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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Hauptstadt
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Verfasst: Freitag 30. Januar 2015, 16:28 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 18. Februar 2015, 21:52 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.02.2015  Zitat: Bickel: ''Wäre auch Platzwart geworden''
Am Montagabend waren YB-Sportchef Fredy Bickel, Watson-Journalist Alex Dutler und SPORTAL-Experte Gaetano Giallanza zu Gast bei Stefan Eggli in "The Soccer Lounge". Dabei sprach Bickel über seine Leidenschaft zum Fussball und die Liebe zum Schlager.
"Der Schritt als Journalist war ein Teil vom Plan"
Der 49-jährige YB-Sportchef merkte schon sehr schnell, dass es mit dem Traum des Fussballprofis nichts wird: "Ich spielte immer sehr gerne, war aber nie der grosse Läufer", so Bickel, der sich deshalb einer Lehre als Kaufmann widmete und danach ein Volontariat als Journalist bei "Radio Sunshine" begann. "Ich wollte immer zurück in den Fussball und mein Schritt als Journalist war ein Teil vom Plan", verriet Bickel. In der Tat schaffte er es von der Medientribüne zu den Grasshoppers und wurde aufgrund seiner grossen Fussballbegeisterung nicht nur als Pressechef, sondern auch als Assistent des Sportchefs eingesetzt. "Ich verbrachte meine Freizeit mit meinem Vater im Fussballstadion", erklärte Bickel in "The Soccer Lounge" sein Wissen über das runde Leder.
"Ich hätte auch den Job als Platzwart genommen", bestätigte der 49-Jährige seine Leidenschaft zum Sport. Doch Bickel steht nicht nur auf Fussball, wie YB-Trainer Uli Forte in einem Grussbeitrag verlauten liess: "Als Sportchef geht es noch einigermassen, aber seine Musik ist unmöglich. Er vergewaltigt uns mit seinem Schlager", so der 40-jährige YB-Coach, doch sein Sportchef relativierte diese Liebe darauf etwas: "Ich stehe nicht wahnsinnig auf den Schlager, sondern habe Probleme mit englisch und französisch. Deshalb kann ich mir die deutschen Texte einfach besser merken und so meine Leidenschaft zur Musik ausleben", meinte Bickel.
Edith Piaf, Helene Fischer und Paris
Doch als Gastgeber Eggli Edith Piaf und Helene Fischer anstimmen liess, konnte sich der 49-Jährige nicht mehr verstecken und summte munter bei beiden Schlagerkünstlerinnen mit. Seine Präferenz ist jedoch deutlich: "Ganz klar Edith Piaf, ich würde sie noch heute heiraten", meinte ein amüsierter Bickel. Wie alle anderen Gäste musste sich auch der YB-Sportchef dem berühmten "Fragebüchlein" von Eggli stellen und sprach dabei unter anderem über seine Kochkünste.
"Ich kann nicht gut kochen und gebe deshalb sehr viel Geld im Restaurant aus. Ich versuche aber nur einmal täglich zu essen, nicht nur wegen dem Gewicht, sondern eben auch aufgrund der Finanzen", scherzte der 49-Jährige. Auch auf die Frage, was er verändern würde, sollte er nur noch ein Jahr zu leben haben, fand Bickel eine klare Antwort: "Ich würde sicherlich noch einmal Paris besuchen und an das eine oder andere Konzert gehen. Sicher würde ich auch kein Fussballspiel mehr verpassen, aber gross verändern würde ich nichts." http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html
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Hauptstadt
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Verfasst: Sonntag 19. April 2015, 22:55 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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shalako
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Verfasst: Montag 27. April 2015, 17:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.04.2015  Zitat: Bickel: «YB-Projekt erinnert mich an die FCZ-Jahre»
Die Young Boys haben haben gute Monate hinter sich. Der Klub wirkt gefestigt, daran ändert die am Sonntag leichtsinnig verspielte 2:0-Führung gegen GC nichts. Manager Fredy Bickel im Interview.
Wie sehr korrespondiert die Momentaufnahme mit den Vorstellungen, die Ihnen im letzten Winter vorschwebten?
"Die Teilnahme am europäischen Wettbewerb war ein klar definiertes Ziel. Und als wir uns nach der Vorrunde auf Augenhöhe mit dem FCZ bewegten, nahmen wir Platz 2 ins Visier. Es geht ja immer darum, sich vorwärts zu orientieren. Es wäre zudem töricht, den Grad der Zufriedenheit nur anhand der Klassierung festzulegen. Es geht um das ganze Bild - und das ist sehr erfreulich."
Was meinen Sie damit konkret?
"Für mich überwiegt in der Zwischenbilanz die Entwicklung der letzten zweieinhalb Jahre. Wir haben im Nachwuchsbereich eine hervorragende Basis geschaffen und können nun mit Top-Junioren so zielgerichtet arbeiten, wie wir uns das immer vorgestellt haben. Die Gruppe um das Team macht einen erstklassigen Job. Und im Zentrum steht natürlich eine funktionierende, stabile und gesunde Mannschaft. Das Fundament für eine interessante Zukunft ist gelegt."
YB ist also in absehbarer Zeit für den nächsten Schritt bereit?
"Wir sind in der Tat auf allen Ebenen so gut aufgestellt, dass wir in der neuen Saison damit beginnen könnten, Geschichten zu schreiben."
Die Young Boys haben sich als zweite Kraft hinter dem Serienmeister Basel etabliert. Wie viel nähergekommen ist Ihr Klub der Spitze tatsächlich?
"Die Basler machen ihren Weg - und das natürlich gut. Wir sind vielleicht in dem Sinn nähergerückt, dass wir künftig bereit sein dürften, falls der FCB das Tempo drosseln sollte."
Hat man sich in Bern zu lange mit ehrenvollen Niederlagen begnügt oder sich schon fast daran gewöhnt, wichtige Spiele zu verlieren?
"Das würde ich so nicht sagen. Klar fühlte es sich frustrierend an, als YB auch scheiterte, obwohl mit der grossen Kelle angerichtet wurde. Aber inzwischen ist sich jeder im Verein bewusst, dass man den Fortschritt nicht erzwingen kann, sondern täglich hart dafür arbeiten muss - dass man auch im Hintergrund kein Detail vernachlässigen darf."
Wie nehmen Sie die persönliche Entwicklung von Trainer Uli Forte wahr?
"Für ihn war es bisher keine einfache Aufgabe. Der Verein empfing ihn mit weitreichenden Vorstellungen. Zu Beginn musste er sich mit klaren personellen Vorgaben arrangieren, die Integration von Jungen wurde von ihm verlangt, der Spielraum für weitere Transfers war trotz erheblichen öffentlichen Resultatdrucks zunächst knapp bemessen. Uli meisterte diese Herausforderung sehr gut - auch dank seiner kommunikativen und gewinnenden Art. Inzwischen hat er die Philosophie der Vereinsleitung verinnerlicht. Forte entfaltet sich innerhalb unserer Strukturen, das ist spürbar."
Sie haben einst beim FCZ die strategischen Grundlagen für drei Meistertitel geschaffen. Sind derzeit gewisse Parallelen erkennbar?
"Das Konzept ist sicher vergleichbar. Sven Hotz gab mir Ende 2003 ähnliche Voraussetzungen mit auf den Weg wie heute die Gebrüder Rihs. Das YB-Projekt erinnert mich tatsächlich an die ersten fünf, sechs FCZ-Jahre - mit dem Unterschied, dass Bern eine bessere Stadioninfrastruktur besitzt und ein höheres Zuschaueraufkommen generieren kann."
Apropos Stadion. In der Metropole Zürich steht nach wie vor keine Fussball-Arena.
"Es ist unglaublich schwierig, wenn man kein eigenes und geeignetes Stadion zur Verfügung hat. Da fehlen nicht nur die Emotionen und die Ambiance, letztlich geht es auch um das Geld. Die Stadionsituation auf dem Platz Zürich ist eigentlich katastrophal."
Wie taxieren Sie die finanzielle oder sportliche Erosion Ihrer ehemaligen Klubs GC und FCZ?
"Die Grasshoppers haben offensichtlich unter dem permanenten Geldmangel zu leiden, das ist klar. Ihr Campus ist zwar lobenswert, aber er steht am falschen Ort. Beim FCZ kam es nach meinem Abgang zu diversen organisatorischen Umstrukturierungen, die ich weder beurteilen noch kommentieren will." http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -129080630
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shalako
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Verfasst: Freitag 8. Mai 2015, 07:30 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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08.05.2015  Zitat: YB-Sportchef Fredy Bickel im Interview
''Steffen hat nie angedeutet, dass er YB verlassen will''
Bereits einige Wochen vor dem Saisonende arbeiten die Verantwortlichen der Young Boys am Kader für die kommende Saison.
sport.ch sprach mit YB-Sportchef Fredy Bickel über das angebliche Interesse an Jakob Jantscher und den möglichen Abgang von Renato Steffen.
sport.ch: Beginnen wir mal bei den Vertragsausläufern: Die beiden Flügelspieler Gonzalo Zarate und Matias Vitkeviez stehen weiterhin ab Juli ohne Vertrag da. Zarate konnte zuletzt spielen und zeigte ganz gute Leistungen, Vitkeviez hatte grosses Verletzungspech und kam noch nicht zum Einsatz. Welche Absichten hat man mit diesen Spielern?
Fredy Bickel: Was Sie über die beiden Spieler sagen, stimmt alles. Ich werde mich in den nächsten Wochen mit ihnen zusammensetzen.
Aber ist schon ein Trend in Richtung Verlängerung oder Abschied erkennbar?
Nein. Ich werde mit den beiden in der nächsten Zeit über alles sprechen. Vorher kann ich öffentlich leider noch nichts dazu sagen.
Letzte Woche konnte man die Vertragsverlängerung mit Marco Bürki und gleichzeitig die Rückkehr von Grégory Wüthrich (ist noch bis Saisonende an die Grasshoppers ausgeliehen, Anm. d. Red.) verkünden. Zudem wird Bürki ab diesem Sommer ein Jahr an den FC Thun ausgeliehen. Heisst dies auch, dass Wüthrich trotz Interesse der Zürcher auf keinen Fall noch eine Spielzeit bei den Hoppers absolvieren wird?
Ja, richtig - genau dies heisst es.
Kommen wir zu einem anderen YB-Spieler, der momentan ausgeliehen ist - Moreno Costanzo. Der Spielmacher wird wohl trotz Kaufoption des FC Aarau in die Bundesstadt zurückkehren. Was geschieht dann mit ihm?
Da müssen wir natürlich zuerst abwarten, was mit Aarau passiert. Sie befinden sich in einer schwierigen Situation und werden Costanzo, falls sie absteigen sollten, wohl kaum übernehmen können. Bei einer Rückkehr werden wir dann schon sehen wie es sich weiterentwickelt und ob Angebote aus dem In- oder Ausland kommen. Fakt ist: Er hat noch einen bis 2017 laufenden Vertrag bei uns und wird deshalb bei einer Rückkehr voraussichtlich mit uns in die neue Saison gehen.
Nun zu einem etwas heikleren Thema: Renato Steffen. Der Flügelspieler macht eine unheimlich starke Saison und soll bei mehreren ausländischen Vereinen auf dem Wunschzettel stehen. Ich nehme an, man will ihn mindestens noch ein Jahr in Bern behalten?
Natürlich wollen wir einen Spieler von Steffens Qualität auf keinen Fall abgeben. Ich werde natürlich auch mit ihm in den nächsten Wochen diverse Gespräche führen. Bisher hat er aber noch nie angedeutet oder verkündet, dass er die Young Boys verlassen will.
Sprechen wir zum Schluss noch über mögliche Verstärkungen im Sommer. Zuletzt kursierten immer wieder Gerüchte, dass YB die Ausstiegsklausel von Luzerns Offensiv-Allrounder Jakob Jantscher nutzen möchte, um den Österreicher in die Bundesstadt zu lotsen. Was ist an diesen Spekulationen dran?
Diese Frage beantworte ich zuletzt immer öfters (schmunzelt). Seit wir vor einigen Wochen bekanntgaben, dass wir eine Verstärkung in der Offensive suchen, lese ich viele Namen von möglichen Kandidaten in den Medien. Man könnte meinen, wir wollen jeden Flügelspieler in der Super League unter Vertrag nehmen, aber das geht ja wohl nicht (lächelt). Erst am Dienstag hat mich ein Journalist angerufen und behauptet, er wisse aus sicherer Quelle, dass Marco Schönbächler bei uns unterschrieben habe. Ich kann nur sagen, dass wir momentan sechs Kandidaten für diese Position auf der Liste haben.
Sind das alles Spieler aus der Super League?
Nein, da sind auch Akteure aus dem Ausland dabei. Ausserdem möchte ich hier betonen, dass wir bisher bei keinem Verein oder Spieler angeklopft haben und noch mit niemandem gesprochen haben.
Aber Jantscher und Schönbachler passen ins Profil und wären zweifelsohne eine Verstärkung, oder?
Ja. Es ist kein Geheimnis, dass sowohl Jantscher wie auch Schönbachler mit ihren unbestrittenen offensiven Qualitäten interessante Optionen sind. Aber wie gesagt, wir haben eine Liste und noch mit keinem Verein oder Spieler Gespräche geführt. Bisher ist also alles Spekulation. Es ist aber logisch, dass in den Medien spannende Namen auftauchen, wenn man so viele verschiedene Möglichkeiten nennt. http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html
_________________ For Ever
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Hauptstadt
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Verfasst: Montag 6. Juli 2015, 08:23 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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shalako
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Verfasst: Montag 13. Juli 2015, 11:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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13.07.2015  Zitat: YB-Sportchef Fredy Bickel: «Wir müssen nicht Meister werden»
Wann, wenn nicht jetzt? Sollte Fredy Bickels Dreijahresplan aufgehen, feiern die Young Boys Ende Saison den ersten Titel seit dem Cupsieg 1987.
Kürzlich feierten Sie Ihren 50. Geburtstag. Haben Sie die Party schon bereut?
Fredy Bickel: In keinster Art und Weise! Warum meinen Sie? Weil irgendwann die Rechnung kam?
Am Sonntag darauf gab YB-Besitzer Andy Rihs der «SonntagsZeitung» ein Interview. Man munkelt, er habe seine euphorischen Worte auch deshalb so gewählt, weil er das Fest in jeglicher Hinsicht genossen hatte …
Ich habe es auch genossen. Es wurden interessante Dinge erzählt. Aber was sollte mich daran stören?
Vielleicht seine angedeutete Forderung, dass YB jetzt Meister werden müsse.
Das habe ich so nicht gelesen.
Er sagte wörtlich: «Es geht einfach nicht, dass wir Basel so allein lassen. Das gibt Einsamkeit, und Einsamkeit macht am Schluss tiefenpsychologisch depressiv. Also musst du (Bickel, d. Red.) schauen, dass Basel am Schluss nicht depressiv wird vor lauter Alleinsein.»
Wir besprechen zum Glück wichtige Dinge intern. Darum kann ich Ihnen sagen, dass es keine explizite Forderung gibt, Meister zu werden.
Nervt es, wenn es nun von überall her heisst: YB muss Meister werden!
Nein. Das ist auch eine Auszeichnung für unseren Weg, den wir beschritten haben, und die Arbeit, die dahinter steckt. Klar spüre ich, dass von gewissen Leuten bewusst Druck aufgebaut wird, oder, dass Sachen infrage gestellt werden. Die Realität ist: Angesichts der finanziellen Mittel, der Infrastruktur und des Leistungsausweises des FC Basel wäre es wahnsinnig überheblich, zu verkünden: Jetzt müssen wir Meister werden!
Befürchten Sie, dass die Mannschaft am grossen Druck zerbricht?
Nein. Der Druck kommt nicht ungelegen. Der kann uns noch einmal einen Schritt weiterbringen. Damit müssen die Spieler umgehen können.
In Bern heisst es aber: «Rang zwöi isch o suberi Büez!» Wissen Sie, von wem der Satz stammt?
Von einem Spieler?
Nein, von Kuno Lauener, einem YBPromifan. Ein anderer YB-Promifan, Bänz Friedli, regt sich aber darüber auf.
Wissen Sie, warum es heisst, Bern sei eine Wohlfühloase?
Sie mussten es schon mehrfach erklären: Weil Sie selbst nach mehreren Niederlagen völlig sorgenfrei ins Tram steigen können.
Genau! Die Berner klopfen dir auf die Schultern und sagen: «Nume dranne blibe, es chunnt de scho.» Das wäre in Zürich undenkbar. Es ist einerseits schön, weil es zeigt, dass die Leute hinter dir stehen und helfen wollen. Nur wünscht man sich manchmal, es wäre ein bisschen anders. Weil dann der Verein schneller vorwärtskommen würde.
Unser Bauchgefühl sagt: YB bläst zum letzten Aufbäumen. Jetzt wird noch einmal geklotzt, dann muss es klappen mit dem Titel.
Warum klotzen? Ich denke, da wird nun einfach versucht, dies den Leuten einzutrichtern.
Ist es denn falsch? Andy Rihs sagte in jenem Interview auch: «Die Gehälter werden steigen müssen.»
Es gibt einen Unterschied zwischen kaufen und klotzen. Abgesehen vom hoffnungsvollen Talent Denis Zakaria haben wir zwei bewährte Spieler, Loris Benito und Miralem Sulejmani, verpflichtet. Sie sagen, wir würden klotzen. Gleichzeitig lese ich: «Was ist denn das für eine Verstärkung, das sind zwei Leute von der Ersatzbank eines portugiesischen Vereins!»
Noch einmal zurück zu Ihrem Geburtstag. Wie schaffen Sie es, dass man Ihnen die 50 Jahre kaum ansieht?
Weil ich seriös lebe vielleicht?
Seit wann?
Seit ungefähr 50 Jahren (lacht). Im Ernst: Die letzten Jahre haben ziemlich gezehrt an mir. Ich als Sportchef werde immer ein Jahr älter, aber die Mannschaft bleibt immer gleich jung.
Haben Sie das Gefühl, nicht mehr nachzukommen?
Nein, nein, das schon nicht. Aber ich kann mich nicht mehr verhalten wie vor einigen Jahren. Während meiner ersten YB-Zeit (1999–2003) habe ich im Trainingslager jeweils noch das Einlaufen mitgemacht. Heute muss ich schon studieren, ob es nicht daneben aussieht, wenn ich im Trainer zum Frühstück erscheine. Das ist der Lauf der Dinge. Beim FCZ konnte es vorkommen, dass ich mal Zeugs in der Garderobe umherwarf. Stellen Sie sich das heute vor – dann hätten die Spieler wohl wirklich das Gefühl, ich sollte nun endlich erwachsen werden.
Ist das alles nur eine Frage des Alters?
Ja. Beidseitig. Der Charakter der Spieler hat sich über die Jahre extrem verändert. Nur schon über zehn Jahre gesehen.
Wie?
Wenn ein Junger nicht spielte, getraute er sich früher nicht einmal, beim Trainer vorzusprechen. Heute rumpelt er bei mir ins Büro und fragt: «Weisst du irgendetwas? Was ist falsch? Was muss ich machen? Wie siehst du es?» Heute musst du viel klarer kommunizieren mit den Spielern.
Haben Sie sich Vorsätze genommen für die Jahre über 50?
Nicht direkt. Aber es wird mir bewusst, wie sehr mir die Anstrengungen ans Lebendige gehen. Früher ging ich selten vor Mitternacht ins Bett. Heute kann es zwischendurch auch mal um 22.30 Uhr sein. Weil ich merke: Jetzt muss ich aufpassen, ich komme an den Anschlag.
In welchen Momenten?
Das ist ganz verschieden. Auch ich spüre die ständige Erwartungshaltung von aussen, von innen. Unter Druck immer einen klaren Kopf und die Nerven zu behalten, ohne sich beeinflussen zu lassen, die Geduld nicht verlieren, das ist manchmal herausfordernd.
Diese Dinge waren nie wirklich Ihre Stärken.
Ich war lange zu ungeduldig, das stimmt. Ich musste lernen, mich besser in den Griff zu kriegen.
Es dauerte, bis Sie Distanz fanden zu den Gepflogenheiten im Fussball-Zirkus.
Das stimmt.
Was ist auf der Strecke geblieben in all den Jahren als Sportchef?
Was sprechen Sie an?
Das Privatleben.
Ich denke immer noch, dass ich den schönsten Job überhaupt habe. Und dass ich meine Erfüllung darin finde. Der Fussball ist ein riesiger Teil meines Lebens. Aber es ist beispielsweise nicht einfach, eine Beziehung zu führen. Es ist schwierig für eine Partnerin, oder auch die Kinder, zu merken, dass sehr oft etwas anderes im Vordergrund steht. Ich habe mir in den letzten Jahren bewusst mehr Zeit genommen für meine Kinder, Eltern oder auch die Familie meiner Schwester. Um zu verhindern, dass ich mit 60 oder 70 plötzlich merke, dass ich vollends im Fussball gefangen bin.
Sagen Sie heute eher mal «Nein!»?
Das ist ein grosses Problem. Ich bin sieben Tage Fussball.
Jeden Tag im Jahr?
Es gibt Ausnahmen. Die beste Zeit für mich ist der Oktober, die zehn Tage während der Länderspielpause. Die Transfers sind abgeschlossen, die Nationalspieler sind weg, die Journalisten sind weg und es gibt keine Meisterschaftsspiele. Diese zehn Tage im Oktober sind die Batterie für das Jahr. Früher konnte man gegen Ende des Jahres noch problemlos weg. Heute musst du mindestens das Handy und den Laptop dabei haben.
Haben Sie wieder eine Beziehung mittlerweile?
Nein.
Sie sollen sich sehr gut mit Francine Jordi verstehen …
(lacht laut) …Wie kommen Sie darauf, was soll ich dazu sagen? Es ist so: In Bern bedeutet Musik noch ein bisschen mehr als in anderen Kantonen. Und mir bedeutet die Musik ebenfalls sehr viel. Ich habe einen guten Kollegen- und Freundeskreis in der Showbranche. Und da fallen halt auch Sprüche wie: «Du musst nicht immer von ihr schwärmen, unternimm etwas, nimm sie einmal an ein Treffen mit.» Fakt ist einzig: Ich finde sie eine tolle Frau und eine unglaublich gute Botschafterin für die Musik, für den Kanton Bern und für die Schweiz. In dieser Beziehung dürfte sich auch der eine oder andere Spieler ein Beispiel nehmen.
Apropos Musik: Mit Guillaume Hoarau haben Sie bei YB einen Musiker im Team. Werden Sie sich einig?
Oh ja. Ich bin ja mehr als nur ein Schlagerfan. Ich kann Hoarau mit französischen Chansons überraschen. Als ich ihm von meinem Treffen mit Bob Marley nach einem Konzert in Zürich erzählte, wurde er jedenfalls ziemlich eifersüchtig. http://www.limmattalerzeitung.ch/sport/ ... -129330766
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Freitag 17. Juli 2015, 23:54 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.07.2015  Zitat: «Das Budget hat sich nicht verändert»
YB-Sportchef Fredy Bickel erklärt, wie die Transfers von Sulejmani und Benito möglich wurden, und sieht den angestrebten Titel nicht als einziges Kriterium, an dem er die nächste Saison messen will.
Fredy Bickel, kurz vor dem Saisonstart hat der «Blick» verkündet, dass die Young Boys Blerim Dzemaili ein Angebot mit 10-jähriger Laufzeit unterbreitet hätten. Was sagen Sie zu dieser Meldung?
Dass Dzemaili ein interessanter Spieler ist, auch für YB, habe ich früher schon erklärt. Im Moment haben wir in unserem Kader aber keinen Platz für ihn. Und dass wir ihm einen Zehnjahresvertrag angeboten haben sollen, ist einfach nur Nonsens.
Mit oder ohne Dzemaili: Die Young Boys haben sich einen Titelgewinn als Saisonziel gesetzt. Wird YB Meister oder Cupsieger?
Es geht hier nicht um ein Wunschkonzert. Wir wären mit jedem dieser Titel glücklich. Dass der Cupsieg wohl eher zu bewerkstelligen ist, liegt auf der Hand. In der Meisterschaft ist es sicher schwieriger. An Basel mit seinen Möglichkeiten kommt man nicht so schnell vorbei, und auch Sion sowie der FCZ sind starke Konkurrenten.
Verfügt YB in der neuen Saison über eine Mannschaft, die Meister werden kann?
Ich habe das Gefühl, dass wir näher dran sind und wir bereit wären, die Chance zu packen, falls Basel das zulässt.
Hat YB auch den Trainer, der die Mannschaft zum Titel führen kann?
Wir haben einen Trainer, der mit GC bereits Cupsieger geworden ist. Wieso soll Uli Forte mit YB nicht Meister werden?
Sie sind nun seit zweieinhalb Jahren wieder Sportchef bei YB. Sieht die Mannschaft heute so aus, wie Sie das langfristig geplant hatten?
Es geht bei der Planung nicht nur um die Mannschaft, es gehört mehr dazu, um am Schluss des Prozesses etwas feiern zu können. Das geht von der Geschäftsstelle über den Nachwuchs bis zur Sportadministration. Ich glaube, dass wir weit gekommen sind in diesen zweieinhalb Jahren, weil wir viele gute Leute gewinnen konnten wie beispielsweise Ernst Graf als Nachwuchschef.
Wächst nach dieser Aufbauzeit nun auch der Druck auf den Sportchef, dass YB Erträge in Form von Titeln abliefern muss?
Es ist logisch, dass das, was man aufbaut, irgendwann Resultate bringen muss. Diese Spannung und Unsicherheit, ob es klappt mit dem Erfolg, spürt man im Fussball sicher mehr als in einem anderen Arbeitsumfeld. Ich bin allerdings bereits 25 Jahre in diesem Geschäft und weiss inzwischen, wie ich mit diesem Druck umgehen muss. Trotzdem ist es noch immer so, dass ich vor dem Saisonstart, vor einer wichtigen Verpflichtung oder vor einem entscheidenden Spiel nicht ruhig schlafe. Das muss so sein und gehört dazu, sonst müsste ich aufhören mit meinem Job.
Die Ziele bei YB sind ehrgeiziger als auch schon. Bedeutet das, dass der Sportchef jetzt schneller eingreift, falls es sportlich nicht nach Wunsch laufen sollte?
Ich denke immer viel über die Mannschaft nach. Bewusst hinstehen und Einfluss nehmen auf die Spieler musste ich schon im Laufe der letzten Saison nicht mehr gross. Und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Ich würde mich dagegen nie bei der Arbeit des Trainers einmischen, was die Trainingsgestaltung oder die Aufstellung betrifft. Das ist die Aufgabe des Staffs. Ich kann dem Trainer Sachen aus meinem Empfinden heraus mitteilen, doch die Entscheidungen liegen bei ihm, und da stehe ich auch dahinter.
YB hat mit Sulejmani, Zakaria und Benito in jeder Reihe einen Spieler geholt. War dies das Konzept oder gab es beispielsweise Überlegungen, nur in einen zugkräftigen «Topshot» zu investieren?
Nein, der Fokus lag klar auf den Positionen, bei denen wir Bedarf hatten, uns zu verstärken. Sulejmani hat bisher all die positiven Aspekte bestätigt, die wir aus den Beobachtungen und den Gesprächen mit ihm erhalten haben. Mit Benito, der hinten links, im Zentrum oder im defensiven Mittelfeld einsetzbar ist, konnten wir einen Spieler mit mehrfacher Option verpflichten. Und den jungen Zakaria wollten wir ursprünglich zunächst im Nachwuchs integrieren, er hat bei Servette zuletzt aber so grosse Fortschritte gemacht, dass wir ihn sofort ins Kader aufgenommen haben.
Von wem genau kam der Anstoss, das Budget nochmals anzuheben? Haben Sie bei den YB-Besitzern angeklopft oder haben Andy und Hansueli Rihs aus eigener Initiative zusätzliche Gelder gesprochen?
Die Annahme, dass wir das Budget aufgestockt haben, ist falsch.
Es fällt schwer, das zu glauben.
Es ist aber so. Wir konnten das Lohnniveau in etwa auf gleichem Level wie im letzten Jahr halten, weil wir seit der Sommerpause mehrere gut bezahlte Spieler nicht mehr auf der Lohnliste haben.
Und wie sieht es mit den Transfersummen aus?
Bei diesen Investitionen ist es so, dass wir die Transfergelder als eine Art Vorschuss erhalten haben. So konnten wir für die neue Saison bereits Transfers tätigen, ohne dass wir vorher einen Spieler verkaufen mussten. Das ist anders als letzte Saison. Das Budget und das Lohnniveau dagegen haben sich nicht verändert.
Das heisst aber, dass Sie diese Saison noch Spieler verkaufen müssen?
Wir hatten in dieser Sommerpause nicht das schwere Schwert im Rücken, diesen oder jenen Spieler verkaufen zu müssen. Dazu bietet sich allenfalls im Herbst oder im Winter noch die Möglichkeit. Wenn wir in der Meisterschaft und im Europacup eine gute Figur machen, ist es automatisch so, dass der eine oder andere Club bei uns anklopfen wird. Dann kann es sein, dass es Spieler gibt, die diese Chance packen wollen. Da müssen wir uns nichts vormachen. Andererseits könnten Spieler auch auf einen Abgang drängen, wenn es uns sportlich nicht läuft.
Gab es für Renato Steffen oder andere YB-Spieler Anfragen oder gar konkrete Angebote?
Ich hatte zahlreiche Telefonate und Gespräche. Oft sind es aber auch nur Spielereien der Agenten. So weit, dass uns ein konkreter Vorschlag für einen Spieler vorgelegt wurde, kam es nicht.
Braucht es den angestrebten Titel, dass der Sportchef Ende Saison eine positive Bilanz ziehen kann?
Für mich gibt es zwei klare Kriterien: Europäisch haben wir zwei Chancen, da müssen wir es in eine der beiden Gruppenphasen schaffen, das ist ein Muss. Auch nicht mehr leisten können wir uns ein frühes Scheitern im Cup gegen einen unterklassigen Gegner. Es kann dagegen sein, dass wir im Cupfinal stehen und dort unglücklich verlieren oder dass wir den FC Basel in der Super League bis zuletzt herausfordern, aber leer ausgehen. Dann könnte man auch ohne Titel von einer guten Saison sprechen. Ein Titel ist das klare Ziel, wir dürfen dabei aber nicht nur schwarz oder weiss denken.
Einen Tag, bevor die Saison beginnt, findet die Auslosung der 3. Runde in der Champions-League-Qualifikation statt. Ajax, Monaco, Brügge, Donezk und ZSKA Moskau stehen zur Wahl. Haben Sie einen Wunschgegner?
Ich weiss nur, was ich nicht will. Ich möchte nicht in den Osten reisen, da dies mit besonders grossem Aufwand betreffend Organisation und Strapazen verbunden ist. Generell ist es so, dass wir gegen jeden der möglichen Gegner zwei perfekte Spiele brauchen, um den nächsten Schritt machen zu können.
Wen wünschen sich die Spieler?
Miralem Sulejmani möchte natürlich unbedingt gegen seinen ehemaligen Club Ajax spielen. Das wäre auch aus meiner Sicht nicht so schlecht. Die französische Fraktion der Mannschaft dagegen wünscht sich Monaco. Das erstaunt aus fussballerischer Optik, wenn ich an die Spielstärke und die defensiven Qualitäten dieser Mannschaft denke. Doch das sehen die Spieler anders.
Vor den europäischen Auftritten liegt der Fokus auf dem Saisonstart in der Super League. Mit drei Punkten aus vier Spielen war dieser im Vorjahr enttäuschend ausgefallen. Hat der Sportchef ein Budget für die ersten Runden aufgestellt?
Wir haben in den ersten fünf Runden mit Luzern, Thun und Lugano drei Heimspiele und müssen zum FC Zürich und nach St. Gallen, was beides schwierige Aufgaben sind. Ich würde sagen, dass alles über 10 Punkte ein guter Start für uns wäre. http://www.derbund.ch/sport/fussball/-D ... y/30915636
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shalako
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Verfasst: Montag 27. Juli 2015, 07:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.02.2015  Zitat: Fredy Bickel: «Genau das wollen wir verhindern»
YB-Sportchef Fredy Bickel spricht über die schwachen YB-Leistungen und den Druck auf den Trainer.
Warum ist YB erneut schlecht in die Saison gestartet? Fredy Bickel: Das ist mir ein Rätsel, aus unerfindlichen Gründen ist bei uns eine grosse Nervosität vorhanden, wenn es auf dem Feld nicht ideal läuft.
Die YB-Leistungen in Zürich und gegen Luzern waren miserabel... ...eigentlich könnten wir mit zwei 1:1-Unentschieden sogar halbwegs leben, die Gegner spielten stark. Aber die Art und Weise, wie wir auftraten, gibt einem schon zu denken, das war teilweise beängstigend. Ich habe die Spiele noch mal am TV angeschaut. Gegen Luzern war die erste halbe Stunde gut, aber es braucht wenig, um uns aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Hängt das mit dem grossen Druck zusammen, nachdem YB vor der Saison erklärt hatte, einen Titel gewinnen zu wollen? Das kann sein. Wir sollten jedoch so weit sein, um mit diesem Druck umgehen zu können. Ich habe viele Gespräche geführt, mit den Trainern und den Spielern, und wir wissen alle nicht, wieso das Team nach einem Rückschlag wie gelähmt reagiert. Wahrscheinlich wollen die Spieler zu viel und sind dann blockiert.
Eine Spielidee war in den ersten zwei Partien nicht zu erkennen, die Unruhe steigt, der Boulevard lanciert bereits eine Trainerdiskussion, zumal Murat Yakin arbeitslos ist und verfügbar wäre. Ich weiss, wie es im Fussball läuft. Tatsache ist: Wir alle sitzen im gleichen Boot und wollen so schnell wie möglich erfolgreich spielen. Es sind erst zwei Partien absolviert, da ist es viel zu früh, um bereits in Panik zu geraten. Wir müssen klaren Kopf bewahren, das ist jetzt wichtig.
Nun folgen die Spiele in der Champions-League-Qualifikation gegen Monaco, dazwischen das heikle Spiel am Samstag in St.Gallen. Was passiert, wenn auch diese Auftritte schiefgehen? Damit beschäftige ich mich überhaupt nicht. Das soll nicht naiv klingen. Ich weiss genau, was passiert, wenn wir in den nächsten Wochen in der Super League nicht gewinnen. Dann fangen sehr ungemütliche Diskussionen für uns an. Und genau das wollen wir verhindern. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11795601
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shalako
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Verfasst: Montag 3. August 2015, 08:05 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.08.2015  Zitat: YB-Sportchef Fredy Bickel: «Der FC Basel ist noch lange nicht Meister!»
Im Interview spricht Fredy Bickel über den Saisonstart seiner Young Boys, das Meistergerede um den FC Basel und sein Vertrauen zu Trainer Uli Forte.
Fredy Bickel, YB ist nach drei Spielen in der Super League immer noch ungeschlagen. YB hat zweimal in Unterzahl einen Punkt erkämpft. Und YB hat in Zürich zu Beginn der Saison in einem Spiel, in dem es unterlegen war, ebenfalls Unentschieden gespielt. Fredy Bickel: Ja. Das kann man so stehen lassen.
Vermissen Sie derzeit diese Betrachtungsweise? Nein, überhaupt nicht. Man könnte es so sehen. Aber Tatsache ist, dass wir andere Erwartungen an uns selbst hatten. Die Art und Weise unserer Auftritte, vor allem in den ersten beiden Partien, war eigentlich schlimmer als das jeweilige Resultat.
Bereits zieht Basel an der Tabellenspitze einsam seine Kreise. Müssen Sie dem FCB schon zum Titel gratulieren? Ich glaube, die anderen acht Teams hätten keine Freude, wenn ich das tun würde. Nein, das wäre völlig verfehlt. Der FC Basel ist noch lange nicht Meister! Die Tabelle zeigt vielleicht eine Tendenz, aber es ist sicher noch keine Vorentscheidung gefallen.
Woran krankt es bei YB momentan? Ich kann die Frage verstehen. Wir sind uns selbst am Heilen momentan. Ich hoffe, der Prozess geht weiter. Vor allem die Eindrücke gegen Monaco stimmen mich optimistisch. Eigentlich gab es seit Saisonbeginn in jedem Spiel eine Tendenz gegen oben. So muss es weitergehen. Denn eines ist klar: Unser Anspruch ist ein höheres Niveau.
Sind Sie enttäuscht vom Saisonstart? Das ist schwierig zu beantworten. Natürlich habe auch ich mir mehr erhofft. Auch wegen unserer starken Vorbereitung. In diesem Sinne: Ja, ich bin enttäuscht.
Die Diskussionen, ob Trainer Uli Forte noch der Richtige ist, haben schon nach dem ersten Spieltag begonnen, der «Blick» brachte Murat Yakin als Nachfolger von Forte ins Spiel – überrascht Sie diese rekordverdächtig frühe Debatte? Einerseits schon. Andererseits dürfte man im Grunde zu Fragen bezüglich des Trainers nie eine Antwort geben. Weil jede Antwort, egal wie sie ausfällt, immer interpretiert werden kann. Und sofort werden die Aussagen auf die gewünschte Weise befeuert.
In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» antworteten Sie auf die Frage, was passiert, wenn YB denselben Saisonstart hinlegt wie letztes Jahr (nach vier Runden neun Punkte hinter dem FCB): «Dann gingen die Diskussionen um den Trainer los. Es gibt keine Ausreden mehr.» Ja, das habe ich gesagt. Ich kann das Fussballgeschäft auch nicht ändern.
Uli Forte hat im letzten Herbst bereits einmal aus einer Krise gefunden. Trauen Sie es ihm erneut zu? Natürlich! Niemand verliert nach drei Spielen die Überzeugung und stellt alles infrage.
Wie viele Punkte erwarten Sie aus den nun folgenden Heimspielen gegen Thun und Lugano? Sechs!
Erst folgt aber noch das Auswärtsspiel in der Champions League bei Monaco. Glauben Sie noch an eine wundersame Wende nach dem 1:3 im Hinspiel? Man ist immer gut beraten, der Hoffnung eine Chance zu geben. Unser Fokus ist klar: Wir müssen unter allen Umständen bis Ende Jahr in einem europäischen Wettbewerb dabei sein. Die erste Chance haben wir gegen Monaco wohl verspielt. Nun gilt es, klaren Kopf zu behalten und danach die zweite Chance zu nutzen. http://www.aargauerzeitung.ch/sport/yb- ... -129407020
_________________ For Ever
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