21.08.2022

Zitat:
Schweizer Cup
Ein Stängeli, zwei Debüts und ein Comeback für YB
Beim 10:1 gegen den FC Schoenberg feiert Kastriot Imeri einen gelungenen Einstand, YB erweist sich sogar als guter Gast – einzig Felix Mambimbi sorgt für einen kleinen Dämpfer.
Kurz vor der Pause wird es dann doch noch brutal. Fast 40 Minuten lang hält der sechstklassige FC Schoenberg dagegen, ein 0:3 gegen die Young Boys kann sich eigentlich sehen lassen. Doch Joël Monteiros 4:0 in der 40. Minute ist so eine Art Startschuss zu etwas, was schon auch mal als Schlussfurioso dieser ersten Halbzeit bezeichnet werden kann. Zuerst kommt Miguel Chaiwa zu seinem ersten Tor im YB-Dress, danach trifft Jean-Pierre Nsame zum dritten Mal an diesem frühen Sonntagabend, bevor Monteiro zum 7:0-Pausenstand nachlegt.
Dieses Resultat sagt eigentlich alles über die Ernsthaftigkeit aus, mit der die Young Boys in dieses Cupspiel gegen die Amateure aus dem Freiburger Multikulti-Quartier antreten. Zwar ist die Startaufstellung gespickt mit nominellen Ersatzspielern, dennoch wäre sie bei manchem Super-League-Club eine Art Galaformation.
Mambimbi fehlt krank
Nicht mit dabei ist Felix Mambimbi, dabei hatten sie sich in Schoenberg, seiner Heimat, auf ihren Goldjungen gefreut. Doch Mambimbi, dieses 21-jährige Talent, das zuletzt bei Raphael Wicky etwas in Ungnade gefallen schien, muss aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung passen. «Schade, der Plan wäre gewesen, dass er von Beginn an hätte spielen sollen», sagt Wicky danach. Vielleicht hat diese unglückliche Fügung aber auch etwas Gutes, schliesslich scheint bei ihm eine Leihe keine so schlechte Alternative – sich einer möglichen Verletzungsgefahr auszusetzen, wäre hingegen möglicherweise eine weniger gute Option gewesen.
Kurz vor der Pause wird es dann doch noch brutal. Fast 40 Minuten lang hält der sechstklassige FC Schoenberg dagegen, ein 0:3 gegen die Young Boys kann sich eigentlich sehen lassen. Doch Joël Monteiros 4:0 in der 40. Minute ist so eine Art Startschuss zu etwas, was schon auch mal als Schlussfurioso dieser ersten Halbzeit bezeichnet werden kann. Zuerst kommt Miguel Chaiwa zu seinem ersten Tor im YB-Dress, danach trifft Jean-Pierre Nsame zum dritten Mal an diesem frühen Sonntagabend, bevor Monteiro zum 7:0-Pausenstand nachlegt.
Dieses Resultat sagt eigentlich alles über die Ernsthaftigkeit aus, mit der die Young Boys in dieses Cupspiel gegen die Amateure aus dem Freiburger Multikulti-Quartier antreten. Zwar ist die Startaufstellung gespickt mit nominellen Ersatzspielern, dennoch wäre sie bei manchem Super-League-Club eine Art Galaformation.
Mambimbi fehlt krank
Nicht mit dabei ist Felix Mambimbi, dabei hatten sie sich in Schoenberg, seiner Heimat, auf ihren Goldjungen gefreut. Doch Mambimbi, dieses 21-jährige Talent, das zuletzt bei Raphael Wicky etwas in Ungnade gefallen schien, muss aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung passen. «Schade, der Plan wäre gewesen, dass er von Beginn an hätte spielen sollen», sagt Wicky danach. Vielleicht hat diese unglückliche Fügung aber auch etwas Gutes, schliesslich scheint bei ihm eine Leihe keine so schlechte Alternative – sich einer möglichen Verletzungsgefahr auszusetzen, wäre hingegen möglicherweise eine weniger gute Option gewesen.
Schoenberg - YB 1:10 (0:7)
Stade Universitaire Saint Leonard. – 4850 Zuschauer. – Tore: 8. Jankewitz 0:1. 18. Nsame (Handspenalty) 0:2. 27. Nsame 0:3. 40. Monteiro 0:4. 41. Chaiwa 0:5. 43. Nsame 0:6. 44. Monteiro 0:7. 58. Ugrinic 0:8. 65. Faria da Silva 1:8. 68. Benito 1:9. 70. Imeri 1:10.
YB: Racioppi; Rüegg (60. Lefort), Amenda, Benito, Garcia (46. Maceiras); Chaiwa; Jankewitz, Rrudhani (60. Golliard), Ugrinic (60. Petignat); Nsame (46. Imeri), Monteiro.
Bemerkungen: YB ohne Fassnacht, Niasse (verletzt/rekonvaleszent), Mambimbi, Elia (krank), Zesiger, Ngamaleu, Itten, Von Ballmoos, Blum, Lustenberger, Lauper, Rieder (nicht im Aufgebot). - 38. Pfostenschuss Monteiro. 39. Lattenschuss Monteiro. 51. Pfostenschuss Imeri. 81. Lattenschuss Jankewitz.
Vielleicht schaffte es Mambimbi trotz seiner Absenz, die Teamkollegen um etwas Gnade zu bitten, so ist es zu erklären, wie grosszügig die Berner mit ihren Torchancen umgehen. Allein Monteiro hätte sechs Treffer nicht nur erzielen können, sondern wohl eher müssen. Einzig in den fünf Minuten vor der Pause sind er und der Rest des Teams gnadenlos.
Deutlich höflicher sind die Young Boys in der 65. Minute, als sie dem Publikum nach dem Applaus für den ausgewechselten Goalie Blerton Sefa, einer von vier Brüdern bei Schoenberg, noch eine kurze Gefühlsexplosion in Form des Ehrentreffers gönnen. Torschütze Michael Faria da Silva nutzt den Moment des Ruhms, indem er sein Trikot auszieht und sich von den 4850 Besuchenden ausgiebig feiern lässt.
Imeri kommt zum Debüt
Für die Berner ist das alles halb so wild, wichtiger ist für Trainer Wicky bei diesem 10:1-Sieg, dass beispielsweise Zuzug Kastriot Imeri in der zweiten Halbzeit sein YB-Debüt gibt. Als Einwechselspieler für Nsame übernimmt er dessen Position im Sturm, sein erster Ballkontakt ist dann auch gleich eine grosse Torchance. Seinen engagierten Auftritt rundet der 22-Jährige mit einem Tor und einem Assist ab.
«Man hat gesehen, was er für Qualitäten hat», sagt Wicky zur Leistung seines neuen Spielers. Für Anderlecht dürfte Imeri allerdings noch kein Thema sein: «Er hat bei Servette in letzter Zeit kaum Teamtrainings bestritten.» Trotz der schwierigen Ausgangslage wollen die Berner nichts forcieren. Als erster Schritt in Richtung Bestform kam dieses Cupspiel aber gerade gelegen, ergänzt der Trainer: «So konnte er bei etwas tieferer Intensität Spielminuten sammeln.»
Neben Imeri gibt auch Théo Golliard, ein 19-jähriger Freiburger mit feinem linken Fuss, sein Debüt, dazu kommt Esteban Petignat nach fast drei Jahren und zahlreichen Verletzungen zum Comeback in der ersten Mannschaft. Bei beiden ist aber trotz guter Leistungen kaum geplant, dass sie kurzfristig zur ernsthaften Option werden, vielmehr war es eine gute Gelegenheit, um zuletzt stark ausgelastete Profis wie beispielsweise Nicolas Ngamaleu, Cédric Zesiger oder Fabian Rieder eine Pause zu gönnen. Eine Pause, die sie gut gebrauchen können, denn als Nächstes geht es am Donnerstag gegen Anderlecht (20 Uhr) um das Erreichen der Conference-League-Gruppenphase – und somit das erste grosse Saisonziel.
Schoenberg - YB 1:10 (0:7)
Stade Universitaire Saint Leonard. – 4850 Zuschauer. – Tore: 8. Jankewitz 0:1. 18. Nsame (Handspenalty) 0:2. 27. Nsame 0:3. 40. Monteiro 0:4. 41. Chaiwa 0:5. 43. Nsame 0:6. 44. Monteiro 0:7. 58. Ugrinic 0:8. 65. Faria da Silva 1:8. 68. Benito 1:9. 70. Imeri 1:10.
YB: Racioppi; Rüegg (60. Lefort), Amenda, Benito, Garcia (46. Maceiras); Chaiwa; Jankewitz, Rrudhani (60. Golliard), Ugrinic (60. Petignat); Nsame (46. Imeri), Monteiro.
Bemerkungen: YB ohne Fassnacht, Niasse (verletzt/rekonvaleszent), Mambimbi, Elia (krank), Zesiger, Ngamaleu, Itten, Von Ballmoos, Blum, Lustenberger, Lauper, Rieder (nicht im Aufgebot). - 38. Pfostenschuss Monteiro. 39. Lattenschuss Monteiro. 51. Pfostenschuss Imeri. 81. Lattenschuss Jankewitz.
Die nächsten Spiele der Super-League-Teams
Rapperswil-Jona (Promotion League) - FC Sion
Stade Lausanne-Ouchy (Challenge League) - YB
Etoile Carouge (Promotion League) - FC St. Gallen
FC Aarau (Challenge League) - FC Basel
FC Breitenrain (Promotion League) - FC Lugano
FC La Chaux-de-Fonds (1. Liga Classic) - Servette
FC Meyrin (1. Liga Classic) - FC Winterthur
AC Bellinzona (Challenge League) - FC Luzern
Lausanne-Sport (Challenge League) - FC Zürich
FC Goldstern (3. Liga) - GC
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