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 Beitrag Verfasst: Samstag 16. Oktober 2021, 23:40 
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YB - Luzern 1:1

Der karge Berner Lohn kommt in der Nachspielzeit

YB muss gegen Luzern 50 Minuten lang in Unterzahl spielen, ärgert sich über den VAR – und trifft nach dominanter Vorstellung doch noch zum Ausgleich.

Ausgerechnet bei YB, ausgerechnet beim Meister. In Bern läuft zwischen den Young Boys und dem FC Luzern die Nachspielzeit, und der zuletzt so verzweifelt dem Erfolg hinterherrennende FCL steht kurz vor seinem ersten Sieg der Saison. 93 Minuten sind schon rum, YB-Stürmer Elia legt noch ein letztes Mal quer, am Pfosten steht Ngamaleu und trifft.

Es ist ein ernüchterndes Ende für den FCL, weil von den viel zitierten elf Freunden beim Gegner seit der 39. Minute nur noch deren zehn auf dem Platz stehen. Martins sieht Gelb in der 29. Minute, als er den Penalty verursacht, den Schulz zur Luzerner Führung verwandelt. Zehn Minuten später tritt Martins im Mittelfeld Ugrinic auf den Fuss, wieder Foul, wieder Gelb, Platzverweis.

Von der Unterzahl macht sich bei YB nie etwas bemerkbar

Davon macht sich im Spiel nie etwas bemerkbar. YB tut, was von YB in einem Heimspiel gegen Luzern erwartet wird, ist in jeder Phase des Spiels überlegen, mit einem deutlichen Übergewicht bei Ballbesitz, Corner und Torschüssen. Der Berner Goalie von Ballmoos muss in der zweiten Halbzeit ein einziges Mal eingreifen, auf der anderen Seite macht Luzerns Vasic ein grosses Spiel. Gegen Garcia hält er, mehrfach gegen Ngamaleu, einmal zeigt er zwei Glanzparaden in der gleichen Minute.

Und einmal hat Luzern den VAR auf seiner Seite. Nach 53 Minuten ist ein Berner Treffer überfällig, Ngamaleu bringt den Ball zur Mitte, Fassnacht trifft aus dem Rückraum. Der Schiedsrichterassistent zeigt Offside an, der VAR überprüft. «Wir waren uns alle sicher, dass das Tor zählt», sagt YB-Trainer Wagner, weil auch von der Bank aus zu sehen ist, dass Luzerns Wehrmann den Ball zum knapp abseits stehenden Ngamaleu spitzelt und nicht YB-Aufbauer Sierro. Ergo: kein Offside.

Das Tor wird auch geprüft – und dennoch aberkannt. Der Videoassistent dürfte Wehrmanns Zuspiel als Ablenker taxiert haben, wonach keine neue Spielsituation entsteht und demnach doch ein Abseits vorliegt.

Es ist ein Rückschlag, von dem sich die Young Boys nicht weiter beeindrucken lassen. Wagner lässt munter weiter angreifen, bringt mit Kanga und Mambimbi weitere Offensivkräfte. Er sieht, wie seine Mannschaft in Unterzahl den Gegner an die Wand spielt, was er später als «richtig, richtig stark» beschreibt.

Der FCL hingegen zeigt eine eigentümliche Interpretation des Überzahlspiels. Mit ihrem fast verbissenen Ballbesitzfussball ist für die Mannschaft von Trainer Celestini meist schon im Mittelfeld Schluss, der eine Mann mehr macht sich nie bemerkbar. «Wir waren jetzt zweimal nicht schlecht gegen YB», befindet Celestini später und erinnert an das 3:4 zum Saisonstart, als Luzern eine 3:1-Führung preisgab und den letzten Treffer bereits damals in der Nachspielzeit kassierte. «Mit einer Minute weniger in beiden Spielen stehen wir mit vier Punkten gegen YB da», rechnet Celestini vor.

Nur dass er in Bern mit einem Mann mehr hätte drei Punkte gewinnen können, diese Rechnung lässt er ausser Acht.


https://www.bernerzeitung.ch/der-karge- ... 3792839090

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Oktober 2021, 18:56 
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Zu Unrecht aberkanntes YB-Tor

Sogar der Schiedsrichterchef ärgert sich über den Fehlentscheid

Nach dem 1:1 gegen Luzern herrschen bei den Young Boys gemischte Gefühle. Einzig bei der Bewertung des zunächst aberkannten Ausgleichs sind sie einer Meinung – und erhalten recht von höchster Stelle.

Für einen kurzen Moment sind sich die YB-Spieler uneinig. Ist dieses 1:1 zu Hause gegen Luzern nun ein gutes Resultat oder überwiegt der Ärger, den verdienten Sieg und damit den Sprung an die Tabellenspitze verpasst zu haben? Sandro Lauper hat eine klare Meinung. Als Schiedsrichter Stefan Horisberger am Samstagabend die Partie abpfeift, schlägt er mit der Faust gegen den Ball. Frust. Wenige Schritte hinter ihm ballt Jordan Lefort die Faust. Freude.

Beides sind verständliche Reaktionen, wenn man trotz rund 55-minütiger Unterzahl in der 94. Minute noch den Ausgleich erzielt, aber bis zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Chancen verpasst – und auf höchst umstrittene Weise ein Tor aberkannt erhält. YB-Mittelfeldspieler Michel Aebischer spricht nach der Partie von entsprechend gemischten Gefühlen.

Eine klare Meinung haben die Young Boys zur Szene in der 55. Minute, als Christian Fassnacht zum 1:1 trifft. Vermeintlich. Denn der Linienrichter erkennt ein Offside, das der VAR nach kurzer Überprüfung bestätigt, zur Überraschung der Berner. «Als ich hörte, dass auf Abseits gecheckt wird, war für mich klar, dass das Tor zählen würde», sagt David Wagner bei der anschliessenden Medienkonferenz. Der YB-Trainer irrt sich, weshalb er danach findet: «Das ist nicht akzeptabel.» Dabei nimmt er Schieds- und Linienrichter in Schutz, ärgert sich aber über Sven Wolfensberger und David Schärli, die in Volketswil die TV-Bilder konsultieren können. «Mit relativ entspanntem Puls», merkt Wagner an. «Ich weiss nicht, wie man das nicht richtig entscheiden kann.»

Der Schiedsrichterchef gibt Wagner Recht

Sein Ärger ist verständlich, schliesslich spricht auch Schiedsrichterchef Daniel Wermelinger gegenüber dieser Zeitung von einem Fehlentscheid. «Das Tor zum 1:1 hätte zählen müssen, da die Bilder klar zeigen, dass der Ball auf Ngamaleu vom Spieler des FC Luzern, Jordy Wehrmann, gespielt wurde.» Aufgrund des Standorts des Schiedsrichters sei es für Horisberger im Stadion schwer gewesen, zu beurteilen, wer den Ball gespielt habe, weshalb Wermelinger ebenfalls Verständnis für dessen Entscheidung hatte.

Bei der Überprüfung des Tors habe der VAR zudem mehrere Szenen geprüft; Wagner erklärte später, vielleicht sei der Ball bei Ngamaleus Pass auf Fassnacht im Aus gewesen. War er nicht, und Wermelinger findet: «Am Schluss kam er (der VAR) im Bereich des Offside zum nicht korrekten Entscheid. Wir werden den Fall intern mit den Beteiligten transparent aufarbeiten, damit derartige Fehler in Zukunft – wann immer möglich – verhindert werden können.» Es sei ihr Qualitätsanspruch, dass die Schiedsrichter auf dem Platz möglichst wenig klare Fehler begehen – und der VAR möglichst wenige davon übersieht: «Über diesen klaren und offensichtlichen Fehler ärgern wir uns intern sehr.»

Es bleibt den Young Boys also nichts anderes übrig, als die positiven Dinge zu sehen. Wagner taxiert die Leistung seiner Spieler als «richtig guten Auftritt». Die Zahlen untermauern seine Einschätzung, 28:7 Torschüsse, 9:3 Eckbälle und 60 Prozent Ballbesitz repräsentieren die Kräfteverhältnisse auf dem Platz ziemlich akkurat. «Wir haben sehr viele Chancen kreiert», findet Vincent Sierro, und Aebischer erinnert daran, dass Luzern mit einem Mann mehr auf dem Platz keine Torgelegenheit mehr herausspielen konnte: «Es kam mir nicht so vor, als wären wir in Unterzahl.»

YB scheitert am überragenden Vasic

Tatsächlich verlaufen die 95 Minuten im Wankdorf ziemlich linear, mit wenigen Ausreissern. Für die ist vor allem Christopher Martins zuständig, der als einziger Berner einen üblen Abend erwischt. Zuerst verursacht er nach einem Corner den Penalty zum 0:1 und handelt sich dabei eine Gelbe Karte ein. Bei der nächsten Ecke hält er sicherheitshalber genügend Abstand zu Gegenspieler Marco Burch, dessen Kopfball knapp am Tor vorbeifliegt. Und in der 39. Minute kommt Martins zu spät in den Zweikampf mit Filip Ugrinic, sodass er dem FCL-Stürmer auf den Fuss tritt. Es wäre ein grosser Akt der Barmherzigkeit von Schiedsrichter Horisberger gewesen, hier auf Gelb-Rot zu verzichten.

So wird aus der auf den ersten Blick lösbaren Aufgabe Luzern plötzlich ein Charaktertest, den YB mit Bravour besteht, denn am Spielgeschehen ändern Martins’ Aussetzer: nichts. Vorher zielt Aebischer etwas zu weit rechts, Ulisses Garcia scheitert an Luzern-Goalie Vaso Vasic und Jordan Siebatcheu aus bester Position an sich selbst, auch danach muss der an diesem Abend überragende Vasic mehrfach eingreifen, um einen Berner Treffer zu verhindern. Erst in der Nachspielzeit drückt Nicolas Ngamaleu den Ball nach herausragender Vorarbeit des vorbildlich kämpfenden Meschack Elia über die Linie drückt.

Das späte Erfolgserlebnis bringt einen Tank voll Moral, die hinsichtlich der kommenden Aufgabe gut gebraucht werden kann. Am Mittwoch ist wieder Sternstunde im Wankdorf, mit Villarreal gastiert zum dritten Champions-League-Gruppenspiel ein Team, das in der spanischen Liga noch ungeschlagen ist, unter anderem Real und Atlético Madrid ein Unentschieden abtrotzte, aber auch erst zwei Siege auf dem Konto hat. «Ihnen fällt es schwer zu verlieren, aber auch zu gewinnen», schrieb die Sportzeitung «Marca» zuletzt. «Wir sind zu Hause und wollen mit viel Intensität spielen. Darauf sind wir vorbereitet», sagt Sierro. Immerhin geht es darum, den Tabellenvierten der Gruppe auf Distanz zu halten. Wagners Botschaft könnte ähnlich lauten wie bei der Halbzeitansprache gegen Luzern: «Wenn das jemand schafft, dann ihr.» Und in diesem Punkt sind sie sich bei YB wieder alle einig.


https://www.bernerzeitung.ch/sogar-der- ... 0449693331

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Oktober 2021, 19:00 
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Die Einzelkritik

YB-Noten: Der eine bestechend, der andere bemitleidenswert

Beim 1:1 gegen Luzern überzeugen die Young Boys trotz Unterzahl offensiv – und lassen nur die Effizienz vermissen.

David von Ballmoos – Note 4

Der Abend für ihn muss frustrierend gewesen sein. Die meiste Zeit steht der YB-Goalie alleine in der Kälte, hat kaum Arbeit – und wird dennoch bezwungen. Seinen ersten und einzigen Schuss hält er tief in der 2. Halbzeit. Bei einem Corner in der Nachspielzeit versucht er immerhin in der Offensive mitzuhelfen, ohne Erfolg. Glück hat von Ballmoos einzig in der 80. Minute, als sein misslungener Ausflug und das darauffolgende Foul nur mit einer Gelben Karte bestraft wird.

Silvan Hefti – Note 3,5

Ist als Aussenverteidiger unauffällig, in seiner Kernkompetenz kann man ihm wenig vorwerfen. Nur einmal lässt er sich von Cumic überlaufen, dessen Abschluss dann übers Tor fliegt. Offensiv gelingt ihm wenig, bei YB läuft mehr über die andere, linke Seite. Vielleicht gehört Hefti deshalb zu einem der beiden Spieler, die in der Pause der Systemanpassung von Trainer Wagner zum Opfer fallen und nicht auf den Rasen zurück dürfen.

Nicolas Bürgy – Note 4,5

Erst 27 Minuten hat der über die Jahre immer wieder ausgeliehene Bürgy in dieser Super-League-Saison für YB gemacht. Weil aktuell Zesiger verletzt und Camara gesperrt fehlen, darf der 26-Jährige gegen Luzern aber von Beginn an auflaufen. Er beginnt souverän, verliert kaum einen Zweikampf. Einmal zieht er im Laufduell gegen Ugrinic den Kürzeren, ist aber rechtzeitig zur Stelle, um zum Corner zu klären. Es ist der Eckball, der zum Penalty führt.

Sandro Lauper – Note 5

Wie gross sein Siegeshunger ist, zeigt Lauper unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Während Lefort hinter ihm die Faust ballt und sich über den Punkt freut, knallt Lauper frustriert den Ball weg. Ein 1:1 zuhause gegen Luzern genügt auch nach 55-minütiger Unterzahl den YB-Ansprüchen längst nicht mehr. Während der Partie konzentriert er sich mehr auf den Angriff, defensiv wird er ja kaum gebraucht. Den gegnerischen Stürmer Sorgic narrt er als Verteidiger gleich mehrfach, einmal sogar mit einem Beinschuss.

Ulisses Garcia – Note 5,5

Gerade in der ersten Halbzeit ist der Linksverteidiger einer der gefährlichsten Spieler auf dem Platz, gleich zweimal kommt er gefährlich zum Abschluss – scheitert aber am starken Luzern-Goalie Vasic. Später bereitet er Siebatcheus Top-Chance mit seiner Flanke vor. Nach 70 Minuten ist seine Energie verpufft, er muss Kanga Platz machen.

Christian Fassnacht – Note 4,5

Ist ein Teil der aktiven Berner Offensive in der Startphase. Nach der Roten Karte wird er dann vorübergehend ins Zentrum beordert, bevor er nach Sierros Einwechslung wieder auf den Flügel darf. Erzielt dann mit einem einigermassen umständlichen Schuss das 1:1, welches vom VAR aberkannt wird.

Michel Aebischer – Note 4,5

Leistet sich zwar einen frühen Fehler im Spielaufbau, verbucht danach aber die erste richtig gute YB-Chance, als sein Schuss aus dem Rückraum knapp rechts am Tor vorbeistreicht. In der zweiten Halbzeit ist er einer der prägenden YB-Mittelfeldspieler, zwingt mit seinem Weitschuss Vasic zu einer Glanzparade und setzt einen weiteren Versuch knapp rechts vorbei.

Christopher Martins – Note 2

Ein fürchterlicher Abend für den Luxemburger. Erst hält er im Strafraum Burk zurück, der Penaltypfiff ist die logische Folge, Gelb gibt es obendrauf. Kurze Zeit später lässt er wiederum Burch beim Eckball gewähren, was nur knapp ohne Folge bleibt. Und fünf Minuten vor der Pause tritt er Ugrinic auf den Fuss, sieht Gelb-Rot und muss vom Platz.

Nicolas Ngamaleu – Note 5

Tritt erst als linker, dann als rechter Flügel in Erscheinung und verleiht der YB-Offensive mächtig Schwung. Klärt auch einmal hinten stark, als er nach einem Luzerner Konter mit dem Kopf vor Sorgic rettet. Wird in der zweiten Halbzeit von Wehrmann gelb-würdig umgegrätscht und kann weiterspielen. Er ist an beiden YB-Toren beteiligt, das irreguläre bereitet er vor, das reguläre in der Nachspielzeit schiesst er gleich selbst.

Jordan Siebatcheu – Note 3,5

Der YB-Topskorer erwischt nicht seinen besten Tag. Nach 36 Minuten tritt er zum ersten Mal so richtig in Erscheinung – und setzt eine Hereingabe von Garcia aus bester Position nebens Tor. Ansonsten gelingt ihm wenig, Trainer Wagner «opfert» ihn nach der Roten Karte gegen Martins auch aus taktischen Gründen.

Meschack Elia – Note 5,5

Zeigt sich auch nach der Länderspielpause in bestechender Form. Kämpft nach dem Platzverweis gegen Martins als einzige Spitze, später als Flügel und holt aus fast jeder seiner Aktionen etwas heraus – und behält bei der letzten Aktion des Spiels kühlen Kopf, schlägt den Haken und legt für Ngamaleu zum 1:1 auf.

Vincent Sierro – Note 4,5

46. Minute für Siebatcheu. Der Sittener steht am Ursprung des aberkannten 1:1, er ist es, der vom Ball getrennt wird, was zur Vorlage des im Offside stehenden Ngamaleu wird. Ansonsten ist er vor allem dann auffällig, wenn es Ärger mit vorlauten Luzernern gibt, die mit dem Selbstvertrauen des 1:0 im Rücken noch ein paar Provokationen von sich geben. Schnell schaltet er auch nach Ngamaleus Ausgleich – während seine Mitspieler den Treffer bejubeln, holt er den Ball, will offenbar unbedingt noch den Siegtreffer.

Quentin Maceiras – Note 4

46. Minute für Hefti. Sorgt im Spiel nach vorne nicht für die ganz grosse Gefahr, viel mehr steht er im Schatten Ngamaleus, der auf seine Seite wechselt und dort wirbelt. Also begnügt sich Maceiras damit, seinem Mitspieler den Rücken frei zu halten.

Wilfried Kanga – ohne Note

71. Minute für Garcia.

Jordan Lefort – ohne Note

71. Minute für Bürgy.

Felix Mambimbi – ohne Note

86. Minute für Fassnacht.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-d ... 7748841336

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Oktober 2021, 19:08 
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Mega-Frust beim FCL nach YB-Remis

«Ich kann es nicht in Worte fassen»

So nahe dran – und wieder wirds nix! Der FCL steht nach zehn Runden noch immer ohne Sieg da. Vaso Vasic sucht nach Erklärungen. Und sieht dennoch Licht am Ende des Tunnels.

Er hext, er fliegt, er zaubert! Vaso Vasic zeigt im Wankdorf gegen Meister YB ein Riesenspiel, rettet immer wieder gegen den anstürmenden Gegner – und muss in der 94. Minute dennoch hinter sich greifen. Nicolas Moumi Ngamaleu schiebt den Ball zum 1:1 ein. Der Luzerner Sieg ist weg. Das lange Warten auf den ersten FCL-Vollerfolg dieser Spielzeit geht weiter!

Klar, dass beim FCL nach Abpfiff der Frust überwiegt. Trotz Punktgewinn bei einem auch in Unterzahl bärenstarken, kämpferisch und physisch beeindruckenden YB. Vasic, der den seit geraumer Zeit verletzten Stammkeeper Marius Müller ersetzt, meint nur: «Momentan kann ich es nicht in Worte fassen… Diesen ersten Saisonsieg, den müssen wir nun wirklich langsam mal holen!»

«Gutes Gefühl für die Zukunft»

Die nächste Chance dazu gibts am kommenden Sonntag, zu Hause gegen den FC St. Gallen. Und da darf den Innerschweizern Mut machen, dass mit den Exploits in Basel (1:1) und Bern die Tendenz endlich wieder stimmt. Nach zu Saisonbeginn einigen enttäuschenden Leistungen zeigt sich der FCL lebendiger!

Vasic sagt trotz Last-Minute-Ärger: «Ich habe ein gutes Gefühl für die Zukunft!» Man müsse an die guten letzten Leistungen «anknüpfen» und das neu gewonnene Selbstvertrauen unbedingt mitnehmen.

Trainer Fabio Celestini lobt ebenfalls: «Wenn wir immer so solidarisch auftreten und so viel Energie auf den Platz bringen, dann können wir in dieser Liga gut mithalten.»

Jetzt muss es der FCL nur mal noch über die volle Spieldauer, Nachspielzeit inklusive, beweisen!


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 14800.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Oktober 2021, 19:19 
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YB-Trainer Wagner: «Unsere Mentalität und Energie waren top»

Dezimierte Young Boys holen sich zuhause gegen Luzern in Extremis einen Punkt. Trainer David Wagner ist mit seiner Mannschaft trotz verpasstem Sieg zufrieden.

Das Wichtigste in Kürze

- Ein später Treffer sichert YB im Heimspiel gegen den FC Luzern einen Punkt.
- Trainer David Wagner hadert mit einem aberkannten Abseitstreffer.
- Luzern-Coach Fabio Celestini zeigt sich trotz verpasster Sieg-Premiere zufrieden.

Im Heimspiel gegen den FC Luzern verpassen die Young Boys den siebten Sieg im achten Pflichtspiel in Folge. Immerhin gibt es am Ende aber noch einen verdienten Punkt: Nicolas Moumi Ngamaleu gleicht die Partie in der Nachspielzeit aus. Zuvor muss YB nach zwei gelben Karten gegen Martins mehr als 50 Minuten in Unterzahl agieren.

Dementsprechend zeigt sich YB-Trainer David Wagner im Nau.ch-Interview nach dem Spiel trotz des verpassten Sieges nicht unzufrieden. Er habe ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen, erklärt der 49-Jährige. Seinen Spielern attestiert er eine starke Mentalität und glaubt, dass sogar ein Sieg möglich gewesen wäre.

Wagner hadert mit aberkanntem Fassnacht-Tor

Dabei hadert David Wagner mit einer Schiedsrichterentscheidung. Ein aberkanntes Tor ist Wagner ein Dorn im Auge. Zehn Minuten nach der Pause sorgt Christian Fassnacht für den vermeintlichen Ausgleich.

Schiedsrichter Horisberger entscheidet nach Rücksprache mit dem VAR jedoch auf Abseits. Für Wagner eine glasklare Fehlentscheidung. Gegenüber Nau.ch sagt der Trainer: «Da hat jeder gesehen, dass ganz klar unser Gegner diesen Ball gespielt hat.»

Im Hinblick aufs nächste Champions-League-Spiel am Mittwoch ist Wagner positiv gestimmt. Er sagt: «Wenn ich die Mentalität und die Energie als Referenz nehme, war das top.» Mit Blick auf den Penalty und den Platzverweis ist für ihn aber klar: «Solche Fehler dürfen uns auf dem Niveau von Villareal nicht mehr passieren.»

Celestini: erster Saisonsieg verspielt, dennoch zufrieden

Der FC Luzern wiederum hat den ersten Saisonsieg in letzter Minute verpasst. Trotzdem kann Coach Fabio Celestini dem Resultat durchaus Positives abgewinnen. Er betont, dass ein Spiel in Bern immer schwierig sei – auch mit einem Mann mehr. Sein Team habe nun nach Basel aber dem nächsten Hochkaräter die Stirn geboten.

Mit einer Leistung wie in der ersten Halbzeit sei sein Team eine gefährliche Mannschaft, erklärt der Trainer. Nun müsse der FC Luzern auch gegen die anderen Mannschaften eine Leistung wie zuletzt in Basel und Bern abrufen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-tr ... p-66024269

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