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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Samstag 7. Februar 2015, 23:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.02.2015  Zitat: Luzern - Young Boys 1:1
Luzern schöpft Hoffnung
Luzern verpasst es, sich mit dem ersten Heimsieg vom Tabellenende zu entfernen. In der Schlussphase kann der FCL froh sein, dass Rückkehrer Tomislav Puljic zum 1:1 gegen YB ausgleicht.
Auch wenn sie nicht gewonnen hatten, atmeten die Luzerner nach dem Spiel auf. Sie werden zwar Tabellenletzter bleiben, aber die Zuversicht, den Ligaerhalt zu schaffen, ist zurück. Der Trainer Markus Babbel war stolz auf die Mannschaft, sie habe eine «Klasseleistung» gezeigt und habe, das sei ganz wichtig, auf einen Rückstand reagieren können. In der Vorrunde wären sie nach einem Treffer zehn Minuten vor Schluss «eingebrochen».
Der spät eingewechselte Alexander Gerndt spedierte den Ball mit seiner zweiten Ballberührung Richtung Luzerner Tor, und der Verteidiger Milan Vilotic bugsierte den Ball über die Linie. Der Kroate Tomislav Puljic lehnte sich als Leader des Luzerner Teams gegen eine erneute Heimniederlage auf. Er zeigte sich drei Minuten nach dem Rückstand unwiderstehlich im Kopfball-Duell mit dem YB-Torschützen und schaffte willensstark den Ausgleich. Den Torjubel gestaltete Puljic ausgedehnt. Ein halbes Jahr hatte er sich in seiner Heimat fit gehalten, verschiedene Angebote abgelehnt, bis der neue Sportchef Rolf Fringer sich seiner erinnerte. Glücklich stand er nach dem Spiel vor den Journalisten und zeigte sich überzeugt, «mit diesem gesunden Team» den Ligaerhalt zu 100 Prozent zu schaffen. 100 Prozent sind sehr viel, aber die Leistung der Luzerner berechtigt dazu, Hoffnung zu schöpfen.
Der Trainer Babbel forciert die Variabilität in der Offensive, er setzt mit Marco Schneuwly und Dario Lezcano auf zwei Stürmer und hinter ihnen auf ein Mittelfeld, das die Positionen verändern darf und soll, um dem Gegner die Abwehrarbeit nicht mit stereotypem Spiel leicht zu machen. Die Luzerner erarbeiteten sich eine Vielzahl von Chancen. Lezcano traf nach 47 Minuten gleich zweimal den Pfosten, der Paraguayer hatte schon in der ersten Halbzeit eine Kopfball-Chance, wusste sie aber wie sein Sturmpartner Schneuwly Minuten zuvor nicht zu nutzen.
Und YB? Die Berner werfen viel Erfahrung und Routine in die Waagschale, ihr Spiel wirkt abgeklärt und ruhig, droht aber bisweilen in Passivität zu kippen. Dem Team stünde ein Schuss Emotionalität und Siegeswille gut zu Gesicht, auch wenn der Trainer Uli Forte meinte, dass sich hier in Luzern noch andere Mannschaften die Zähne ausbeissen würden. Selbst Forte musste eingestehen, dass ein Sieg zu viel des Guten gewesen wäre, dennoch ärgerte er sich, den Vorsprung nicht über die Zeit gebracht zu haben.
Mit dem Remis können beide Teams leben. Die Luzerner schöpfen Mut und feiern den Rückkehrer Puljic. YB kann auf den zweiten Tabellenplatz schielen, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt. http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/ ... 1.18478245
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shalako
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Verfasst: Sonntag 8. Februar 2015, 13:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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08.02.2015  Zitat: Der Abend der beiden Rückkehrer
Tomislav Puljic und Alexander Gerndt setzten beim 1:1 zwischen Luzern und YB bei den späten Toren die entscheidenden Akzente.
Im letzten Sommer hatte ihn die sportliche Leitung in Luzern aussortiert. Gestern nun, nur acht Monate später, war er bereits wieder der Held auf der Allmend. Tomislav Puljic selber, im Januar als Abwehrchef zum Tabellenletzten zurückgekehrt, freute sich zurückhaltender über sein spätes Tor zum 1:1. «Klar bin ich glücklich über das wichtige Tor und meine Leistung im ersten Spiel», sagte der bald 32-Jährige. «Anderseits ist es einfach sehr schade, dass wir heute nicht gewinnen konnten. Wir waren das stärkere Team, hatten die besseren Chancen.» Und während die Worte nur so aus ihm heraussprudelten, begann er immer mehr von seiner alten und neuen Mannschaft zu schwärmen. «So holen wir bald die ersten drei Punkte. Und wir werden in der Liga bleiben, das garantiere ich.»
Dieser Aussage wollte niemand widersprechen. Obwohl Luzern auch im 11. Anlauf der Saison ohne Heimsieg blieb, war diese Leistung ein Versprechen für die zweite Saisonhälfte. Die Innerschweizer hatten gegen YB von Beginn weg die Initiative an sich gerissen und blieben das aktivere, agilere und torgefährlichere Team. So verpassten Lezcano (16.) und Schneuwly (19.) mit ihren Kopfbällen die frühe Führung nur knapp. Und gleich nach der Pause (47.) traf Lezcano innert Sekundenbruchteilen zweimal den Pfosten. Trainer Markus Babbel trauerte nicht zum ersten Mal, seit er in Luzern tätig ist, den verpassten Chancen nach.
Im letzten Sommer hatte ihn die sportliche Leitung in Luzern aussortiert. Gestern nun, nur acht Monate später, war er bereits wieder der Held auf der Allmend. Tomislav Puljic selber, im Januar als Abwehrchef zum Tabellenletzten zurückgekehrt, freute sich zurückhaltender über sein spätes Tor zum 1:1. «Klar bin ich glücklich über das wichtige Tor und meine Leistung im ersten Spiel», sagte der bald 32-Jährige. «Anderseits ist es einfach sehr schade, dass wir heute nicht gewinnen konnten. Wir waren das stärkere Team, hatten die besseren Chancen.» Und während die Worte nur so aus ihm heraussprudelten, begann er immer mehr von seiner alten und neuen Mannschaft zu schwärmen. «So holen wir bald die ersten drei Punkte. Und wir werden in der Liga bleiben, das garantiere ich.»
Dieser Aussage wollte niemand widersprechen. Obwohl Luzern auch im 11. Anlauf der Saison ohne Heimsieg blieb, war diese Leistung ein Versprechen für die zweite Saisonhälfte. Die Innerschweizer hatten gegen YB von Beginn weg die Initiative an sich gerissen und blieben das aktivere, agilere und torgefährlichere Team. So verpassten Lezcano (16.) und Schneuwly (19.) mit ihren Kopfbällen die frühe Führung nur knapp. Und gleich nach der Pause (47.) traf Lezcano innert Sekundenbruchteilen zweimal den Pfosten. Trainer Markus Babbel trauerte nicht zum ersten Mal, seit er in Luzern tätig ist, den verpassten Chancen nach. «Und doch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen», sagte er. «Sie hat heute eine Klasseleistung gezeigt und vieles von dem, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt.» Was der Deutsche besonders herausstrich, war die Tatsache, dass sein Team nach dem späten 0:1 nochmals zurückgekommen sei. «Noch in der Vorrunde», gab er zu bedenken, «wären wir nach diesem Gegentor eingebrochen.»
Das gute Gespür von Gerndt nach der Einwechslung
Mit ähnlichen Emotionen wie Torschütze Puljic bei Luzern kämpfte auf YB-Seite Alexander Gerndt. Fast genau ein Jahr nach seiner schweren Verletzung im Spiel gegen den FC Basel erlebte der frühere schwedische Nationalspieler ein ganz besonderes Kurz-Comeback. Nur Sekunden nach seiner Einwechslung in der 80. Minute kam er im Luzerner Strafraum an den Ball und passte zur Mitte, wo der aufgerückte Vilotic in seinem erst siebten Spiel bereits den vierten Treffer für YB erzielte. «Ich habe den Ball aus der Drehung einfach blitzschnell zur Mitte gespielt, denn dort sollte immer jemand stehen», erzählte Gerndt und gab damit zu, dass bei seinem Assist auch Glück mit im Spiel gewesen war. Weil sein Deutsch inzwischen besser, aber noch nicht gut genug ist, beschrieb er seine Gefühlslage mit «mixed feelings». Wer so spät vorlegen könne, müsse das Spiel eigentlich gewinnen, sagt er. Trotzdem taxierte er das 1:1 als «faires» Ergebnis.
Den Sieg hätten die Berner gestern nicht verdient, auch wenn sie wie bei Nuzzolos sehenswertem Abschluss an die Latte durchaus zu Chancen kamen. Sie bekundeten aber viel Mühe mit der Aggressivität der Innerschweizer und investierten zu wenig, um ihre Serie in der Super League auf sechs Siege auszubauen. Das sah auch Uli Forte so: «Wir haben uns nicht gut bewegt.» Und weil der Aufwand der Young Boys nur minim höher war als beim 2:1 in Luzern im Dezember, wären sechs Punkte aus diesen beiden Spielen eine zu freche Ausbeute gewesen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/-D ... y/28715113
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Februar 2015, 09:17 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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09.02.2015  Zitat: So schlicht, wie das Resultat vermuten lässt
YB ist nach dem offensiv zurückhaltenden Auftritt in Luzern fürs Erste ein wenig ernüchtert. Beim 1:1 gegen den Tabellenletzten vermochte die Mannschaft die Forderungen von Trainer Uli Forte kaum umzusetzen.
Nach Worte ringen musste am Samstagabend niemand in der Swisspor-Arena. Die Luzerner, sie wussten, dass das 1:1 gegen YB zum Auftakt der Rückrunde vor allem als Lebenszeichen, weniger als punktemässiger Befreiungsschlag gewertet werden darf. Und die Berner, sie zeigten sich ein klein wenig ernüchtert über die eigene bescheidene Darbietung beim Tabellenletzten. «Man hat gesehen, dass es für Luzern um viel geht», meinte Verteidiger Scott Sutter im Kabinengang, beeindruckt vom Willen des Gegners, verärgert über die eigene Lethargie.
Noch am Freitag vor der Partie hatte Trainer Uli Forte an den letzten YB-Auftritt in der Innerschweiz erinnert und gegenüber dem 2:1-Sieg im Dezember «mehr Dominanz, mehr Bestimmung» gefordert. Tags darauf musste er feststellen: «Das war zu wenig.» Respektive: Es war nur phasenweise genug. Dass die Young Boys in des Gegners Stadion bei unwirtlichen Bedingungen und Temperaturen nicht wie die Feuerwehr loslegten, mag verständlich erscheinen. Dass es aber mit den ersten zaghaften offensiven Gehversuchen vor der Pause auch schon wieder vorbei war mit Bemühungen solcherart, stimmt wenig zuversichtlich für die kommenden Aufgaben gegen GC, Everton und Basel.
Fast wie einst im Dezember
YB, in der zu erwartenden Besetzung angetreten, überliess gerade in Halbzeit zwei dem Gegner fast kampflos die Mittelzone und beschränkte sich aufs Kontern – mit mässigem Erfolg. «Zu diesem Zeitpunkt haben wir zunehmend die Kontrolle verloren», gibt auch Forte zu. Des Trainers Personalpolitik sorgte anfänglich für Erstaunen, weil nach der Einwechslung von Leonardo Bertone mit Milan Gajic und Sékou Sanogo nominell gleich drei defensive Mittelfeldspieler auf dem Feld standen. Doch weil Milan Vilotic nach 79 Minuten entgegen dem Spielverlauf zur YB-Führung traf und Sanogo als Offensivmann für Yuya Kubo hinter die Spitze rückte, schien Fortes Matchplan doch aufzugehen.
Die Partie hatte von allem Anfang an grosse Parallelen mit jener vom Dezember gezeigt. Luzern war bemühter, aktiver, YB aber agierte stabiler, abgeklärter. Damals schlugen die Berner durch Kubo und Renato Steffen zweimal zu, vor und nach der Pause, «doch wir wollten diesmal länger aktiv sein als zweimal fünf Minuten», meinte Forte. Das misslang – gerade Steffen und Kubo blieben weit unter den Erwartungen. Der Japaner vermag die Rolle des Spielmachers nach wie vor nicht auszufüllen; auf dieser Position scheint bei den Young Boys noch am ehesten Handlungsbedarf, wohingegen bei Steffen die Leistung mit einer vorübergehenden Baisse zu erklären ist. Kubo war es auch, der nach einer knappen halben Stunde die beste Chance für YB kläglich verspielte, als er mit zu wenig Tempo alleine auf Luzern-Goalie David Zibung loszog. Zuvor hatte Raphael Nuzzolo mit akrobatischer Einlage nur die Latte getroffen – das war es dann auch schon mit den Tormöglichkeiten für YB.
Weder Gespenst noch Narr
Dass Tomislav Puljic in der 83.Minute per Kopf zum 1:1 traf, entsprach dann doch einer gewissen Gerechtigkeit. Zu zahlreich waren die Luzerner Chancen in der zweiten Halbzeit gewesen, zu passiv die Young Boys geblieben. Alleine Dario Lezcano hätte ein-, zweimal treffen können, scheiterte aber je am Pfosten, an Goalie Yvon Mvogo und an Milan Gajic. «Unser Sieg wäre nicht verdient gewesen», gab selbst Uli Forte zu. Weil der FC Zürich am späteren Samstagabend bei St.Gallen keine Mühe bekundete und mit 4:1 gewann, ist YB im Duell um Rang 2 vorübergehend zurückgebunden worden. Möglichkeiten zur Korrektur verbleiben noch genügend. Beim ersten Spiel im neuen Jahr jedenfalls, zum Auftakt der Luzerner Fasnacht, waren die Young Boys weder Schreckgespenst, noch machten sie sich zum Narren – der Auftritt war so schlicht, wie das Resultat es vermuten lässt. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29282211
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Februar 2015, 09:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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09.02.2015  Zitat: Zaghafte Berner in der Luzerner Kälte
Die Young Boys sind beim Rückrundenstart noch nicht richtig auf Touren gekommen. Sie investierten beim 1:1 in Luzern zu wenig, um ihre Siegesserie auszubauen.
Wer mit einer Strategie sehr gute Erfahrungen gemacht hat, ändert diese nicht gern. Und so hofften die Berner, ihre zuletzt so effiziente Spielweise, die ihnen fünf Siege in Serie eingetragen hatte, auch im erstem Spiel 2015 wieder erfolgreich anwenden zu können. Doch wer nur auf Effizienz bedacht ist, läuft auf Dauer Gefahr, immer weniger zu investieren. Und genau das war das Berner Manko am Samstag in Luzern.
Uli Forte wusste um die Problematik, er hatte sie selber vor dem Spiel mehrmals angesprochen. YB, lautete seine Mahnung, habe im Dezember beim 2:1 zu wenig getan und glücklich gewonnen.
Warum die Young Boys über weite Strecken trotzdem so passiv agierten, war die viel diskutierte Frage nach dem 1:1 in Luzern. Ein Grund war der Gegner. Der FCL präsentierte sich physisch und mental in deutlich besserer Verfassung als noch vor zwei Monaten. «Wenn sie so spielen, werden die Luzerner in der Rückrunde noch vielen Gegnern das Leben schwer machen», sagte der YB-Trainer respektvoll.
Forte wusste aber auch, das es an der zu zaghaften Leistung seiner Mannschaft lag, dass aus dem 6. Sieg in Serie letztlich nichts wurde. YB spielte über weite Strecken im Verwaltermodus, zog sich zu weit zurück und wartete praktisch nur auf die Chancen für schnelle Gegenstösse. «Wir brauchten 15 bis 20 Minuten, ehe wir uns überhaupt das erste Mal lösen konnten», so der Trainer zur unglücklichen Startphase seiner Berner.
Bis die Gäste offensiv erstmals in Erscheinung traten, dauerte es gar eine halbe Stunde. Doch Kubo agierte allein vor Zibung zu umständlich (32.). Ein Tor verdient hätte dagegen Nuzzolo kurz vor der Pause: Sein Fallrückzieher an die Latte war die schönste Szene des Spiels und hätte Steffens «Tor des Jahres» gegen Aarau ernsthaft Konkurrenz gemacht.
Auch nach der Pause blieben Berner Offensivakzente eine Rarität. Erwähnenswert war einzig ein klug gespielter Konter über Hoarau und Sanogo, den Steffen nicht erfolgreich abschliessen konnte. Bald darauf hiess es dennoch 1:0 für YB: Gerndt, nach einem Jahr Verletzungspause eben auf den Platz gekommen, hatte den Ball im Strafraum plötzlich vor seinen Füssen, spielte ihn sofort vors Tor, wo Vilotic mit einem Ablenker für die überraschende Führung sorgte.
Bestnoten für Defensivquartett
Dass YB mehrere Luzerner Druckphasen bis zur 80. Minute ohne Gegentor überstanden hatte und dann selber vorlegen konnte, lag daran, dass die besten Berner in der Defensive zu orten waren. Goalie Mvogo beispielsweise wirkte sehr konzentriert und stilsicher. Er hatte seine besten Szenen in der 19. Minute, als er einen Schneuwly-Kopfball hielt, und gleich nach der Pause, als er einen Schuss von Lezcano mit einem Reflex noch an den Pfosten drehen konnte, ehe der Luzerner im zweiten Anlauf mit dem Kopf nur den Pfosten traf.
Bester Feldspieler war Sanogo, der im Zentrum seine physischen Vorteile ausspielte und viele Zweikämpfe gewann. Es zahlte sich in der Schlussphase auch aus, dass Forte den Ivorer nach der Hereinnahme von Bertone weiter vorschob. Das verlieh der Berner Offensive im Zentrum den dringend benötigten Punch.
Vilotic erst Held, dann Pechvogel
Sehr gut gefiel ausserdem die Innenverteidigung mit Vilotic und Captain Von Bergen. Die beiden behielten meist die Übersicht und entschärften zahlreiche gefährliche Situationen dank gutem Stellungsspiel oder gekonnten Interventionen. Vilotic hätte gar erneut zum YB-Matchwinner werden können – wie in der Vorrunde gegen Sion und GC. Dass sein viertes Tor im erst siebten Saisonspiel nicht zum Sieg reichte, daran war der 28-jährige Serbe gleich selber schuld. Bei seinem einzigen Aussetzer liess er Puljic zwei Minuten nach der Führung bei einer Freistossflanke gewähren. Der wuchtige Kroate, in der Winterpause zum FCL zurückgekehrt, nützte dies mit dem Kopf zum 1:1.
Vor drei Heimspielen
YB baute mit dem 1:1 zwar seine Ungeschlagenheit auf sechs Spiele aus, war an der Tabellenspitze aber der Verlierer der ersten Runde 2015, weil der FCZ dank des 4:1 in St. Gallen jetzt wieder alleiniger Tabellenzweiter ist.
GC (am kommenden Samstag 20.00), Everton in der Europa League und Basel heissen die nächsten drei Gegner, die allesamt im Stade de Suisse antreten müssen. Der richtige Moment also für YB, die Handbremse zu lösen und wieder mehr ins eigene Spiel zu investieren. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Za ... y/28715113
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Februar 2015, 09:21 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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09.02.2015  Zitat: Grinsender Gerndt, prägender Puljic
Alexander Gerndt erlebte am Samstag ein ereignisreiches Comeback. Der Schwede verspürte eine grosse Genugtuung – und nahm zweimal entscheidend Einfluss aufs Spiel.
Das Lächeln wird er nicht mehr los. Beim Interview fürs Fernsehen strahlt Alexander Gerndt übers ganze Gesicht, er tut es auch noch Minuten später, als er aus der Kabine vor die Medien tritt. Fast genau ein Jahr ist es her, dass sich der Schwede am 11.Februar 2014 im Spiel gegen Basel eine fürchterliche Fussverletzung zugezogen hatte und eine lange Leidenszeit begann. Diese fand am Samstag ein Ende, gewissermassen schloss sich ein Kreis, als Gerndt im Spiel gegen Luzern in der 80.Minute das Feld betrat – frenetisch beklatscht von den YB-Fans.
Dass er in diesen 10 Minuten Spielzeit so viel Einfluss aufs Geschehen nehmen würde, hatte der 28-Jährige selbst nicht gedacht. Als «mixed feelings» beschreibt er seinen Gemütszustand später. Angefangen hatte alles gut, seine erste Ballberührung führte sogleich zum YB-Führungstor: Nach einem Freistoss von Leonardo Bertone klärte die Luzerner Abwehr nur bis zu Gerndt, dieser spedierte den Ball vors Tor, wo Milan Vilotic vollenden konnte. «Ich wusste, dass einer von uns dort steht.»
Babbel und die Wandlung
Kaum eine Minute später stand der Schwede erneut im Mittelpunkt des Geschehens, als er einen Vorstossversuch Luzerns mit einem Handspiel unterband. «Der Ball sprang mir an die Hand», meint Gerndt später, und das Grinsen im Gesicht wandelt sich von glücklich zu schelmisch. Die anschliessende Verwarnung hätte Gerndt noch gut verkraftet, der folgende Freistoss aber führte zum Kopftor von Tomislav Puljic. «Sein Assist war hervorragend, beim Handspiel denke ich nicht, dass es Absicht war», sagt Gerndts Trainer Uli Forte im Nachgang, den Rückkehrer in Schutz nehmend. 45 Minuten war Gerndt in der Rückrundenvorbereitung jeweils maximal zum Einsatz gekommen und hatte kaum je Schmerzen an seinem ehemals lädierten rechten Fuss verspürt. «Ich bin bereit für längere Einsätze und konnte mit der Intensität des Spiels gut umgehen.»
Wenige Meter neben Gerndt gibt der zweite Rückkehrer des Abends Auskunft. Letzten Sommer von der sportlichen Leitung beim FC Luzern noch verschmäht, kehrte Tomislav Puljic im Winter zum FCL zurück – und traf am Samstag sogleich zum 1:1-Ausgleich. «Wunderbar», sagt ein sichtlich gerührter Puljic, «schade», fügt ein sichtlich enttäuschter Puljic aber auch an. Während seine Teamkollegen sich grösstenteils an den herausgespielten Chancen erfreuen, zeigt sich der Kroate ob dem verpassten Sieg enttäuscht. Der Siegeswille, gepaart mit der Spielstärke des Innenverteidigers, könnte für Luzern im Abstiegskampf noch viel wert sein. Trainer Markus Babbel jedenfalls nennt Puljic eine «grosse Bereicherung». «Letztes Jahr wären wir nach dem Rückstand noch eingebrochen. Nun haben wir reagieren können», umschreibt Babbel die Wandlung seiner Equipe in der Winterpause. Die zwei Rückkehrer Gerndt und Puljic prägten also das Geschehen – der eine während 90, der andere in 10 Minuten. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22748241
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Februar 2015, 23:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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09.02.2015  Zitat: YB-Noten: Offensiv zu harmlos
Vorab die Mittelachse um Steve von Bergen, Sékou Sanogo und Guillaume Hoarau wusste beim 1:1 in Luzern zu überzeugen. Enorm schwer taten sich die Flügelspieler.
Yvon MvogoNote 4,5 Erst parierte er Schneuwlys Kopfball stark, später unterschätzte er aber dessen Schuss, was zu Lezcanos Grosschance führte. Da zeigte er wieder einen guten Reflex.
Scott Sutter: Note 3,5 Unglücklicher Auftakt in die Rückrunde für den Routinier. Bekundete übers ganze Spiel hinweg Mühe auf seiner Abwehrseite, erst mit Freuler, später mit Lezcano bei dessen Pfostenschuss. Offensiv wenig in Erscheinung, zum Beispiel als Vorbereiter bei Nuzzolos Lattentreffer.
Milan Vilotic: Note 4,5 Verlieh der Abwehr mit Kopfball- und Zweikampfstärke Sicherheit, vermochte aber Puljic beim Treffer nicht zu stoppen. Bewies bei seinem Tor guten Instinkt.
Steve von Bergen: Note 5 Leistete sich kaum grobe Fehler, stoppte einmal Lezcano im letzten Moment (10.) und kreierte mit dem Zuspiel auf Kubo die beste YB-Chance.
Jan Lecjaks: Note 3,5 Kommt auf der linken Aussenbahn ebenso wenig auf Touren wie Sutter. Zudem lässt er Schneuwly bei dessen Kopfball gewähren.
Sékou Sanogo: Note 5,5 Sehr starke Vorstellung des Ivorers mit Ruhe am Ball, überlegtem Passspiel. Wusste in der Schlussphase auch auf der offensiven Position zu gefallen, wo er den einen oder anderen Konter einleitete.
Milan Gajic: Note 4 Blieb einmal mehr unter seinen Möglichkeiten. Klärte kurz vor Ende der ersten Halbzeit entscheidend vor Lezcano. Renato Steffen: Note 2,5 Dürftige Vorstellung des zweitbesten YB-Skorers. Kaum Vorstösse am Flügel, einige Fehlzuspiele – eine von Steffens schlechtesten Saisonleistungen.
Yuya Kubo: Note 3 Der Japaner ging mit unerklärlicher Lethargie ans Werk. Wusste anfangs kaum etwas mit dem Ball anzufangen, bewegte sich schwerfällig. Und: Er verschleppte seine Toptorchance so lange, bis es für einen Abschluss zu spät war.
Raphael Nuzzolo: Note 3,5 Unauffällige Leistung von Nuzzolo. Mit seiner einzigen torgefährlichen Aktion traf er zwar gleich die Latte (32.), später auch das Aussennetz (61.), insgesamt aber kam zu wenig vom YB-Topskorer.
Guillaume Hoarau: Note 4,5 Durch die Inaktivität der Flügelspieler musste er sich oft zurückfallen lassen und sich den Ball selber holen. Hinten klärte der Franzose einmal auf der Torlinie, vorne blieb die ganz grosse Chance aus.
Leonardo Bertone: Note 4,5 Ersetzte in der 66.Minute Kubo und verlieh den Young Boys in der Schlussphase neben Gajic defensive Stabilität, während Sanogo nach vorne rückte.
Alexander Gerndt (80.für Nuzzolo) und Gonzalo Zarate (80.für Steffen) waren für eine Note zu kurz im Einsatz.
6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17781045
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