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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Februar 2022, 22:01 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.02.2022  Zitat: Meister YB verurteilt russische Invasion in der Ukraine
Auch der Schweizer Sport bleibt vom russischen Angriff auf die Ukraine nicht unberührt: Meister YB verurteilt die Invasion in einem Statement aufs Schärfste.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Schweizer Fussball-Meister YB verurteilt die russische Invasion der Ukraine. - Man habe noch gute Erinnerungen an die Gastspiele bei Donezk und Dynami Kiew. - «Gewalt und Krieg sind nie eine Lösung!», schreiben die Berner.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine lässt auch die Sportwelt nicht kalt. Die UEFA entzieht Russland den Champions-League-Final, Schalke streicht Sponsor Gazprom vom Trikot. Auch in der Formel 1 fliegt Haas-Sponsor Uralkali vom Auto.
Scharfe Kritik kommt nun auch aus dem Schweizer Fussball: Meister YB verurteilt in einer seltenen politischen Stellungnahme die russische Invasion aufs Schärfste. «Was in der Ukraine passiert, macht uns fassungslos», schreiben die Young Boys in einem Statement.
YB mit guten Erinnerungen an die Ukraine
«Es gibt keine Alternative zum Frieden. Wir verurteilen die russische Invasion aufs Schärfste», schreiben die Berner auf ihrem Instagram-Account. «Unsere Gedanken sind bei den Ukrainerinnen und Ukrainern.»
Man erinnere sich noch gut an die Gastspiele in der Ukraine im Europacup in den Jahren 2016 und 2017. «Die Spiele gegen Schachtar Donezk und Dynamo Kiew haben wir in bester Erinnerung behalten. Auch deshalb, weil sich die Ukrainer höchst fair verhalten haben.»
Die Berner schliessen ihr Statement mit einer klaren Botschaft: «Gewalt und Krieg sind nie eine Lösung!» https://www.nau.ch/sport/fussball/meist ... e-66116890
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shalako
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Verfasst: Freitag 4. März 2022, 16:06 |
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04.03.2022  Zitat: YB-Sportchef Christoph Spycher zum Thema Wagner
«Im Fussball gibt es keine Garantien»
Der Rückstand von Meister YB auf den FCZ ist in kürzester Zeit von acht auf 13 Punkte angewachsen. Sportchef Christoph Spycher äussert sich zur Misere und der Frage, ob Trainer David Wagner der Richtige für die neue Saison ist.
Blick: Christoph Spycher, wer ist 2022/2023 YB-Trainer?
Christoph Spycher: David Wagner hat auch für die nächste Saison einen Vertrag. Aber das ist nicht, was im Moment zählt, sondern das nächste Spiel gegen Luzern. Diesem gilt unser Fokus.
Geben Sie also eine Garantie ab, dass Wagner auch nächste Saison Coach ist? Im Fussball gibt es keine Garantien, weder für einen Trainer noch einen Spieler oder Sportchef. Fussball ist ein spezielles und hoch emotionales Geschäft. Da geht es manchmal sehr schnell.
Ist die Meisterschaft mit 13 Punkten Rückstand gelaufen? Der FCZ hatte schon im Winter die beste Ausgangslage. Nun hat er das zementiert. Wir hingegen haben nicht die Power auf den Platz und die Leistungen gebracht, die wir uns vorstellten.
Mit der vollen Kapelle wollte YB angreifen. Und nun ist der Rückstand innert kürzester Zeit von acht auf 13 Punkte angewachsen. Was lief da schief? Wir sehen unsere Leistungen sehr kritisch. Dass diese ungenügend und wir zu wenig dominant waren, ist der Hauptgrund. Wir hatten aber viele Transfers und Verletzungspech. Das sind schon auch Gründe, die man in Betracht ziehen muss. Wir mussten im Verlauf der Saison sechs Torhüter einsetzen und hatten Spiele, bei denen wir das Matchblatt nicht mehr füllen konnten.
Das Spiel in Genf war symptomatisch. Da war gar nichts mehr Gutes zu sehen. Oder haben Sie etwas gefunden? Es gab schon einige Dinge, die okay waren. Aber das spielt keine Rolle, denn in der Summe war das für unsere Ansprüche viel zu wenig.
Die Neuzuzüge Niasse und Varga sitzen nur auf der Bank. Haben Sie sich mit diesen verkalkuliert? Bei keinem Transfer ersetzt man einen Spieler hundertprozentig eins zu eins. Ich glaube an diese Spieler. Aber sie brauchen Gewöhnungszeit.
Nationalspieler Edimilson Fernandes, ein anderer Neuzugang, spielte bisher am rechten Flügel. Das ist doch nicht seine Position. Edi kann praktisch alles spielen. Ausser Goalie, Stossstürmer und linker Aussenverteidiger hat er in seiner Karriere schon alles gespielt. Er hat grosse Qualität, und an die glauben wir.
Hätte man Jean-Pierre Nsame doch behalten sollen, statt seinem Wunsch nach einem Serie-A-Transfer nachzugeben? Waren Sie da zu wenig hart? Auch jetzt sind wir der Meinung, dass es der richtige Entscheid war. Ohnehin bedauere ich Dinge nicht, die passiert sind. Das bringt nichts, weil man sie nicht mehr ändern kann. Mit dem Blick in den Rückspiegel ist es einfach zu urteilen.
Auch die Goalie-Situation mutet merkwürdig an: Racioppi ist ab sofort nur noch Reservist und Faivre, von dem alle sagen, wie wichtig er als Mensch sei, hockt auf der Tribüne. Es war mit allen genau besprochen. Als wir uns wappneten, wussten wir nicht, wie lange von Ballmoos noch ausfallen würde. Wir aber wollten für alle Eventualitäten gerüstet sein. Sechs Goalies in einer Saison habe ich auch noch nie erlebt.
Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Transfers? Man braucht in diesem Job Geduld. Manchmal schlägt einer sofort ein, meistens braucht er Zeit. Ein Beispiel: Als Jordy Siebatcheu zu uns kam, rümpften viele schnell die Nase und sagten: Was ist denn das für einer? Jetzt hat er 15 Tore gemacht und führt die Torschützenliste an.
Persönlich
Christoph Spycher (43) wächst in Köniz BE auf, wird fussballerisch aber beim FCL und bei GC gross, nicht bei YB. 2006 wechselt er in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt, ist dort zeitweise Captain, kehrt 2010 in seine Heimat zurück und spielt die letzten vier Karrierejahre für YB. Spycher macht 47 Länderspiele, ist Stammspieler an der EM 2004, steht auch an der WM 2006 und EM 2008 im Kader. Er arbeitet bei YB nach Karriereende zwei Jahre als Talentmanager, bevor er 2016 Sportchef wird. Er feiert vier Meistertitel, einen Cupsieg und zwei Champions-League-Teilnahmen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 88658.html
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shalako
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Verfasst: Samstag 5. März 2022, 02:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.03.2022  Zitat: Der Meister der letzten vier Jahre liegt 13 Punkte hinter dem FC Zürich – was ist los bei YB?
In der Rückrunde verlieren die Berner Fussballer die Punkte nicht einfach mit Pech. Der Sportchef Christoph Spycher redet die Lage nicht schön – der Besitzer Hans-Ueli Rihs wiederum setzt ein starkes Zeichen des Vertrauens.
Nach dem letzten YB-Spiel am vergangenen Dienstagabend, 0:1 gegen Servette, zählt eigentlich nichts mehr, was immer wieder beteuert worden war, vor der Winterpause, während der Winterpause und danach: dass es schon besser werden wird mit den Young Boys.
Der Trainer David Wagner sagte im Dezember, er freue sich auf die Rückrunde, «wo wir hoffentlich mit der vollen Kapelle angreifen werden».
Und der Spieler Sandro Lauper sagte vor dem Start in die Rückrunde mit acht Punkten Rückstand auf den FC Zürich: «Wir haben noch zwei Direktbegegnungen, dann bleiben noch zwei Punkte Rückstand.» Als sei es eine Selbstverständlichkeit, dass YB den FCZ zweimal besiegt und sowieso unaufhaltsam durch die Liga schreitet.
Und nun haben die Berner sechs Partien absolviert, drei Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage – und der Rückstand ist auf 13 Punkte angewachsen. Was ist los mit YB?
Das Muster der Punktverluste
«Es ist so, dass wir hinter den eigenen Ansprüchen hinterherhinken», sagt der Sportchef Christoph Spycher. «Wir bringen nicht die Leistungen, die wir von uns erwarten.» Es geht nicht darum, dass eine sportliche Dramatik heraufbeschworen werden müsste, wenn YB nach vier Meistertiteln in Serie nicht mehr oben steht. Aber es fragt sich, was die Gründe sind dafür. Und wie intensiv die Berner diesen Ursachen nachgehen.
Im Herbst 2021 gab es die offensichtlichen Gründe: die Mehrfachbelastung mit Meisterschafts-, Cup- und Champions-League-Spielen, das Verletzungspech, vermeidbare Platzverweise und umstrittene Schiedsrichterentscheidungen gegen YB. Aber von diesen Erklärungsansätzen ist bloss die Sache mit den Verletzten geblieben.
Es hatte etwas Irritierendes, wenn Wagner vor der Rückrunde sagte, YB habe zu wenig Punkte gemacht, «weil wir zu wenig Tore geschossen und zu viele bekommen haben». Es klang allzu banal, und die Irritationen halten an. Auswärts bei St. Gallen und GC gaben die Berner spät den Sieg aus der Hand; gegen Servette indes kassierten sie das entscheidende Tor schon in der dritten Minute und fanden ein Spiel lang keine Antwort. Das Muster, wie YB Punkte verliert, ist ein anderes geworden – es lässt sich nicht auf Pech oder Benachteiligungen zurückführen.
Das Problem muss tiefer gehen, und es liegt nahe, zu fragen, welche Rolle der Kapellmeister spielt. Unter dem neuen Trainer Wagner erreichte YB die Champions League, was sehr viel Geld einbrachte. Wagner stand ein Team zur Verfügung, das im Sommer kaum verändert worden war; es erinnerte an die Konstellation 2018, als Gerardo Seoane eine unerheblich veränderte Meistermannschaft übernahm und in die Königsklasse führte.
Seoane hing die Frage an, wie sehr er bloss das Erbe des Vorgängers Adi Hütter gehütet habe. Aber in Seoanes erster Saison wies YB nach 24 Runden 65 Punkte auf, 22 mehr als heute. Mit Wagner erreicht das Team keine Konstanz. Im Herbst schien es noch, es hole zu wenig heraus aus guten Spielen; mittlerweile erhärtet sich der Eindruck, dass Wagner zu wenig herausholt aus guten Spielern.
Es ist Wagners Schicksal: dass es leichtfällt, zuerst ihn anzuzweifeln, weil sonst nicht viel verändert worden ist – bis in diesem Winter, als YB gleich vier bewährte Spieler abgab, Silvan Hefti, Michel Aebischer, Jean-Pierre Nsame, Christopher Martins. Es war eine mutige Transferstrategie, und auf kritische Nachfragen sagte Spycher, es gehe nicht um eine Aufgabe im Meisterrennen, vielmehr um Vertrauen in die vorhandenen Spieler.
Und er sagt weiterhin, dass jeder Transfer seine Gründe habe, er verteidigt das Vorgehen, weil die Transferphase auch für ihn überraschend verlaufen sei – «ich hätte nie gedacht, dass ich für Jean-Pierre Nsame vier Anfragen aus der gleichen Liga erhalte». Letztlich stimmten die Berner einem leihweisen Wechsel nach Venedig zu, weil sie dem verdienten Stürmer schon mehrmals einen Transfer verwehrt hatten.
«Sehr grosse Enttäuschung»
Alle seien nun gefordert, sagt Spycher, und was selbstverständlich klingt, bekommt etwas Bemerkenswertes. Er ergänzt: «Es ist immer ein Zusammenspiel von vielen Faktoren. Letztlich muss eine Einheit auf verschiedenen Ebenen zusammen in die gleiche Richtung schreiten – und wenn dem nicht so ist, funktioniert es nicht.» Und dem ist nicht so im Moment? «Nein», sagt Spycher.
Nein, es muss nicht sein, dass ein Klub immer wieder Meister wird, gerade in Bern müsste dieses Bewusstsein ausgeprägt sein, nach 32 Jahren ohne Meistertitel bis 2018. Aber Spycher empfände ein Scheitern 2022 als «sehr grosse Enttäuschung». Die Berner wussten, dass sie dereinst nicht mehr Meister würden, aber: «Das ist die realistische Sichtweise. Es gibt auch die perfektionistische Sichtweise. Und in dieser Optik gibt es keinen Platz für den Gedanken, dass wir es heuer nicht schaffen.»
Entscheidend ist, was die Berner im Sommer aus den Erkenntnissen dieser Saison machen werden. Oder sogar schon vorher. Wird YB die Saison mit dem Trainer Wagner beenden? Spycher sagt: «Darauf liegt nicht unser Fokus. Unser Fokus liegt darauf, wie wir wieder unsere Leistung bringen.» Und: «Fussball ist ein Tagesgeschäft, in dem es extrem schnell gehen kann, in alle Richtungen.»
Es sind Worte aus dem Jargon, wie sie von Spycher noch kaum zu hören waren, weil es seit seinem Amtsantritt 2016 nie vorkam, dass ein YB-Trainer in der Kritik stand. Die Worte lassen erahnen, dass die Berner den Ursachen durchaus intensiv nachgehen.
So gesehen bieten die nächsten Wochen Spannung, auch ohne Spannung im Titelrennen. In einem zentralen Bereich haben die Berner am Freitag allerdings Klarheit geschaffen: Der langjährige YB-Mitbesitzer Hans-Ueli Rihs übernimmt die Anteile (53 Prozent) der Nachkommen seines 2018 verstorbenen Bruders Andy und wird alleiniger YB-Eigner. Auch Hans-Uelis Sohn Stefan ist seit 2019 Verwaltungsratsmitglied, und laut Insidern lässt sich das Commitment des Vaters 1:1 auf den Sohn übertragen. Es soll ein Zeichen sein, dass sich der YB-Apparat im Grossen und Ganzen nicht aus der Ruhe bringen lassen will, wie gross die Enttäuschung nach dieser Saison auch immer sein wird. https://www.nzz.ch/sport/fussball-warum ... ld.1672903
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shalako
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Verfasst: Samstag 5. März 2022, 13:03 |
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05.03.2022  Zitat: «Das alles vermisse ich bei Wagner»
Kubi rät YB zum Trainerwechsel
Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz optiert für einen Trainerwechsel bei YB. Weil diese Meisterschaft einer Bankrotterklärung gleichkomme. Und David Wagner der Hauptgrund dafür sei.
Ich bin hin- und hergerissen, ob nun die Spieler Hauptschuldige der Bankrotterklärungs-Saison von YB sind oder der Trainer. Unter dem Strich sind es die Spieler, welche den Hunger nach vier Titeln in Serie vermissen liessen. Und nicht der Coach. Und doch: Es ist David Wagner, der es nicht verstanden hat, dieses Feuer zum Lodern zu bringen. Einen unbändigen Hunger auf einen fünften Titel zu wecken.
Und mit der ersten Rückrunden-Niederlage ist YB noch mehr in Rücklage geraten. Gerade in solchen Situationen muss ein Trainer Emotionen wecken und neue Impulse setzen können. Dann muss er auch an der Linie initiativer werden. Das alles vermisse ich bei Wagner.
Bei YB läuft im Moment alles im gleichen gemütlichen Trott. Ob man gewinnt oder verliert. Wenn man siegt, ist es okay. Wenn man verliert, auch. Ausser Durchhalteparolen kommt da nichts. Spycher ist auf dem Boden der Realität gelandet
So ist denn auch Sportchef Christoph Spycher hoch unzufrieden. Das lässt er im Interview mit Blick eindeutig durchschimmern. Natürlich spricht er auch das Verletzungspech und die vielen Wechsel in der Winterpause an. Aber Verletzungen hatte YB in den Meisterjahren auch. Und die Wechsel? Nun, man muss sich daran gewöhnen, dass in Zukunft im Winter immer mehr Transfers getätigt werden. Weil dann Löcher im Kader gestopft werden müssen. Die Eingewöhnungszeit von solchen «Notnägeln» ist naturgemäss länger. So wie bei YB mit den Fällen Racioppi, Niasse und Varga.
Das ist auch für Spycher eine neue Erfahrung. Denn bisher wurde fast alles, was er anfasste, zu Gold. Nun hat er erstmals mit ernsthaften Widerständen zu kämpfen. Er ist auf dem Boden der Realität gelandet.
Bei Wagner kommt die fehlende Erfahrung im Führen eines Topteams hinzu, das sich gewohnt ist, zu gewinnen, und dessen Anspruch es ist, jedes nationale Spiel zu dominieren. Diese Erfahrung gemacht zu haben, ist für einen Trainer, der ein Spitzenteam trainieren will, fundamental.
Ein Wechsel jetzt bringt nichts
Und so bleibt unter dem Strich die Erkenntnis, dass YB gut daran täte, den Trainer zu wechseln. Natürlich wird man nun einwenden, bei Adi Hütter habe man schliesslich auch Geduld bewiesen. Ja, aber damals war YB noch nicht vierfacher Meister mit dem Anspruch und dem Kader, es ein fünftes Mal zu werden. Logisch, dass die Geduld kleiner geworden ist und die Champions League nicht mehr reicht, um die miserable Meisterschaft zu kaschieren …
Ein sofortiger Wechsel bringt allerdings nichts. Wagner wird mit diesem Team Platz zwei holen. Das im Normalfall maximal Mögliche. Aber im Sommer muss ein neuer Übungsleiter her. Wenn der zurückhaltende Spycher explizit sagt, dass es im Fussball keine Garantien gebe, dann bedeutet das in Klartext konvertiert, dass die Zeit des Trainers abgelaufen ist. Es sei denn, YB will nochmals solch eine Bankrott-Meisterschaft erleben. Mit dreizehn Punkten Rückstand …
So schlecht ist die YB-Saison wirklich
Wie schlecht die YB-Saison ist, dokumentieren nicht nur die 13 Punkte Rückstand auf Leader FCZ. Sondern auch die Anzahl Niederlagen: fünf. Letztmals so viele Nuller nach 24 Runden hatte YB 2015 auf dem Konto gehabt. Der Trainer damals: Uli Forte. Eine Saison zuvor waren es gar acht Schlappen unter Forte gewesen. Ab 2016 und Adi Hütter gabs immer nur maximal vier Niederlagen nach 24 Runden. Meistens sogar bis Ende Saison! https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 91235.html
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2022, 01:37 |
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06.03.2022  Zitat: Was passiert mit YB-Wagner?
Das sagt Captain Lustenberger zur Trainer-Diskussion
YB-Captain Fabian Lustenberger dementiert Probleme zwischen Team und Trainer David Wagner. Dieser steht nun in Lausanne unter ultimativem Siegzwang.
Nun auch zuhause! Hatte YB gegen St. Gallen und GC in letzter Minute noch je zwei Punkte auswärts abgegeben, so ist das dem bald entthronten Meister beim 2:2 gegen den FC Luzern auch im Wankdorf passiert, wo die Jahresbilanz bislang makellos war. «Nun hats uns auch zuhause erwischt», sagt auch Captain Fabian Lustenberger. «Das ist bitter und widerspiegelt die ganze Saison.»
Bitter und enttäuschend
Vier Jahre lang habe YB diese Situation nicht gehabt, sagt der Luzerner, der im Sommer 2019 zu den Bernern stiess, dass man Vorsprünge über die Runden brachte. «Nun gelingt uns das nicht. Das ist enttäuschend.» Und bei solchen Enttäuschungen setzen oft gegenseitige Vorwürfe ein. Doch Lustenberger dementiert Gräben in der Kabine. «Da ist alles ruhig. Aber natürlich ist die Stimmung nicht dieselbe, wie wenn wir fünfzehn Punkte Vorsprung hätten. Das ist auch menschlich.»
Lustig, dass Lusti gerade die Zahl 15 nennt, um einen YB-Vorsprung zu dokumentieren. Denn nun sind es die Berner die ebendiesen unglaublichen, ja wahnsinnigen Rückstand auf den FCZ haben. «Das ist wahnsinnig», pflichtet der Captain bei. «Aber der FCZ bringts auf den Platz. Und solange wir unsere Spiele nicht gewinnen und Federn lassen, müssen wir gar nicht schauen, was die anderen machen.»
Keine Probleme zwischen Spielern und Trainerteam
Und die Rolle von Coach David Wagner in diesem Kontext? Probleme zwischen Team und Trainer dementiert Lustenberger vehement. Die Trainerfrage sei öffentlich und nicht intern gestellt worden. «Vielmehr muss man dazu nicht sagen. Wir arbeiten tagtäglich. Wenn man sieht, was wir in der zweiten Halbzeit aufs Feld gebracht haben, stellt man fest, dass es zwischen Spielern und Trainerteam funktioniert. Nein, die Frage stellt sich mir nicht.»
Und doch: Fragen stellen sich in Bezug auf David Wagner. Viele gar. Die Hauptfrage ist: Was passiert mit dem Coach, sollte es YB nicht gelingen am Sonntag beim abgeschlagenen Schlusslicht Lausanne zu gewinnen. Sportchef Christoph Spycher müsste sich ernsthaft mit einer Trainerentlassung befassen. Es wäre für ihn Neuland. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 94429.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 8. März 2022, 16:49 |
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08.03.2022  Zitat: Wagner-Nachfolger beim Meister
«YB braucht jetzt eine Schweizer Lösung»
Meister YB entlässt nach zuletzt durchzogenen Leistungen ihren Trainer David Wagner: Andreas Böni, Stv. Chefredaktor Sport, erzählt jetzt, welcher Trainer YB wieder zur alten Stärke zurück helfen kann. https://www.blick.ch/sport/fussball/am- ... 99218.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 8. März 2022, 16:59 |
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08.03.2022  Zitat: YB: Car holt 40 Ukrainer in Not ins sichere Berner Oberland
Der Meister-Car von YB ist auf der Rückreise aus Polen. An Bord sind diesmal aber keine Spieler: Die Chauffeure bringen 40 flüchtende Ukrainer in die Schweiz.
Das Wichtigste in Kürze
- Unter anderem in Przemyśl warten viele Ukrainer darauf, in Sicherheit gebracht zu werden. - Bilder zeigen volle Lagerhallen mit Kriegs-Flüchtenden in Not. - 40 davon stiegen heute morgen in den YB-Car ein und fahren derzeit in die Schweiz. - Nau.ch hat mit den YB-Chauffeuren und dem Car-Besitzer über die Reise gesprochen.
Normalerweise fahren Istvan Müller und Claude Blatter die erste Mannschaft von YB an die Heim- und Auswärtsspiele. So auch am letzten Samstag beim 2:2-Remis gegen Luzern.
Diese Woche sind die Chauffeure von Fassnacht, Siebatcheu & Co. auf einer ganz anderen Mission.
In der Nacht auf Montag sind die beiden in Richtung ukrainische Grenze losgefahren. Nach langer Reise erreichte der gelb-schwarze Car in der Nacht auf Dienstag die polnische Ortschaft Przemyśl. «Es sind unglaublich viele Menschen hier», sagt Blatter zu Nau.ch.
Von Przemyśl geht es weiter nach Krakau, insgesamt werden 40 ukrainische Kinder und Frauen in den YB-Car einsteigen. Gemeinsam mit Blatter und Müller reisen sie in die sichere Schweiz. «In Frutigen werden sie in Ferienwohnungen und weiteren Unterkünften in Sicherheit gebracht», sagt Blatter.
In einer Spendenaktion wurden zuvor Hilfsgüter gesammelt. «Der Car war voll mit Medikamenten, Desinfektionsmitteln, Baby-Nahrung und vielem mehr», erzählt Blatter. Nun habe man die Sachen abgeladen, sie werden an die Menschen in Not verteilt. «Es ist alles organisiert.»
Ukraine-Reise mit YB abgesprochen
Das Ganze sei auf Initiative von Lina Schmid und Angela Blaser zustande gekommen. Erstere kenne Blatter und habe sich erkundet, ob er womöglich mit dem YB-Car an die Ukraine-Grenze fahren könnte.
Blatter fragte bei Beat Ackermann nach. Er ist Geschäftsführer von «edelline», welche seit 2020 als Goldsponsor für den YB-Car zuständig ist.
Ackermann sagt am Telefon zu Nau.ch: «Als der Chauffeur zu mir kam und fragte, ob er den Car brauchen darf, sagte ich ‹ja, natürlich›. So können wir etwas Gutes tun – auch wenn es nur etwas ganz kleines ist.»
Ackermann habe sich anschliessend noch kurz mit YB-CEO Wanja Greuel unterhalten. YB braucht den Bus derzeit nicht, so stand der speziellen Reise nichts mehr im Weg.
Spender bezahlen Benzin für die Fahrt
Müller und Blatter fahren die Strecke unentgeltlich. «edelline» stellt den Car zur Verfügung. Das Geld für den Sprit wurde in einer Spendenaktion gesammelt. «Die Leute fanden es offenbar eine gute Aktion, das Geld war schnell zusammengetrieben», so Blatter.
Irgendwann in der Nacht auf Mittwoch sollten Blatter und Müller gemäss Plan in der Schweiz ankommen. Am nächsten Sonntag kehrt dann der Alltag zurück: YB spielt – erstmals ohne den entlassenen Trainer David Wagner – auswärts gegen Lausanne. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ca ... d-66125187
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shalako
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Verfasst: Dienstag 8. März 2022, 22:38 |
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08.03.2022  Zitat: YB: Hier kommen die heissen Kandidaten auf den Trainerjob!
Wer trainiert ab Sommer den Noch-Meister YB? Sportchef Christoph Spycher hat bisher gezeigt, dass er meistens auf eine Überraschungslösung setzt.
Das Wichtigste in Kürze
- David Wagner muss seinen Posten als YB-Trainer bereits wieder räumen. - Sportchef Christoph Spycher installiert Interims-Trainer Matteo Vanetta. - Für die Trainersuche haben die Berner jetzt reichlich Zeit.
Es ist noch kein Jahr her, dass YB einen neuen Trainer suchen muss. Nach dem Abgang des dreifachen Meistertrainers Gerardo Seoane lässt sich Sportchef Christoph Spycher viel Zeit, präsentiert David Wagner. Jetzt muss «Wuschu» schon wieder auf Trainersuche.
Die Zeit von David Wagner in Bern ist bereits wieder vorbei. Es ist die erste Trainerentlassung in Bern seit der Trennung Uli Forte vor fast sieben Jahren. Mit der Beförderung von Matteo Vanetta vom Assistent zum Interims-Trainer, hat YB für die Trainersuche jetzt erneut viel Zeit.
Nau.ch nennt einige Namen, die auf Spychers Zettel stehen könnten.
Raphael Wicky (44) ist seit September 2021 wieder verfügbar, sein Engagement bei Chicago Fire endet nach 51 Spielen. Der Walliser hat einen guten Ruf. Auch wenn seine Amtszeit beim FC Basel mit dem ersten YB-Titel seit 32 Jahren endet.
Fabio Celestini (46) ist nicht zum ersten Mal als Kandidat bei den Bernern. Sein Offensivfussball würde zum Club passen, zudem spricht er Französisch und hat sein Deutsch verbessert.
Seit seiner Entlassung in Luzern ist er vereinslos, hat sich aber auch ungeschickt geäussert. So erklärte er in «Le Matin Dimanche» im November, dass er den Job bei Basel oder YB «nie erhalten werde.»
Seit wenigen Tagen ist Marc Schneider (41) wieder verfügbar. Der ehemalige Thun-Trainer ist seinen Job beim belgischen Zweitligisten Waasland-Beveren los. Optimales Timing? Er würde gut zu YB passen, hat auch eine Vergangenheit als Spieler.
Matteo Vanetta (43) hatte schon nach dem Abgang von Gerardo Seoane Aussenseiterchancen als YB-Trainer. Er weist aber viel zu wenig Erfahrung aus. Jetzt wird der Tessiner immerhin temporär zum Chef befördert. Leistet er in den elf verbleibenen Runden gute Arbeit, sammelt er Argumente in eigener Sache.
Eine Lösung mit ganz viel Stallgeruch wäre Thomas Häberli (47). Die YB-Legende ist derzeit Nationaltrainer in Estland, macht dort einen hervorragenden Job. Und natürlich fehlt bei einer Trainersuche auch der Name Bruno Berner (44) in den letzten Jahren nicht. Doch der aktuelle U19-Natitrainer landete nach seiner Zeit in Kriens weder bei GC, YB noch in Basel.
Wenn die bisherige Trainersuche unter Christoph Spycher eine Erkenntnis bringen, dann die, dass man am besten auf den «Mister X» setzt.
Weder Gerardo Seoane noch David Wagner hatte man vor deren Ernennung auf dem Zettel. Gut möglich, dass «Wuschu» auch dieses Mal alle überrascht. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-hi ... b-66125219
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 9. März 2022, 20:30 |
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09.03.2022  Zitat: So nachhaltig ist die Super League
Der FC Basel führt die Fussballschweiz an
Kompostierbare Bierbecher und Frauen in Führungspositionen – all das trägt zur Nachhaltigkeit eines Fussballclubs bei. In der Schweiz besteht Nachholbedarf.
Fussballclubs sind erfolgsorientiert. Es geht um Siege und Titel – und die damit verbundenen Einnahmen. Doch sportlicher und finanzieller Erfolg sind nicht alles. Ein dritter Faktor wurde in den letzten Jahren immer bedeutender: Nachhaltigkeit. Wie andere wirtschaftliche Unternehmen werden auch Sportclubs zunehmend daran gemessen. Fans fordern von ihren Vereinen, sich für Gemeinschaft und Umwelt einzusetzen. Wie die Mitglieder des FC Bayern, die den Club für seine Nähe zu Katar kritisierten, oder die Fans von Schalke, die sich nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine für das Fallenlassen von Hauptsponsor Gazprom einsetzten.
Auch in der Schweiz fragen sich immer mehr Fans, wie nachhaltig ihr Lieblingsclub sei und ob er sich auch über den Sport hinaus für Umwelt und Gemeinschaft einsetze. Antworten liefert nun ein Ranking von der Non-Profit-Organisation Responsiball. In diesem werden die Clubs der Super League und der Women’s Super League aufgrund einer Studie zur Nachhaltigkeit bewertet und auch im internationalen Vergleich eingeordnet. Als Massstab wird der ESG-Index verwendet, nach diesem werden Unternehmen für ihr Engagement in den Bereichen Umwelt, Gemeinschaft und Governance beurteilt.
Die beiden dominanten Teams der letzten Jahre stehen auch im Ranking von Responsiball zuoberst. Der FC Basel erfüllt die untersuchten Kriterien am besten, dahinter folgt YB. Die Zürcher Clubs FCZ und GC teilen sich den dritten Platz mit dem FC Luzern.
Die Studie stellt einen Zusammenhang zwischen sportlichem Erfolg und einem höheren ESG-Wert fest, es sei aber schwierig zu sagen, ob das eine vom anderen abhänge, sagt Rolf Schwery von Responsiball. Wahrscheinlicher sei, dass mit den finanziellen Mitteln ein dritter Faktor mitspiele und zwischen den drei Faktoren ein gegenseitiger Einfluss bestehe.
Man könne aber auch mit einem kleineren Budget und geringerem sportlichem Erfolg nachhaltig sein. Das zeigt der Challenge-League-Club Vaduz, der als Absteiger aus der Super League ebenfalls untersucht wurde und etwas überraschend auf dem sechsten Platz steht. Am anderen Ende des Spektrums schneiden Lausanne und Sion von den Super-League-Clubs am schlechtesten ab. Lediglich Yverdon, das nur bei den Frauen in der höchsten Liga vertreten ist, weist einen noch schlechteren Wert auf.
Welche guten Beispiele gibt es in der Schweiz?
Frauen werden immer stärker in die Vereine integriert. Acht der zehn Super-League-Teams haben auch in der höchsten Frauenliga ein Team. Auch auf der Führungsebene werden immer mehr Vertreterinnen eingebunden, der FC Basel geht mit drei Verwaltungsrätinnen als bestes Beispiel voran. Zudem engagieren sich die Clubs auch in der Gemeinschaft mit einigen Projekten, wie zum Beispiel der FC Zürich, der Asylsuchenden und Flüchtlingen immer wieder Gratiseintrittskarten zur Verfügung stellt, oder YB, das sich gemeinsam mit Pro Mente Sana für die psychische Gesundheit der Spieler und Mitarbeiterinnen einsetzt.
Die tiefsten Werte haben die Schweizer Clubs im Bereich Umwelt, doch auch hier gibt es einige Vorbilder. Der FC Luzern beispielsweise bietet der grössten Solaranlage der Schweiz Platz auf dem Stadiondach. Weiter wird positiv vermerkt, dass in Vaduz und Basel beim Kauf eines Spieltickets auch die Anreise im öffentlichen Nahverkehr inklusive sei. Wobei im Fall von Basel erwähnt werden muss, dass diese Vorgaben von der Politik kamen und der FCB sich zunächst dagegen gewehrt hat – wie bei der Einführung der Mehrwegbecher. Die Liechtensteiner pflegen ausserdem eine lokale Einkaufskultur und verwenden kompostierbare Einwegbecher im Stadion.
Wo gibt es Verbesserungspotenzial?
Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass die Schweiz in allen Bereichen eher mittelmässig dasteht. In der Rangliste von 24 Ländern liegt sie nur auf dem 13. Platz. Bei den Clubs ist der FC Basel als bester Schweizer Vertreter 29. Schwery sagt dazu: «Die meisten Clubs haben das Thema Nachhaltigkeit noch nicht strategisch angepackt. Es wäre aber höchste Zeit dazu.» In anderen Ländern ist das schon längst der Fall: Viele englische Clubs haben beispielsweise eigene Stiftungen, die Projekte fördern, und Deutschland dient als Vorbild in Sachen Umwelt, weil dort diesbezüglich eine klare Politik herrscht.
Bei den Zürcher Clubs fällt vor allem der geringe Umwelt-Wert auf. Der Hauptgrund dafür ist der Letzigrund, das Stadion, das sich der FCZ und GC teilen. Weder werde die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefördert, noch gebe es eine lokale Beschaffungsstrategie, heisst es bei Responsiball. Zudem seien die Mehrwegbecher wieder abgeschafft worden und über wassersparende Massnahmen sowie Abfalltrennung sei nichts bekannt. Anders als beispielsweise der St. Jakob Park oder das Wankdorf in Basel und Bern gehört der Letzigrund aber der Stadt Zürich und wird auch von dieser betrieben.
Auch bei der Transparenz sieht Schwery Verbesserungspotenzial. Einen Nachhaltigkeitsbericht, wie er unter anderem bei Juventus Turin oder Wolfsburg bereits Standard ist, veröffentlichen in der Schweiz nur wenige Clubs. Dies hänge auch damit zusammen, dass Nachhaltigkeit in der Schweiz erst seit kurzem ein Thema sei und die Vereine stärker mit der Pandemie beschäftigt gewesen seien oder sich hauptsächlich auf den Fussball konzentrieren wollten.
Wieso sind diese Bereiche für die Clubs wichtig?
Rolf Schwery schreibt den Clubs durch das grosse Interesse seitens der Öffentlichkeit eine Vorbildfunktion zu. Dazu komme, dass die Vereine während der Pandemie auch mit staatlichen Geldern unterstützt worden seien und deshalb transparent damit umgehen und diese auch nachhaltig verwenden sollten. Schwery glaubt zudem, dass die Fans ihrem Club sportlich schwierige Zeiten eher verzeihen, wenn sie ein Mitspracherecht haben oder sich der Verein auch in der Gemeinschaft engagiert. «Nachhaltige Unternehmen sind krisenresistenter», sagt er, das gelte auch im Fussball.
Auch die Sponsoren legen immer grösseren Wert auf Nachhaltigkeit und erwarten das auch von den Clubs, die sie unterstützen. So gab die Basler Kantonalbank am Mittwoch bekannt, das Sponsoring beim FC Basel nach 15 Jahren auslaufen zu lassen, da sie neu konsequent einen Fokus auf Nachhaltigkeit setzen wolle. In dieses Konzept passe das Sponsoring beim FCB nicht.
Was tut sich derzeit in der Schweiz?
Die Swiss Football League teilte auf Anfrage mit, dass man an einer Strategie arbeite, in der Themen wie der Nachhaltigkeit eine grössere Bedeutung zukommen solle als bisher. Auch die Erkenntnisse aus dem Ranking von Responsiball würden in den Prozess einfliessen. So dürfte die Schweiz sich in den ESG-Bereichen weiter verbessern, bereits von 2020 bis 2021 war ein klarer Fortschritt bei den Gemeinschafts- und Umweltwerten zu erkennen.
Auch die Verbände und die Uefa unterstützen immer mehr Projekte. Um einen langfristigen Aufwärtstrend zu erreichen, müssten diese Themen in die Strategie der Clubs und Ligen aufgenommen werden, sagt Schwery. «Wenn das Thema Nachhaltigkeit nur als PR-Kampagne verstanden wird, ist es schnell wieder weg. Wenn aber langfristige Projekte wie die Installation von Solardächern oder Programme mit Geflüchteten und Migranten lanciert werden, können diese nicht einfach wieder abgebrochen werden, wenn der sportliche Erfolg fehlt.»
So wird bewertet
Die drei Bereiche Umwelt, Gemeinschaft und Governance setzen sich aus einzelnen Kriterien zusammen, welche in der Studie bewertet wurden. Dafür wurden die Informationen, welche die Clubs öffentlich zugänglich machen, untersucht.
Umwelt: Hier ist unter anderem relevant, wie viel CO₂ ausgestossen wird, ob die Anreise der Zuschauer durch öffentliche Verkehrsmittel unterstützt wird oder wie viel Wasser und Energie der Club benötigt.
Gemeinschaft: In diesem Bereich ist wichtig, dass das Stadion für alle Menschen barrierefrei zugänglich ist, dass der Club beispielsweise mit Schulen zusammenarbeitet und dass er mit Fans in Dialog tritt sowie für deren Sicherheit im Stadion sorgt.
Governance: Hier geht es um die Vereinsführung und die Struktur des Clubs. Der Transparenz in Sachen Finanzen und Entscheidungsfindung kommt eine grosse Bedeutung zu, ausserdem sollen die Fans im Club repräsentiert sein und ein Mitspracherecht haben. Weiterhin wird Wert darauf gelegt, dass eine Politik der Chancengleichheit herrscht und auch mindestens eine Frau zum Vorstand gehört. https://www.bernerzeitung.ch/yb-sorgt-s ... 4333710165
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shalako
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Verfasst: Freitag 11. März 2022, 00:17 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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10.03.2022  Zitat: Nach den ersten Trainings
YB mit Vanetta: Der Frühlingsduft hat Stallgeruch
Dem neuen Chef bei den Young Boys ist fast alles schon bekannt – und mit Steve von Bergen und Harald Gämperle bekommt er zwei frühere Weggefährten zur Seite gestellt.
Mit der Erde dreht sich auch die Fussballwelt, und nicht zuletzt deshalb hat man manchmal das Gefühl, dass auf der anderen Seite irgendwann wieder auftaucht, wer sich auf die eine Seite davonmacht. Vielleicht hat sich das Matteo Vanetta so gedacht, damals, 2017, als er zu YB kam und auf viele bekannte Gesichter traf, Sportchef Christoph Spycher, später Trainer Gerardo Seoane. Und tatsächlich denkt sich das Matteo Vanetta so, jetzt, 2022, als er bei YB als neuer Cheftrainer Auskunft gibt, während ihm neue, alte Gesichter entgegenkommen.
Es ist gerade einiges im Fluss bei den Young Boys, und lässt Bewegung in der Regel Neues vermuten, so lassen sich die jüngsten Mutationen in Bern ganz gut unter «Zurück in die Zukunft» verbuchen. Am Montag hat sich YB von David Wagner getrennt, einem Trainer, der im sich immer enger verzahnenden Konstrukt beim Meister eigentlich für neue Impulse sorgen sollte. Mit der Trennung gab der Verein bekannt, dass der ersten Mannschaft ab sofort Vanetta vorstehen soll, der bisherige Assistent, und als offizielle Interimslösung dafür zuständig, den Young Boys ebendiesen Impuls zu geben, «der aus der alten Konstellation heraus nicht mehr kam», wie Sportchef Spycher sagt.
Vanetta steht am Mittwochmittag vor seinem x-ten Training in Bern, vor seiner dritten Einheit als Cheftrainer. «Viel Energie», hat er erlebt, auch Freude, vor allem aber «eine gute Stimmung, eine, die auch Fehler erlaubt». Es sind die Dynamiken eines Hierarchiewechsels: Ent- wo vorher Anspannung war, moderaterer Druck, ein betont lockerer Umgang.
Ein Trio wie damals
Vor Vanetta stehen Mikrofone und Kameras, «das habe ich nie gesucht», jetzt gehöre es halt dazu. Hinter ihm bereitet sich der Staff auf das Training vor, und hier kommt das sich stetig drehende Fussballrund aufs Neue ins Spiel, weil zu diesem Staff neu Steve von Bergen und Harald Gämperle gehören. Von Bergen, einst Verteidiger und Nationalspieler, Schweizer Meister mit dem FCZ, vor allem aber einer der absoluten Schlüsselcharaktere des leid- und lustvollen Aufstiegs der Young Boys von titelfreien Pechvögeln zu erfolgsgestählten Überfliegern. Gämperle, geübt im Auf- und Abtauchen, mal als Co-Trainer, dann als Interimschef, mal beim FCZ, dann bei YB, auch schon zweimal in Deutschland bei Hertha Berlin, gemeinhin ein gestrenger Übungsleiter und in den Berner Meisterjahren bis 2019 zuständig für die Standardsituationen.
Die beiden sollen Vanetta unterstützen, vorläufig bis Saisonende, Gämperle als Assistent, von Bergen als Defensivtrainer. Bei den dreien drängt sich das Bild des Triumvirats auf, wie es Vanetta bereits mit Spycher und Seoane bildete, damals, 2018, unter einer anderen Koordinate auf besagtem Fussballrund.
Auf den Jahrgang 1978 einigten sich damals die Garanten der YB-Erfolge. Spycher, geboren am 30. März, hat als Sportchef dafür gesorgt, dass Vanetta, geboren am 6. August, zum Verein stösst. Später hat er auch Seoane, geboren am 30. Oktober, nach Bern geholt, mit dem Innerschweizer als Cheftrainer erreichte YB, wie man heute weiss, den vorübergehenden Höhepunkt der vergangenen Jubeljahre. Spycher, Vanetta, Seoane – bei YB haben sich die drei getroffen, in ihren Karrieren zuvor immer mal wieder gestreift.
Heute ist Seoane Trainer in der Bundesliga, auch, weil ihn Spycher zu YB geholt hat, vielleicht auch, weil ihm Vanetta während dieser Zeit als Assistent zur Seite stand. Und jetzt ist Vanetta für YB ein gar nicht mal so unplanmässiger Cheftrainer. Als Spieler hat der in Agno aufgewachsene Tessiner Jahre in der Romandie verbracht, als Trainer war er länger für Servette tätig. Geblieben ist ihm davon eine Sprachgewandtheit, die an seinen einstigen Chef Seoane erinnert: Die inoffizielle YB-Amtssprache Französisch beherrscht er nicht nur wegen seiner Unterwalliser Frau fliessend, Italienisch ist seine Muttersprache, auf Deutsch parliert er wortgewandt.
Frühmorgens: Telefonieren mit Seoane
Spycher zeigte sich von diesem Profil früh angetan. Längst hat Vanetta einen engen Draht zu dieser Mannschaft, die sich seit Seoane nun doch einigermassen verändert hat und in der er seit vergangenem Sommer unter dem Deutschen Wagner auch dafür sorgen musste, dass die Ideen vom Trainer zu den Spielern fanden. «Ich bin tatsächlich etwas in die Rolle des Übersetzers hineingewachsen zuletzt. Aber es ist immer am besten, wenn ein Trainer direkt mit den Spielern kommunizieren kann.»
Und so wittern die Young Boys mit Vanetta, von Bergen und Gämperle einen Frühlingsduft mit viel Stallgeruch und stehen vor Wochen, in denen sie verlorenes Vertrauen mit viel Besinnung auf Bewährtes wettzumachen versuchen. «Die Werte vom Verein passen gut zu den Werten, die ich habe», sagt Vanetta. Am Dienstag, seinem ersten ganzen Tag als Cheftrainer von YB, hat Vanetta um 6.45 Uhr als Erstes mit Seoane telefoniert. «Ich sehe ihn als fixen Teil von YB», sagte Seoane 2018 der NZZ. «Er ist gerade sehr beschäftigt, wenn, dann hat er nur frühmorgens Zeit», sagt Vanetta und lacht.
Gleichzeitig erscheinen auf der imaginären Liste der YB-Trainerkandidaten die ersten Namen. Am Wochenende wurde Marc Schneider bei Waasland-Beveren in Belgiens zweiter Liga entlassen, andere wie Raphael Wicky sind schon seit Monaten ohne Job, Trainer wie Bruno Berner mittlerweile beim Verband untergekommen. Doch braucht es sie überhaupt, diese Liste? «Im Vordergrund steht jetzt, wie wir die besten Voraussetzungen für Vanetta schaffen können», sagt Sportchef Spycher.
Und Vanetta selbst? «Ich überlege mir nicht, was meine Rolle dereinst sein könnte.» Für sich wird er wissen, dass er gute Karten hat, auch über den vereinbarten Sommer hinaus bei YB als Cheftrainer zu dienen, wenn es ihm gelingt, den zurzeit so grossen Rückstand auf den FCZ signifikant zu verkleinern. Mit der Erde dreht sich auch die Fussballwelt – gut möglich, dass Vanetta sich dieser Rotation noch eine Weile widersetzen kann. https://www.bernerzeitung.ch/yb-mit-van ... 9425814030
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