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 Beitrag Verfasst: Sonntag 24. Juli 2022, 23:04 
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Auch in Sion ohne Gegentor

Kangas Blitz-Doppelpack ebnet YB den Weg zum Sieg

Sion und YB haben beide ihr erstes Spiel gewonnen und wollen auch den zweiten Dreier einfahren. Für die Hausherren platzt dieses Vorhaben schon in den ersten Minuten. Die Walliser müssen die Punkte dem Gegner überlassen.

Das Spiel

Eine kalte Dusche ist bei Temperaturen über 30 Grad immer willkommen. Sion hätte aber nur zu gerne darauf verzichtet. Die Walliser wissen gar nicht, wie ihnen geschieht, als sie nach zwei Angriffen der Berner schon in der 6. Minute 0:2 hinten liegen. Kanga zeichnet sich für den Doppelschlag verantwortlich.

Den Schock verdauen die Sittener aber schnell. Näher als beim Pfostenschuss von Stojilkovic (26.) kommen sie einem Treffer trotzdem nicht. Auch weil sie nach dem Seitenwechsel zu viele Chancen liegen lassen. YB bringt den Vorsprung über die Zeit, obwohl nach der Pause offensiv nicht mehr viel kommt. Ausser einem sehenswerten Treffer von Ngamaleu. Zweites Spiel, zweiter Zu-Null-Sieg – den Bernern ist der Saisonstart geglückt.

Die Tore

2. Minute, Wilfried Kanga, 0:1 – Keine Minute ist gespielt, als sich Rieder den Ball bei der Eckfahne zurechtlegt. Er zirkelt ihn zur Mitte, wo Kanga lauert und das Ding in die Maschen köpfelt.

6. Minute, Wilfried Kanga, 0:2 – Itten beweist auf der rechten Seite Übersicht, spielt den Ball der Sittener Viererkette in den Rücken. Kanga sagt danke und versorgt das Leder im linken unteren Eck.

88. Nicolas Moumi Ngamaleu, 0:3 – Ngamaleu wird nicht angegriffen, umtanzt die Verteidiger wie Slalomstangen und lässt Goalie Lindner mit seinem satten Schuss keine Chance.

Das gab zu reden

In der 57. Minute kommt es zum Zweikampf zwischen YB-Verteidiger Lustenberger und Sion-Stürmer Stojilkovic. Lustenberger setzt seinen Oberkörper geschickt ein. Stojilkovic fällt theatralisch hin und verlangt vehement einen Penalty. Ref Bieri zeigt sofort an: Da war gar nichts!

Der Beste

Wilfried Kanga braucht genau 320 Sekunden, um zum Mann des Spiels zu werden. Sein Doppelpack gleich zu Beginn entscheidet diese Partie.

Der Schlechteste

Der Brasilianer Baltazar soll im Sion-Mittelfeld für Kreativität sorgen. Doch vom jungen Südamerikaner kommt kaum etwas.

Die Noten

FC Sion

Lindner 4
Lavanchy 4
Cavaré 3
Saintini 4
Iapichino 3
Grgic 4
Poha 4
Baltazar 3
Araz 3
Itaitinga 3
Stojilkovic 3
Bua (ab 46.): 4
Chouaref (ab 64.): Zu wenig für eine Bewertung
Karlen (ab 64.): Zu wenig für eine Bewertung
Sio (ab 87.): Zu wenig für eine Bewertung

Young Boys

Von Ballmoos 5
Blum 4
Camara 4
Lustenberger 4
Garcia 4
Niasse 4
Fassnacht 4
Rieder 4
Ngamaleu 5
Itten 4
Kanga 5
Nsamé (ab 56.): Zu wenig für eine Bewertung
Rrudhani (ab 76.): Zu wenig für eine Bewertung
Elia (76.): Zu wenig für eine Bewertung
Benito (ab 85.): Zu wenig für eine Bewertung
Chaiwa (ab 85.): Zu wenig für eine Bewertung

Notenschlüssel

6 super
5 gut
4 genügend
3 schwach
2 sehr schwach
1 unbrauchbar

So gehts weiter

YB steht am Donnerstagabend im Quali-Rückspiel der Conference League wieder im Einsatz. Im Wankdorf empfangen die Berner den FK Liepaja (20.00 Uhr). In der Meisterschaft gehts für sie am nächsten Sonntag mit dem Heimspiel gegen GC (16.30 Uhr) weiter. Einen Tag vorher spielt Sion zuhause gegen Servette (20.30 Uhr).

Sion – YB 0:3 (0:2)

Stade de Tourbillon, 8500 Fans. SR: Bieri

Tore: 2. Kanga (Rieder) 0:1. 6. Kanga (Itten) 0:2. 88. Ngamaleu 0:3.

Aufstellungen
Sion: Lindner; Lavanchy, Cavaré, Saintini, Iapichino; Grgic, Poha , Baltazar, Araz; Itaitinga, Stojilkovic.
YB: Von Ballmoos; Blum, Camara, Lustenberger, Garcia; Niasse; Fassnacht, Rieder, Ngamaleu; Itten, Kanga.

Bemerkungen: YB ohne Lauper, Maceiras, Zesiger, Ugrinic, Zbinden (alle verletzt), Sierro (krank).

Gelb: 11. Stojilkovic (Reklamieren). 29. Cavaré (Unsportlichkeit). 29. Kanga (Unsportlichkeit). 73. Blum (Foul).

Einwechslungen
Sion: Bua (46. für Baltazar). Chouaref (64. für Itaitinga). Karlen (64. für Stojilkovic). Sio (87. für Poha).
YB: Nsamé (56. für Itten). Rrudhani (76. für Fassnacht). Elia (76. für Kanga). Benito (85. für Garcia). Chaiwa (85. für Blum).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 87742.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 24. Juli 2022, 23:06 
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YB feiert souveränen 3:0-Auswärtssieg bei Sion

Auch im zweiten Spiel der neuen Super-League-Saison zeigt sich YB in starker Form: Die Berner gewinnen auswärts in Sion dank eines Blitz-Doppelpacks mit 3:0.

Das Wichtigste in Kürze

- Die Berner Young Boys setzen ihren guten Saisonauftakt mit dem nächsten Sieg fort.
- Die entscheidenden Treffer fallen dabei schon in den ersten sechs Minuten.
- Wilfried Kanga schiesst YB mit einem Blitz-Doppelpack zum Sieg gegen Sion.

YB setzt seinen siegreichen Auftakt in die neue Saison fort: Nach dem 4:0-Sieg gegen Meister FCZ und dem 1:0-Erfolg bei Liepaja in der ECL-Qualifikation gewinnen die Berner auch im Wallis. Gegen den FC Sion feiert Gelb-Schwarz einen 3:0-Auswärtserfolg.

Die Berner erwischen einen Traumstart im Tourbillon: Nach nur 63 Sekunden trifft Wilfried Kanga nach einem Eckball durch Fabian Rieder per Kopf zum raschen 1:0. Sion-Torhüter Heinz Lindner ist völlig chancenlos.

YB kontrolliert das Spiel dank Führung

Und nur knapp fünf Minuten später lässt Kanga die Berner ein zweites Mal jubeln: Freistehend vor dem Tor spitzelt der Franzose den Ball zum 2:0 in die Maschen. Diesmal kam die Vorarbeit per Querpass von Cedric Itten.

Danach nehmen die Berner etwas Tempo raus, Sion kommt besser ins Spiel. Die beste Chance auf den Anschlusstreffer hat Stojilkovic, der nach einer Flanke von links zum Abschluss kommt. Der Schuss aus dem Halbfeld klatscht aber an den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel herrscht kurz Aufregung im Strafraum von YB: Stojilkovic geht im Duell mit Lustenberger zu Boden. Schiedsrichter und VAR befinden den Kontakt allerdings für nicht elfmeterwürdig. Kurz darauf rettet von Ballmoos bei einem guten Karlen-Schuss.

Young Boys bringen Vorsprung über die Zeit

In der Schlussphase sparen die Berner schon Kräfte für das wichtige Conference-League-Qualifikationsspiel gegen Liepaja am Donnerstag. Sion kommt überwiegend aus der Distanz zu Abschlüssen, von Ballmoos ist aber auf dem Posten.

Kurz vor Schluss jubelt YB noch über das 3:0 – aber der Treffer wird wegen Abseits aberkannt. Nur Sekunden später ist Nicolas Moumi Ngamaleu plötzlich frei vor Lindner und macht es besser – 3:0. YB bleibt ohne Gegentor und führt die Super-League-Tabelle an.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-fe ... n-66228911

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 24. Juli 2022, 23:10 
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YB auch bei Sion schadlos

Nicht einmal die Hitze kann den Young Boys etwas anhaben

Die Berner legen im Wallis einen Traumstart hin und holen dann im dritten Saisonspiel den dritten Sieg. Nicht nur Trainer Raphael Wicky ist ein Gewinner der ersten Wochen.

Christian Fassnacht hat sich ein kaltes, nasses Tuch über den Kopf gelegt, sekundenlang steht der YB-Spieler in der Trinkpause Mitte der zweiten Halbzeit so da. Die Abkühlung wirkt wie ein Tropfen auf den heissen Stein im Glutofen Tourbillon, der mit seinen niedrigen Tribünen den Teams so gut wie keinen Schatten bietet.

Längst ist es ein Abnutzungskampf an diesem späten Sonntagnachmittag im Wallis. Längst geht es für die Young Boys darum, dem Gegner kein Tor zuzugestehen und ihn so zurück ins Spiel finden zu lassen. Natürlich sei das Wetter ein Faktor gewesen, sagt David von Ballmoos. «Wenn sogar ich als Goalie die grosse Hitze spüre, dann will ich mir gar nicht erst vorstellen, wie es für die Jungs ist, Kilometer um Kilometer abzuspulen.»

Von Ballmoos gibt nach der Partie gut gelaunt Auskunft, er bleibt auch im dritten Saisonspiel ohne Gegentor. Zum 4:0 gegen den FCZ vor Wochenfrist kommen der Minisieg in der Conference League bei Liepaja und dieses 3:0 in Sitten hinzu.

Wobei der Erfolg im Tourbillon wie schon der Startsieg gegen die Zürcher höher ausfällt, als das Geschehen zeitweise hätte vermuten lassen. In der ersten Halbzeit trifft Sions Stürmer Filip Stojilkovic mit einem Kopfball den Pfosten. In der zweiten verhindert von Ballmoos gegen den eingewechselten Gaëtan Karlen aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer. Kurz vor Schluss kann Nicolas Ngamaleu mit einer feinen Einzelleistung für YB noch erhöhen.

Eine phasenweise Passivität will der Goalie gesehen haben. Und sein Trainer Raphael Wicky sagt: «Wir wissen, dass nicht alles perfekt war.» Aber, fügt der Walliser an, die letzten Tage mit der grossen Hitze, der Reiserei zum Spiel in Lettland und nun ins Wallis seien schwierig gewesen. «Siege geben Selbstvertrauen. Sie helfen, ein Team zu formen. Ich bin enorm zufrieden, wie die Woche verlaufen ist.»

Natürlich ist der guten Stimmung bei YB nicht abträglich, dass die zwei mutmasslich grössten Konkurrenten, Meister FCZ und Basel, auch am zweiten Spieltag sieglos bleiben.

Ein Tor wie auf der Taktiktafel gezeichnet

Wicky kann auch deshalb zufrieden sein, weil seine Spieler im neuen System mit Mittelfeldraute Fortschritte gegenüber der Vorwoche erkennen lassen. Das 1:0 nach bereits 63 Sekunden ist da nicht miteinbezogen, es fällt nach einem Corner von Fabian Rieder durch einen Kopfball von Wilfried Kanga. Wobei: Rieder, von Wicky ins offensive Mittelfeld beordert, und Kanga sind zwei der grossen Gewinner unter dem neuen Trainer.

Nach dem Führungstreffer zeigen die Young Boys vorerst Fussball, wie er Wicky vorschwebt. Sie powern weiter, die Aussenverteidiger rücken hoch auf, die Berner verschaffen sich mit schnellen Kombinationen im Mittelfeld zudem immer wieder Räume. Rieder sowie Ngamaleu auf halblinker und vor allem Christian Fassnacht auf halbrechter Position im Mittelfeld können sich Mal für Mal dem Zugriff des Gegners entziehen.

Fassnacht leitet das 2:0 mit einer Finte ein, sein Zuspiel findet Cédric Itten, der etwas zur Seite ausgewichen ist und von dort aus für Kanga auflegt. Der 24-jährige Stürmer bezwingt mit seinem schon dritten Saisontor Sions Goalie Heinz Lindner. Der Treffer wirkt wie vorgezeichnet auf der Taktiktafel. Und er ist der perfekte Start bei einer «gefühlten Temperatur von 40 Grad», wie Wicky bemerkt. «Diese zwei schnellen Tore haben uns extrem geholfen.»

Mit 20 ist Rieder im YB-Spiel prägend

Auch Rieder hat beim 2:0 wie schon beim ersten Treffer seine Füsse im Spiel, er ist neben Goalie von Ballmoos und Fassnacht der Einzige im luxuriösen YB-Kader, der in dieser Saison immer in der Startaufstellung stand. Es ist Ausdruck seines Aufstiegs, wie ein Speedkletterer ist er die Hierarchie hochgeeilt. Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren stand der 20-Jährige mit der YB-U-21 nach langem Corona-Unterbruch, die für die Nachwuchskräfte eine grosse Ungewissheit bedeutet hatte, vor der Wiederaufnahme der 1.-Liga-Saison.

Die Position im offensiven Mittelfeld verschaffe Rieder etwas mehr Freiheiten, sagt Wicky. Da dieser mit Cheikh Niasse eine Absicherung im defensiven Mittelfeld habe. Rieder mache seine Sache gut, er spiele mittlerweile mit viel Selbstvertrauen, sagt Wicky. «Aber er muss weiterarbeiten.» Wie es ist, ein Senkrechtstarter zu sein, weiss der Trainer schliesslich aus eigener Erfahrung. Er war gerade einmal 16-jährig, als er 1993 für Sion in der Nationalliga A debütierte.

Wicky hebt nicht nur im Falle von Rieder den Mahnfinger. Auf den perfekten Saisonstart mit 7:0 Toren in der Super League und sechs Punkten angesprochen, sagt er: «Wäre in Sitten das 1:2 gefallen, hätte die Partie kippen können.» Und er erwähnt das 4:0 gegen Zürich, als FCZ-Spielmacher Antonio Marchesano in der zweiten Halbzeit beim Stand von 0:0 einen Penalty verschoss.

Siegen und dennoch den Mahnfinger heben können, es ist eine komfortable Situation für den Trainer. Auch Wicky ist ein Gewinner der ersten Wochen.

Sion - YB 0:3 (0:2)
8500 Zuschauer. – Schiedsrichter: Alain Bieri.
Tore: 2. Kanga 0:1. 6. Kanga 0:2. 88. Ngamaleu 0:3.
YB: von Ballmoos; Blum (86. Chaiwa), Camara, Lustenberger, Garcia (86. Benito); Niasse; Fassnacht (76. Rrudhani), Rieder, Ngamaleu; Itten (56. Nsame), Kanga (76. Elia).
Bemerkungen: 26. Pfostenkopfball Stojilkovic.


https://www.bernerzeitung.ch/die-young- ... 0166709712

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 24. Juli 2022, 23:22 
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Kanga mit frühem Doppelpack

YB fährt in Sion den nächsten Sieg ein

Perfekter Saisonstart für die Young Boys. Mit einem 3:0 in Sion gewinnen die Berner auch ihr drittes Pflichtspiel und haben schon vier beziehungsweise fünf Punkte Vorsprung auf Basel und Zürich.


Telegramm

Sion - Young Boys 0:3 (0:2)

8500 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 2. Kanga (Rieder) 0:1. 6. Kanga (Itten) 0:2. 88. Moumi Ngamaleu (Rieder) 0:3.

Sion: Lindner; Lavanchy, Cavaré, Saintini, Iapichino; Poha (87. Sio), Grgic, Baltazar (46. Bua), Araz; Itaitinga (64. Chouaref), Stojilkovic (64. Karlen).

Young Boys: von Ballmoos; Blum (86. Chaiwa), Ali Camara, Lustenberger, Garcia (86. Benito); Fassnacht (77. Rrudhani), Niasse, Rieder, Moumi Ngamaleu; Kanga (76. Elia), Itten (56. Nsame).

Bemerkungen: Sion komplett. Young Boys ohne Zesiger, Sierro, Lauper, Maceiras, Zbinden, Monteiro und Ugrinic. 26. Pfostenkopfball von Stojilkovic. Verwarnung.


https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 11905.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 24. Juli 2022, 23:24 
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Mega-Konkurrenzkampf bei YB

«Für unseren Trainer muss es brutal sein, das Aufgebot zu machen»

Die Young Boys überzeugen weiter und gewinnen in Sion auch ihr drittes Pflichtspiel der neuen Saison. Auch beim 3:0-Sieg im Wallis fällt die hochkarätig besetzte Ersatzbank auf. Wie schafft es Raphael Wicky, die ganze Star-Truppe bei Laune zu halten?

Loris Benito, Meschak Elia, Jean-Pierre Nsame, Donat Rrudhani, Felix Mambimbi – sie würden wohl bei allen anderen Super-League-Teams einen Stammplatz haben, bei YB sitzen sie gegen Sion nur auf der Bank. Zudem fehlen Vincent Sierro, Filip Ugrinic, Sandro Lauper, Cedric Zesiger und Quentin Maceiras verletzt. Und Spieler wie Jordan Lefort oder Neuzugang Kevin Rüegg schaffen es nicht einmal ins Aufgebot.

Der Konkurrenzkampf bei den Bernern ist immens. Rund 25 potenzielle Stammspieler kämpfen um die elf Startplätze im Team von Raphael Wicky. Heisst auch: Wer das Vertrauen erhält, muss liefern. Kann das eine ganze Saison lang gutgehen? Ist das Risiko, zu viele unzufriedene Spieler zu haben, nicht zu gross?

«Es wachst etwas Gutes zusammen», sagt YB-Goalie David von Ballmoos im Interview mit blue Sport. «Es macht unheimlich Spass, wenn du siehst, wer von der Bank noch ins Spiel kommen kann. Für die Jungs, die zuhause bleiben müssen, macht es natürlich weniger Spass. Aber es zeigt, was für eine Breite wir haben», so der Keeper weiter. «Das ist brutal für den Trainer. Es muss brutal sein für ihn, wenn er am Freitag oder Samstag das Aufgebot herausgeben muss. Denn aktuell sind 30 Spieler heiss darauf zu spielen.»

Wicky hat die Qual der Wahl

Während von Ballmoos seinen Platz im Tor auf sicher hat, müssen die Stürmer regelrecht um Minuten kämpfen. Wilfried Kanga, Jean-Pierre Nsame, Meschak Elia, Felix Mambimbi und Cedric Itten sind allesamt torhungrige Angreifer, aber in Wickys 4-4-2 hat es nur Platz für zwei Stürmer.

Ein Luxusproblem, mit dem die Spieler zurechtkommen müssen. Und auch können, wenn man Ittens Worten Glauben schenkt. «Der Teamgeist ist gut. Wir wissen natürlich, was wir für eine Qualität im Kader haben. Wir trainieren ja jeden Tag zusammen», so der siebenfache Nationalspieler. «Ich glaube, das macht uns auch besser. Jeder Einzelne ist gefordert, gleichzeitig wissen wir, dass wir viel Qualität einwechseln können, wenn es mal schwieriger ist.»

Schwierig ist es in den ersten drei Pflichtspielen noch nicht geworden. Ein klares 4:0 gegen den FCZ, ein 1:0-Sieg in der Conference-League-Quali bei Liepaja und jetzt das überzeugende 3:0 in Sion. «Ein Ausrufezeichen an alle Gegner», sagt blue-Fussball-Experte Fredy Bickel. «Aber YB muss aufpassen, dass sie nicht zu viele Probleme bekommen, weil dann zu viele unzufriedene Spieler da sind.»

Was, wenn es bei YB früher oder später zu einer Schwächephase kommen sollte? Kann die Kadersituation dann auch zu einem Problem werden? «Definitiv, deshalb müssen wir gucken, dass es läuft», schmunzelt Itten.

Fredy Bickel hat auch schon eine Lösung bereit, um dem Problem weit aus dem Weg zu gehen: «Wir hoffen natürlich, dass YB ganz lange im Europacup vertreten sein wird.» Dann steigen natürlich auch die Chancen auf Einsatzminuten für jeden einzelnen Spieler.


https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 13145.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 25. Juli 2022, 08:11 
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Mit Startfurioso und Schongang zum nächsten Sieg

Die Young Boys gewinnen auch ihr zweites Spiel in dieser Super-League-Saison. Auf das 4:0 gegen den FC Zürich liessen die Berner ein 3:0 beim FC Sion folgen.

Gegen den FCZ hatte ein Schlussspurt zum Sieg geführt. Im Sittener Tourbillon war es ein Blitzstart, der YB den Weg zum Erfolg ebnete: Wilfried Kanga benötigte keine sechs Minuten, um seine Saisontore zwei und drei zu erzielen. In der Folge liess es die Mannschaft von Raphaël Wicky, der seine Karriere beim FC Sion begonnen hatte, ruhiger angehen. Das 3:0 fiel in der 88. Minute durch Nicolas Moumi Ngamaleu.

Es war ein zurückhaltender, souveräner Auftritt von YB. Zum dritten Mal in dieser Saison spielten die im Frühjahr defensiv anfälligen Berner zu null und schonten etwas Kräfte für die kommenden Aufgaben, etwa für das Rückspiel in der Europacup-Qualifikation vom Donnerstag gegen die Letten von Liepaja. Wie viel Qualität YB noch in der Hinterhand hat, zeigte sich an den Auswechslungen in Sitten: Unter anderen kamen Loris Benito, Jean-Pierre Nsame und Meschack Elia in der zweiten Halbzeit ins Spiel.

Sion war nach dem Anfangsschock bemüht und kam in der 27. Minute mit einem Pfostenkopfball von Filip Stojilkovic zur besten Torchance. Danach sorgten die Gastgeber nur noch im Ansatz für Gefahr.

Matchtelegramm Sion – Young Boys
Sion – Young Boys: 0:3 (0:2)

Ort: Stade de Tourbillon (Sion). 8500 Zuschauer. – SR Bieri.

Tore: 2. Kanga (Rieder) 0:1. 6. Kanga (Itten) 0:2. 88. Moumi Ngamaleu (Rieder) 0:3.

Sion: Lindner; Lavanchy, Cavaré, Saintini, Iapichino; Poha (87. Sio), Grgic, Baltazar (46. Bua), Araz; Itaitinga (64. Chouaref), Stojilkovic (64. Karlen).

Young Boys: von Ballmoos; Blum (86. Chaiwa), Ali Camara, Lustenberger, Garcia (86. Benito); Fassnacht (77. Rrudhani), Niasse, Rieder, Moumi Ngamaleu; Kanga (76. Elia), Itten (56. Nsame).

Gelber Karten: 10. Stojilkovic (Foul). 29. Kanga (Unsportlichkeit). 29. Cavaré (Unsportlichkeit). 73. Blum (Foul). 81. Nsame (Foul).

Bemerkungen: Sion komplett. Young Boys ohne Zesiger, Sierro, Lauper, Maceiras, Zbinden, Monteiro und Ugrinic. 26. Pfostenkopfball von Stojilkovic.


https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/201656

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 Beitrag Verfasst: Montag 25. Juli 2022, 22:41 
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Der Horrorstart

Nach 320 Sekunden liegt der FC Sion gegen YB bereits mit 0:2 hinten. Das ist gegen einen solchen Gegner nicht mehr zu korrigieren.

Stojilkovic war im Strafraum an Lustenberger vorbei, riss ihn beim Duell jedoch leicht um und ärgerte sich fürchterlich, als Schiedsrichter Alain Bieri die Aktion mit einem Foulpfiff unterbrach. Sittens Stürmer reklamierte so lange, bis er verwarnt wurde.

Es lief da die 10. Minute im von heisser Luft gefüllten «Tourbillon». Stojilkovics Aktion offenbarte den Frust, der sich beim Heimteam schon früh aufgestaut hatte. Denn die 8500 Fans im Stadion erlebten einen Horrorstart, wie er hier selten gesehen wurde. FC-Sion-Hüter Heinz Lindner hielt noch keinen Ball in den Händen, da war er schon zweimal überwunden. Beim 0:1 und dem ersten Eckball des Spiels, als die Aufteilung seiner Vorderleute beim ersten Pfosten mangelhaft war. Sie blieb es bei stehenden Bällen von der Seite bis zum Schluss.

Kanga verlängerte hier mit dem Kopf und buchte vier Minuten später den schnellsten Doppelpack seiner Karriere. Beim Heimteam gab es über die linke Seite viel Freiraum, Kanga verlängerte die flache Hereingabe von Itten zum 0:2.

Stojilkovic und sein Kopfball an den Pfosten

0:2 nach 320 Sekunden des Spiels, wie wurde ein derartiger Fehlstart überhaupt möglich? «Die Konzentration hat in den ersten Aktionen bei uns gefehlt, so was dürfte eigentlich nicht passieren», so Nathanaël Saintini, der erneut mit Cavaré die Zentrumsabwehr bildete. Die nach 180 Minuten in der neuen Meisterschaft bereits fünfmal kapitulieren musste. In der Startviertelstunde fiel die Dominanz der Berner in der Mittelzone erdrückend aus. Deren Direktspiel zwang den Gegner hier zu viel Laufarbeit und offenbarte eine Grosszahl verlorener Zweikämpfe.

Als Sittens Mittelfeld jedoch den Ballführenden nach vorne anlief und schneller umschaltete, fand man nach dem krassen Fehlstart den Weg zurück ins Spiel. Ins eigene. Iapichinos Flanke aus dem Halbfeld heraus fand Stojilkovic, und der traf per Kopf den Pfosten (26. ). Diese Szene erwies sich als Signal und Bestätigung, dass selbst dieses YB aus dem Gleichgewicht zu bringen ist. «Es war ein Schlüsselmoment des Spiels», so Musa Araz. «Wäre uns das Anschlusstor gelungen, es hätte ein neues Spiel werden können.»

Die Berner suchten bei der grossen Hitze und dem eigenen Vorsprung nach einer Stunde vermehrt den langen Konterball, vermochten jedoch so das Spiel nicht mehr zu kontrollieren. Mit Nsame konnte Trainer Wicky einen ehemaligen Torschützenkönig der Super League einwechseln, auch Sittens Coach Tramezzani wechselte nach einer Stunde seine beiden offensivsten Kräfte aus. Chouaref und Karlen für Itaitinga und Stojilkovic mag bei den Bedingungen Sinn machen. Trotzdem blieb es fraglich, warum er mit Stojilkovic ausgerechnet seinen bisher torgefährlichsten Mann vom Platz nahm. Dieser Zug wäre trotzdem beinahe aufgegangen. Die beiden Neuen standen kaum auf dem Platz, da bediente der eine den anderen, und Karlen zwang YB-Hüter von Ballmoos zu dessen schwierigsten Intervention an diesem Nachmittag (65.).

Die Leistung war besser als das Resultat

«In der zweiten Halbzeit wiesen wir spielerische Vorteile auf», so Musa Araz, «wir können aus diesem Spiel auch positive Aspekte ziehen.»

Nur wird auch dem Mittelfeldspieler nicht entgangen sein, dass seinem Team in beiden entscheidenden Zonen die Disziplin und die Effizienz etwas abgingen. Offensichtlich wurde dies ein letztes Mal zwei Minuten vor Schluss, als YBs Ngamaleu bei seinem Solo gleich drei Gegenspieler ins Leere laufen liess und souverän zum 0:3 einschoss.

Alioski als Zuschauer auf der Tribune

Was bleibt da zurück? Im ersten Heimspiel der Saison fiel die Leistung des FC Sion besser aus als das Resultat. Doch gute Ansätze reichen nicht aus, wenn man im gegnerischen Strafraum die wichtigen Momente verpasst. Und im eigenen nicht fähig ist, ohne Gegentor zu bleiben. Doch das hatten wir doch schon. Immerhin hiess der Gegner diesmal YB, die bestbesetzte Mannschaft der Liga. Neben Balotelli oder Bottani sorgt ein neuer Name für Spekulationen: Ezgjan Alioski sass mit seinem Anhang auf der Tribüne und schaute sich das Spiel an. Der Nationalstürmer von Nordmazedonien spielte vor sechs Jahren unter Coach Paolo Tramezzani beim FC Lugano eine überragende Saison, was ihm einen Wechsel auf die Insel zu Leeds United einbrachte. In der letzten Saison spielte der 30-Jährige bei Al Ahli in SaudiArabien, er könnte somit im Wallis zum Thema werden.

Zumal die offensive Leistung des FC Sion auch gegen YB überschaubar blieb.

FC Sion – YB 0:3 (0:2)

8500 Zuschauer. – Sr. Bieri. – To- re: 2. Kanga 0:1. 6. Kanga 0:2. 88. Moumi Ngamaleu 0:3.

FC Sion: Lindner; Lavanchy, Cavaré, Saintini, Iapichino; Poha (87. Sio), Grgic, Baltazar (46. Bua), Araz; Itaitinga (64. Chouaref), Stojilkovic (64. Karlen).

Young Boys: von Ballmoos; Blum (86. Chaiwa), Ali Camara, Lustenberger, Garcia (86. Benito); Fassnacht (77. Rrudhani), Niasse, Rieder, Moumi Ngamaleu; Kanga (76. Elia), Itten (56. Nsame).

Bemerkungen: FC Sion komplett. Young Boys ohne Zesiger, Sierro, Lauper, Maceiras, Zbinden, Monteiro und Ugrinic. 26. Pfostenkopfball von Stojilkovic. – Verwarnungen: 10. Stojilkovic (Foul). 29. Kanga (Unsportlichkeit). 29. Cavaré (Unsportlichkeit). 73. Blum (Foul). 81. Nsame (Foul).

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 Beitrag Verfasst: Montag 25. Juli 2022, 22:43 
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«Die wichtigen Momente lagen auf unserer Seite»

YB-Trainer Raphael Wicky hat eine erfolgreiche Woche hinter sich. Und Paolo Tramezzani bleibt frei von Vorwürfen.

Kaum war der Schlusspfiff erfolgt und hatte er die Gratulationen des Gegners entgegengenommen, da führte der Weg des Raphael Wicky schnurstracks auf die Tribüne. Hier wartete die gesamte Familie auf den YB-Trainer. Auch sein Vater Kurt war dabei, der sich eben erst von einer schweren Herzoperation erholt hatte.

Schöne Momente für den Steger, der gerade seinem ExKlub FC Sion eine empfindliche 0:3-Heimniederlage beigefügt hatte. Hier sei seine Heimat, hier hat er seine Spielerkarriere lanciert, und hier kehrt einer wie er immer gern zurück. Vor allem, wenn die Heimkehr mit Erfolg verbunden ist. Wie diesmal.

Es sei eine anstrengende, aber erfolgreiche Woche geworden, so Wicky nach dem klaren 4:0-Startsieg über den Meister FCZ, dem dünnen 1:0-Erfolg in der Conference League bei Liepaja und nun dem resultatmässig souveränen 3:0 im Sittener «Tourbillon».

Was hat gegen den FC Sion die Differenz ausgemacht? «Es waren die wichtigen Momente, die auf unserer Seite lagen und entschieden haben.» Raphael Wicky meinte nicht nur den Blitzstart mit den zwei Treffern nach nicht einmal sechs Minuten, sondern auch die Situation bei Sittens Pfostenkopfball. «Ein Anschlusstor hätte für uns vieles nochmals erschwert.»

In eine frühe Euphorie verfällt der 45-Jährige trotzdem nicht. «Wir haben einen guten Meisterschaftsstart erwischt, nicht mehr und nicht weniger.» Und klar: «Wenn man bei dieser Hitze nach wenigen Minuten hier mit zwei Toren in Führung liegt, dann hilft das einem enorm.» Die Dynamik von YB in der Startviertelstunde war beeindruckend, in der Folge gelang die Kontrolle des Spiels nicht bis zuletzt. Trotz des klaren Ausgangs.

Nach dem starken Saisonstart sei YB nun endgültig der grosse Favorit, ob er Druck verspüre? «Nein, als FC-Basel-Trainer verspürte ich damals bedeutend mehr Druck. Jetzt bei YB haben wir erst einen guten Anfang gemacht, mein Job hier macht mir viel Spass.» Neben ihm sass FCSion-Trainer Paolo Tramezzani, und der hatte bedeutend weniger Spass. Doch er liess sich das nicht anmerken.

Das 0:3 fiel für ihn und sein Team brutal aus, derart unterlegen war man keineswegs. «Ich kann meiner Mannschaft deshalb nicht viel vorwerfen», so der Italiener, der seine Auswechslungen zwar beizeiten tätigte, aber dabei kein offensives Risiko einging. Zwei Stürmer für zwei Stürmer nach einer Stunde, erst ganz zuletzt gab es mit Sio (für Poha) einen zusätzlichen Offensivspieler.

«Wir haben unser Maximum gegeben», so Tramezzani, der natürlich mit dem krassen Fehlstart haderte. «Trotzdem habe ich von meinen Spielern positive Sachen gesehen.» Sittens Trainer liess sich seine Laune trotz der schlussendlich klaren Niederlage nicht verderben. Jedenfalls nicht nach aussen.

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