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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Rino
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Verfasst: Dienstag 4. April 2017, 18:20 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Freitag 7. April 2017, 16:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.04.2017  Zitat: Thomas Häberli: «Irgendwann greife ich an»
Thomas Häberli war bei YB die Kultfigur. Heute arbeitet er als Talentmanager beim Rivalen FC Basel. Vor dem sonntäglichen Duell im St.-Jakob-Park verrät er, wie seine Zeit als Spieler in Bern wirklich zu Ende gegangen ist.
Als Thomas Häberli im Mai 2009 von YB-Trainer Vladimir Petkovic, CEO Stefan Niedermaier und Sportchef Alain Baumann zum Gespräch gebeten wurde, ahnte er nichts Schlimmes. Er dachte sich, die Herren wollten ihm Anfang Woche noch einmal die Bedeutung des bevorstehenden letzten Saisonspiels gegen den FC Basel verdeutlichen.
Schliesslich hatte Häberlis Wort in der Kabine Gewicht. Er war Captain, Routinier, zuverlässiger Torschütze: in Bern längst eine Kultfigur. Stattdessen aber stellte der Coach seinen Angreifer vor vollendete Tatsachen: Er plane trotz Vertrag bis 2010 nicht mehr mit ihm. «Ich fiel aus allen Wolken», sagt der 42-Jährige.
Ärger über Petkovic
Treffpunkt mit Thomas Häberli ist das Stadionrestaurant des Basler St.-Jakob-Parks. Für den Serienmeister arbeitet er als Talentmanager. Die Episode von seinem Abgang in Bern hat er in der Öffentlichkeit zuvor nie erzählt. Längst kann er darüber lachen, spricht von einem legendären Gespräch. Aber damals vor acht Jahren war er stinksauer.
«Ich sagte zu Petkovic: Dann muss ich ja gar nicht mehr kommen.» Häberli blieb dem Training die ganze Woche fern. Erst die letzte Einheit vor der Partie in Basel machte er wieder mit. Zum Trainer meinte er: «Lass mich in Ruhe. Wenn du mich brauchst, dann bringst du mich.»
Es vergingen 70 Minuten, bis Petkovic Häberli brauchte. Beim Stand von 2:0 wechselte er die Offensivkraft ein. Es war Häberlis 267 Meisterschaftsspiel für die Berner. Und er erzielte tatsächlich sein 74. und letztes Tor. YB gewann 3:0, überholte Basel und beendete die Saison auf Rang 2. Wochen später gab der Publikumsliebling sein Karriereende bekannt. Ohne zur Schau gestellten Groll, ohne schmutzige Wäsche zu waschen. Mit Pektovic, dem heutigen Nationaltrainer, verstand er sich rasch wieder.
Lob für Spycher
Als Thomas Häberli gefragt wird, an welche Partien gegen den grossen Rivalen er am liebsten zurückdenke, fällt ihm diese zuerst ein. Doch gerade in der Schlussphase seiner Karriere erlebte der Stürmer etliche erinnerungswürdige Duelle, den Cuphalbfinal miteingerechnet vermochte er mit YB die letzten vier zu gewinnen.
Damals befanden sich Bern und Basel auf Augenhöhe, 2008 und 2010 wurde die Saison erst in einer Finalissima entschieden. Solche Spannungsmomente sind heute nur noch Wunschdenken.
Der FC Basel kann diesmal schon sieben Spieltage vor Schluss Meister werden. Zwischen dem Leader und dem Tabellenzweiten klafft vor dem sonntäglichen Spiel in Basel (16 Uhr, Bernerzeitung.ch tickert live) eine riesige Lücke von 17 Punkten. «Hier werden einfach sehr wenige Fehler gemacht», sagt Häberli.
Ein Beleg: Während er spricht, findet nebenan die Medienkonferenz mit Trainer Urs Fischer vor der Cuppartie in Winterthur statt. Einen Tag später gelingt dem FCB der Finaleinzug. Bei YB ist derweil die Wunde nach dem peinlichen Ausscheiden gegen Winterthur nicht verheilt.
Häberli mag die Differenzen zwischen den Klubs nicht dramatisieren. Er findet, in beiden Vereinen werde sehr gute Arbeit geleistet, Strukturen und Stadien seien vergleichbar. Zudem wertet es der frühere YB-Nachwuchscoach als gutes Zeichen, sind etliche Weggefährten immer noch in Bern angestellt.
«Das war eine Wahnsinnsgeschichte. So etwas ist beim FC Basel nicht vorstellbar.»Thomas Häberli über die Causa Siegenthaler bei YB
«Auch bei YB gibt es in vielen Bereichen Kontinuität», sagt Häberli. Die Turbulenzen im Herbst, als Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler abgesetzt worden waren und Urs Siegenthaler für wenige Tage als neuer starker Mann im Klub galt, irritierten aber auch ihn. «Das war eine Wahnsinnsgeschichte. So etwas ist bei Basel nicht vorstellbar.»
Die Causa habe jedoch auch Gutes gebracht. Häberli meint die Ernennung von Christoph Sypcher zum Sportchef. «Sie hat mich enorm gefreut.» Den 39-Jährige, der zuvor ebenfalls Talentmanager war, bezeichnet er als eine «super Wahl». Häberlis Verbundenheit mit YB ist unüberhörbar.
Tanz auf vielen Hochzeiten
2013 verliess Thomas Häberli die Young Boys. In den vier Jahren zuvor war er mal Assistent im Fanionteam, mal Nachwuchscoach. Beim FCB übernahm er die U-21, wurde 2015 nach enttäuschenden Resultaten abgesetzt und zum Talentmanager ernannt.
Seine Tätigkeit nennt er einen «coolen» Job. Er betreut die rund 20 hoffnungsvollsten Talente des Klubs. Besucht sie, falls sie an andere Vereine ausgeliehen sind, steht in Kontakt mit Schulen und dem Schweizer Fussballverband, Lehrmeistern und Coachs.
Häberli ist zudem Teil des Trainerstabs von Urs Fischer. Er war in der Champions League dabei, hilft in den Trainingslagern mit. «Ich tanze auf vielen Hochzeiten. Das macht den Job hochinteressant. Momentan ist es perfekt, so, wie es ist», sagt er. Seine Wortwahl verrät jedoch: Er will mehr.
«Irgendwann greife ich an», sagt Thomas Häberli. Er möchte als Trainer zurück auf die grosse Bühne, von der er 2009 mit einem letzten Knall abgetreten war.
Häberli als Begleiter der grossen YB-Talente
Thomas Häberli trainierte in der U-18 den aussergewöhnlichen YB-Jahrgang 1994. Dass aus dem heutigen Berner Kader der sehr begabte Goalie Yvon Mvogo den Durchbruch schaffen würde, sei absehbar gewesen.
Den Werdegang von Leonardo Bertone bezeichnet der 42-Jährige als spannend. Er war als Assistenztrainer dabei, als man im Fanionteam den Mittelfeldspieler beinahe abschrieb. «Wir sagten: Komm, wir geben ihm noch eine Chance.» Der Grat sei sehr schmal gewesen, obwohl Bertone zweifelsohne über Talent verfüge. «Für gewisse Spieler ist der Weg nach oben steinig.»
Er denkt auch an Sven Joss, dessen grosse Spielintelligenz und gute Technik augenfällig gewesen seien. Der frühere Nachwuchscoach wäre dennoch keine Wette eingegangen, dass es der Aussenverteidiger zum Profi bringt. Jetzt ist Joss dabei, sich in Bern einen Stammplatz zu erobern. «Das ist enorm schön. Und zeigt, dass vor allem auch ein grosser Wille wichtig ist.»
Michael Frey schulte Häberli in der U-18 vom defensiven Mittelfeldakteur zum Stürmer um. «Danach ging es für ihn sehr schnell nach oben.» Dass Frey nach schwerer Zeit letztes Wochenende mal wieder getroffen habe, habe er mit Freude zur Kenntnis genommen.
Innenverteidiger Gregory Wüthrich, der seit Saisonanfang verletzt fehlt, drückt Häberli derweil die Daumen. «Ich hoffe sehr, dass ihm der Durchbruch gelingt.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10792353
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Freitag 7. April 2017, 17:05 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.04.2017  Zitat: Renato Steffen im grossen Interview: «Ich habe es nicht gerne, wenn es zu einfach geht»
Im Spiel gegen seinen Ex-Verein YB ist FCB-Flügelspieler Renato Steffen gesperrt. Passend für Einen, der oft zuerst hinfallen muss, um etwas zu lernen.
Renato Steffen, wie sehr nervt es Sie, dass Sie ausgerechnet das Spiel gegen Ihren Ex-Club YB verpassen?
In Spielen gegen YB bin ich sicher immer zusätzlich motiviert, aber schlussendlich ist es ein Gegner wie jeder andere. Darum ist es vielleicht auch halb so schlimm, dass ich nicht spielen kann. Es nervt aber schon ein bisschen, weil es schön gewesen wäre, zu Hause gegen sie zu spielen.
Wie unterscheidet sich ein Heimspiele gegen YB von einem in Bern?
Hier höre ich weniger, dass die YB-Fans pfeifen (lacht). Nein im Ernst, mit den Fans im Rücken und in diesem Stadion ist es sowieso immer schön, wenn es dann noch das Spiel Erster gegen Zweiter ist umso mehr. Natürlich kommen unsere Fans auch zahlreich nach Bern, aber es ist immer etwas gehässiger, wenn ich dort spielen muss.
Können Sie nachvollziehen, dass Ihnen die YB-Fans den Transfer nach wie vor übel nehmen?
Ja, sicher. Der FCB ist ein direkter Konkurrent von YB und hat die Nase immer vorne. Aber am Schluss geht es um meine Karriere, da kann ich nicht auf Wünsche von einzelnen Fans Rücksicht nehmen. Ich muss schauen, was für mich am besten ist. Wenn ich zurückschaue, war bislang jeder Schritt richtig und wichtig. Und ich weiss auch, dass ich jeder Station viel zu verdanken habe.
Haben Sie gewusst, auf was Sie sich mit dem Wechsel einlassen?
Das war mir bewusst, von beiden Seiten her. Aber es war noch nie so, dass ich den einfachen Weg genommen habe und das werde ich auch nie. Ich werde immer versuchen, den harzigen zu nehmen. Das zeigt, dass ich die Motivation habe, um mich durchzubeissen. Das will ich beibehalten.
Brauchen Sie diesen Widerstand?
Ja, ein bisschen brauche ich das schon. Ich habe es nicht gerne, wenn es zu einfach geht. Ich muss immer den Ansporn haben, dass ich mich beweisen muss. Daher habe ich meine Schritte auch immer so gewählt.
Woher kommt das?
Mir wurde von klein auf nie etwas geschenkt. Ich musste immer mehr machen als alle anderen. Dass ich das beibehalte, hat den Grund, dass bei mir eine Lockerheit aufkommt, wenn es zu einfach geht. Und die habe ich nicht gerne. Dann ist die Motivation nicht so da. Das ist ein riesen Kreislauf, unter dem die Leistung leiden würde.
Sie erlebten vor ihrem Wechsel zu YB einen kometenhaften Aufstieg – mussten in Bern dann anfangs aber ziemlich kämpfen. Wie kam das? Dort waren andere Faktoren im Spiel. Ich hatte das erste Mal viel verdient, habe das alles nicht gekannt und es war, glaube ich, erst mein zweites Jahr im Profisport. Ich wusste noch nicht, wie ich mich genau verhalten musste. Der Verein war grösser, das Geld war mehr. So wurde das erste halbe Jahr zu einer Lernphase, die ich durchlaufen musste. Das war eine schwierige Zeit, in der ich weniger oder gar nicht spielte. Aber ich bin auch einer, der oft erst den Kopf anschlagen muss, bis er etwas merkt. Im Winter hatte ich dann ein Gespräch mit Trainer Uli Forte und dem Präsidenten, in dem sie mir vor Augen führten, dass es so nicht weitergehen kann, weil ich sonst keine Zukunft hätte bei YB. Das war der Anstoss, den ich brauchte, um das Ganze ernst zu nehmen und etwas zu ändern.
Sie haben kürzlich in einem Interview gesagt, in dieser Zeit Fehler gemacht zu haben. Welche das waren? Ich habe mich zu fest vom Fussball abdrängen lassen. Ich habe mich anfangs bei YB unantastbar gefühlt, so, als könnte mir niemand etwas anhaben. Und so habe ich dann auch gelebt. Ich bin viel raus gegangen, habe mir ein schönes Auto gekauft. Das hätte ich mir im Nachhinein auch gekauft, vielleicht einfach zu einem anderen Zeitpunkt und nicht zwei Monate nach meinem Wechsel zu YB. Das sind alles Sachen, die ich jetzt nicht mehr so machen würde. Aber ich bereue sie nicht.
Gibt es etwas, was Sie bereuen? Nein, eigentlich nichts. Bei allem, was ich mache, auch wenn es nicht immer gut ist, stehe ich dazu, dass ich es gemacht habe. Es hat immer einen Grund, wieso ich Dinge tue. Vielleicht manchmal auch genau darum, um umzufallen und etwas daraus zu lernen.
Also lernen Sie auch tatsächlich etwas aus Ihren Fehlern. Das wäre noch von Vorteil. Wenn ich Fehler mache, versuche ich diese nicht zweimal zu machen. Und die kann ich mir eingestehen. Auch wenn es manchmal etwas Zeit braucht und ich das nicht gerne tue.
Machen Sie solche Fehler vielleicht auch deshalb, weil Sie sehr emotional sind? Auf jeden Fall. Hinzu kommt, dass ich in der Phase, in der ich frisch bei YB war, viele Freunde hatte, die mir gut zugeredet haben. Solche, von denen ich lange nichts mehr gehört hatte, aber auch Leute, die ich neu kennengelernt hatte. Denen wollte ich eine Chance geben, ich bin ein offener Mensch. Aber so vertraut man auch mal den falschen Menschen, denen, die nur profitieren wollen. Als es mir dann nicht so lief, ich wenig oder gar nicht gespielt habe, hat sich dann gezeigt, wer wirklich zu mir steht und wer meine richtigen Kollegen sind. So hat sich mein Umfeld gefiltert und verkleinert, wurde zeitgleich aber umso wichtiger.
Nach Ihrem Wechsel zu Basel kamen Sie in ein neues Umfeld, in die Höhle des Löwen. Sie trauten sich anfangs gar nicht in die Stadt. Hat sich das etwas geändert? Mittlerweile bin ich schon viel mehr in der Stadt, ja. Ich will den Ort, an dem ich wohne und spiele, auch kennenlernen. Ich bewege mich zwar immer etwa an den gleichen Orten, gehe aber immer neue Wege, damit ich mich langsam zurechtfinden kann. Und es gibt ja genügend Leute, die mir zeigen können, wo ich hin soll. Tauli (Xhaka, Anm. d. Red.) zum Beispiel.
War er auch dabei, als Sie sich erstmals in die Stadt wagten? Nein, da war Tauli nicht dabei, da war ich mit meiner Familie unterwegs. Das war im Sommer letzten Jahres. Wir wollten einkaufen gehen und ich ihnen die Stadt zeigen. Und genau dann ist einer auf mich zugekommen und hat mich dumm angemacht. Vor meiner Familie. Wenn du dann mal raus gehst und gleich so einen Eindruck bekommst, ist das natürlich schade.
Was ist genau passiert? Der Typ hat mich gesehen, ist zu mir gekommen und hat mir gesagt, ich solle aus Basel weggehen, er wolle mich hier nicht haben. Dann habe ich ihm gesagt, dass er keinen Respekt habe, mir so etwas vor meiner Familie zu tun. Er solle das irgendwo sonst machen, aber nicht, wenn meine Familie dabei ist. Ich wollten doch einfach nur durch Basel laufen.
Ist so etwas seither noch einmal passiert? Nicht mehr wirklich. Eher das Gegenteil war der Fall, dass Leute zu mir gekommen sind und Freude haben, dass ich da bin. Die haben ihre Meinung geändert, waren anfangs nicht einverstanden mit meinem Transfer aber finden es mittlerweile gut und sagen mir das auch. Das finde ich schön, dass es auch solche Leute gibt, die offen sind und sich umstimmen lassen.
Es ist ja vor allem ihre emotionale Art, die provoziert. Das hat man ja zuletzt in St. Gallen gesehen, als Sie unter einem gellenden Pfeifkonzert den Platz verliessen. Auch wenn die Pfiffe da auch Davide Callà gegolten haben könnten… Ich glaube, die waren für beide (lacht).
Wie gehen Sie damit um, fast überall ausgepfiffen zu werden? Wenn du immer wieder mit Situationen konfrontiert wirst lernst du irgendwann, damit umzugehen. Am Anfang hat es mich gestört, mittlerweile ist es eher das Gegenteil. Ich finde es gut, wenn laute Stimmung herrscht. Dann bin ich nämlich immer top motiviert.
Also frei nach Cristiano Ronaldo: Pfiffe als Antrieb. Ja, das kann man schon ein bisschen so sehen. Denn genau in diesen Spielen kann ich den Leuten zeigen, dass sie keinen Grund dazu haben.
Ist Ronaldo Ihr Vorbild? Früher war es ja David Beckham. An Beckham hat mich immer seine elegante Art fasziniert. Schade, dass er nicht länger gespielt hat. Daher ja, liegt der Fokus jetzt auf Ronaldo. Er ist mein grosses Vorbild.
Was beeindruckt Sie an ihm? Vor allem die Art, wie er mit Situationen umgeht. Er zieht immer seine Linie durch, es ist ihm egal, was die Leute sagen, und er weiss, was er kann. Das ist sehr beeindruckend für mich.
Wie hat Ihnen die Statue gefallen? Eine Katastrophe! Die ist wirklich richtig schlecht! Aber als Fussballer ist es sicher schön, wenn man so etwas gewidmet bekommt.
Der Renato-Steffen-Flughafen in Basel, das wäre doch auch was. (Lacht) Ich weiss nicht, ob da jeder Freude hätte!
Zurück zu den Pfiffen. Erstmals damit konfrontiert wurden Sie in Thun nach Bekanntwerden des Transfers zu YB. Das war nicht schön. Ich hatte eine gute Saison, ein gutes Gefühl, auch mit den Fans. Und dann haben sie mich im Spiel gegen St. Gallen ausgepfiffen. Das mochte mich sehr und das wiederum hat sich auf dem Platz widergespiegelt. Ich habe sehr ängstlich gespielt und musste früh raus. Gleich im Anschluss hatte ich dann das Gespräch mit Urs, der mir sagte, ich müsse damit umgehen können. Aber ich habe ihm dann erklärt, dass ich vielleicht noch ein paar Mal so reagieren werde. Wenn etwas neu ist, dann brauche ich meine Zeit, um mich daran zu gewöhnen.
Das Eine waren die Pfiffe, das Andere, als Sie als Noch-Thun-Spieler bereits im YB-Trikot posierten. Das würde ich nicht mehr machen. Aber in dem Moment hatte ich einfach nur Freude – und es war, glaube ich, auch nicht nur meine Aufgabe, zu erkennen, dass das falsch ist.
Zuerst der Wechsel zwischen den Kantonsrivalen, dann der zum FCB, obwohl YB sie gerne behalten hätte. Wieso sind Sie trotzdem gegangen? Einerseits war ich nicht ganz einverstanden damit, wie sie die Vertragsverlängerung gehandhabt haben. Die Verlängerung, oder zumindest der Vorschlag dafür, hätte früher kommen müssen. Ich habe damals bewusst nicht viel dazu gesagt, weil das nicht meine Art ist. Aber so habe ich die Wertschätzung nicht gespürt. Hätten sie mich unbedingt behalten wollen – was sie wollten, das weiss ich – dann hätten sie frühzeitig auf mich zukommen müssen. Ich war im letzten Jahr meines Vertrages. Sie hätten mir einen Vertrag hinlegen können und damit zeigen, dass sie mich wollen und ich wichtig bin. Als ich dieses Zeichen nicht bekommen habe, hat es mir abgelöscht. Wie es dann gekommen ist, sieht man ja.
Sie haben beide Vereine von innen erlebt. Wie turbulent ist YB wirklich? Von Innenleben der Mannschaften her war es auch bei YB ruhig. Auch in schwierigen Zeiten. Wir wussten, was wir können, und auch, dass wir mehr gekonnt hätten. Aber hier beim FCB hat das ganze Team diese Winnermentalität. Die ist von oben bis unten durchgezogen. Du kannst nicht anders, als mitziehen. Und auch die Beziehung zum Sportchef und dem Präsidenten ist auf sehr menschlicher Ebene. Du spürst, dass sie dich schätzen, deinen Charakter annehmen und diesen auch nicht ändern, sondern höchsten verbessern wollen. Vielleicht habe ich mich auch deshalb hier so schnell wohlgefühlt.
Sie gelten auch als begnadeter Trash-Talker. Ist da etwas dran? (lacht) Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich das nicht beherrsche. Handkehrum muss ich mir auch sehr viel anhören. Im Gegensatz zu anderen reagiere ich aber einfach nicht darauf.
Was war das Übelste, dass Sie sich haben anhören müssen? Wo kann man eine Person am meisten verletzen? Wenn es um Leute geht, die einem nahe stehen. Daher ist die Mutter meistens im Spiel.
Stichwort Familie: Sie haben eine ältere Schwester, die auch Fussball spielt. Nicht mehr. Ganz früher war sie erfolgreicher als ich. Sie spielte bei Aarau, als ich auch noch dort war. Und sie war auch schneller als ich. Aber das hat sich dann schnell mal geändert.
Woher kommt die Schnelligkeit in der Familie? Meine Schwester hatte den Speed von der Leichtathletik. Aber wir haben es sicher auch in den Genen. Mein Vater spielte auch Fussball, war auch klein und schnell. Und meine Mutter hat auch Leichtathletik gemacht.
Wie wichtig ist Ihnen die Familie? Sehr wichtig. Bei YB gab es Zeiten, als ich den Kontakt zu meinen Eltern etwas habe schleifen lassen. Ich ging nicht mehr oft nach Hause, habe alles selber versucht zu regeln. Und dann kommst du irgendwann an den Punkt, an dem dir alles zu viel wird. Dann, nach diesem Gespräch im Winter, ging ich wieder mehr nach Hause. Mittlerweile gehe ich wieder mindestens einmal pro Woche nach Hause. Das schätzen sie sehr und auch mir tut das gut.
Zurück zu Ihrer Karriere. Welche Liga würde Sie reizen? Die Bundesliga und die Premier League sind die Ligen, die ich verfolge und in denen ich gerne mal spielen würde. Das ist mein Ziel. Wenn ich weiter an mir arbeite, dann kann ich das auch schaffen. Ich weiss, dass ich dafür noch viel machen muss.
Wäre ein solcher Schritt auch notwendig, um Ihr Standing in der Nati zu verbessern? Wen man sieht, dass Michi Lang (bis ich nachberufen wurde) der einzige Spieler aus der Super League war, dann muss man vielleicht schon sehen, dass es manchmal weitere Schritte braucht, einen anderen Rhythmus, bei denen man sich auch weiterentwickeln kann. Es ist nicht einfach, wenn man immer so weit voraus ist. Jetzt sind es 17 Punkte, vor einem Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 14. Dann ist es schwierig, immer an die Grenzen zu gehen.
Was würde denn helfen? Ich würde mir auch wünschen, dass es mal wieder spannender wäre. Wenn ein oder zwei Spiele ein anderes Team an der Spitze wäre und man dann genau weiss, dass man gewinnen muss, weil man sonst überholt wird oder einen Platz nach unten rutscht. Dann bist du auch 100 Prozent fokussiert und kannst deine Leistung abrufen. Spiele, wie es jenes gegen Zürich eines war, sind Spiele, die ich vermisse. Die würden meine Leistungen und mein Verhalten wieder steigern. Denn in diesen Momenten habe ich diese Anspannung und Nervosität, die mich fördert.
Wie schafft ihr es trotzdem, den Fokus zu behalten? Weil jeder im Team gewinnen will und möglichst viele Punkte sammeln will. Wir wollen zeigen, dass wir die beste Mannschaft sind. Und wenn wir so spielen, ist die Freude auch wieder viel grösser als in der Vorrunde und dann lieben wir den Fussball, den wir spielen. So können wir uns trotz komfortabler Ausgangslage immer wieder motivieren.
Wie wichtig ist dabei Urs Fischer? Sehr wichtig! Er stellt uns Woche für Woche ein und betont immer wieder, wie wichtig das ist. Wir haben uns mit gewissen Rekorden auch Ziele gesteckt. Das motiviert auch. Wir spielen komplett anders als in der Vorrunde. Und auch wenn viel über ihn geschrieben worden ist, kann er die Mannschaft noch immer erreichen. Das schafft er und das ist auch ein gutes Zeugnis für ihn. http://www.aargauerzeitung.ch/sport/ren ... -131205613
_________________ For Ever
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Rino
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Verfasst: Samstag 8. April 2017, 00:21 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Rino
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Verfasst: Samstag 8. April 2017, 00:26 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Samstag 8. April 2017, 12:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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08.04.2017  Zitat: Auf der Suche nach dem Reiz
Am Sonntag kommt es zum Topspiel der Super League. Spannung herrscht vor dem Duell Basel gegen YB allerdings keine mehr. Was also kann die Berner zu einem starken Auftritt anstacheln?
Es sind Festtage im Berner Sport – aber nur auf einer Seite der Papiermühlestrasse. Dort greift der SC Bern im Playoff-Final der NLA nach dem zweiten Meistertitel in Folge, dem fünften im noch jungen Jahrhundert.
Auf der anderen Seite, bei den notorisch erfolglosen Berner Fussballern, ist die Saison zwei Monate vor Schluss längst gelaufen – einmal mehr. Die Chance im Cup haben die Young Boys mit einem weiteren blamablen Kapitel in diesem Wettbewerb Anfang März verspielt, jene in der Super League bereits viel früher: nach dem ersten Saisonviertel und 14 Punkten Rückstand auf den FC Basel.
Und so trägt das sonntägliche Aufeinandertreffen von FCB und YB im Basler St.-Jakob-Park zwar das Etikett «Spitzenspiel», weil der Erste der Liga auf den Zweiten trifft. Doch ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass es punktemässig gleich Welten sind, welche die beiden besten Mannschaften des Landes trennen. Mit aktuell 17 Zählern Vorsprung steigen die Basler in den Vergleich mit den Bernern. Deren Überlegenheit lässt sich auch mit einem anderen Beispiel dokumentieren: Der FC Basel hätte sich eine ausgedehnte Winterpause gönnen und erst am 18./19. März wieder in den Spielbetrieb eingreifen können – er wäre dennoch als Leader in die 25. Runde gestiegen. Der Faktor Spannung spielt beim Duell FCB gegen YB am Sonntag also keine Rolle mehr. Und so stellt sich die Frage: Gibt es aus Berner Optik überhaupt noch Anreize? Es gibt sie, diese Ziele, auch wenn sie ziemlich bedeutungsarm sind:
•Da wäre einmal die schwache Bilanz von YB in Basel unter Adi Hütter. Seit der Österreicher die Berner trainiert, haben sie im Sankt Jakob noch keinen Punkt geholt, ja nicht einmal einen Treffer erzielt. 0:1, 0:2 und 0:3 lauten die Resultate. Noch ist Hütter auf der Suche nach dem richtigen Rezept für die Auftritte im St.-Jakob-Park. Beim ersten Gastspiel in Basel in dieser Saison hatte er wegen einer ellenlangen Verletzungsliste notgedrungen gar eine Dreierkette nominieren müssen. Am Sonntag gibt es diese mildernden Umstände nicht mehr: Der YB-Trainer kann bis auf den gesperrten Sanogo personell aus dem Vollen schöpfen und hat vor allem in der Offensive mehrere Varianten zur Auswahl.
•YB hat 2017 ausser beim 3:1 im Startspiel gegen Sion nie brilliert, sich dafür krasse Aussetzer wie beim 1:4 in Luzern und im Cup gegen Winterthur geleistet. In der Folge hat man sich gegen Thun, Lausanne, Lugano und Vaduz mehr durchgekämpft als durchgespielt. Die Berner sind ihrem Anhang eine starke Leistung in Basel sozusagen schuldig.
•Die Young Boys sind in dieser Saison bisher das einzige Team, das den Titelverteidiger bezwingen konnte. Am 3. Dezember triumphierten die Berner im Stade de Suisse 3:1, obwohl sie nach dem Platzverweis von Nuhu die zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten mussten. Seither hat der FCB acht Siege und ein Unentschieden aneinandergereiht. YB bietet sich nun die Chance, dem Leader auch im neuen Jahr die erste Niederlage beizufügen.
•Schliesslich dürfte YB den Stolz haben, die Meisterfeier des Dauerrivalen hinauszuzögern. Verlieren die Berner am Sonntag, weist der FCB 20 Punkte Vorsprung auf und könnte noch im Monat April aus eigener Kraft Meister werden. Das wären dann schon fast Zustände wie in Schottland, wo Celtic Glasgow bereits vor Wochenfrist den sechsten Titel in Serie gewonnen hat. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Au ... y/22764875
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Bierflasche
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Verfasst: Samstag 8. April 2017, 12:51 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Basel - YB, Sonntag, 9. April 2017, 16:00 Uhr, St. Jakob-Park
Verletzter Spieler: Wüthrich.
Gesperrte Spieler: Sanogo (8. gelbe Karte), Obexer (gelb-rote Karte mit der YB U21).
Der YB-Extrazug verlässt Bern um 13:17 Uhr.
Spiele der YB-Teams an diesem Wochenende
Samstag, 8. April 2017: Ab 10:00 Uhr, YB U15 am Finalturnier des Nike-Premier-Cups (Heerenschürli, Zürich) 11:30 Uhr, YB FE13 - Team Köniz (Neufeld) 13:30 Uhr, Lugano - YB FE14 (Cornaredo) 14:00 Uhr, YB FE12 - YB-Stadt (Neufeld) 14:00 Uhr, YB U16 - GC (Allmend) 14:00 Uhr, Team Liechtenstein - YB U17 (Rheinpark, Vaduz) 17:30 Uhr, Düdingen - YB U21 (Birchhölzli)
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1898
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Verfasst: Samstag 8. April 2017, 21:27 |
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Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 19:54 Beiträge: 292
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Hauptstadt
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Verfasst: Sonntag 9. April 2017, 07:26 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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Mvogo Mbabu-Nuhu-von Bergen-Joss Ravet-Zakaria-Bertone-Sulejmani Gerndt-Hoarau
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shalako
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Verfasst: Sonntag 9. April 2017, 07:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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09.04.2017  Zitat: Die Young Boys wollen Basel ärgern
Das 3. Meisterschaftsviertel der Super League wird mit einem Spitzenkampf abgeschlossen, der im Prinzip gar keiner ist. Basel empfängt in der 27. Runde die 17 Punkte dahinter folgenden Young Boys.
Normalerweise würde ein Duell zwischen dem Leader und dem Zweiten der Liga die Schweizer Fussball-Fans nicht gerade elektrisieren, aber es würde doch gewisse Wellen schlagen. 28'000 Tickets im Vorverkauf (Saisonkarten inklusive) zeigen zumindest auf, dass der St.-Jakob-Park am Sonntag ab 16 Uhr gut gefüllt sein wird.
Die Spannung im Meisterrennen der Liga mit dem gemäss einer Studie höchsten Torschnitt der Top-31-Ligen Europas (3,33 pro Spiel zwischen Saisonstart und Ende März 2017) ist längst der Monotonie gewichen. Zu deutlich sind die Unterschiede zwischen Basel, den Young Boys und dem Rest der Liga schon seit Monaten. Aktuell kommt dazu, dass die volle Aufmerksamkeit im Umfeld des FCB der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom Freitag galt, an der die neue Führungscrew ihre Pläne vorzulegen hatte.
Frühestens am 28. April
Fakt ist, dass Basel bei einem Sieg 20 Punkte vor dem ersten Verfolger klassiert sein würde. Das hiesse mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf, dass der FCB seinen achten Titelgewinn in Folge im Optimalfall frühestens am 28. April in Luzern feiern könnte. Daran verschwendet - zumindest offiziell - noch immer niemand einen Gedanken. "Primär geht es auch gegen YB um drei Punkte. Der Abstand ist schön, aber er ist auch nicht weiter zu deuten", sagte Trainer Urs Fischer.
Für die Young Boys, die sich als Zweite in einer Art luftleerem Raum befinden, ist das Kräftemessen mit dem entrückten Konkurrenten die Chance, Goodwill zurückzuholen. Ihre bisherige Saison - vor einem Jahr hatte YB ebenfalls als Zweiter sieben Punkte weniger als jetzt auf dem Konto - war gewiss nicht schlecht. Im Gedächtnis der Öffentlichkeit hat sich aber das peinliche Viertelfinal-Out gegen den Challenge-League-Klub Winterthur festgebrannt. "Wir haben intern durchaus noch Ziele", sagte Trainer Adi Hütter. Unter anderem hat YB unter dem Österreicher noch nie in Basel gewonnen.
Sion und Luzern auswärts
In den beiden Partien vom frühen Sonntagnachmittag (ab 13.45 Uhr) stehen zwei Cup-Halbfinalisten auswärts im Einsatz. Das gescheiterte Luzern spielt in Vaduz, Penalty-Sieger Sion in Lugano.
Luzern hat gemäss Trainer Markus Babbel eine "interessante und brutal wichtige Partie" vor sich. Nur drei Teams haben eine schwächere Rückrunden-Bilanz vorzuweisen als die Innerschweizer, die dazu noch den verpassten Einzug in den Cupfinal zu verarbeiten haben.
Für Babbel kommt es zum Aufeinandertreffen mit Roland Vrabec, seinem ehemaligen Assistenten. Der neue Vaduzer Coach bekräftigte vor seinem ersten Heimspiel, trotz der nicht ganz leisen Trennung im Februar 2016 "nichts Negatives über die Zeit in Luzern sagen zu können". Offenbar war damals das Problem, dass Vrabec im Luzerner Team mehr zu sagen hatte als Babbel lieb war. Nun treffen die beiden erstmals als Cheftrainer von Schweizer Klubs aufeinander.
Sion will den Schwung vom Halbfinal-Erfolg gegen Luzern mitnehmen. Nach dem Zwischentief des Monats März fingen sich die Walliser mit dem 2:1 gegen Thun auf und liessen dem Sieg den Einzug in den 14. Cupfinal der Klubgeschichte folgen. Im Cornaredo von Lugano spielen die Nummern 4 und 3 der Rückrunden-Tabelle (je viermal gewonnen) gegeneinander. http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -131213234
_________________ For Ever
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