu sehen. Gernot Rohr, der Einstand ist geglückt!

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roeschu
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2005, 18:09 |
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Registriert: Montag 29. August 2005, 18:08 Beiträge: 641
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>Sie waren im Stadion?
>Ja, und ich hatte auch eine rotweisse Fahne auf dem Stuhl. Ich habe sie >weggesteckt.
SKANDAL. Das schöne Sponsorenfähnli
Jetzt den "Neutrainer und Cupsiegschwung" mitnehmen und GC die Heimschlappe zurückzahlen
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Michi_90
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2005, 20:00 |
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Registriert: Montag 17. Oktober 2005, 11:38 Beiträge: 11
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Bei GC muss ein  hin.
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shalako
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Verfasst: Samstag 29. Oktober 2005, 10:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 29.10.2005
Zwischen smart und streng
Er ist eine Mischung aus preussischem Zuchtmeister und französischem Bonvivant. Gernot Rohr, 52 Jahre alt, soll YB nach oben führen. Der eloquente Trainer erlebt morgen bei GC seine Premiere in der Super League.
Es muss diese innere Ruhe sein, die beeindruckt, Vertrauen einflösst und einen glauben lässt, dieser Mann habe sein Leben und seinen Job im Griff. Gernot Rohr ist ein angenehmer Gesprächspartner – smart und intelligent, interessant und wissbegierig, manchmal philosophisch und dennoch knallhart, wenn es um eine bestimmte Sache geht. Gernot Rohr sagt zum Beispiel: «Ich gebe meinen Spielern viel Eigenverantwortung. Doch ich lasse dieses Vertrauen nur einmal missbrauchen.» Oder er erklärt: «Wir müssen Erfolg haben. Gelingt es mir nicht, YB nach oben zu führen, bin ich hier in Bern gescheitert.» Und er urteilt fadengerade: «Die Schweiz ist nicht schlechter als Frankreich. Sonst hätten die Franzosen in der WM-Qualifikation ja zweimal gewonnen.»
Ein höflicher Mensch
Gernot Rohr, 52 Jahre alt und mit reicher Erfahrung aus über drei Jahrzehnten im Fussballgeschäft gesegnet, sitzt im Café neben der Lobby im Hotel Bern, wo er residiert, bis er in rund zwei Wochen in eine eigene Wohnung ziehen wird. Er fährt oft mit einem Velo des Hotels zum Training ins Wankdorf. In dieser Woche ist seine Lebensgefährtin mit dem gemeinsamen, dreijährigen Sohn Oscar zu Besuch in Bern. «Es gefällt uns hier ausgezeichnet. Bern ist eine schöne Stadt, mit viel Kultur und einer spannenden Geschichte.»
Ein höflicher Mensch, dieser Gernot Rohr, fürwahr. Zuletzt hat er in der Mozartstadt Salzburg als Berater von Red Bull Salzburg gearbeitet, er war Trainer an der Cote d’Azur, bei Nizza, und an der Atlantikküste, bei Bordeaux, und dort besitzt er auch ein Haus am Meer. Ein französischer Bonvivant. Seit 1982 besitzt der 52-jährige Deutsche den französischen Pass, und er sagt, dass er den Mix aus teutonischer Disziplin und französischem Laisser-faire mag: «Es hat im Leben Platz für beides.»
Auf dem Fussballplatz aber, da verlangt der neue YB-Trainer von seiner Fussball spielenden Belegschaft Gehorsam. «Einer muss das Sagen haben. Und das bin ich», sagt Rohr unmissverständlich. Selbst bei diesen strengen Worten aber behält Rohr seine Gelassenheit, seine Souveränität, seine Noblesse. «Ich habe viel erlebt im Sport», erklärt der fussballbesessene Trainer, der aus einer fussballverrückten Familie stammt. «Mein Vater war Trainer in Mannheim. Ein Höhepunkt meiner Jugend war, als ich zusammen mit meinen vier Brüdern im gleichen Team spielte», schwärmt der langjährige Fuss-baller Bayern Münchens von alten Zeiten. «Hier in Bern schliesst sich für mich also gewissermassen ein Kreis. Auch Sepp Herberger war ein Mannheimer, so gesehen ist diese Stadt ein gutes Omen.» Herberger ist jener in Deutschland glorifizierte Trainer, der ein ganzes Land an der WM 1954 in der Schweiz aus der schwierigen Nachkriegsdepression erlöste. «Als die Deutschen damals in Bern im Final gegen Ungarn sensationell 3:2 gewannen, war ich ein Jahr alt. Und doch habe ich das Gefühl, diesen Erfolg hautnah miterlebt zu haben.»
«Ich bin ein Arbeiter»
Was aber sind Sie für ein Trainer, Gernot Rohr? «Ich bin ein Arbeiter. Und ich erwarte von den Spielern die gleiche Leidenschaft. Ich verlange Temperament, Lernwille, Begeisterung.» Der fünfköpfige YB-Trainerstab müsse diesen Enthusiasmus täglich vorleben. «Wir sind eine Gemeinschaft. Deshalb ist es unser Auftrag, den Spielern in jeder Einheit ein Vorbild zu sein.» Er habe in seiner Karriere viele gute Trainer erlebt, von den deutschen Altmeistern Udo Lattek, Otto Rehhagel oder dem Belgier Raymond Goethals habe er gelernt, wie man ein Team anspricht, motiviert, trainiert, lehrt.
Rohr ist hervorragend vernetzt in der globalen Fussballszene. Er sagt «Franz», wenn er von Beckenbauer spricht, er nennt den Bayern-Trainer «Felix» (Magath) und den mächtigen Sportchef «Uli» (Hoeness), dem er Bixente Lizarazu empfohlen habe. Doch Rohr ist kein Blender: «Meine Bescheidenheit verbietet es mir zu sagen, dass diese Leute meine Freunde sind. Ich bin stolz, darf ich sie zu meinen guten Bekannten zählen.»
Die Sache mit dem Diplom
Selbstverständlich sind auch seine Kontakte zur französischen Kickerelite bestens. Sie haben es ihm ermöglicht, die komplizierte Bürokratie bei der Anerkennung der Trainerdiplome zu umgehen. «Ich habe in Frankreich alle Trainerlehrgänge besucht», erklärt Rohr, «doch zuerst wollte der Schweizerische Fussballverband mein Diplom nicht anerkennen.» Ein Gespräch mit Aimé Jaquet – Frankreichs Weltmeistercoach 1998, der heute als oberster Trainer in seinem Land über die Ausbildung wacht – genügte, und frei war der Weg für Rohr auf den YB-Trainerstuhl. Mit Vorgänger Hans-Peter Zaugg hat er sich noch nicht ausgetauscht («das ist immer heikel»), doch er hat sich bereits ein Bild seiner Equipe gemacht: «Die Spieler ziehen mit. Wir haben ein starkes Team mit guten Individualisten.»
Kampf als oberste Tugend
Rohr stuft das Niveau des helvetischen Klubfussballs als «gut und unterschätzt ein.» Und er hofft auf eine rasche Genesung seines Regisseurs Hakan Yakin. «Er alleine kann aber nichts ausrichten», sagt Rohr und erklärt, dass er viele Jahre mit Genius Zinedine Zidane bei Girondins Bordeaux gearbeitet habe: «Seine grösste Gabe war es, die Mitspieler gut aussehen zu lassen.» Rohr schwebt vor, YB taktisch flexibel spielen zu lassen. «Wir müssen mehrere Systeme beherrschen. Dann sind wir schwierig auszurechnen.» Das ist beileibe keine taktische Revolution, doch darum gehe es auch nicht. «Fussball ist ein einfaches Spiel», sagt Rohr. Er verlange von seinen Spielern, «dass sie das Trikot nass schwitzen, dass sie grätschen und aggressiv und mit Hingabe spielen. Ich will das motivierteste und kämpferisch beste Team der Schweiz sehen.»
Verlangt und sagt das nicht jeder Trainer? «Das mag sein. Doch meine Spieler müssen sich bewusst sein, dass es eine Ehre ist, für einen Traditionsverein wie YB mit diesem Stadion, diesem Umfeld, diesen engagierten Verantwortlichen zu spielen.»
Stolz auf die YB-Geschichte
Schöne Worte, natürlich, doch auch Gernot Rohr wird am Erfolg gemessen werden. «Wir müssen die Heimbilanz verbessern», fordert Rohr, der gerne mit Bildern arbeitet: «Bern hat den Bären im Wappen. Es muss unser Ziel sein, wie Bären zu agieren: Kräftig, selbstbewusst, mutig.» Um den YB-Akteuren diesen Stolz und den Respekt vor der Vereinsgeschichte zu vermitteln, schwebt ihm eine besondere Idee vor. «Ich will die gelbe Wand in den Katakomben, direkt vor dem Ausgang aufs Spielfeld, mit Bildern aus erfolgreichen Zeiten schmücken. Und dann sollen dort die Jahrzahlen aller Meisterschaften und Cupsiege stehen. Das wird die Spieler motivieren und inspirieren.»
Morgen allerdings geht es bei Rohrs Super-League-Premiere zu GC. Auch zu dieser Affiche findet der eloquente Deutsch-Franzose den passenden Link: «Mein Grossonkel Oskar Rohr spielte vor 70 Jahren bei GC.» Fast müssig zu erwähnen, dass der Verwandte als erster Fuss-ballprofi Deutschlands firmiert.
Fabian Ruch
Infos zu GC – YB Seite 23
«Bern hat den Bären im Wappen. Es muss unser Ziel sein, wie Bären zu agieren: kräftig, selbstbewusst, mutig.»
«Die Spieler erhalten viel Eigenverantwortung. Doch ich lasse dieses Vertrauen nur einmal missbrauchen.»
_________________ For Ever
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Claude
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Verfasst: Dienstag 22. November 2005, 15:16 |
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Registriert: Donnerstag 13. Mai 2004, 12:07 Beiträge: 252
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10/05 - 06/06 Young Boys Bern Schweiz Trainer
07/02 - 04/05 OGC Nizza Frankreich Trainer
07/77 - 06/89 Girondins Bordeaux Frankreich Abwehr
07/75 - 06/76 Kickers Offenbach Deutschland Abwehr
07/74 - 06/75 Chio Waldhof 07 Deutschland Abwehr
07/72 - 06/74 Bayern München Deutschland Abwehr
Was machte eigentlich Gernot Rohr zwischen 1989 und 2002?
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