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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Rino
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Verfasst: Donnerstag 26. Oktober 2017, 09:55 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Zuletzt geändert von Rino am Montag 6. November 2017, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.
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mänätscher
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Verfasst: Donnerstag 26. Oktober 2017, 11:26 |
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Registriert: Donnerstag 26. Oktober 2017, 10:55 Beiträge: 14
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Eminent wichtiges Spiel: Tip 3:1. Aufgrund der Abwesenheiten von SvB/Nuhu spielen wir nicht zu 0, dazu der neue Trainer bei Sion, welcher die Aufgabe erschwert. Wird eine enge Partie, welche kurz vor Schluss mit dem 3:1 durch Moumi für YB entschieden wird.
Zuschauerzahl: 16'361
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ChosenOne79
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Verfasst: Donnerstag 26. Oktober 2017, 11:37 |
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Registriert: Donnerstag 26. Oktober 2017, 11:26 Beiträge: 3
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3 zu 1 passt... wär mis Wunschresultat. Tippe aber eher ufenes 1 zu 1.
bi gspannt uf üsi Abwehrchöti.
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mänätscher
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Verfasst: Donnerstag 26. Oktober 2017, 12:20 |
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Registriert: Donnerstag 26. Oktober 2017, 10:55 Beiträge: 14
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Ja, üsi Abwehrchötti i däm Match. I vermuete: Mbabu - Bürki - Benito - Lotomba @chosenone79: Jetzt braucht es Ausdauer...  aber ich bin zuversichtlich Bewegung reinbringen zu können. 
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JFK
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Verfasst: Donnerstag 26. Oktober 2017, 23:35 |
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Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13 Beiträge: 738
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könnte gut sein das hütter mit einer dreierabwehrkette beginnt.
mbabu-benito-lotomba
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Hauptstadt
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Verfasst: Freitag 27. Oktober 2017, 11:56 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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von Ballmoos Mbabu-Bürki-Benito-Lotomba Fassnacht-Sow-Sanogo-Sulejmani Assalé-Nsamé
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shalako
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Verfasst: Freitag 27. Oktober 2017, 15:24 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.10.2017  Zitat: Hält sich der Sion-Präsi in Bern an die Stadion-Sperre?
Wenn CC auftaucht, ruft YB die Polizei!
Am Sonntag kommts zum ersten Auswärtsspiel im Laufe der 14-monatigen Sperre gegen Sions Präsidenten. Wie reagiert YB, wenn CC erscheint?
Nach den Ohrfeigen und dem Tritt in den Hintern von Ex-Nati-Coach und Teleclub-Experte Rolf Fringer vor laufenden Kameras ist Sions streitlustiger Präsident Christian Constantin von der Liga mit 14 Monaten Stadion-Verbot und 100'000 Franken Busse bestraft worden.
Nach der Urteilsverkündung reagiert CC in einem ersten Statement sauer: «Wenn sie Krieg wollen, können sie ihn haben.»
Beim Heimspiel letzten Sonntag gegen St. Gallen hielt sich Sions Präsident aber artig an die Vorgaben der Liga und setzte keinen Fuss in «sein» Tourbillon-Stadion.
Und wie verhält sich CC am Sonntag in Bern – beim Einstand von Sions neuem Trainer Gabri? Hanspeter Kienberger (55), Verwaltungsrats-Präsident von YB, hat dazu eine klare Meinung. In einem Interview mit der «Berner Zeitung» sagt der YB-Boss unlängst: «Wenn Personen erkannt werden, die trotz Stadionverbot ins Stade de Suisse gelangen wollen, werden sie abgewiesen. Wir wollen und müssen den Entscheid der Liga mittragen. Würde Christian Constantin darauf drängen, ins Stadion zu kommen, wäre der Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllt. Aber das ist theoretisch. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Constantin einsieht, zu weit gegangen zu sein. Wir reden immer davon, Gewalt zu verurteilen. Constantin hat als Präsident des FC Sion seine Vorbildfunktion krass missachtet.»
Im Klartext heisst dies: Kommt CC, ruft YB die Polizei! Die Ordner bei der Einfahrt zum Parkhaus des Stade de Suisse werden gewarnt sein: Bei jedem Ferrari zweimal hinschauen, ob da nicht doch CC am Steuer sitzt... https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 19807.html
_________________ For Ever
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Bierflasche
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Verfasst: Freitag 27. Oktober 2017, 15:32 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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YB - Sion, Sonntag, 29. Oktober 2017, 16:00 UhrVerletzt: Bertone, Hoarau, Seferi. Gesperrt: Von Bergen, Nuhu (beide 4. gelbe Karte). Vorverkaufsstand am Freitagnachmittag: 14'700 (davon 11'240 Jahreskarten). Die Matchbesucher werden gebeten, den Vorverkauf zu benutzen ( www.bscyb.ch/ticketshop) und frühzeitig zu erscheinen. Für die Anreise werden die öffentlichen Verkehrsmittel empfohlen. Rund um das Stade de Suisse stehen keine Parkplätze zur Verfügung. Das BEA-Expo-Gelände ist durch den Suisse Caravan Salon und den Circus Monti belegt. Anreise- und Parking-Infos (Grafik) Im Stadion ist der Radio-Kommentar für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören. Faninfo Kantonspolizei Bern (PDF) http://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/F ... B-Sion.pdfSpiele der YB-Teams am Wochenende Samstag, 28. Oktober 2017: 11:00 Uhr: Basel - YB FE14 (St. Jakob) 11:30 Uhr: YB FE13 - Solothurn (Neufeld) 12:00 Uhr: YB U18 - Thun (Stade de Suisse) 14:00 Uhr: YB U16 - Thun (Neufeld) 14:00 Uhr: YB U15 - Thun (Neufeld) 14:00 Uhr: Luzern - YB U17 (Allmend) 14:00 Uhr: YB FE12 - Köniz (Neufeld) 17:00 Uhr: Azzurri Lausanne - YB U21 (Centre sportif de Chavannes)
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shalako
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Verfasst: Samstag 28. Oktober 2017, 10:07 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.10.2017  Zitat: Hütter setzt auf Wüthrich/Bürki
Nach vier Auswärtspartien spielt YB wieder einmal daheim – und tut das mit einer neuen Innenverteidigung.
Super League, Europa League, Super League, Schweizer Cup und nun am Sonntag wieder Super League – und dies innert 16 Tagen: Der Tanz auf den drei Hochzeiten seit der letzten Länderspielpause ist für YB äusserst intensiv. Für Adi Hütter befindet sich die Mannschaft in einer Phase der Saison, «in der wir vor allem Ergebnisse bringen müssen».
Und das tue sie «auf abgeklärte Art, sagt er spürbar zufrieden. Ein verdienter Punktgewinn in Kiew, ein stilsicherer Auftritt in Luzern, ein ungefährdetes Weiterkommen im Cup gegen Münsingen – all dies sieht der YB-Trainer als Beleg einer «guten Konstanz», die sein Team an den Tag legt. Selbst bei der unglücklichen 1:2-Niederlage in Lausanne, betont er, habe man nicht enttäuscht.
Nun wartet vor der WM-Barrage eine finale Woche auf die Berner, die es in sich hat: In der Meisterschaft das Heimspiel gegen das unberechenbare Sion, eine Woche später das brisante Duell gegen den Titelverteidiger in Basel, und dazwischen am Donnerstag daheim die wichtige Partie gegen Dynamo Kiew im Europacup. Hütter blickt optimistisch nach vorne, verweist auf die Beständigkeit in den Leistungen. Auch wenn seine Mannschaft verletzungsbedingt derzeit «mit 17 oder 18 Mann durchkommen muss», wie er zu verstehen gibt.
«Priorität hat für uns aber ganz klar das Sion-Spiel», sagt Hütter, der mit den Gedanken nicht zu weit abschweifen will. Es ist eine Aufgabe, die gleich aus zwei Gründen ihre Tücken hat. Einerseits muss der Österreicher wegen der Gelb-Sperren von Captain von Bergen und Nuhu gleich beide Innenverteidiger ersetzen. Es zeugt vom gewachsenen Selbstvertrauen bei YB, dass der Trainer kein Geheimnis daraus macht, wie er diese doppelte Lücke schliessen will. «Gregory Wüthrich und Marco Bürki werden im Abwehrzentrum spielen», sagt er wie selbstverständlich. Die mangelnde Spielpraxis des Duos sieht er nicht als Risiko. «Beide trainieren gut, haben ihre Sache bei ihren Cup-Einsätzen gegen Breitenrain wie Old Boys gut gemacht und verdienen das Vertrauen.»
Gabris Premiere als Sion-Trainer
Andererseits werden die Walliser zwar ohne den ausgesperrten Präsidenten Christian Constantin ins Stade de Suisse kommen, dafür wieder einmal mit einem neuen Trainer. Der ehemalige Barcelona-Spieler Gabri, zuletzt beim Nachwuchs der Katalanen als Ausbildner engagiert, dürfte der angeschlagenen Mannschaft «neues Selbstvertrauen und neue Spielfreude vermitteln», mutmasst Hütter. Dass Sion bereits mit einem neuen Stil à la «Tiki-Taka» auftreten wird, erwartet der YB-Trainer dann doch noch nicht. https://www.derbund.ch/sport/fussball/H ... y/14827576
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Samstag 28. Oktober 2017, 10:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.10.2017  Zitat: Andere würden fluchen
Morgen gegen YB könnte Marco Schneuwly sein 100. Tor in der Liga erzielen. Ein Star war er dennoch nie.
Drüben fällt ein Blatt vom Baum. Marco Schneuwly hat eben das Tor verfehlt, er ärgert sich, sehr sogar, er beisst kurz in sein Trikot, trottet zurück und drischt den Ball dann 20 Sekunden später ins Netz. Es ist kurz nach 17 Uhr in Martigny, in den letzten Sonnenstrahlen trainiert der FC Sion. Dahinter leuchten die Berge oder vielmehr die Wälder darauf, gelb und rot und vieles dazwischen, es riecht nach Jahresende im Wallis, das Licht, die Farben – alles schreit Herbst.
Marco Schneuwly steht in seiner 14. Saison im Profifussball, noch einmal so viele werden nicht dazukommen. Er setzt sich neben den Trog, wo die Spieler ihre Schuhe putzen, denkt nach über seine lange Vergangenheit im Fussball und sagt: «Ja, es gibt nicht mehr so viele wie mich.» Stolz könnte das klingen, aber bei einem wie ihm hat es eher eine bescheidene, demütige Note. Einer wie er. Einer wie wer?
Kein Twitter, keine Tätowierung
Die Sonne ist weg, auch Gabri, seit neuestem Trainer bei Sion, hat sich verabschiedet, gegen ihn hat Schneuwly noch gespielt, Thun gegen Lausanne, doch das ist auch schon fünf Jahre her. Nach und nach gehen auch die Mitspieler, der eine ist zehn, der nächste zwölf, ein anderer vielleicht nur zwei Jahre jünger. Schneuwly ist 32, in der Super League gibt es durchaus noch ältere Spieler. Schneuwly aber erzielt Tor um Tor, in den letzten fünf Saisons waren es in der Liga nie weniger als zehn, bei 99 ist er jetzt angelangt. Kein aktiver Spieler hat mehr, nur drei überhaupt liegen in der ewigen Liste der Super League vor ihm: Alex Frei, Mauro Lustrinelli, Marco Streller. Alle drei Nationalspieler, zwei davon grosse Figuren im Schweizer Fussball.
Marco Schneuwly ist einer der treffsichersten Stürmer, den die Schweiz in den letzten Jahren hatte. Doch ein Star war er nie, und er wird es auch nicht mehr werden. Seine Minuten in der Nationalmannschaft decken sich mit der Anzahl seiner Posts auf Instagram. Er ist auch nicht auf Twitter, er hat keine Tätowierung.
Wer ihn darauf anspricht, erhält einen etwas ratlosen Blick. «Dafür bin ich nicht so der Typ, das stimmt», sagt er, zuckt mit den Schultern. Und schiebt nach: «Wenn mir etwas wichtig ist als öffentliche Person, dann ist das, authentisch zu sein.»
Marco Schneuwly fliegt unter dem Radar, das darf man getrost behaupten. Die Nationaltrainer ignorierten ihn, erst Hitzfeld, dann Petkovic. Es gab Zeiten, da rief die Schweiz laut nach einem Stürmer für die Nationalmannschaft. Schneuwlys Telefon blieb stumm. Einmal liess ihm Vladimir Petkovic mitteilen, er sei im provisorischen Kader und auf Pikett. Das war 2014. «Darüber mache ich mir keine Gedanken mehr», sagt Schneuwly. Für ihn, den Buben vom Land, aufgewachsen in Wünnewil, der zuletzt für Thun, Luzern und Sion spielte, gab es nie einen Platz im Nationalteam. «Meine Leistung war da. Auf alles andere hatte ich keinen Einfluss.»
Dabei nahm seine Beziehung zum Nationalteam eigentlich einen vielversprechenden Lauf. 2002 wurde er mit der U-17 Europameister. Schneuwly, der YB-Junior, fasste langsam Fuss im Profigeschäft. 2004 das erste Spiel, 2005 das erste Tor. Er, der kantige Strafraumstürmer, behauptete sich in der YB-Offensive, neben Tormaschine Doumbia, Wirbelwind Regazzoni, Feingeist Yapi. Schneuwly erzielte seine Tore, 2009 war er richtig gut in Fahrt.
Ende November spielte YB gegen Basel, Stade de Suisse, ausverkauft, mit einem Sieg wäre YB sieben Punkte vor dem Rivalen. Erst trifft Doumbia, dann Schneuwly. Kurz darauf muss der Freiburger vom Platz, das Gesicht schmerzverzerrt, das Kreuzband gerissen. Sechs Monate out. Im Aufstieg des YB-Juniors, der mit seinem Bruder Christian schon als Kind von einer Karriere in Gelb-Schwarz träumte, war dieser Moment ein Bruch.
Sie nannten ihn «MS9»
Verspürt er heute Wehmut über das, was hätte sein können? «Dafür bin ich nicht so der Typ», sagt Schneuwly. Da ist sie wieder: diese etwas demütige Bescheidenheit, die halt auch etwas Genügsames hat. Und weil Schneuwly für kaum etwas so der Typ ist, weil er sich lieber leise und unauffällig im lauten und schrillen Fussballgeschäft bewegt, genau deswegen fällt er unweigerlich doch auf. Am Ende seiner YB-Zeit landete Schneuwly unter Gross, der ihn zwar unermüdlich starkredete, auf der Bank. In seinen wenigen Einsätzen gelang ihm nicht viel. Es gab Fans, die ihn in dieser Zeit liebevoll «MS9» zu nennen begannen, in sanft-sarkastischer Anlehnung an das Produkt aller Produkte im Fussball, an CR7, Cristiano Ronaldo.
Erst beim FC Thun, im Stürmertraining mit Mauro Lustrinelli, da fand Schneuwly wieder den Tritt. Er traf wieder und hörte nicht auf damit – auch nicht, als er sein vertrautes Berner Umfeld 2014 verliess und nach Luzern wechselte. Dort schoss er unter Markus Babbel in 120 Spielen 68 Tore. Vergangenen Sommer bot ihm der FCL nur ein Jahr als Verlängerung an. Schneuwly ging zu Sion, unterschrieb dort für zwei Jahre.
Sion also, ein Konstrukt auf wackligem Fundament, etwas, das auf den ersten Blick nicht so zu den Prinzipien des Marco Schneuwly zu passen scheint. «Ich habe mich auf Anhieb gut zurechtgefunden und auch immer gespielt, von dem her passt es.» Von den Unruhen um den Präsidenten bekämen die Spieler nicht viel mit, meint Schneuwly. Und wenn sich Christian Constantin mal vor die Mannschaft stelle, dann immer mit sportlichem Motiv, «und das gab es ja zuletzt genug». Nach 13 Punkten in 12 Spielen war im Wallis mal wieder Zeit für einen Trainerwechsel. Schneuwly hat schon viele Trainer kommen und gehen sehen, und so kommentiert er den Wechsel, wie er vieles kommentiert: mit einem Schulterzucken.
«So sind wir eben»
In einem anderen Leben wäre ein Stürmer mit bald 100 Toren in der Super League vielleicht ein Star und würde nicht in einer kleinen Garderobe in Martigny gemütlich seine Schuhe ausziehen und dazu entspannt plaudern. Oft sagt Schneuwly: «So sind wir eben», und meint damit sich und seine Brüder, Christian beim FC Luzern und Lukas, der für Düdingen in der 1. Liga viele Tore erzielt hat. Für jedes kriegen die Brüder noch heute einen Fünfliber von Grossmutter Schneuwly.
Es ist spät geworden. Vielleicht gibt es noch ein Telefongespräch mit Frau Rahel und Sohn Owen, mit ihnen wohnt er in Solothurn, wenn er nicht im Wallis kickt. Schneuwly verabschiedet sich, dann steht er am Fussgängerstreifen. Ein Auto, Schneuwly macht einen Schritt, der Fahrer gibt Gas. Schneuwly wartet lächelnd und geht dann unbeirrt über die Strasse. Andere würden fluchen. https://www.derbund.ch/sport/fussball/A ... y/29590666
_________________ For Ever
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