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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 15. Februar 2024, 08:49 |
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15.02.2024  Zitat: YB: Ex-Spieler Delfim spricht über Chancen gegen Sporting
Delfim Teixeira hat sowohl für YB als auch für Sporting gespielt. Vor dem Duell der beiden Clubs hat Nau.ch mit dem Ex-Nationalspieler Portugals gesprochen.
Das Wichtigste in Kürze
- Am Donnerstag spielt YB in der Europa League im Wankdorf (18.45 Uhr) gegen Sporting. - Der Portugiese Delfim Teixeira hat sowohl für YB als auch für Sporting gespielt. - Im Interview mit Nau.ch spricht er über Sporting und schätzt die Chancen der Berner ein.
Heute Donnerstag geht es für YB im internationalen Geschäft weiter. Im Achtelfinal der Europa League bekommen es die Berner mit Sporting Lissabon zu tun. Der Gegner führt die heimische Liga derzeit punktgleich mit Stadtrivale Benfica an.
Für die Young Boys ist Sporting kein einfaches Los. Einer, welcher beide Mannschaften aus eigener Erfahrung kennt, ist Delfim Teixeira. In seiner Karriere lief er sowohl für YB als auch für Sporting auf.
Nau.ch hat im Vorfeld der Partie mit dem 47-Jährigen gesprochen.
Nau.ch: Delfim Teixeira, wo erreichen wir Sie gerade?
Delfim Teixeira: Ich bin gerade in Marrakesch in Marokko in den Ferien. Wir verbringen hier ein paar Tage mit Freunden.
Nau.ch: Was machen Sie im Leben, sind Sie noch im Fussball aktiv?
Teixeira: Im Moment bin ich nicht mehr im Fussball aktiv. Ich kümmere mich um Investitionen und einige Liegenschaften, die ich vermiete.
«Sporting war die beste Zeit meiner Karriere»
Nau.ch: Aber Sie verfolgen den Fussball noch?
Teixeira: Ja, klar. Ich pflege meine Kontakte im Fussball und verfolge vor allem die portugiesische Meisterschaft sehr genau.
Nau.ch: Am Donnerstag kommt es in der Europa League zum Duell zwischen den Young Boys und Sporting Lissabon. Sie haben sowohl für Sporting als auch für YB gespielt …
Teixeira: Ja, da bin ich wohl der einzige Spieler, der für beide Clubs gespielt hat (lacht).
Nau.ch: Erinnern Sie sich an die Zeit bei Sporting?
Teixeira: Ja, an diese Zeit erinnere ich mich sehr gut. Ich spielte während dreier Saisons von 1998 bis 2001 bei Sporting. Es war die beste Zeit in meiner Karriere, ich spielte gut und wir wurden in der Saison 1999/2000 portugiesischer Meister. Das war ein absoluter Höhepunkt, Sporting wurde damals nach 18 Jahren wieder Meister.
Kurz danach wurde ich erstmals für die Nationalmannschaft aufgeboten und wechselte dann ein Jahr später zu Olympique Marseille.
Nau.ch: Sie haben auch neben dem Fussballplatz gute Erinnerungen an die Zeit bei Sporting …
Teixeira: Ja, ich heiratete in dieser Zeit meine Frau Susanna, wir sind immer noch glücklich zusammen. Und in dieser Zeit kam auch unser erstes Kind zur Welt.
Nau.ch: Was ist Sporting für ein Club, welchen Stellenwert hat er in Portugal?
Teixeira: Sporting ist ein sehr wichtiger Club im Land, er gehört mit Porto und Benfica zu den drei grossen Vereinen. Sporting ist ein Traditionsclub und ist nach Titeln die Nummer drei in Portugal.
«Sporting ist so gut aufgestellt wie noch nie»
Nau.ch: Wie stufen Sie die aktuelle Mannschaft von Sporting ein?
Teixeira: Heute ist der Club meiner Meinung nach so gut aufgestellt wie noch nie. Ich glaube, er hat eine gute Zukunft und wird in den nächsten Jahren um die Meisterschaft mitspielen. Der Verein ist wieder besser geführt und verfolgt eine interessante Philosophie mit jungen Spielern. Das aktuelle Team spielt für mich den besten Fussball der ganzen Liga.
Nau.ch: Auf wen muss YB besonders achten?
Teixeira: Sporting hat in der letzten Zeit einige gute Transfers gemacht. Herausragend ist im Moment sicher Mittelstürmer Viktor Gyökeres. Er macht unglaublich viele Tore, aber ist auch ein begnadeter Vorbereiter.
Gyökeres kennt zudem die Qualitäten seiner Teamkameraden und kann sie stärker machen. Mehrere europäische Topclubs wollen ihn verpflichten. Doch YB darf sich nicht nur um ihn kümmern, sondern muss auch auf alle anderen aufpassen.
Nau.ch: Hat YB denn überhaupt eine Chance weiterzukommen?
Teixeira: Es ist Fussball, es ist Europacup, man hat immer eine Chance. Besonders im Hinspiel in Bern kann YB ein gutes Resultat erzielen, wenn es optimal läuft. Aber es wird schwierig für YB, die Runde zu überstehen. Ich sehe Sporting als Favoriten, die Chancen für YB würde ich mit 40:60 einstufen.
Nau.ch: Werden sie beim Spiel in Bern dabei sein?
Teixeira: Leider nicht. Ich bin am Donnerstag noch immer in den Ferien. Ich werde aber versuchen, das Spiel entweder am TV oder mindestens online auf dem Handy zu verfolgen. Das Rückspiel in Portugal werde ich vielleicht live im Stadion mitverfolgen.
Persönlich
Delfim Teixeira (47) gelang bei Sporting der grosse Durchbruch. Er wurde in der Saison 1999/2000 mit dem Traditionsverein Meister. Später wechselte der ehemalige portugiesische Nationalspieler zu Olympique Marseille und zu YB.
In Bern wurde Delfim allerdings nicht glücklich und wechselte schliesslich zurück in seine Heimat. Teixiera ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in der Region Porto. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ex ... g-66706393
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 15. Februar 2024, 14:53 |
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15.02.2024  Zitat: VIKTOR GYÖKERES:
«Frisst Leute auf»: YB vor Duell mit 100-Millionen-Stürmer
Vor ausverkauftem Haus spielt YB am Donnerstag gegen Sporting. Für den Einzug in den Achtelfinal der Europa League müssen die Berner Viktor Gyökeres stoppen.
Darum gehts
- YB startet in die K.o.-Phase der Europa League gegen Sporting. - Bei den Portugiesen sticht vor allem Viktor Gyökeres heraus. - Der schwedische Stürmer hat eine 100-Millionen-Klausel im Vertrag.
Mit einem Doppelpack schoss Norwegens Superstar Erling Haaland im Oktober bei seinem Königsklassen-Gastspiel mit ManCity in Bern die Young Boys fast im Alleingang ab. Wenige Monate später bekommt es der Schweizer Meister zum Start in die K.o.-Phase der Europa League erneut mit einem skandinavischen Hünen zu tun: Viktor Gyökeres (25).
Der 1,87 Meter grosse schwedische Stürmer wechselte im letzten Sommer von Coventry (zweite englische Liga) für rund 20 Millionen Franken zu Sporting, wo er seither Tore am Laufband schiesst. In 29 Pflichtspielen für YBs Europa-Gegner erzielte Gyökeres starke 27 Treffer und steuerte obendrein elf Assists bei.
100-Millionen-Ausstiegsklausel
Kein Wunder haben gerüchteweise schon einige europäische Topclubs wie etwa Chelsea oder Dortmund ihr Interesse am Shootingstar aus Stockholm hinterlegt. Wer Gyökeres holen will, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Seine vertraglich verankerte Ausstiegsklausel soll nämlich auf knapp 100 Millionen Franken beziffert sein.
Neben seinen Skorerwerten und seiner Physis glänzt der Sporting-Knipser auch durch einen schnellen Antritt und technische Finessen. «Er frisst Leute auf», meinte einst Gyökeres ehemaliger Coventry-Teamkollege Josh Eccles über den Schweden, der seine Tore meistens mit einem ganz speziellen Jubel feiert.
Rätsel um Torjubel
Gyökeres verschränkt jeweils die Finger wie eine Maske vor dem Mund. Wieso er das tut, blieb bislang sein Geheimnis. «Ich denke, er macht das wegen Hannibal Lecter», vermutete Coventry-Kicker Eccles. Andere tippten auf eine Hommage an Batman-Bösewicht Bane oder schlicht an eine Abrechnung mit seinen Kritikern. Alles falsch, meint Gyökeres und amüsiert sich darüber, dass die Öffentlichkeit sein Jubel-Rätsel bisher nicht aufgeschlüsselt kriegt.
Der Schlüssel für ein erfolgreiches Resultat dürfte für YB am Donnerstag (ab 18.45 Uhr live bei uns im Ticker) massgeblich davon abhängen, Gyökeres in den Griff zu bekommen. Auch wenn YB-Trainer Raphael Wicky dies nicht ganz so sieht. «Natürlich bin ich mir bewusst, dass er viele Tore schiesst», meint der Walliser an der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten aus Portugal.
Grundsätzlich würde er sich bei den Vorbereitungen mit seinem Team aber nie nur auf individuelle Akteure fokussieren. «Sporting hat mehr als nur einen guten Spieler», so Wicky, der sich auf das Kräftemessen mit den klar favorisierten Iberern freut.
«Wir haben uns diese Spiele verdient durch eine gute Champions-League-Kampagne», findet der YB-Coach. Wie Wicky freut sich auch Goalie David von Ballmoos auf das Spiel im ausverkauften Wankdorf. «Es liegt an uns, dass der Funke gleich auf die Fans überspringt», so der Keeper, der gegen Gyökeres und Co. wohl einiges zu tun bekommt. https://www.20min.ch/story/viktor-gyoek ... -103042681
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 15. Februar 2024, 14:55 |
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15.02.2024  Zitat: System perfektioniert
Die Millionenfabrik Sporting läuft auf Hochtouren
YB-Gegner Sporting Lissabon funktioniert ganz ähnlich wie die Berner: Talente entdecken, fördern, teuer verkaufen – und sich so alimentieren. Nur in ganz anderen Dimensionen.
Im Fussball wird das Rad nie neu erfunden. Trotz daten- und AI-getriebener Klubs (die relativ erfolglos sind). Die Funktionsweise fast aller Vereine ausserhalb der absoluten Topshots ist immer dieselbe.
Aus dieser zweiten Garde stammt auch Sporting Lissabon. Der Klub, den man nur im deutschen Raum so nennt. Überall sonst ist er nur bekannt als Sporting Clube de Portugal, weshalb das Kürzel auch Sporting CP ist. Cupsieger 1964. Uefa-Cup-Finalist 2004 (man verlor das Endspiel im Alvalade gegen ZSKA Moskau 1:3, ganz bitter!). 19-facher Meister. 17-facher Cupsieger. Sporting ist ein polysportiver Verein und nach dem FC Barcelona über alle Sportarten der erfolgreichste Europas. Und mit 106'000 Members einer der mitgliederstärksten auf der Welt.
Und weil Sporting nicht zu den Luxusklubs gehört, müssen die Lusitanier ihr Geld auf althergebrachte Art und Weise verdienen. Sprich mit der Ausbildung (oder dem Kauf) junger Talente. Mit Förderung und anschliessender Zurschaustellung. Und am Ende mit dem Verkauf. Wie YB. Nur passiert das zwei Finanzebenen höher als in Bern, wo der Marktwert des Kaders bei rund 60 Millionen Euro liegt. Bei Sporting beträgt er 300 Millionen!
Nunes, Pontelo, Gyökeres – die Millionenfabrik läuft
Sporting ist eine Millionenfabrik, die das Ausbildungsklub-System perfektioniert hat. Während bei YB ein Top-Transfer rund zehn Millionen einbringt, vielleicht mal 15, wie bei Fabian Rieder oder Aurèle Amenda, so sind die Dimensionen in Portugals Hauptstadt anders. Beispiel: Matheus Nunes (25) kostete 2019 keine Million, als er von Estoril kam. Drei Jahre später ging er für 45 (!) in die Premier League zu Wolverhampton. Nur ein Jahr später für über 60 zu Manchester City. Da wird Sporting ganz bestimmt auch noch mal verdient haben. Unter dem Strich bleiben also sicher 50 Millionen Euro.
Und schon steht der nächste Nobody auf der Matte: Rafael Pontelo (20), ein Brasilianer, der im Winter für 700'000 Euro von Leixões kam, also aus der zweiten Liga. Doch der Durchmarsch ist nicht immer einfach. Das Innenverteidiger-Schnäppchen hat bislang erst eine Minute in der Liga Portugal gespielt. Denn nicht bei jedem gibts am Ende den Jackpot wie bei Nunes. Oder kennst du Luiz Phellype oder Diogo Salomão? Nein, natürlich nicht. Das waren zwei Floptransfers. Spieler, die sich nie durchsetzten. Geschäftsrisiko. Kollateralschäden.
Nicht wenig gekostet hat hingegen Liga-Topskorer Viktor Gyökeres (25). Für den Schweden-Ungarn zahlte Sporting vergangenen Sommer nicht weniger als 21 Millionen an Coventry City. Der Glaube an den Stürmer, der schon 23 Punkte gesammelt hat (16 Tore und 7 Assists in 19 Spielen) war jedenfalls riesig, als ihn Sporting für ein Schweinegeld holte. Und ihm gleich eine Ausstiegsklausel über 100 Millionen Franken in den Vertrag nagelte! Der Marktwert des schwedischen Nationalspielers liegt bereits bei rund 45 Millionen Euro. Damit hat sich dieser in elf Monaten verfünffacht! Das sind die Sporting-Dimensionen.
Und übrigens: Gyökeres hat in den vergangenen drei Spielen fünfmal getroffen. Da wünschen wir der YB-Abwehr schon mal viel Spass! https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 36614.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 15. Februar 2024, 23:50 |
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15.02.2024  Zitat: Optimist Loris Benito
«Korrektur! 2:1 – wir packen das!»
Er war so gut in Form wie lange nicht, bis er einen Kreuzbandriss erlitt. Trotzdem glaubt er, dass alles gut kommt – auch für die Young Boys gegen Sporting Lissabon.
Das Gespräch ist fast zu Ende, als Loris Benito seine Prognose zum Spiel abgibt: «1:1.» Und als er die Bemerkung nachschiebt, er wisse nicht, ob er selbst im Stadion sei.
Unter normalen Umständen wäre er an diesem Donnerstag nicht einfach nur im Stadion. Er würde auf dem Platz stehen und seinen Körper in den Kampf werfen, wenn der Sporting Clube de Portugal, bei uns besser bekannt als Sporting Lissabon, zu diesem Spiel der Europa League nach Bern kommt.
Aber seit dem 3. Februar verläuft das Leben für Benito anders. Seit diesem Abend auf dem Kunstrasen der La Tuilière von Lausanne ist er Patient, und das ist er noch einige Monate, weil das Kreuzband im rechten Knie gerissen ist. Das Knie wird ihm darum melden, ob ein Besuch im Stadion Sinn ergibt.
Wer sich die Fernsehbilder von der 4. Minute der Szene in Lausanne anschaut, in der ihn das Pech trifft, wundert sich über die Schwere der Verletzung. «Unglaublich», sagt Benito. «Wenn das in einer solchen Aktion passiert, könnte es in einem Spiel gleich viermal passieren.»
Was er sagen will: Es ist eine ganz alltägliche Aktion, als er im Zweikampf mit Kaly Sène kurz hochspringt und zuerst mit dem rechten Bein wieder auftritt. Nicht normal ist nur, wie das Knie reagiert. Beim Auftreten fehlt die Stabilität, eine Innenrotation im Gelenk setzt ein, das Gewicht des Körpers kommt dazu, und schon ist das Unheil da. Benito erzählt selbst, was falsch gelaufen ist, und er macht das fast wie ein Mediziner.
Ankommen im Zentrum
Gut, er hat auch Erfahrung mit dieser Art von Verletzung. Im Februar 2016 hatte er sich während des Trainings, es war kalt und schneite heftig an jenem Tag, in einem Zweikampf das Kreuzband gerissen – im rechten Knie, wie jetzt wieder. Acht Monate fiel er damals aus, acht lange Monate, in denen es «teilweise sehr schwierig war».
Zur Ablenkung verabschiedete er sich für drei Monate nach London. Er hatte Zeit für den Buddhismus, den er schon in Portugal für sich entdeckt hatte. Er habe Halt gefunden in der Spiritualität, sagt er heute. Und er hat ihn nicht verloren. Er soll ihm auch jetzt helfen, die zähen Monate in Therapie- und Krafträumen gut hinter sich zu bringen.
32 ist Benito seit dem 7. Januar. Vor allem ist er in Form gewesen, so gut, dass sein Trainer Raphael Wicky ihn zum besten Innenverteidiger der Liga erhoben hat. Da stellt sich natürlich die Frage, wieso es ihm auf dieser Position so gut gelaufen ist. «Es ist ein Ankommen gewesen», sagt Benito, «es fühlt sich natürlich an, auf dieser Position zu spielen.»
Grundsätzlich ging er immer als Linksverteidiger durch. Dabei spielte er früher schon öfter im Zentrum, da, wo man strategisch denken und die Übersicht bewahren muss und wo kommunikative Stärken helfen. All das bringt Benito mit, das sagt er selbst. Schon am Ende der vergangenen Saison hatte er bei seinen Vorgesetzten den Wunsch angemeldet, sich in der Abwehr verändern zu wollen. Er sah wegen des Wechsels von Cédric Zesiger nach Wolfsburg für sich einen freien Platz im Zentrum.
Steve von Bergen ist inzwischen einer dieser Chefs. Mit ihm spielte Benito selbst in der Innenverteidigung zusammen, unter anderem beim letzten Spiel überhaupt, das der heutige Sportchef am 25. Mai 2019 gegen Luzern bestritt – und mit einem seiner seltenen Tore garnierte.
«Kein Weltuntergang»
Ein paar Tage musste sich Benito zu Beginn dieser Saison gedulden, bis sein Wunsch erfüllt wurde. Mohamed Ali Camara, Aurèle Amenda und Fabian Lustenberger erhielten zentral den Vorzug. Als er seine Chance bekam, wusste er: «Ich spiele mit Druck. Ich muss mich beweisen. Ich hatte ja proklamiert: Ich kann das.» Und als es ihm dann gleich gut lief, war seine stille Botschaft an die Vorgesetzten: «Ihr setzt aufs richtige Ross.»
Sein Wechselwunsch hat übrigens nichts mit nachlassender Schnelligkeit zu tun, wie auch schon vermutet worden ist. «Ich bin noch immer einer der Schnellsten in unserer Mannschaft», sagt er. Das muss als Entgegnung genügen.
Als Benito das erste Mal mit einem Kreuzbandriss ausfiel, verpasste er die EM 2016 in Frankreich. Dabei war auch sie ein Grund gewesen, im Sommer zuvor aus Lissabon zurück in die Schweiz zu kommen, weil er sich in Bern die Spielpraxis erwartete, die ihm bei Benfica eine Saison lang so sehr gefehlt hatte. Und jetzt verpasst er wieder eine Europameisterschaft, auf die er sich dank seiner Formstärke durchaus Hoffnung machen durfte.
«Die Situation ist brutal», sagt er, «der Zeitpunkt ist brutal.» Aber eigentlich, schiebt er nach, eigentlich sei das jeder Zeitpunkt. Der erste Moment nach dem Zwischenfall war «der härteste» für ihn: Das war der Moment der Diagnose. Zwei Tage nach dem Spiel in Lausanne wurde er schon operiert. Und seither gibt es für ihn nur eines: «Den Fokus auf die Rehabilitation legen. Pragmatisch sein: Was kann ich beeinflussen? Was nicht?» So hält er es, weil es für ihn die Situation nur verschlimmern würde, sollte er sich negative Gedanken erlauben.
«Eine Verletzung ist kein Weltuntergang», sagt er. Und noch an etwas hält er sich fest: dass er eben gut in Form war, so gut eben, dass er im vergangenen November erstmals wieder ein Aufgebot für die Nationalmannschaft erhielt – erstmals seit der EM 2021. Der Gedanke an die gute Form lässt ihn sagen: «Je besser es lief, desto leichter fällt es mir, zurückzukommen.»
Benito ist sich Auf und Abs in seiner Karriere gewohnt. Den FC Zürich verliess er im Sommer 2014, weil ihm das stolze Benfica einen Fünfjahresvertrag anbot. Das Leben in Lissabon war zum Geniessen, er habe sich in die Stadt verliebt, erzählt er. Nur das Sportliche stimmte nicht für ihn. Er fand keinen Weg vorbei am portugiesischen Nationalspieler Eliseu und in die Mannschaft. Dreimal durfte er in einem Meisterschaftsspiel auflaufen, das war es.
Er hatte sich zwar ausgerechnet, dass es im ersten Jahr schwierig wird. Und er hätte bleiben können. Aber er wollte sich nicht der Ungewissheit aussetzen, dass es im zweiten Jahr gleich weitergeht. YB nahm ihn 2015 dankbar auf, wie auch noch einen zweiten Spieler von Benfica. Das war Miralem Sulejmani, ein anderer wesentlicher Baustein auf dem Weg der Berner zur Grösse im Land.
Zum Kreuzbandriss in der ersten Berner Saison kam für Benito ein Mittelfussbruch in der zweiten dazu. In der Meisterschaft 2017/18 wurde er für seine Ausfälle entschädigt: Er gehörte zum Stamm jener Mannschaft, die für YB den ersten Titel nach 32 Jahren gewann. Den Horizont erweitern
In Bern hatte er alles, auch noch einen zweiten Titel. Trotzdem zog es ihn nochmals ins Ausland. Bordeaux hatte mit einem Dreijahresvertrag gerufen. Zwei Jahre lief es gut, bis der Club umdachte, Vladimir Petkovic als Trainer holte und Benito beschied, er werde nicht mehr gebraucht. Er handelte und löste den Vertrag auf, obwohl er keinen neuen Club hatte.
Er, der kommunikativ so talentiert und der so sprachbegabt ist, mag über diese Zeit «nicht mehr gross» reden. Dieser Zusatz muss genügen: «Ich würde alles wieder gleich machen. Den Vertrag aufzulösen, war die einzig richtige Lösung.» Sechs Monate war er ohne Club, bis er bei Sion unterkam. Nach weiteren sechs Monaten war er zurück in Bern. Letzten Sommer wurde er mit YB zum dritten Mal Meister.
Was ihm jetzt bleibt, neben der Arbeit am Knie, das ist die Zeit zur Horizonterweiterung. So nennt er das. Er interessiert sich auch für «Immobilienprojektli», für das Unternehmerische, weil ein Freund ein KMU hat. Den Kaffee hat er als Leidenschaft entdeckt, seine Herkunft und Zubereitung. Er liest gern. Er liebt Musik, von schwarzem Rap bis Klassisch.
Eines ist in diesem Gespräch mit ihm zu berichtigen. Ein 1:1 hat er ja zuerst für YB gegen Sporting vorausgesagt. «Ich muss eine Korrektur machen!», ruft er schnell ins Telefon, als hätte ihn eine Erleuchtung getroffen: «Ich sage 2:1. Wir packen das!« https://www.bernerzeitung.ch/yb-in-der- ... 6150453800
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 15. Februar 2024, 23:52 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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15.02.2024  Zitat: Leverkusen im Hinterkopf, Sporting vor sich
YB steht in den Sechzehntelfinals der Europa League mit Sporting Lissabon ein formstarker Gegner gegenüber. Dennoch sind die Berner zuversichtlich für den nächsten Coup in einem grossen Spiel.
Es sind Sätze, die im Fussballjargon immer mal wieder fallen. So oft sogar, dass der Gehalt überschaubar ist und sie eher floskelhaft wirken. Als Raphael Wicky am Mittwochnachmittag auf dem Podium im Innern des Berner Wankdorfstadions sitzt, diktiert er sie auch ins Mikrofon, diese Sätze. Der YB-Trainer sagt, er könne nur beeinflussen, wie seine Mannschaft auftreten soll, er könne nur seinen Spielern Anweisungen und Ratschläge auf den Weg geben. Entsprechend wolle er sich auch nicht zu sehr damit beschäftigen, was der Gegner wohl werde tun wollen, was sein Antipode an der Seitenlinie wohl für Schwachstellen im YB-Kollektiv ausgemacht haben könnte, oder wie dieser Gegner zuletzt in der heimischen Liga aufgetreten ist.
Wer will, kann Wickys Vorgehensweise als Selbstschutz interpretieren. Denn würde er sich eingehend damit auseinandersetzen, wie das Team, das die Young Boys am Donnerstag (18.45 Uhr) im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League erwartet, zuletzt aufgetreten ist, könnte die Zuversicht des Wallisers durchaus sinken, was die Erfolgschancen seines Teams angeht. Beeindruckender Gyökeres
Sporting Lissabon steigt als Favorit in das Aufeinandertreffen mit den Young Boys. Der 19-fache portugiesische Meister führt die Tabelle in der heimischen Liga derzeit punktgleich mit dem Stadtrivalen Benfica an und hat noch eine Partie weniger ausgetragen. Die Mannschaft von Ruben Amorim hat die letzten sieben Spiele allesamt gewonnen, zuletzt 8:0 und 5:0. Wicky sagt, Sporting sei eine Top-Mannschaft, die technisch versiert sei und schnell nach vorne spiele.
Als ein portugiesischer Journalist die Einschätzung des YB-Trainers zu Viktor Gyökeres wissen will, hält sich Wicky diplomatisch und meint, bei der Analyse eines Gegners gehe es für ihn nie um einen einzelnen Spieler, sondern immer um das ganze Team. Dass der schwedische Stürmer in den Reihen von Sporting an der Medienkonferenz aber speziell Erwähnung findet, ist kein Zufall.
Im Sommer stiess der 25-Jährige aus der zweiten englischen Liga von Coventry City in die portugiesische Hauptstadt. Die rund 21 Millionen Euro sind die höchste Transfersumme, welche Sporting je an einen anderen Klub überwiesen hat. Entsprechend gross waren die Erwartungen an den neuen Angreifer. Und Gyökeres scheint diese vollauf erfüllen zu können: In seinen bisher 29 Spielen für Sporting Lissabon hat er 27 Tore und 11 Vorlagen geliefert. Problemzone Abwehr
Es sind Zahlen, die im Lager portugiesischer Medienschaffender eine grosse Zuversicht entfachen. Und die Überzeugung, dass die Young Boys keine ernstzunehmende Hürde sein können für dieses Sporting, das im letzten Jahr bis in die Viertelfinals der Europa League vorstiess und dort an Juventus Turin scheiterte. "Warten Sie nur, bis Sie Gyökeres auf dem Feld gesehen haben", ruft einer leicht euphorisiert und vorfreudig in den Raum.
Es könnte wieder ein Moment sein, in dem Raphael Wicky die Zuversicht verliert. Schliesslich machte gerade die Defensive zuletzt in Lugano (3:3) nicht den sattelfestesten Eindruck. Nach dem Ausfall von Loris Benito, der wegen eines Kreuzbandrisses noch lange fehlen wird, und der Rückkehr von Mohamed Ali Camara vom Afrika-Cup, ist die Abwehr der Young Boys aktuell noch in der Findungsphase. Wicky sagt: "Ich habe vollstes Vertrauen in alle Spieler, die da sind." Höchstens Teileinsatz für Elia
Der 46-jährige YB-Trainer weiss auch, dass seine Mannschaft in dieser Europacup-Saison immer dann die besten Spiele abgeliefert hat, wenn es wirklich darauf ankam. Das war in den Playoffs gegen Maccabi Haifa (0:0, 3:0) so, was den Bernern die dritte Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League ermöglichte. Und es war in den beiden Duellen gegen Roter Stern Belgrad (2:2, 2:0) so, womit YB erstmals von der Champions League aus europäisch überwintern konnte. Deshalb glaubt Wicky an eine nächste Sternstunde auf internationalem Parkett - auch wenn das Team mittlerweile ein paar Spieler verlassen haben und Meschack Elia nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup, wo er mit der Demokratischen Republik Kongo den 4. Rang erreichte, höchstens für einen Teileinsatz in Frage kommt.
Es ist das zweite Mal, dass die Young Boys in dieser Phase des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs stehen. 2021 hiess der Gegner Leverkusen, und die Berner setzten sich unter Gerardo Seoane überraschend durch (4:3, 2:0). David von Ballmoos stand da schon im Tor der Berner, und der 29-Jährige sagt, er habe versucht, diese schönen Erinnerungen in die Mannschaft hineinzutragen. Von Ballmoos ist überzeugt: "Mit Hilfe des Publikums werden wir sicher auch in diesem Spiel eine Chance haben." https://frapp.ch/de/articles/stories/le ... g-vor-sich
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 15. Februar 2024, 23:57 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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15.02.2024  Zitat: YB gegen Sporting ohne Benito: «Jedes Spiel, das ich verpasse, tut mir weh»
Es ist soweit, das Europa-Abenteuer für YB geht endlich weiter. Nachdem die Berner europäisch überwintern konnten, steht nun das Sechzehntelfinale der Europa League gegen Sporting Lissabon auf dem Programm. Was der verletzte YB-Verteidiger Loris Benito zum Spiel sagt, erfährst du hier im Interview.
YB-Innenverteidiger Loris Benito verpasst die Partie gegen Sporting verletzungsbedingt. Der 32-Jährige verletzte sich schwer am Knie und wurde daraufhin am Kreuzband operiert. Der ehemalige Spieler von Benfica Lissabon hat vor dem Spiel die Fragen von BärnToday beantwortet.
BärnToday: Loris Benito, wie geht es Ihnen nach der Operation?
Loris Benito: Es geht mir den Umständen entsprechend sehr gut. Ich habe die Operation gut überstanden. Es ist klar, der Tag der Diagnose war ein Tiefpunkt, wegen der Ungewissheit, was jetzt kommt. Am Tag danach war die Akzeptanz für das Ganze schon da und auch die Zuversicht, dass es gut kommt.
Wie sieht Ihr Reha-Plan in den nächsten Wochen aus?
Die ersten Wochen stehen im Zeichen der Schiene und der Stöcke. Das wird jetzt in den nächsten vier bis sechs Wochen so sein. Dann steht ein übliches Kreuzband-Protokoll an. Das heisst, in den ersten paar Wochen nach der Abgabe der Stöcke, geht es darum, das Lauf-Abc wieder zu machen, den Muskel aufzubauen, so dass man irgendwann an den Punkt kommt, an dem man wieder joggen und das Knie mehr belasten darf. Wenn man mal joggen kann, geht es recht schnell vorwärts. Dann kann man auch wieder den Ball dazunehmen, koordinative Sachen machen. Und irgendwann geht es darum, möglichst schnell wieder den Weg zur Mannschaft zurückzufinden.
Als Fussballer will man bei jedem Spiel auf dem Platz stehen. Sie haben selbst in Portugal gespielt – ist es darum besonders hart, am Donnerstag nicht mittun zu können?
Ja, natürlich. Jedes Spiel, das ich jetzt verpasse, tut mir sehr weh. Klar, das Spiel gegen Sporting Lissabon ist sicher sehr speziell – auch durch meine Vergangenheit in Portugal. Da wäre ich sehr gerne dabei gewesen, nicht nur beim Heimspiel, sondern auch bei der Auswärtsreise. Einige Mitglieder meiner Familie reisen zum Spiel. Es ist sicher ein Wermutstropfen, aber ich freue mich sehr, dass ich die Mannschaft trotzdem vor Ort unterstützen kann. Ich bin mir sicher, dass sie das ganz gut machen werden.
Wie werden Sie das Spiel in Bern schauen?
Momentan habe ich das Problem, dass ich das Knie nicht allzu lange nach unten halten kann und eher hochlagern sollte. Dementsprechend werde ich ziemlich sicher die Möglichkeit erhalten, das Spiel in der Loge zu verfolgen, wo ich den Fuss hochlagern kann. Dann muss halt der Bildschirm die Arbeit machen. Aber ich bin vor Ort.
Welche Erfahrungen aus Portugal können Sie dem Team für das Spiel gegen Sporting weitergeben?
Es hat nicht mehr viel mit dem zu tun, das ich damals vorgefunden habe. Es ist doch mittlerweile schon acht Jahre her, seit ich nicht mehr in Portugal bin. Das war eine ganz andere Mannschaft, als es jetzt ist. Wir haben in der Champions League Erfahrungen gesammelt. Da weiss jeder Spieler, was Sache ist und dass man absolut parat sein muss. Da muss man ihnen auch nichts mehr auf den Weg geben, sondern ihnen alles Gute und viel Glück wünschen. Vielleicht gibt es noch eine Motivationsspritze in der Kabine mit ein paar Worten. Ich bin sicher, dass die Jungs wissen, was zu tun ist.
Ich glaube, sie werden uns ein bisschen unterschätzen. Loris Benito, YB-Verteidiger
Was ist bei einer portugiesischen Mannschaft anders als bei anderen Teams?
Der Spielstil in Portugal, wenn man jetzt die Liga anschaut, ist sicher technisch sehr hochstehend, aber auch körperlich sehr stark. Das darf man nicht unterschätzen. Da geht es recht zur Sache in dieser Liga. Und wenn man jetzt Sporting anschaut, dann weiss man, dass sie technisch einen guten Fussball spielen und eine feine Klinge führen. Darum darf man sicher eine Mannschaft auf absolutem Top-Niveau erwarten, die mit einer sehr breiten Brust kommt. Ihre Resultate sind absolut top momentan, dementsprechend muss man hellwach sein.
Auf dem Papier ist Sporting besser – was braucht es für einen YB-Sieg?
Ich glaube, es braucht eine absolute Topleistung von A bis Z. Wir können unsere Chancen absolut wahren, wenn man sieht, wie wir uns in den Heimspielen gegen andere europäische Grossmächte präsentiert haben. Darum können wir mit Selbstvertrauen in das Spiel gehen und im Wissen, dass wir parat sein werden. Wir sind immer für ein Tor gut, sind defensiv stabil und darum denke ich, dass sich YB etwas ausrechnen darf. Aber klar, es muss von A bis Z eine gute Leistung sein.
Was erwarten Sie am Donnerstag von Sporting?
Ich glaube, sie werden uns ein bisschen unterschätzen. Wir sollten es zu unserem Vorteil nutzen, dass sie dieses Spiel vielleicht nicht ganz so angehen, wie wenn sie gegen einen Gegner spielen, den sie in- und auswendig kennen. Der Kunstrasen könnte für sie unangenehm sein, aber sie werden sich dank des Trainings gut anpassen können. Sie werden hoch motiviert ins Spiel kommen, von Anfang an das Tor suchen und ihre Stärken ausspielen – welche besonders zum Zug kommen, wenn sie den Ball haben.
Was wäre ein optimales Resultat, um positiv gestimmt nach Portugal zu reisen?
Da die Auswärts-Tor-Regel abgeschafft wurde, sind die Anzahl Gegentore im Heimspiel etwas weniger relevant als früher. Trotzdem: Aus einer stabilen Defensive heraus den Match anzugehen, führt zum Erfolg. Wir wollen kein Tor bekommen und vorne die Chancen, die wir sicher erhalten werden, nützen, um mit einem gewissen Vorsprung nach Portugal zu reisen. Das wäre perfekt.
Werden Sie das Team in Lissabon vor Ort unterstützen?
Das Spiel ist leider schon nächste Woche. Am Montag werden mir die Fäden gezogen und ab dann dürfte ich mein Knie bis 90 Grad beugen. Ich habe aber immer noch die Stöcke, während eines Fluges kann das Knie wieder recht anschwellen. Darum glaube ich, dass ich die Reise nach Portugal nicht mitmachen kann. https://www.baerntoday.ch/sport/fussbal ... -156240890
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Freitag 16. Februar 2024, 00:02 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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15.02.2024  Zitat: Nicht nur im Wankdorf zaubern die Portugiesen
Vor dem grossen Spiel in der Europa League hat die Plattform J den «portugiesischsten Verein der Schweiz» im Training besucht. Trotz internationaler Journalisten-Konkurrenz konnte der Berner Reporter herausfinden, was den Portugal FC aus Niederwangen so speziell macht und wie es vor dem Kracher um die Fanloyalitäten steht.
Es weht eine kalte Winterbise, als ich bei der Sportanlage Ried ankomme, um einem Training des Portugal Futebol Clube beizuwohnen. Auf dem Kunstrasen wärmen sich die Spieler des Viertligisten gerade ein. Überall fliegen portugiesische Gesprächsfetzen durch die Luft, die Stimmung ist ausgelassen. Die komplette Mannschaft mitsamt den Verletzten – 23 Portugiesen und zwei Spanier – ist heute erschienen. «Wir sind eine kleine Familie geworden», sagt André de Almeida stolz, der sich um alles kümmert, was hinter den Kulissen läuft.
Der 33-Jährige gibt aber sogleich zu, dass den Spielern für dieses Training eine Überraschung versprochen wurde. Kurz darauf trifft diese auf dem Sportplatz ein – zwei Journalisten von Sport TV, des grössten Sportsenders in Portugal. Sie hatten die gleiche Idee wie ich, nämlich den Portugal FC im Vorfeld des Spiels zu porträtieren. Nun stehen also gleich mehrere Kameras an der Seitenlinie – grosser Medienrummel rund um den Könizer Amateurverein! André de Almeida packt die Chance beim Schopf und übergibt den portugiesischen Journalisten ein Shirt ihres Klubs, das am nächsten Tag an Rúben Amorim übergeben werden sollte, den jungen Erfolgscoach von Sporting Lissabon.
Ich schaue immer Fussball im Fernsehen, und plötzlich ist das Fernsehen bei mir Diogo da Silva Captain Portugal FC
Während das portugiesische Fernsehen André de Almeida interviewt, schnappe ich mir Captain Diogo da Silva. Er ist Dienstältester im Verein, seit 15 Jahren bindet der 32-Jährige seine Fussballschuhe für den Portugal FC. Die Medien-Aufmerksamkeit sei ungewohnt für ihn, bereite ihm aber enorme Freude: «Ich schaue immer Fussball im Fernsehen, und plötzlich ist das Fernsehen bei mir!»
Auch wenn Diogo – wie seine Teamkollegen – eine starke Verbundenheit zu seiner Heimat verspürt, hört die Liebe bei den Vereinen auf. «Ich bin Fan vom FC Porto. Am Donnerstag drücke ich YB die Daumen», sagt er. Der zweifache Familienvater lebt seit 18 Jahren in der Schweiz, bezeichnet sich als gut integriert und geht regelmässig mit seinen Kindern ins Wankdorfstadion. «Ich tippe auf ein 2:1 für die Young Boys», meint Diogo zuversichtlich.
Die Fanlager sind vor dem Europa-League-Kracher gespalten, die eine Hälfte unterstützt Sporting Lissabon, die andere die Berner. Die meisten Spieler des Viertligisten sind Fans von einem der beiden erfolgreichsten portugiesischen Vereine, FC Porto und Benfica Lissabon. «Die wenigen Sporting-Anhänger müssen sich vor und nach den Trainings die meisten Witze über ihren Verein gefallen lassen», lacht Diogo.
Als Nächstes steht Mittelfeldspieler Ricardo Moreira vor die Kamera. Auch er hofft auf ein Weiterkommen der Young Boys. Der Benfica-Fan schätzt Sporting jedoch als zu stark ein: «Das wird ein 2:1-Auswärtssieg. Sie sind im Moment zu gut in Form.»
Trotz des Medienzirkus' versuchen die beiden nach dem Interview, sich wieder vollends auf die Übungen zu konzentrieren. Der Portugal Clube Futebol kämpft diese Saison um den Aufstieg in die dritte Liga. Das wäre die höchste Klassierung seit der Gründung 2001. «Der Aufstieg wäre ein historischer Moment für uns», schwärmt André de Almeida. Dieser ist mittlerweile zurückgekehrt von seinem grossen Auftritt im portugiesischen Fernsehen. «Der Zusammenhalt ist uns sehr wichtig und der Schlüssel zum Erfolg. Es beklagt sich niemand, wenn er mal auf der Bank sitzt.» Das ist keine Selbstverständlichkeit in der vierten Liga.
Vor einigen Jahren haben Trainer André Azevedo und ein neuer Vorstand frischen Wind in den Verein gebracht. Seither versucht der Portugal FC, offensiven Fussball auf den Platz zu bringen. «Unser Spielstil unterscheidet sich von den anderen Teams in unserer Liga. Wir versuchen Tiki-Taka zu spielen wie früher der FC Barcelona», beschreibt es André de Almeida. Im Hintergrund gibt der Trainer gerade seinen Spielern Anweisungen an der Taktiktafel. An Ambition mangelt es dem Amateurverein definitiv nicht.
Am Donnerstag steht das nächste Training an, da werden aber nicht mehr alle Spieler erscheinen. Diogo und einige andere gehen lieber ins Wankdorf, um sich das Spiel anzuschauen. «Das nimmt ihnen niemand übel, aber sie werden sich ein paar Sprüche anhören müssen», schmunzelt André de Almeida. Abschliessend frage ich ihn, ob ich als Schweizer bei ihnen mitmachen dürfe. «Natürlich!», antwortet er. «Allerdings musst du Portugiesisch lernen, denn das ist bei uns die Amtssprache …» Den wichtigsten Ausdruck bekomme ich noch gleich mit auf den Weg: «Vamos Portugal!»
Vorschau der Plattform J: Young Boys – Sporting Lissabon
Die Young Boys sind in den letzten Jahren zu einem dominanten und standhaften Gefüge zusammengewachsen. Auch wenn immer wieder namhafte Spieler den Schritt ins Ausland wagten, konnten die Abgänge stets kompensiert werden. Das Erfolgsrezept der Führung um den Verwaltungsrat Christoph Spycher, Chefscout Stéphane Chapuisat und Sportchef Steve von Bergen: kompetente Arbeit, Kontinuität und ein ausgeprägtes Kollektivdenken bei den Verantwortlichen.
YB ist zwar in der Super League weiterhin auf Erfolgskurs, aber in den letzten Wochen sorgten verschiedene Brandherde immer wieder für ungewohnte Unruhe. Allen voran der Knatsch um den Topscorer: Jean-Pierre Nsame entfremdete sich von den Bernern und erzwang seinen Wechsel nach Italien mitten in der Saison. Der Vertrag mit dem nicht unumstrittenen Trainer Raphael Wicky läuft im Sommer aus, im Moment machen sogar Gerüchte von einem vorzeitigen Abgang nach Hamburg die Runde. Auch sportlich wussten die Young Boys seit der Winterpause nicht wirklich zu überzeugen, zuletzt resultierte ein 3:3 in Lugano. Dazu fällt Loris Benito mit einem Kreuzbandriss monatelang aus.
Die Anzeichen könnten bei den Bernern also besser stehen vor dem Spiel gegen Sporting Lissabon. Ganz anders bei den Portugiesen: Am Wochenende schossen die Spieler von Rúben Amorim den vierplatzierten SC Braga gleich mit 5:0 aus dem eigenen Stadion. 26 Tore erzielte Sporting in den letzten fünf Ligaspielen, die vergangenen sieben Partien in der Meisterschaft konnten sie gewinnen. Die Mannschaft aus Lissabon ist auf Meisterschaftskurs, das Selbstvertrauen wird dementsprechend gross sein.
Klar ist: Die Berner gehen als Aussenseiter in die Partie gegen Lissabon, laut Transfermarkt ist das Kader der Portugiesen fünfmal wertvoller als jenes der Young Boys. Was den Gelb-Schwarzen Mut machen darf, ist die Heimstärke im Wankdorf. Der Kunstrasen gibt wie vor allen europäischen Spielen im Wankdorf beim gegnerischen Team zu reden. Ausserdem ist der letzte Exploit in der Europa League noch nicht lange her – vor drei Jahren konnte sich YB überraschend mit 4:3 und 2:0 gegen Bayer Leverkusen durchsetzen.
Mögliche Aufstellungen für das Spiel
Young Boys: von Ballmoos; Blum, Camara, Amenda, Hadjam; Lakomy, Lauper, Ugrinic; Monteiro, Itten, Colley.
Sporting Lissabon: Adan; Eduardo Quaresma, Inacio, Matheus Reis; Esgaio, Bragança, Morita, Nuno Santos; Edwards, Gyökeres, Pedro Gonçalves.
Bemerkungen: Young Boys ohne Imeri und Benito (beide verletzt). Sporting Lissabon ohne Paulinho und St. Juste (beide verletzt). https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/217982
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shalako
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Verfasst: Freitag 16. Februar 2024, 00:04 |
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15.02.2024  Zitat: Weil in Bern die Piste zu kurz ist: YB-Gegner Sporting muss via Basel einfliegen
Die Mannschaft von Sporting Lissabon ist mit einem Charter-Jet zu ihrem Gruppenspiel gegen die Berner Young Boys angereist. Der Riesen-Airbus der Portugiesen benötigt eine lange Piste – Bern-Belp ist für ihn eine No-Fly-Zone.
Der BSC Young Boys trifft in den Sechzehntelfinals der Europa League auf Sporting Lissabon. Das Hinspiel ist am Donnerstagabend, 15. Februar, im Wankdorf angesetzt. Die Gäste sind bereits am Tag zuvor angereist. Gerne wären sie wohl direkt nach Bern geflogen – nur war das nicht möglich.
Für ihren Ausflug in die Schweiz charterte der Sporting Clube de Portugal, wie er mit vollem Namen heisst, einen Jet der Airline Hifly: einen Airbus 340-300. Das Langstrecken-Flugzeug mit vier Triebwerken ist berühmt-berüchtigt dafür, nur langsam abzuheben. Für den Start benötigt dieser Typ, je nach Beladung und Meereshöhe, rund 3000 Meter Pistenlänge. Bei der Landung sind mindestens 1800 Meter vorgeschrieben.
3000 Meter vorgeschrieben – Piste in Belp ist nur halb so lang
Das Problem: Die Piste in Bern-Belp ist dafür klar zu kurz. Sie misst lediglich 1750 Meter. Eine Landung wäre da zwar wohl gerade noch möglich. Nur käme der Vogel später nicht mehr weg. Das zweite Hindernis ist die Pistenbreite: Jene in Belp ist 30 Meter breit – Airbus verlangt für den A340-300 jedoch mehr: mindestens 45 Meter. Denn die Flügelspannweite beträgt über 60 Meter.
Das geleaste Flugzeug mit den Sporting-Kickern wich deshalb auf Basel-Mulhouse aus. Dort ist die Hauptpiste 3900 Meter lang. Der weisse, unlackierte Airbus kam am Mittwoch um 12.48 Uhr am Euro-Airport an. Start war um 9.33 Uhr portugiesische Zeit in Lissabon-Humberto Delgado. Der Rückflug ist für Freitag terminiert. In der Zwischenzeit wird der Airbus in Stuttgart geparkt.
Basel-Mulhouse punktet wohl mit Gebühren
Sporting hätte für den Ausflug in die Schweiz auch Zürich oder Genf wählen können. Für die Weiterreise nach Bern hätte das zeitlich keinen grossen Unterschied gespielt. Gut möglich jedoch, dass der binationale Euro-Airport seine Konkurrenz preislich ausstach: Er gilt als Flughafen mit vergleichsweise günstigen Gebühren.
Das wäre, neben der zentralen Lage in Mitteleuropa, eine Erklärung, warum schon seit längerem nicht nur der heimische FC Basel und seine Gegner, sondern auch viele weitere Teams für Reisen an internationale Auswärtsspiele Basel-Mulhouse wählen.
Juventus, Bayer Leverkusen, SC Freiburg
Als im vergangenen März Juventus Turin in der Europa League auf den SC Freiburg traf, flogen sowohl die Turiner als auch die Freiburger via EAP an ihr jeweiliges Auswärtsspiel. Das berichtete damals «bsl-mlh-planes». Einen Monat zuvor hatte laut dem Aviatik-Portal bereits Bayer Leverkusen am Rheinknie Halt gemacht, um in der Bundesliga gegen die Freiburger anzutreten. Das Team wählte «Blotze», wie der Flughafen in den Anfangsjahren gerne genannt wurde, jedoch nur, weil er auf halbem Weg lag: Bayer Leverkusen war wenige Tage zuvor europäisch in Monaco angetreten.
Dass YB-Gegner via Basel anreisen, ist ebenfalls keine Ausnahme. 2022 entging «bsl-mlh-planes» nicht, dass der RSC Anderlecht zu Gast war. Der belgische Klub hatte eine Maschine der German Airways gechartert, um von Brüssel aus nach Basel zu gelangen. Von dort aus ging es mit dem Car weiter zum Wankdorf.
Mit der damals verwendeten Embraer wäre der Platz in Belp ebenfalls knapp geworden: Sie braucht mindestens 2000 Meter Pistenlänge. https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stad ... ld.2580381
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shalako
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Verfasst: Freitag 16. Februar 2024, 00:07 |
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15.02.2024  Zitat: Den «neuen Zlatan» ausbremsen – YB will die unlösbare Aufgabe Sporting lösen
Den Young Boys steht in den Sechzehntelfinals der Europa League mit Sporting Lissabon ein formstarker Gegner gegenüber. Dennoch sind die Berner zuversichtlich für den nächsten Coup in einem grossen Spiel.
Es sind Sätze, die im Fussballjargon immer mal wieder fallen. So oft sogar, dass der Gehalt überschaubar ist und sie eher floskelhaft wirken. Als Raphael Wicky am Mittwochnachmittag auf dem Podium im Innern des Berner Wankdorfstadions sitzt, diktiert er sie auch ins Mikrofon, diese Sätze.
Der YB-Trainer sagt, er könne nur beeinflussen, wie seine Mannschaft auftreten soll, er könne nur seinen Spielern Anweisungen und Ratschläge auf den Weg geben. Entsprechend wolle er sich auch nicht zu sehr damit beschäftigen, was der Gegner wohl werde tun wollen, was sein Antipode an der Seitenlinie wohl für Schwachstellen im YB-Kollektiv ausgemacht haben könnte, oder wie dieser Gegner zuletzt in der heimischen Liga aufgetreten ist.
Wer will, kann Wickys Vorgehensweise als Selbstschutz interpretieren. Denn würde er sich eingehend damit auseinandersetzen, wie das Team, das die Young Boys am Donnerstag (18.45 Uhr) im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League erwartet, zuletzt aufgetreten ist, könnte die Zuversicht des Wallisers durchaus sinken, was die Erfolgschancen seines Teams angeht.
Beeindruckender Gyökeres
Sporting Lissabon steigt als Favorit in das Aufeinandertreffen mit den Young Boys. Der 19-fache portugiesische Meister führt die Tabelle in der heimischen Liga derzeit punktgleich mit dem Stadtrivalen Benfica an und hat noch eine Partie weniger ausgetragen. Die Mannschaft von Ruben Amorim hat die letzten sieben Spiele allesamt gewonnen, zuletzt 8:0 und 5:0. Wicky sagt, Sporting sei eine Top-Mannschaft, die technisch versiert sei und schnell nach vorne spiele.
Als ein portugiesischer Journalist die Einschätzung des YB-Trainers zu Viktor Gyökeres wissen will, hält sich Wicky diplomatisch und meint, bei der Analyse eines Gegners gehe es für ihn nie um einen einzelnen Spieler, sondern immer um das ganze Team. Dass der schwedische Stürmer in den Reihen von Sporting an der Medienkonferenz aber speziell Erwähnung findet, ist kein Zufall.
Im Sommer stiess der 25-Jährige aus der zweiten englischen Liga von Coventry City in die portugiesische Hauptstadt. Die rund 21 Millionen Euro sind die höchste Transfersumme, welche Sporting je an einen anderen Klub überwiesen hat. Entsprechend gross waren die Erwartungen an den neuen Angreifer. Und Gyökeres scheint diese vollauf erfüllen zu können: In seinen bisher 29 Spielen für Sporting Lissabon hat er 27 Tore und 11 Vorlagen geliefert. In Schweden wird er so schon als «neuer Zlatan Ibrahimovic» gefeiert.
Problemzone Abwehr
Es sind Zahlen, die im Lager portugiesischer Medienschaffender eine grosse Zuversicht entfachen. Und die Überzeugung, dass die Young Boys keine ernstzunehmende Hürde sein können für dieses Sporting, das im letzten Jahr bis in die Viertelfinals der Europa League vorstiess und dort an Juventus Turin scheiterte. «Warten Sie nur, bis Sie Gyökeres auf dem Feld gesehen haben», ruft einer leicht euphorisiert und vorfreudig in den Raum.
Es könnte wieder ein Moment sein, in dem Raphael Wicky die Zuversicht verliert. Schliesslich machte gerade die Defensive zuletzt in Lugano (3:3) nicht den sattelfestesten Eindruck. Nach dem Ausfall von Loris Benito, der wegen eines Kreuzbandrisses noch lange fehlen wird, und der Rückkehr von Mohamed Ali Camara vom Afrika-Cup, ist die Abwehr der Young Boys aktuell noch in der Findungsphase. Wicky sagt: «Ich habe vollstes Vertrauen in alle Spieler, die da sind.»
Höchstens Teileinsatz für Elia
Der 46-jährige YB-Trainer weiss auch, dass seine Mannschaft in dieser Europacup-Saison immer dann die besten Spiele abgeliefert hat, wenn es wirklich darauf ankam. Das war in den Playoffs gegen Maccabi Haifa (0:0, 3:0) so, was den Bernern die dritte Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League ermöglichte.
Und es war in den beiden Duellen gegen Roter Stern Belgrad (2:2, 2:0) so, womit YB erstmals von der Champions League aus europäisch überwintern konnte. Deshalb glaubt Wicky an eine nächste Sternstunde auf internationalem Parkett – auch wenn das Team mittlerweile ein paar Spieler verlassen haben und Meschack Elia nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup, wo er mit der Demokratischen Republik Kongo den 4. Rang erreichte, höchstens für einen Teileinsatz in Frage kommt.
Es ist das zweite Mal, dass die Young Boys in dieser Phase des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs stehen. 2021 hiess der Gegner Leverkusen, und die Berner setzten sich unter Gerardo Seoane überraschend durch (4:3, 2:0). David von Ballmoos stand da schon im Tor der Berner, und der 29-Jährige sagt, er habe versucht, diese schönen Erinnerungen in die Mannschaft hineinzutragen. Von Ballmoos ist überzeugt: «Mit Hilfe des Publikums werden wir sicher auch in diesem Spiel eine Chance haben.» https://www.watson.ch/sport/fussball/67 ... -aufhalten
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Verfasst: Freitag 16. Februar 2024, 00:09 |
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15.02.2024  Zitat: Viktor Gyökeres:
«Frisst Leute auf»: YB vor Duell mit 100-Millionen-Stürmer
Vor ausverkauftem Haus spielt YB am Donnerstag gegen Sporting. Für den Einzug in den Achtelfinal der Europa League müssen die Berner Viktor Gyökeres stoppen.
Darum gehts
- YB startet in die K.o.-Phase der Europa League gegen Sporting. - Bei den Portugiesen sticht vor allem Viktor Gyökeres heraus. - Der schwedische Stürmer hat eine 100-Millionen-Klausel im Vertrag.
Mit einem Doppelpack schoss Norwegens Superstar Erling Haaland im Oktober bei seinem Königsklassen-Gastspiel mit ManCity in Bern die Young Boys fast im Alleingang ab. Wenige Monate später bekommt es der Schweizer Meister zum Start in die K.o.-Phase der Europa League erneut mit einem skandinavischen Hünen zu tun: Viktor Gyökeres (25).
Der 1,87 Meter grosse schwedische Stürmer wechselte im letzten Sommer von Coventry (zweite englische Liga) für rund 20 Millionen Franken zu Sporting, wo er seither Tore am Laufband schiesst. In 29 Pflichtspielen für YBs Europa-Gegner erzielte Gyökeres starke 27 Treffer und steuerte obendrein elf Assists bei.
100-Millionen-Ausstiegsklausel
Kein Wunder haben gerüchteweise schon einige europäische Topclubs wie etwa Chelsea oder Dortmund ihr Interesse am Shootingstar aus Stockholm hinterlegt. Wer Gyökeres holen will, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Seine vertraglich verankerte Ausstiegsklausel soll nämlich auf knapp 100 Millionen Franken beziffert sein.
Neben seinen Skorerwerten und seiner Physis glänzt der Sporting-Knipser auch durch einen schnellen Antritt und technische Finessen. «Er frisst Leute auf», meinte einst Gyökeres ehemaliger Coventry-Teamkollege Josh Eccles über den Schweden, der seine Tore meistens mit einem ganz speziellen Jubel feiert.
Rätsel um Torjubel
Gyökeres verschränkt jeweils die Finger wie eine Maske vor dem Mund. Wieso er das tut, blieb bislang sein Geheimnis. «Ich denke, er macht das wegen Hannibal Lecter», vermutete Coventry-Kicker Eccles. Andere tippten auf eine Hommage an Batman-Bösewicht Bane oder schlicht an eine Abrechnung mit seinen Kritikern. Alles falsch, meint Gyökeres und amüsiert sich darüber, dass die Öffentlichkeit sein Jubel-Rätsel bisher nicht aufgeschlüsselt kriegt.
Der Schlüssel für ein erfolgreiches Resultat dürfte für YB am Donnerstag (ab 18.45 Uhr live bei uns im Ticker) massgeblich davon abhängen, Gyökeres in den Griff zu bekommen. Auch wenn YB-Trainer Raphael Wicky dies nicht ganz so sieht. «Natürlich bin ich mir bewusst, dass er viele Tore schiesst», meint der Walliser an der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten aus Portugal.
Grundsätzlich würde er sich bei den Vorbereitungen mit seinem Team aber nie nur auf individuelle Akteure fokussieren. «Sporting hat mehr als nur einen guten Spieler», so Wicky, der sich auf das Kräftemessen mit den klar favorisierten Iberern freut.
«Wir haben uns diese Spiele verdient durch eine gute Champions-League-Kampagne», findet der YB-Coach. Wie Wicky freut sich auch Goalie David von Ballmoos auf das Spiel im ausverkauften Wankdorf. «Es liegt an uns, dass der Funke gleich auf die Fans überspringt», so der Keeper, der gegen Gyökeres und Co. wohl einiges zu tun bekommt. https://www.20min.ch/story/viktor-gyoek ... -103042681
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