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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Rino
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Verfasst: Freitag 9. Februar 2018, 12:43 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Rino
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Verfasst: Freitag 9. Februar 2018, 17:01 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 7. März 2018, 18:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.03.2018  Zitat: GC macht Rekurs gegen Trainer-Sperre
Yakin sitzt gegen YB doch auf der Bank
GC wehrt sich gegen die drei Spielsperren gegen Murat Yakin. Und hofft, dass der Trainer am Sonntag gegen YB wegen aufschiebender Wirkung doch an der Seitenlinie stehen darf.
Die Liga hat am Montag gegen GC-Trainer Murat Yakin (43) und seinen Bruder Hakan (41), der gleichzeitig Assistenztrainer ist, zwei Verfahren eingeleitet.
Grund: Die beiden sollen während des Spiels gegen Lausanne (0:0) letzten Samstag den Unparteiischen Lionel Tschudi und dessen Assistenten beleidigt haben. Als Folge der Rot-Gelben gegen GC-Spieler Gjelbrim Taipi.
Bei Murat Yakin spricht die Liga von «Beleidigung des Schiedsrichter-Teams», bei Bruder Hakan gar von «grober Beleidigung der Unparteiischen».
Erstinstanzlich werden dem Chef-Trainer 3 Spielsperren aufgebrummt. Würde bedeuten: Yakin muss die Meisterschaftsspiele gegen YB (am Sonntag in Bern), Thun und St. Gallen von der Tribüne aus anschauen.
Wer coacht GC? Sportchef Mathias Walther? U21-Coach Boro Kuzmanovic? Oder Yakins zweiter Assistent Patrick Schnarwiler?
Für die Lösung dieses Problems hat GC wohl noch eine Woche länger Zeit. Die Zürcher haben am Mittwoch Rekurs eingelegt. Im Normalfall bedeutet dies: Aufschiebende Wirkung. Heisst: Yakin darf am Sonntag im Stade de Suisse an der Seitenlinie stehen.
Sportchef Mathias Walther: «Das Strafmass für den Trainer ist aus unserer Sicht unverhältnismässig.»
Das erstinstanzliche Strafmass gegen Hakan Yakin ist noch nicht ausgesprochen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 81891.html
_________________ For Ever
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Bierflasche
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Verfasst: Mittwoch 7. März 2018, 19:06 |
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YB - GC
Noch rund 4'000 vergünstigte Tickets
Das Jubiläumsspiel YB - GC vom Sonntag, 11. März 2018, steht unter dem Motto "der 12. Mann": Die ersten 12'000 Tickets kosten lediglich 12 Franken, unabhängig von der gewählten Platzkategorie (ohne VIP). Aktuell sind noch rund 4'000 vergünstigte Tickets verfügbar, insgesamt wurden bisher über 20'000 Tickets abgesetzt.
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Bierflasche
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Verfasst: Freitag 9. März 2018, 15:27 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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YB - GC, Sonntag, 11. März 2018, 16:00 UhrVerletzt: Von Ballmoos Fraglich: Hoarau Gesperrt: Sanogo Vorverkaufsstand am Freitagnachmittag: 22'000 (davon 12'000 Jahreskarten) Im Stadion ist der Radio-Kommentar für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören. Die Matchbesucher werden gebeten, den Vorverkauf zu benutzen und frühzeitig zu erscheinen. Für die Anreise werden die öffentlichen Verkehrsmittel empfohlen. Anreise- und Parking-Infos (Grafik): http://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/A ... arking.pngFan-Info Kantonspolizei (PDF): http://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/2 ... _yb-gc.pdfSpiele der YB-Teams am Wochenende Samstag, 10. März 2018: 13:15 Uhr: YB U17 - St. Gallen (Allmend) 14:00 Uhr: Zürich - YB U16 (Heerenschürli, Zürich) 14:00 Uhr: Zürich - YB U15 (Heerenschürli, Zürich) 16:00 Uhr: Luzern - YB U18 (Allmend, Luzern) 18:00 Uhr: YB U21 - Naters (Stade de Suisse)
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shalako
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Verfasst: Freitag 9. März 2018, 19:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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09.03.2018  Zitat: Berge, Briten – und zwei Berner namens Schwab
Vor 120 Jahren gründeten Berner Schüler die Young Boys. Mit englischem Boost fand der Fussball zu uns – und dank Schweizer Schwung seinen Weg nach ganz Europa.
Zur Empfängnis kam es an Weihnachten – die Geburt folgte im Frühling. Ein Fussball, so heisst es, sei unter dem Christbaum der Familie Schwab gelegen, im Winter 1897 im Kirchenfeld.
Und weil die beiden Brüder Oskar und Max, zu der Zeit noch Gymnasiasten, in der Folge nicht mehr viel anderes taten, als Fussball zu spielen, gründeten sie am 14. März 1898 die Young Boys. Erst hiess der Verein FC, später BSC, und heute ist das 120 Jahre her.
Zwischen den ersten Trainings auf dem Sportplatz Schwellenmätteli und dem Heimspiel gegen GC morgen im modernen Stade de Suisse liegt nicht nur mehr als ein Jahrhundert Schweizer Sportgeschichte, sondern auch die Entwicklung des Fussballs vom belächelten Studentenhobby zum grössten und wichtigsten Sport der Welt.
Und in dieser Entwicklung agierte die Schweiz mit ihren zahlreichen Vereinsgründungen um die Jahrhundertwende als kontinentale Vorreiterin. Bereits 1879 entstand mit dem FC St. Gallen der älteste historisch verbürgte und noch existierende Club in Kontinentaleuropa.
Und 1886 beschloss der englische Biologiestudent Tom Griffith in Zürich die Gründung des morgigen YB-Gegners Grasshoppers. Der Legende nach kurz nachdem er unter dem Mikroskop eine Heuschrecke beobachtet hatte – wahrscheinlich aber eher, weil er in den verschiedenen Rugbyclubs mit dem Zusatz «Grasshopper» in seiner Heimat Inspiration gefunden hatte.
Überhaupt, die Briten. Ende des 18. Jahrhunderts gab es kaum etwas, worin sie nicht Weltspitze waren. Die industrielle Produktion, die militärische Aufrüstung, das Rennen um die Berggipfel. 1857 wurde mit dem British Alpine Club der erste Bergsteigerverband der Welt gegründet, acht Jahre später bestieg Sir Edward Whymper erstmals das Matterhorn.
Die Seilschaften zwischen den englischen Abenteurern und den einheimischen Bergführern machten die Schweiz als Herz des Alpenmassivs zu einem äusserst beliebten Ausflugsziel auf der britischen Insel.
Und wer kam, blieb in der Regel auch ein Weilchen. Privatschulen vom Genfer- bis zum Bodensee genossen regen Zulauf bei den reichen Industriellen. Der «english way of life» war plötzlich auch in der Schweiz ziemlich angesagt und mit ihm die britischen Sportarten: Rugby, Cricket und der neuartige Fussball.
Es ist kein Zufall, zählen viele Schweizer Fussballclubs zu den ältesten auf dem europäischen Festland und tragen englische Namen: Die Old Boys aus Basel waren Inspiration für die Young Boys der Schwab-Brüder, in Zürich gab es die Blue Stars oder die Fire Flies, und noch heute kicken dort die Young Fellows.
Und wer sich so seine Gedanken macht über all die Goals, die Corner, den verweigerten Penalty, sich dazu vielleicht gar die Offside-Frage stellt, der erkennt: England war überall im Schweizer Fussball.
Die Young Boys blühten in diesen von Pioniergeist und Aufbruchstimmung geprägten Kinderjahren regelrecht auf. Einmal vom grossen FC Bern abgenabelt, unter dessen Organisation sie zu Beginn noch als Schülerteam aufgelaufen waren, gewannen sie 1903 zum ersten Mal die Meisterschaft.
Der erste Titelhattrick folgte zwischen 1909 und 1911, und bald darauf schon zog YB, bis anhin auf dem Spitalackerplatz und der Kasernenwiese kickend, ins neue Wankdorfstadion ein.
Von der Schweiz in die Welt
Der Fussball war noch immer ein wunderlicher Sport, damals in der Vorkriegszeit. Und doch zog er die Menschen an, mit der Schweiz als Vorreiterin einer Globalisierungs- und Exportwelle.
«Fussballvereine waren immer auch ein Ort, an dem sich Geschäftspartner unterschiedlicher Nationalität trafen», schreiben Fabian Brändle und Christian Koller in ihrem Buch «Goal! Eine Kultur- und Sozialgeschichte des modernen Fussballs». Bedeutende Figuren des Sports wie Walther Bensemann (Gründer des Fachmagazins «Kicker») und Vittorio Pozzo (Weltmeistertrainer Italiens 1934 und 1938) lernten das Spiel bei Studienaufenthalten in der Schweiz kennen.
Der Fussball fand seinen Weg in die weite Welt. Empfänglich für Neues waren zu dieser Zeit vor allem Hafenstädte. Le Havre, Genua, Bilbao – die englischen Seeleute spielten dort bei ihren Landgängen nach Herzenslust Fussball, wie die heutigen Traditionsvereine zeigen.
Das Binnenland Schweiz bildete da einen Sonderfall – und vererbte die Lust am neuen Spiel ebenfalls weiter. Der Winterthurer Hans Gamper gründete 1899 den FC Barcelona, mit den Vereinsfarben Rot und Blau, die an seinen Ex-Klub Excelsior Zürich erinnern sollten – und nicht, wie oft behauptet, an die Farben des FC Basel.
Der Getreidehändler Gustav Kuhn half mit, den FC Bari zu gründen, der Zahnarzt Louis Rauch war der erste Präsident des FC Bologna, und die Mehrheit der Gründungsmitglieder von Inter Mailand waren Schweizer.
YB entwickelte sich weiter prächtig. In den 50er-Jahren wurde das Wankdorfstadion für die anstehende WM in der Schweiz auf offiziell 64 000 Plätze ausgebaut. Und 1951 kam ein gewisser Albert Sing zu den Young Boys – was der Deutsche mit den Bernern erreichte, ist historisch: vier Titel in Serie, zwei Cupsiege, 1959 der Halbfinal im Meistercup gegen das grosse Stade Reims. Es war die Zeit von «Bomben-Meier», dem grossen Geni, als bester YB-Schütze im Europapokal bis heute nur übertroffen von Guillaume Hoarau.
Titelmässig begann für YB in der Folge eine ähnliche Durststrecke, wie sie die Anhänger aktuell erdulden: Pokalsiege kamen bis heute noch zwei dazu (1977 und 1987), die nächste Meisterschaft ist bis heute die letzte, jene von 1986 unter dem Polen Alexander Mandziara.
Für YB standen schwierige Jahre an. In den brüchigen Gemäuern des Wankdorfstadions überdauerten die Fans zwei Abstiege in die NLB, Ende der 90er-Jahre stand der Verein vor dem finanziellen Ruin.
Nach der Sprengung des alten und dem Baubeginn des neuen Wankdorfstadions fanden die Young Boys 2001 Zuflucht in der Exilheimat Neufeld. Dort, auf der knarrenden Holztribüne, schlug die Stunde der Romantiker.
Mit Stéphane Chapuisat schwang auch wieder internationale Klasse mit, und nach dem Einzug ins Stade de Suisse 2005 zählte YB fortan zur Schweizer Spitze.
Von den britische Bergsteigern, die am Anfang dieser Entwicklung standen, ist nicht viel übrig. Der Name, ja. Und vielleicht die Sehnsucht, dereinst wieder ganz oben auf dem Gipfel zu landen.
https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/29541729
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Samstag 10. März 2018, 08:32 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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10.03.2018  Zitat: Das Sieges-Rezept für YB beinhaltet zwei Zutaten; Hoarau und Assalé!
Die BSC Young Boys empfangen am Sonntag im Rahmen der 25. Super-League-Runde den Grasshopper Club Zürich. Im Datacenter informiert euch sport.ch über Formstände, Verletzungen, Sperren, Direktbegegnungen, wagt eine Prognose und listet Wissenswertes zum Spiel auf.
Formstand
Unangefochten; das ist zurzeit wohl das Wort, welches den Leader der Super League am besten beschreibt. Die Berner Young Boys haben in diesem Kalenderjahr bisher jedes Pflichtspiel gewonnen und vor allem auch der Cup-Halbfinal-Sieg gegen den grossen Rivalen Basel war ein Ausrufezeichen. In der Tabelle haben sie mittlerweile bereits 14 Punkte Vorsprung und zur Zeit scheint es, als könnte niemand den YB-Express Richtung Meistertitel aufhalten. Zu souverän und abgeklärt treten die Männer von Adi Hütter in dieser Saison auf und vor allem im heimischen Stadion ist gegen die Berner kaum ein Kraut gewachsen.
Die Gefühlslage sieht bei den Hoppers etwas anders aus. Das Last-Minute-Out im Cup-Halbfinale gegen den Stadtrivalen hat doch tief gesessen, anders ist die (Nicht-)Leistung zuletzt im Heimspiel gegen Lausanne nämlich nicht zu erklären. Das torlose Remis bot absolute Fussball-Magerkost. Die Hoppers konnten zuletzt nicht mehr ihr Potenzial ausschöpfen und obwohl man in der Tabelle immer noch in Schlagdistanz zu den europäischen Plätzen ist, braucht es dringend eine Steigerung, ansonsten droht GC die Felle davon zu schwimmen. An einem guten Tag sind die Zürcher definitiv fähig, im Stade de Suisse zu punkten; das haben sie schon in der Hinrunde bewiesen.
Wissenswertes zum Spiel
- Ein Grund, weswegen die Berner Young Boys momentan der Konkurrenz enteilt ist, ist ihre hervorragende Chancenverwertung. In dieser Statistik ist YB nämlich ebenfalls Ligaspitze, denn jede vierte bis fünfte Chance bedeutet ein Tor (22,7%). Auch die Hoppers sind, was die Chancenverwertung angeht, ganz passabel unterwegs (19,4%). Die Young Boys haben einfach fast 100 Torschüsse mehr abgefeuert als GC (251 Schüsse zu 160 Schüsse). - Die Hoppers müssen unbedingt zu verhindern versuchen, dass Guillaume Hoarau oder Roger Assalé treffen. Denn bisher war es in dieser Saison immer der Fall, dass YB am Schluss auch das Spiel gewonnen hat, wenn mindestens einer von beiden ein Tor erzielt hat (war bisher 13mal der Fall). - Wie viel Einfluss haben die Ausländer der beiden Teams? Die einfache Antwort lautet: extrem viel! Gäbe es nämlich eine Tabelle, in welcher nur die Tore von nicht-Schweizern zählen, dann wäre YB ebenfalls auf Platz 1 und zwar satte 20 Punkte vor GC. In einer umgekehrten Tabelle, wo nur die Tore von Spielern mit einem Schweizer Pass zählen würden, würde GC den Abstiegsplatz belegen und YB hätte auf Rang 8 nur vier Punkte Vorsprung. Die Ausländer spielen also bei beiden Teams eine ungemein wichtige Rolle.
Verletzungen und Sperren
BSC Young Boys: von Ballmoos (verletzt)
Grasshoppers: Taipi (gesperrt), Sainsbury, Bajrami, Avdijaj und Cvetkovic (alle verletzt)
Von Sperre bedroht
BSC Young Boys: Bertone, Sow, Benito
Grasshoppers: Bergström, Lindner, Doumbia
Im Fokus:
Murat Yakin (Grasshopper Club Zürich):
Der GC-Coach wurde im letzten Spiel gegen Lausanne wegen angeblicher Schiedsrichter-Beleidigung auf die Tribüne verbannt. Daraufhin sperrte man ihn für drei Spiele. Die Hoppers legten jedoch Rekurs ein, womit er wegen aufschiebender Wirkung doch an der Seitenlinie im Stade de Suisse stehen darf. Kann er in diesem Spiel seine Emotionen im Zaum halten oder bricht es wieder aus ihm heraus wie aus einem Vulkan? Die Swiss Football League wird ihn auf jeden Fall mit Argusaugen beobachten.
Letzte 5 Direktbegegnungen
10.§2.2017: Young Boys vs. Grasshoppers 1:1 (Super League) 29.07.2017: Grasshoppers vs. Young Boys 0:4 (Super League) 17.04.2017: Young Boys vs. Grasshoppers 0:1 (Super League) 25.02.2017: Grasshoppers vs. Young Boys 2:3 (Super League) 26.10.2016: Young Boys vs. Grasshoppers 5:0 (Schweizer Cup)
Resultattipp der Redaktion
Die Young Boys sind zurzeit "on fire" und das wird sich auch am Sonntag nicht ändern. Zwar zeigen sich die Hoppers bemüht und auch formverbessert, trotzdem ist der Leader zu stark und gewinnt am Ende verdient mit 2:0. http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Samstag 10. März 2018, 17:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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10.03.2018  Zitat: Die grosse Sehnsucht
Vor 120 Jahren gründeten Berner Schüler die Young Boys. Mit englischem Boost fand der Fussball zu uns – und dank Schweizer Schwung seinen Weg nach ganz Europa.
Zur Empfängnis kam es an Weihnachten – die Geburt folgte im Frühling. Ein Fussball, so heisst es, sei unter dem Christbaum der Familie Schwab gelegen, im Winter 1897 im Kirchenfeld. Und weil die beiden Brüder Oskar und Max, zu der Zeit noch Gymnasiasten, bald nicht mehr viel anderes taten, als Fussball zu spielen, gründeten sie am 14. März 1898 die Young Boys. Erst hiess der Verein FC, später BSC, und am Mittwoch ist das 120 Jahre her.
Zwischen den ersten Trainings auf dem Sportplatz Schwellenmätteli und dem Heimspiel gegen GC morgen im modernen Stade de Suisse liegt nicht nur mehr als ein Jahrhundert Schweizer Sportgeschichte, sondern auch die Entwicklung des Fussballs vom belächelten Studentenhobby zum grössten und wichtigsten Sport der Welt. Und in dieser Entwicklung agierte die Schweiz mit ihren zahlreichen Vereinsgründungen um die Jahrhundertwende als kontinentale Vorreiterin. Bereits 1879 entstand mit dem FC St. Gallen der älteste historisch verbürgte und noch existierende Club in Kontinentaleuropa. Und 1886 beschloss der englische Biologiestudent Tom Griffith in Zürich die Gründung der Grasshoppers. Der Legende nach kurz, nachdem er unter dem Mikroskop eine Heuschrecke beobachtet hatte – wahrscheinlich aber eher, weil er in diversen Rugbyclubs mit dem Zusatz «Grasshopper» in seiner Heimat Inspiration gefunden hatte.
«English» war «en vogue»
Überhaupt, die Briten. Ende des 18. Jahrhunderts gab es kaum etwas, worin sie nicht Weltspitze waren. Die industrielle Produktion, die militärische Aufrüstung, das Rennen um die Berggipfel. 1857 wurde mit dem British Alpine Club der erste Bergsteigerverband der Welt gegründet, acht Jahre später bestieg Sir Edward Whymper erstmals das Matterhorn. Die Seilschaften zwischen den englischen Abenteurern und den einheimischen Bergführern machten die Schweiz als Herz des Alpenmassivs zu einem äusserst beliebten Ausflugsziel auf der britischen Insel. Und wer kam, blieb in der Regel auch ein Weilchen. Privatschulen vom Genfer- bis zum Bodensee genossen regen Zulauf bei den reichen Industriellen. Der «english way of life» war plötzlich auch in der Schweiz ziemlich angesagt und mit ihm die britischen Sportarten: Rugby, Cricket und der neuartige Fussball. Es ist kein Zufall, zählen viele Schweizer Fussballclubs zu den ältesten auf dem europäischen Festland und tragen englische Namen: Die Old Boys aus Basel waren Inspiration für die Young Boys der Schwab-Brüder, in Zürich gab es die Blue Stars oder die Fire Flies, und noch heute kicken dort die Young Fellows. Und wer sich so seine Gedanken macht über all die Goals, die Corner, den verweigerten Penalty, sich dazu vielleicht gar die Offside-Frage stellt, der erkennt: England war überall im Schweizer Fussball.
Die Young Boys blühten in diesen von Pioniergeist und Aufbruchstimmung geprägten Kinderjahren regelrecht auf. Einmal vom grossen FC Bern abgenabelt, unter dessen Organisation sie zu Beginn noch als Schülerteam angetreten waren, gewannen sie 1903 zum ersten Mal die Meisterschaft. Der erste Titelhattrick folgte zwischen 1909 und 1911, und bald darauf schon zog YB, bis anhin auf dem Spitalackerplatz und der Kasernenwiese kickend, ins neue Wankdorfstadion ein.
Von der Schweiz in die Welt
Der Fussball war noch immer ein wunderlicher Sport, damals in der Vorkriegszeit. Und doch zog er die Menschen an, mit der Schweiz als Vorreiterin der Exportwelle. «Fussballvereine waren immer auch ein Ort, an dem sich Geschäftspartner unterschiedlicher Nationalität trafen», schreiben Fabian Brändle und Christian Koller in ihrem Buch «Goal! Eine Kultur- und Sozialgeschichte des modernen Fussballs». Bedeutende Figuren des Sports wie Walther Bensemann (Gründer des Fachmagazins «Kicker») und Vittorio Pozzo (Weltmeistertrainer Italiens 1934 und 1938) lernten das Spiel beim Studieren in der Schweiz kennen.
Der Fussball fand seinen Weg in die weite Welt. Empfänglich für Neues waren zu dieser Zeit vor allem Hafenstädte. Le Havre, Genua, Bilbao – die englischen Seeleute spielten dort bei ihren Landgängen nach Herzenslust Fussball, wie die heutigen Traditionsvereine zeigen. Das Binnenland Schweiz bildete da einen Sonderfall – und vererbte die Lust am neuen Spiel ebenfalls weiter. Der Winterthurer Hans Gamper gründete 1899 den FC Barcelona, mit den Vereinsfarben Rot und Blau, die an seinen Ex-Klub Excelsior Zürich erinnern sollten – und nicht, wie oft behauptet, an die Farben des FC Basel. Der Getreidehändler Gustav Kuhn half mit, den FC Bari zu gründen, der Zahnarzt Louis Rauch war der erste Präsident des FC Bologna, und die Mehrheit der Gründungsmitglieder von Inter Mailand waren Schweizer.
YB entwickelte sich weiter prächtig. In den 50er-Jahren wurde das Wankdorfstadion für die anstehende WM in der Schweiz auf 64 000 Plätze ausgebaut. Und 1951 kam ein gewisser Albert Sing zu den Young Boys – was der Deutsche mit den Bernern erreichte, ist historisch: vier Titel in Serie, zwei Cupsiege, 1959 der Halbfinal im Meistercup gegen das grosse Stade Reims. Es war die Zeit von «Bomben-Meier», dem grossen Geni, als bester YB-Schütze im Europapokal bis heute nur übertroffen von Guillaume Hoarau.
Die Stunde der Romantiker
Titelmässig begann für YB in der Folge eine ähnliche Durststrecke, wie sie die Anhänger aktuell erdulden: Pokalsiege kamen noch zwei dazu (1977 und 1987), die nächste Meisterschaft ist bis heute die letzte, jene von 1986 unter dem Polen Alexander Mandziara. Darauf folgten schwierige Jahre. In den brüchigen Gemäuern des Wankdorfstadions überdauerten die Fans zwei Abstiege in die NLB, Ende der 90er-Jahre stand der Verein vor dem finanziellen Ruin. Nach der Sprengung des alten und dem Baubeginn des neuen Wankdorfstadions fanden die Young Boys 2001 Zuflucht in der Exilheimat Neufeld. Dort, auf der knarrenden Holztribüne, schlug die Stunde der Romantiker. Mit Stéphane Chapuisat schwang auch wieder internationale Klasse mit, und nach dem Einzug ins Stade de Suisse 2005 zählte YB fortan zur Schweizer Spitze.
Von den britische Bergsteigern, die am Anfang dieser Entwicklung standen, ist nicht viel übrig. Der Name, ja. Und vielleicht die Sehnsucht, dereinst wieder ganz oben auf dem Gipfel zu landen.
Wadenbeisser, Wunderkinder, Wandervögel
Die lange Geschichte der Young Boys kennt viele spannende Figuren. Manche gingen weit weg, andere kamen zurück. Gute Anekdoten brachten alle mit.
Rudolf Ramseyer, der Turnersohn
Zum Fussball kam der Stadtberner Ramseyer wider alles Erwarten. Sein Vater war ein leidenschaftlicher Turner und sprach sich klar gegen das neuartige, damals noch oft als obszön empfundene Spiel aus, zudem sollte Ramseyer junior lieber bald das Baugeschäft übernehmen, anstatt zu kicken. «Rüedu» war ein beinharter Verteidiger, gefürchtet beim Gegner, beliebt beim Publikum, und wurde zum prominentesten YB-Spieler der 20er-Jahre. Als besagtes Baugeschäft für den Stadionbau im Wankdorf nicht berücksichtigt wurde, ging er zum FC Bern.
Willi Steffen, der Polyglotte
Weil er sich für den Gemüse- und Früchtehandel seiner Eltern sprachlich weiterbilden sollte, fand sich der Steffen Willi aus Utzenstorf eines Tages in London wieder. Dort kickte er unversehens für den FC Chelsea, wurde zum ersten Schweizer in der englischen Liga, war Publikumsliebling und zwischenzeitlich sogar Captain. Zurück nach Bern und zu YB kam er nur, weil die Pflicht der Offiziersschule rief. Immerhin erlebte er so die erfolgreiche Zeit Ende der 50er-Jahre mit. In fünfzehn Jahren Fussball auf höchster Ebene gelang Steffen kein einziges Tor.
Charles Casali, der Läufer
Der klein gewachsene, ehrgeizige Aussenläufer war ein Schlüsselspieler von Nationaltrainer Karl Rappan an der WM 1954 in Bern. Mit YB prägte er den Anfang der Ära Albert Sing mit, holte 1953 den Cup. Casali wurde vor allem im konditionellen Bereich eine gewisse Verbissenheit nachgesagt: Als er einmal bei einer Auswärtsfahrt nach Biel den Zug verpasste, schwang er sich kurzerhand aufs Fahrrad – und stand rechtzeitig zum Anpfiff auf dem Platz. Nach seinem Karriereende blieb er YB verbunden, erhielt 2007 die Ehrenmitgliedschaft, bevor er 2014 verstarb.
Guerino Gottardi, der Pionier
Vom Quartierklub Sparta Bern wechselte er als grosses Talent zu YB. Dort beorderte ihn Trainer Pal Csernai persönlich in die erste Mannschaft – für einen Einstiegslohn von 500 Franken. Gottardi war flink, tüchtig, wechselte zu Xamax und von dort dann eher überraschend zu Lazio Rom. Er ist der erste YB-Spieler, der in der Neuzeit in eine grosse europäische Liga ging. Bei Lazio war er oft Ersatz, sammelte aber Titel, wurde Meister, Cupsieger, Europapokalsieger. Ins Schweizer Nationalteam kam er nie – eine Einbürgerung blieb Mal für Mal verwehrt. https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/24295459
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shalako
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Verfasst: Samstag 10. März 2018, 17:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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10.03.2018  Zitat: Die grosse Serie soll auch ohne Sanogo weitergehen
Sékou Sanogo fehlt YB für zwei Spiele – einen Rekurs gegen die Strafe werden die Berner wohl bleiben lassen.
In 120 Jahren feiert YB (hoffentlich) den 240-jährigen Geburtstag. Und damit in ferner Zukunft beim runden Jubiläum von der Meistersaison 2017/2018 erzählt werden kann, macht das Team von Adi Hütter morgen gegen GC am besten da weiter, wo es vor Wochenfrist in Lugano aufgehört hat: mit einem Sieg und drei Punkten. Beschäftigt hat den Leader zuletzt der Fall Sékou Sanogo.
Der Ivorer wurde von der Liga auf der Basis von Fernsehbildern wegen groben Foulspiels für zwei Spiele gesperrt. «Ich sehe nach wie vor keine Absicht von Sékou und nehme ihn da in Schutz», sagt Hütter zum Urteil.
Ob die Young Boys Rekurs einlegen wollen, liessen sie gestern offen. Wahrscheinlich werden sie es sein lassen, da Sanogo nach zweimal Zuschauen gegen GC und in einer Woche gegen den FCZ dann nach der Länderspielpause just zum Spitzenkampf gegen Basel am Osterwochenende wieder spielberechtigt wäre.
Ersetzt werden dürfte er morgen im zentralen Mittelfeld durch Leonardo Bertone – der Berner scheint einen Tick näher am Team als Michel Aebischer.
In der letzten Partie gegen GC (1:1) war Hütter mit dem YB-Auftritt «nicht wirklich zufrieden». Das Remis im Dezember war aber Auftakt zu einer Siegesserie, die mittlerweile sieben Spiele andauert.
Das Jubiläumsspiel
Die Begegnung zwischen den Young Boys und den Grasshoppers am Sonntag (16 Uhr) im Stade de Suisse steht ganz im Zeichen des 120-Jahr-Jubiläums von YB. Unter dem Motto «12. Mann» haben die Berner die ersten 12'000 Karten für je 12 Franken verkauft – dafür geworben wurde auf einem eigens kreierten Retroplakat mit den altehrwürdigen Emblemen der beiden Vereine. Das Plakat gibt es auch im Fanshop zu kaufen, zusammen mit dem limitierten Retroschal. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15643645
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shalako
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Verfasst: Samstag 10. März 2018, 17:44 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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10.03.2018  Zitat: 120 Jahre YB – Gelb-schwarz-weisse Erinnerungen
Vor 120 Jahren gründeten Berner Schüler die Young Boys. Mit englischem Boost fand der Fussball zu uns – und dank Schweizer Schwung seinen Weg nach ganz Europa.
Zur Empfängnis kam es an Weihnachten – die Geburt folgte im Frühling. Ein Fussball, so heisst es, sei unter dem Christbaum der Familie Schwab gelegen, im Winter 1897 im Kirchenfeld.
Und weil die beiden Brüder Oskar und Max, zu der Zeit noch Gymnasiasten, in der Folge nicht mehr viel anderes taten, als Fussball zu spielen, gründeten sie am 14. März 1898 die Young Boys. Erst hiess der Verein FC, später BSC, und heute ist das 120 Jahre her.
Zwischen den ersten Trainings auf dem Sportplatz Schwellenmätteli und dem Heimspiel gegen GC morgen im modernen Stade de Suisse liegt nicht nur mehr als ein Jahrhundert Schweizer Sportgeschichte, sondern auch die Entwicklung des Fussballs vom belächelten Studentenhobby zum grössten und wichtigsten Sport der Welt.
Und in dieser Entwicklung agierte die Schweiz mit ihren zahlreichen Vereinsgründungen um die Jahrhundertwende als kontinentale Vorreiterin. Bereits 1879 entstand mit dem FC St. Gallen der älteste historisch verbürgte und noch existierende Club in Kontinentaleuropa.
Und 1886 beschloss der englische Biologiestudent Tom Griffith in Zürich die Gründung des morgigen YB-Gegners Grasshoppers. Der Legende nach kurz nachdem er unter dem Mikroskop eine Heuschrecke beobachtet hatte – wahrscheinlich aber eher, weil er in den verschiedenen Rugbyclubs mit dem Zusatz «Grasshopper» in seiner Heimat Inspiration gefunden hatte.
Überhaupt, die Briten. Ende des 18. Jahrhunderts gab es kaum etwas, worin sie nicht Weltspitze waren. Die industrielle Produktion, die militärische Aufrüstung, das Rennen um die Berggipfel. 1857 wurde mit dem British Alpine Club der erste Bergsteigerverband der Welt gegründet, acht Jahre später bestieg Sir Edward Whymper erstmals das Matterhorn.
Die Seilschaften zwischen den englischen Abenteurern und den einheimischen Bergführern machten die Schweiz als Herz des Alpenmassivs zu einem äusserst beliebten Ausflugsziel auf der britischen Insel.
Und wer kam, blieb in der Regel auch ein Weilchen. Privatschulen vom Genfer- bis zum Bodensee genossen regen Zulauf bei den reichen Industriellen. Der «english way of life» war plötzlich auch in der Schweiz ziemlich angesagt und mit ihm die britischen Sportarten: Rugby, Cricket und der neuartige Fussball.
Es ist kein Zufall, zählen viele Schweizer Fussballclubs zu den ältesten auf dem europäischen Festland und tragen englische Namen: Die Old Boys aus Basel waren Inspiration für die Young Boys der Schwab-Brüder, in Zürich gab es die Blue Stars oder die Fire Flies, und noch heute kicken dort die Young Fellows.
Und wer sich so seine Gedanken macht über all die Goals, die Corner, den verweigerten Penalty, sich dazu vielleicht gar die Offside-Frage stellt, der erkennt: England war überall im Schweizer Fussball.
Die Young Boys blühten in diesen von Pioniergeist und Aufbruchstimmung geprägten Kinderjahren regelrecht auf. Einmal vom grossen FC Bern abgenabelt, unter dessen Organisation sie zu Beginn noch als Schülerteam aufgelaufen waren, gewannen sie 1903 zum ersten Mal die Meisterschaft.
Der erste Titelhattrick folgte zwischen 1909 und 1911, und bald darauf schon zog YB, bis anhin auf dem Spitalackerplatz und der Kasernenwiese kickend, ins neue Wankdorfstadion ein.
Von der Schweiz in die Welt
Der Fussball war noch immer ein wunderlicher Sport, damals in der Vorkriegszeit. Und doch zog er die Menschen an, mit der Schweiz als Vorreiterin einer Globalisierungs- und Exportwelle.
«Fussballvereine waren immer auch ein Ort, an dem sich Geschäftspartner unterschiedlicher Nationalität trafen», schreiben Fabian Brändle und Christian Koller in ihrem Buch «Goal! Eine Kultur- und Sozialgeschichte des modernen Fussballs». Bedeutende Figuren des Sports wie Walther Bensemann (Gründer des Fachmagazins «Kicker») und Vittorio Pozzo (Weltmeistertrainer Italiens 1934 und 1938) lernten das Spiel bei Studienaufenthalten in der Schweiz kennen.
Der Fussball fand seinen Weg in die weite Welt. Empfänglich für Neues waren zu dieser Zeit vor allem Hafenstädte. Le Havre, Genua, Bilbao – die englischen Seeleute spielten dort bei ihren Landgängen nach Herzenslust Fussball, wie die heutigen Traditionsvereine zeigen.
Das Binnenland Schweiz bildete da einen Sonderfall – und vererbte die Lust am neuen Spiel ebenfalls weiter. Der Winterthurer Hans Gamper gründete 1899 den FC Barcelona, mit den Vereinsfarben Rot und Blau, die an seinen Ex-Klub Excelsior Zürich erinnern sollten – und nicht, wie oft behauptet, an die Farben des FC Basel.
Der Getreidehändler Gustav Kuhn half mit, den FC Bari zu gründen, der Zahnarzt Louis Rauch war der erste Präsident des FC Bologna, und die Mehrheit der Gründungsmitglieder von Inter Mailand waren Schweizer.
YB entwickelte sich weiter prächtig. In den 50er-Jahren wurde das Wankdorfstadion für die anstehende WM in der Schweiz auf offiziell 64 000 Plätze ausgebaut. Und 1951 kam ein gewisser Albert Sing zu den Young Boys – was der Deutsche mit den Bernern erreichte, ist historisch: vier Titel in Serie, zwei Cupsiege, 1959 der Halbfinal im Meistercup gegen das grosse Stade Reims. Es war die Zeit von «Bomben-Meier», dem grossen Geni, als bester YB-Schütze im Europapokal bis heute nur übertroffen von Guillaume Hoarau.
Titelmässig begann für YB in der Folge eine ähnliche Durststrecke, wie sie die Anhänger aktuell erdulden: Pokalsiege kamen bis heute noch zwei dazu (1977 und 1987), die nächste Meisterschaft ist bis heute die letzte, jene von 1986 unter dem Polen Alexander Mandziara.
Für YB standen schwierige Jahre an. In den brüchigen Gemäuern des Wankdorfstadions überdauerten die Fans zwei Abstiege in die NLB, Ende der 90er-Jahre stand der Verein vor dem finanziellen Ruin.
Nach der Sprengung des alten und dem Baubeginn des neuen Wankdorfstadions fanden die Young Boys 2001 Zuflucht in der Exilheimat Neufeld. Dort, auf der knarrenden Holztribüne, schlug die Stunde der Romantiker.
Mit Stéphane Chapuisat schwang auch wieder internationale Klasse mit, und nach dem Einzug ins Stade de Suisse 2005 zählte YB fortan zur Schweizer Spitze.
Von den britische Bergsteigern, die am Anfang dieser Entwicklung standen, ist nicht viel übrig. Der Name, ja. Und vielleicht die Sehnsucht, dereinst wieder ganz oben auf dem Gipfel zu landen. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/29541729
_________________ For Ever
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