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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. November 2016, 23:19 
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YB gewinnt dank Hoarau

Die Young Boys bleiben in der Super League zum zehnten Mal in Folge ungeschlagen. Das Team von Adi Hütter gewinnt auswärts gegen Lausanne-Sport 2:1. Beide Tore der Berner erzielt der Stürmer Guillaume Hoarau.

In der Schlussphase überstürzten sich die Ereignisse. Nachdem Nassim Ben Khalifa in der 87. Minute mit seinem ersten Tor für Lausanne-Sport, einem placierten Weitschuss, zum 1:1 ausgeglichen hatte, stellte Hoarau knapp eine Minute später den Sieg der Berner sicher. Dabei liessen sich die Gastgeber viel zu einfach düpieren. Der Franzose traf nach einem langen Einwurf von Jan Lecjaks mit einem sehenswerten Schuss aus spitzem Winkel unter die Latte.

Hoarau hatte in der 55. Minute nach einem schönen Pass von Miralem Sulejmani in den Strafraum bereits das 1:0 für die Berner erzielt. Es waren seine Saisontore neun und zehn in der laufenden Super-League-Saison, wobei er erstmals in der Meisterschaft auf fremdem Terrain erfolgreich war. Die Berner feierten erst den zweiten Auswärtssieg im laufenden Championat nach dem 2:0 in St. Gallen in der ersten Runde.

Nicht nur wegen des späten 1:2 war es für den Aufsteiger Lausanne eine ärgerliche Niederlage. In der ersten Halbzeit waren die Waadtländer klar spielbestimmend. Die beste Chance zur Führung vergab Pak Kwang Ryong in der 8. Minute, als der Berner Verteidiger Kevin Mbabu kurz vor der Torlinie für den bereits geschlagenen Goalie Yvon Mvogo klärte.

So ging Lausanne-Sport am Ende zum sechsten Mal in Folge als Verlierer vom Feld. Gegen YB war es gar die siebente Niederlage hintereinander. Das erste Duell hatten die Berner 7:2 für sich entschieden.

Lausanne-Sport - Young Boys 1:2 (0:0). 5040 Zuschauer. – Schiedsrichter: Amhof. – Tore: 55. Hoarau (Sulejmani) 0:1. 87. Ben Khalifa 1:1. 88. Hoarau (Lecjaks) 1:2. – Lausanne-Sport: Martin; Monteiro, Diniz, Gétaz; Custodio; Araz, Campo, Dominguez (68. Tejeda), Pasche (76. Ben Khalifa); Margiotta, Pak (68. Torres). – Young Boys: Mvogo; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Joss (12. Lecjaks); Schick, Bertone, Sanogo, Sulejmani (80. Sutter); Gerndt (46. Aebischer), Hoarau. – Bemerkungen: Lausanne ohne Blanco, Esnaider, Frascatore, Lotomba und Margairaz (alle verletzt), Young Boys ohne Kubo, Ravet, Rochat, Wüthrich und Zakaria (alle verletzt). Verwarnungen: 33. Bertone. 36. Sanogo. 57. Araz. 61. Campo. 74. Mbabu. 84. Von Bergen (alle wegen Fouls).


http://www.nzz.ch/sport/fussball/lausan ... -ld.130983

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. November 2016, 23:21 
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YB schlägt Lausanne – Vaduz demontiert Lugano

Die Young Boys bleiben in der Super League zum zehnten Mal in Folge ungeschlagen. Sie gewinnen auswärts gegen Lausanne 2:1. Vaduz lässt Lugano keine Chance.

Die Berner Young Boys haben Lausanne 2:1 besiegt. Beide Tore der Berner erzielt Guillaume Hoarau. In der Schlussphase überstürzten sich die Ereignisse. Nachdem Ben Khalifa in der 87. Minute mit seinem ersten Treffer für Lausanne-Sport zum 1:1 ausgeglichen hatte, stellte Hoarau eine Minute später den Sieg der Berner sicher.

Der Franzose hatte in der 55. Minute nach einem schönen Pass von Miralem Sulejmani in den Strafraum bereits das 1:0 erzielt. Hoarau erzielte seine Saisontore 9 und 10 in Super League, wobei er erstmals in der Meisterschaft auf fremdem Terrain erfolgreich war.

Nicht nur wegen dem späten 1:2 war es für Lausanne eine ärgerliche Niederlage. In der ersten Halbzeit waren die Waadtländer klar spielbestimmend. Die beste Chance zur Führung vergab Pak Kwang Ryong in der 8. Minute, als der Berner Verteidiger Kevin Mbabu kurz vor der Linie für seinen geschlagenen Goalie Yvon Mvogo klärte. So ging Lausanne-Sport am Ende zum sechsten Mal in Folge als Verlierer vom Feld. Gegen YB war es gar die siebente Niederlage hintereinander.

Lausanne-Sport - Young Boys 1:2 (0:0)
5040 Zuschauer. - SR Amhof.
Tore: 55. Hoarau (Sulejmani) 0:1. 87. Ben Khalifa 1:1. 88. Hoarau (Lecjaks) 1:2.
Lausanne-Sport: Martin; Monteiro, Diniz, Gétaz; Custodio; Araz, Campo, Dominguez (68. Tejeda), Pasche (76. Ben Khalifa); Margiotta, Pak (68. Torres).
Young Boys: Mvogo; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Joss (12. Lecjaks); Schick, Bertone, Sanogo, Sulejmani (80. Sutter); Gerndt (46. Aebischer), Hoarau.
Bemerkungen: Lausanne ohne Blanco, Esnaider, Frascatore, Lotomba und Margairaz (alle verletzt), Young Boys ohne Kubo, Ravet, Rochat, Wüthrich und Zakaria (alle verletzt). Verwarnungen: 33. Bertone. 36. Sanogo. 57. Araz. 61. Campo. 74. Mbabu. 84. Von Bergen (alle wegen Fouls).


http://www.20min.ch/sport/fussball/story/25267384

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. November 2016, 23:28 
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Irgendwo ist das Glück

Der U-17-Weltmeister von 2009 muss nach verunglückten Abstechern ins Ausland im FC Lausanne-Sport ganz neu beginnen. Am Sonntag kommt er gegen YB zu einem Teileinsatz – und erzielt dabei ein Tor.

Wenn hoffnungsvolle Schweizer Fussballer im Ausland nicht reüssieren, sind viele Ursachen denkbar. Sie gehen zu früh zum falschen Klub oder zum falschen Trainer. Sie haben zu viele Berater, zu starke Konkurrenten oder zu intensive Träume über Chapuisat oder Messi. Und so weiter. Irgendwann hilft nur noch der Neuanfang. Computer herunterfahren, alles zurücksetzen, alte Programme vergessen.
Das «Toptalent»

So ist halt Nassim Ben Khalifa im FC Lausanne-Sport untergekommen, wo er «wieder auf die richtige Schiene» kommen soll, wie ein Vertrauter sagt. Der noch nicht 25-Jährige ist ein glorreicher U-17-Weltmeister von 2009, ein Versprechen, «das grosse Talent», wie der Klubpräsident Alain Joseph sagt. Doch Ben Khalifa ist nicht wie gleichaltrige Weltmeister-Compagnons in der Bundesliga (Rodriguez, Seferovic) oder in der Premier League (Xhaka) angekommen, sondern in Lausanne. «Er ist wieder zu Hause und muss sich zuerst wieder gut fühlen», sagt der Lausanne-Trainer Fabio Celestini. Vielleicht sähe man bald «wieder den Ben Khalifa, den man kennt». Vielleicht.

In Lausanne wuchs er als Fussballer heran, bevor er sich 2008 GC und 2010 als 18-Jähriger für einen dicken Vierjahresvertrag und eine 2-Millionen-Ablöse Wolfsburg anschloss. Noch bevor er in Deutschland Schuhe schnürte, schlug erstmals das Malheur zu. Wolfsburg-Trainer wurde nicht Gérard Houllier, der sich wegen der Erkrankung seiner Frau zurückzog. Trainer wurde nicht Christian Gross, sondern Steve McClaren. Das bekam dem Jüngling aus der Westschweiz nicht gut. Zuerst wurde er in den Nachwuchs versetzt und bald nach Nürnberg ausgeliehen. Als nichts mehr ging, kam er zurück. Zuerst zu YB, dann zu GC, alles auf Leihbasis, weil der Wolfsburg-Vertrag so ergiebig war. 2012 nannte der GC-Trainer Uli Forte den vierfachen Nationalspieler unverdrossen «Toptalent». 2014 band sich Ben Khalifa fest an GC und hatte trotz einem Kreuzbandriss festen Super-League-Boden unter den Füssen.

Doch es verging kein Jahr, da lockte wieder das Ausland. Ben Khalifa folgte dem Trainer Michael Skibbe als Lieblingsspieler zu Eskisehirspor in die Türkei, wo die Welt zusammenbrach. Chaos im Klub, ausstehende Lohnzahlungen, Aufstand der Fans, Skibbe weg, Kurs in Richtung Abstieg. Nur weg von hier.

Aufbauen, trainieren, hoffen

Ein neuer Berater brachte Mechelen und Belgien ins Spiel. Mechelen hat ein 13-Millionen-Euro-Budget und holt junge Spieler, die man später verkaufen will. Solcher An- und Verkauf ist im defizitären Schweizer Fussball bestens bekannt.

Mechelen rechnete mit dem Transfer der Nummer 10, des Algeriers Sofiane Hanni. Aber Hanni ging nicht. Noch nicht. So sah Ben Khalifa, Anfang 2016 als dessen Nachfolger auserlesen, auch die belgische Sonne kaum. An Hanni führte kein Weg vorbei. Als Hanni doch noch zu Anderlecht ging, war die Zeit für Ben Khalifa bereits abgelaufen. «Sein Curriculum liest sich gut. Ben Khalifa ist ein technisch guter Spieler. Aber er sprach nicht viel und war nicht happy bei uns», sagt Fi Van Hoof, der Sportchef von Mechelen.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/nassim ... -ld.130999

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2016, 17:05 
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Sieg mit zwei Paukenschlägen

Die Young Boys gewinnen in Lausanne mit 2:1. Guillaume Hoarau sorgt mit zwei Toren für den ersten Auswärtssieg der Berner seit dem 23. Juli.

Lange Zeit war das Spiel auf der 62 Jahre alten Pontaise eine zähe Angelegenheit. Es wurde gekämpft, geackert, gerannt, und es wurden vor allem viele Fehlpässe gespielt. Während der ersten Halbzeit begegneten YB enorm viele Probleme, der Spielaufbau war praktisch inexistent. So war das 0:0 zur Pause noch das Beste aus Sicht der Berner.

YB-Goalie Mvogo war in der achten Minute bereits ausgespielt gewesen, machtlos musste er zusehen, wie Pak den Ball auf das leere Tor lenkte: Da kam in höchster Not der zurückgeeilte Mbabu herangeprescht und schlug den Ball vor der Torlinie weg. Es war die beste der drei Möglichkeiten der Lausanner gewesen, die aufgrund des Spielverlaufs eine Führung zur Pause verdient gehabt hätten.

Doch das alles war hinterher nicht mehr von Bedeutung. Was bei diesem Spiel in Erinnerung bleibt, sind die Schlussminuten. Denn da ging es plötzlich hoch zu und her. Der Weitschuss von Ben Khalifa aus über 25 Metern schlug in der 87. Minute wie ein Blitz im YB-Tor ein; der Ball prallte vom Innenpfosten zum 1:1 ins Tor. Es war ein verdienter Lohn für den generös spielenden Aufsteiger. Aber offenbar nahm die Euphorie über den Ausgleich den Lausannern die Konzentration.

Denn im Gegenzug lancierte Lecjaks mit einem Einwurf Hoarau, der den Ball fulminant aus sehr spitzen Winkel unter die Torlatte wuchtete; Lausanne Goalie Martin brachte seine Fäuste nicht mehr hoch. Und Lausannes Araz stellte konsterniert fest: «Das war ein unmöglicher Winkel.»

So wurde Guillaume Hoarau mit seinen Toren 9 und 10 im 11. Meisterschaftsspiel erneut zum Matchwinner. Denn der Franzose hatte in der 55. Minute die Young Boys in Führung gebracht, als er das ideale Zuspiel von Suljemani sicher verwertete. Es war eine wunderschöne Aktion der Young Boys gewesen, allerdings auch die erste in diesem Spiel.

Adi Hütter freute sich über den erst zweiten Auswärtssieg in dieser Saison. Seit dem Auftaktspiel in St. Gallen am 23. Juli hatte YB auf fremden Terrain in der Super League nicht mehr gewonnen. Er räumte aber auch ein, dass Lausanne während der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen sei. Der YB-Trainer weiss natürlich selbst, dass Fussball nicht immer der Logik folgt. Denn einen überzeugenden Auftritt hatte seine Mannschaft drei Tage nach dem Aus in der Europe League nicht geliefert.

Sanogo gegen den FCB gesperrt

Dennoch durfte Hütter zufrieden feststellen, dass seine Mannschaft trotz der Enttäuschung in Griechenland bereit war, zu kämpfen und zu beissen. Und gelohnt hatte sich auch die von ihm vorgenommene Umstellung. Er brachte nach der Pause den jungen Michel Aebischer für Gerndt, der sich überhaupt nicht zurecht gefunden hatte.

Aebischer spielte neben Sanogo im defensiven Mittelfeld, Bertone rückte etwas nach vorne, und das verlieh dem Spiel der Young Boys ein bisschen mehr Stabilität. Es war der erste Einsatz des 19-jährigen Freiburgers in der Super League über 45 Minuten, nachdem er zuvor einmal gegen Luzern zu einen Kurzeinsatz gekommen war und auch in der Europa League einmal wenige Minuten schnuppern durfte. Der Mann aus der U-21 von YB lernt den BSC zurzeit auch von einer andern Seite kennen: Seit dem Sommer macht er auf der Marketing-Abteilung von YB ein Praktikum.

Für Hütter ist Aebischer womöglich auch eine Alternative am nächsten Samstag beim Heimspiel gegen Leader Basel, da Sanogo in Lausanne seine vierte Verwarnung kassierte und gegen den FCB gesperrt ist. Auch der Einsatz von Zakaria, der mit einer Oberschenkelverletzung aus Piräus heimgekehrt war, ist ungewiss.

Viel Pech hatte der junge Sven Joss, der auf der linken Abwehrseite gegen Lausanne gut begann, mit einer Knieverletzung aber bereits in der 12. Minute durch Lecjaks ersetzt werden musste.

Für Lausanne hingegen bedeutet das 1:2 die sechste Niederlage in Serie. Er habe seiner Equipe geraten, sich nicht vom Hinspiel beirren zu lassen, sagte Fabio Celestini. Damals hatte Lausanne gegen YB mit 2:7 verloren. «Und so haben meine Jungs auch gespielt. Ich kann ihnen gar nichts vorwerfen, sie haben alles umgesetzt, was ich von ihnen verlangt habe. Details gaben diesmal den Ausschlag», sagte der Lausanne-Trainer und dachte an den Einwurf von Lecjaks in der 88. Minute, der mit den Händen YB-Topskorer Hoarau im gegnerischen Strafraum anspielen konnte. Der Rest ist Geschichte.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Si ... y/11740558

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2016, 17:08 
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Emmerich, van Basten, Hoarau

Was lange wie ein YB-Arbeitssieg aussieht, gerät am Ende zu einem spektakulären Traumtorcontest. Guillaume Hoaraus Kunstwerkschuss übertüncht beim 2:1-Sieg in Lausanne die spielerischen Mängel bei YB.

Der Titel des Artikels ist bestimmt: «Im Arbeiterkleid»! Das Spiel ist nach nun 87 Minuten eigentlich entschieden, Lausanne gelingt in der zweiten Halbzeit wenig, YB schaukelt den 1:0-Auswärtssieg zwar nicht stilsicher, aber doch einigermassen solid nach Hause.

Wie ein Spitzenteam wird man vielleicht sagen, vermutlich wird man schreiben, es sei ein Zeichen von Reife, kein Gegentor erhalten zu haben. Ein guter Angriff hat gereicht, um den tapferen Aufsteiger zu bezwingen. Ein rasanter Konter war es in der 55. Minute, über Goalie Yvon Mvogo, Jan Lecjaks und Sékou Sanogo, der mit herrlichem Steilpass Miralem Sulejmani lancierte, welcher die Klasse besass, Guillaume Hoarau in der Mitte zu bedienen.

Natürlich sorgte mal wieder der französische Torjäger für den Unterschied, er glänzte in seiner Paraderolle als brillanter Stilist unter wackeren Büezern.

Grätschengrossmeister Mbabu

Man hätte grosszügig hinweg­gesehen über arge spielerische Schwächen der Young Boys, denn kämpferisch war der Auftritt nur etwas mehr als 60 Stunden nach dem 1:1 in der Europa League in Piräus ordentlich. Und es gab ja durchaus kuriose Szenen.

Alexander Gerndts Doppelheber etwa in der Startphase mit halbwegs gefährlichem Abschluss, dann sogar eine Doppelkerze mit den Hauptdarstellern Yvon Mvogo und Kevin Mbabu, diese geriet künstlerisch hochwertig und endete in einem Eckball für Lausanne. Man hätte den vor der Pause überlegenen, danach ideenlosen Gastgeber ein wenig bedauert nach dessen sechster Niederlage in Serie. Lausanne hätte in Führung gehen müssen, die grösste Möglichkeit vereitelte Mbabu mit einer grossartigen, guten alten Grätsche auf der Torlinie nach Abschluss des Nordkoreaners Kwang Pak.

Der YB-Trainer Adi Hütter schliesslich wäre gelobt worden für seinen Impuls zur Pause, als er Michel Aebischer für Gerndt einwechselte und dadurch das Zentrum erheblich stabilisierte.

Aber dann kommt Nassim Ben Khalifa.

24 Jahre alt ist der einst mindestens als Jahrhunderttalent gepriesene Offensivspieler mittlerweile, zu zart und fragil war der Künstler, auch bei YB schaffte Ben Khalifa damals den Durchbruch nicht. Nach Wanderjahren, die keine Lehrjahre waren, ist er still und fast heimlich auf Lausannes Ersatzbank gelandet. Am Sonntag wurde er in der zweiten Halbzeit aufs Spielfeld beordert, und nach 87 Minuten marschiert Ben Khalifa dynamisch durchs Mittelfeld und sorgt für Zuwachs auf dem Zeitungstitelfriedhof.

«Im Arbeiterkleid» jedenfalls hätte nicht zu jenem 1:1 gepasst, welches Ben Khalifa mit einem fantastischen Aufsetzerschuss aus fast 30 Metern, tückisch und präzis, via Innenpfosten realisiert. Es ist eine rare Kostprobe der Fähigkeiten Ben Khalifas.

Die Suche nach einem neuen Titel aber kann gar nicht erst in Angriff genommen werden. Vielleicht hätte sich, bloss fürs Protokoll, «Rückschlag in Lausanne» angeboten oder, reisserischer, «YB ist kein Spitzenteam».

Aber dann kommt Guillaume Hoarau.

50 Jahre nach Lothar Emmerich, der an der WM 1966 für Deutschland einen majestätischen Treffer fast von der Grundlinie aus erzielte. Es war, mindestens, das Tor des Jahrhunderts. Und 28 Jahre nach Marco van ­Basten, der im EM-Final 1988 für Holland gegen die Sowjetunion einen Volleyschuss entgegen allen physikalischen Gesetzen aus unmöglichstem Winkel traumhaft im Tor versorgte. Es war, mindestens, das Tor des Jahrhunderts.

Ein Schuss wie ein Strich

Und nun: Hoaraus Kunstwerk. Auf zugegeben massiv kleinerer Bühne in der alten, verwitterten Pontaise. Die Entstehung ist arbeiterkleidmässig. Lecjaks führt einen Einwurf rasch aus, Hoarau dringt in den Strafraum ein, sehr seitlich, er ist alleine auf sich gestellt, in der Mitte sind irgendwo wenig aussichtsreich Thorsten Schick und Leonardo Bertone postiert, und so schiesst Hoarau, rund einen Meter von der Grundlinie entfernt, einfach mal aufs Tor. Ach, was: ins Tor! Es ist ein Strich, zwar nicht genau in den Winkel, aber von dermassen erlesener Pracht, dass es für die Super League viel zu schön ist.

Zwischen Ben Khalifas Hammertor und Hoaraus Wundertor liegen keine sechzig Sekunden. Die Torschützen haben dem zähen Ringen und Grätschen zwei magische Momente geschenkt. Und wieder mal schafft es am Ende dieser Teufelskerl Guillaume Hoarau in den Titel. Mit prominenter Gesellschaft.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19458576

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2016, 17:10 
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YB-Noten: Unterhalter Mbabu

Guillaume Hoarau rettet ein sehr mässiges YB beim 2:1-Sieg in Lausanne.

Yvon Mvogo Note 4

Kaum geprüft. Beim Gegentor machtlos, obwohl der Schuss Nassim Ben Khalifas aus fast 30 Metern abgegeben wurde. Es war ein Aufsetzer via Innenpfosten. Mit ­einigen merkwürdigen, ungenügenden Fussaktionen im Aufbau.

Kevin Mbabu Note 4,5

Ihm zuzuschauen, war eine Freude. Der Junge kämpfte, rannte, stürmte frech mit, packte auch mal eine kernige Grätsche aus und interpretierte die Rolle des Rechtsverteidigers äusserst unterhaltsam. Nicht immer ganz fehlerfrei. Und wie ­immer mit einer Verwarnung.

Kasim Nuhu Note 4,5

Setzte seinen robusten Körper geschickt ein, selten in Schwierigkeiten, aber im Aufbau mit Defiziten.

Steve von Bergen Note 4

Erlebt nicht die beste Phase seiner Karriere. Auch in Lausanne nicht immer souverän, aber insgesamt ordentlich und aufmerksam. Beim Gegentor greift er Torschütze Ben Khalifa etwas zu zögerlich an.

Sven Joss ohne Note

Erhielt eine Chance als Linksverteidiger, die er wirkungsvoll, ball­sicher, dynamisch nutzte. Spielte aber nur rund fünf Minuten. Dann erlitt er eine Verletzung, kurz darauf wurde er ausgewechselt.

Thorsten Schick Note 3

Nach teilweise starken Leistungen und vielen Assists zeigte der Österreicher sein Gesicht der ersten ­Saisonwochen. Agierte zögerlich, schwach, verlor viele Bälle, setzte sich kaum durch, blieb sehr blass.

Sékou Sanogo Note 4

Rieb sich in vielen Zweikämpfen auf, probierte einiges, wobei ihm längst nicht alles gelang.

Leonardo Bertone Note 4

Aktiv, aber auch ohne zündende Ideen. Nach der Pause in offensiverer Rolle auffälliger, aber immer noch alles andere als brillant.

Miralem Sulejmani Note 4

Hinterliess erneut nicht unbedingt einen perfekt austrainierten Eindruck. Aber der Serbe bereitete das erste Tor Hoaraus mit einer genauen, feinen Flanke schön vor.

Alexander Gerndt Note 3

Rutschte in die Startformation, ist aber nach längerer Verletzungspause erst auf dem Weg zurück zur Bestform. Eine gute Aktion, sonst lief das Spiel völlig am teilweise behäbig wirkenden Schweden vorbei.

Guillaume Hoarau Note 6

Eine Chance, ein Tor. Sah wie der Matchwinner aus. Dann glich Lausanne aus. Und Hoarau schoss ein zweites Tor, ohne eine zweite Chance gehabt zu haben. Sein fantastischer Volleyschuss zum 1:2 verdient allein die Bestnote.

Jan Lecjaks Note 4,5

12. Minute für Joss. Einige starke Vorstösse, defensiv relativ stabil.

Michel Aebischer Note 4

46. Minute für Gerndt. Solid im Mittelfeld, mit Übersicht, aber auch mit mehreren Ballverlusten. Einer führte zum 1:1 von Lausanne.

Scott Sutterohne Note

80. Minute für Sulejmani. Der Routinier spielte erstmals in seiner langen Karriere als linker Flügel.
Noten:6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.davidschweizer.ch/bilder/ref ... eitung.png

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Joss im grossen Pech, Berns Kroos mit guten Ansätzen

Sven Joss kann in Lausanne nur einige Minuten mitspielen. Und mit dem 19-jährigen Michel Aebischer stösst bereits das nächste YB-Talent nach.

YB fehlen in dieser Saison in jeder Partie zwischen fünf und elf Akteure, die Zusammensetzung des Verletztenlazaretts ist dabei sehr unterschiedlich. Gestern in Lausanne etwa musste zusätzlich Youngster Denis Zakaria passen, er hatte nach dem 1:1 in Piräus über Oberschenkelschmerzen geklagt. Die Aussenverteidiger Scott Sutter und Jan Lecjaks erhielten derweil nach vielen Auftritten in kurzer Zeit eine Verschnaufpause, hinten links gab Sven Joss sein Debüt für YB in der Super League.

Der einstige Junior der Young Boys war ja an den FC Thun ausgeliehen und nach dem Verkauf Florent Hadergjonajs im August nach Ingolstadt von YB zurückgeholt worden. Im letzten Einsatz für Thun hatte ihn ausgerechnet Hadergjonaj im Stade de Suisse in einem Zweikampf unglücklich an der Schulter verletzt. Joss fiel danach wochenlang verletzt aus.

Das grosse Pech von Joss

In Lausanne gefiel Joss in der Startphase als aktivster, auffälligster Akteur auf dem Rasen, doch nach wenigen Minuten musste er schon wieder verletzt ausgewechselt werden. Nach einem Kopfballduell landete der 22-Jährige unglücklich und verdrehte sich das Knie. Eine genaue Diagnose war gestern nicht erhältlich. Es war eine kurze Talentschau neuer YB-Hoffnungsträger.

Doch zur Pause sorgte Adi Hütter für Nachschub. Der YB-Trainer wollte das Mittelfeld stärken, «weil wir da vor der Pause Mühe hatten», wie er sagt. Und so wechselte der Coach Michel Aebischer für Angreifer Alexander Gerndt ein. In der internen Hierarchie im zentralen Aufbau hat Aebischer längst Routinier Milan Gajic überholt, Hütter hält viel vom Freiburger aus Heitenried, der seit 2013 bei den Young Boys spielt.

Der 19-Jährige bewies seine Technik und Übersicht, sein Ballverlust stand aber auch am Ursprung des späten Lausanner Ausgleichs. «Ich bin insgesamt zufrieden», sagt Aebischer, «und es ist toll, hat uns Guillaume Hoarau am Ende noch gerettet.»

Das Lob des Trainers

Zweimal – gegen Luzern und in Astana – war der schlaksige und doch elegante Aebischer zuvor in dieser Saison in letzter Minute eingewechselt worden. Er wolle in den nächsten Monaten Spielminuten sammeln, sagt der Teenager am Sonntag in Lausanne. «Und irgendwann möchte ich natürlich einen Stammplatz bei YB erkämpfen.» Er gilt als grosses Talent, ist relativ torgefährlich und gehört auch zum neuen Jahrgang der U-21-Nationalmannschaft, wo er zuletzt beide Partien bestritt. «Michel Aebischer hat das heute sehr gut gemacht», sagt Hütter, «er besitzt tolle Anlagen und wird bestimmt seinen Weg bei uns machen.»

Derzeit absolviert Aebischer in der YB-Marketingabteilung ein Praktikum. Kein Marketinggag ist das konsequente Fördern des eigenen Nachwuchses bei den Young Boys. Aebischer trägt die ungewöhnliche Nummer 51, «weil ich diese mal in einem Trainingslager erhielt», wie er sagt. Er dürfte bald eine tiefere Nummer haben. Sein Lieblingsspieler ist der Deutsche Toni Kroos, dem er optisch sogar ein wenig ähnelt. Und seine nächste Spielgelegenheit dürfte bald kommen. Am Samstag gegen Leader Basel ist Sékou Sanogo gesperrt. Zudem ist der Einsatz Zakarias stark fraglich.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12165957

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