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 Beitrag Verfasst: Samstag 13. August 2005, 20:19 
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Usglich, 2:2 Neri, Vorabeit Yakin (87.)!!!


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 Beitrag Verfasst: Samstag 13. August 2005, 20:25 
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Wieder Führig für Schaffhuse 3:2 Da Silva (93.)

Tschou Bidu !!!


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. August 2005, 11:05 
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NZZ, 14.08.2005

Bittere 92. Minute

Young Boys verlieren in Schaffhausen 2:3

Von Peter B. Birrer, Schaffhausen

Schon zur Pause liess Aniello Fontana, der Präsident des FC Schaffhausen, seiner Freude freien Lauf. Das Publikum werde besser als in der letzten Saison unterhalten, sagte er. Zu diesem Zeitpunkt führten die Einheimischen 1:0, in der zweiten Halbzeit nahmen sie zwar noch zweimal den Ausgleich hin, aber Da Silvas Tor in der Nachspielzeit zum 3:2 setzte den für Fontana erfreulichen Schlusspunkt. Fazit: Schaffhausen ist dank guten Transfers (Rama, Weller, Tarone, Disler) besser als letzte Saison, und die neu formierten Berner rennen Ansprüchen und Punkten hinterher.

Was sich ganz am Schluss ereignete, erhitzte die Gemüter. Zuerst glich der YB-Stürmer Neri in der 87. Minute zum 2:2 aus, etwas später lag Sermeter am Boden, was den Schaffhauser Maric jedoch nicht daran hinderte, das Spiel fortzusetzen. Fairplay? Nein, nicht jetzt. Maric flankte, und Da Silva traf. Während sich der Schaffhausen-Trainer Jürgen Seeberger um eine deutliche Antwort drückte («TV-Bilder abwarten»), befand Yakin, dass «wir den Ball immer über die Seitenlinie gespielt haben - das ist kein Fairplay». Das änderte nichts daran, dass die Berner in der ersten Halbzeit enttäuschten, sie spielten passiv und kamen besser ins Spiel, als Schneuwly neben Neri stürmte. Yakin kritisierte die anfänglichen Dispositionen, weil «ein Stürmer zu wenig ist». Das 1:1 erzielte Schwegler mit placiertem Freistoss (60.), doch zehn Minuten später kombinierten sich die technisch versierten Schaffhauser durch - Rama, 2:1.

Obschon die Berner danach Willen zeigten, blieben die Torchancen rar. Dass sie generell in die Kritik geraten, ist besonderen Umständen zuzuschreiben. Schon vor dem Bezug des neuen Stadions hatte Peter Jauch, der Chef im Hintergrund, forsch den Druck erhöht. Als existierte hinter Basel nur noch YB. Schon nach vier Spielen, wovon die Berner deren zwei gegen Yverdon und Xamax souverän gewonnen haben, heizen der nationale und lokale Boulevard die Diskussion um den Trainer an. Als hätte YB keine Baustellen. Letzte Woche urteilten Reporter einer Gratiszeitung den Trainer Hans-Peter Zaugg in perfider, höhnischer Art ab. In der YB- Hektik, zusätzlich erhöht durch Ticket- Probleme im Stade de Suisse, geht vergessen, dass erst ein Neuntel der Meisterschaft absolviert ist. Zudem: Die Young Boys haben vor der Saison fast das ganze Team ausgewechselt.

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. August 2005, 11:06 
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NZZ, 14.08.2005


Historischer Sieg für Schaffhausen

(si) Erstmals seit 44 Jahren vermochten die Schaffhauser die Berner zu schlagen. Mit einem Volleyschuss sorgte Carlos Da Silva in der 92. Minute für die verdiente Entscheidung zum 3:2-Sieg gegen die Young Boys.

Enzo Todisco brachte Schaffhausen vor der Pause nach einem Pfostenschuss von Milaim Rama erstmals in Führung. Der erst 18-jährige Pirmin Schwegler glich nach einer Stunde mit einem herrlichen Freistoss ins Lattenkreuz für YB zum 1:1 aus. Doch Rama war mit seinem dritten Saisontor für den erneuten Vorsprung besorgt, den Neri drei Minuten vor Spielschluss nochmals egalisierte.

Mit nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen wird der Druck auf YB-Trainer Hanspeter Zaugg noch grösser. Sein Trainerstuhl wackelt.

Schaffhausen - Young Boys 3:2 (1:0)

Breite. - 3620 Zuschauer. -- SR Rogalla. -- Tor: 36. Todisco 1:0. 60. Pirmin Schwegler 1:1. 70. Rama 2:1. 87. Neri 2:2. 92. Da Silva 3:2.

Schaffhausen: Herzog; Truckenbrod, Sereinig, Disler, De Souza; Senn (77. Da Silva), Tsawa, Tarone, Weller (84. Oliver Maric); Rama, Todisco (70. Yasar).

Young Boys: Wölfli; Steinsson, Tiago, Portillo 78. Sermeter), Hodel; Häberli, Pirmin Schwegler; Varela (46. Schneuwly, Hakan Yakin, Raimondi (74. Urdaneta); Neri.

Bemerkungen: Schaffhausen ohne Leu und Pesenti x(beide verletzt). YB ohne De Napoli und Friedli (nicht im Aufgebot). 36. Pfostenschuss von Rama. Verwarnungen: 25. Todisco, 66. Disler, 80. Urdaneta, 88. Neri, 89. Tsawa (alle Foul).

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. August 2005, 12:23 
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Nach diesem Spiel dürfte wohl allen klar geworden sein, dass endlich gehandelt werden muss! :fluch:

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. August 2005, 21:45 
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Während sich der Schaffhausen-Trainer Jürgen Seeberger um eine deutliche Antwort drückte («TV-Bilder abwarten»), befand Yakin, dass «wir den Ball immer über die Seitenlinie gespielt haben - das ist kein Fairplay».

Wenn eine Mannschaft im Angriff ist und ein gegnerischer Spieler liegt am Boden, wird der Ball sicher nicht ins Out gespielt. Das hat mit Fairplay nichts zu tun. Sonst könnte ja bei jedem Angriff schnell ein Spieler der gegnerischen Mannschaft sich nach einem Zweikampf auf den Boden legen.

Das ist eine faule Ausrede Hakan! :evil:


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 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2005, 10:02 
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BZ, 15.08.2005

«Die Zeit der Ausreden ist vorbei»

Ein völlig verunsichertes YB unterliegt in Schaffhausen mit 2:3. Es war die erste Niederlage seit 44 Jahren gegen diesen Gegner.
YB-Coach Hans-Peter Zaugg entschied sich in Schaffhausen für eine unkonventionelle Aufstellung. Thomas Häberli agierte zwar vor Hakan Yakin, jedoch hinter Francisco Neri. «Häberli war als hängende Spitze vorgesehen», so Zaugg. Dort wirkte der Captain allerdings auf verlorenem Posten. Begonnen hatte die Partie nicht schlecht für die Young Boys. Fünf starke Minuten reichen indes auch gegen das bescheidene Schaffhausen nicht aus, um drei Punkte zu holen. Wie bereits gegen Aarau (0:0) besass YB in der ersten Hälfte mehr Spielanteile – wusste damit indes nichts anzufangen. Selbst nach dem Gegentreffer zum 0:1, als die Schaffhauser die überforderte YB-Verteidigung schwindlig spielten, waren die Hauptstädter zu keiner Reaktion in der Lage. Bis zum fantastischen Ausgleichstreffer aus heiterem Himmel durch Pirmin Schwegler (aus 25 Metern genau ins Lattenkreuz) wurden die Young Boys gar regelrecht demontiert. Das Tor zum 2:1 durch Milaim Rama läutete eine hoch dramatische Schlussphase ein.

Drei Minuten vor Schluss gelang YB der Ausgleichstreffer: Yakin bediente – unter gütiger Mithilfe der Schaffhauser Abwehr– per Kopf Neri, der zum 2:2 einschob. Das Remis wäre ein fürstlicher Lohn für einen schwachen YB-Auftritt gewesen. Es lief bereits die Nachspielzeit, als plötzlich Gürkan Sermeter am Boden lag. Das Heimteam spielte unbeirrt weiter und kam zum Siegtreffer mit fadem Beigeschmack. «Alle Spieler rechneten damit, dass der Ball ins Aus gespielt würde. Den Gegentreffer dürfen wir trotzdem nicht erhalten», sagte Zaugg. Yakin erklärte sogar: «Traurig, hat es Schaffhausen nötig, zu solchen Mitteln zu greifen.» Yakin sagte, dass YB dringend einen neuen Stürmer brauche: «Für mich wäre es einfacher, hätte ich einen zweiten Stürmer vor mir, den ich mit Bällen versorgen kann.» Mit zwei echten Angreifern möchte der Nationalspieler agieren.
Sportchef Marcel Hottiger zeigte sich von den Forderungen Yakins wenig beeindruckt: «Ein Stürmer wird noch geholt. Es ist jedoch nicht Sache der Spieler, unsere Transfers zu kommentieren», sagte Hottiger. Vielleicht hätte der Regisseur seine Energie besser auf dem Platz eingesetzt, als nach dem 2:3 wutentbrannt auf FCS-Coach Jürgen Seeberger zuzusprinten. Denn wie Hakan Yakin auch treffend formulierte: «Die Zeit der Ausreden ist vorbei.» Definitiv.

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2005, 10:08 
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Bund, 15.08.2005

Hoffnung trotz neuem Tiefschlag

Turbulente Schlussphase in Schaffhausen: Die Young Boys verlieren nach einem Tor in der Nachspielzeit 2:3
Erneut keine Erfolgsmeldung von den Young Boys. In einem zuletzt äusserst spannenden Match wurden die Berner in der Nachspielzeit vom FC Schaffhausen 3:2 besiegt. Ironie des Schicksals: Die Nachspielzeit kompensierte das Schaffhauser Zeitspiel . . .

Es war ein regelrechter Krimi, den die Zuschauer in den letzten Minuten der Partie miterlebten. Die Young Boys, die zweimal einen Rückstand aufgeholt hatten und nun gar den plötzlich möglichen Sieg anstrebten, mussten nach 94 Minuten und einigen Sekunden bei einem Konterangriff nach einem Durcheinander in der eigenen Abwehr noch das dritte Gegentor hinnehmen. Statt 2:3 (oder wenigstens 2:2) hiess es 3:2 für Schaffhausen – YB war am Boden.

Der fatale Gegentreffer wäre leicht vermeidbar gewesen, wenn die Young Boys in diesen turbulenten Schlussminuten nicht völlig die Übersicht verloren hätten. So blieb Sermeter bei einem Ballverlust knapp ausserhalb des eigenen Strafraums liegen – wohl im Glauben, die Schaffhauser spedierten den Ball ins Out (oder der Schiedsrichter unterbreche die Partie). Doch dem war nicht so: Der FC Schaffhausen spielte verständlicherweise weiter und nützte das Tohuwabohu in der YB-Abwehr kurz vor dem Schlusspfiff zum Siegtor. Zur Nachspielzeit von vollen fünf Minuten – welch eine Ironie – war es gekommen, weil der Schiedsrichter verschiedene «Verletzungspausen» des zeitspielenden Schaffhauser Stürmers Rama kompensierte.


Ein stetes Auf und Ab

Da war also viel Pech dabei für die Young Boys, welchen zurzeit nichts erspart zu bleiben scheint. Dennoch: Trotz der schmerzhaften Niederlage darf aus Berner Sicht festgestellt werden: Zumindest in der zweiten Halbzeit war die Leistung der Gelb-Schwarzen um einiges besser, als zuletzt gegen Aarau (0:0) gezeigt – insbesondere in kämpferischer Hinsicht liessen sie keine Wünsche mehr offen. Zuletzt mussten sie sich auf dem Breite-Rasen einem Gegner beugen, der im Vergleich zur Vorsaison klar stärker geworden ist und dem auch das Glück des Tüchtigen beistand. Wer die Schaffhauser am Samstag gegen YB spielen und vor allem kämpfen sah, wunderte sich über die bisher recht guten FCS-Resultate nicht mehr.
Auch die Young Boys trugen einiges bei zum spektakulären Match in Schaffhausen – auch wenn sie sich zuletzt wie die Geprellten vorkommen mussten. Immerhin kämpften sie sich zweimal nach (läppisch eingehandelten) Verlusttoren wieder an den Gegner heran, ja, sie entwickelten sowohl nach dem 1:1-Ausgleichstreffer Schweglers als auch später, nach dem 2:2 Neris, derart viel Druck, dass männiglich im Stadion nun sogar den Siegestreffer der Berner erwartete . . . Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.


Nicht die Schuld des Trainers

Was haben die Young Boys in Schaffhausen falsch gemacht? Nun, eines steht jedenfalls fest: Die Mannschaft zeigte Moral und kämpfte buchstäblich bis zum Umfallen, sie war gewiss gut auf den Gegner eingestellt. YB verlor bestimmt nicht aufgrund von Fehlern des Trainers.
Allerdings: In der ersten Halbzeit blieben die Berner nach einer guten Startphase (mit zwei, drei Chancen) zu passiv und erlaubten es dem Stimmungsteam des Gegners, in dieser Partie überhaupt Tritt zu fassen. Und so kam es, wie es kommen musste: Ein verlorener Zweikampf Häberli - Rama (der Schiedsrichter hätte auch auf Foul entscheiden können) im Mittelfeld, Konterangriff – Tor für Schaffhausen. Was es heisst, gegen diesen Gegner in Rückstand zu liegen, werden im Verlauf der Saison noch andere Teams erfahren.


Das Prachtstor Schweglers

Doch die Young Boys kämpften sich in der zweiten Halbzeit wieder heran. Schütze des 1:1, das bei YB eine exakt fünfstündige (!) torlose Zeit beendete, war der junge Pirmin Schwegler. Der Nachwuchs-Nationalspieler verwertete einen Freistoss aus 27 Metern in der Manier eines Ausnahmekönners ins nahe hohe Eck. Goalie Herzog hatte keine Abwehrchance.
Nach gut einer Stunde hiess es also 1:1 – die Berner wollten nun noch mehr, aber sie brachten sich selbst um die Früchte ihrer Anstrengungen: Bei einem der stets gefährlichen Schaffhauser Konter verrechnete sich YB-Goalie Wölfli nicht zum ersten Mal beim Herauslaufen. Rama besorgte das 2:1 (70.). Doch die Young Boys gaben sich nicht geschlagen, sie erkämpften sich durch Neri (Vorarbeit Yakin) erneut den Ausgleich (87.) – um in der Schlussphase der Verlängerung wie eingangs geschildert das Spiel noch zu verlieren . . .


Geduld ist gefragt

Auch wenn sie einiges Pech hatten: Die Young Boys befinden sich offensichtlich in einem Stabilisierungsprozess. Da ist weiterhin Geduld angebracht, die Mannschaft verdient, wenn sie weiterhin ähnlich nach vorne spielt wie phasenweise in Schaffhausen, sicherlich weiteren Kredit.
Dafür plädierte auch Trainer Hans-Peter Zaugg, der nach steter Kritik an seiner Person äusserlich sehr ruhig bleibt: «Wir haben in einem schwierigen Spiel sehr viel Moral gezeigt. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft über kurz oder lang weiter Fortschritte machen wird – man darf nicht vergessen: Gegen Schaffhausen spielten wir in unserer Startformation im Vergleich zur letzten Saison mit sieben neuen Spielern.»
Es ist anzunehmen, dass Zaugg diese Fortschritte mit seinem Team noch machen darf. Sportchef Hottiger erinnerte auch in Schaffhausen daran, dass man von heute auf morgen noch nie eine Spitzenmannschaft habe schaffen können: «In die vorderen Ränge aber werden wir kommen, die Meisterschaft ist noch lang!»
Heute Montag (18.30 Uhr, Stadion Solothurn) werden die Young Boys gegen Al Ahli Dubai (trainiert von Winnie Schäfer) eine Trainingspartie austragen: Die Berner werden dabei zwei mögliche neue Stürmer testen.



SCHAFFHAUSEN - YB 3:2 (1:0)


Breite. – 3620 Zuschauer. – SR Rogalla. – Tor: 36. Todisco 1:0. 60. Schwegler 1:1. 70. Rama 2:1. 87. Neri 2:2. 95. Da Silva 3:2. – Verwarnungen: 25. Todisco, 66. Disler, 80. Urdaneta, 88. Neri, 89. Tsawa (alle Foul).


Schaffhausen: Herzog; Truckenbrod, Sereinig, Disler, De Souza; Senn (77. Da Silva), Tsawa, Tarone, Weller (84. Oliver Maric); Rama, Todisco (70. Yasar).
Young Boys: Wölfli; Steinsson, Tiago, Portillo (78. Sermeter), Hodel; Schwegler; Varela (46. Schneuwly), Yakin, Raimondi (74. Urdaneta); Häberli; Neri.

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2005, 10:11 
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Schaffhauser Nachrichten, 15.08.2005

«Ich habe meiner Freude freien Lauf gelassen»

Als Schiedsrichter René Rogalla nach 95 Spielminuten die Partie auf der Breite abpfiff, konnte sich Schaffhausens überragender Abwehrchef Mark Disler nicht mehr zurückhalten. Er ballte die Faust und schrie seine Freude heraus. Immer und immer wieder, dabei hatte er die Bank von Berns Trainer Hanspeter Zaugg fest im Visier.


Genugtuung verspürt

Denn Disler verspürte eine grosse Genugtuung, dass sein neuer Verein den Vergleich mit seinem alten Club gewonnen hatte. Wenige Tage vor Saisonstart hatten sich die Probleme die der damalige Captain der Young Boys Bern mit seinem Trainer und einigen Vereinsgewaltigen hatte, entladen. Mit der Folge, dass der Stammspieler von der Bundeshauptstadt zum Provinzclub nach Schaffhausen wechselte und fortan dort die Abwehr verstärkte. «Natürlich war das heute für mich ein emotionaler Match», so der Abwehrchef, der erneut eine herausragende Leistung zeigte. Die Geste nach dem Schlusspfiff sei keine Abrechnung mit Zaugg gewesen. «Ich habe lediglich meiner Freude freien Lauf gelassen», so Mark Disler. Der Sieg sei verdient, aber ein hartes Stück Arbeit gewesen. Trotzem verspüre er eine starke Genugtuung nach dem Sieg, der Mark Disler so gut tut. Auch Trainer Jürgen Seeberger durfte zufrieden sein. «Solche Einwechselspieler wünscht man sich als Trainer. Wenn man sie bringt, können Sie noch etwas anreissen», so der FCS-Trainer.


Seebergers Einwechslungen

Zunächst hatte er Ursal Yasar gebracht. Nach nur wenigen Sekunden auf dem Platz legte der lange Stürmer den Ball seinem Kollegen Milaim Rama auf, der prompt mit seinem dritten Tor für Schaffhausen das 2:1 erzielte. Die nächste Einwechslung, Carlos Da Silva erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer. «Letzlich ist es egal wer die Tore schiesst. Hauptsache, sie fallen. Wichig ist für uns, dass wir die Punkte geholt haben.» Die Flanke, die zum 3:2 führte, schoss der ebenfalls eingewechselte Oliver Maric, der zufrieden vom Platz ging. «Dieser Sieg ist für uns wichtig, weil wir den Anschluss ans Mittelfeld geschafft haben. Er erleichtert auch die nächsten Aufgaben. Gleichzeitig hat er gezeigt, dass wir als Mannschaft so weit gefestigt sind, dass wir nach Negativerlebnissen reagieren können und in der Lage sind, auch eine solches Spiel noch zu gewinnen.» Das sei gut für die Moral der Spieler. (dfk)

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2005, 10:12 
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Schaffhauser Nachrichten, 15.08.2005

Der bittere Beigeschmack

«Es bleibt ein bitterer Beigeschmack», so Bern-Trainer Hanspeter «Bidu« Zaugg nach der Partie. Seine Spieler hätten eigentlich erwartet, dass die Schaffhauser unmittelbar vor dem 3:2-Siegtreffer für Schaffhausen den Ball ins Aus schiessen, das habe wohl die entscheidene Konzentration gekostet, so Zaugg weiter. Was war geschehen? Nach einem Luftkampf mit Ursal Yasar blieb Berns Sermeter benommen liegen. Normalerweise spielt die in Ballbesitz befindliche Mannschaft das Leder ins Seitenaus, um eine medizinische Behandlung des angeschlagenen Spielers zu ermöglichen. Nicht so am Samstag. Der eingewechselte Oliver Maric schnappte sich den Ball und schlug eine gefühlvolle Flanke vor das Tor der Young Boys. Das hatte der ebenfalls eingewechselte FCS-Mittelfeldspielder Carlos Da Silva gespürt und war in den Strafraum gesprintet. In Höhe des Fünfmeterraumes erwischte Da Silva den Ball volley und schoss ihn unhaltbar für Berns Goalie Wölfli zum umjubelten 3:2-Siegtreffer ein. Von den Schaffhauser Spielern hatte hinterher keiner ein schlechtes Gewissen, weil gegen die ungeschriebenen Gesetze des Fairplays verstossen worden sein soll. Auch Trainer Zaugg wollte die Niederlage aber nicht den angeblich unfairen Schaffhausern anlasten. (dfk)

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