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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. Februar 2018, 12:22 
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BSC Young Boys - FC Lugano

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Cornaredo. Lugano
Sonntag, 4. März 2018
Zeit: 16.00 Uhr

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Webseiten FC Lugano:
http://www.fclugano.com
http://www.transfermarkt.ch/fc-lugano/s ... erein/2790
https://de.wikipedia.org/wiki/FC_Lugano
https://twitter.com/fclugano1908
https://de.wikipedia.org/wiki/Stadio_di_Cornaredo
http://www.stades.ch/Cornaredo-photos.html

Forum FC Lugano:


Statistiken / Vergleiche vs. FC Lugano:
http://www.sfl.ch/superleague/klubs/fc-lugano
https://www.transfermarkt.ch/fc-lugano_ ... ht/2867003
http://www.football-lineups.com/team/AC_Lugano
http://de.soccerway.com/teams/switzerla ... ugano/2951
https://de.soccerway.com/matches/2018/0 ... rn/2467137
http://de.soccerway.com/teams/compariso ... 5B%5D=2175
https://www.fussballdaten.de/schweiz/2018/24
https://www.fussballdaten.de/vereine/fc ... -boys-bern
http://www.weltfussball.com/teams/bsc-y ... -lugano/11
http://de.fcstats.com/vergleich,fc-luga ... 35,881.php


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. Februar 2018, 18:15 
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Extrazug nach Lugano

Datum:
Sonntag, 4. März 2018, 16:00 Uhr

Gegner:
FC Lugano

Hinfahrt:
Bern ab: 09:57
Burgdorf ab: 10:12
Herzogenbuchsee ab: 10:24
Langenthal ab: 10:30
Lugano an: 14:07

Rückfahrt:
Lugano ab: 18:46
Langenthal an: 22:27
Herzogenbuchsee an: 22:33
Burgdorf an: 22:45
Bern an: 23:06

Grundsätzliches
Mit dem Einsteigen wird die Auswärtsfahrtenregelung akzeptiert.

Tickets Gästesektor
Tickets für den Gästesektor können im YB Fanshop im Wankdorfcenter bezogen werden. Im Extrazug werden die Tickets durch die Fanarbeit verkauft.

Ragazzi Berna
Informationen zum Projekt Ragazzi Berna der Fanarbeit Bern und Anmeldungen für die Auswärtsfahrt unter: fanarbeit-bern.ch


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 Beitrag Verfasst: Freitag 2. März 2018, 14:53 
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Zitat:
Auch in Lugano mit Herz und Toren für YB

Alexander Gerndt wechselte im August von den Young Boys zu Lugano. In den letzten Wochen lief es dem Schweden gut. Am Sonntag spielt der Stürmer gegen YB.

«Das Wetter!»

Alexander Gerndt lacht, als er nach dem grössten Unterschied zwischen Bern und Lugano gefragt wird. Er ist gut drauf, auskunftsfreudig und freundlich, das war während seiner Zeit bei YB nicht immer der Fall gewesen. Reichlich grummelig gab sich Gerndt manchmal gegenüber den Medien. Nun wirkt er gelöst, selbst wenn er gerade im Stress ist. Seine beiden Kinder aus erster Ehe, die in Schweden leben, sind zu Besuch im Tessin, und weil Gerndt mit seiner zweiten Frau ebenfalls zwei kleine Kinder hat, ist er ziemlich beschäftigt mit der Rasselbande.

Den Cupfinaleinzug der Young Boys am Dienstagabend hat er dennoch am TV verfolgt. «Ein grosser Sieg» sei das 2:0 gegen Basel für seine ehemaligen Teamkollegen gewesen. «Ich freue mich sehr für YB und habe noch guten Kontakt zu mehreren Leuten im Club.» Er würde seinem früheren Arbeitgeber beide Titel gönnen. «So lange die Young Boys nicht gegen uns gewinnen.»

Tor in Basel als Versöhnung

Im August wechselte Gerndt von YB zum FC Lugano, es war eine Art Flucht, weil er in der Sturmhierarchie der Young Boys weit nach hinten gefallen war. «Ich erlebte viereinhalb tolle Jahre in Bern», sagt Gerndt, «und ich hänge an Club und Stadt. Aber es war Zeit, ein neues Kapitel zu öffnen. Ewig dauert meine Karriere nicht mehr.» Im Juli wird der Angreifer 32, bis 2019 ist sein Vertrag in Lugano datiert, er wolle so lange wie möglich als Fussballer aktiv sein. «Es ist ja nicht so, dass ich bisher zu viele Partien bestritten hätte.»

Immer wieder fiel Gerndt auch bei den Young Boys monatelang verletzt aus, mehrmals kämpfte er um die Fortsetzung seiner Karriere. So gesehen ist es beinahe ein medizinisches Wunder, ist Gerndt immer noch Fussballprofi. Und in prächtiger Verfassung.

Nach einem holprigen Einstieg bei Lugano im Herbst brillierte der Routinier in den ersten Partien 2018. Traumtor mit einem Freistoss in Basel, Traumtor mit einem Weitschuss gegen Sion – dank seiner fantastischen Schusstechnik bescherte Gerndt seinem Team gleich mal zwei 1:0-Siege. Und besonders der Treffer beim FCB Anfang Februar versöhnte ihn ein bisschen mit seiner Vergangenheit. Einerseits, weil er YB damit einen Gefallen tat. Und andererseits, weil er vor vier Jahren im St.-Jakob-Park von Taulant Xhaka wüst zusammengetreten worden war und das Spielfeld auf der Bahre hatte verlassen müssen. Auch von jenen schlimmen Verletzungen hat sich Gerndt erholt, an sein Toplevel aber kam er kaum mehr heran.

Die hohen Erwartungen

Und so hat Alexander Gerndt insgesamt nicht so viel erreicht, wie einst prophezeit worden war. Torschützenkönig war er in Schweden geworden, mit 25 zog er für über sechs Millionen Franken Ablösesumme nach Holland, Utrecht sollte das Sprungbrett in eine grosse Liga sein. Sein Marktwert aber halbierte sich, dennoch investierten die Young Boys im Winter 2013 noch fast drei Millionen Franken in Gerndt. Auch in Bern erfüllte der Stürmer die hohen Erwartungen nicht, pendelte bald zwischen Feld, Bank und Verletztenabteilung. Für das Nationalteam wurde er nie mehr ernsthaft ein Thema, es blieb bei 6 Länderspielen (2 Tore). «Es ist, wie es ist», sagt Gerndt, «ich bin froh, gesund zu sein. Und freue mich auf die Herausforderungen mit dem FC Lugano.»

Die Lebensqualität im Tessin ist hoch, Gerndts Familie schätzt das. Und im Februar war er einer der stärksten Akteure der Super League, gegen Sion etwa traf er auch noch zweimal die Latte – bevor er angeschlagen ausgewechselt werden musste. Eine Woche später bereitete er das 1:0-Siegtor gegen GC vor, ehe Lugano nach vier Zu-null-Siegen in Serie zuletzt in St. Gallen 0:3 verlor. «Das war unsere schwächste Leistung seit langer Zeit», sagt Gerndt, «wir müssen sofort reagieren.»

Das Glück gefunden

Am Sonntag tritt der souveräne Leader YB in Lugano an. «Wir spielen gegen das beste Team der Liga», sagt Gerndt, «aber wir haben eine gute Chance.» Solidarisch sei seine Mannschaft, top organisiert unter Trainer Pier­luigi Tami. Sowieso schwärmt Gerndt von seinem Club, es sei sehr familiär. Und der zuweilen unberechenbare Präsident Angelo Renzetti sei ein Fussballverrückter im positiven Sinn.

Alexander Gerndt hat im Tessin sein Glück gefunden, so scheint es. Und seinem liebsten Hobby kann er intensiv frönen. Auf der Golfanlage Moossee in Münchenbuchsee ist sein Name in einer Rangliste bei einem Annäherungsspiel immer noch ganz oben aufgeführt. «Was, echt?», fragt er schmunzelnd. «Keiner hat meinen Rekord gebrochen?»

Naturtalent im Golf

Gerndt ist mit dem sehr kleinen Ball ein Naturtalent. Innerhalb von 16 Monaten hat er sich vom Anfänger auf das bemerkenswert tiefe Handicap 4,5 runtergespielt. Das ist eine fantastische Leistung. «Wenn man etwas mit Spass betreibt, erzielt man Fortschritte», sagt Gerndt. Und im Tessin ist Golfspielen sogar im Winter möglich. Ausser in dieser Woche. Die Wetterkapriolen haben sogar die Sonnenstube der Schweiz erfasst.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/12988896

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 Beitrag Verfasst: Freitag 2. März 2018, 17:28 
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Lugano - YB, Sonntag, 4. März 2018, 16:00 Uhr

Verletzt:
Von Ballmoos

Fraglich:
Hoarau

Der YB-Extrazug verlässt Bern um 09:57 Uhr.

Spiele der YB-Teams am Wochenende

Samstag, 3. März 2018
11:30 Uhr: YB FE14 - Concordia (Neufeld)
12:00 Uhr: YB U18 - Winterthur (Stade de Suisse)
14:00 Uhr: YB U15 - Team Vaud Lausanne (Neufeld)
16:30 Uhr: YB U17 - Thun (Stade de Suisse)
16:30 Uhr: YB U16 - Team Vaud Lausanne (Neufeld)

Das 1.-Liga-Spiel Lancy - YB U21 wurde verschoben.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 3. März 2018, 00:14 
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Schattenmann hofft auf Sonnenstube

Jean-Pierre Nsame ist bei YB derzeit nur Ersatz, und auch von der Bank aus erhält er kaum Einsatzminuten.

Er nickt, er grüsst sogar, aber reden, nein reden will er gerade nicht. Als Erster geht Jean-Pierre Nsame an den Journalisten vorbei, dick eingepackt, bewegt hat er sich wenig. Es ist Dienstagabend im Stade de Suisse, und aus der klirrenden Kälte folgen ihm dampfend seine heissgelaufenen Teamkollegen vom Feld in die Kabine. Ein 2:0 gegen Meister Basel, YB steht im Cupfinal, es wird geschrien, geherzt und gehüpft.

In der Gefühlswelt des Jean-Pierre Nsame müssen gerade ziemlich gegensätzliche Dinge vonstattengehen. Mit seiner Mannschaft ist er äusserst erfolgreich, am Dienstag hüpft er zaghaft mit vor der Kurve, aber viel lieber würde er, Jean-Pierre Nsame, neun Ligatore und drei Assists, jetzt ebenso dampfend und euphorisiert Auskunft geben wie seine Mitstreiter. Der YB-Angreifer hat 2018 bislang kaum Chancen bekommen, sich zu bewähren. 17 Minuten dauerte sein längster Ernstkampf gegen Sion, im Cup gegen Basel oder im Derby gegen Thun liess ihn Trainer Adi Hütter während 90 Minuten auf der Bank sitzen.

«Einfach ist das nicht, als Stürmer willst du spielen, und es ist dir bewusst, dass es weniger Möglichkeiten gibt als im Mittelfeld», sagt Stéphane Chapuisat. Von der Bank aus hat er als Stürmer jeweils selten Spiele verfolgt, gibt er zu. «Aber ich weiss, wie es ist, wenn du dich gut fühlst und einen Lauf hast.»

Auf der Ersatzbank gelandet

Und dass der Kameruner Nsame sich gut fühlt und einen Lauf hat, darauf konnte man zwischenzeitlich schon mal schliessen. Vergangenen November zeichnete er mit Roger Assalé für fast die Hälfte aller YB-Tore verantwortlich, noch zur Winterpause war Nsame zusammen mit Thuns Simone Rapp bester Torjäger der Liga – doch nicht nur bei Rapp ist nach seinem Wechsel zu Lausanne kein Treffer mehr hinzugekommen.

Dass Nsame aus der Startelf fiel, hat natürlich einen Grund, und dieser Grund ist ziemlich gross und populär in Bern. Guillaume Hoarau ist wieder in starker Form, in den letzten fünf Partien hat er immer getroffen, gegen Thun und Lausanne jeweils gar zweimal. Einen Torjäger mit diesem Lauf kann kein Trainer auf der Bank sitzen lassen, und weil Nsame und Hoarau ähnliche Spielertypen verkörpern, zieht der Kameruner derzeit den Kürzeren gegenüber dem formstarken Franzosen. «Beide passen gut zu Assalé, der sich öfter mal zurückfallen lässt», erklärt Chapuisat, heute Chefscout, vormals Stürmertrainer.

«Als Stürmer willst du spielen, und es ist dir bewusst, dass es weniger Möglichkeiten gibt als im Mittelfeld.»
Stéphane Chapuisat


Um nach Bern zu gelangen, hatte Nsame vergangenen Sommer viele Register gezogen. Bei seinem vormaligen Club Servette verweigerte er vor Saisonbeginn gar das Mannschaftstraining, um zu zeigen, wie ernst es ihm mit einem Wechsel ist. Sportchef Christoph Spycher feilschte mit den Genfern lange um den Preis des Stürmers. 23 Tore hat er zuvor für Servette erzielt, die Young Boys versprachen sich vom Topskorer der Challenge League eine unbeschwerte Komponente mehr im Angriff. Der 24-Jährige schien sich auf Anhieb wohlzufühlen, erzielte bereits in seinem ersten Einsatz gegen GC ein Tor. Und liess 8 weitere folgen.

Offenes Torjäger-Rennen

Nach seiner besten Zeit im YB-Dress musste Nsame bald einmal einem Stürmer Platz machen, an dem er sich selber schon lange orientiert. Bereits im Winter 2016, bei der Ehrung der besten Spieler der Liga, sagte der damalige Servettien Nsame über Hoarau: «Er ist mein Vorbild.» So also landete der Kameruner auf der Bank. Und in Bern haben sie ja mit Jokern ziemlich gute Erfahrungen gemacht: Der verehrte Seydou Doumbia erzielte 2008 in seiner ersten Saison bei YB fast die Hälfte seiner Tore als Ersatzspieler.

Nsame aber traf nicht mehr. Seit seinem spektakulären Ausgleich beim 1:1 im November in Basel wartet er auf ein Tor. Und jetzt die vielen Minuten als Zuschauer. Nsame schweigt gern, das tut er derzeit auch gegenüber den Medien. Trainer Hütter rotiert im zweiten Halbjahr, wo die Young Boys kaum noch Partien unter der Woche bestreiten, bedeutend weniger. Immerhin hat der Österreicher im Herbst gezeigt, dass er sich auch nicht scheut, Hoarau auf die Bank zu setzen, als dieser nach seiner Verletzung nicht auf Touren kam. Das Gefüge bei YB scheint intakt.

«Ich weiss, wie es ist, wenn du dich gut fühlst und einen Lauf hast.»
Stéphane Chapuisat


Und so wird sich Nsame auch in den nächsten Partien seine Einsatzminuten hart erkämpfen müssen. Beim dominierenden YB gibt es ja viele Anwärter auf die Torjägerkrone: Hinter dem formstarken Miralem Sulejmani (10 Tore) liegen Assalé und Nsame mit je 9, dann folgt Hoarau mit 7 Treffern.

Eine erste Chance könnte sich Nsame morgen gegen Lugano bieten. Erneut meldete YB einen Einsatz von Hoarau wegen einer Fussprellung als fraglich. Bereits vor dem Cuphalbfinal gegen Basel liessen die Berner den Gegner lange Zeit im Ungewissen, ob der Mann der Stunde spielen kann. Die Pause des einen wäre eine Gelegenheit für den andern. Der Schattenmann käme in der Sonnenstube zu einer Chance auf die Renaissance.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/30313116

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 Beitrag Verfasst: Samstag 3. März 2018, 00:49 
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 Beitrag Verfasst: Samstag 3. März 2018, 20:58 
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 Beitrag Verfasst: Montag 5. März 2018, 21:51 
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Auch in Lugano mit Herz und Toren für YB

Alexander Gerndt wechselte im August von den Young Boys zu Lugano. In den letzten Wochen lief es dem Schweden gut. Am Sonntag spielt der Stürmer gegen YB.

«Das Wetter!»

Alexander Gerndt lacht, als er nach dem grössten Unterschied zwischen Bern und Lugano gefragt wird. Er ist gut drauf, auskunftsfreudig und freundlich, das war während seiner Zeit bei YB nicht immer der Fall gewesen. Reichlich grummelig gab sich Gerndt manchmal gegenüber den Medien. Nun wirkt er gelöst, selbst wenn er gerade im Stress ist. Seine beiden Kinder aus erster Ehe, die in Schweden leben, sind zu Besuch im Tessin, und weil Gerndt mit seiner zweiten Frau ebenfalls zwei kleine Kinder hat, ist er ziemlich beschäftigt mit der Rasselbande.

Den Cupfinaleinzug der Young Boys am Dienstagabend hat er dennoch am TV verfolgt. «Ein grosser Sieg» sei das 2:0 gegen Basel für seine ehemaligen Teamkollegen gewesen. «Ich freue mich sehr für YB und habe noch guten Kontakt zu mehreren Leuten im Club.» Er würde seinem früheren Arbeitgeber beide Titel gönnen. «So lange die Young Boys nicht gegen uns gewinnen.»

Tor in Basel als Versöhnung

Im August wechselte Gerndt von YB zum FC Lugano, es war eine Art Flucht, weil er in der Sturmhierarchie der Young Boys weit nach hinten gefallen war. «Ich erlebte viereinhalb tolle Jahre in Bern», sagt Gerndt, «und ich hänge an Club und Stadt. Aber es war Zeit, ein neues Kapitel zu öffnen. Ewig dauert meine Karriere nicht mehr.» Im Juli wird der Angreifer 32, bis 2019 ist sein Vertrag in Lugano datiert, er wolle so lange wie möglich als Fussballer aktiv sein. «Es ist ja nicht so, dass ich bisher zu viele Partien bestritten hätte.»

Immer wieder fiel Gerndt auch bei den Young Boys monatelang verletzt aus, mehrmals kämpfte er um die Fortsetzung seiner Karriere. So gesehen ist es beinahe ein medizinisches Wunder, ist Gerndt immer noch Fussballprofi. Und in prächtiger Verfassung.

Nach einem holprigen Einstieg bei Lugano im Herbst brillierte der Routinier in den ersten Partien 2018. Traumtor mit einem Freistoss in Basel, Traumtor mit einem Weitschuss gegen Sion – dank seiner fantastischen Schusstechnik bescherte Gerndt seinem Team gleich mal zwei 1:0-Siege. Und besonders der Treffer beim FCB Anfang Februar versöhnte ihn ein bisschen mit seiner Vergangenheit. Einerseits, weil er YB damit einen Gefallen tat. Und andererseits, weil er vor vier Jahren im St.-Jakob-Park von Taulant Xhaka wüst zusammengetreten worden war und das Spielfeld auf der Bahre hatte verlassen müssen. Auch von jenen schlimmen Verletzungen hat sich Gerndt erholt, an sein Toplevel aber kam er kaum mehr heran.

Die hohen Erwartungen

Und so hat Alexander Gerndt insgesamt nicht so viel erreicht, wie einst prophezeit worden war. Torschützenkönig war er in Schweden geworden, mit 25 zog er für über sechs Millionen Franken Ablösesumme nach Holland, Utrecht sollte das Sprungbrett in eine grosse Liga sein. Sein Marktwert aber halbierte sich, dennoch investierten die Young Boys im Winter 2013 noch fast drei Millionen Franken in Gerndt. Auch in Bern erfüllte der Stürmer die hohen Erwartungen nicht, pendelte bald zwischen Feld, Bank und Verletztenabteilung. Für das Nationalteam wurde er nie mehr ernsthaft ein Thema, es blieb bei 6 Länderspielen (2 Tore). «Es ist, wie es ist», sagt Gerndt, «ich bin froh, gesund zu sein. Und freue mich auf die Herausforderungen mit dem FC Lugano.»

Die Lebensqualität im Tessin ist hoch, Gerndts Familie schätzt das. Und im Februar war er einer der stärksten Akteure der Super League, gegen Sion etwa traf er auch noch zweimal die Latte – bevor er angeschlagen ausgewechselt werden musste. Eine Woche später bereitete er das 1:0-Siegtor gegen GC vor, ehe Lugano nach vier Zu-null-Siegen in Serie zuletzt in St. Gallen 0:3 verlor. «Das war unsere schwächste Leistung seit langer Zeit», sagt Gerndt, «wir müssen sofort reagieren.»

Das Glück gefunden

Am Sonntag tritt der souveräne Leader YB in Lugano an. «Wir spielen gegen das beste Team der Liga», sagt Gerndt, «aber wir haben eine gute Chance.» Solidarisch sei seine Mannschaft, top organisiert unter Trainer Pier­luigi Tami. Sowieso schwärmt Gerndt von seinem Club, es sei sehr familiär. Und der zuweilen unberechenbare Präsident Angelo Renzetti sei ein Fussballverrückter im positiven Sinn.

Alexander Gerndt hat im Tessin sein Glück gefunden, so scheint es. Und seinem liebsten Hobby kann er intensiv frönen. Auf der Golfanlage Moossee in Münchenbuchsee ist sein Name in einer Rangliste bei einem Annäherungsspiel immer noch ganz oben aufgeführt. «Was, echt?», fragt er schmunzelnd. «Keiner hat meinen Rekord gebrochen?»

Naturtalent im Golf

Gerndt ist mit dem sehr kleinen Ball ein Naturtalent. Innerhalb von 16 Monaten hat er sich vom Anfänger auf das bemerkenswert tiefe Handicap 4,5 runtergespielt. Das ist eine fantastische Leistung. «Wenn man etwas mit Spass betreibt, erzielt man Fortschritte», sagt Gerndt. Und im Tessin ist Golfspielen sogar im Winter möglich. Ausser in dieser Woche. Die Wetterkapriolen haben sogar die Sonnenstube der Schweiz erfasst.


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 Beitrag Verfasst: Montag 5. März 2018, 22:01 
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04.03.2018

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«Es ist wunderbar hier»

Lugano-Schwede Gerndt ist begeistert von der Schweiz

Lugano-Stürmer Alexander Gerndt (31) ist in Topform. SonntagsBlick besuchte den Schweden in seinem Zuhause im Südtessin.

Ein Dorf auf einer Anhöhe südlich von Lugano. Wunderbare Tessiner Atmosphäre. Hier ein Grotto, da eine Palme. Am Hang ein modernes Mehrfamilienhaus. Hier wohnt Lugano-Stürmer Alexander Gerndt (31) mit seiner Familie. Fantastische Aussicht.

Gerndt öffnet die Tür, trägt eine Mütze. Freundliche Begrüssung. «Ich will euch meine Haare nicht zeigen. Ich musste sie blond färben wegen einer teaminternen Wette», so der Stürmer leicht beschämt. «Mitspieler Carlinhos kam vor dem Basel-Spiel mit blonden Haaren in die Garderobe. Ich sagte, dass ich es auch tue, wenn wir die drei ersten Spiele im 2018 gewinnen.»

Gerndt teilt die grosszügigen Räumlichkeiten mit seiner Frau Frida (28) und den Kindern Olivia (3) und Hugo (14 Monate). «Olivia hat stolz all ihren Freundinnen erzählt, dass ihr Papa in der Zeitung erscheint», schmunzelt Gerndt. «Sie will unbedingt auf dem Foto drauf sein. Sie hat extra ihr schönstes Kleidchen angezogen.»

Ähnlich wie Schweden

Wir setzen uns an den Tisch in der herrlichen Wohnküche. «Wollt ihr Kaffee, so richtig billigen?», witzelt Gerndt. Wir bevorzugen Wasser. Smalltalk über die aktuelle Saison. Gerndt ist prächtig in Form. Er ist zurzeit Luganos Torgarant. Der feine Freistosstreffer in Basel und das Hammertor gegen Sion werden diskutiert.

Gerndt schwärmt von der Schweiz: «Ich mag das Tessin. Aber mir gefällt auch Bern sehr gut. Ich habe dort viereinhalb Jahre gewohnt, bei YB gespielt. Bern ist die zweite Heimat von mir und meiner Familie.» Gerndt vergleicht die Schweiz mit seinem Heimatland Schweden: «Das Leben ist einfach. Alles funktioniert. Die Mentalität ist vorbildlich, jeder arbeitet hart. Nicht so wie in Spanien oder in Italien.»

Schweden bleibt Thema des Gesprächs. Was fällt Gerndt zum Land, in dem er geboren ist, als Erstes ein? «Gut im Sommer, schlecht im Winter», so Gerndt lachend. «Ich meine damit das Wetter.»

Schluss mit lustig. Es wird ernst. Gedankenaustausch über die gesellschaftliche Situation in Schweden, momentan ist die Migrationspolitik ein heisses Thema. «Schweden hat zurzeit viele Probleme», sagt Gerndt. Er erklärt es so: «Wenn ich zu dir nach Hause komme, kann ich sehr wohl glauben und denken, wie ich will. Aber ich zwinge dir meine Denkweise sicher nicht auf. Doch genau das passiert in Schweden. Es gibt Fremde, die den Schweden ihre Kultur aufzwingen.»

Wir kommen auf #MeToo zu sprechen. Auch dieses Thema ist momentan eines der viel diskutierten in Schweden. Gerndt: «In der Schweiz existiert #MeToo kaum. Doch in Schweden ist es Thema Nummer 1. In den letzten Monaten wird nur noch über #MeToo gesprochen.» Wir besprechen das neue Gesetz in Schweden, das besagt, dass vor jedem sexuellen Kontakt ein Vertrag abgeschlossen werden muss. Gerndt: «Ich weiss nicht, wie das funktionieren soll und wie es herauskommen wird.»

Gerndt muss seufzen. Er denkt nach. Und kommt zum Schluss, dass Schweden nicht mehr das gleiche Land ist wie jenes, das er 2011 verliess. Gerndt: «In kurzer Zeit hat sich vieles verändert. Klar, die Natur ist schön. Und mein Heimatort Visby auf der Insel Gotland gefällt mir. Dort habe ich meine Familie, alles ist vertraut. Das mag ich. Ich muss schauen, was in den nächsten Jahren in Schweden passiert. Momentan fühle ich mich in der Schweiz wohler. Es ist meine Heimat in der Gegenwart.»

«Ein gutes Land»

Beim Gedanken an ein Leben in der Schweiz hellt sich Gerndts Miene auf. «Es wäre schön, den Rest meines Lebens in der Schweiz zu verbringen. Es ist wunderbar hier. Auch meiner Frau gefällt es sehr gut. Die Schweiz ist für meine Kinder ein gutes Land, um aufzuwachsen.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 65548.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 5. März 2018, 22:05 
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04.03.2018

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Jetzt sind es schon 14 Punkte Vorsprung

YB gewinnt Tor-Festival gegen Lugano

Wahnsinns-Partie im Tessin! Zwei frühe Treffer, drei Joker-Tore und eine nicht geahndete Tätlichkeit sorgen für ordentlich Gesprächsstoff beim Duell zwischen Lugano und YB (2:4).

Das Spiel: Beide Team legen los, als wollten sie sich für die müde Nullnummer der Kollegen von GC und Lausanne gestern Abend bei den Super-League-Zuschauern entschuldigen. Keine zehn Minuten sind gespielt, da steht es schon 1:1. Die schöne Direktabnahme von Fassnacht ist nach einer Viertelstunde der erste Abschluss, der nicht den Weg ins Tor findet. Danach flacht die Partie ab, die YB-Führung nach einer halben Stunde kommt mehr oder weniger aus dem Nichts. Vor dem Pausentee kochen die Emotionen nach einer ungeahndeten Sanogo-Tätlichkeit nochmal richtig hoch. Der Ivorer kommt aber ohne Karte davon. Lugano kommt dann besser aus der Kabine. Von Bergen blockt in extremis einen Gerndt-Schuss. Nach einer Stunde rettet Wölfli zunächst stark gegen Bottani, nur kurze Zeit später verzieht Gerndt aus spitzem Winkel. YB ist im zweiten Durchgang kaum mehr im Lugano-Strafraum anzutreffen, die Berner versuchen die Führung zu verwalten. Gut zehn Minuten vor Schluss macht der eben erst eingewechselte Schick den Sack dann aber zu. Oder doch nicht? Der ebenfalls eingewechselte Janko bringt die Tessiner nochmals ran, ehe in der Schlussminute mit Benito ein weiterer Joker bei Lugano endgültig das Licht löscht.

Die Tore:
5. Minute, 1:0, Mattia Bottani: Nuhu macht im Luftduell gegen Gerndt keine gute Figur. Bottani erläuft den verlängerten Ball und bleibt im 1 gegen 1 mit Wölfli eiskalt.

10. Minute, 1:1, Jean-Pierre Nsame: Einen harmlosen Sulejmani-Schuss spediert Lugano-Keeper Da Costa in Volleyballer-Manier direkt auf den Kopf von Nsame, der das Geschenk dankend annimmt.

30. Minute, 1:2, Roger Assalé: Rouiller grätscht eine Sow-Hereingabe unglücklich in die Füsse von Assalé, der zur YB-Führung verwerten kann. Wieder sieht Da Costa unglücklich aus, doch der Schuss des YB-Knipsers ist noch leicht abgefälscht.

78. Minute, 1:3, Thorsten Schick: Der eingewechselte Ösi steht noch keine zwei Minuten auf dem Platz, als er einen schöne YB-Kombination mit dem dritten Berner Treffer vollendet.

86. Minute, 2:3, Marc Janko: Die Kobra ist zurück in der Schweiz. Carlinhos legt mit der Brust auf Lugano-Joker Janko ab, der den Ball aus 20 Meter direkt nimmt und Wölfli keine Chance lässt.

90. Minute, 2:4, Leonardo Bertone: Assalé behauptet den Ball gegen drei Lugano-Verteidiger und bedient anschliessend den mitgelaufenen Bertone, der die Partie endgültig entscheidet.

Der Beste: Was für ein erstes Spiel von Beginn weg in diesem Jahr für Edeljoker Jean-Pierre Nsame! Der Kamerun-Franzose schliesst mit seinem 10. Saisontor zu den führenden Goalgettern (und Teamkollegen) Sulejmani und Assalé auf. Mehr als würdige Vertretung des grossen Bruders Guillaume Hoarau.

Der Schlechteste: Lugano beginnt stark und mutig. Bis der Bock von David Da Costa das Spiel in andere Bahnen lenkt. Es hätte auch ohne diesen Lapsus einen YB-Sieg geben können, keine Frage. Aber er ebnete den Bernern die Strasse zum Sieg schon ziemlich.

Das gab zu reden: Uiuiui, Schiri Fähndrich! Von Bergen muss in der 19. Minute für sein Einsteigen von hinten gegen Gerndt zwingend Gelb sehen. Sieht er nicht. Deshalb kann kann er in der 43. derart kompromisslos einsteigen. Und Sanogo steht Bottani kurz vor dieser Szene absichtlich auf die Wade. Ist ein Rotfoul! Mindestens rotverdächtig ist auch Bottanis Nachschlagen gleich danach, das allerdings nicht sehr heftig ist.

So gehts weiter: Lugano gastiert am kommenden Samstag beim FCZ im Letzigrund. YB empfängt am Sonntag die Grasshoppers.

***************************************

Lugano - YB 2:4 (1:2)

Cornaredo. – 4021 Fans. – SR: Fähndrich (3).

Tore: 5. Bottani (Gerndt, Golemic) 1:0, 10. Nsame (Sulejmani) 1:1, 30. Assalé (Sow) 1:2, 79. Schick (Nsame, Ngamaleu) 1:3, 86. Janko (Carlinhos) 2:3, 90. Bertone (Assalé) 2:4.

Lugano: Da Costa; Rouiller, Sulmoni, Golemic; Ledesma; Crnigoj, Sabbatini, Mariani, Amuzie; Gerndt, Bottani.

YB: Wölfli; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sanogo, Sow, Sulejmani; Assalé, Nsame.

Einwechslungen
Lugano: Janko (68. für Crnigoj), Carlinhos (76. für Bottani), Mihajlovic (85. für Ledesma)
YB: Ngamaleu (64. für Fassnacht), Schick (76. für Sulejmani), Bertone (80. für Nsame)

Bemerkungen: Lugano ohne Vecsei (gesperrt), Daprelà, Picccinocchi (verletzt). YB ohne Von Ballmoos (verletzt).

Gelb: 18. Sanogo (Foul). 40. Mbabu (Hands). 43. Von Bergen. 45. Mariani. 72. Benito. 77. Ledesma. 89. Sabbatini. 92. Golemic (alle Foul).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 65548.html

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