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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 28. September 2021, 23:53 |
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28.09.2021  Zitat: «Die gestiegene Erwartungshaltung ist mir wurst»
Die Young Boys treffen in der Champions League am Mittwoch in Bergamo auf Atalanta (18.45 Uhr). YB-Trainer David Wagner und Spieler Silvan Hefti erwarten einen schwierigen Gegner.
Vor dem zweiten Gruppenspiel in der Champions League bei Atalanta Bergamo standen ein magisches 2:1 gegen das grosse Manchester United, die ersten drei Punkte und Gruppenrang 1. Für YB hätte der Auftakt in die Champions League nicht besser laufen können. Trainer David Wagner bleibt aber trotz Traumstart cool. «Gestiegen Erwartungshaltungen sind mir wurst», sagt der Deutsch-Amerikaner vor dem zweiten Gruppenspiel auswärts bei Atalanta Bergamo.
«Das wird ein komplett anderes Spiel. Manchester United hatte herausragende Einzelspieler, Atalanta ist ein herausragendes Team», erklärt Wagner. Der YB-Coach gerät bei den Journalisten-Fragen zum heutigen Gegner schon fast ins Schwärmen.
«Atalanta hat 16 Schlüsselspieler»
«Ich bin ein grosser Fan davon, was dieser Club hier in den letzten Jahren aufgebaut hat», sagt Wagner. Sein Trainerteam und er würden Atalanta schon seit Jahren verfolgen. «Sie sind sowohl offensiv als auch defensiv top.»
Vor dem Duell mit Manchester United konzentriere sich alles auf Superstar Cristiano Ronaldo. Doch auf welchen Gegenspieler legte Wagner in der Vorbereitung auf das Spiel in der Lombardei seinen Fokus? «Bei Atalanta könnte ich elf Schlüsselspieler nennen – oder sogar 16», sagt der YB-Trainer. Das ganze Team verfüge auf internationaler Ebene über grosse Erfahrung.
Ohne Zesiger und Fassnacht
Ähnlich sieht es YB-Verteidiger Silvan Hefti: «Die Favoritenrolle liegt ganz klar bei Bergamo.» Auch der 23-Jährige betont, dass es ein ganz anderes Spiel geben werde, wie noch vor zwei Wochen beim 2:1-Heimtriumph gegen Manchester United.
Bei den Bestrebungen nach einem weiteren Exploit müssen die Berner aber auf zwei Stammkräfte verzichten. Cédric Zesiger kämpft mit einer hartnäckigen Fussverletzung und fällt definitiv aus. Ebenfalls nicht auf dem Rasen wird im Gewiss Stadium Christian Fassnacht stehen. Der Offensivspieler hatte sich im Spiel gegen St. Gallen eine Kopfverletzung zugezogen und ist nicht nach Bergamo gereist. https://www.20min.ch/story/was-sagt-yb- ... 7072749998
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shalako
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Verfasst: Dienstag 28. September 2021, 23:56 |
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28.09.2021  Zitat: Warum YB-Gegner Atalanta so unangenehm wie ein Zahnarzttermin ist
Mit seiner modernen, offensiven Spielweise ist Atalanta Bergamo, YBs Champions-League-Gegner am Mittwoch, wie geschaffen für die Königsklasse.
Im Schatten der beiden Grossvereine Inter und Milan etablierte sich in den letzten Jahren mit Atalanta Bergamo ein drittes Team aus der Lombardei an der Spitze der Serie-A. Dreimal hintereinander klassierte sich die 1907 gegründete «Atalanta Bergamasca Calcio» auf dem dritten Platz.
Mit 90 Toren aus 38 Spielen stellte man im letzten Jahr gar die torgefährlichste Offensive der Liga. Dabei galt «La Dea», die Göttin, wie Atalanta wegen seines Vereinswappens auch genannt wird, lange als klassischer Ausbildungsclub.
Spieler wie die Juve-Legenden Scirea oder Cabrini, Italiens Ex-Nationalcoach Roberto Donadoni oder in jüngerer Vergangenheit Riccardo Montolivo und Franck Kessié, durchliefen die Nachwuchsabteilung Atalantas.
Dass sich die bergamaskische Göttin in der Champions League nun gar regelmässig mit den Grossen Europas misst, hängt stark mit der Figur von Trainer Gian Piero Gasperini zusammen. Seit 2016 arbeitet der 63-jährige Piemontese mit den «Nerazzurri».
Gasperini verpasste Atalanta eine für italienische Mannschaften ungewöhnliche, sehr offensive Ausrichtung. Seine Elf bearbeitet die Gegner mit hoher Intensität, frühem Pressing und ständigen Positionswechseln. Bei der ersten Champions-League-Teilnahme 2020 scheiterte man erst im Viertelfinale heroisch gegen den späteren Finalisten Paris St.Germain.
Vergleich mit Alex Ferguson
Gasperini hat zwar noch keinen einzigen Titel gewonnen. Der Respekt vor dem Schaffen des ehemaligen Mittelfeldspielers ist nichtsdestotrotz riesig. «Maestro» nennen sie ihn in Italien. Manchester City-Coach Pep Guardiola sagte, gegen Gasperinis Teams zu spielen, sei wie ein Zahnarzttermin – unangenehm.
Und auch José Mourinho lobte ausdrücklich dessen taktisches Verständnis. 1994 in der Jugendabteilung von Juventus Turin hatte «Gasp» einst als Ausbildner begonnen. Einen Namen machte er sich danach beim FC Genoa, welchen er in die Serie-A und danach gleich in die Europa-League führte.
Ein kurzes Intermezzo 2010 bei Inter Mailand endete nach nur fünf Spielen vorzeitig. Nach einem Abstecher in Palermo und der Rückkehr nach Genua führte ihn sein Weg 2016 schliesslich in die 120'000 Einwohner zählende lombardische Provinzhauptstadt. Seitdem steigen Formkurve und Renommee von Coach und Club kontinuierlich.
Lukrative Angebote mehrerer Topvereine sowie eine Offerte als «Commissario tecnico» schlug der «Mister» dankend aus. Der «Alex Ferguson von Bergamo» wird Gasperini mittlerweile genannt, ausgestattet mit Kompetenzen, welche weit über den grünen Rasen hinausreichen.
Renoviertes Stadion
Clubboss Antonio Percassi, selbst ehemaliger Profifussballer und heute Unternehmer mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde Euro, garantiert im Hintergrund sowohl fachliches als auch wirtschaftliches Knowhow. Nachdem man bei den ersten beiden Champions-League-Teilnahmen noch ins Mailänder «Giuseppe Meazza» ausweichen musste, bietet das renovierte, 23'000 Zuschauer fassende «Gewiss Stadium» nun zeitgenössischen Komfort.
Das Ambiente ist südländisch heiss, auch wenn sich die bekannteste Fangruppierung, die «Curva Nord» vor wenigen Wochen nach 23 Jahren selbst aufgelöst hat. Bergamos Nachwuchsteams gehören weiterhin zu den besten des Landes.
Atalanta als Talentschmiede
Das Talentscouting findet immer wieder einheimische und ausländische Rohdiamanten. Nach Remo Freuler oder dem Deutschen Robin Gosens, welche bei Bergamo zu Nationalspielern wurden, sind nun Matteo Pessina oder Ruslan Malinovsky der Reihe. Der 24-jährige Pessina, erst kurz vor der EM von Roberto Mancini in das siegreiche italienische Kader berufen, hält als Spielmacher die Balance zwischen Offensive und Defensive.
Der ukrainische Linksfuss Malinovsky, dessen Marktwert mittlerweile 30 Millionen Euro übersteigt, ist ein gefürchteter Distanzschütze. Dem 28-jährigen Offensivmann aus Zhytomyr gelangen seit 2019 bereits 10 Tore ausserhalb des Strafraums. Das letzte am vergangenen Wochenende beim 2:2-Unentschieden im San Siro gegen Meister Inter Mailand.
Mit elf Punkten aus sechs Spielen ist der Saisonstart zwar nicht perfekt geglückt. Dennoch müssen sich die Young Boys am Mittwoch warm anziehen. Im Europacup kommen nämlich Atalantas und Gasperinis Stärken erst so richtig zum Tragen. https://www.watson.ch/sport/fussball/42 ... arzttermin
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Rino
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Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 00:20 |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 08:02 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.09.2021  Zitat: Auch dank Remo Freuler – so wurde Atalanta Bergamo zum Spitzenclub
Gut fünf Jahre vor dem heutigen Champions-League-Spiel gegen YB kickte Atalanta Bergamo im Niemandsland der italienischen Serie A. Dann kam Remo Freuler.
Darum gehts
- Am Mittwochabend trifft YB in der Champions League auswärts auf Atalanta Bergamo.
- Bei den Italienern gehört Nati-Star Remo Freuler zu den absoluten Leistungsträgern.
- Der Club gehört in der Serie A zu den Topteams.
- Das war vor fünfeinhalb Jahren, als Freuler vom FC Luzern nach Bergamo wechselte, noch anders.
222 Spiele hat Freuler seit seinem Wechsel vor fünfeinhalb Jahren für Atalanta Bergamo absolviert. Das macht im Schnitt rund 40 Spiele pro Saison. Obwohl er sich in Italien zum absoluten Leistungsträger entwickelte, nimmt man den 29-Jährigen in der Schweiz ausserhalb der Nationalmannschaft nur selten wahr.
Für Freuler selbst ist das keine Überraschung. «In der Deutschschweiz liegt der Fokus halt hauptsächlich auf Deutschland», sagt der 38-fache Nationalspieler. «Ich habe als Junge selber hauptsächlich die Spiele der Bundesliga geschaut.» Für ihn ist das Champions-League-Duell gegen YB am Mittwochabend (ab 18.45 Uhr live bei uns im Ticker) darum auch eine Chance. «Mit einer guten Leistung können wir die Leute in der Schweiz vielleicht etwas zum Umdenken bringen», sagt Freuler.
Neuer Trainer bringt Aufwind
Der 29-Jährige hat sich bei den Nerazzurri zum absoluten Leistungsträger entwickelt. Dabei hat es Freuler zu Beginn in Norditalien alles andere als leicht. Unter Trainer Edoardo Reja kommt der Zürcher in seinem ersten halben Jahr nur sechsmal zum Einsatz.
Doch im Sommer 2016 wird Gian Piero Gasperini neuer Atalanta-Coach. Mit ihm beginnt der rasante Aufstieg der Lombarden – und auch jener von Remo Freuler. Der Italiener macht innerhalb einer Saison aus einem Abstiegskandidaten einen Champions-League-Teilnehmer. In den fünf Jahren unter Gasperini ist Atalanta am Saisonende nie schlechter als Siebter, wird zum Dauergast in der Champions League und Remo Freuler ist aus dem zentralen Mittelfeld des Teams nicht mehr wegzudenken.
Erst seit vier Jahren in der Nati
«Der Erfolg der letzten Jahre hat den Club verändert und ihn auch ausserhalb Italiens bekannter gemacht», sagt Freuler. Besonders dazu beigetragen haben dürfte die Saison 2019/2020, als Atalanta in der Champions League bis in den Viertelfinal marschierte und dort um ein Haar das Star-Ensemble von PSG aus dem Wettbewerb kegelte (1:2 nach zwei Gegentoren in der Nachspielzeit).
In der Serie A ist Freuler längst eine feste Grösse, als er im Juni 2017 endlich zu seinem Nati-Debüt kommt. Durchsetzen kann er sich aber noch nicht, bei der WM 2018 kommt der Mittelfeldmann zu keiner einzigen Spielminute. Es dauert fast zwei Jahre, bis der 29-Jährige auch in der Nati zum Stammspieler wird. Bei der EM 2021 ist er im defensiven Mittelfeld neben Captain Granit Xhaka kaum wegzudenken.
Zweiter Schweizer im Team
Die ganz grossen Namen sucht man beim Drittplatzierten der vergangenen Serie-A-Saison vergebens. Der wertvollste Spieler im Atalanta-Kader ist der deutsche Aussenverteidiger Robin Gosens (38 Millionen Franken), der sich mit starken Auftritten an der EM 2021 ins Rampenlicht spielte.
Vorne wirbeln im Normalfall die beiden kolumbianischen Stürmer Duvan Zapata und Luis Muriel. Das Duo erzielte in der letzten Saison zusammen 37 Treffer. Glück für YB: Muriel sitzt beim Champions-League-Duell am Mittwochabend zu Beginn wohl angeschlagen nur auf der Bank.
Mit Berat Djimsiti hat Atalanta neben Remo Freuler noch einen weiteren Schweizer im Kader. Der Ex-FCZ-Profi gehört seit Jahren zum defensiven Stammpersonal. Vergangene Woche feierte der albanische Nationalspieler den ersten Geburtstag seines Sohnes Lion. Remo Freuler ist Götti. https://www.20min.ch/story/auch-dank-re ... 1429858514
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 10:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.09.2021  Zitat: YB vor dem Auftritt in Bergamo: Selbstbewusst und wieder etwas geerdet
Die Young Boys treten am Mittwochabend (18.45 Uhr) mit breiter Brust bei Atalanta Bergamo zu ihrem zweiten Match der diesjährigen Champions-League-Gruppenphase an. Es winkt ein historisch guter Start.
Womöglich ist es im Hinblick auf die Reise nach Bergamo eine gute Sache, dass der Höhenflug der Young Boys am Samstag etwas gebremst worden ist. Wochenlang hatten sie ihre Aufgaben mit spielerischen Mitteln und grösstenteils spielerisch leicht erledigt. Die mühevolle zweite Halbzeit gegen St.Gallen kann als Warnung aufgefasst werden: Auch für YB sind Siege keine Selbstläufer, auch nicht gegen dezimierte Ostschweizer.
Am Berner Selbstvertrauen wird die Leistung vom Samstag nicht kratzen. Seit der Länderspiel-Pause haben sie all ihre fünf Spiele gewonnen und dabei 21 Tore erzielt. Dass der letzte Sieg mit anderen Mitteln zustande kam, hatte für Trainer David Wagner auch einen positiven Aspekt: «Wir haben bewiesen, dass wir über den Kampf zum Erfolg kommen können.» Eine Erkenntnis, die er allerdings nicht gebraucht hätte, fügte der Trainer an.
Der Star ist die Mannschaft
Den Spielern wird der am Wochenende wieder einmal getestete Kampfgeist in ihrem zweiten Champions-League-Match zugute kommen. Anders als noch Manchester United beim 2:1-Sieg zum Auftakt wird Atalanta Bergamo dem Schweizer Meister das Spieldiktat nicht einfach überlassen. Die Italiener spielen seit mehreren Saisons ausgesprochen offensiv und erfolgreich. Zum dritten Mal in Folge stehen sie in der Gruppenphase der Champions League, die ersten beiden Male wurden sie erst im Viertelfinal von Paris Saint-Germain beziehungsweise im Achtelfinal von Real Madrid gestoppt.
Den Star in der Grössenordnung von Manchester Uniteds Cristiano Ronaldo oder Paul Pogba haben die Lombarden nicht in ihrer Reihen. Sie überzeugen in erster Linie durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit, zu der Vizecaptain Remo Freuler Entscheidendes beiträgt, und durch die klare taktische Vorgabe von Trainer Gian Piero Gasperini. Auch wenn das Team im Champions-League-Massstab nicht brillant besetzt ist, so sind darin doch elf Spieler mit einem geschätzten Marktwert von über 20 Millionen Franken zu finden.
YB macht sich bekannt
Ganz abgesehen vom Vergleich der individuellen Stärken und der finanziellen Kräfte liegt der Druck am Mittwoch beim italienischen Vertreter. Das Heimspiel gilt für Atalanta als der Match in dieser Gruppe, der unbedingt gewonnen werden muss – auch wenn sich der Blick auf die Young Boys nach deren Coup gegen Manchester United gewandelt hat.
Die Berner befreiten sich dank dem Sieg vor zwei Wochen gleich bei erster Gelegenheit vom Etikett des Punktelieferanten, das sie in Italien, Spanien und England angeheftet bekommen hatten. In jenen Ländern hat YB noch nicht den Stellenwert, den es eigentlich aufgrund seiner letzten Resultate verdienen würde. Immerhin belegt der Klub derzeit Platz 39 in der UEFA-Wertung, nicht allzu weit hinter Atalanta (24.) und Villarreal (21.), den nächsten beiden Gegnern.
Speziell seit seiner ersten Champions-League-Gruppenphase 2018 zeigt sich der Schweizer Serienmeister auch auf internationalem Niveau auf der Höhe. In den letzten vier Saisons kam YB gegen Teams aus den europäischen Top-4-Ligen zu vier Siegen – gegen Manchester United, Juventus Turin und zweimal Leverkusen.
Premiere für die Schweiz?
Vor der vierten Europacup-Reise nach Italien (Niederlagen gegen die AS Roma, Juventus Turin und Napoli, Sieg gegen Udinese) sind die Voraussetzungen, die Liste zu verlängern, nicht schlecht. YB ist im Siegesrausch, Atalanta Bergamo vorab in der Offensive noch nicht so gut in Fahrt wie in den letzten Saisons, auch wenn es am Wochenende beim 2:2 auswärts gegen Inter Mailand eine überzeugende Vorstellung abgeliefert hat.
Ein Sieg in Bergamo wäre für den Schweizer Fussball historisch. Seit nicht nur die Meister an der Champions League teilnehmen dürfen, ist bei elf Versuchen noch nie ein Super-League-Vertreter mit sechs Punkten in die Gruppenphase gestartet.
YB in Bergamo ohne Christian Fassnacht
Die Young Boys müssen in der Champions League am Mittwoch auswärts gegen Atalanta Bergamo ohne Christian Fassnacht auskommen.
Der Mittelfeldspieler, der im ersten Match gegen Manchester United als bester Spieler ausgezeichnet worden war, ist nach seiner Kopfverletzung im Meisterschaftsspiel am Samstag gegen St. Gallen noch nicht wieder einsatzbereit und machte deshalb die Reise in die Lombardei nicht mit. Nebst Fassnacht sowie den seit längerer Zeit verletzten Fabian Lustenberger und Jean-Pierre Nsame ist auch Innenverteidiger Cédric Zesiger abwesend.
https://www.watson.ch/sport/fussball/88 ... as-geerdet
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 10:06 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.09.2021  Zitat: Freuler gegen Lauper und Co bei Atalanta gegen YB
Schweizer Nati-Duelle im Millionenspektakel
Vorhang auf für das erste Champions-League-Spiel von Atalanta Bergamo im eigenen Stadion mit Fans. Mittendrin im Millionen-Spektakel: Ganz viele Nati-Spieler!
Acht Heimspiele hat Atalanta Bergamo in der Champions League bestritten. Aber einen Sieg in Bergamo gabs noch nie! Denn vor zwei Jahren musste man wegen des Umbaus des Gewiss-Stadions nach Mailand ausweichen. Und letzte Saison gewann «La Dea», die Göttin, wie Atalanta auch genannt wird, zu Hause nie. «Zum Glück gibt es für Auswärtssiege gleich viele Punkte», sagt Trainer Gian Piero Gasperini. Denn Atalanta qualifizierte sich bei beiden Teilnahmen für die Achtelfinals. 2020 gar für den Viertelfinal.
Gasperini: «Zuerst ausgeglichen, nun komplizierter»
Nun soll endlich der erste echte Heimsieg her. Gegen YB ist das fix eingeplant. Auch wenn Gasperini sagt, dass diese Gruppe schon bei der Auslosung «ausgeglichen» gewesen sei, und nun, da YB Manchester United geschlagen habe, «ist sie komplizierter geworden». Was will er damit sagen? Wohl, dass alle gegen YB mit vielen Punkten gerechnet hatten und diese Rechnung nun nicht mehr so einfach ist. Oder, wie es YB-Coach David Wagner sagt: «Ich denke, er wollte den Jungs Respekt zollen für ihren Auftritt gegen ManUnited.»
Ecco! Respekt für YB. «Den Respekt haben sich die Berner auch mit einigen Auftritten gegen italienische Teams absolut verdient», sagt Gasperini. Stichworte Juve und Napoli. Remo Freuler, seit Jahren ein Stützpfeiler der Nerazzurri, der Schwarzblauen, formuliert es so: «Der Sieg von YB hat uns sicher überrascht, ja. Aber so ist der Fussball heute. Wenn man als Mannschaft auftritt, kann man es auf allen Ebenen weit bringen.»
Auch Atalanta hat sich diesen Respekt erst verdienen müssen. «Doch wenn eine Mannschaft über mehrere Jahre solchen Erfolg hat wie wir, ist es normal, dass man in Europa mehr Reichweite hat», so Freuler.
Freuler: «Die meisten kenne ich nicht sehr gut»
Auch für ihn, der in seiner Super-League-Zeit einzig gegen YB dreimal getroffen hat, ist es speziell, mit Atalanta erstmals gegen eine Schweizer Mannschaft zu spielen. Und da gleich auf mehrere Nati-Kumpel zu treffen: Michel Aebischer, Ulisses Garcia und Sandro Lauper. Derweil Christian Fassnacht (nach seiner leichten Hirnerschütterung oder Brummschädel, je nach dramaturgischer Beschreibung) und Cédric Zesiger nicht dabei sein können.
Freuler: «Fasi war bisher immer in der Nati. Nun fehlt er. Nun waren vier Neue dabei: Aebischer, ein guter Spieler. Garcia, der Linksverteidiger, der auch gefällt. Und eben Zesiger, der verletzt ist. Aber viel kann ich zu ihnen nicht sagen, weil ich sie nicht sehr gut kenne.» Und Lauper, der YB-Abwehrchef, der in der WM-Quali gegen Italien immerhin auch auf der Bank sass? Den wird Freuler hoffentlich heute so richtig kennenlernen, damit er ihn nächstes Mal bei der Aufzählung nicht vergisst.
9800 Fans im Stadion!
Elia rechts, Siebatcheu ganz vorne Ausfall. Es stand bis zuletzt auf der Kippe, ob Christian Fassnacht nach seinem Crash im Spiel gegen St. Gallen mit einem Brumm-schädel und einer genähten Platzwunde mit nach Italien reisen kann. Am Ende war es der Spieler, der gestern sagte, er fühle sich nicht hundertprozentig. Allerdings war das für Trainer David Wagner «schnell absehbar. Weshalb wir genug Zeit hatten, uns Gedanken zu machen». Wie also wird YB spielen? Wagner: «Das möchte ich noch nicht kundtun.» YB wird wohl mit derselben Taktik wie gegen Manchester United beginnen. Also in einem 4-2-3-1, um das zentrale Mittelfeld zu verdichten. Der Fassnacht-Ersatz dürfte Jordan Siebatcheu heissen. Allerdings wird dieser ganz vorne spielen und Rakete Meschack Elia für Fasi auf dem rechten Flügel. 9800 Fans lassen die lokalen Gesundheitsbehörden ins Gewiss-Stadion. Die Region scheint immer noch von der dramatischen ersten Corona-Welle traumatisiert. So fanden alle Pressekonferenzen nur online statt. 9800 ist knapp die halbe Kapazität von 21 300, die derzeit Platz fänden. 800 YB-Fans werden wieder die gewohnt fantastische Auswärts-Kulisse abgeben. Übrigens: Gewiss ist ein Elektrotechno-Unternehmen, das die Namensrechte 2018 erwarb. Vorher hiess das Stadion schöner: Stadio Atleti Azzurri d’Italia. Geleitet wird das Spiel von einem alten Bekannten, dem deutschen Top-Schiri Markus Brych, der bei Manchester United gegen YB 2018 im Einsatz stand. Mitgereist ist auch ein anderer Top-Ref: Deniz Aytekin. Als VAR. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 69962.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 10:14 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.09.2021  Zitat: Eine Karriere wie ein Krimi: Meschack Elia flüchtete in die Schweiz – und brilliert nun mit YB in der Champions League
Am Mittwochabend treten die Young Boys in der Champions League bei Atalanta Bergamo an – und setzen auch auf die Schnelligkeit von Meschack Elia. Der Stürmer aus der Demokratischen Republik Kongo hat einen komplizierten Weg hinter sich, der sogar internationale Gerichte beschäftigt.
Christoph Spycher sagt: «Meschack Elia kann jeder Abwehr der Welt weh tun. Er ist nicht nur in der Lage, enorm schnell zu sprinten. Er tut das auch das ganze Spiel über immer wieder.»
Stéphane Chapuisat sagt: «Als ich Meschack Elia zum ersten Mal in einem Video sah, war ich sofort von ihm überzeugt. Er hat alles, was es braucht, um ein starker Stürmer zu sein.»
David Wagner sagt: «Seine fussballerischen Qualitäten sind unbestritten. Was mir an Meschack Elia besonders gefällt: die Mentalität, er denkt stets zuerst an die Mannschaft.»
Gerardo Seoane sagt: «Meschack Elia bringt bemerkenswerte physische Qualitäten mit, er ist ausgesprochen explosiv. Und er hat sich taktisch und im Abschluss stark verbessert. Zudem ist er fleissig, demütig und dankbar für Inputs.»
Die Vertreter der Young Boys fallen selten mit markigen Worten auf. Wenn der Sportchef, der Chefscout, der gegenwärtige und der frühere Trainer derartige Lobeshymnen anstimmen, darf man davon ausgehen: Da wächst ein Fussballer heran, der bald zu gross für die Schweiz sein könnte.
Gala gegen Manchester United
Meschack Elia hinterlässt im Gespräch nicht den Eindruck, die Schweiz möglichst schnell verlassen zu wollen. Er sagt: «Ich geniesse diese Wochen sehr. Für mich werden gerade Bubenträume wahr.» Aufgewachsen ist Elia in Kinshasa. In den staubigen Strassen der 17-Millionen-Metropole in der Demokratischen Republik Kongo wollte er sein wie Cristiano Ronaldo. Sein Vorbild, damals wie heute. «Und nun spiele ich mit YB gegen Ronaldo und Manchester United in der Champions League. Und wir gewinnen.»
Elia hat sich trotz schwierigen Zeiten eine kindliche Freude am Spiel bewahrt. Der 24-Jährige spricht über die grossen Vereine des Weltfussballs, als würde er immer noch nur auf der Playstation gegen sie antreten. Dabei gelang ihm vor zwei Wochen beim 2:1 gegen Manchester United eine herausragende Leistung.
Im Grunde genommen ist das Fussballbusiness ein Gewerbe für Zocker. Jede Verpflichtung eines Spielers ist auch immer eine Wette auf dessen Entwicklung. Das gilt insbesondere für die Vereine der Super League, Transfererlöse gehören zum Geschäftsmodell. Der FC Basel und die Young Boys haben das in den letzten Jahren vorbildlich demonstriert.
Meschack Elia ist eine geschickt platzierte Wette von YB. Der 1 Meter 73 grosse Kongolese ist aussergewöhnlich schnell, er ist dribbelstark und mannschaftsdienlich. Zwei Szenen aus den letzten Wochen verdeutlichen, warum er so hoch gehandelt wird. Gegen Manchester United setzte er gleich in der Startphase zu einem verwegenen Tempolauf an und lief der Defensive des Premier-League-Topklubs davon, als handle es sich um Verteidiger des SC Münchenbuchsee. Und am letzten Mittwoch, als YB 6:1 in Lausanne siegte, klärte Elia wenige Minuten vor Spielende nach einem 50-Meter-Sprint zurück in den eigenen Strafraum eine brenzlige Situation – sein Team führte 6:0.
Mit 14 schon war Elia in seiner Heimat Drittligaspieler bei Anges Verts gewesen, drei Jahre später folgte der Wechsel nach Lubumbashi in die zweite Mannschaft von TP Mazembe, einem der erfolgreichsten afrikanischen Klubs. Nach wenigen Monaten gelang der Sprung in die erste Mannschaft, kurze Zeit spielte Elia bei Mazembe mit Roger Assalé, der später zu YB wechselte. «Es ging einfach immer weiter. Ich war stolz, meine Familie war stolz. Ich schaffte den Sprung aus einem kleinen Viertel in der riesigen Stadt Kinshasa zum besten Verein des Landes und träumte vom Wechsel nach Europa», sagt Elia, der 13 Geschwister hat.
In den Fängen eines Vereins
Die Begabung Elias blieb europäischen Klubs nicht verborgen. Der YB-Chefscout Stéphane Chapuisat sagt, er habe sich 2016 erstmals mit dem Spieler befasst. Allerdings geniesst Moïse Katumbi, der Präsident von TP Mazembe, in der Fussballszene nicht den besten Ruf. Es ist kompliziert, mit dem Klub Geschäfte abzuwickeln, immer wieder gibt es rechtliche Streitereien. Katumbi ist eine schillernde Persönlichkeit und seit 1997 an der Klubspitze. Der reiche Unternehmer sass acht Jahre im kongolesischen Parlament, legte sich mit der Regierung des umstrittenen früheren Präsidenten Joseph Kabila an, musste sogar vorübergehend ins Exil nach Belgien.
In der Heimat gilt Katumbi als Wohltäter. Die Popularität von TP Mazembe hilft ihm, seine weitverzweigten Aktivitäten auszubauen. Er verdiente unter anderem viel Geld mit dem Wiederaufbau der Bergbauindustrie nach dem Bürgerkrieg. Und er kontrolliert seine Fussballer mit zweifelhaften Methoden.
So geschehen auch mit Meschack Elia. Der YB-Spieler erlebte unangenehme Jahre, es gab Momente, in denen er nicht über seine Laufbahn bestimmen konnte. Einer, der mit den Vorgängen vertraut ist, sagt, er habe so etwas im Fussball noch nie gesehen. Die Rede ist von «Kidnapping» und «Menschenhandel», von «menschlichen Abgründen» und «grosser krimineller Energie».
Für Elia hatte Katumbi Anfang 2019 einen Wechsel zum belgischen Klub Anderlecht geplant. Doch der Stürmer erfuhr erst in Belgien, dass er nur für die zweite Mannschaft vorgesehen war. Das liess er sich nicht bieten. Und zurück in die Heimat wollte Elia nicht, er tauchte ab, flüchtete vor Mazembes Aufpassern zu Verwandten nach Lausanne – und intensivierte seine Kontakte zu den Young Boys. Damit begann eine juristische Schlammschlacht, die bis heute anhält, längst beschäftigt sich das Internationale Sportschiedsgericht (TAS) mit der Angelegenheit.
TP Mazembe ist der Ansicht, Elias Vertrag mit YB sei nicht rechtsgültig, weil der Spieler 2015 einen Fünfjahresvertrag bei Mazembe unterschrieben habe. Allerdings entschied ein Fifa-Schiedsgericht, dass Elia damals minderjährig gewesen und der Vertrag ungültig sei. Mazembe beschuldigt Elia bis heute, über sein Alter gelogen und den Pass gefälscht zu haben. Elia wiederum beteuerte mehrmals, Mazembes Präsident habe ihn dazu gedrängt, das Geburtsdatum anzupassen, damit er bei der Vertragsunterzeichnung 18 Jahre alt sei.
Öffentlich dazu äussern möchte sich schon lange niemand mehr, auch Elia verweist auf die Anwälte, die sich mit der komplexen Sache befassen. Noch dieses Jahr soll das TAS ein Urteil fällen, es geht letztlich wohl vor allem um die Höhe der Ablösesumme, die YB an Mazembe zu überweisen hat – und nicht mehr um Gerechtigkeit. Der jahrelange Albtraum soll für Elia ein Ende haben. Er sagt: «Für mich wird es eine Befreiung sein, wenn dieser Fall endlich abgeschlossen ist.»
Verzicht auf Länderspiele
Bei den Young Boys hat sich Meschack Elia seit Februar 2020 in Ruhe im Schatten anderer Stürmer wie Guillaume Hoarau, Jean-Pierre Nsame oder Jordan Siebatcheu entwickeln können. Mehrere Verletzungen prägten seine Zeit in Bern, doch seit ein paar Monaten ist der Vater von einjährigen Zwillingen in der «Form seines Lebens», wie er sagt. Und natürlich ist es immer noch sein Wunsch, später in eine Topliga zu wechseln. «Aber dieser Transfer muss für alle passen, auch für YB», sagt er. «Es gibt viele Beispiele von Fussballern, die sich falsch entschieden haben.»
Roger Assalé beispielsweise, Elias Vorgänger in Bern und bei den Young Boys ebenfalls erfolgreich, fand sein Glück nicht nach dem von ihm forcierten Transfer nach Spanien zu Leganés Anfang 2020. Über Dijon landete der Stürmer kürzlich bei Werder Bremen in der zweiten Bundesliga.
Sobald das juristische Hickhack beendet ist, möchte Elia auch wieder für das Nationalteam spielen, bisher hat er 21 Länderspiele für die Demokratische Republik Kongo bestritten. In den letzten Monaten lehnte er Aufgebote immer ab, auch Hector Cuper, der neue Nationaltrainer aus Argentinien, konnte ihn nicht umstimmen. «Ich war zwei Jahre nicht mehr zu Hause», sagt Elia. Angst habe er nicht, aber erst wenn die Affäre mit TP Mazembe geregelt sei, sei er wieder fürs Nationalteam bereit.
In der Heimat ist Elia spätestens seit seinem Auftritt gegen Manchester United enorm populär. Er sagt schmunzelnd, YB habe in Kongo viele Fans gewonnen. https://www.nzz.ch/sport/eine-karriere- ... ld.1647737
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 10:16 |
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29.09.2021  Zitat: Die Young Boys setzen im Sturm auf afrikanische Kräfte – Stéphane Chapuisat hilft, sie aufzuspüren
Die Spielersichtung des Schweizer Meisters hat sich über Jahre ausgezeichnet – und sie steht heute auch deshalb auf dem Prüfstand, weil der Gegner Atalanta europaweit als Vorbild gilt für exzellentes Scouting. Im Team der Berner stehen gleich neun Offensivspieler mit Wurzeln in Afrika.
Die Young Boys haben sich als Klub etabliert, in dem sich talentierte Fussballer prächtig entwickeln können. Und die Teilnahme an der Champions League in diesem Herbst stellt die Spieler des Schweizer Meisters wie vor drei Jahren ins hell beleuchtete Schaufenster – nach dem überraschenden 2:1-Sieg zum Start gegen Manchester United tritt YB am Mittwoch bei Atalanta Bergamo als Leader der Gruppe F zur zweiten Partie an.
Seit Christoph Spycher vor ziemlich genau fünf Jahren den Job des Sportchefs übernommen hat, greift der Verein bei einem Personalentscheid selten daneben. Grossen Anteil an der Zusammenstellung der Mannschaft hat Stéphane Chapuisat, der viel mehr ist als Chefscout. Er ist mit Spycher der Architekt des Teams, er ist der sorgfältige Kaderplaner, damit die Young Boys auf Abgänge vorbereitet sind.
In diesem Sommer zum Beispiel wurden mit dem 19-jährigen Mittelfeldspieler Alexandre Jankewitz (Southampton) sowie dem ein Jahr älteren Stürmer Yannick Touré (Newcastle) wieder einmal zwei talentierte Schweizer Spieler verpflichtet, die sehr früh ins Ausland gewechselt waren – und nun ihre Karrieren in Bern behutsam neu lancieren, weil sie in der Premier League kaum Einsatzgelegenheiten erhalten hatten. «Wir wollen die Spieler dann zu uns holen, wenn sich eine günstige Möglichkeit bietet», sagt Chapuisat.
So war das früher auch bei Kevin Mbabu, der in Newcastle stagniert hatte. Bei Djibril Sow, der in Mönchengladbach nicht weitergekommen war. Bei Loris Benito, der bei Benfica Lissabon in der Sackgasse gelandet war. Und bei einigen anderen, die in den letzten Jahren bei YB überzeugten und den Sprung (zurück) ins Ausland schafften. Mbabu, Sow und Benito sind längst Schweizer Nationalspieler. Und auch jetzt traut man fast dem halben Kader der Young Boys den Sprung in eine Topliga zu.
Wie ein Spürhund stöbert Chapuisat Trouvaillen auf. Dank langjähriger Erfahrung hat er ein internationales Beziehungsnetz geflochten. «Wir sind bezüglich Spielersichtung in Europa ein kleiner Klub und beschäftigen keinen eigenen Scout im Ausland», sagt er. «Aber wir wissen, auf welche Informanten wir uns stützen können.»
In der Regel schauen sich die Young Boys einen interessanten Spieler zuerst auf einer der professionellen Datenbanken für Scouting, Spielanalyse und Transfers an, etwa auf «Wyscout». «Erst wenn wir wirklich überzeugt von einem Fussballer sind, beobachten wir ihn selber und treffen ihn», sagt Chapuisat. «Zumal wir auch den Menschen kennenlernen wollen. Er muss mit seinem Charakter zu uns passen.»
Auffällig ist, wie viele Fussballer aus Afrika immer wieder den Weg zu YB gefunden haben. Das sei auch eine Frage des Geldes, sagt Chapuisat. Junge Spieler aus Südamerika oder europäischen Ländern seien oft zu teuer. Zudem passe die Mentalität der afrikanischen Spieler zu den Young Boys. Allein in der Offensive beschäftigt der Meister derzeit neun Fussballer, die Wurzeln in einem afrikanischen Land haben. Es sind dies: Meschack Elia, Felix Mambimbi, Marvin Spielmann (alle Demokratische Republik Kongo), Jean-Pierre Nsame, Nicolas Ngamaleu, Jordan Siebatcheu (alle Kamerun), Wilfried Kanga (Côte d’Ivoire), Joel Monteiro (Kap Verde) und Yannick Touré (Senegal).
Die letzten Zuzüge Kanga, Monteiro und Touré sollen bereit sein, wenn einer der etablierten Angreifer wie erwartet ins Ausland wechseln wird. Ein starker Auftritt am Mittwoch in Bergamo würde den Marktwert der YB-Spieler weiter steigern. Das Berner Modell steht auch deshalb auf dem Prüfstand, weil Atalanta Bergamo europaweit als Vorbild gilt für eine ausgesprochen smarte Kaderplanung und exzellentes Scouting. https://www.nzz.ch/sport/die-young-boys ... ld.1647736
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 10:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.09.2021  Zitat: YB spielt bei AtalantaRespekt für die Riesentöter
Die Young Boys geniessen vor dem zweiten Auftritt in der Champions League die Achtung, die sie sich verschafft haben.
Wie schnell das alles gehen kann. In die Champions League gestartet sind die Young Boys als Nobody, als Zaungast in ihrer Gruppe. In Bergamo gelandet sind sie am Dienstag als Leader und als Riesentöter, der dem grossen Manchester United ein Bein gestellt hat.
Vor dem ersten Auswärtsspiel in dieser Kampagne bei Atalanta begleiten YB neue Personalsorgen. Bei Verteidiger Cédric Zesiger wurde noch vergangene Woche eine Fussverletzung diagnostiziert, er fällt mehrere Wochen aus. Nationalspieler Christian Fassnacht hat nach seinem Zusammenprall am Wochenende den kurzen Flug über die Alpen ebenso wenig angetreten, für ihn und seinen geschundenen Kopf kommt ein Einsatz zu früh.
Beim Coup gegen United war Trainer David Wagner noch aus taktischen Gründen von der angestammten Formation im 4-4-2-System abgewichen, diesmal könnte er zur Umstellung gezwungen sein. Fassnachts Ausfall trifft YB empfindlich, viele Alternativen gibt es auf der Flügelposition nicht. Mit Marvin Spielmann und Miralem Sulejmani scheint Wagner international ohnehin nicht zu planen, der eine war am Wochenende mit der U-21 unterwegs, der andere kam bislang einzig in der Schlussphase gegen Manchester zum Einsatz.
Gegen die stürmischen Bergamasken könnte Wagner wie gegen United das Zentrum mit einem drittem Aufbauer ergänzen und einen Stossstürmer aufstellen. 4-2-3-1 – erneut die Formel zum YB-Erfolg? «Wir hatten Zeit, uns einzustellen, mehr verraten wir nicht», sagt Wagner.
Wagners Outing als Atalanta-Fan
In Bergamo wird das kleine YB mit gebührendem An- und Abstand entgegengenommen. Die Stimmung in der von der Corona-Pandemie so hart getroffenen Provinzhauptstadt ist noch immer verhalten. In Italien dürfen die Stadien nur zur Hälfte gefüllt werden, so werden sich im frisch renovierten Gewiss Stadium sicher nicht mehr als 10’000 Zuschauer einfinden – 800 von ihnen kommen aus Bern, einer von ihnen sitzt sogar auf der Trainerbank. «Das ist eine Mannschaft, in der es nicht um herausragende Einzelspieler geht – was aber nicht heisst, dass sie die nicht hätten», sagt YB-Trainer Wagner. «Ich bin schon seit vielen Jahren ein Fan.»
In den Genuss von Champions-League-Fussball sind die Fans in Bergamo von ihrer Atalanta noch überhaupt nie gekommen: Erst wich das Team wegen Umbauarbeiten nach Mailand ins San Siro aus, dann war Pandemie. Der erste Gegner in der Königsklasse vor heimischem Publikum werden also die Young Boys sein.
Die Pressekonferenzen bei Atalanta erfolgen trotz der im Ländervergleich rekordhohen Impfquote Bergamos noch immer virtuell. Ein sehr nüchterner Remo Freuler kramt für die italienischen Journalisten etwas widerwillig in seinen Schweizer Erinnerungen. Trainer Gian Piero Gasperini ordnet die Begegnung als «wichtiges, aber kein entscheidendes» Spiel ein. Und die «Gazzetta dello Sport» befragt in ihrer Dienstagsausgabe YB-Verteidiger Jordan Lefort, wie es kommen konnte, dass Cristiano Ronaldo schon zweimal gegen die Young Boys verloren hat. Wie schnell das alles gehen kann.
So könnte YB bei Atalanta spielen:
Von Ballmoos; Hefti, Camara, Lauper, Garcia; Sierro, Martins; Elia, Aebischer, Ngamaleu; Siebatcheu. – Es fehlen: Fassnacht, Zesiger, Nsame, Lustenberger, Zbinden, Monteiro, Petignat (alle verletzt). https://www.bernerzeitung.ch/respekt-fu ... 5352593855
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 13:42 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.09.2021  Zitat: YB-Sportchef Spycher vor Atalanta-Knaller
«Wir müssen über uns hinauswachsen»
Ist YB nach dem Sieg gegen Ronaldos Manchester United nun im zweiten Spiel der Champions League plötzlich gegen Atalanta Bergamo Favorit? YB-Sportchef Christoph Spycher relativiert. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 70692.html
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