 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
Hauptstadt
|
Verfasst: Sonntag 27. August 2017, 12:54 |
|
Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
|
|
von Ballmoos Mbabu-Nuhu-von Bergen-Benito Fassnacht-Sanogo-Bertone-Sulejmani Assalé, Nsamé
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 27. August 2017, 19:15 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2017  Zitat: Hands-Tor bringt Espen um den Sieg
YB-Nuhu schockt St. Gallen mit Last-Minute-Ausgleich
St. Gallen sieht bis zur 90. Minute wie der sichere Sieger aus – dann gleicht Nuhu aus. Zu reden gibt das Handspiel vor dem späten 2:2.
Das Spiel: Bereits in der vierten Minute muss Espen-Coach Contini Taipi für den verletzten Tschernegg (Schlüsselbeinbruch) einwechseln. Der Ersatzmann ebnet den zu Beginn überlegenen Bernern mit seinem Mega-Patzer den Weg zum Führungstreffer. Aratore erwischt mit seinem Doppelpack vor und unmittelbar nach der Pause YB auf dem falschen Fuss. Von diesem Schock erholen sich die Berner in der kompletten zweiten Halbzeit nicht mehr – bis Nuhu der umstrittene Ausgleich gelingt.
Die Tore: 0:1, 25. Minute: Jean-Pierre Nsamé | Wie ein naiver Junior lässt sich der eingewechselte Taipi den Ball abluchsen. Was für ein Bock des Albaners! Nsamé verwandelt dann alleine vor Lopar in bester Knipser-Manier.
1:1, 37. Minute: Marco Aratore | Nach einem Prellball hält Aratore aus 25 Metern voll drauf. Auch wenn der Ball noch aufspringt: YB-Goalie Wölfli hat solche Schüsse auch schon gehalten.
2:1, 46. Minute: Marco Aratore | Barnetta könnte nach einer blitzsauberen Kombination selber schiessen, legt aber nochmals ab auf Aratore. Dieser schnürt mit einem Schlenzer via weiten Pfosten den Doppelpack.
2:2, 91. Minute: Kasim Nuhu | Nach einem Eckball bucht Nuhu den Ausgleich. Bitter für St. Gallen: Der YB-Verteidiger legt sich den Ball mit der Hand vor.
Der Beste: Zufall? Nein. Der Ausgleich mag aus heiterem Himmel fallen - dass Marco Aratore ihn erzielt, hingegen nicht. Der Mann für die besonderen Momente. Kühl auch beim 2:1.
Der Schlechteste: Schick: Inexistent, fehlerhaft, der Young Boy wird nach weniger als einer Stunde erlöst.
Das gab zu reden: Die St. Galler schäumen: Der 2:2-Torschütze stoppt den Ball vor seinem Tor in der 91. Minute mit der Hand - Schiri Schärer übersieht das Handspiel! 2:2 in letzter Minute für sehr diskrete Young Boys.
So gehts weiter: Nächste Woche ist Nati-Pause. In 14 Tagen empfängt YB Lugano. St. Gallen reist einen Tag zuvor zum FCZ.
*****
St. Gallen – YB 2:2 (1:1)
Kybunpark, 11 550 Fans, SR: Schärer (3)
Tore: 25. Nsame (Fassnacht) 0:1. 37. Aratore 1:1. 46. Aratore (Barnetta) 2:1. 91. Nuhu 2:2.
Bemerkungen: St. Gallen ohne Toko, Wiss, Blasucci (verletzt), Angha, Schulz, Ad, Ajeti, Babic, Kräuchi, Krucker (nicht im Aufgebot). YB ohne Von Ballmoos, Hoarau, seferi (verletzt), Joss (nicht im Aufgebot).
St. Gallen: Lopar (4); Koch (4), Haggui (4), Hefti (4), Wittwer (4); Tschernegg (-), Kukuruzovic (5); Tafer (4), Barnetta (5), Aratore (5); Buess (4).
YB: Wölfli (4); Mbabu (4), Nuhu (4), Von Bergen (4), Benito (4); Schick (3), Bertone (3), Sanogo (4), Sulejmani (4); Fassnacht (4); Nsame (4).
Einwechslungen: SG: Musavu-King (90.) Taipi (4. für Tschernegg). Ben Khalifa (80. für Tafer).YB: Assalé (57. für Schick). Sow (73. für Sanogo). Lotomba (73. für Sulejmani).
Gelbe Karten: 54. Kukuruzovic, 55. Bertone, 75. Von Bergen (alle Foul). https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 12835.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 27. August 2017, 19:22 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2017  Zitat: YB und Basel lassen Punkte liegen
Die Young Boys sichern sich beim 2:2 in St. Gallen in letzter Minute einen Punkt. Auch Basel kommt in Sitten nicht über ein 1:1 hinaus.
- Kasim Nuhu verhilft YB in St. Gallen zu einem äusserst schmeichelhaften Punkt: Erstens ging seinem 2:2 ein Handspiel voraus. Zweitens hatten sich die Berner in der zweiten Halbzeit zuvor kaum in Szene setzen können. - Ricky Van Wolkswinkel erzielt im 6. Match sein 6. Tor für den FC Basel, scheitert aber auch mit einem Elfmeter. Es wäre das 2:0 gewesen. Stattdessen gleicht Sion noch zum 1:1 aus. - YB und FCB verpassen es damit, Leader FCZ, der gegen Luzern ebenfalls nur Remis spielte, in der Tabelle näher zu rücken.
Doppelpack von Marco Aratore
Was Giorgio Contini seinen St. Gallern in der Halbzeitpause einbläute, ist unbekannt. Doch es wirkte: Nur 25 Sekunden nach Wiederanpfiff schnürte Marco Aratore einen Doppelpack: Nach schöner Kombination verwertete er ein Zuspiel von Tranquillo Barnetta und sorgte für eine 2:1-Führung.
In der Folge zeigten sich die Berner geschockt: Chancen gab es einzig für «Grünweiss»: Stjepan Kukuruzovic mit einem frechen Distanzschuss (61.) und Marco Buess (64.) kamen der Zweitore-Führung nahe. YB schien neben den Ideen auch die Kraft zu fehlen. In der Nachspielzeit rettete Kasim Nuhu, der bei der Ballannahme die Hand zur Hilfe nahm, den Bernern doch noch den glücklichen Punkt.
Dabei hatte sich den rund 11'500 Zuschauer im Kybunpark zunächst ein völlig konträres Bild geboten: YB hatte den Ball, die Chancen und den Gegner im Griff. Folgerichtig erzielte Jean-Pierre Nsamé nach einem schlimmen Patzer von Gjelbrim Taipi den Führungstreffer (25.). Die Ostschweizer ihrerseits kamen während der ersten Halbzeit nur zu einem Abschluss. Doch dieser sass: Aratore (37.) reagierte auf einen Prellball am schnellsten und versenkte das Leder im Berner Tor. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... kte-liegen
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 27. August 2017, 19:24 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2017  Zitat: Nuhu führt YB zu Remis gegen St. Gallen
Die Young Boys schiessen wieder Tore und gewinnen beim 2:2 in St.Gallen einen glücklichen Punkt. Doch Nuhus Ausgleich in der 91. Minute fällt nach einem ungeahndeten Händevergehen.
Das aufopfernd kämpfende St. Gallen hätte den Heimsieg gegen ein müdes YB verdient. Nach Marco Aratores Doppelpack schien die St. Galler Flaute gegen YB beendet und der erste Erfolg der aggressiv auftretenden und energisch kämpfenden Ostschweizern gegen die Berner seit April 2015 Tatsache. Das 2:1 für die zielstrebigen St. Galler nach 27 Sekunden in der zweiten Halbzeit war aber nicht der Siegestreffer. Der Ball gegen die noch gedanklich in der Kabine weilenden Berner lief über mehrere Stationen. Schliesslich bediente Tranquillo Barnetta den effizienten Aratore, der via Pfosten zu den vermeintlichen drei Punkten traf. Doch der achte Cornerball in der Nachspielzeit für die Young Boys, den Verteidiger Kasim Nuhu per Hand auf seinen Fuss lenkte, war irregulär.
Ein individueller Fehler von Gjelbrim Tapi und ein Prellball in der YB-Abwehr führten zu den beiden Toren in der ersten Halbzeit. Die Nutzniesser hiessen Jean-Pierre Nsame für YB in der 25. Minute und Aratore in der 37. Minute für die Ostschweizer, die beide mit platzierten Flachschüssen reüssierten. Für Aratore, der aus 22 m unerwartet abschloss, war es der dritte Saisontreffer, dem später der vierte folgte.
Beide Treffer waren sowohl für St. Gallens Daniel Lopar, der den Berner Führungstreffer mit einem vagen Anspiel aus dem eigenen Strafraum einleitete, als auch für Marco Wölfli, der den am Knie verletzten David von Ballmoos ersetzte, unhaltbar. Telegramme/Ranglisten:
St. Gallen - Young Boys 2:2 (1:1) 11'550 Zuschauer.- SR Schärer. - Tore: 25. Nsame (Fassnacht) 0:1. 37. Aratore 1:1. 46. Aratore (Barnetta) 2:1. 91. Nuhu (Bertone) 2:2. St. Gallen: Lopar; Koch, Haggui, Hefti, Wittwer; Tschernegg (7. Taipi), Kukuruzovic; Tafer (80. Ben Khalifa), Barnetta (89. Musavu-King), Aratore; Buess. Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Schick (57. Assalé), Bertone, Sanogo (73. Sow), Sulejmani (73. Lotomba); Fassnacht; Nsame. Bemerkungen: St. Gallen ohne Toko und Wiss (beide verletzt), Angha, Schulz, Adonis Ajeti, Babic und Kräuchi (alle nicht Aufgebot). YB ohne von Ballmoos, Hoarau und Seferi (alle verletzt), Ravet (Transfer zu Freiburg) und Ngamaleu (noch nicht spielberechtigt). YB nach dem Eintritt von Assalé mit zwei Spitzen. Verwarnungen: 54. Kukuruzovic, 55. Bertone, 75. von Bergen, 88, Taipi (alle Foul). https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -131652897
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 27. August 2017, 19:26 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2017  Zitat: YB rettet in St. Gallen einen Punkt
Dank dem Treffer zum 2:2 von Kasim Nuhu in der Nachspielzeit holt sich YB in St. Gallen einen Punkt. Dies nachdem die Espen in der zweiten Halbzeit das bessere Team waren.
YB startete gut in die Partie gegen St. Gallen. Zu Beginn hatten die Berner die Feldvorteile auf ihrer Seite. Das 1:0 durch YB-Stürmer Jean-Pierre Nsamé war denn auch mehr als verdient. Der Kameruner hatte in der 25. Minute nach einem groben Bock in der St. Galler Abwehr zur Führung getroffen.
YB verpasste es aber im Anschluss, die Vorteile in Zählbares umzumünzen. Gross Chancen konnten sich die Gäste nämlich nicht erarbeiten. Doch auch St. Gallen hatte grosse Mühe, vor dem Tor für Gefahr zu sorgen. Sie mussten es mit anderen Mitteln versuchen. Marco Aratore bediente sich in der 36. Minute eines solchen Mittels und zog auf gut Glück einfach mal ab. Sein Schuss landete unhaltbar im Netz hinter YB-Goalie Marco Wölfli, der gegen St. Gallen zum 350. Mal in der Super League auflief.
Doppelpack-Aratore
Nach der Pause war es dann vorbei mit den Berner Spielvorteilen. Die St. Galler starteten fulminant und konnten bereits mit der ersten Chance in Führung gehen. Sensationell spielten die St. Galler diesen Angriff aus. Sehenswert auch Aratores zweites Tor. Der Mittelfeldspieler zirkelte den Ball wunderschön ins lange Eck und liess so Wölfli keine Chance.
St. Gallen verwaltete danach den Vorsprung gekonnt. Die Berner agierten allerdings auch etwas ideenlos und verpassten es, die Espen in Bedrängnis zu bringen. Die St. Galler ihrerseits fuhren einige Konterangriffe. Das Abschlussglück war ihnen aber nicht hold. Besonders Roman Buess vergab vor dem Tor einige Möglichkeiten.
YB zieht Kopf aus der Schlinge
Als niemand mehr mit einem weiteren Treffer rechnete, jubelten plötzlich die Berner. Was war da in der Nachspielzeit passiert? Leonardo Bertone brachte einen Eckball zur Mitte. Dort steht Kasim Nuhu, der den Ball (mit der Hand) stoppt und ins Tor hinter Daniel Lopar drischt.
Mit diesem Treffer sichern sich die Berner in extremis einen Punkt. Ein Punkt, der aufgrund der Vorteile in Halbzeit 1 in Ordnung geht. Da Basel und Luzern ebenfalls unentschieden spielten, bleiben die Berner trotz zwei verpasster Punkte auf dem dritten Rang. Oder negativer beschrieben: YB verpasste es, von den mässigen Resultaten der Konkurrenz zu profitieren und mit einem Sieg erneut auf den ersten Platz in der Tabelle vorzurücken. https://www.derbund.ch/sport/fussball/Y ... y/12257829
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 28. August 2017, 00:08 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2017  Zitat: YB-Noten: Wie Tag und Nacht
Nach passabler erster Halbzeit erreicht beim 2:2 in St. Gallen kaum ein YB-Akteur sein gewohntes Niveau.
Marco Wölfli: Note 4,5 Ersetzte David von Ballmoos, der sich beim Spiel in Moskau leicht am Knie verletzt hatte. Mit kleiner Unsicherheit nach einem Schuss von Barnetta. Ansonsten tadellos, bei den Gegentoren machtlos.
Kevin Mbabu: Note 4 Klärte vor dem 1:1 ungenügend mit dem Kopf. Ansonsten defensiv solid, nach vorne erst fleissig, allerdings mit mehreren ungenauen Flanken. Der rechte Verteidiger agierte in der zweiten Halbzeit sehr verhalten.
Kasim Nuhu: Note 4,5 Begann mit etlichen Fehlpässen. Aber Nuhu steigerte sich, er agierte diesmal meist konzentriert und aufmerksam. Und er erzielte in der Nachspielzeit nach einem Corner den Ausgleich.
Steve von Bergen: Note 4,5 Auf den Captain war in der Innenverteidigung Verlass. Mit einigen wichtigen Interventionen.
Loris Benito: Note 3 Im Ballbesitz mit Defiziten, spielte viele Fehlpässe. In der Defensive meist solid.
Thorsten Schick: Note 2,5 Spielte in der Super League in dieser Saison erstmals von Beginn an. Engagiert, aber glücklos. Hatte Pech, dass seine Grätsche vor dem 1:1 zur Vorlage für Aratore wurde. In der Offensive wirkungslos. Dürfte nach Ngamaleus Zuzug wieder weniger spielen.
Leonardo Bertone: Note 4 Im Spiel gegen den Ball wirkungsvoll, bissig in den Zweikämpfen. Mit dem Ball am Fuss unterliefen Bertone ungewohnt viele Fehler. Bereitete aber das 2:2 mit einem Corner vor.
Sékou Sanogo: Note 3,5 Zu Beginn mit grosser Präsenz im Mittelfeld. Baute danach ab, konnte dem Spiel keine Impulse verleihen.
Miralem Sulejmani: Note 3,5 Vor der Pause mit einem gefährlichen Abschluss, ansonsten unauffällig. Der Serbe vermochte sich kaum einmal durchzusetzen.
Christian Fassnacht: Note 4,5 Spielte diesmal im Sturm. In der ersten Halbzeit der beste Berner, ungemein fleissig, vermochte die Bälle gut zu behaupten und setzte unermüdlich nach. Bereitete so das 1:1 vor. Baute nach der Pause wie etliche Teamkollegen markant ab.
Jean-Pierre Nsamé: Note 4 Verwertete seine erste Gelegenheit mit einem ansatzlosen Schuss zum 1:0. Vermochte sich sonst selten zu behaupten, mit einigen missglückten Kopfbällen.
Roger Assalé: Note 3,5 57. Minute für Schick. Der Stürmer probierte viel, wich auf beide Flügel aus. Aber dem Ivorer wollte nichts Zählbares gelingen.
Djibril Sow: ohne Note 73. Minute für Sanogo.
Jordan Lotomba: ohne Note 74. Minute für Sulejmani. Blockte kurz vor Schluss einen Schuss von Buess in extremis.
Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22221943
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 28. August 2017, 00:11 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2017  Zitat: Das Glück der Erschöpften
YB verhindert nur knapp eine Niederlage in St. Gallen. Und erhält nach intensiven Wochen nun eine Pause.
Nicht mehr mit Ravet, noch nicht mit Moumi Ngamaleu, und ein weiteres Mal ohne den verletzten Hoarau: YB musste in St. Gallen mit dezimiertem Personal gegen die Tor-Misere anspielen. Das lokale Tagblatt hatte nach der Niederlage der Ostschweizer gegen GC festgehalten, dass sich der FCSG als hilfsbereiter Partner offerieren würde, wenn sich eine Mannschaft nach einem Sieg sehne.
Klar, nach der 0:4-Niederlage gegen Thun, dem torlosen Unentschieden gegen den FCZ sowie den beiden Zu-null-Niederlagen gegen ZSKA Moskau sehnten sich die Berner nach einem Sieg. Und tatsächlich schienen die Espen Starthilfe zu leisten, als Jean-Pierre Nsamé nach einem Fehler in ihrer Abwehr endlich wieder traf für YB. Die Führung war verdient. «Wir waren hoch motiviert. Mit der Leistung in der ersten Halbzeit bin ich zufrieden», resümierte Trainer Adi Hütter, der anstelle von Ravet auf Thorsten Schick auf der rechten Seite setzte und Roger Assalé zugunsten von Christian Fassnacht auf der Bank liess.
Das Tor hütete Marco Wölfli, weil David von Ballmoos sich im Spiel gegen Moskau leicht am Knie verletzt hatte. Der Ersatztorhüter hatte noch keine Möglichkeit gehabt, sich auszuzeichnen, als Marco Aratore, nach ungenügenden Klärungsversuchen von YB im Mittelfeld, aus rund 25 Metern ins untere Eck traf. Das war in der 37. Minute. Und es kam noch schlimmer für den Gast aus Bern.
Noch keine Minute war in der zweiten Halbzeit gespielt, als wiederum Aratore sein Team in Führung brachte. In der Folge taten sich die Young Boys äusserst schwer. «Unsere Kräfte waren am Ende. Die St. Galler waren viel aggressiver, wir haben überhaupt nicht mehr ins Spiel gefunden», hielt Hütter fest. Die elf Partien in den letzten fünf Wochen machten sich bemerkbar.
Enttäuschung hält sich in Grenzen
Umso wichtiger sei es, dass sie noch den Ausgleich zum 2:2 nach einem Standard geschafft hätten, sagte Marco Wölfli. Innenverteidiger Kasim Adams Nuhu erzielte das Tor in der 91. Minute. Die St. Galler reklamierten sofort das vorangegangene Handspiel. «Es gibt zwei Meinungen zu dieser Szene: Für die einen war es kein Hands, zum Beispiel für die Schiedsrichter», ärgerte sich FCSG-Trainer Giorgio Contini und erhielt Verständnis. Er habe die Szene im Spiel nicht gesehen, aber nach dem Anschauen im Fernsehen müsse er Contini zustimmen, dass es möglicherweise zwei Meinungen gebe, gab der YB-Trainer zu.
Das Tor zählte und YB begrenzte den Schaden mit dem, gemäss Hütter, «im Endeffekt glücklichen Punkt». Dass sich die Enttäuschung bei den Bernern in Grenzen hielt, lag auch am Blick auf die Tabelle, an deren Spitze sich nichts geändert hat. «Wenn wir so spät den Ausgleich erzielen und die Resultate der anderen Partien betrachten, dann müssen wir schon fast glücklich sein», sagte Christian Fassnacht. Ein «Chrampf» sei das Spiel gewesen, «wir sind alle froh, dass es nun eine Pause gibt». Nach den intensiven Wochen beneidet Fassnacht vor allem diejenigen nicht, die statt zu pausieren in der Nationalmannschaft spielen dürfen.
YB dürfte nicht nur gestärkt, sondern auch verstärkt aus der Meisterschaftspause zurückkehren. In vierzehn Tagen, wenn es mit dem Heimspiel gegen Lugano weitergeht, sollte Guillaume Hoarau wieder einsatzbereit und Moumi Ngamaleu spielberechtigt sein. Und auch der von Wölfli tadellos vertretene Von Ballmoos wird im Tor zurückerwartet.
Kader: Ravet ist weg, Moumi Ngamaleu kommt
Am 19. März 2016 hatte Yoric Ravet beim 3:2-Sieg in St. Gallen seine ersten beiden Tore für YB geschossen. An gleicher Spielstätte stand er am Sonntag nicht mehr im Kader der Berner. Den Spekulationen um seinen Abschied waren am Samstagnachmittag mit der Bestätigung des sofortigen Transfers zum SC Freiburg ein Ende gesetzt worden. Der Leistungsträger spielte gut eineinhalb Jahre für YB, in 70 Spielen erzielte er 16 Tore und glänzte 33 Mal als Assistgeber.
YB konnte gleichzeitig die Verpflichtung einer Offensivkraft bekannt geben: Nicolas Brice Moumi Ngamaleu hat in Bern einen Vertrag bis 2021 unterschrieben. Der 23-Jährige stösst vom SCR Altach zu YB. Im letzten Sommer war der Kameruner aus seiner Heimat von Cotonsport de Garoua nach Österreich gewechselt und erzielte in 38 Partien zehn Tore und drei Assists für die Vorarlberger. «Er ist ein sehr interessanter Spieler mit einem grossen Entwicklungspotenzial. Er ist schnell, stark im eins zu eins und trickreich», sagt Trainer Adi Hütter und fügt an, «Ravet und er sind ganz unterschiedliche Spielertypen, die man nicht vergleichen sollte.»
Auch andere Vereine zeigten Interesse am kamerunischen Nationalspieler. YBs Vorteil war, dass Adi Hütter mit Klaus Schmidt, dem Trainer von Altach, gut befreundet ist, so wusste er auch, dass der polyvalente Offensivspieler «menschlich und als Spieler top» sei. Hütter ist überzeugt, dass Moumi Ngamaleu «bei uns sehr gut aufgehoben ist», auch weil hier – anders als in Altach – Französisch gesprochen werde. https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/30350470
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 28. August 2017, 08:18 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
28.08.2017  Zitat: Ein YB-Tor und seine Folgen
Kasim Nuhu schenkt den Young Boys nach schwacher Darbietung in der Nachspielzeit mit einem umstrittenen Treffer den Punktgewinn. Nach dem 2:2 in St. Gallen wähnen sich die Berner auf Kurs.
Als in St. Gallen die Schlussphase anbricht, erheben sich die Zuschauer im Kybunpark zu Standing Ovations. Das Heimteam führt 2:1, es ist in der zweiten Halbzeit deutlich überlegen, YB kommt zuweilen kaum mehr aus der eigenen Hälfte. Die Young Boys, die für ihren Saisonstart viel Applaus erhalten hatten, wirken platt und ideenlos. Die schwungvollen Auftritte von Ende Juli und Anfang August scheinen längst vergangen, ihnen droht ein herber Dämpfer vor der Länderspielpause.
Doch St. Gallen verpasst die Entscheidung, Roman Buess hat in der 87. Minute das 3:1 auf dem Fuss, aber der eingewechselte Jordan Lotomba kann im letzten Moment blocken. Und so kommt YB in der Nachspielzeit noch zu einem Corner, den Leonardo Bertone zur Mitte tritt, wo der Ball Kasim Nuhu an die Hand prallt. Der Schiedsrichter lässt aber weiterlaufen, im Stile eines Torjägers schiesst der ghanaische Innenverteidiger den Ball zum 2:2 unter die Latte. Die Berner jubeln ausgelassen, das Heimpublikum tobt, die Gemütslage könnte nicht unterschiedlicher sein.
Continis Ärger
Eine halbe Stunde nach Ende der Partie ist der Ärger bei St. Gallens Trainer Giorgio Contini immer noch spürbar. «Für mich war das ein klares Handspiel», sagt er zwar mit sanfter Stimme, aber in gereiztem Unterton. Derweil meint YB-Trainer Adi Hütter, man könne die Aktion ahnden, müsse aber nicht. «Wir hatten sicherlich ein wenig Glück.»
Der Österreicher präsentiert sich bei der Medienkonferenz in aufgeräumter Stimmung, er lobt die Darbietung vor der Pause, tadelt die Leistung danach. Und er sagt Sätze, die seine Spieler zuvor in der Mixed Zone in ähnlicher Form mehrmals geäussert haben: «Wir gingen auf dem Zahnfleisch. Wir sind froh, ist jetzt zwei Wochen Länderspielpause. Das wird uns guttun.»
Elf Partien haben die Gelb-Schwarzen in den letzten fünf Wochen absolviert. Das intensive Programm inklusive Reisen nach Kiew und Moskau macht sich in St. Gallen vorerst aber nicht bemerkbar, die Gäste kontrollieren vor 11 530 Zuschauern die Partie. Und sie gehen nach 25 Minuten mit ihrer ersten Gelegenheit in Führung.
Christian Fassnacht, der diesmal im Angriff spielt, luchst Gjelbrim Taipi an der Strafraumgrenze den Ball ab, Sturmpartner Jean-Pierre Nsamé verwertet mit einem satten Schuss eiskalt. Es ist ein Tor, das für die Breite im Berner Kader spricht, das Fehlen von Goalgetter Guillaume Hoarau macht sich zu diesem Zeitpunkt nicht bemerkbar, es scheint auch ohne den zu Freiburg transferierten Yoric Ravet zu gehen.
«Wir spielten gut», sagt Goalie Marco Wölfli, der den leicht verletzten David von Ballmoos ersetzte. «Doch dann macht St. Gallen aus dem Nichts ein Tor.» Marco Aratore trifft in der 37. Minute aus 25 Metern mit einem äusserst präzisen Aufsetzer. Und 25 Sekunden nach Wideranpfiff zur zweiten Halbzeit ist der 26-jährige Flügel erneut erfolgreich, sein Schlenzer geht via Innenpfosten ins Netz. Das 2:1 ist der Wendepunkt. Plötzlich will den Young Boys nichts mehr gelingen. Und auf der Tribüne denkt man sich, diesem Team würde ein Hoarau, ein Ravet guttun. Es ist eben immer alles eine Frage der Perspektive.
Fassnachts Fazit
Ein weiteres Beispiel: das späte 2:2 von Kasim Nuhu. Der Treffer ändert die Betrachtungsweise des ersten Teilabschnitts der Saison. Wie auch, dass die Konkurrenten Basel und Zürich am Sonntag ebenfalls nur Unentschieden spielten. Dass die Young Boys seit dem 6. August und der Partie gegen Lausanne ausser im Schweizer Cup nicht gewonnen haben, fällt so deutlich weniger ins Gewicht. «Nach der Partie war ich erst enttäuscht trotz des späten Ausgleichs», sagt Christian Fassnacht. «Doch dann habe ich auf die Tabelle geschaut.» Der Offensivakteur bezeichnet den Saisonstart als gelungen.
In der Rangliste steht YB nach sechs Partien hinter dem FCZ, aber vor dem FCB auf Platz 2. Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte der Rückstand auf Basel Ende August 9 Punkte betragen, vor zwei Jahren gar 12. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22675413
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 28. August 2017, 20:25 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
28.08.2017  Zitat: Handspiel oder nicht - wann muss der Schiedsrichter pfeifen?
Der YB-Verteidiger Kasim Nuhu hat gegen St.Gallen den Ball ins Netz gedroschen, nachdem er ihm zuvor an den Arm gesprungen war. Das Tor zählte. War die Entscheidung richtig? Und kommt auch hierzuland bald der Video-Beweis?
Adrian Lemmenmeier "Als Schiedsrichter kannst du pfeifen, wenn du willst", sagte YB-Spieler Kasim Adams Nuhu im SRF-Interview über die umstrittene Szene, die den FC St.Gallen am vergangenen Sonntag um den Sieg brachte. Nach einer Eckball-Flanke von Miralem Sülejmani springt der Ball im Getümmel an Nuhus Arm und von dort direkt vor seinen Fuss. Der 22-jährige Ghanaer braucht das Leder nur noch in die Maschen zu hauen. Endstand: 2:2 Unentschieden. Einige Medien sehen die Angelegenheit um das vermeintliche Handspiel klarer als der Torschütze: "Hands-Tor bringt Espen um den Sieg", titelt der Blick. "Nuhus Ausgleich fällt nach einem ungeahndeten Handsvergehen", schreibt die NZZ.
Muss ein Schiedsrichter diese Situation abpfeifen? Muss er laufen lassen? Kann er pfeifen, wenn er will? Der wichtigste Passus zum Handspiel im Regelwerk des International Football Association Boards (IFAB) lautet: "Ein Handspiel liegt vor, wenn ein Spieler den Ball absichtlich mit der Hand oder dem Arm berührt." Zu berücksichtigen sei dabei die Bewegung der Hand zum Ball, die Frage, ob der Ball unerwartet komme, und die Position der Hand an sich. "Bei der Situation im Kybunpark kann ich keine Absicht des Torschützen erkennen", sagt Cyril Zimmermann, Bereichschef Spitzenschiedsrichter bei der Schiedsrichterkommission des Schweizer Fussballverbandes (SFV). Auch fände keine Bewegung des Arms hin zum Ball statt. Und die Haltung des Arms sei natürlich. "Der Unparteiische hat also völlig richtig entschieden."
Nuhus Treffer war nicht der einzige umstrittene Entscheid an diesem Wochenende. Bei Luzern gegen Zürich sorgte ein Elfmeter-Pfiff für Diskussionen: Der FCZ-Spieler Palsson wirft sich im Strafraum in die Flanke von Luzerns Ugrinic. Der Ball springt ihm aus kürzester Distanz an die Hand. Elfmeter. Ist hier Absicht auszumachen? "Ja", sagt Zimmermann. "Der Spieler geht bewusst das Risiko ein, dass ihm der Ball an die Hand springt, indem er den Arm bei der Grätsche nicht an den Körper legt." Es sei ein vertretbarer Entscheid. "Höchstens die kurze Distanz zum Gegner würde gegen ein Handspiel sprechen." Kommt bald der Video-Beweis? Handspiel oder nicht? Das sei oft Auslegungssache, sagt Zimmermann. Daran würde auch ein Video-Beweis, wie er derzeit in der Bundesliga und einigen anderen Ligen erprobt wird, nichts ändern, ist der ehemalige Superleague-Schiedsrichter überzeugt. "Grundsätzlich aber würde damit die Schiedsrichter-Arbeit einfacher." Denn: Heikle Entscheide könnten ausgelagert und mehrfach beurteilt werden. "Ich bin überzeugt, dass der Video-Beweis in ein paar Jahren auch bei uns eingeführt wird."
Ein solche Prognose will Philippe Guggisberg, Medienverantwortlicher der Swiss Football League, nicht wagen: "Wir beobachten derzeit die Situation in Deutschland, Italien und anderen Ländern", sagt er. Man sei überall noch in der Testphase. "Solange das International Football Association Board nicht den Richtentscheid fällt, den Video-Beweis einzuführen, werden wir abwarten." Dieser Entscheid werde im Jahr 2018 erwartet.
Derzeit sehe man gerade in Deutschland, dass der Kamera-Beweis noch mit Kinderkrankheiten kämpfe. Auch sei der Aufwand nicht zu unterschätzen, sagt Guggisberg. Ihn zu beziffern sei schwierig, denn ein fertiges Konzept bestehe noch nicht. "Für einen Video-Beweis muss nicht nur die Technik angeschafft werden. Wir müssten auch Leute ausbilden, Techniker und Video-Schiedsrichter."
Ist es eine Frage der Zeit, bis über strittige Handspiele am Bildschirm entschieden wird? "Wenn die grossen Ligen und Meisterschaften auf den Video-Beweis setzen, nimmt auch der Druck auf die Super League zu", sagt Guggisberg. Sicher sei die Einführung von Video-Schiedsrichtern zum heutigen Zeitpunkt noch nicht. Sicher sei nur, dass auch bei Entscheidungen mit Hilfe von Kameras weiterhin Interpretationsspielraum bestünde. Ob die Unparteiischen nun auf dem Feld stehen oder hinter dem Bildschirm sitzen: "Die Diskussionen werden dem Fussball erhalten bleiben."
http://www.tagblatt.ch/sport/fc-stgalle ... 92,5069689
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 216 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |