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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 11. März 2022, 11:04 |
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09.03.2022  Zitat: Was macht YB mit seinem chinesischen Hosensponsor?
Wegen seiner mutmasslichen Unterstützung für die russische Invasion steht Huawei in der Kritik. Bei YB verfolgt man die Vorwürfe gegen den Sponsor aufmerksam.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei YB-Chauffeure fuhren insgesamt über 3000 Kilometer an die ukrainische Grenze. - In Przemyśl und Krakau stiegen 40 Ukrainer in Not in den Bus ein. - Nun sind die Menschen in der Schweiz angekommen – und werden in Frutigen BE untergebracht. - Der Präsident von «Helpnet Frutigland» erzählt Nau.ch, wie es weitergeht.
«Ich bin kaputt», sagt Claude Blatter. Zusammen mit seinem Kollegen Istvan Müller legte er mit dem YB-Car in den letzten zwei Tagen 3350 Kilometer zurück. Die beiden fahren sonst eigentlich die erste Mannschaft der Young Boys an die Heim- und Auswärtsspiele. (Anmerkung der Redaktion: YB hat mit der Reise nichts zu tun, der Car wurde von «edelline» zur Verfügung gestellt)
Vom Berner Oberland aus gestartet, ging es in der Nacht auf Montag los in Richtung ukrainische Grenze. Der gelb-schwarze Bus vollgepackt mit Hilfsgütern, die gestern in Polen abgeladen und an Ukrainer in Not übergeben wurden.
In Przemyśl und Krakau stiegen 40 Frauen und Kinder auf der Flucht in den YB-Car ein.
Heute Morgen um halb acht Uhr sind die Menschen nun in Frutigen BE angekommen. «Ich und Istvan sind zusammen elf Stunden lang fast nonstop gefahren», so Chauffeur Blatter zu Nau.ch.
YB-Car mit Gipfeli und Weggli empfangen
Vor Ort empfangen Lina Schmid, sie organisierte den Transport, und Etienne Josi, Präsident von «Helpnet Frutigland», den YB-Bus. Für alle gibt es erst einmal Kafi, Gipfeli und Weggli. Natürlich auch für die beiden Chauffeure.
«Die Leute gönnen sich zuerst ein bisschen Ruhe. Dann ist am Freitag ein Treffen geplant, um sie richtig willkommen zu heissen», so Josi, zu Nau.ch. Er spricht als Präsident stellvertretend für die zahlreichen Personen, die bei «Helpnet Frutigland» mithelfen.
Es gehe darum, den gerade angekommenen Menschen Sicherheit zu geben, «wie es nun abläuft». Beim Empfang sind auch die Gastgeber vor Ort, bei denen die ukrainischen Flüchtenden am Vormittag einziehen.
Bekannte Privatunterkünfte, damit «keine fragwürdigen Personen dahinterstecken»
Erst seit gestern Mittag sei klargewesen, wer im Bus sitzt. «Einige waren uns schon bekannt, andere kamen erst im Auffangzentrum in Polen dazu. Am Nachmittag liefen dann die Drähte heiss und unsere Koordinatorinnen haben für alle Unterkünfte gesucht.»
Bei den Lokalitäten handle es sich um Privatunterkünfte (Studios, Ferienwohnungen, Zimmer bei Familien). «Dank unseren engen lokalen Beziehungen kennen wir eigentlich alle Anbieter und wissen, dass keine fragwürdigen Personen dahinterstecken. Was ja gerade bei jungen Frauen und Kindern sehr heikel ist», erklärt Josi.
Traumatische Erlebnisse und Ängste loswerden
Man habe bewusst nicht nur Wohnungen gesucht. «Wir gehen davon aus, dass dies ein längerfristiges Engagement mit sich bringt.» Mit den Behörden sei «Helpnet Frutigland» in Kontakt, um zu schauen, wie es mit den Kindern bezüglich Schule weitergehen könnte. Auch mit Asyl Berner Oberland sei man eng vernetzt.
Erst einmal sei wichtig, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen haben. «Danach aber vor allem heilsame Beziehungen, wo man ihnen helfen kann, die traumatischen Erlebnisse und Ängste loszuwerden.»
Frutiger organisieren Wohnungen und Hilfsgüter in Regio-Chat
Vor dem YB-Car seien weitere Kleinbusse mit Ukrainern angekommen. «Wir haben schnell festgestellt, dass die vielen Privataktionen auch viel Chaos mit sich bringen. Wir hatten in den ersten Tagen hunderte Telefonate von Menschen, die helfen wollten. Und wir konnten das nicht alles selber aufschreiben.»
Das Hilfswerk versuchte, die verschiedenen Parteien zu vernetzen.
Man habe ein «Padlet» fürs Frutigland erstellt. «Darüber versuchen wir Wohnungsangebote, Transporte und Hilfsgüter zu koordinieren.»
Mit der «Börse» funktioniere es jetzt besser. «Aus den Angeboten können unsere Koordinatoren, welche in Kontakt mit den Flüchtenden sind, Wohnungen auswählen. Und auf Angebote zurückgreifen.»
Aktuell seien in diesem Helferchat 200 Personen. «Heute haben wir zum Beispiel das Angebot einer leerstehenden Wohnung erhalten. So suchen wir über diesen Chat Leute zum Putzen, Möbel zum Einrichten und so weiter. Die Leute sind unglaublich hilfsbereit.» https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-40 ... n-66126531
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shalako
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Verfasst: Freitag 11. März 2022, 11:08 |
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10.03.2022  Zitat: [myvideo]Was macht YB mit seinem chinesischen Hosensponsor?
Wegen seiner mutmasslichen Unterstützung für die russische Invasion steht Huawei in der Kritik. Bei YB verfolgt man die Vorwürfe gegen den Sponsor aufmerksam.
Das Wichtigste in Kürze
- Huawei soll die russische Invasion in der Ukraine unterstützt haben. - Robert Lewandowski kündigte seinen Sponsor-Vertrag mit dem Konzern. - Auch bei YB ist das Logo des chinesischen Unternehmens auf den Hosen zu sehen.
Die russische Invasion in der Ukraine hat in der Sportwelt weitreichende Konsequenzen – und das auf allen Ebenen. Russische Athleten sind in vielen Sportarten gesperrt, Sponsorenverträge werden gekündigt.
Das betrifft aber nicht nur russische Unternehmen – auch der chinesische Telekommunikations-Konzern Huawei ist betroffen. Der Technologie-Gigant soll Russland dabei geholfen haben, sein Netzwerk nach der Invasion gegen Cyber-Attacken zu sichern.
Bayern-München-Starstürmer Robert Lewandowski kündigte daraufhin seinen Sponsor-Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen. Der Pole war jahrelang eines der Gesichter von Huawei gewesen.
YB beobachtet Situation bei Huawei genau
Auch im Schweizer Fussball ist das Unternehmen präsent – als Sponsor auf den Hosen von Meister YB. Wie lange noch? Beim Tabellen-Zweiten der Super League beobachte man die Lage sehr genau, wie der Club auf Anfrage von Nau.ch mitteilt.
«Selbstverständlich verfolgen wir das Geschehen mit grossem Interesse und behalten uns vor, zu reagieren», sagt YB-Medienchef Staudenmann gegenüber Nau.ch. Und weiter: «Wir sind in Gesprächen, um zu versuchen, uns einen verlässlichen Eindruck zu verschaffen.»
Konkrete Konsequenzen haben die Vorwürfe gegen Huawei vonseiten des Schweizer Meisters also noch nicht. Der aktuelle Vertrag zwischen den Bernern und dem Telekommunikations-Giganten laufe noch bis zum Sommer 2023.[/myvideo] https://www.nau.ch/sport/fussball/was-m ... r-66125996
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shalako
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Verfasst: Samstag 12. März 2022, 01:49 |
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11.03.2022  Zitat: Kein Geld mehr für YB, SCB und Co.
Die Migros Aare zieht sich vom Berner Spitzensport zurück
Jahrelang hat der Grosskonzern die sportlichen Aushängeschilder des Kantons unterstützt. Nun hat er sein Engagement gekündigt – ein harter Schlag für die Clubs.
Manchmal braucht es nicht viele Worte, um etwas auf den Punkt zu bringen. Rolf Bachmann, operativer Leiter beim SC Bern, sagt es so: «Für uns war das ein Schock.» Seit 15 Jahren unterstützt die Migros Aare den SCB finanziell, sie zählt zu den treuesten Partnern des Clubs. Doch nach dieser Saison ist Schluss, der auslaufende Vertrag wird nicht verlängert.
Wie diese Zeitung in Erfahrung bringen konnte, zieht sich die Genossenschaft allerdings nicht nur vom SC Bern zurück. Sie beendet ebenso ihre Engagements bei den Young Boys, den SCL Tigers und dem EHC Biel. Es ist ein radikaler Schritt, der aufhorchen lässt.
Welche Rolle spielt der Abgang von Anton Gäumann?
Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass der überraschende Rückzug vor allem mit einer Person zusammenhängt: Anton Gäumann. Im November wurde der Chef der grössten Migros-Regionalgenossenschaft mit 61 und nach 35 Jahren beim Detailhändler frühzeitig in Pension geschickt. Gäumann wurde zum Verhängnis, dass er seiner Frau, einer Rechtsanwältin, eigenmächtig Aufträge zugeschanzt haben soll.
Es ist kein Geheimnis, dass der Berner Oberländer an der Spitze der Migros Aare äusserst grosszügig regionale Sportclubs unterstützte. Die Migros Aare nennt keine Zahlen.
Unternehmenssprecherin Andrea Bauer bestätigt aber, jetzt sei in der neuen Sponsoringstrategie keine Unterstützung von Profispitzensport in den höchsten Ligen von Fussball und Eishockey mehr vorgesehen. Der Schritt stehe nicht im Zusammenhang mit der frühzeitigen Pensionierung von Gäumann.
Tatsächlich teilte der orange Riese den Clubs kurz vor dessen Abgang mit, dass die Verträge nicht verlängert würden. «Somit erfolgte die Kommunikation an die Vereine im regelkonformen Rhythmus der Vertragsverhandlungen», sagt Bauer. Zwar hatte die Migros Aare schon vor der Ära Gäumann Spitzensport unterstützt. Gäumann baute es aber aus und galt bei den Clubs als grosser Förderer. Hin und wieder zeigte man sich auch besorgt über die Abhängigkeit.
Den SCB unterstützte die Migros jährlich mit über 400’000 Franken
Es sind zwei Dinge, die den Rückzug der Migros Aare bei den Berner Sportclubs nun speziell machen. Da ist einmal der Umstand, dass das langjährige Engagement von hundert auf null endet. Wie den SCB unterstützt die Genossenschaft auch den EHC Biel schon seit 15 Jahren, die SCL Tigers seit 2010. Bei den Bernern beispielsweise begann das Sponsoring mit der Planung des Einkaufszentrums Westside, noch heute prangt dessen Schriftzug auf den Helmen der Spieler.
Mit dem Einzug ins neue Wankdorfstadion 2005 stieg der orange Riese auch bei den Young Boys ein. Er war zeitweise gar Hauptsponsor, zog sich nach dem unschönen Abgang von YB-CEO Stefan Niedermaier zurück, ist nun aber schon länger wieder bei YB präsent. Aktuell ziert der Schriftzug des Fachmarktes SportXX den Rücken der Spielerleibchen. Ein Premium-Partner, wie es die Migros Aare bei den Young Boys noch bis Saisonende ist, zahlt rund 300’000 Franken.
Noch grösser ist ihr Engagement beim SC Bern, den sie als Goldsponsor jährlich mit über 400’000 Franken unterstützt hat. Beim EHC Biel beläuft sich das Sponsoring auf zwischen 100’000 und 250’000 Franken, ebenso bei den SCL Tigers. Und so betonen denn auch sämtliche Vereinsvertreter ihre Dankbarkeit für die grosszügige Unterstützung.
«Durch die langjährige Verbindung sind auch persönliche Beziehungen entstanden», sagt SCB-COO Rolf Bachmann. Gerade deshalb ist er so überrascht vom abrupten Abgang der Migros Aare. Zumal es im Vorfeld keine entsprechenden Signale gegeben habe. Wie üblich standen im Herbst Gespräche zwischen Club und Konzern an, um den Vertrag zu verlängern. In einer Vorinformation kündigte die Migros Aare dann ihren Rückzug per Ende April 2022 an. Selbiges tat sie bei den SCL Tigers und beim EHC Biel. Auch Tigers-Geschäftsführer Simon Laager wurde von dieser Nachricht überrascht. «Gerade weil es in der heutigen Zeit mit den Auswirkungen der Pandemie sehr schwierig ist, einen Sponsor von dieser Tragweite zu finden.»
Tatsache ist, dass weder der SCB noch die SCL Tigers den Ausfall eins zu eins kompensieren können. Die Emmentaler haben es aber geschafft, die Lücke einigermassen zu schliessen. Was zwei neuen Sponsoren, aber vor allem den vielen kleinen Unternehmen im Emmental geschuldet ist, die dem Club teilweise schon seit Jahren bedingungslos die Treue halten. Beim SCB gibt es zumindest Anzeichen zweier Geldgeber, die den Ausfall refinanzieren könnten.
Auch beim EHC Biel lässt sich der Ausfall nicht eins zu eins ersetzen. Aktuell ist der Club mit dem Centre Brügg, dem zur Migros Aare gehörenden Einkaufszentrum, noch im Gespräch für ein Teilengagement für die kommende Saison.
YB-CEO Wanja Greuel sagt derweil: «Einen Nachfolger mit genau diesem Modell gibt es nicht. Aber für die Fläche auf dem Rücken der Spielerleibchen stehen wir in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem Interessenten.»
Der Breitensport profitiert weiterhin
Gänzlich vom Sport zurückziehen wird sich die Migros Aare nicht. Beim BSV Bern und bei Wacker Thun, den NLA-Handball-Clubs, führt sie ihr Engagement fort. Allerdings etwa beim BSV zu tieferen Konditionen, wie Geschäftsführer Simon Haldemann bestätigt. «Aber wir sind dankbar, dürfen wir die Migros Aare immer noch als Partner haben.» Auch beim Challenge-League-Club FC Thun bleibt der Konzern an Bord. Mediensprecher Matthias Fuchser sagt: «Die Migros Aare ist eine langjährige und gute Partnerin des FC Thun. Wir sind schon länger darüber informiert worden, dass wir weniger Geld erhalten werden. Über weiter Vertragsdetails möchten wir uns nicht äussern.»
Die Migros Aare will sich weiterhin in ihrer Region für zahlreiche Vereine und Anlässe engagieren, so auch im Teamsport. Derzeit läuft die Aktion «Support Your Sport», bei der die Kunden je nach Einkaufssummen einen Breitensportverein ihrer Wahl unterstützen können. Daneben will die Migros Aare vor allem Festivals, Volksläufe und Schwingen sponsern. Statt Berner Spitzenclubs in den Fokus zu rücken, lehnt sich die Regionalgenossenschaft damit stark an die Sponsoringstrategie des Genossenschafts-Bundes an. https://www.bernerzeitung.ch/die-migros ... 4077156640
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shalako
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Verfasst: Samstag 12. März 2022, 20:31 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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12.03.2022  Zitat: Aussichtsloses Meisterrennen
Worum geht es für die Young Boys jetzt eigentlich noch?
Die Titelverteidigung ist wohl verspielt: Worin sich die Tabellenränge 2 und 3 unterscheiden – und welches Worst-Case-Szenario droht.
Schwierig ist es schon lange. Seit dem 2:2 gegen Luzern ist es aber auch in den Köpfen der YB-Spieler angelangt, wie die Aussage von Christian Fassnacht noch am Samstagabend bestätigte: «Den Meistertitel haben wir aus der Hand gegeben. Da haben wir nichts mehr zu melden.» Was bis vor kurzem trotz grossem Rückstand auf den FC Zürich noch als unvorstellbar galt, ist nun doch eingetroffen. Jetzt, nachdem auch das dritte Saisonziele verpasst worden ist, geht es bei den Young Boys vor allem um ... Ja, worum eigentlich?
Ohne Titelverteidigung wird es kommende Saison ganz sicher keine magischen Champions-League-Nächte mehr geben, teilnahmeberechtigt für die Qualifikation ist nur der Meister. Und weil die Schweiz zum Ende der Saison 2020/21 auf Rang 19 der Uefa-Fünfjahreswertung abgerutscht ist, muss er gleich in der ersten Qualifikationsrunde einsteigen. Diese blieb YB vergangenen Sommer erspart, die Berner griffen ab Runde zwei ein, mussten so drei Hürden überwinden, um die Gruppenphase zu erreichen.
Die tiefe Schweizer Platzierung in der Uefa-Rangliste hat vor allem auch zur Folge, dass kommende Saison kein Team aus der Super League in der Europa League teilnehmen darf. Es bleibt nur noch die drittklassige Conference League, ein Wettbewerb, in dem der FC Basel aktuell im Achtelfinal steht und das Hinspiel dort gegen Marseille 1:2 verlor.
Etwas Geld, Prestige – und Schadensbegrenzung
In der Saison 2022/23 werden maximal drei Schweizer Vertreter in der Conference League spielen: Der Cupsieger, sowie die Zweit- und Drittplatzierten der Super League steigen in der 2. Qualifikationsrunde ein – bis zur Gruppenphase müssen sie somit drei Runden überstehen. Immerhin das ist eine vertraute Situation für die Young Boys. In Bezug auf den Europacup spielt es also keine Rolle, ob die Berner die Saison auf Rang zwei oder drei abschliessen.
Es geht gegen die Basler also vor allem ums Prestige – und etwas Geld. Die Swiss Football League (SFL) schüttet zum Ende der Saison neben dem solidarischen Sockelbetrag von 1,8 Millionen Franken pro Club auch eine Ranglistenprämie aus: Für den zweiten Platz gibt es 596’000 Franken, der Drittplatzierte erhält 434’000 Franken. Zum Vergleich: In der Champions League bekamen die Young Boys allein für das 1:1 in Manchester 970’000 Franken. Insgesamt war die Gruppenphase um die 35 Millionen Franken wert. Das ist mehr als doppelt so viel, wie YB im besten Fall mit dem Gewinn der Conference League im nächsten Jahr erhalten würde (rund 16 Millionen Franken). Dem Schweizer Meister bezahlt die SFL übrigens eine Prämie von 813’000 Franken.
In den elf restlichen Runden geht es aber bei den Young Boys doch noch um etwas mehr als um 162’000 Franken Mehreinnahmen und den Prestigeerfolg über den FCB. Der Vorsprung auf den unbequemen FC Lugano beträgt nur fünf Punkte, mit Rang 4 wäre der Europacup gar kein Thema mehr. Das wäre sicher das Worst-Case-Szenario.
Es ist aber nicht davon auszugehen, dass bei den Bernern jetzt der Larifari einsetzt, allein schon der Trainerwechsel Anfang Woche dürfte dem präventiv entgegenwirken. Sollte die Leistungskurve in den kommenden Wochen deutlich nach oben zeigen, könnte Interimstrainer Matteo Vanetta als Belohnung einen Vertrag über Saisonende hinaus winken. Möglicherweise ist das im Interesse der Spieler. Wie man hört, soll der Tessiner intern sehr hoch angesehen sein – eine Kontinuität wäre auch eine ideale Vorbereitung auf nächste Saison. Ein Vorteil, den man nicht mit Geld aufwiegen kann. https://www.bernerzeitung.ch/worum-geht ... 3022459823
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shalako
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Verfasst: Sonntag 13. März 2022, 12:06 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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13.03.2022  Zitat: Nach Wagners Entlassung
Unterscheidet YB gar nichts mehr vom FCB?
Trainer David Wagner ist weg, rund um die Young Boys stellen sich Fragen – der Blick zur Konkurrenz nach Basel offenbart aber noch immer Gegensätze im Stil.
Vor bald einem Jahr, da war in Bern jeder Jubel gejubelt, jeder Fluch besiegt, jeder Titel gewonnen. YB stand – schon wieder – bereits im April als Meister fest und war nicht mehr das YB, das es einmal war – sagten ausgerechnet die, die auf einmal nicht mehr waren, was sie immer gewesen sind: vom Leid gebeutelte Fans. Und jetzt? Steuern die Young Boys auf ihren ersten titelfreien Frühling seit 2018 zu. Die Hoffnung im Cup? Ist seit Oktober und dem Aus im Achtelfinal gegen Lugano verpufft. Die Aussichten in der Meisterschaft? Gehen mit dem riesigen Rückstand auf den FC Zürich höchstens noch bis Rang 2.
Der in den letzten Jahren so unaufhaltsam scheinende Aufschwung der Berner von titellosen Pechvögeln zu erfolgsgestählten Überfliegern war eng mit dem Sportchef Christoph Spycher verknüpft. Er hat mit Gerardo Seoane den aufregendsten Schweizer Trainerexport seit Jahren aus dem Hut gezaubert und während vier Jahren überhaupt kaum eine Personalentscheidung getroffen, hinter der sich nicht ein erfolgreicher Plan offenbart hätte, er ist dem Verein in schwierigen Corona-Zeiten besonnen und in überschwänglichen Champions-League-Nächten mahnend vorgestanden. «In Wuschu we trust», beschwören sie sich im YB-Anhang, ihm – so verniedlichend sein Übername auch daherkommen mag – wird ehrfürchtig vertraut, mit geschlossenen Augen.
Das galt auch, als Spycher im Sommer mit David Wagner eine überraschende Trainerwahl traf. Der Deutsche kannte weder Liga noch Spieler, brachte aber aus dem gleichen Stall wie Jürgen Klopp, Florian Kohfeldt oder Bo Svensson kommend einen klangvollen Namen mit. Wagner war für YB Wagnis und Verheissung, er vereinte Risiko und Potenzial.
Ist Spycher nicht mehr unfehlbar? Und welchen Hut trägt Degen morgen?
Vergangene Woche hat sich YB von ihm getrennt. Wagner hat die Mannschaft nicht weitergebracht, der Glanz der Champions League verblasste bereits nach der Qualifikation in einem mittelmässigen Herbst. Für die sportliche Führung ist die Entlassung auch das Eingeständnis eines gescheiterten Projekts. Und rund um YB stehen plötzlich Fragen im Raum: Markiert die Fehleinschätzung von Spycher das Ende seiner schier an Unfehlbarkeit grenzenden Souveränität? Wird der langjährige Assistent Matteo Vanetta ein Jahr zu spät zum Chef ernannt? Und unterscheidet die Young Boys am Ende gar nichts mehr vom FC Basel, der ähnlich viele Punkte liegen liess und es derzeit auch mit einem Interimstrainer versucht?
In Bern ist es (zu) ruhig, in Basel (zu) chaotisch
Dazu nur folgende Gedanken: In Bern wurde David Wagner einen Tag nach der Krisensitzung entlassen, in Basel wurde Patrick Rahmen vor der Winterpause via Boulevard angezählt, für die Rückrunde öffentlich gestärkt – und dann ein paar Wochen später unvermittelt freigestellt. In Bern ist von der Besitzerfamilie Rihs nur zu hören, wenn sie das Aktienkapital erhöht. In Basel trägt Mehrheitsaktionär David Degen je nach Tagesform den Hut des Trainers, Sportchefs oder Chefscouts. In Bern ist es (zu) ruhig, in Basel (zu) chaotisch – beides war in dieser Saison nicht das Klima, um Meisterliches herauszuholen.
Bald ist Länderspielpause. Der Trainer ist sowohl am Rhein als auch an der Aare gewechselt, während sie an der Limmat schon an seinem Denkmal bauen. Nach den Spielen der Nationalmannschaft begegnen sich Basel und YB im St.-Jakob-Park. Es ist kein Termin im Titelkampf, höchstens noch eine Standortbestimmung, welches Modell in der nächsten Saison Erfolg versprechen könnte. https://www.bernerzeitung.ch/unterschei ... 6758065470
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shalako
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Verfasst: Sonntag 13. März 2022, 12:10 |
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13.03.2022  Zitat: So wird das neue YB spielen
Arbeiter Vanetta verspricht Fussball total
Als Spieler war der neue YB-Coach Matteo Vanetta ein kompromissloser Innenverteidiger. Als Trainer strebt er «Fussball total» an. Auch wenn er das nie so formuliert.
Gerade mal zarte 19 Jahre jung ist Vanetta (43), als er vom beschaulichen Lugano ins stürmische Epizentrum des Schweizer Fussballs wechselt: Das ist 1997 Sion, das eben seinen zweiten Meistertitel geholt hat und nun mit aller Gewalt in die Champions League will. Weshalb Präsident Christian Constantin Spieler um Spieler holt. Unter ihnen diesen jungen Italo-Tessiner. CC hatte Vanetta auch schon auf seiner Liste
CC erinnert sich: «Er war ein richtiger Arbeiter, aber mit Talent. Wegen diesen Attributen holte ich ihn. Und er muss ins Wallis passen, denn er hat später eine Unterwalliserin geheiratet. Kürzlich hatte ich ihn mal auf meiner Trainerliste», sagt der Rhone-Zampano. «Ich traue ihm eine Karriere zu wie jene, die Gerry Seoane gemacht hat.»
Beim grandiosen Scheitern in der Champions-League-Quali gegen Galatasaray Istanbul (1:4, 1:4) ist Vanetta nicht dabei. Doch dann setzt er sich beim FC Sion allmählich durch. Am Ende aber steigt der Klub mit Vanetta ab, CC haut ab, der Konkurs kann gerade noch abgewendet werden.
Vanettas Vision ist jene von YB
Das stählt! Vanetta holt sich die nötige Härte für den Rest seiner Karriere, in der er 254 Profispiele macht, davon 132 in der Super League. Und nun sollen ihn elf Spiele mit YB stählen für die Zukunft als Trainer.
Seine Vision von Fussball ist kongruent mit jener von YB: «Offensives Spiel, mit dem Ball, mit Intensität und Tempo, Dynamik nach vorne. Mit sofortiger Balleroberung nach Ballverlusten, mit Dominanz im physischen Bereich.» Kurz: Ballbesitz-Fussball mit Zug nach vorne. Vanetta: «Jedes Kind, das Fussball spielt, will den Ball haben. Und wir sind doch alle grosse Kinder …»
Noch kürzer könnte man sagen: Fussball total! Aber das würde Vanetta nie so in den Mund nehmen. Dafür ist er zu sehr der Malochertyp, wie ihn CC beschrieben hat. Diese Mischung macht jetzt schon Lust auf das YB von Vanetta. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 13609.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 15. März 2022, 00:17 |
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14.03.2022  Zitat: Es könnte für den Meister noch viel schlimmer kommen
Nun muss YB vor Lugano zittern
Alte Probleme trotz neuem Trainer. Und nun hat der Meister nach dem blamablen 2:2 in Lausanne den FC Lugano im Rückspiegel. Das Szenario der totalen Katastrophensaison wird plötzlich realistisch.
Neben dem Meister und dem Cupsieger qualifizieren sich in dieser Saison nur zwei weitere Teams für Europa. Weil YB im Cup draussen ist und auch nicht Meister werden wird, braucht es also Platz zwei oder drei. Minimalziel. Selbst wenn alles schiefläuft eine Selbstverständlichkeit. So denkt man. Doch nun sieht alles plötzlich anders aus.
Der FC Lugano behält hartnäckig Tuchfühlung mit Basel und YB. Und weil die Berner selbst beim abgeschlagenen Schlusslicht Lausanne als einziges Super-League-Team in den letzten zehn Runden das Kunststück fertiggebracht haben, nicht zu gewinnen, wird die Lage für die Elf von Matteo Vanetta allmählich bedrohlich.
«Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss»
Und wenn es mal nicht läuft, kommt alles zusammen. Oder wie es Weltmeister Andy Brehme einst formulierte: «Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss.» Erst das nach einer Intervention des VAR aberkannte frühe Führungstor durch Siebatcheu, das den Weg zu einem gemächlichen Sieg geebnet hätte. Dann der Handspenalty in der Nachspielzeit. Und da wäre YB gut beraten, seine Spieler darüber aufzuklären, was in Sachen Handspiel seit letztem Sommer gilt. Nämlich dass es kein Kriterium gegen ein Hands mehr ist, wenn der Ball vom eigenen Körper an die Hand prallt. Es gibt nur noch zwei Kriterien: Absicht und unnatürliche Armhaltung resp. Vergrösserung der Körperfläche.
Und nun fehlt auch Fassnacht wieder
Aber klar war es Pech, dass der VAR zweimal einschritt in zwei Fällen, bei denen der Entscheid nicht offensichtlich falsch schien. Und klar ist es auch Pech, dass sich Nati-Spieler Christian Fassnacht kurzfristig im Vorfeld des Spiels eine Muskelverletzung am Oberschenkel zuzieht, so dass er zum dritten Mal in dieser Saison wochenlang ausfällt. Auf jeden Fall konnte YB wegen der vielen Verletzten das Matchblatt zum wiederholten Mal nicht komplett füllen.
Egal. YB müsste solch ein Spiel dennoch gewinnen. und sich genügend Chancen kreieren und Tore schiessen, dass es keine Rolle spielt, wenn man ein, zwei Tore kassiert. Vincent Sierro kommentierte den vierten (!) ultraspäten doppelten Punkteverlust im bisher verkorksten 2022 so: «Das reicht so nicht!» Und nun kommt der FCZ. Und es ist nur noch das Spiel Erster gegen Dritten … Dennoch ist YB heiss auf den Bald-Meister. Captain Fabian Lustenberger: «In diesem Match wollen wir zum Siegen zurückkehren.»
Der gute Rat: Schaut in den Rückspiegel!
Und was ist mit diesen hartnäckigen Luganesi? Verteidiger Cédric Zesiger: «Unser Blick geht immer nach vorne!» Wie gesagt: Ein Blick in den Rückspiegel würde nicht schaden, zumal YB noch ins Tessin muss, wo man diese Saison eine der bittersten Niederlagen kassierte. Nämlich beim frühen Cup-Out schon den Achtelfinals. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 16352.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 15. März 2022, 11:19 |
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14.03.2022  Zitat: Die Kapverden – ergiebigste Fussball-Brutstätte der Welt
Gleich drei aus dem Fernandes-Clan spielen bei YB
Das ist der grösste Fussball-Clan Europas: Die Fernandes! Gleich drei davon spielen aktuell bei YB. Eine ganz spezielle Familiengeschichte.
Irgendwie hat der liebe Gott ein ganz besonderes Fussball-Gen auf die Inselgruppe Kapverden im Atlantik, rund 570 Kilometer von Dakar und der afrikanischen Westküste entfernt, rieseln lassen. Nur gut eine halbe Million Menschen bevölkern die Republik Kap Verde. Und doch liegt sie im Fifa-Ranking auf Platz 73, vor acht Jahren war man gar die Nummer 27!
Gelson ist der Clan-Vater
Und von diesem Inselfleckchen Erde stammt der wohl grösste Fussball-Familien-Clan Europas: die Fernandes! «Clan-Vater» ist Gelson Fernandes (35), der 2020 zurückgetretene Ex-Nationalspieler und aktuelle Vize-Präsident des FC Sion.
Gelson ist Mädchen für alles, Berater und Probemlöser aller Kapverdianer. Derweil er seine ersten vier Lebensjahre auf den Kapverden verbrachte, wuchs sein gleichaltriger Cousin Manuel Fernandes in Lissabon auf, wo er mit dem späteren ManUnited-Star Nani, auch er kapverdischer Abstammung, auf den Strassen des Armen-Vororts Amadora kickte.
Die Kapverden waren seit der Entdeckung 1461 bis zur Unabhängigkeit 1975 eine portugiesische Kolonie, weshalb immer ein reger Austausch zwischen den Inseln und Lusitanien herrschte. Manuel spielte für Benfica, Valencia, Everton, in Russland und in der Türkei. Vor ein paar Tagen hat er bei Apollon Smyrnis in Griechenland unterschrieben. Er hat 15 Länderspiele für Portugal gemacht.
Unfreiwillig nicht mehr aktiv ist Adilson Cabral (33), der ehemalige Basler und FCZler, der nach seiner zweiten Lausanner Zeit 2020 keinen Klub mehr fand. Er wurde wohl in Praia, der Hauptstadt der Kapverden, geboren, wuchs aber im Waadtland auf. Er ist ein Cousin von Gelson und Manuel. Ein Cousin von Cabral ist auch Jovane (23), ein von Sporting Lissabon an Lazio Rom ausgeliehener Linksaussen.
Edimilson, Ulisses und Joël
Und nun zum Berner Trio! Denn bei YB spielen gleich drei aus dem Clan. Da ist mal Edimilson Fernandes (25), auch er ein Cousin von Gelson. Allerdings wuchs er – anders als der acht Jahre ältere Gelson – in Sion auf, wohin seine Eltern gemeinsam mit Gelsons Vater José ausgewandert waren.
Davon profitierte Edi, denn Gelsons Papa wurde 2004 Platzwart im Tourbillon, was er heute noch ist, und konnte den begabten Edi ins Training mitnehmen. Zweiter YB-Akteur ist Ulisses Garcia (26), wie Edimilson aktueller Schweizer Nationalspieler. Uli kommt in Portugal auf die Welt, wächst aber in Genf auf.
Garcia, Gelson und Edimilson standen 2017 gemeinsam im Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft. Nur: Ulisses ist nicht blutsverwandt mit Gelson und Co. Clanvater Gelson klärt auf: «Das ist für Auswärtige schwierig zu verstehen, warum Uli nichts blutsverwandt ist und doch Familienmitglied ist. Aber es ist so!»
Nicht blutsverwandt – und doch Cousins
Der dritte im Berner Bunde ist Joël Monteiro (22), in Sion geboren, aber im Team Vaud und bei Stade-Lausanne-Ouchy fussballerisch gross geworden. Bei YB sucht er nun den Durchbruch.
Sein älterer Bruder ist Lausannes Abwehrchef Elton Monteiro (28), der in jungen Jahren von Sions U18 zu Arsenal wechselte, später zu Brügge, Braga und Coimbra und nach Polen, bevor er 2015 ins Waadtland ging. Gelson: «Auch sie sind nicht blutsverwandt und doch Cousins. Die Eltern gingen gleichzeitig in die Schweiz. Der Ort, von dem wir alle stammen, heisst Santiago und hat 500 Einwohner. Da kennt jeder jeden. Wir sind teils bei anderen Müttern aufgewachsen, wenn die eine arbeiten musste, und haben so aus den gleichen Töpfen gegessen. Und in der Schweiz haben unsere Eltern dieselben Probleme angetroffen: Arbeit, Sprache, Sozialleben. Das alles Verbindende war der Fussball.»
Die Weltstars
Und dann sind da noch die Weltstars mit kapverdischer Abstammung: Welt- und Europameister Patrick Vieira (45), Ex-ManUnited-Star Patrice Evra (40), Nelson Semedo (28), ex Barcelona, heute Wolverhampton Wanderers, und Europameister Renato Sanches (24), der heute bei Lille spielt.
Die Kapverden – vielleicht die ergiebigste Fussballer-Brutstätte auf diesem Planeten. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 17573.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 17. März 2022, 15:57 |
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15.03.2022  Zitat: Eine kostbare Fracht mit gut gehüteten Geheimnissen
Claude Blatter heisst der Mann, der YB an die Auswärtsspiele chauffiert. Ihm Details über die Bräuche des Teams im Car zu entlocken, erweist sich als gar nicht so einfach.
Claude Blatter ist der Mann, den viele kennen, die sich an sportlichen Grossanlässen bewegen. Bei YB, beim SCB, an kantonalen und eidgenössischen Schwing- oder Hornusserfesten. Wenn die durstigen Kehlen mit einer Hopfenperle aus dem Hause Feldschlösschen gestillt werden, ist bestimmt Claude Blatter dabei – auch an der BEA trifft man den umtriebigen Senior Sponsoring Manager immer wieder an.
Sieben belgische Kaltblütler
Dort kümmert sich Claude Blatter nicht nur um die Zapfhähne, nein, er schaut oft auch zu den Feldschlösschen-Pferden, die quer durch die ganze Schweiz bewundert werden, wenn sie in ihrem Sechsspänner auffahren. Die sieben belgischen Kaltblüter – Aramis, Geronimo, Amira, Roli, Nico, Lord und Navaro – sind eine der grössten Attraktionen der Berner Ausstellung. Doch die Rede soll hier nicht von einer einzigen Pferdestärke und von Bier sein, denn solches ist im 455PS starken 24-Tonner-Setra S416 HDH – so die offizielle Bezeichnung des YB-Fahrzeugs – nur in kleinen Mengen für die Staff-Mitglieder vorhanden. «Man darf durchaus behaupten, dass ich wie die Jungfrau zum Kind zu diesem Job gekommen bin. Als ich während des Lockdowns viel Freizeit hatte und keine Grossanlässe mehr stattfanden, überlegte ich mir, was ich zusätzlich tun kann. Ich kam mit Edelline-Inhaber und CEO Beat Ackermann ins Gespräch, der sich auf eine Zusammenarbeit mit YB geeinigt hatte und einen Fahrer suchte. Ich absolvierte deshalb eine Zusatzausbildung als Carchauffeur und so fahre ich nun YB zu den Auswärtsspielen oder zum Airport Belp, wenn Flugreisen anstehen», sagt Claude Blatter. Aus den Erzählungen von Nationalspielern, die an der WM 2006 in Deutschland zum Team Köbi Kuhns gehörten, weiss man, dass damals auf dem Weg zu den Spielen im Car aus voller Kehle deutsche Schlager gesungen wurden und die DJs Hakan Yakin und Daniel Gygax die Stimmung kräftig anheizten, so, wie es in einer Fussballmannschaft, in der sich die Spieler verstehen, der Fall ist.
Im Car herrscht meist Ruhe
Nun, die Kameradschaft stimmt auch bei YB, doch Claude Blatter gibt sich wortkarg, wenn man ihm Details über die Bräuche im YB-Car entlocken will. «Meist ist es ruhig, die Spieler sind konzentriert, die einen lernen, andere hören über Kopfhörer Musik oder dann ist Christian Fassnacht für die musikalische Unterhaltung zuständig.» Vor zwei Jahren kam Claude Blatter als Neuling ins Team. Er kannte zwar CEO Wanja Greuel und Sportchef Christoph Spycher persönlich, doch für die Spieler war er ein Fremder. «Das Team hat mich sofort akzeptiert, wir pflegen ein freundliches, kameradschaftliches Miteinander.» Bereits hat Blatter mit dem Team zwei Meistertitel erleben können, er sass auch am Lenkrad, als in Sion der Titel gefeiert wurde und auf der Rückfahrt im Car eine tolle Stimmung herrschte. Klar, dass sich Blatter als Neuling auch einleben musste. «Wie geht die Anfahrt zu diesem oder jenem Stadion, wie gelange ich am besten zum Hotel, in dem die Spieler übernachten und sich vorbereiten, wie umgehe ich die Staus?» Auf all diese Fragen musste der neue Chauffeur zuerst eine Antwort finden. «Matteo Vanetta half mir jeweils, er war mein zusätzliches Navigationssystem, doch als Chef wird er sich jetzt auf andere Sachen konzentrieren müssen – zum Glück finde ich mittlerweile die Stadioneinfahrten und Hotels fast blind», so Blatter.
Im Einsatz für die Ukraine
Erst kürzlich stand der Bus unabhängig von YB im medialen Interesse. Claude Blatter fuhr zusammen mit einem Kollegen über Deutschland und Tschechien 1650 Kilometer an die ukrainische Grenze; beladen mit Medikamenten, um den Ukrainern nach dem russischen Angriff zu helfen. «Unglaublich, die Hilfsbereitschaft, die wir von den polnischen Leuten dort erlebten. Sie luden unsere Medikamente auf Lastwagen um und wir nahmen, diesmal mit 44 Flüchtlingen, Frauen, Kleinkindern und Babys, die Rückreise unter die Räder.» Claude Blatter und sein Kollege waren zweimal während rund 18 Stunden unterwegs – in ganz Europa wurde über den Einsatz des YB-Cars berichtet. Und am Samstag, drei Tage nach der Rückkehr, ging es für Claude Blatter bereits weiter – mit YB zum Auswärtsspiel in Lausanne Richtung Genfersee. https://baernerbaer.ch/sport/eine-kostb ... eimnissen/
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shalako
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Verfasst: Sonntag 20. März 2022, 20:37 |
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20.03.2022  Zitat: Ex-YB-Präsident Thomas Grimm
«ManUtd-Sieg ist der Ursprung der Berner Baisse»
Für YB verläuft die Saison ganz und gar nicht nach Plan. Einer, der die Berner wie seine Westentasche kennt, ist der Ex-Präsident Thomas Grimm. Er glaubt den Ursprung des YB-Absturzes zu kennen. https://www.blick.ch/sport/fussball/bli ... 33232.html
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