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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. Mai 2024, 23:49 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.05.2024  Zitat: Radio Gelb-Schwarz
Das YB-Fanradio ist seit fast 900 Partien auf Sendung
Seit 15 Jahren existiert das YB-Fanradio. Gegründet wurde es von Brian Ruchti und Simon Klopfenstein, mittlerweile ist das Team auf neun Kommentierende angewachsen.
13 YB-Trainer hat er seit der Gründung bereits erlebt, und ans Aufhören denkt er nicht. Brian Ruchti ist das dienstälteste Gesicht von Radio Gelb-Schwarz (RGS), dem Fanradio der Young Boys. Gegründet hat er es gemeinsam mit Simon Klopfenstein. Klopfenstein ist seit einigen Jahren nicht mehr aktiv dabei, doch die zwei Freunde verbindet noch immer ein blindes Verständnis. «Wir haben so viele Spiele gemeinsam begleitet, das geht auch nach all den Jahren nicht verloren», sagt Ruchti auf dem Heimweg nach einer Partie beim FCZ. Klopfenstein, mittlerweile Chief Operating Officer bei Nau, kommentiert pro Halbsaison eine Partie. «Und es funktioniert immer noch super», sagt Ruchti.
Zwei Sendepannen
Wie viele Partien der 35-Jährige genau kommentiert, analysiert und beschrieben hat, kann er nicht genau sagen. Insgesamt schätzt er, dass sein RGS bei rund 900 Spielen vor Ort war. «Genau das macht uns aus, wir sind immer dabei», sagt er.
Zweimal waren sie zwar dabei, brachten aber ihre Stimmen nicht über den Äther: einmal in frühen Jahren bei einem Gastspiel in Basel, ausgerechnet beim grössten Rivalen. «Wir waren selbst schuld, der Technikkoffer blieb im Zug liegen», gesteht er. Zwar hätten sie noch versucht, ein neues Mischpult zu kaufen – vergebens.
Das zweite Mal, als RGS nicht auf Sendung ging, war im Jahr 2012 in Liverpool. «Liverpool hat auf allen Leitungen standardmässig den Upload unterbunden, als wir den Fehler bemerkten, war es zu spät beziehungsweise wir für die IT-Abteilung der Reds wohl zu wenig wichtig.» Solche Pannen versucht er zu umgehen, indem er immer besseres Equipment dazukauft, heutzutage sogar ein eigenes Wifi hochfährt, damit niemand die fürs Webradio benötigte Bandbreite besetzen kann.
Divers wie die Fans im Stadion
Jährlich fallen rund vierzig, fünfzig Matchs an, je nachdem, ob YB europäisch spielt oder im Cup lange dabei ist. Ein Einsatz bedeutet, an den Genfersee, nach Lugano oder St. Gallen zu fahren, weshalb daraus ein ganzer Arbeitstag entsteht. Das schafft Brian Ruchti natürlich nicht allein: Gabriel Haldimann, einst der erste Praktikant von RGS, ist am längsten an Ruchtis Seite. Dazu kommt ein eingespieltes Kernteam mit Lucas Bischoff, Dario Hitz und Chrigu Böhlen. Seit zwei Jahren ist das Team diverser geworden, mit den Jungtalenten Tim Wälterlin und Jasmin Wüthrich. Auch die Autorin dieses Textes kommentiert mit. Ruchti sagt zu diesem Ausbau: «Wir wollen so divers sein wie die YB-Fans.»
Nicht nur im Radio gab es Nachwuchs, sondern auch bei Brian Ruchti daheim: Er ist zweifacher Vater. Der jüngere Sohn scheint das YB-Fantum bereits im Blut zu haben, er kam letztes Jahr zufälligerweise just am 28. April zur Welt. Dieses Datum ist tief ins Berner Fanherz eingebrannt, wurde doch YB vor 6 Jahren zum ersten Mal nach einer 32 Jahre andauernden Durststrecke endlich wieder Meister. Wie befreiend der Moment für Brian Ruchti und seine Kollegen war, hat das Schweizer Fernsehen damals festgehalten: Die Stimme überschlägt sich mehrmals, die Tränen fliessen. Hüpfend, als wäre das Bild beschleunigt, liegt er seinen Kollegen in den Armen.
Parteiisch, aber fair
Das Wort Meister, das vor diesem Tag tunlichst vermieden wurde, um kein Unheil hervorzurufen, geht heute auch Brian Ruchti leichter über die Lippen. Die Meister-Szenarien erklärte er dieses Jahr gern bei den Sendungen. Immer wieder erreichen ihn Mails im Stadion, die das Gleiche erfragen: Wann? Wo wird YB Meister? Unermüdlich skizziert Ruchti, wie sich die Fans vorbereiten sollen. «Ich will einen Mehrwert bieten und auch den Experten etwas erzählen, was sie noch nicht wissen», sagt er.
Bekannt ist Radio Gelb-Schwarz für den Slogan «Parteiisch, aber fair». Ein gewisser Trainer namens Christian Gross verabschiedete sich bei RGS mit den Worten: «Manchmal streng, aber immer fair. Danke vielmals.» Ruchti hat zu jedem Trainer aus der RGS-Zeit eine Anekdote oder eine schöne Erinnerung parat. Wie steht es um die YB-Spieler? Klar gab es da Fälle, bei denen ihn der Abgang besonders schmerzte. «Gui, Suki oder Fasi – solche Legenden verabschiedet man ungern. Aber die Spieler kommen und sie gehen. Und das ist völlig okay.»
Vorbilder fluchen nicht
Pro Sendung hören mittlerweile im Schnitt rund 20’000 Personen zu, der Rekord liegt bei 60’000, also zweimal ein volles Wankdorf. Bei den Übertragungen wird nicht geflucht, weil auch viele Kinder zuhören. Genau das bewegt Brian Ruchti am meisten. «Es gibt Leute – heute 20 Jahre alt – die uns zuhören, seit sie 5 Jahre alt sind. Wir haben eine Vorbildfunktion.» Seine Stimme ist bekannt – und mittlerweile auch sein Gesicht. Das merkt man, wenn man mit ihm unterwegs ist. «Du bist der Ruchti», sagt einer. Kinder winken ihm scheu zu, Ruchti hat stets ein breites Grinsen auf den Backen. Für alle und jeden.
Maulfaulheit ist sicher etwas, das man ihm nicht nachsagen kann. Er ist mit seinen Kommentaren stets am Ball, kennt die Werdegänge der Spieler aus dem Effeff, wirft hier noch einen Fakt ein und findet Zeit, um kurz den Marktwert auf Transfermarkt.ch zu checken. Das Fanradio startete vor 15 Jahren, daraus ist ein Spin-off namens Newsroom.co entstanden mit 18 Festangestellten. «Wir wurden bald mal für Moderationen und Videos angefragt und haben gemerkt, dass unsere Medienkompetenz in der Geschäftswelt durchaus gefragt ist.»
Heute berät Ruchtis Firma Grosskunden und KMU in der Geschäftskommunikation und sorgt mit dem hauseigenen Newsroom-Konzept auch für deren Content. Ein wichtiger Kunde, klar, der BSC YB. «Seit 2015 betreuen wir das Inhouse-TV im Wankdorf.»
Am Tag, an dem dieses Porträt entstanden ist, geschehen zwei bemerkenswerte Dinge: Erstens schafft es YB erstmals seit dem Lockdown, gegen den FC Zürich im Letzigrund zu gewinnen. Dann gelingt Silvere Ganvoula ein unvergessliches Fallrückzieher-Tor. Der Treffer ist derart spektakulär, dass sogar Brian Ruchti kurz die Worte fehlen. Nach einem Bruchteil von Sekunden hat er sich gefasst und beschreibt ganz genau jeden Zentimeter der Situation. Und meint: «Das ist eines der Top-20-Tore, die ich je gesehen habe, vielleicht sogar Top 10.» Und Tore, Tore hat er nun wirklich viele gesehen. https://www.bernerzeitung.ch/radio-gelb ... 8832847199
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. Mai 2024, 23:56 |
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30.05.2024  Zitat: Nach Kündigung
Ex-YB-CEO Greuel: «Gab nie einen persönlichen Machtkampf»
Die Kündigung des langjährigen YB-CEOs Wanja Greuel vor gut zwei Wochen kam für viele überraschend. Verschiedenen Medienberichten zufolge ging der Trennung ein längerer Konflikt zwischen Greuel und der restlichen YB-Führung voraus. Vor allem mit Christoph Spycher sei das Verhältnis zerrüttet gewesen. Dies bestreitet Greuel nun in einem LinkedIn-Post.
Am 12. Mai machte die «NZZ» publik, dass der langjährige YB-CEO Wanja Greuel beim BSC YB gekündigt hat. Ein seit längerer Zeit schwelender Konflikt sei eskaliert, schrieb die Zeitung in ihrem Artikel. Greuel habe sich in Diskussionen mit der sportlichen Führung alleingelassen gefühlt.
Die Young Boys bestätigen am gleichen Tag, dass sich Wanja Greuel entschieden habe, das Unternehmen zu verlassen. Dieser lässt sich in der Mitteilung wie folgt zitieren: «Es war stets mein Antrieb, als CEO die unternehmerischen Geschicke von YB mitgestalten zu können. Innerhalb der Unternehmensleitung bestehen mittlerweile jedoch unterschiedliche Auffassungen über die Führung des Clubs.»
Vor wenigen Tagen berichtete die «NZZ», dass Greuel bei YB zur Persona non grata geworden sei. Konkret: Er sei in der Geschäftsstelle, im Stadion und an der Meisterfeier nicht mehr erwünscht. Und tatsächlich: Der Ex-CEO war seit seiner Kündigung nie auf TV- oder Pressebildern zu sehen – weder nach dem entscheidenden Spiel gegen Servette, noch an der Pokalübergabe beim letzten Heimspiel gegen Winterthur oder an der Meisterfeier am vergangenen Sonntag.
«Sportlicher Erfolg steht an erster Stelle»
Nun hat sich Wanja Greuel am Dienstag erstmals seit seinem Abgang selbst dazu geäussert. «Es hat nie einen persönlichen Machtkampf gegeben. Der sportliche Erfolg und vor allem der Club stehen an erster Stelle und ich habe grossen Respekt vor allen Menschen in diesem grossartigen Verein», schreibt der Deutsche in englischer Sprache auf LinkedIn.
Er habe in den letzten Monaten und Wochen gemerkt, dass er mit seinen Ideen und seinem Engagement nicht mehr länger am richtigen Ort sei und dass er seine Energie lieber in andere Projekte investieren wolle, schreibt Greuel weiter. Wanja Greuel war knapp zehn Jahre beim BSC Young Boys engagiert. Zuerst war er während zwei Jahren Leiter Kommerz, bevor er 2016 zum CEO aufstieg.
Berufliche Zukunft offen
Wie es für ihn beruflich weitergeht, lässt Greuel im Post offen. Zuletzt wurde er am deutschen Cupfinal in Berlin gesehen, beim Duell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Bayer Leverkusen. Umgehend wurde spekuliert, ob Greuel bei Union Berlin übernehmen könnte. Allerdings war Greuel als Fan im Stadion, er stammt aus Kaiserslautern.
Auch der YB-Sport-Verantwortliche Christoph Spycher betonte am Samstag nach dem Winterthur-Spiel in einem Interview gegenüber «SRF», dass es intern keine Unruhen gegeben habe. «Nach aussen wurde oft ein Bild von extremen Unruhen gezeigt. Diese haben aber vor allem in den Medien stattgefunden», so Spycher. https://www.baerntoday.ch/bern/ex-yb-ce ... -157302339
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 30. Mai 2024, 23:47 |
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30.05.2024  Zitat: YB: So verabschiedet sich CEO Wanja Greuel vom Meister
Erst seit wenigen Wochen ist bekannt, dass Wanja Greuel YB verlässt. Jetzt hat sich der langjährige CEO der Berner via LinkedIn verabschiedet.
Das Wichtigste in Kürze
- YB und Wanja Greuel gehen ab sofort getrennte Wege. - Der gebürtige Deutsche war seit 2016 CEO des Klubs. - Von einem Zerwürfnis will Greuel bei seinem Abschied nicht sprechen.
Vor gut zwei Wochen gab YB in einer Mitteilung bekannt, dass Wanja Greuel den Verein auf eigenen Wunsch verlässt. «Unterschiedliche Auffassungen über die Führung des Klubs» wurden als Begründung genannt. Acht Jahre lang hatte Greuel das Amt des CEO inne.
Jetzt hat sich der langjährige Chef via LinkedIn verabschiedet. Er schreibt: «Es hat nie einen Machtkampf gegeben. Der sportliche Erfolg, und allem voran der Club, steht an oberster Stelle. Und ich habe grossen Respekt vor allen Menschen dieses grossen Vereines.»
Er fühle eine grosse Dankbarkeit für alle die wundervollen Erfahrungen, die er in den letzten Jahren habe sammeln dürfen. «Meine schönsten Erinnerungen gelten jedoch den Menschen im und um den Verein. Was ich am meisten vermissen werde, sind die Mitarbeitenden.» https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-so ... r-66769997
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shalako
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Verfasst: Freitag 31. Mai 2024, 23:57 |
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31.05.2024  Zitat: Das Marktwertupdate der Super League zum Saisonende
Ein YB-Duo und ein Basler sind die grössten Abräumer beim Marktwertupdate
Pünktlich zum Abschluss der Saison 2023/24 in der Super League veröffentlichte die Fussballplattform Transfermarkt die letzten Marktwertupdates der Saison. Wir rücken im nachfolgenden Artikel die grössten Gewinner in den Fokus.
Silvere Ganvoula (BSC Young Boys): 1.2 Mio. € (+600'000 €)
Insgesamt neun Spieler haben ein Plus von mehr als einer halben Million Euro vorzuweisen. Silvere Ganvoula hat nach dem Abgang von Jean-Pierre Nsame noch mehr Verantwortung in der Offensive der Young Boys übernommen. Neun Tore gelangen dem Kongolesen in der Meisterschaft, damit netzte er durchschnittlich alle 168 Spielminuten ein. Der Schnitt über alle Wettbewerbe gesehen, ist gar noch etwas besser. Ganvoula hat in seinem ersten Jahr in Gelb-Schwarz gute Ansätze gezeigt, damit konnte er seinen Marktwert seit der Ankunft in Bern verdoppeln. Der 27-Jährige besitzt beim Schweizer Meister einen Vertrag bis 2026 mit Option für eine zusätzliche Saison.
Anton Kade (FC Basel 1893): 1.8 Mio. € (+600'000 €)
Dass der FC Basel in der Rückrunde konstanter wurde, reichte zwar in der Tabelle nicht für grosse Sprünge, Fortschritte konnten aber Einzelspieler verbuchen, was sich nun auch im Marktwertupdate widerspiegelt. In der Hinrunde sass Anton Kade in einzelnen Spielen noch auf der Bank, dreimal stand er sogar nicht im Aufgebot. Das Bild hat sich für den Deutschen stark verändert. In der Rückrunde fehlte er in einer einzigen Partie, auswärts beim BSC Young Boys, der Grund dafür war eine Gelbsperre. Der 20-jährige Flügelspieler hat sich zu einer verlässlichen Stammkraft entwickelt, was Transfermarkt mit einem entsprechenden Plus belohnt.
Kevin Carlos (Yverdon Sport FC): 2.0 Mio. € (+800'000 €)
Erst auf Leihbasis verstärkte sich der Yverdon Sport FC im letzten Sommer mit dem spanischen Stürmer Kevin Carlos von der SD Huesca. Bereits vorzeitig entschied sich der Aufsteiger, den Offensivmann fest zu übernehmen, die geschätzte Ablösesumme von 250'000 Euro war ein lukrativer Deal. Mit 14 Toren avancierte Carlos zum geteilten Ligatoptorjäger. Der 23-Jährige hat wohl noch deutlich mehr Potenzial, seinen Marktwert hat er seit der Ankunft bei Yverdon Sport regelrecht explodieren lassen. Mit einem neuen Marktwert von zwei Millionen Euro konnte Kevin Carlos seinen Wert fast versiebenfachen, bereits jetzt wird er zu einem heissen Absprungkandidaten im Sommertransferfenster.
Marvin Keller (FC Winterthur): 2.5 Mio. € (+1.0 Mio. €)
Beim BSC Young Boys wäre Marvin Keller nur die Nummer drei gewesen, die Leihe zum FC Winterthur ermöglichte ihn unter seinem künftigen YB-Coach viel Spielpraxis. Mit 53 Gegentore in 31 Spielen ist die Statistik von Keller auf den ersten Blick nicht herausragend, dennoch konnte der erst 21-jährige Torhüter wertvolle Erfahrung auf höchster Stufe in der Schweiz sammeln. Mit wichtigen Paraden half er mit, den FC Winterthur entgegen den Erwartungen in die Championship Group und ins Cup-Halbfinale vorrücken zu lassen. Die Ausgangslage in Bern hat sich nicht geändert. Es darf mit Spannung erwartet werden, wie die Lösung für Keller aussieht. Sein Marktwert hat sich auf der Schützenwiese auf jeden Fall mehr als verdreifacht.
Lukasz Lakomy (BSC Young Boys): 3.0 Mio. € (+1.0 Mio. €)
Unter den sechs Spielern, die gar einen Millionenbetrag haben zulegen können, finden sich neben YB-Leihgabe Keller auch drei Akteure, die ihre Saison beim Schweizer Meister absolviert haben. Der polnische Mittelfeldspieler Lukasz Lakomy erhielt in der zweiten Saisonhälfte in Bern zunehmen mehr Einsatzzeit. Unter dem Strich sind für Lakomy 36 Einsätze und insgesamt 1'730 Minuten zusammengekommen. Im jüngsten Marktwertupdate wurde das mit einer zusätzlichen Million aufgewogen. Mit dem Sommerneuzugang planen die Young Boys ohnehin langfristig: Lakomy hat bei seiner Ankunft einen Vertrag bis 2028 unterzeichnet.
Mattia Zanotti (FC St.Gallen 1879): 4.0 Mio. € (+1.0 Mio. €)
Nächste Saison nicht mehr in der Super League auflaufen wird Mattia Zanotti. Der italienische Aussenverteidiger kam als Leihgabe von Inter Mailand zum FC St.Gallen und war dort für die rechte Abwehrseite verantwortlich. Der 21-jährige U-Internationale entwickelte sich eindrücklich. Vor allem mit seinen Powerläufen in der Offensive war er eine gefährliche Waffe. Während er in der ersten Saisonhälfte vor allem mit einem Tor und zwei Assists gegen den Grasshopper Club Zürich im Oktober herausstach, überzeugte er in der Saisonschlussphase in mehreren Partien. Schlussendlich gelangen dem offensiven Aussenverteidiger drei Tore und fünf Vorlagen. Als einziges kleines Manko kann Zanotti der Hang zu Foulspielen in der Defensive angelastet werden.
Thierno Barry (FC Basel 1893): 4.0 Mio. € (+1.5 Mio. €)
Für das Podium in dieser Updaterunde wurde ein Plus von 1.5 Millionen Euro benötigt. Geglückt ist dieser Fortschritt Thierno Barry. Der französische Stürmer zeigte sich nach der Winterpause wie verwandelt. Nach dem äusserst unglücklichen Start in seine Zeit bei Rot-Blau entpuppte er sich doch noch als Knipser. Zwölf Tore sind schlussendlich wettbewerbsübergreifend zusammengekommen und damit hat sich der 21-Jährige in das eine oder andere Notizbuch von internationalen Scouts geschossen. Nach dem neusten Marktwertupdate wird Thierno Barry mittlerweile höher eingeschätzt als die drei Millionen Euro Ablöse, welche der FCB nach Belgien überwiesen hat. Nur zu gerne würden die Bebbi den Angreifer aber auch noch in der nächsten Spielzeit in ihrem Trikot sehen.
Joël Monteiro (BSC Young Boys): 4.5 Mio. € (+1.5 Mio. €)
Die Saison hat für Joël Monteiro mit einer Enttäuschung geendet. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, dass der Schweizer Pass rechtzeitig für eine Teilnahme an der EURO eintreffen würde. Der 24-Jährige fiel in der EM-Vorbereitung allerdings bereits beim ersten Kadercut aus dem Schweizer Nationalteam. Damit bleibt Monteiro sogar vorerst das Nati-Debüt für die Schweiz vorbehalten. Die eindrückliche Entwicklung in dieser Saison wird den 24-Jährigen über kurz oder lang ins Nationalteam führen. Mit zwölf Toren war er der beste Super-League-Torschütze im Kader des Schweizer Meisters. Seine Flexibilität betreffend seiner Position in der Offensive macht den einstigen Sion-Junior noch attraktiver. Erste Länderspiele werden Monteiros Wert noch weiter nach oben schrauben, schon jetzt steht er aber neu bei 4.5 Millionen Marktwert.
Aurèle Amenda (BSC Young Boys): 9.5 Mio. € (+1.5 Mio. €)
Unmittelbar vor seinem Abgang zu Eintracht Frankfurt hat sich Aurèle Amenda nochmals eine ziemliche Marktwertsteigerung verdient. Der 20-jährige Innenverteidiger kratzt damit an der Zehn-Millionen-Marke. Mit nur 32 Einsätzen haben es die Young Boys geschafft, den Youngster nicht zu sehr zu forcieren, um seine Entwicklung ideal voranzutreiben. Allerdings ist auch Amenda nicht ganz fit aus der Saison herausgegangen, deshalb musste er nun auch wieder vorzeitig aus dem Nati-Camp abreisen. Die EURO in Deutschland zu verpassen, ist für den gebürtigen Bieler natürlich bitter. Andererseits ist die optimale Erholung wichtig, um sich bei seinem neuen Club von Beginn an von seiner besten Seite zu präsentieren.
Weitere Marktwertgewinner bis zu 500'000 Euro
- Filip Ugrinic (BSC Young Boys): 6.0 Mio. € (+500'000 €) - Zan Celar (FC Lugano): 4.5 Mio. € (+500'000 €) - Pascal Loretz (FC Luzern): 4.5 Mio. € (+500'000 €) - Cheick Condé (FC Zürich): 3.5 Mio. € (+500'000 €) - Albian Hajdari (FC Lugano): 3.0 Mio. € (+500'000 €) - Amir Saipi (FC Lugano): 3.0 Mio. € (+500'000 €) - Keigo Tsunemoto (Servette FC): 2.5 Mio. € (+500'000 €) - Jaouen Hadjam (BSC Young Boys): 2.0 Mio. € (+500'000 €) - Sayfallah Ltaief (FC Winterthur): 2.0 Mio. € (+500'000 €) - Finn van Breemen (FC Basel 1893): 1.5 Mio. € (+500'000 €) - Bledian Krasniqi (FC Zürich): 1.5 Mio. € (+500'000 €) - Ayman El Wafi (FC Lugano): 1.5 Mio. € (+500'000 €) https://sport.ch/superleague/1293414/ei ... wertupdate
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shalako
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Verfasst: Freitag 7. Juni 2024, 11:31 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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30.05.2024  Zitat: Reportage mit dem YB-Platzwart
Manchmal massiert er 1000 Badewannen Granulat in den Kunstrasen
Serafin Schmutz erklärt, wie er und sein Team den Kunstrasen im Wankdorf pflegen. Vor den Spielen bürsten sie ihn, damit er auf den TV-Bildern so natürlich wie möglich wirkt.
Kurz nach dem Mittwochstraining, Mittelfeldspieler Darian Males hat gerade den letzten Ball eingepackt, da fährt Serafin Schmutz den grünen John Deere 3720 quer über den Kunstrasen des Wankdorfs. An der Eckfahne beim Spielereingang hält er den Traktor an und steigt aus. Dann kniet er sich hin und fährt mit der Hand über die Plastikhalme.
Der 33-jährige Berner ist bei den Young Boys Head of Operations. Auf Deutsch: Er leitet das sechsköpfige Team, das sich um den Stadionbetrieb und die Technik kümmert. Auch um den Kunstrasen. Und über diesen haben wir mit Schmutz geredet.
Auf welchem Kunstrasen spielt YB?
Haben Sie Stift und Papier zur Hand? Gut, denn diesen Namen werden Sie sich nicht einfach so merken können. Also: Der Rasen, der im Sommer 2023 im Wankdorf verlegt worden ist, heisst «LigaTurf RS Pro II CoolPlus 240 Y MB ACS 70 Bionic Fibre».
Aufgebaut ist er folgendermassen: Polyethylen-Halme bilden die oberste Schicht. Zwischen ihnen liegt Granulat, in einem etwas dunkleren Grün gehalten als die Halme selbst. An den Wurzeln der Halme befindet sich eine Schicht Quarzsand. Die Halme sind in ein Textil eingenäht. Dieses Textil wiederum liegt auf einer elastischen Schicht, die die Schläge absorbiert. Damit die Empfindung beim Spielen möglichst nahe am Naturrasen-Erlebnis ist.
Alles in allem sind der Kunstrasen und die Elastikschicht rund acht Zentimeter dick. Darunter liegt ein Schwarzbelag, der die Ebenheit des Kunstrasensystems garantiert.
Wie pflegt man einen Kunstrasen?
Schmutz sagt: «Wir haben deutlich weniger zu tun als bei der Pflege eines Naturrasens.» Grundsätzlich machen Schmutz und sein Team vier Dinge.
Erstens muss das Granulat immer wieder gleichmässig verteilt werden. Er tut das mit dem Traktor, an dem eine Bürste montiert ist. Das Verteilen dauert rund eineinhalb Stunden und ist notwendig, weil sich das Granulat durch das Fussballspielen an gewissen Stellen anhäuft und an anderen weniger wird. Etwa bei den Eckfahnen, am Penaltypunkt oder im Fünfmeterraum. Dort setzt Schmutz neben dem Traktor auch Handbürsten ein.
Zweitens braucht der Rasen rund alle zwei Monate Metallzinken. Sie kämpfen sich tiefer durch den Rasen und die Granulatschicht und lockern so die Unterlage auf. Das muss etwa dann passieren, wenn der Trainerstaff oder Spieler melden, der Rasen fühle sich hart an. Vor allem die Torhüter spüren bei Paraden die Härte des Platzes.
Drittens wird der Kunstrasen gewischt. Das Gerät dafür heisst: Speed-Cleaner. Damit sammelt das Team zum Beispiel Zigaretten ein, die der Wind über das Feld geweht hat. Schmutz hat auch schon anderes auf dem Rasen gefunden: Kaugummis oder Snus sind gängige Fundsachen. Manchmal liegt auch Geld auf dem Rasen. «Das kommt dann ins Kafikässeli», sagt Schmutz.
Viertens sind Schmutz und sein Team auch für die Schönheit des Rasens verantwortlich. Rund fünf Stunden vor dem Spiel bürsten sie den Rasen so, dass die Halme möglichst senkrecht stehen. Das lässt den Kunstrasen am TV-Bild kräftiger erscheinen, saftiger. «Natürlicher eben», sagt Schmutz.
Welche Schäden erleidet ein Kunstrasen?
Bei den Fussballspielen entstehen kaum Schäden. Aber wenn gefeiert wird, zum Beispiel ein Meistertitel, dann kann es für Schmutz und sein Team arbeitsintensiv werden. 2018 etwa, nach dem Spiel gegen Luzern und dem Gewinn des ersten Titels nach 32 Jahren, da fehlten an mehreren Stellen Teile des Kunstrasens. Fans hatten diese Fetzen herausgeschnitten.
Schmutz schneidet dann ein grosszügiges Quadrat um diese Stelle herum aus und setzt ein neues, gleiches Quadrat wieder ein. Wobei «neu» nicht ganz stimmt. Die paar Quadratmeter, die YB für diese Fälle zugekauft hat, lagern im Sektor B auf den Dächern der Verpflegungsstände. Damit die Ersatzstücke genau gleich altern wie das Spielfeld – und so niemand auf dem TV-Bild Flecken sieht.
Wie lange hält der YB-Kunstrasen?
Früher reichte es YB, den Kunstrasen alle fünf Jahre auszutauschen. Inzwischen muss das alle vier Jahre passieren. Der Grund ist, dass die Fifa ihre Kriterien für die jährliche Zertifizierung verschärft hat.
Am 18. Juli 2024 läuft die Zertifizierung des aktuellen Rasens aus. Dann kommen die Prüferinnen wieder vorbei und stellen für einen der vielen Tests eine Rampe auf. Von dieser lassen sie einen genormten Ball rollen und messen die Distanz, bis der Ball wieder ruht. Ist die Distanz grösser als acht Meter, hat der Rasen den Test nicht bestanden, weil seine Halme als zu abgetreten gelten. Früher betrug die erlaubte Distanz zehn Meter. Deswegen bestand ein Rasen diesen Test früher länger.
Erfüllt der Rasen die Kriterien nicht mehr, versucht ihn YB weiterzugeben. 2023 ging er zum FC Ins. Und der Rasen, auf dem YB 2018 den historischen Meistertitel feierte, reiste 2019 zum FC Wädenswil.
Wie bereitet man einen Kunstrasen auf ein Konzert vor?
Im Wankdorf finden unter anderem auch Konzerte statt. Dafür müssen tonnenweise Granulat auf dem Rasen verteilt werden – so viel etwa, wie in 1000 normalen Badewannen Platz hat. Sie werden maschinell zwischen die Halme einmassiert und bilden so eine Masse, die die Halme schützt und stützt. Darauf kommt eine Folie, damit kein Dreck in den Kunstrasen gelangt.
Nach dem Konzert wird alles abgebaut und das Granulat wieder im Stadion eingelagert.
Was passiert an der Women’s Euro?
Für die Europameisterschaft der Frauen wird im Wankdorf ein Naturrasen verlegt. Dafür werden wieder die vielen Tonnen Granulat verteilt. Darauf kommt ein Schutzvlies, auf dem die Rasentragschicht zu liegen kommt, ein Gemisch aus Erde und Sand. Zuoberst wird ein Rollrasen liegen.
Die Rasenhöhe wird rund 20 Zentimeter über der Höhe des Kunstrasens zu liegen kommen.
Und wann kommt jetzt eigentlich der Naturrasen im Wankdorf?
Gute Frage. Auch Schmutz weiss das nicht. Aber angesichts der Pläne, die für die nächsten Jahre neue Trainingsplätze vorsehen, sagt er: «Zum ersten Mal hat man das Gefühl, dass da etwas gehen könnte.»
Hätte er persönlich im Wankdorf denn lieber einen Naturrasen? «Auf jeden Fall. Fussball sollte auf Naturrasen gespielt werden. Sobald das Problem mit der fehlenden Trainingsinfrastruktur gelöst ist, wird im Wankdorf dauerhaft Naturrasen sein.» https://www.bernerzeitung.ch/yb-platzwa ... 6307145748
_________________ For Ever
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