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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Februar 2017, 20:00 
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YB setzt Fundament für die Zukunft

Die Topspieler Sanogo und Hoarau bleiben den Bernern bis 2020 erhalten.

Die Young Boys stellen die Weichen für die nächsten Jahre. Vor einer Woche verkündeten sie überraschend die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Mittelfeldspieler Sékou Sanogo. Sobald folgte die nächste frohe Kunde für die YB-Fangemeinde: Guillaume Hoarau bleibt ebenfalls bis 2020 bei den Bernern.

Der grossgewachsene Stürmer ist die offensive Lebensversicherung der Young Boys. In der laufenden Saison führt er die Torschützenliste mit 14 Treffern an. Seit seiner Ankunft in Bern im Sommer 2014 hat er in 65 Liga-Spielen 49 Tore erzielt. Er ist aber mehr als bloss der wichtige Mann für die Tore bei YB, er gilt als unbestrittene Leaderfigur der Mannschaft. Wie wertvoll er für die Berner ist, machte sich insbesondere in jenen Phasen bemerkbar, in denen er verletzungsbedingt fehlte. Und dass er für den Schweizer Fussball generell ein Glücksfall ist, zeigte sich zuletzt bei den Swiss Football Awards, wo er nicht nur zum besten, sondern auch zum beliebtesten Spieler gewählt wurde.

Wenn es bei dieser Vertragsverlängerung leise Bedenken gibt, dann beim Alter des Franzosen. Er wird im März 33-jährig, damit ist er bereits im fortgeschrittenen Stürmeralter. Ausserdem war er in seiner Zeit bei YB sehr verletzungsanfällig. Die hartnäckigen Adduktorenprobleme scheinen inzwischen aber überwunden. Und dank seiner Klasse sind ihm zwei weitere starke Spielzeiten durchaus zuzutrauen, zumal er sich in Bern auch neben dem Platz sehr wohl fühlt. Sonst hätte er sich nochmals nach einer anderen Herausforderung umgesehen.

YB hat sich die neuen Engagements von Sanogo und Hoarau zweifellos etwas kosten lassen. Das ist ein klarer Fingerzeig, dass der Club trotz der Neuausrichtung in den nächsten Jahren weiter unter den Top 3 der Liga mitmischen will. In erster Linie ist es aber ein wichtiges Signal an die aufstrebenden Talente in der Schweiz, dass YB auch in Zukunft über ein starkes Gerüst verfügen wird, dank dem sich junge, ehrgeizige Spieler optimal entwickeln können. Für diese Zielgruppe bleiben die Berner eine sehr attraktive Adresse.

Christoph Spycher hat mit den Vertragsverlängerungen von Sanogo und Hoarau erste Zeichen gesetzt. Der neue Sportchef ist auf guten Wegen, das YB-Team der Zukunft so aufzustellen, wie es dem neuen Konzept entspricht.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/yb ... y/11403473

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Februar 2017, 20:01 
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Hoarau bleibt YB länger erhalten

Der Young Boys setzen ein deutliches Zeichen und verlängern den Vertrag mit ihrem französischen Stürmer Guillaume Hoarau vorzeitig bis 2020.

Die Young Boys und der 32-jährige Guillaume Hoarau haben den im Sommer 2018 auslaufenden Vertrag vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Sportchef Christoph Spycher lobt den 5-fachen französischen Nationalspieler: «Er ist einer, der mit Taten vorangeht und auch den jungen Spielern im Team eine grosse Stütze ist.»

Gegenseitiges Vetrauen

Hoarau wurde kürzlich zum besten und auch beliebtesten Super-League-Spieler und erhielt immer wieder Angebote namhafter Klubs. Der Stürmer erklärt, warum er seine Zukunft trotzdem in Bern sieht: «Ich schätze es, wie ich hier vom Klub und den Fans behandelt werde und habe mit YB noch einiges vor.»

Zahlen sprechen für sich

- Hoarau spielt seit Sommer 2014 für YB
- Laufende Saison: 15 SL-Partien, 14 Tore, 1 Assist
- EL-Gruppenphase 2016: 5 Tore in 4 Spielen
- Total: 85 Ernstkämpfe für YB, 61 Tore,18 Assists


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... r-erhalten

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 23. Februar 2017, 20:13 
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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Samstag 25. Februar 2017, 08:49 
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«Hier darf ich sein, wie ich bin»

YB-Stürmer Guillaume Hoarau ist der beste und populärste Spieler der Super League. Den Jungen will er ein Vorbild sein und mit den Teamkollegen bald feiern «wie an Weihnachten».

Wollen Sie Fussball spielen, bis Sie 50 sind?
Bis 60! (strahlt) Nein, ich will so lange spielen, bis der Körper dem Kopf meldet: aufhören.

Wir fragen nur, weil Sie sagten, YB nicht ohne einen Titel verlassen zu wollen.
Ach so . . . Ich höre immer wieder, dass YB seit 30 Jahren keinen Pokal mehr gewonnen hat. Ich will nicht behaupten, dass sich das nur meinetwegen ändern wird. Aber jetzt habe ich für drei Jahre unterschrieben, um dem Club mit meiner Erfahrung zu helfen, damit er wieder einmal einen Titel holt.

Vielleicht schon in dieser Saison?
Eine Chance haben wir noch mit dem Cup. Ich habe Finals erlebt und auch ­gewonnen, und ich werde meinen Kollegen sagen: Das sind Momente, die man sein Leben lang nicht vergisst.

Können Sie den Bernern beschreiben, wie sich ein Titelgewinn anfühlt?
Das sind unbeschreibliche Emotionen, da kommt alles zum Vorschein, die ­Erleichterung, die Erinnerung an ­Monate, in denen man manchmal zufrieden war, manchmal aber auch traurig, genervt, weil nicht immer alles so läuft wie gewünscht. Nach einem Finalsieg sieht man nur glückliche Gesichter, nur Leute, mit denen man täglich beisammen ist und die den Lohn für die Arbeit abholen. Es ist dann wie Weihnachten, wie ich sie auf La Réunion kenne. Ein Fest mit ganz vielen Menschen, die einfach glücklich sind. Ja, so etwas möchte ich in Bern erleben.

Sind Sie überzeugt, dass es klappt?
Ja, klar.

Wie realistisch ist es, dass YB bis 2020 Meister wird?
Die Ambition, Meister zu werden, muss jeder Club haben, nicht nur YB. Aber ich bin jetzt schon eine Weile hier und kenne die Verhältnisse. Wir haben hier den FC Basel (deutet mit einer Hand in die Höhe), und wir haben hier den Rest (zeigt nach unten). Es geht zuerst darum, den Abstand zu Basel zu verkürzen. Wir sind Zweiter, und wir sind es verdientermassen. Der FC Basel ist siebenmal in Folge Meister geworden . . .

. . . das reicht, wollen Sie sagen?
Wir kennen das aus Frankreich mit Lyon und seinen sieben Titeln in Serie. Gut, im Fussball ist das Geld ein wesentlicher Faktor. Je mehr du davon hast, desto leichter ist es, gute Spieler zu verpflichten. Wir sind mit YB in der Lage, in einer Partie jeden Gegner zu schlagen. Aber die Meisterschaft, das ist wie ein Marathon. Und in dieser Disziplin ist der FC Basel bisher besser als wir. Bei uns gab es zuletzt einige Wechsel im Verein, das hinterlässt Spuren. Nun ist aber ­wieder Ruhe eingekehrt. Wenn die Führung nicht stabil ist, kann es die Mannschaft in der Regel auch nicht sein. In ­Basel hat in den vergangenen Jahren das Unternehmen gesamtheitlich funktioniert. Der FCB ist in der Schweiz ein ­Monument und in Europa respektiert.

Was ist YB?
Eine Mannschaft, die noch nicht die ­Basler Mentalität hat. Wir haben weniger Spieler, die in ihrer Karriere bereits etwas gewonnen haben.

Aber Sie machen nicht den Eindruck, als hätten Sie Angst vor dem FCB.
Ich habe grössten Respekt vor dem, was die Basler leisten. Wie sie Saison für Saison jeweils viermal gegen den gleichen Gegner seriös auftreten, das ist für mich Ausdruck von Professionalität. Aber Angst? Nein. Ich freue mich auf jede ­Begegnung, das ist die grösste Herausforderung, da muss keiner motiviert werden. Aber wir müssen jeweils auch gegen alle anderen mit dem gleichen Feuer spielen. Das ist ein Lernprozess, daran arbeiten wir.

. . . gegen Vaduz, Lugano . . .
. . . voilà. Nun haben wir bei YB die Strategie, dass der Nachwuchs konsequent gefördert und eingebaut wird. Aber ­sobald die Jungen auf dem Feld stehen, müssen wir ihr Alter vergessen. Sie müssen schnell lernen, wie man gewinnt. Es ist einfacher, mit Vereinen wie Paris ­St-Germain Meister zu werden, weil da enorme Mittel vorhanden sind. Das Projekt YB ist sehr spannend, darum habe ich für weitere drei Jahre zugesagt. Von YB war es auch ein starkes Signal, diese Vertragsverlängerung vorzunehmen.

Haben Sie nicht gezögert? Lyon war offenbar an Ihnen interessiert.
Es gab im vergangenen Sommer Kontakte zu Lyon, ja. Wenn ich hätte gehen wollen, wäre das möglich gewesen. Aber ich sagte: Ich will hierbleiben. Vielleicht hätte es unter den Clubs, die mich angeblich wollten, den einen oder anderen gehabt, der etwas bekannter ist als YB . . .

. . . und der einen höheren Lohn offeriert hätte . . .
. . . vielleicht, ja. Heute kann ich sagen, dass ich mich richtig entschieden habe. Bern ist etwas Besonderes für mich. Ich habe Spass an meinem Beruf, und es ist ein echtes Vergnügen, in der Schweiz zu leben. Ich mag die Abenteuer, ich bin viel herumgekommen. Aber im März werde ich 33 und weiss, wohin ich ­gehöre. Hier darf ich sein, wie ich bin.

Was heisst das?
Dass ich mich entfalten kann. Ich muss nicht ständig denken, dass ich beobachtet werde oder mir Dinge, die ich mache, nachteilig ausgelegt werden.

Woran denken Sie?
An die Musik, meine andere Leidenschaft. Der Fussball ist die klare Nummer 1, aber ich liebe es, Musik zu ­machen. Und das darf ich hier in Bern.

Wäre das in Lyon nicht möglich?
In Frankreich ist der mediale Druck viel grösser, ganz allgemein ist der Druck auf den Spielern wesentlich höher als in der Schweiz. Das kann auch negative Folgen haben, weil sich die Leute da plötzlich für Dinge interessieren, die sich abseits des Fussballs abspielen. Wenn ich am Morgen nach einem schlechten Match mit der Gitarre gesehen würde, würden sie kein Verständnis dafür aufbringen, sie würden nur sagen: Klassisch! Spielt Gitarre, zeigt aber auf dem Platz nichts!

Brauchen Sie denn die Gitarre?
Ich brauche sie, um auf andere Gedanken zu kommen. Aber zu glauben, dass ich deswegen schlechter Fussball spiele, ist Unsinn. Bei YB verstehen sie mich. Wenn wir ins Trainingslager reisen, nehme ich meine Gitarre mit. Nicht, um den Clown zu spielen, sondern weil es mir guttut. Die einen spielen Karten, die anderen auf der Playstation, und ich ziehe die Gitarre vor.

Wieso lieben die Berner Sie?
Weil ich Stürmer bin und Tore erziele. Wer das macht, bekommt automatisch mehr Aufmerksamkeit. Ich wehre mich zwar nicht dagegen, aber ich brauche das auch nicht. Ich spiele nicht mehr, um individuelle Preise abzuholen. Als ich in Frankreich als Junger zum besten Spieler der Ligue 2 gewählt wurde, half mir das für die weitere Karriere. So schön es ist, Trophäen dafür zu erhalten, die ich daheim aufstellen kann: Das ersetzt nie einen Titel, den ich mit der Mannschaft gewinne.

Was sind Sie für die Mannschaft?
Ich bin jemand, der auf dem Platz vorangeht, der die Mitspieler anspornt.

Dafür müssen Sie nicht einmal Captain sein?
Steve (von Bergen) ist ein toller Captain. Er macht unheimlich viel, er findet ­immer die richtigen Worte. Auch ich profitiere von ihm, vom Kollektiv.

Fühlen Sie sich in Bern daheim?
Ich stamme von einer kleinen Insel, auf der quasi jeder den anderen kennt. In Bern habe ich den Eindruck, dass es ähnlich ist: klein, übersichtlich . . .

. . . die Insel Bern also?
Genau! (lacht)

Wie beschreiben Sie Bern und die Schweiz Ihren Kollegen und der Familie auf La Réunion?
Ruhig. Als ich hierherkam, sagte man mir, die Berner seien gemächlich. Das stimmt. Und es gefällt mir, weil auch das etwas ist, was ich von La Réunion kenne. Ich wohne auf dem Land, in fünf Minuten bin ich in der Stadt – perfekt. Zürich ist lebhafter, gerade auch, was die ­Musikszene angeht.

Bern ist also das Gegenteil von Paris.
Ich lebte dort auch nicht mitten in der Stadt.

Wieso nicht?
Weil die Verlockungen zu gross waren, Dinge zu machen, die man als Fussballer besser nicht macht. Die vielen Restaurants, die Konzerte . . . Auf dem Land hatte ich das alles nicht.

Können wir das glauben?
Logisch. Die Leute glaubten, ich sei ­jemand, der in seiner Freizeit viel unterwegs sei. Aber nein, ich blieb daheim.

Und heute?
Erst recht. Ich habe meine Joker, die ich für Musikanlässe einsetze. Aber alles zu seiner Zeit: In der Nationalteampause Ende März werden wir im Stadionrestaurant Eleven eine Jamsession organisieren, Guillaume Hoarau and Friends. Das wird ein Vergnügen.

Trotzdem werden Sie in Paris das Leben genossen haben.
Es ist ein Unterschied, ob einer für PSG ein Tor erzielt oder für Lorient. Das wird ganz anders wahrgenommen und beurteilt, viel extremer, im Positiven wie im Negativen. Wenn man eine klare Torchance vergibt, heisst es sofort: Der kann gar nichts. Im anderen Fall ist man schnell der Grösste. Das erfordert einen starken Kopf.

Was empfehlen Sie einem Jungen, der ein Angebot aus dem Ausland erhält?
Dass er nicht überstürzt handeln und nur ans Geld denken soll. Ich wurde mit 20 Profi, die Jungen sind heute mit 13, 14 in einem professionellen System. Mit 17 ruft Manchester City an, die Eltern ­sehen, dass es einiges zu verdienen gibt, obwohl es wichtiger wäre, dass der Sohn Fortschritte in der Schweiz erzielt. In der Super League ist es ja so, dass die ­guten Jungen Einsätze erhalten. Ich versuche, für diese ein Vorbild zu sein, ­indem ich meinen Job möglichst professionell mache. Und wenn ich eines ­Tages Trainer sein sollte, werde ich mit den Spielern sehr, sehr strikt umgehen.

Warum das?
Meine Eltern haben mich streng erzogen, meine ersten Trainer waren ebenfalls streng. Aber das half mir. Ich weiss, dass die heutige Generation anders ist, es scheint, dass für sie alles einfach ist in einer Welt, in der man keine Geduld mehr aufbringt. Trotzdem braucht es noch eine gesunde Härte und eine gewisse Zurückhaltung in der Beurteilung.

Aufstrebende Spieler werden schnell hochgejubelt.
Dann braucht es im Umfeld des Spielers Leute, welche die Ruhe bewahren. Vor einem Wechsel ist es entscheidend, dass der Spieler mit dem Trainer des Clubs redet, der ihn will. Er muss herausfinden, wie er mit ihm plant. Wenn du 18, 19, 20 bist, darf das Geld nicht Priorität haben. Du verdienst immer gut, wenn du gut bist. Natürlich ist es schwierig für einen Jungen, wenn er bei Servette spielt und auf einmal der FC Barcelona anruft. Aber ich empfehle ihm, in der Schweiz bei den Profis erste Erfahrungen zu sammeln, dann wechselt er mit einem anderen Selbstbewusstsein ins Ausland. Gut, wenn er beim FC Basel ist, hat er vermutlich weniger Aussichten auf Einsätze als bei uns, weil dort der Druck viel grösser ist. Bei uns wird nach einer Niederlage nicht gleich die Krise ausgerufen.

Hätten Sie sich als Jungprofi einen Ratgeber gewünscht, wie Sie es heute sind?
Bei Paris St-Germain gab es viele grosse Spieler, Ludovic Giuly, Claude Makelele, Grégory Coupet. Sie redeten mit uns, halfen uns – und waren hart mit uns.

In welcher Hinsicht?
Wenn ich fünf Minuten verspätet war . . . Lustig war das nicht. Heute bezahlt man einfach eine Busse.

Und damals?
Hiess es bei Le Havre von einem Kollegen, der Familienvater war: «Wenn ich meine Kinder zu spät zur Schule bringe, ist das mein Fehler. Sie zählen auf mich, damit das nicht passiert. Als Vater trage ich die Verantwortung. Und du bist mein Mitspieler. Du kommst verspätet zum Training, dann bist du auch auf dem Platz zu spät. Wenn es dumm läuft, verlieren wir deswegen.»

Wie haben Sie reagiert?
Natürlich dachte ich: Was macht der für einen Aufstand wegen fünf Minuten? Aber er hatte recht. Oder wenn ich an Paris zurückdenke: Da hatten die jüngeren Spieler Angst vor Makelele.

Vor dem klein gewachsenen ­Makelele?
O ja, wenn Sie einen im Team haben, der bei Real Madrid und Chelsea war, dann flösst das Respekt ein. Er war vielleicht körperlich kein Riese, aber er hatte eine riesige Ausstrahlung (steht auf und breitet die Arme aus). Die jüngeren Spieler wollten Eindruck machen bei einem, der mit Zidane und Ronaldo zusammengespielt hatte.

Stecken Sie heute in der Rolle von Makelele?
Nein. Die Kommunikation ist mittlerweile ganz anders. Und ich bin ein relativ cooler Typ, der keine Lektionen ­erteilen will. Wobei ich auch sagen muss: Bei YB gibt es keinerlei Probleme, was das angeht. Wir haben keine Egoisten, keine Stars. Wenn einer Kopfhörer trägt, sage ich ihm nicht: Nimm die ab. Jeder hat vor einem Match seine eigenen Gewohnheiten.

Welche haben Sie?
Ich kann, fünf Minuten bevor wir rausgehen, noch singen. Das bedeutet nicht, dass ich etwas auf die leichte Schulter nehme. Überhaupt nicht!

Gibt es Momente, in denen Sie nervös sind?
Ich habe eine Anspannung, weil ich ­unbedingt gewinnen will. Und leicht nervös bin ich höchstens vor der Ausführung eines Penaltys. Aber richtig ­nervös? Nein. Dafür habe ich zu viel ­erlebt, auch schlechte Dinge.

Woran denken Sie?
Wenn ich in Paris keinen guten Tag ­erwischt hatte und das Publikum mich auspfiff, ging das nicht spurlos an mir vorbei. Es hat mich abgehärtet.

Aber die Lust am Fussball ist nie abhandengekommen?
Nein. Gut, vielleicht habe ich eben meinen letzten Vertrag meiner Karriere unterschrieben.

Aber Sie wollen doch bis 60 spielen.
Stimmt, ja. Wie wichtig mir der Fussball ist, merke ich immer am intensivsten, wenn ich verletzt bin. Und wenn ich eines Tages von hier weggehe, hoffe ich doch, dass die Leute von mir ein positives Bild in Erinnerung behalten.


Guillaume Hoarau

Tore und Musik

In Saint-Louis kommt Guillaume Hoarau am 5. März 1984 zur Welt, auf der zu Frankreich gehörenden Vulkaninsel La Réunion im Indischen Ozean mit 850'000 Einwohnern. Er entdeckt den Fussball, der Brasilianer Ronaldo und der Franzose Zidane sind bald seine Idole. Bei JS Saint-Pierroise macht er sich interessant für Clubs aus Frankreich. Statt Lehrer für Sport und Spanisch zu werden, wechselt er mit 19 nach Le Havre in die Ligue 2, schafft 2008 den Sprung zu Paris St-Germain und bleibt viereinhalb Saisons (166 Spiele mit 56 Treffern). Er bestreitet für Frankreich fünf Länderspiele, aber als in Paris die Katarer einsteigen, ist für ihn kein Platz mehr. «Mission impossible», sagt er. Der 1,92 Meter grosse Stürmer erliegt dem Lockruf des Geldes und wechselt nach China. Nach einem Jahr bricht er das Abenteuer ab und wechselt zu Bordeaux. Im August 2014 unterschreibt er bei YB. Den Vertrag hat er kürzlich bis 2020 verlängert. Für die Berner hat er in 86 Wettbewerbsspielen 62 Tore erzielt. Ende Januar wird er in Luzern zum besten und beliebtesten Super-League-Spieler 2016 gekürt. Gegenwärtig führt er die Torschützenliste mit 15 Treffern an.
Hoaraus zweite grosse Leidenschaft ist die Musik: Er singt und spielt Gitarre. Bob Marley fasziniert und inspiriert ihn, das Konterfei der jamaikanischen Reggae-Legende hat er auf den rechten Unterschenkel tätowieren lassen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Hi ... y/30669937

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Samstag 18. März 2017, 01:45 
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Hoarau ehrlich über sein China-Abenteuer

«Motivation war nur das Geld»

In der Saison 2012/2013 spielte Guillaume Hoarau in China und verdiente viel Geld. Er sagte sich: «Du machst das für deine Familie.»

Acht Monate lang spielt YB-Star Guillaume Hoarau (33) in China. Glücklich ist er nicht. Nach 18 Spielen und zwei Toren für Dalian Aerbin im Jahr 2013 kehrt er zurück.

AirFrance erzählt: «In der chinesischen Super League dürfen drei Ausländer spielen. Das Trio aus dem Vorjahr war gesetzt. Ich konnte machen, was ich wollte. Sportliche Gründe spielten da keine Rolle.» Ohnehin, sagt der Wahl-Berner, sei die Korruption allgegenwärtig. «Ich wollte gar nicht wissen, was da im Detail läuft.»

Karaoke und Box-Sack als Ablenkung

Also konnte die Devise nur lauten: Augen zu und durch! «Aber so bin ich nicht», sagt Hoarau weiter. So funktioniere ich nicht. Ich zwang mich dazu, auch das Gute zu sehen. Ich sang in Karaoke-Bars. Und im Haus, in dem ich lebte, hatte es einen Boxsack. Als ich abends nach Hause kam, liess ich meinen Frust an diesem ab. Das half!»

Hoarau macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Weder über die acht Monate selbst, noch über die Motivation dieses Transfers. «Das Geld. Nur das Geld. Wie oft sagte ich mir: Du machst das für Deine Familie. Und die ist gesund. Du bist gesund. Doch irgendwann, irgendwann kommt der Moment, in welchem du dir eingestehst, dass du noch so gut bezahlt werden und dir alles leisten kannst. Aber diese Einsamkeit an einem Ort, an welchem man die Sprache nicht versteht, die frisst dich auf. Irgendwann. Du fühlst dich in deiner Haut nicht mehr wohl. Das ist nicht auszuhalten.»

«Dann lasse ich die Wohlfühloase YB sofort hinter mir»

Etwas Gutes hatte Hoaraus China-Abenteuer dennoch. «Du hast viel Zeit zum Nachdenken. Ich konnte so Abstand zu meinem Leben gewinnen. Mir bewusst werden, was und wer wichtig ist und was und wer nicht.»

Und er machte viel Geld. Doch war es wirklich sooo viel? «Iwo! Ich war ja keine Riesennummer, hatte keinen Riesenvertrag. Okay, es war schon recht viel Geld. Aber ich hätte lieber noch ein paar Jahre gewartet und wäre jetzt gegangen...» (lacht).» 66 Millionen Franken Transfersumme zahlte Shanghai SIPG für Oscar, 60 für Hulk. Shanghai Shenua entlöhnt Carlos Tevez mit einem Jahressalär von 40 Millionen und macht ihm zum bestbezahlten Fussballer aller Zeiten. Macht 110 000 Franken pro Tag! Irre!

Und was, wenn erneut ein Angebot aus Shanghai für den französischen Torjäger kommt? «Dann lasse ich die Wohlfühloase YB sofort hinter mir, steige ins nächste Flugzeug – und weine zweimal. Das erste Mal bei der Ankunft in Shanghai. Das zweite Mal, vor Glück, bei der Abreise.» Sagt Hoarau. Und grinst.


http://www.blick.ch/sport/fussball/inte ... 85093.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Freitag 31. März 2017, 19:27 
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YB-Duo Hoarau & Assalé im Interview

«Kann mich nicht erinnern, diese Grösse gehabt zu haben»

Guillaume Hoarau und Roger Assalé: Beide sind Fussballer, beim BSC Young Boys zuhause und für Tore zuständig. Einen «kleinen» Unterschied gibt es aber zwischen dem Franzosen Hoarau und dem Ivorer Assalé.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 14555.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Montag 3. April 2017, 18:28 
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YBs Nummer 99 macht 99-jähriges Grosi glücklich

YB-Goalgetter Guillaume Hoarau beschenkt einen treuen YB-Fan zum 99. Geburtstag. Eine rührende Szene.

Guillaume Hoarau trägt bei den Young Boys die Nummer 99 auf dem Trikot. Die gleiche Zahl an Lenzen hat Hedy Braun seit letzter Woche auf dem Buckel. Da die rüstige Seniorin zudem eingefleischter Fan von Gelb/Schwarz ist, liegt das Geburtstagsgeschenk auf der Hand.

Prompt bekam Hedy Braun am letzten Sonntag nach ihrem Matchbesuch im Stade de Suisse ein Original-Leibchen von Hoarau mit den Unterschriften aller YB-Spieler überreicht. «Mon Dieu, merci beaucoup», stotterte sie völlig perplex und war ob dieser Geste zu Tränen gerührt.

Hoarau bezeichnete Hedy Braun als Glücksbringerin. Dank ihr habe das Team in der Nachspielzeit gegen Vaduz die Wende zum 3:2 geschafft. «Ich werde wiederkommen», versprach sie. Später durfte die Jubilarin noch Smalltalk mit YB-Trainer Adi Hütter betreiben.

Apropos Zahlenspielerei:

- Mit 33 Jahren ist Hoarau exakt einen Drittel so alt wie «Grosi» Braun.
- Der Franzose hat am Sonntag seinen 66. Treffer im YB-Dress erzielt.
- Nach mittlerweile 93 Einsätzen für die Berner seit Mitte 2014 kann er es noch in dieser Saison auf 99 Spiele schaffen.


https://www.srf.ch/sport/fussball/fussb ... gluecklich

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. April 2017, 22:35 
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YB-Stürmerstar fällt aus

Guillaume Hoarau hat sich im Spiel gegen Basel schwer verletzt.

Wie die Berner Young Boys melden, hat sich Stürmer Guillaume Hoarau im Sonntagsspiel gegen Basel (1:1) eine Hüftverletzung zugezogen. Für den Liga-Topskorer war die Partie nach dem Zusammenstoss mit Basels Verteidiger Marek Suchy kurz vor der Pause vorzeitig zu Ende. Der Franzose wurde mit Schmerzen an der Hüfte mit der Bahre vom Platz getragen und später zur Kontrolle ins Spital gebracht. Er wurde daraufhin ins Spital gebracht. Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Verletzung schwerwiegend ist und eine Operation bedingt. Der Franzose führt die Torschützenliste mit 18 Toren aus 21 Spielen an.

Bereits im Herbst war Hoarau länger ausgefallen. Damals musste er wegen einer Muskelverletzung am linken Oberschenkel acht Wochen pausieren. Das blieb für seine Mannschaft nicht ohne Folgen: Ohne seine Tore legte YB einen Fehlstart hin.

Der 33-Jährige stammt von der zu Frankreich gehörenden Vulkaninsel La Réunion im Indischen Ozean. Beim dortigen Club JS Saint-Pierroise machte er sich interessant für Clubs aus Frankreich. Statt wie geplant Lehrer für Sport und Spanisch zu werden, wechselte er mit 19 nach Le Havre in die Ligue 2, schaffte er 2008 den Sprung zu Paris St-Germain und blieb dort viereinhalb Saisons (166 Spiele mit 56 Treffern). Er bestritt für Frankreich fünf Länderspiele. Doch als in Paris neue Investoren einsteigen, gab es für ihn keinen Platz mehr. Der 1,92 Meter grosse Stürmer folgte dem Lockruf des Geldes und wechselte nach China. Nach einem Jahr brach er das Abenteuer ab und wechselte zu Bordeaux. Im August 2014 unterschrieb er bei YB. Den Vertrag hat er kürzlich bis 2020 verlängert.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/14789755

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. April 2017, 22:45 
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Hüftverletzung

Saisonende für YB-Topskorer Hoarau?

Das ist bitter für YB! Die Berner verlieren beim Spiel in Basel ihren besten Torschützen Guillaume Hoarau. Er wird wohl längere Zeit ausfallen.

Guillaume Hoarau weiss sofort, dass da etwas kaputt gegangen ist. Nach einem Zweikampf mit Basels Marek Suchy in der 40. Minute fällt der Berner Stürmer unglücklich.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht deutet er der Bank an, dass er nicht mehr weiterspielen kann. Hoarau wird auf der Bahre weggetragen.

Nach der Partie dann der niederschmetternde Bericht aus der medizinischen Abteilung von YB: Hoarau hat sich die linke Hüfte ausgekugelt. Er muss operiert werden. Es dürfte das Saisonende sein für den Mann von der Insel La Réunion.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 05021.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. April 2017, 22:57 
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Schwere Hüftverletzung bei Hoarau

YB-Goalgetter Guillaume Hoarau hat sich im Spiel beim FC Basel an der Hüfte verletzt und fällt wohl länger aus. Der Franzose ist bereits operiert

Der Punktgewinn der Berner Young Boys beim FC Basel wird überschattet von der Verletzung von Guillaume Hoarau. Für den Liga-Topskorer war die Partie nach einem Zusammenstoss mit Basels Verteidiger Marek Suchy kurz vor der Pause vorzeitig zu Ende. Dem Basler kann kein Vorwurf gemacht werden.

Der YB-Stürmer wurde mit Schmerzen an der Hüfte mit der Bahre vom Platz getragen und später zur Kontrolle ins Spital überführt. Die Untersuchungen ergaben, dass Hoarau eine Hüftluxation erlitten hat. Noch am Sonntagabend wurde ihm das linke Hüftgelenk unter Narkose wieder eingerenkt, wie YB via Twitter mitteilte.

Hoarau ist YBs «Lebensversicherung»

Für die Young Boys ist der mittlerweile 18-fache Saisontorschütze Hoarau der wichtigste Spieler in der Offensive und vielleicht der wichtigste Spieler überhaupt. Obwohl mit Alexander Gerndt, Michael Frey und Roger Assalé weitere gute Angreifer zur Verfügung stehen, wirkt sich ein Ausfall Hoaraus jeweils deutlich auf das Leistungsvermögen der Mannschaft aus.

Als der Franzose letzten Herbst verletzungshalber fehlte, erzielten die Young Boys in vier Meisterschaftsspielen nacheinander nur zwei Tore. Kaum war der Hoarau zurück, stellten sich Siege und sogar Kantersiege ein.

Entscheidend dürfte für den mittelfristigen sportlichen Erfolg der Young Boys sein, wie lange Hoarau pausieren muss. Den zweiten Platz in der laufenden Meisterschaft und damit die Teilnahme an der Qualifikation für die Champions League müssten die Berner auch ohne den Goalgetter sicherstellen können. Neun Runden vor Schluss liegen sie elf Punkte vor dem drittplatzierten Sion.

Bitter würde es für YB vermutlich erst, wenn Hoarau den Beginn der neuen Saison mit den ersten Meisterschaftsspielen und den Europacup-Einsätzen verpassen sollte.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16063186

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