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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 6. November 2024, 21:25 
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1:2 gegen Schachtar

Für YB kommt es immer noch schlimmer

Die Young Boys können gegen die Ukrainer bis zum Schluss auf den ersten Punktgewinn in der Champions League hoffen. Obwohl ihre Sorgen im Verlauf der Partie noch grösser werden.

Keine Punkte, aber noch mehr Verletzte – für die Young Boys kommt es immer noch schlimmer. Die Partie gegen Schachtar Donezk haben sie schon mit dem letzten Abwehr-Aufgebot begonnen. Acht Verteidiger fehlen, ihre Viererkette stellt sich von alleine auf. Mittelfeldspieler Sandro Lauper muss mal wieder in der Innenverteidigung aushelfen, hinten links verteidigt der Rechtsverteidiger Lewin Blum. Ein Flickwerk.

Aber dann müssen die Berner im Verlauf der ersten Halbzeit mit Loris Benito auch noch ihren Abwehrchef mit Schmerzen im Oberschenkel auswechseln. Mit Cheikh Niasse rückt ein weiterer Mittelfeldspieler eine Reihe nach hinten. Das ist kurios, aber längst nicht das letzte Kapitel.

Lauper macht nach einer Stunde beim Stand von 1:2 einen Misstritt. Blum, der Aussenverteidiger, rückt jetzt für ihn in die Mitte. Den Platz, der so links frei wird, übernimmt der 18-jährige Rhodri Smith. Er kommt zu seinem Profidebüt, eigentlich spielt er in der U-21. Von der Promotion in die Champions League – zumindest der Schweizer Juniorennationalspieler wird den Abend in der Arena auf Schalke, wo die Ukrainer wegen des Kriegs ihre Heimspiele bestreiten, nicht vergessen.

Benito sagt: «Aufgeben ist keine Option»

Unter diesen Umständen ist es beachtlich, können die Young Boys bis zum Schluss auf den ersten Punktgewinn in der Königsklasse hoffen. Das hat mit dem Nachlassen Schachtars zu tun, aber nicht nur. Die Berner lehnen sich jetzt mit Vehemenz gegen die Niederlage auf. Zachary Athekame kommt dem Ausgleich nahe, Joël Monteiro ebenso. Doch es ändert nichts daran, dass die Young Boys in der vierten Runde zum vierten Mal verlieren. Sie sind schon so gut wie ausgeschieden.

Am Sonntag empfangen sie Lugano. Dann werden auch noch Filip Ugrinic und Monteiro gesperrt fehlen. Magnin wird erneut kreativ werden müssen. «Es braucht jetzt jeden», sagt Benito. Und fügt an: «Auch wenn wir angezählt sind, Aufgeben ist keine Option.»

Dabei sieht es erst gut aus für die Berner. Sie sind es, die nach einer halben Stunde in Führung gehen. Niasse leitet in seiner stärksten Szene den Ballgewinn ein, Kastriot Imeri erwischt Goalie Dmytro Riznyk auf dem falschen Fuss zum 1:0.

Der Führungstreffer hat sich nicht abgezeichnet. Die Young Boys brauchten in der Anfangsphase starke Interventionen von Marvin Keller, um nicht in Rückstand zu geraten. Der 22-Jährige steht überraschend im Tor, wobei Magnin bloss fortsetzt, was schon sein Vorgänger Patrick Rahmen praktiziert hat. Die Berner haben mit David von Ballmoos eine Nummer 1, die grosse Verdienste und zuletzt stark gehalten hat. Sie haben mit Keller einen Ersatz, der eigentlich zu gut für diese Rolle ist und das auch weiss. Mit solchen Einsätzen soll er bei Laune gehalten werden.

Aber die Goalieposition gibt an diesem Abend nicht am meisten zu reden, ganz und gar nicht. Auf das Berner Hoch folgt sofort das Tief. Und das hat mit Benitos Verletzung zu tun.

Schachtar nutzt den Berner Worst Case eiskalt

Der Captain lässt sich am Spielfeldrand pflegen, als Schachtar die Unordnung in der YB-Defensive eiskalt ausnutzt. Heorhij Sudakow zieht von links unbehelligt in den Strafraum, Oleksandr Subkow braucht nur einzuschieben. Die Führung hat bloss vier Minuten gehalten.

Während Schachtar jubelt, signalisiert Benito, dass er nicht weiterspielen kann. Seine Verletzung ist der Worst Case für YB. Nicht nur, weil er Stabilisator ist, sondern auch einer der wenigen Führungsspieler. Er habe einen Stich gespürt, sagt Benito. «Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes.»

Aber es würde zu kurz greifen, diese Verletzungsmisere bloss mit Pech zu begründen. Der 32-Jährige wurde nach seinem Comeback etwa auch deshalb forciert, weil Anel Husic den Ansprüchen nicht genügt. Dem im Winter als Reaktion auf Benitos Kreuzbandriss verpflichteten Husic trauen die Young Boys Einsätze im Europacup nicht zu. Sie verzichteten, ihn für die Champions League zu melden.

Eine ausgedünnte Abwehr ist eine schlechte Voraussetzung, um in der Königsklasse zu punkten. Schachtar profitiert noch vor der Pause, Sudakow, der Stolz des ukrainischen Spitzenclubs, findet erneut viel Platz vor. Diesmal düpiert er den eingewechselten Lukasz Lakomy und trifft von ausserhalb des Strafraums zum 2:1.

Dabei bleibt es. Benito sagt noch: «Da müssen wir jetzt durch.»


Schachtar Donezk - YB 2:1 (2:1)

Arena auf Schalke. – 17’420 Zuschauer. – SR Grinfeld (ISR)

Tore: 27. Imeri 0:1. 31. Subkow 1:1. 41. Sudakow 2:1.

YB: Keller; Athekame, Lauper (62. Smith), Benito (33. Lakomy), Blum; Males (62. Elia), Ugrinic, Niasse, Colley (62. Virginius); Imeri (46. Monteiro), Ganvoula.

Bemerkungen: YB ohne Camara, Zoukrou, Pfeiffer, Janko, Hadjam, A. Conté, Chaiwa, F. Conté (verletzt), Husic, Crnovrsanin (nicht im Aufgebot).


https://www.bernerzeitung.ch/fussball-c ... 6582537803

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 6. November 2024, 21:28 
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Schachtar-Pleite und ein Trio angeschlagen ausgewechselt

Ein YB-Abend zum Vergessen

Die Playoffs rücken in weite Ferne. YB geht gegen Schachtar Donezk zwar in Führung, doch schnell drehen die Ukrainer den Spiess um. Benito, Imeri und Lauper verlassen die Partie angeschlagen.

Das Spiel

Gefordert waren drei Punkte. Stattdessen kassiert YB in Gelsenkirchen gegen Schachtar Donezk die vierte Niederlage (1:2) im vierten Spiel der Champions-League-Ligaphase.

Zu allem Übel werden gleich drei Berner Akteure angeschlagen ausgewechselt: Captain Benito, Torschütze Imeri und Aushilfsverteidiger Lauper. So kommt der 18-jährige Rhodri Smith (für Lauper eingewechselt) zu seinem Debüt bei den Profis.

Das Lazarett des Schweizer Meisters wächst und wächst. Kurzum: Es ist ein YB-Abend zum Vergessen in Deutschland.

Besonders das frühe Benito-Out schmerzt. Denn während der Abwehrchef draussen am Oberschenkel gepflegt wird und Gelb-Schwarz somit zwischenzeitlich in Unterzahl agiert, fällt der Ausgleich. Dies, nur vier Minuten nach Imeris 1:0 aus dem Nichts.

Goalie Keller, der den Vorzug gegenüber Von Ballmoos erhält, muss vor dem Seitenwechsel noch ein zweites Mal hinter sich greifen. Schachtar, der ukrainische Champion, macht innert zehn Minuten aus einem 0:1 ein 2:1 und sichert sich so den verdienten Sieg.

YB lässt in der Offensive schlicht die nötige Durchschlagskraft vermissen, kriegt nur einen Abschluss aufs Tor zustande und holt bloss zwei Corner heraus.

Nur einmal kommt die Magnin-Mannschaft dem Ausgleich nahe. Joker Monteiro setzt sich in der 82. Minute gegen drei Gegenspieler durch, doch sein Pass ins Zentrum klärt Bondar vor dem einschussbereiten Ganvoula.

Die Tore

27. Minute, Kastriot Imeri, 0:1. Niasse erobert in der gegnerischen Hälfte den Ball. Imeri zieht daraufhin von der Strafraumgrenze ab. Der Schuss ist nicht sonderlich platziert, doch Goalie Risnyk ist dennoch bezwungen, weil er falsch spekuliert.

31. Minute, Alexander Subkow, 1:1. Während Benito draussen behandelt wird, prescht Sudakow in den YB-Strafraum vor. Colley lässt Subkow im Zentrum gewähren, so dass dieser Sudakows Pass problemlos verwerten kann.

41. Minute, Georgi Sudakow, 2:1. Lakomy schafft es nicht, Sudakow aufzuhalten. Dessen flacher Weitschuss zischt Niasse durch die Beine und schlägt im weiten Eck hinter Keller ein.

Der Beste

YB findet kein Mittel gegen den besten Schachtar-Torschützen in der ukrainischen Meisterschaft (7 Tore), Georgi Sudakow (22). Bereitet das erste Tor magistral vor, macht das zweite selber.

Der Schlechteste

Wo war eigentlich Ebrima Colley? Ein Phantom. Und als man ihn hätte sehen müssen, als sich Alexander Subkow vors Tor schleicht, da pennt der Gambier. Und schon heisst es 1:1.

Das Schiedsrichter-Gespann

Die eine oder andere Gelbe für YB ist diskutabel. Doch sonst machen der Israeli Orel Grinfeeld und sein portugiesischer VAR Tiago Martins einen Top-Job. Sie entscheiden auch fast immer für YB ...

Die Zuschauer

17'420 Zuschauer pilgern in die Arena AufSchalke. Ein bunter Mix aus Ukrainern, Deutschen, Gelsenkirchnern, Donezkern und Bernern. Stimmung kommt aber hauptsächlich von den in sieben Extracars angereisten YB-Fans. Doch auch sie können YB nicht zu mehr Torchancen und Toren singen.

Das gab zu reden I

Die YB-Aufstellung! Keller statt des zuletzt sehr starken Von Ballmoos' im Tor. Also gibts die versprochenen Einsatzzeiten für Keller immer noch. Und auch sonst rotiert Trainer Joël Magnin munter und durchaus überraschend. Lässt zum Beispiel Joël Monteiro zu Beginn draussen, obwohl der in der Meisterschaft gesperrt ist. Und das sei keine Disziplinarmassnahme gewesen, sagt der Coach.

Das gab zu reden II

Loris Benito muss nach einer halben Stunde mit Leistenproblemen raus. Was für ein Super-GAU! Jetzt auch noch der wichtigste YB-Akteur. Das Lazarett nimmt kein Ende. Dann geht auch Torschütze Kastriot Imeri in der Pause. Er hat sich vor dem Tor lange pflegen lassen müssen. Und zu schlechter Letzt überdreht sich Sandro Lauper den Fuss. Auch er geht vorzeitig runter. Für ihn muss ein Junior ran: Rhodri Smith (18).

So gehts weiter

Auf YB wartet am Sonntag zu Hause in der Meisterschaft mit Lugano der Zweite der Super League (16.30 Uhr). Der nächste Auftritt in der Königsklasse haben die Berner am 26. November, dann kommt Atalanta Bergamo in die Bundesstadt (21 Uhr).


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 94926.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 6. November 2024, 21:30 
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Nächste YB-Pleite: Berner bleiben punktelos in der Champions League

YB wollte gegen Schachtar den ersten Sieg in der Champions League einfahren, doch das klappte nicht. der Schweizer Meister kassiert eine 1:2-Niederlage.

Die Szene des Spiels

Die YB-Fans im Stadion feierten noch den Führungstreffer Imeris als nur vier Minuten später in der 31. Minute Schachtar den Ausgleich machte. Oleksandr Zubkov ging im Strafraum völlig vergessen und konnte locker zum 1:1 einschieben. Damit leitete er die Wende ein. Besonders bitter: Zu diesem Zeitpunkt war YB mit einem Mann weniger auf dem Platz, da sich Loris Benito pflegen lassen musste. Weniger später musste er ausgewechselt werden. Schachtar sollte das Spiel noch vor der Pause zum 2:1-Endstand drehen.

Die Schlüsselfigur

Marvin Keller verhinderte Schlimmeres. Der 22-Jährige spielte anstelle von David Von Ballmoos im Tor. Keller zeigte einmal mehr einige starke Paraden. Mit starken Reflexen rettete er YB mehrfach, auch wenn er beim zweiten Gegentor wohl auch eine Teilschuld auf sich nehmen muss. Der Einsatz Kellers sei eine Botschaft, dass es jeden im Team brauche, sagte YB-Trainer Joël Magnin vor dem Spiel. Von Ballmoos bleibe aber die Nummer 1.

Die bessere Mannschaft

Die erste Halbzeit gehörte klar Schachtar Donetsk. Die Ukrainer kamen zu mehreren guten Möglichkeiten, erzielten sogar ein Abseitstor. Schachtar scheiterte entweder am eigenen Unvermögen oder an YB-Goalie Marvin Keller. Die Berner waren bemüht, kamen jedoch nur selten vor das gegnerische Tor. Bis zur 27. Minute, da nutzte Kastriot Imeri einen Abwehrfehler der Ukrainer eiskalt aus und netzte aus dem Nichts zur YB-Führung ein. Die Freude währte nur kurz, die Ukrainer drehten das Spiel noch vor der Pause. Bei beiden Gegentoren sah die Berner Abwehr nicht gut aus. In der zweiten Hälfte machte es YB etwas besser und war offensiv aktiver als zuvor. Richtig Gefahr kam nur selten auf, auch wenn Joël Monteiro frischen Wind in den YB-Angriff brachte. Auf der anderen Seite suchte Schachtar das nächste Tor. Dazu kam es jedoch nicht mehr.

Das Tribünengezwitscher

Die Verletzungshexe hat bei YB wieder zugeschlagen. Nach rund einer halben Stunde musste Loris Benito ausgewechselt werden, es sollen Adduktorenprobleme sein. Der Captain kehrte erst kürzlich von einer Muskelverletzung im Oberschenkel zurück. In der zweiten Hälfte knicke Sandro Lauper unglücklich ohne Fremdeinwirkung um. Auch er musste wenig später das Feld verlassen. Zwei gewichtige Ausfälle, die auf dem Platz spürbar waren.

Die Tore

27’ I 0:1 I Kastriot Imeri nutzt einen Abwehrfehler aus und trifft flach zur Führung.

31’ I 1:1 I Schachtar gleicht postwendend durch Oleksandr Zubkov aus.

41’ I 2:1 I Georgij Sudakov schiesst die Ukrainer mit einem satten Schuss in Front.

So gehts weiter

Für YB steht am Sonntag das Heimspiel gegen den FC Lugano an. In der Königsklasse gastiert als nächstes Atalanta Bergamo am 26. November im Wankdorf.

Das andere Spiel

Vor dem Gastspiel in Brügge hatte Aston Villa aus drei Partien in der Champions League das Punktemaximum von neun Zählern geholt. Gegen die Belgier gabs für den Premier-League-Club nun eine überraschende 0:1-Niederlage. Das Siegtor kam auf äusserst kuriose Art und Weise zustande. Villa-Verteidiger Tyrone Mings nahm den Ball beim eigenen Fünfmeterraum in die Hand, um einen Abstoss selbst auszuführen, doch der Schiedsrichter taxierte diese Aktion als Handspenalty. Hans Vanaken verwandelte den Elfmeter dann in der 52. Minute zum Siegtor.


https://www.20min.ch/story/gegen-donezk ... -103216108

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 6. November 2024, 21:33 
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4. Spiel in Champions League

Trotz Premierentor: YB unterliegt auch Donezk

- Die Young Boys verlieren in der Champions League auch das vierte Spiel der Ligaphase.
- Der Schweizer Meister unterliegt Schachtar Donezk in Gelsenkirchen mit 1:2.
- Nach Imeris 1:0 für YB sorgen Subkow und Sudakow für die Wende.

Eine Null in der Statistik der Champions-League-Ligaphase konnten die Young Boys in Gelsenkirchen gegen Schachtar Donezk immerhin tilgen. In der 27. Minute gelang Kastriot Imeri im vierten Spiel der erste Treffer der Berner. Cheikh Niasse ging bei einem schwachen Pass von Artem Bondarenko dazwischen, Imeri schnappte sich den Ball und traf zwischen den Beinen eines Schachtar-Verteidigers hindurch zum 1:0.

Bei den Punkten bleibt YB nach der 1:2-Niederlage aber trotz dieses Lichtblickes auf der Null sitzen. Die Führung gegen Donezk hielt nur gerade vier Minuten. Nach einer Hereingabe von Georgiy Sudakow von der linken Seite stimmte bei der YB-Verteidigung im Zentrum in der 31. Minute die Zuordnung nicht. Oleksander Subkow konnte zum 1:1 einschieben.

Benito muss raus, Sudakow trifft

Der Ausgleich war mehr als verdient, Donezk war von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft gewesen. Für die Young Boys kam es kurz nach dem Gegentreffer noch schlimmer. Kapitän Loris Benito musste mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Für die mit sieben Verletzten ohnehin schon arg geschwächte Verteidigung des Schweizer Meisters ein weiterer herber Rückschlag. Später musste mit Sandro Lauper auch der andere Innenverteidiger angeschlagen vom Feld.

Die defensiven Mängel wurden dann in der 41. Minute schonungslos aufgedeckt. Der starke Sudakow behauptete sich im Zentrum vor dem Strafraum und bezwang YB-Keeper Marvin Keller mit einem Flachschuss.

Offensive Steigerung bleibt unbelohnt

Zur Stärkung der Offensive brachte Trainer Joël Magnin zu Beginn der zweiten Halbzeit Joël Monteiro für Torschütze Imeri. Gegen meistens diszipliniert verteidigende Ukrainer blieben gefährliche Aktionen aber zunächst Mangelware. Weil Donezk seine Vorteile nicht in einen weiteren Treffer ummünzen konnte, blieben die Young Boys aber im Spiel.

Angeführt vom wirbligen Monteiro tauchten die Gäste gleich mehrfach gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf. Silvère Ganvoula, Zachary Athekame und Monteiro verpassten den Ausgleich aber in vielversprechenden Positionen. Da auch das energische Anstürmen in der Schlussphase unbelohnt blieb, mussten die Berner zum vierten Mal als Verlierer vom Platz.

So geht's weiter

Für YB steht am Wochenende wieder die Super League auf dem Programm. Am Sonntag empfängt das Magnin-Team den FC Lugano. In der Champions League geht es am 26. November weiter. Dann ist Atalanta Bergamo zu Gast im Wankdorf.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... uch-donezk

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 6. November 2024, 21:35 
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YB verliert gegen Schachtar 1:2 – Benito: «Aufgeben keine Option»

Für YB will es mit den ersten Punkten in der Champions League auch in Gelsenkirchen nicht klappen. Gegen Schachtar Donezk gibt es den nächsten Rückschlag.

Das Wichtigste in Kürze

- Am vierten Champions-League-Spieltag kassiert YB die vierte Niederlage.
- Schachtar Donezk gewinnt auf Schalke 2:1. Die Berner liegen nur wenige Minuten in Führung.
- Der Super-Ligist bleibt insgesamt zu harmlos und erspielt sich kaum Torchancen.

YB muss am vierten Spieltag der Champions-League-Ligaphase die vierte Niederlage hinnehmen. Gegen Schachtar Donezk verliert das Team von Joël Magnin 1:2.

Die Startphase in der Veltins Arena auf Schalke geht an die Ukrainer. In der 9. Minute bringen sie den Ball bereits ins YB-Tor, doch der Jubel verstummt umgehend – Abseits.

Schachtar bietet sich nach einer Viertelstunde die nächste Top-Chance zur Führung. Nach einem Fehler von Niasse muss Goalie Marvin Keller parieren. Der 22-Jährige, der anstelle der Nummer 1 David von Ballmoos spielen darf, tut dies bravourös.

Kellers Vordermänner bringen die Abwehr des Heimteams aber noch nicht ins Schwitzen.

Trotzdem steht es nach 27 Minuten plötzlich 1:0 für die Berner. Kastriot Imeri kommt nach einem Abwehrbock Schachtars aus 18 Metern zum Abschluss. Der Mittelfeldspieler erwischt Goalie Dmytro Riznyk auf dem falschen Fuss und erzielt das erste YB-Tor dieser Champions-League-Kampagne.

Verletzungspech dauert an

Vier Minuten später steht es aber schon 1:1. Während Captain Loris Benito ausserhalb des Spielfelds behandelt wird, nutzen die Ukrainer die Überzahl aus. Oleksandr Subkow wird vor dem Berner Tor gefunden und angespielt – der Ausgleich ist da.

Für YB kommt es gleich noch schlimmer: Benito kann nicht weitermachen und muss mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Trainer Joël Magnin fehlen bereits Camara, Zoukrou, Pfeiffer, Janko, Hadjam, Seiler, Chaiwa und beide Contés verletzt.

Fünf Minuten vor der Pause gelingt Schachtar Donezk der Führungstreffer. Heorhij Sudakow zieht von der Strafraumgrenze ab, sein platzierter Flachschuss landet im Netz. Die Führung für das Heimteam ist zu diesem Zeitpunkt verdient und bleibt bis zum Pausenpfiff bestehen.

YB erst gegen Spielende gefährlich

Die zweite Halbzeit startet mit weiterhin besseren Ukrainern. Die grossen Chancen bleiben aber aus.

Nach 57 Minuten gibt es die nächste YB-Schrecksekunde. Sandro Lauper knickt ohne Fremdeinwirkung um und muss behandelt werden. Wenige Minuten später muss auch er vom Feld.

«Wir haben momentan eine unglaubliche Phase – mega viel Verletzungspech. Es ist nicht zu erklären.» Man schaffe es derzeit nicht, zwei Spiele in Folge mit derselben Mannschaft zu bestreiten. «Wir haben ein hartes Programm und den Wechsel von Kunstrasen zu Rasen.»

Nach 70 Minuten zeigt sich der BSC mal wieder im Schachtar-Strafraum. Silvère Ganvoula kommt aus wenigen Metern zum Abschluss. Sein Versuch wird aber gerade noch geblockt.

Kurz darauf jongliert Aussenverteidiger Zachary Athekame im gegnerischen Strafraum, bringt den Ball aber ebenfalls nicht auf das Tor.

Und YB ist plötzlich am Drücker: Zehn Minuten vor Schluss setzt sich der zur Pause eingewechselte Joël Monteiro auf der rechten Seite durch. Sein Pass in die Mitte findet jedoch keinen Teamkollegen.

Es kommt der Europa-League-Sieger

So steht es nach 90 Minuten noch immer 1:2 aus Berner Sicht. Es ist die vierte Niederlage in der aktuellen Champions-League-Kampagne.

«Wir haben momentan eine Rumpfmannschaft», sagt Benito. «Aber aufgeben ist sicher keine Option.»

YB habe in den letzten Wochen eine sehr gute Tendenz gehabt. «Ich bin überzeugt, dass wir heute hätten mehr herausholen können. Wir wären von der Qualität her mindestens ebenbürtig.»

Nun müsse man durchbeissen und in der Vorrunde durchhalten, auch wenn diese wohl noch mit denselben Widerständen enden werde.

Vor der dritten Länderspielpause empfängt YB in der Super League am Sonntag (16.30 Uhr) den FC Lugano.

In der Champions League geht es am Dienstag, 26. November, weiter. Dann empfängt der Schweizer Meister um 21 Uhr Europa-League-Sieger Atalanta Bergamo.


https://www.nau.ch/sport/fussball/12-ha ... k-66858021

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 7. November 2024, 08:33 
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Die YB-Null in der Champions League bleibt bestehen: «Es ist brutal momentan»

Trotz des ersten Tores verlieren die Young Boys auch ihr viertes Spiel in der laufenden Champions-League-Kampagne. In Gelsenkirchen unterliegt der Schweizer Meister Schachtar Donezk nach Führung 1:2.

Nur für kurze Zeit war die YB-Welt an diesem kalten Herbstabend im Ruhrpott in Ordnung. Kastriot Imeri brachte die Berner nach zuvor drei torlosen Spielen in der 27. Minute entgegen dem Spielverlauf nach einem eklatanten Fehler im Aufbauspiel der Ukrainer in Führung. Auf Zuspiel von Cheikh Niasse behielt der offensive Mittelfeldspieler vor Dimitri Risnyk die Nerven und schob zum 0:1 ein in diesem Auswärtsspiel, das sich dank der mitgereisten YB-Fans nicht wie ein solches anfühlte im Exil Schachtars.

Sudakows Qualitäten

Ganze vier Minuten hielt das Berner Glück. Dann trat Georgi Sudakow auf die Bühne. Der 22-jährige ukrainische Nationalspieler zeigte innerhalb von zehn Minuten, wieso er bei etlichen europäischen Topklubs auf der Wunschliste steht.

Erst nahm er mit einem geschickten Laufweg die halbe Hintermannschaft von YB aus dem Spiel und bediente von der Grundlinie Alexander Subkow, der nur noch einzuschieben brauchte. Dann spielte er einen filigranen Doppelpass mit Eguinaldo, ehe er Lukas Lakomy umdribbelte und mit einem strammen Schuss in die entfernte Torecke traf.

«Es ist brutal momentan, wir bringen es nicht hin, ein oder zwei Spiele mit der gleichen Mannschaft zu spielen. Der Platz war heute ganz schlecht, sehr seifig, sehr rutschig. Wir haben eine Rumpfmannschaft momentan, aber Aufgeben ist keine Option. Wir hatten in den letzten Wochen eine gute Tendenz, wir hätten die Qualität gehabt, um heute mehr herauszuholen. Es war ein Gegner, den wir hätten schlagen können.»
YB-Captain Loris Benito.

Besonders bitter für die Young Boys: Beim Ausgleich wurde Captain Loris Benito an der Seitenlinie behandelt, wodurch die Berner in Unterzahl agierten und die Zuteilung nicht stimmte. Benito hatte sich bei einem Klärungsversuch am Oberschenkel verletzt und konnte nicht weiterspielen. Später musste mit Sandro Lauper auch der andere Innenverteidiger angeschlagen vom Feld.

YB ohne Durchschlagskraft

Es war ein verdienter Sieg für Schachtar. Die Ukrainer kontrollierten das Spiel über weite Strecken und waren in der Offensive gefährlicher. Marwin Keller war es zu verdanken, dass YB nicht schon früh in Rückstand geriet. Der Goalie, der überraschend anstelle von David von Ballmoos zwischen den Pfosten stand, parierte nach einer Viertelstunde stark gegen Eguinaldo. 20 Minuten vor dem Ende konnte er sich erneut in Szene setzen, indem er einen Schuss von Sudakow um den Pfosten lenkte.

Die Berner ihrerseits kamen dem Ausgleich nur einmal nahe, als Silvère Ganvoula unmittelbar vor der Pause nach einer scharfen Flanke von Lewin Blum zum Kopfball kam, jedoch aus kurzer Distanz zu hoch zielte. Ansonsten blieb vieles Stückwerk, so auch in der Schlussviertelstunde, in der die Gäste ihre beste Phase hatten. Doch entweder agierten die Berner zu ungenau oder zu wenig zielstrebig. So hat die chronische Auswärtsschwäche der Young Boys in der Champions League Bestand. In nunmehr elf Partien auf fremden Plätzen holten die Berner mickrige zwei Punkte.

«Klar kam in diesem Spiel viel zusammen, wir hatten wieder drei Ausfälle. Ich habe gespürt, dass die Mannschaft trotzdem alles versucht hat. Am Schluss kamen wir immer wieder in die gefährliche Zone, aber die letzte Überzeugung hat gefehlt. Wir haben gemerkt, dass in den letzten Minuten eigentlich noch etwas zu holen gewesen wäre, aber es hat nicht ganz geklappt.»
YB-Verteidiger Lewin Blum

Auch wenn die Gegner in der zweiten Hälfte der Champions-League-Kampagne tendenziell eher in Reichweite von YB liegen, dürfte die magere Ausbeute aus den ersten vier Spielen den Schweizer Meister vorentscheidend zurückgebunden haben im Kampf um die K.o.-Plätze.

Schachtar Donezk - Young Boys 2:1 (2:1)
Gelsenkirchen (GER). - SR Grinfeld (ISR).
Tore: 27. Imeri (Niasse) 0:1. 31. Subkow (Sudakow) 1:1. 41. Sudakow (Eguinaldo) 2:1.
Schachtar Donezk: Risnyk; Konoplja, Bondar, Matwijenko, Pedro Henrique; Bondarenko (92. Franjic), Kryskiw (92. Stepanenko), Sudakow; Subkow, Eguinaldo (68. Sikan), Kevin (79. Marlon Gomes).
Young Boys: Keller; Athekame, Lauper (62. Smith), Benito (33. Lakomy), Blum; Ugrinic, Niasse; Males (62. Elia), Imeri (46. Monteiro), Colley (62. Virginius); Ganvoula.
Bemerkungen: Benito (33.) und Lauper (62.) verletzt ausgeschieden.
Verwarnungen: 40. Blum, 45. Athekame, 70. Niasse, 81. Konoplja.


https://www.watson.ch/sport/fussball/50 ... tar-donezk

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 7. November 2024, 08:36 
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Benito über Verletzungspech

«Es ist wirklich brutal aktuell»

Nach dem verlorenen Champions-League-Spiel gegen Schachtar macht YB-Captain Loris Benito insbesondere die Verletzungslage bei den Berner sorgen. Er selbst ist seit heute leider ebenfalls davon betroffen und spricht Klartext.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 98255.html

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Wer soll gegen Lugano spielen?

Jetzt hat YB-Magnin ein Aufstellungs-Problem

YB-Coach Joël Magnin weiss unmittelbar nach der Niederlage in der Champions League gegen Schachtar Donezk nicht, wen er am Sonntag gegen Lugano aufstellen soll. Denn Loris Benito, Kastriot Imeri und Sandro Lauper vergrössern das Berner Lazarett.

Die Champions League ist für YB nach dem 1:2 gegen Schachtar Donezk auf neutralem Terrain (in miserablem Zustand) nach menschlichem Ermessen wohl gegessen. Acht oder neun Punkte, die nötig wären, um unter die ersten 24 zu kommen, werden die Berner gegen Atalanta Bergamo, Roter Stern Belgrad, Stuttgart und Celtic Glasgow nicht stemmen. Schon gar nicht als BSC IV. Invalid. Oder zumindest Lazarett. Denn in Anbetracht eines Verletzungs-Pechs, das mittlerweile surreal anmutet, gerät das Sportliche in den Hintergrund.

YB-Coach Joël Magnin hat jedenfalls keine Ahnung, wen er am Sonntag gegen Lugano aufstellen soll. «Ich weiss es nicht. Wir müssen mit den Verletzten schauen. Im Moment aber überwiegt ohnehin die Enttäuschung über die Niederlage hier.» Solche Unwägbarkeiten ohne Ende müssen einen Trainer doch «stigelisinnig» machen, es treibt einen fast in den Wahnsinn. «Es ist so. Aber die Situation ist
nun mal so, und wir müssen sie nehmen, wie sie ist. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch in Sachen Resilienz stark ist, ­unter schwierigen Umständen Leistung bringen kann.»

Die neuen Fakten: Captain ­Loris Benito greift sich nah einer halben Stunde an den Oberschenkel. «Es hat mich im Bein gezwickt wie ein Messerstich. Das kannte ich noch nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht allzu schlimm ist.» Aber am Sonntag in Lugano spielen? «Kann ich mir nicht vorstellen, unmöglich», so Benito. Besonders bitter für YB. Just als Benito behandelt wird und die Berner zu zehnt sind, nutzt das Schachtar zum Ausgleich. Georgi Sudakow, der hoch talentierte 22-jährige Flügel, Topskorer in der ukrainischen Premier Liga mit sieben Toren, enteilt den Bernern, in der Mitte muss Subkow nur vollenden.
Erstes YB-Tor in der Champions League

Dann ist da der Fall Kastriot Imeri. Der Genfer verdreht sich den Fuss, liegt nach gut zwanzig Minuten verletzt am Boden, muss lange gepflegt werden. Er kann danach wieder mittun – und erzielt unter gütiger Mithilfe von Schachtar-Goalie Risnyk das erste Berner Champions-League-Tor in dieser Saison. Und muss in der Pause raus. Angeschlagen.

Und last but not least muss Sandro Lauper nach einer Stunde raus, weil auch er sich den Fuss auf dem miesen Geläuf verdreht. Es kommt in der Tat knüppeldick für YB.

Aber nicht nur in Sachen Verletzte. Auch punkto Spiel. Denn das Rätsel Sudakow kann YB nicht lösen. Und so bucht der ukrainische Internationale den Siegtreffer. Ein Schuss quer durch den ganzen Strafraum aus 16 Metern? Kaum haltbar für Marvin Keller, der überraschend für den zuletzt sehr starken ­David von Ballmoos spielte. Einsatzminuten, die es für die ­Nummer 2 in der Magnin-Ära bislang nicht gab. Zumindest diese Baustelle hat sich YB selber geschaffen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 98316.html

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2 weitere defensive Ausfälle

Lazarett wird immer grösser: YB klebt das Pech an den Füssen

Bei der 1:2-Niederlage gegen Schachtar Donezk in der Champions League mussten bei den verletzungsgeplagten Bernern erneut beide Innenverteidiger ausgewechselt werden.

Bei YB ist weiterhin der Wurm drin. Bereits mit sage und schreibe 8 verletzten Abwehrspielern mussten die Berner die Reise nach Gelsenkirchen antreten. So blieben Interimscoach Joël Magnin lediglich 3 gelernte Verteidiger übrig und er bot zusätzlich 4 Spieler aus der U21 auf.

Gegen die Ukrainer startete der Schweizer Meister dann mit dem gelernten Rechtsverteidiger Lewin Blum auf der linken Seite und dem normalerweise im defensiven Mittelfeld agierenden Sandro Lauper in der Innenverteidigung. Dies ging zunächst auf und YB ging durch Kastriot Imeri nach 27 Minuten gar in Führung.

Verletzung im dümmsten Moment

Just nach dem Führungstreffer wendete sich das Blatt dann aber einmal mehr in dieser Saison zum Schlechten für die Young Boys. Loris Benito zwickte es in den Adduktoren. Und als der Captain draussen gepflegt wurde, schlugen die Osteuropäer umgehend zu und nutzten die Lücke im Zentrum zum schnellen Ausgleich. Kurz darauf musste Benito definitiv raus.

Benito erklärte nach dem Spiel: «So etwas habe ich noch nie gehabt, es war ein Stich wie von einem Messer.» Es sei brutal im Moment. Man könne keine 2 Partien mit demselben Team spielen. Aber auch mit dem aktuellen Rumpfteam sei Aufgeben keine Option.

Blum gleich auf 2 ungewohnten Positionen

Auch Magnin sah diesen Moment als Wendepunkt: «Der Ausfall von Benito ist im dümmsten Moment gekommen.» Danach habe man umstellen müssen. Doch damit müsse man umgehen können, suchte der Coach keine Ausreden.

Als sich nach dem Seitenwechsel dann auch noch Lauper vertrat, kam mit dem frisch 18-jährigen Rhodri Smith ein Spieler, der bisher für die U19 in der Youth League engagiert war. So musste Blum schliesslich von der schon ungewohnten linken Seite gar noch in die Innenverteidigung rücken.

Kampfgeist trotz Pechsträhne

Der gleich mehrfach umfunktionierte YB-Akteur meinte im Anschluss an die Partie: «Wir hatten wieder Ausfälle, es ist vieles zusammengekommen.» Die Mannschaft habe aber alles hineingeworfen und es sei bis zum Schluss noch etwas drin gelegen.

Auch Benito trauerte den verpassten Chancen nach: «Es war ein Gegner, den wir hätten schlagen können.» Man sei von der Qualität her mindestens ebenbürtig gewesen. Man werde sich aber auch in den verbleibenden Partien reinbeissen. «Der Fussballgott schickt uns im Moment Hindernis um Hindernis. Wir müssen dies aber überstehen und werden das auch schaffen», gab sich auch Magnin zum Abschluss kämpferisch.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... en-fuessen

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 7. November 2024, 08:41 
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Heftige Verletzungsmisere

Selbst der YB-Captain redet nicht bloss von Pech

Gegen Schachtar landen drei weitere Spieler der Young Boys auf der Verletztenliste. Zufall? Nicht nur, findet Loris Benito.

In Kürze:

- Lewin Blum ist das Gesicht der Berner Improvisation.
- Loris Benito hat grosse Schmerzen. Und zweifelt an Einsatz gegen Lugano.
- Trainer Magnin schliesst eine Rückkehr von Camara und Hadjam gegen Lugano nicht aus.

Blums «Schock» – und Smith als positive Note

Nein, Goalie will er nicht auch noch werden. Lewin Blum, eigentlich Rechtsverteidiger, war in der Arena auf Schalke Linksverteidiger und Innenverteidiger. Und dazu trug er irgendwann auch noch die Captain-Binde. Als Aus-Aus-Aushilfscaptain.

Blum ist so das Gesicht der Berner Improvisation, die beim 1:2 gegen Schachtar fast schon unvorstellbare Züge annahm. Aber dass er danach in den Katakomben Goaliehosen trägt, hat bloss praktische Gründe. Als er zu den Interviews aufgeboten wurde, war er schon fast unter der Dusche. Die einzige Hose, die in der Kabine noch herumlag, war jene von Marvin Keller. Immerhin zwischen den Pfosten plagen die Berner keine Sorgen. Da konnte sich Trainer Joël Magnin den Luxus leisten, dem aufstrebenden Keller Einsatzzeit zu verschaffen. Damit dieser bei Laune bleibt.

Aber sonst wird Magnins Not gerade von Partie zu Partie grösser. Diesmal waren es Loris Benito und Sandro Lauper, die sich verletzten, der Captain und sein erster Vertreter an diesem Abend. «Das war schon ein bisschen ein Schock», sagt Blum.

So bildeten in der Schlussphase Zachary Athekame, Blum, Cheikh Niasse und Rhodri Smith die Abwehr, nur die Aussenverteidiger spielten auf ihren angestammten Positionen. Wobei Athekame 19 ist. Und der 18-jährige Smith überhaupt zum ersten Mal bei den Profis zum Einsatz kam. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass die Abwehr in dieser Konstellation nie mehr zusammenspielen wird.

Smith gilt schon länger als eines der grösseren Talente im Berner Nachwuchs, seit Stufe U-17 ist er Schweizer Juniorennationalspieler. Magnin kennt ihn aus der U-21, dort hatte er ihn betreut, bis er Anfang Oktober von Patrick Rahmen übernahm. «Er hat seine Sache gut gemacht», sagt der Neuenburger über Smith. Und ordnet dessen Premiere unter den wenigen positiven Punkten ein.

Wie ein Messerstich – so sagt das Benito

Die Frage geht an Benito. Ob er sich vorstellen könne, am Sonntag im Wankdorf gegen Lugano auf dem Platz zu stehen? Seine Antwort: «Stand jetzt, gar nicht.»

Just nach dem Führungstreffer durch Kastriot Imeri (27.) ereignete sich das Malheur. Der Captain verspürte einen Schmerz im Oberschenkel, der sich wie ein Messerstich anfühlte. So sagt er das. Tests am Donnerstag sollen Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.

Benitos Ausfall war der Anfang der ukrainischen Wende. Schachtar glich aus, als er sich am Spielfeldrand pflegen liess (31.). Und nutzte die Unordnung in der neu formierten Berner Abwehr noch vor der Pause zum Siegtreffer (41). «In dieser Phase waren wir unachtsam», sagt Blum.

Nun wäre es ein Leichtes, die Berner Ausfälle mit Pech zu erklären. Das mag eine Rolle spielen, wie auch der schlechte Rasen in Gelsenkirchen sowie das ständige Pendeln zwischen synthetischer und natürlicher Unterlage. Benitos Beispiel erzählt jedoch eine weitere Geschichte.

Im Februar erlitt er einen Kreuzbandriss. Mitte September gab er sein Comeback, eine leichte Muskelverletzung zwang ihn bald zu einer kurzen Pause. Aber seit Magnin übernommen hat, ist er immer im Einsatz gestanden. «Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich nicht in fast jedem Match hätte durchspielen müssen», sagt Benito.

Das liegt auf der Hand, er ist 32, eine behutsame Rückkehr wäre angebracht gewesen. Doch eine solche liess die Personalsituation nicht zu. Die Abwehr ist seit Saisonbeginn die Problemzone. Auch weil die Young Boys die Lage falsch einschätzten und trotz dem Rücktritt von Fabian Lustenberger und Aurèle Amendas Abgang neben Tanguy Zoukrou erst keinen weiteren Innenverteidiger verpflichteten. Anel Husic erwies sich zudem als Fehltransfer. Für ihre Irrtümer bezahlen die Berner teuer.

Lindern Camara und Hadjam die Not?

Ein Sieg in der Champions League bringt 2,1 Millionen Euro ein. Mit einer Defensive, die nicht zusammengewürfelt anmutete, wäre ein solcher drin gelegen gegen dieses überschaubare Schachtar. Stattdessen ist YB als eines von fünf Teams in der 36 Clubs umfassenden Königsklasse nach vier Spieltagen punktlos.

Womöglich stehen Magnin gegen Lugano mit Anel Husic und Sadin Crnovrsanin nur zwei gesunde Innenverteidiger zur Verfügung, wobei beide nicht für die Champions League gemeldet sind, was gerade Husic als Misstrauensvotum verstehen muss. Allenfalls kehren Mohamed Camara und Jaouen Hadjam schneller als erwartet zurück. Magnin schliesst ihren Einsatz gegen die Tessiner nicht aus. Es würde die Not in der Abwehr zumindest ein wenig lindern. Als «nicht einfach» beschreibt Magnin seine Lage. «Aber als Trainer musst du damit umgehen können und Lösungen finden. Das werde ich tun.»

Imeri und das Sinnbild

Ausfallen könnte dann auch Kastriot Imeri. Er verletzte sich nach einer Viertelstunde bei einem Abschluss am Knöchel, erzielte dann das 1:0 trotz Schmerzen. Und blieb zur Pause in der Kabine. Ein Abend, der ihm viel Auftrieb hätte geben können, endete doch enttäuschend. Das passt zu seiner Zeit bei YB.

Bestimmt nicht dabei gegen Lugano ist Joël Monteiro, er fehlt nach seinem Schuhwurf gesperrt. Umso überraschender kam es, verzichtete Magnin gegen Schachtar auf ihn. Monteiro avancierte nach seiner Einwechslung zum auffälligsten Berner, er belebte die harmlose Offensive.

Der Trainer will seine Handlung nicht als disziplinarische Massnahme verstanden haben. Monteiro wurde gebüsst, er wird zudem bald ein Juniorentraining leiten müssen. Vielmehr wollte Magnin Ebrima Colley und Darian Males mit Blick auf Sonntag Spielpraxis verleihen. Sie dankten es ihm mit ihren Leistungen nicht.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-und-die ... 0744650120

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