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 Beitrag Verfasst: Dienstag 3. November 2020, 12:43 
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BSC Young Boys - FC St. Gallen

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Stadion Wankdorf, Bern
Sonntag, 8. November 2020
Zeit: 16:00 Uhr

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Webseiten FC St. Gallen:
http://www.fcsg.ch
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https://www.gruenweiss.sg
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http://www.transfermarkt.ch/de/fc-st-ga ... n_257.html
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Forum FC St. Gallen:
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Statistiken / Vergleiche FC St. Gallen:
http://www.sfl.ch/superleague/klubs/fc-stgallen-1879
https://www.transfermarkt.ch/bsc-young- ... ht/3432769
https://www.football-lineups.com/team/F ... 21/fixture
https://de.soccerway.com/teams/switzerl ... -1879/2177
https://de.soccerway.com/matches/2020/1 ... 79/3361639
https://de.soccerway.com/matches/2020/1 ... /head2head
https://www.fussballdaten.de/schweiz/2021/7
https://www.fussballdaten.de/vereine/yo ... -st-gallen
http://www.weltfussball.com/teams/bsc-y ... -gallen/11
http://de.fcstats.com/vergleich,bsc-you ... 81,889.php
https://www.kicker.de/4678017/spielinfo ... -st-gallen


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. November 2020, 13:43 
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04.11.2020

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Topspiel im Fussball: YB gegen den grün-weissen Wanderprediger

Über die grossen Highlights im Sport reden viele. Aber nur wenige kennen diese Events aus nächster Nähe. Im Podcast «Ufwärmrundi» blicken Insider auf das kommende Sport-Highlight voraus. Jede Woche neu. Aktuell: Der Spitzenkampf im Schweizer Fussball aus Sicht der St. Galler.

Er hatte sich viel vorgenommen: Als Matthias Hüppi vor knapp drei Jahren Präsident des FC St. Gallen wurde, wollte er mit seinem Klub zurück in die Herzen der Ostschweizerinnen und Ostschweizer. Und tatsächlich: Wenn Menschen ins Stadion durften, stieg die Zahl der Fans letzte Saison durchschnittlich auf fast 14'000.

In der «Ufwärmrundi» erzählt Matthias Hüppi, wie er das geschafft hat, warum er sich auch als Wanderprediger fühlt und wie er das aktuelle Team sieht.

Zusammen mit Moderator Jann Billeter schaut auch Mario Gehrer auf das verrückteste Spiel der letzten Saison zurück: St. Gallen-YB im Februar 2020. Noch mit über 19'000 Fans im Stadion. Kommentiert von Gehrer.

Warm machen! Für den Spitzenkampf im Schweizer Fussball am Sonntag im Wankdorf (ab 15:50 Uhr live auf SRF zwei): mit der «Ufwärmrundi».


https://www.srf.ch/sport/allgemein/spor ... erprediger

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 Beitrag Verfasst: Freitag 6. November 2020, 18:27 
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06.11.2020

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FCSG-Trainer Peter Zeidler vor der Partie bei den Young Boys: «Wir sind zu einem Effort fähig»

Nach zwei Niederlagen in Folge trifft der FC St.Gallen am Sonntag auswärts auf die Young Boys und seinen früheren Captain Silvan Hefti. Es ist ein Spitzenspiel: Meister gegen Vizemeister, Erster gegen Zweiter. Trotzdem sind die Ostschweizer im Wankdorf nur Aussenseiter.

Die St.Galler müssen in Bern auf Stürmer Florian Kamberi verzichten, der sich nach einem positiven Coronatest in Isolation befindet. Dem 25-Jährigen gehe es gut, sagt Trainer Peter Zeidler.

Am Freitag liessen sich Spieler und Trainerstab wie schon zu Beginn der Woche erneut testen, die Resultate standen am Freitagabend noch aus. Ebenfalls fehlen werden im Wankdorf die verletzten Lorenzo Gonzalez und Nicolas Lüchinger.

Die Young Boys beeindrucken Zeidler

Obwohl der FC St.Gallen zum Saisonstart dreimal in Folge mit 1:0 gewonnen hat und zwischenzeitlich gar Leader war: Nach dem 0:1 in Lugano und dem 1:3 gegen Basel reist er als Aussenseiter nach Bern.

Die Young Boys bezwangen am Donnerstag in der Europa League CSKA Sofia souverän mit 3:0. Zweifacher Torschütze war der 19-jährige Felix Mambimbi. Die Chancen, europäisch zu überwintern, stehen gut.

Silvan Hefti, der nach der vergangenen Saison St.Gallen verliess und zu den Young Boys wechselte, hat sich gut eingefügt in der neuen Heimat. Der 23-Jährige ist unbestrittener Stammspieler

In der Super League ist der Meister mit einem Spiel weniger und einem Punkt mehr Leader vor dem FC St.Gallen, der bis anhin als einziges Team alle Partien wie vorgesehen bestreiten konnte. Trainer Zeidler zeigt sich beeindruckt vom Auftritt der Berner in der Europa League:

«Die Young Boys verfügen über einen klaren Plan. Ihre Körpersprache verrät, wie überzeugt sie von sich sind.»

Nur gelte es, nicht in Ehrfurcht zu erstarren. «Wir sind zu einem Effort fähig, allerdings müssen wir dafür einiges besser machen als zuletzt», sagt der Deutsche.

Dass am Freitagmittag nur gerade zwei Medienschaffende an der Pressekonferenz im Kybunpark anwesend sind, wertet Zeidler als ein Zeichen, «dass nicht viele auf uns setzen. Doch das hat auch seinen Reiz.»

Das unvergessene 3:3 vom 23. Februar 2020

In der vergangenen Saison waren Partien zwischen diesen beiden Teams meist ein Spektakel: Unvergessen bleiben – trotz der Punktverluste – das 3:4 im Wankdorf vor fast genau einem Jahr, und, vor allem, das mitreissende 3:3 vom 23. Februar in einer tollen Atmosphäre. Dieses Spiel sei in die Geschichte des FC St.Gallen eingegangen, sagt der Trainer. Und:

«Die Zuschauer fehlen uns total. Das kann man schon einmal so offen sagen. Ich wüsste nicht, wie das Heimspiel gegen Basel vor Publikum ausgegangen wäre. Aber vielleicht sieht die Welt im nächsten Jahr wieder anders aus.»

Noch immer ist der FC St.Gallen seit dem Neubau des Wankdorfstadions in Bern ohne Sieg. Die letzte Begegnung der vergangenen, so spannenden Saison entschieden die Young Boys mit 3:1 für sich.

Nach der Partie in Bern geht die Meisterschaft in die Länderspielpause. Am Donnerstag testet der FC St.Gallen im Kybunpark gegen das Challenge-League-Team aus Aarau. Die Partie findet ohne Zuschauer statt. Am 22. November empfangen die Ostschweizer Aufsteiger Lausanne-Sport mit Trainer Giorgio Contini.


https://www.tagblatt.ch/sport/fcstgalle ... ld.1276488

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 Beitrag Verfasst: Freitag 6. November 2020, 20:13 
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06.11.2020

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YB vor dem SpitzenkampfFunke ohne Feuer

Die mitreissende Darbietung der Young Boys in der Europa League hallt nach. Und erinnert an die Duelle mit dem Gegner am Sonntag, dem FC St. Gallen.

Der Funke immerhin, er war da. Und in einer Welt ohne Corona hätte das Publikum im Wankdorfstadion dank diesem Funken Feuer gefangen. Es wäre eine dieser europäischen Nächte geworden, dieses 3:0 gegen ZSKA Sofia am Donnerstagabend, so ein Moment, wie ihn die Young Boys über die Jahre immer mal wieder im eigenen Stadion erlebt haben, mit tollem Fussball, mit Emotionen, mit richtig Schmiss, kurz: mit einer Darbietung, die mitreisst.

So aber blieb es beim Funken.

Es war das gefühlt erste Mal in dieser Saison, dass die Young Boys diese Vorahnung von Feuer zu erzeugen vermochten. Zu lähmend waren bislang oft die erschwerenden Umstände der Corona-Pandemie, zu bieder blieb die bestenfalls effiziente YB-Offensive.

Und bei der ersten YB-Gala der Saison schwangen sich zwei Fussballer zu Protagonisten auf, mit denen man nach den Entwicklungen in den letzten Wochen nicht wirklich gerechnet hatte.

Da war am Donnerstag der mit 19 Jahren Zweitjüngste in Gelb-Schwarz, Felix Mambimbi, in der letzten Saison lange Zeit nur ein Versprechen, in dieser Spielzeit schon mit drei Toren. Er grinste nach seiner starken Vorstellung, es war genau der Schuss Schalk, der ihm schon bei seinem 1:0 zum Erfolg verholfen hatte, als er hinter seinem grossen Sturmpartner Jean-Pierre Nsame fast unbemerkt und unverhofft zum Ball kam. «Die Bulgaren haben sich in dieser Szene etwas stark auf Jean-Pierre konzentriert, da war ich ganz froh drum», erzählte Mambimbi.

Mit seiner Nomination bewies Trainer Gerardo Seoane ein gutes Gefühl. Auch ihm ist aufgefallen, dass Goalgetter Nsame auf internationalem Niveau bei der Analyse durch den Gegner seiner Quote wegen unweigerlich heraussticht und deshalb sehr viel Zuwendung durch die gegnerischen Innenverteidiger erfährt. Dadurch werden Räume frei, im Sturm, aber auch dahinter. «Wir haben versucht, einen Spieler zu finden, der diese Räume bespielt», sagte Seoane, «und Felix hat das toll gemacht.»

Die Verheissung auf einen echten Schlagabtausch

Da war am Donnerstag aber auch der mit 31 Jahren Zweitälteste der Berner Startformation, Miralem Sulejmani, in den letzten Jahren eine absolute Grösse im Verein, in dieser Saison bislang blass. Aber im Spiel gegen Sofia werden plötzlich Erinnerungen an seine besten Zeiten wach, weil er sich bewegt, weil er sich durchsetzt, flankt und schiesst wie damals. Ein Tor, das erste seit seinem Treffer gegen Klaksvik Ende August, und zahlreiche starke Szenen werden es am Ende, und dem stillen, aber ungemein höflichen Serben dürfte es nicht ganz unrecht gewesen sein, gibt es in Pandemie-Zeiten bedeutend weniger Interviews nach den Spielen.

«Dieser Auftritt ist wertvoll für ihn», sagt sein Trainer Seoane. Er sieht ihn nach seiner schwierigen Verletzungsgeschichte zuletzt auf dem Weg zurück zu alter Stärke. «Es ist jetzt wichtig, dass er länger ohne Beschwerden bleibt.»

Pünktlich zum Spitzenkampf also spielen sich die Young Boys irgendwo in die Formregion jenes kompromisslosen Offensivfussballs, mit dem sie vergangene Saison zumindest vor der langen Pause den Grundstein für den dritten Titel in Serie gelegt haben. Das Spiel gegen St. Gallen ist der erste Vergleich seit dem bis zuletzt spannenden Meisterrennen im Corona-Sommer – und es ist die Verheissung auf einen echten Schlagabtausch.

3:2, 4:3, 3:3 und 3:1 endeten die vier Partien letzte Saison aus Berner Sicht. Es sind nicht nur die Kennzahlen spektakulärer Fussballspiele, sondern auch Zeugnisse der gerade in der letzten Saison schon fast zur bedingungslosen Offensive verdammten Spielweise von St. Gallens Trainer Peter Zeidler. Im Zusammenhang mit dem schier unbändigen Drang aufs gegnerische Tor fragte man sich damals bei seinem Team zuweilen, wie flexibel es ist. Neun Tore erzielte es in vier Spielen gegen YB, daraus resultierte nur ein gewonnener Punkt.

Heute scheint die Mannschaft variabler, offensiv aber auch etwas zahmer. Dennoch sagt YB-Trainer Seoane: «Die kleine Super League hat den Vorteil, dass man sehr oft auf dieselben Gegner trifft. Wir wissen, wie St. Gallen spielt.»

Die Duelle aus der letzten Saison sind noch präsent, allen voran das 3:3 Ende Februar in St. Gallen. Eine Penalty-Wiederholung führte mit der allerletzten Aktion des Spiels zum dramatischen Ausgleich für YB in der 99. Minute. Es war in der Schweiz das letzte Spiel vor Publikum, das letzte echte Feuer vor der Corona-Pause.

Am Sonntag bleibt das Stadion leer, einzig spielerisch kündigt sich Spektakel an.

Der Funke immerhin, er ist da.


https://www.bernerzeitung.ch/funke-ohne ... 4188900896

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 Beitrag Verfasst: Freitag 6. November 2020, 22:20 
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Die personelle Situation bei YB

Für das Spiel gegen den FC St. Gallen fallen bei YB die verletzten Spieler Sandro Lauper, Christopher Martins, Marvin Spielmann und Esteban Petignat aus.


Matchprogramm

Das Matchprogramm zum Spiel YB - St. Gallen in digitaler Form:

Web-Ansicht (ISSUU): https://issuu.com/bscyb1898/docs/20201108-yb-fcsg_mp
Download (PDF): https://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/ ... MP_WEB.pdf



Philippe Montandon: «St. Gallen kann wieder zu den Top 3 gehören»

Philippe Montandon (38) hat eine mehrjährige Vergangenheit als Profi beim FC St. Gallen. Der ehemalige Innenverteidiger ist heute Immobilienvermarkter - und Experte beim Bezahlsender blue Sport.

***

Welches Bild haben Sie bislang vom FC St. Gallen in dieser noch jungen Saison?
Was den Spielstil angeht, hat sich an meinem Eindruck gegenüber der letzten Meisterschaft nicht viel geändert. Die St. Galler boten erfrischenden Fussball, und sie bemühen sich auch jetzt darum, die Offensive zu suchen. Wobei aber auffällt, dass ein gewisses Selbstverständnis noch fehlt.

Hängt das primär mit den Abgängen von Spielern zusammen, die 2019/20 tragende Elemente waren?
Wenn Stürmer wie Cedric Itten oder Ermedin Demirovic nicht mehr da sind, die zusammen 33 Tore erzielten, macht sich das automatisch bemerkbar. Und mit Silvan Hefti verliess eine weitere Stütze den Verein. Mit Kwadwo Duah und Florian Kamberi wurden zwei Stürmer geholt, die Qualität haben, kein Zweifel. Aber es ist auch eine Tatsache: Die beiden benötigen etwas Zeit, um ihre Rolle zu finden und zu helfen, dass St. Gallen wieder in einen Lauf kommt wie letzte Saison.

Trauen Sie dem FCSG zu, dass er sich erneut in der Spitzengruppe der Liga etablieren kann?
Ich glaube schon, dass die Mannschaft insgesamt über genügend Substanz verfügt, um zu den Top 3 zu gehören. Einiges hängt davon ab, wie schnell sich die Neuverpflichtungen zurechtfinden und die Philosophie von Trainer Peter Zeidler verinnerlicht haben. Nicht unwichtig ist für mich zudem die Frage: Wie sehr fällt ins Gewicht, dass keine Zuschauer im Stadion dabei sein dürfen? Das euphorische Publikum trägt und beflügelt die Spieler oft. Nun muss das Team ohne diese Unterstützung auskommen.

Was zeichnet in Ihren Augen die Young Boys aus?
Das breite, hochwertige Kader. Was YB am Donnerstag gegen ZSKA Sofia vor allem in der ersten Halbzeit zeigte, war stark und erfreulich. Einen grossen Vorteil gegenüber Konkurrenten sehe ich darin, dass mehrere Stürmer in der Lage sind, Tore zu erzielen. Es hängt nicht alles an Jean-Pierre Nsame. Das zeigte sich gerade gegen Sofia, als Felix Mambimbi gleich zweimal traf. YB tritt variabel auf und ist für mich Titelfavorit Nummer 1.




Die spektakulären Duelle mit St. Gallen

In der vergangenen Saison fielen in den vier Spielen gegen die Ostschweizer 22 Tore. Die Mannschaft von Peter Zeidler startete in die neue Meisterschaft mit drei Siegen, hat nun aber dreimal in Folge nicht mehr gewonnen.

***

Wenn YB-Trainer Gerry Seoane an die Duelle mit dem FC St. Gallen in der vergangenen Saison zurückdenkt, tut er das mit einer gewissen Begeisterung. In den vier Begegnungen fielen 22 Tore, mit Offensivfussball wurde beste Unterhaltung und Spektakel geboten. Oder um es mit den Worten von Seoane zu sagen: «Jedes einzelne Spiel machte Spass und war gute Werbung für den Schweizer Fussball.» Gefallen daran fand Seoane nicht zuletzt deshalb, weil YB dreimal Sieger blieb und einmal ein 3:3 erreichte.

Die St. Galler etablierten sich in der Super League auf Platz zwei, am Ende betrug ihr Rückstand auf den Meister acht Punkte. Mit 79 Toren erzielten sie in den 36 Runden nur eines weniger als YB. Als besonders treffsicher erwiesen sich Cedric Itten (19 Treffer) und Ermedin Demirovic (14). Die beiden verliessen nach der Saison aber die Ostschweiz. Itten steht nun in Schottland bei den Glasgow Rangers unter Vertrag, Demirovic zog es zum SC Freiburg in die Bundesliga. Ausserdem wechselte mit Silvan Hefti ein weiterer gestandener Spieler den Verein. Für ihn wird das Spiel am Sonntag eine spezielle Affiche, wenn der frühere St. Galler Captain mit YB auf seine ehemaligen Kollegen trifft. «Ich habe in St. Gallen elf tolle Jahre verbracht und bin dafür sehr dankbar», sagt Hefti. Doch es sei Zeit gewesen, den nächsten Schritt zu machen. "Nach rund zwei Monaten bei YB fühle ich mich in meiner Meinung bestätigt, dass ich mich in Bern sehr gut weiterentwickeln kann. Wir sind gut in die Saison gestartet, aber wir wissen auch, dass wir noch Potenzial zur Steigerung haben." Besonders gefreut hat er sich über den 3:0-Sieg vom Donnerstag gegen ZSKA Sofia: «Es war mein erster Sieg in einer europäischen Gruppenphase. Das war ein speziell schönes Erlebnis».

Eine der Neuverpflichtungen des FCSG hat eine Vergangenheit bei YB: Kwadwo Duah. Der 23-Jährige durchlief in Bern mehrere Nachwuchsstufen und debütierte im Juli 2016 unter Trainer Adi Hütter in der Super League. Danach führte ihn sein Weg über Xamax, Winterthur und Servette zu Wil. Mit zwölf Treffern war er – gemeinsam mit seinem Teamkollegen Valon Fazliu – die erfolgreichste Offensivkraft des Challenge-League-Klubs 2019/20 und erhielt in diesem August bei St. Gallen einen Vertrag bis 2022.

Die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation war für St. Gallen der Lohn für Rang 2 in der vergangenen Spielzeit. Allerdings wurde der Einzug in die Play-offs verpasst. Im eigenen Stadion wurde das Team von Trainer Peter Zeidler von AEK Athen 0:1 bezwungen. Dafür gelang der Start in die Meisterschaft auf ideale Weise: 1:0 gegen Sion, 1:0 in Vaduz, 1:0 gegen Servette - 3 Spiele, 9 Punkte. Aus den letzten drei Runden resultierte aber nur noch ein Zähler. Auf das 2:2 in Luzern folgte ein 0:1 in Lugano und vor einer Woche dieses 1:3 gegen den FC Basel, das Zeidler als «ärgerliche Niederlage» bezeichnete: «Wir haben viele Dinge richtig gemacht, verloren aber gegen einen abgezockten Gegner.» Der 58-jährige Deutsche richtete noch am gleichen Abend den Blick nach vorne und strahlte Zuversicht aus: «Wir kommen wieder.»

Bildlegende: Gaudino und Hefti waren im letzten Meisterschaftsspiel der Saison 2019/20 noch Gegner, heute spielen sie gemeinsam bei YB.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 7. November 2020, 12:06 
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07.11.2020

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Der Berner beim FC St. Gallen

«Schade, hat man mir bei YB nicht mehr Zeit gegeben»

Kwadwo Duah, bei den Young Boys ausgebildet, ist Hoffnungsträger im St. Galler Sturm. Wie es dazu kam und warum YB-Sportchef Christoph Spycher nichts bereut.

Die Hochhäuser ragen ringsherum in die Höhe, mittendrin der kleine Platz des FC Bethlehem. Hier hat Kwadwo Duah begonnen Fussball zu spielen, im nahen Tscharnergut wohnen seine ghanaischen Eltern noch immer. Der 23-Jährige ist in Berns Westen sozialisiert und bei YB ausgebildet worden, 2008 wechselte er in die Nachwuchsabteilung der Young Boys. Er bezeichnet sich als Berner durch und durch.

Doch wenn der Meister am Sonntag den Zweiten St. Gallen zum Spitzenspiel der Super League empfängt, stürmt Duah nicht in den Reihen der Young Boys, sondern als Hoffnungsträger beim Gegner. Vom FC Wil auf diese Saison hin zum FCSG gekommen, hat er sich bei den Ostschweizern auf Anhieb einen Stammplatz erobert und zuletzt beim 1:3 gegen Basel sein zweites Saisontor erzielt.

Sein Aufstieg wirft Fragen auf: Hätten die Young Boys ihrem Talent nicht mehr Vertrauen schenken müssen? Sind Fehler begangen worden? Oder musste es so kommen? Erklärungen und Antworten in 4 Episoden.

Der «Hoarau der Zukunft»

2014 wird Christoph Spycher Talentmanager bei den Young Boys, fortan beschäftigt sich der heutige Sportchef ausgiebig mit Duah. Dieser gilt als eines der grössten Talente im Nachwuchs, er wird regelmässig für das Schweizer Juniorennationalteam aufgeboten. Duahs Talent sei augenfällig gewesen, sagt Spycher, die Schnelligkeit, der starke Abschluss, die Fähigkeit, auch bei höchstem Tempo mit dem Ball am Fuss etwas kreieren zu können.

«Den talentiertesten Spielern fällt oft vieles zu leicht. Das kann sich negativ auswirken.»
YB-Sportchef Christoph Spycher

Duahs Aufstieg ist rasant, in seinem dritten Einsatz in der Super League erzielt er im Oktober 2016 gegen St. Gallen sein erstes Tor in der Super League. Das Onlineportal «Watson» versteigt sich zur Aussage, dass Duah der Hoarau der Zukunft sei.

Doch, und das ist das Paradoxe an Duahs Werdegang: Gerade sein grosses Talent sorgt dafür, dass er sich beim letzten Schritt zum Profi schwertut. Dieses Phänomen habe er etliche Male beobachtet, sagt Spycher. «Ganz grundsätzlich betrachtet, fällt den talentiertesten Spielern oft vieles zu leicht. Sie gehören mit wenig Aufwand zu den Besten in ihren Jahrgängen. Das kann sich negativ auswirken», sagt der 42-Jährige. Denn in einer Profimannschaft würden sich die Besten aus 10 bis 20 Jahrgängen befinden, dazu kämen ausländische Spieler. «Um sich bei den Profis etablieren zu können, benötigt es Biss. Doch diesen Biss kann man nur entwickeln, wenn man auch mal konsequent kämpfen muss.»

Die Enttäuschung bei YB

Im Februar 2017 entscheidet YB, Duah an Xamax auszuleihen. Spycher, jetzt als Sportchef tätig, hofft, dass Duah der Schritt aus dem «Kosmos YB» die Augen öffnet. Damit er begreife, dass die Realität nicht immer rosarot wie Zuckerwatte sei, sondern manchmal hart wie altes Brot.

In Neuenburg bleibt für die Offensivkraft nur eine Nebenrolle, im Sommer folgt ein Leihengagement in Winterthur. 26 Partien bestreitet er in der Challenge League, YB wähnt Duah nun auf dem richtigen Weg. Die Ausleihe zu Servette soll ihm den letzten Schliff geben. Doch das Jahr bei den Genfern, die den Aufstieg in die Super League anstreben, verläuft enttäuschend. Duah ist – auch aufgrund einer Verletzung – bestenfalls Ergänzungsspieler.

«Schade, hat man mir nicht mehr Zeit gegeben.»
Kwadwo Duah

Spricht man mit Duah über diese Zeit, weiss er nicht viel Gutes zu berichten. Gerade bei Xamax und Servette habe er nie das Gefühl gehabt, gebraucht zu werden. Er hätte sich auch mehr Unterstützung von den Young Boys erhofft. Die Leihspieler fallen damals in den Tätigkeitsbereich Spychers, der etliche andere, wichtigere Dossiers zu betreuen hat. Patrik Schuler, der als rechte Hand des Sportchefs nun für die Leihspieler zuständig ist, fängt erst im Frühjahr 2019 bei den Young Boys an. Duah sagt, er habe sich in dieser Zeit nicht als Teil von YB gefühlt. «Und ich hätte mir gewünscht, dass mir der Club mehr Geduld entgegenbringt.» Auch wenn die Konkurrenz im Sturm mit Hoarau und Co. gross gewesen sei, sagt er: «Schade, hat man mir nicht mehr Zeit gegeben.»

Der Einfluss von Sforza

Zurück aus Genf, ist für Duah im Sommer 2019 klar, dass er die Young Boys verlassen muss. YB willigt ein, seinen bis 2020 gültigen Vertrag aufzulösen, im Wissen, für Duah keine Ablöse zu erhalten. Duah bevorzugt einen Wechsel innerhalb der Super League. Doch als klar wird, dass nur loses Interesse besteht, lässt er sich vom Gang in die Challenge League zum FC Wil überzeugen. Dort ist Ciriaco Sforza im Amt, und der jetzige Trainer des FC Basel macht Duah in den Gesprächen deutlich, auf ihn setzen zu wollen.

Sforza hält Wort, 33 von 36 Ligapartien bestreitet Duah für Wil. Und wenn er einmal nicht liefert, bestärkt ihn sein Trainer, sich nicht beirren zu lassen. Sforza sei der perfekte Coach für ihn gewesen, sagt Duah. Er entwickelt sich zu einem der torgefährlichsten Spieler der Challenge League, 12 Treffer erzielt er und empfiehlt sich damit für einen Transfer in die Super League.

Womöglich hätten sich Duah und Sforza letzten Sonntag vor dem Spiel zwischen St. Gallen und Basel nicht als Gegner unterhalten, wäre der Stürmer nicht schon zu den Ostschweizern gewechselt, als Sforza Ende August beim FCB unterschrieb. Wobei Duah sagt: «St. Gallen wäre für mich so oder so die erste Wahl gewesen.»

Die Rückkehr nach Bern

Im Sommer 2020 bemühen sich mehrere Vereine aus der Super League um Duah. Aber keiner tut es mit Vehemenz wie St. Gallen. Da ist Sportchef Alain Sutter, der Duah das Gefühl gibt, ihn unbedingt zu wollen. Da ist Trainer Peter Zeidler, dessen Enthusiasmus ansteckend ist. Und da ist die Aussicht auf einen Stammplatz. Mit Cedric Itten und Ermedin Demirovic haben die Ostschweizer im Sommer ihre besten Stürmer ins Ausland verloren.

Jetzt fühlt sich Duah bestärkt. Er schwärmt vom Zusammenhalt, vom Trainer, der in diesen durchaus bedrückenden Zeiten eine Leichtigkeit vermittle. Von der schnellen, vertikalen Spielweise, die ihm behage. Sein Tor gegen Basel ist ein Musterbeispiel dafür: ein langer, öffnender Pass von Lukas Görtler, Duahs Sprint und Dribbling, veredelt durch den präzisen Abschluss.

Und jetzt also das Spiel gegen YB, seinen früheren Club, mit dem ihn so viel verbindet. Er sei mit dieser Zeit im Reinen, sagt Duah, Spycher habe immer mit offenen Karten gespielt. Und der Sportchef? Beschleicht ihn nicht ein schlechtes Gefühl, dass ein YB-Nachwuchsspieler zur St. Galler Sturmhoffnung avanciert ist?

Spycher findet, es gebe nicht immer nur den direkten Weg zum Ziel, Duah habe für seine Entwicklung den Umweg gehen müssen. Er sagt: «Es freut mich, ist er doch noch in der Super League angekommen.»


https://www.bernerzeitung.ch/schade-hat ... 1278191450

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YB gegen St.Gallen

Peter Zeidler: «Vielleicht setzen viele nicht mehr auf uns»

In der sechsten Runde der Super League kommt es zum frühen Spitzenspiel. Der FC St.Gallen hat zwar die letzten beiden Spiele verloren, steht aber nach wie vor auf dem zweiten Tabellenplatz und fordert am Sonntag auswärts die Young Boys.

Der FC St.Gallen ist Zweiter in der Super League, spielt am Sonntag gegen Leader YB – und niemanden interessiert's. So könnte es einem zumindest vorkommen. Neben uns sind nur die Kollegen vom Tagblatt an der Medienkonferenz vor Ort.

«Vielleicht setzen viele nicht mehr auf uns», sagt Cheftrainer Peter Zeidler und blickt in die ‹Runde›, «aber daran liegt auch der Reiz beim Spiel gegen YB.»

Ein YB, das am Donnerstag in der Europa League CSKA Sofia mit 3:0 locker versenkt hat, und dabei noch nicht mal aus dem Vollen schöpfen musste.

Ein YB, das in dieser Saison in der Liga noch kein Spiel verloren und nach sechs Spiel erst zwei Gegentore kassiert hat.

Ein YB, das auch in der letzten Saison drei von vier Ligaspielen gegen St.Gallen gewinnen konnte. Aber: Sie taten sich immer schwer. Und da will Peter Zeidler ansetzen.

Vorbereitung auf Kunstrasen

«Wir müssen noch konsequenter sein, noch aufmerksamer, noch schneller», sagt Zeidler in Erinnerung an das letzte Spiel gegen Basel. Sonst werde ihnen YB, wie letztes Mal, ganz schnell den Schneid abkaufen.

Nebst dem allgemein gültigen «müssen alles besser machen» nannte Zeidler auch konkrete Vorbereitungsmassnahmen, wie etwa die Konzentration auf Standards und das Training auf Kunstrasen, der ja im Berner Wankdorf verlegt ist.

Gerade für den Verletzungs-Rückkehrer Boris Babić sei das wichtig. Gegen Basel kam er zu seinem ersten Startelf-Einsatz, bei 100 Prozent ist er allerdings noch nicht. «Für ihn ist es wichtig zu wissen, dass auch auf Kunstrasen alles funktioniert. Wir wollen ihn aber auch nicht zu sehr unter Druck setzen, wir haben es bei Cedric Itten damals gesehen: Es dauert eine Weile, bis man nach einem Kreuzbandriss wieder in Topform ist.»

Das Duell der Defensiven

Sowohl die Young Boys als auch St.Gallen zeichnen sich in dieser noch jungen Saison durch ihre effiziente Ausbeute aus. Ironischerweise haben die beiden Mannschaften mit den meisten Punkten von denen in der oberen Tabellenhälfte am wenigsten Tore geschossen.

Die St.Galler gewannen drei Spiele mit 1:0, die Young Boys zwei. Bis zur Niederlage gegen Basel konnte sich St.Gallen einer guten Gegentorbilanz rühmen, YB hat nur zwei Gegentore kassiert.

Ein zaghaftes Abtasten, ein Spiel ohne Torszenen und viel Ballgeschiebe ist zwischen den beiden Spitzenmannschaften der Super League trotzdem nicht zu erwarten. Denn mit ein Grund für die «wenigen» Tore der St.Galler ist auch der Respekt vor den Espen. Die Gegner stehen gerne mal tief und versuchen den Zeidlerischen Vollgasfussball zu unterbinden.

YB wird diesen Weg wohl nicht gehen. Der Meister will standesgemäss dominieren und provoziert damit eher einen offenen Schlagabtausch. Dabei könnten sich die Espen wohlfühlen.

Und sollten die St.Galler YB auswärts endlich mal schlagen, dann kommen sicher wieder mehr Leute an die Medienkonferenz. Corona hin oder her.


https://www.fm1today.ch/sport/fcsg/pete ... -139771368

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YB – Silvan Hefti: «Wechsel nach Bern war der richtige Schritt»

YB empfängt heute Sonntag um 16 Uhr den FC St.Gallen zum Spitzenkampf in der Super League. Für Silvan Hefti ist es das erste Wiedersehen mit den Ex-Kollegen.

Das Wichtigste in Kürze

- Der FC St.Gallen trifft heute Sonntag um 16 Uhr auswärts auf Leader YB.
- Für den Neo-Berner Silvan Hefti eine spezielle Affiche.
- Der ehemalige FCSG-Captain freut sich auf das Wiedersehen.

Beim FC St.Gallen schafft Silvan Hefti den Sprung aus den Junioren zu den Profis. Der 23-Jährige steht 170 Mal für die Ostschweizer im Einsatz, wird sogar zum Captain. Und hält mit dem FCSG in der letzten Saison das Meisterrennen gegen YB spannend.
Wechsel zu YB sorgt für Aufsehen

Doch im Sommer verlässt Hefti die Espen – und schliesst sich ausgerechnet dem Meister aus Bern an. Der Transfer sorgt für heftige Reaktionen in der Ostschweiz.

Hefti ist mittlerweile nicht mehr aus der Startelf bei YB wegzudenken. Und spricht im Interview mit Nau.ch über das Duell gegen seine alte Liebe von heute Sonntag (16 Uhr).

Nau.ch: Silvan Hefti, sind Sie etwas nervös, wenn Sie an das Spiel am Sonntag gegen den FCSG denken?

Silvan Hefti: Nervös bin ich nicht, sondern voller Vorfreude. Natürlich ist es für mich nach elf Jahren in St. Gallen ein spezielles Spiel. Aber es geht um YB gegen den FCSG, diese Spiele verliefen zuletzt immer sehr spektakulär: Ich freue mich darauf.

Nau.ch: Dass Sie nach St. Gallen einen weiteren Karriereschritt machen werden, war stets klar. Doch Ihr liga-interner Wechsel zum Meister stiess in der Ostschweiz offensichtlich nicht auf Verständnis – verstehen Sie das?

Silvan Hefti: Es gab ein paar negative Reaktionen, aber es gab auch ganz viele positive Rückmeldungen. Mittlerweile ist das Thema abgeflacht.

Nach rund zwei Monaten bei YB fühle ich mich in meiner Meinung bestätigt. Dieser Schritt war für meine Entwicklung genau der richtige.

Nau.ch: Welcher neue Mannschaftskollege hat Ihnen dabei geholfen, damit Sie sich bei YB sofort gut einleben konnten? Und mit wem verstehen Sie sich bereits besonders gut?

Silvan Hefti: Es wäre nicht korrekt, einen einzelnen Namen zu nennen, weil mich alle mit offenen Armen empfangen haben. Der Teamgeist und die Organisation bei YB machen es einem neuen Spieler leicht, sich sofort gut einzuleben.

Nau.ch: Wie beurteilen Sie Ihre eigenen Leistungen bei YB bis jetzt?

Silvan Hefti: Es ist mir bisher gut gelaufen, aber es bleibt noch ordentlich Raum zur Steigerung. Ich bin sehr motiviert, mich weiter zu verbessern.

Nau.ch: Die Liga scheint diese Saison ausgeglichener zu sein – und nach einem Alleingang von YB sieht es noch nicht aus. Was fehlt ihrem Team noch zur Unwiderstehlichkeit der letzten Saisons?

Silvan Hefti: Die Saison ist noch sehr jung und der Zeitpunkt noch nicht gekommen, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Aus unserer Sicht ist sicher positiv, dass wir in der Meisterschaft an der Spitze stehen. Und noch nie verloren haben.

Aber wir wissen auch, dass wir noch Potenzial haben, um uns zu steigern.

Nau.ch: Werden Sie ohne schlechtes Gewissen jubeln, falls Sie am Sonntag als Torschütze brillieren?

Silvan Hefti: Ich würde mich über ein Tor freuen, aber keine grossen Jubelgesten machen.

Nau.ch: Gibt es noch Kontakt zu Ex-Mitspielern in St.Gallen – und laufen da Wetten, wer am Sonntag als Sieger vom Platz geht?

Silvan Hefti: Es gibt Kontakte zu ehemaligen Teamkollegen, aber Wetten laufen keine. In meiner Zeit beim FC St. Gallen habe ich wertvolle Beziehungen aufbauen können, die bestimmt noch lange bestehen werden.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-si ... t-65816185

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. November 2020, 12:02 
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St. Galler Trotzreaktion bei Meister YB?

Die Super League verabschiedet sich heute mit dem Spitzenspiel zwischen den Young Boys und dem FC St. Gallen in die Länderspiel-Pause. Die Rollen sind klar verteilt, darin sieht der FCSG seine Chance.

Wenn es nach Peter Zeidler geht, ist die Fussball-Schweiz ein launisches Wesen. "Viele setzen nicht mehr auf uns", sagte der St. Galler Trainer zwei Tage vor dem Spitzenspiel der Super League in Bern. Dass nur eine geringe Anzahl Medienschaffende zur Pressekonferenz vor dem sonntäglichen Duell mit den Young Boys im St. Galler Kybunpark erschien, schreibt der 58-jährige Deutsche mehr dem fehlenden Glauben an die Ostschweizer als dem Coronavirus zu. Und so findet Zeidler die Chance des FCSG gegen YB darin, dass dem FCSG offenbar niemand eine Chance gibt.

Die Young Boys sind mit der letzten Saison endgültig zum Alleinherrscher des Schweizer Fussballs aufgestiegen, indem sie erstmals seit 1958 Meisterschaft und Cup gewannen. Besonders eindrücklich ist die Dominanz der Berner an der Bilanz im eigenen Stadion abzulesen. Die letzte Meisterschafts-Niederlage von YB auf dem Kunstrasen im Wankdorf liegt über zwei Jahre zurück, der letzte St. Galler Sieg an selber Stelle ist gar 15 Jahre her.

Die Zahlen sind auch Zeidler bekannt. Trotzdem sagt er: "Wir werden die Punkte nicht per Post dahin schicken." Damit sich der Ausflug nach Bern für die Ostschweizer lohnt, braucht es beim Gast allerdings eine massive Leistungssteigerung im Vergleich zum Heimspiel vom letzten Sonntag gegen Basel (1:3). "Noch konsequenter sein, noch aufmerksamer, noch schneller", sagt Zeidler. Er traut seinen Spielern diesen Effort zu, auch wenn die Young Boys am Donnerstag in der Europa League sogar wieder das Toreschiessen für sich entdeckt haben.

Übersicht des Spiels:

Young Boys - St. Gallen (3:2, 4:3, 3:3, 3:1). Sonntag, 16.00 Uhr. - SR Tschudi. - Absenzen: Lauper, Martins, Spielmann, Petignat (verletzt); Abaz, Alves, Gonzalez, Lüchinger (verletzt), Kamberi (Coronavirus). - Statistik: Der Spitzenkampf der Super League findet unter klaren Vorzeichen statt. Während die Young Boys in der Meisterschaft noch ungeschlagen sind und am Donnerstag in der Europa League beim 3:0-Sieg über CSKA Sofia auch das Toreschiessen wiederentdeckt haben, findet sich St. Gallen in einer Baisse wieder. Auf eine 0:1-Niederlage in Lugano folgte für die Ostschweizer letztes Wochenende daheim gegen Basel beim 1:3 die zweite Niederlage in Folge. Auch die Bilanz der letzten Direktbegegnungen spricht gegen die Ostschweizer, die als einziges Super-League-Team in dieser Saison noch nicht von Spielverschiebungen wegen des Coronavirus betroffen waren. Seit Mai 2019 wartet der FCSG gegen YB auf einen Sieg.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -139790204

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. November 2020, 12:06 
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Zitat:
Erst der FCSG, dann ein Ritual - Hefti: «Das blüht mir noch»

Silvan Hefti fordert mit YB erstmals seinen langjährigen Ex-Klub St. Gallen. Seine Vorfreude ist gross – trotz Misstönen beim Abgang.

Es war ein Transfer, der viele überraschte. Anfang September unterschrieb Langzeit-FCSG-Spieler Silvan Hefti bei YB – und verursachte damit vor allem in St. Gallen ein kleines Erdbeben. Am Sonntag (ab 15:50 Uhr, live auf SRF zwei) trifft er erstmals auf seinen ehemaligen Klub. Die Vorfreude ist gross beim Goldacher. «Es wird für mich sehr speziell.»

170 Spiele absolvierte er für den FC St. Gallen, zuletzt war Hefti gar Captain der Ostschweizer. «Ich bin dankbar für die Zeit in St. Gallen. Jetzt bin ich in Bern sehr glücklich.» Eingelebt hat sich der Verteidiger in der Bundesstadt trotz Corona-Einschränkungen gut. «Die ganze Stadt ist mir sehr sympathisch. Ich habe eine eigene Wohnung, in welcher ich meine Zeit verbringe, dort fühle ich mich sehr wohl.»

Andere Hierarchie

Zwar verpasste der 23-Jährige noch keine Einsatzminute in den bisherigen 5 Super-League-Spielen, in jedem der 10 Pflichtspiele begann er – dass aber beim Schweizer Meister doch eine andere Hierarchie herrscht, war ihm bewusst. «Ich versuche, mich durch meine Leistungen bestmöglich zu integrieren. Die Qualität ist im ganzen Kader etwas höher als in St. Gallen, somit ist auch die Konkurrenz etwas grösser. Aber das bringt die Mannschaft auch weiter.»
Abgang mit Misstönen

An den 1. September dieses Jahres werden sich Fans des FCSG nicht gerne erinnern. Heftis Abgang war für das Team von Peter Zeidler gelinde gesagt überraschend, er war begleitet von Misstönen. «Es hat sich aber schnell wieder gelegt», so Hefti. Und er habe auch positive Reaktionen verspürt. «Ich bereue nichts.»

YB war ein gesunder und logischer Schritt. Aber klar, für jeden Schweizer Fussballer ist eine der 5 Topligen ein Traum.
Autor: Silvan Hefti

Im Interview vor dem speziellen Spiel äussert sich der 23-Jährige ausserdem über ...

... die Nähe zu seinem Bruder Nias (FC Thun): «Klar freut es mich extrem, dass wir uns jetzt öfters sehen. Zuvor war die Distanz viel grösser. Wir unternehmen ab und zu etwas. Momentan treffen wir uns eher einfach zuhause. Irgendein Gesprächsthema finden wir immer.»
... ein mögliches Engagement im Ausland: «YB war ein gesunder und logischer Schritt. Es macht mich stolz, auch internationale Siege wie am Donnerstag feiern zu können. Aber klar, für jeden Schweizer Fussballer ist eine der 5 Topligen ein Traum.»

Damit er im Team vollumfänglich aufgenommen wird, fehlt ihm nur noch eine Kleinigkeit. Hefti erklärt: «Es ist üblich, dass man im ersten Trainingslager ein Ständchen singen muss. Das blüht mir noch.»

Darüber muss er sich aber erstmal noch keine Sorgen machen. Seine Gedanken wird Hefti voll und ganz auf das spezielle Spitzenspiel fokussiert haben.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... t-mir-noch

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