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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2014, 00:22 
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«Für eine Finalissima würde ich viel geben»

Nach dem fulminanten Schlusspunkt unter eine turbulente, letztlich erfolgreiche Halbserie zieht YB-Trainer Uli Forte Bilanz. «Ich hatte nie Zweifel», sagt er und schwärmt vom Charakter seines Teams.

Die Harmonie passt zur Jahreszeit, vor allem aber scheint sie ungemein echt. Uli Forte also sitzt im Stadionbauch im Berner Stade de Suisse, er scheint sich gerade ziemlich wohl zu fühlen in seiner Haut, hinter ihm liegt der glanzvolle 2:0-Sieg gegen Sparta Prag, vor ihm zwei Wochen Ferien. Entspannt führt der YB-Trainer seine Interviews, mal ernst, mal im Plauderton; immer wieder kommen Leute aus dem Verein vorbei, Forte wird beglückwünscht, umarmt, geherzt.

Ein Radiojournalist will wissen, wie und wo Forte aufgewachsen ist, und plötzlich erzählt der Trainer von seiner Jugend in Brüttisellen, seinem ersten Moped, seinen Anfängen als Fussballcoach. Besinnung in der Adventszeit, Rückblick zum Jahresende – die Szene mutet fast ein wenig kitschig an jetzt.

Es ist ja gewissermassen ein Happy End der turbulenten Halbsaison, das YB und Uli Forte mit dem Einzug in die K.-o.-Phase der Europa League am Donnerstagabend perfektioniert haben. «Ich liebe die grossen, die entscheidenden Spiele. Dafür lebe ich als Trainer», sagt Forte. YB tat sich in der Vergangenheit oft schwer in genau solchen Momenten, der Sieg im finalen Gruppenspiel gegen Prag war vielleicht ein erster Schritt in die andere Richtung. Selbstbewusst sagt Forte auch: «Ich würde viel geben, um mit YB in einer Finalissima antreten zu können.»

Knackpunkt in der Kabine

Eigentlich hat der 40-Jährige in dieser Saison schon zwei solche Partien erlebt. Nicht nur am Donnerstag, auch Anfang November in der Meisterschaft gegen Sion ging es um sehr viel. «Wir waren damals in einer Ergebniskrise», umschreibt Forte die schlechteste Phase der Young Boys in dieser Saison. Es gibt Stimmen, die noch heute behaupten, eine weitere Niederlage hätte Forte damals den Job gekostet.

«Ich hatte nie Zweifel», sagt er selbst und hält an seiner Meinung fest. Was folgte, ist bekannt: Mit dem 2:1-Sieg, nicht unbedingt in überzeugender Manier realisiert, startete YB eine beeindruckende Serie, befreite sich aus dem Tief, erklomm in der Meisterschaft Rang 3 und hat mit dem Überwintern im Europacup ein erstes Saisonziel erreicht. Den Knackpunkt für die Wende ortet Forte jedoch schon vor dem Sion-Spiel. «Am Montag nach der Niederlage gegen Vaduz sprach Captain Steve von Bergen zum Team und meinte, von den verbleibenden fünf Partien müssten vier gewonnen werden», erzählt Forte. «Da war Überzeugung zu spüren. Das zeigte mir, dass die Mannschaft lebt. Da offenbarte sich der Charakter dieses Teams.»

Diese unbeirrte Überzeugung hat Uli Forte selbst auch stets vorgelebt. Er spricht ja viel und gerne, und in Bern kommen kommunikationsfreudige Zürcher nicht immer gut an. Das YB-Umfeld ist von Haus aus misstrauisch, doch wie überall im Fussball versöhnt der Erfolg, und auf den richtigen Weg dazu ist Forte mit dem Klub jetzt eingebogen. «Bei YB stehen vernünftige, langfristig planende Leute in der Verantwortung. Warum sonst hätte ich wohl gleich einen 3-Jahres-Vertrag bekommen?» Dass Kontrakte solcher Art nicht immer als Treuebeweis zu verstehen sind, weiss auch Forte. Im Fussball geht es schnell, er selbst verliess die Grasshoppers einst von einem Tag auf den nächsten Richtung Bern.

Weihnachten am Strand

Nun liegt die Vorrunde seiner zweiten Saison als YB-Coach hinter ihm, und wie jeder Trainer tut sich Uli Forte schwer, einen Einzelspieler seiner Equipe hervorzuheben. «Yvon Mvogo und Renato Steffen haben konstant gute bis sehr gute Leistungen gebracht», meint Forte. Er streicht auch von Bergen hervor, «und natürlich haben Guillaume Hoarau und Milan Vilotic sofort nach ihrem Eingreifen viel bewirkt». Die beste Leistung seiner Mannschaft sah Forte beim 2:0-Heimsieg gegen Napoli. «Da hat alles gepasst, ein echtes Highlight.»

Das Weihnachtsessen am Freitagbend war für Team und Belegschaft der Jahresabschluss. Forte fliegt mit seinem Bruder für zwei Wochen in die Ferien nach Südostasien, «ich weiss noch gar nicht wann und wohin genau, er überrascht mich jeweils». Am 5.Januar ist Trainingsstart, Mitte Monat verreisen die Young Boys dann zehn Tage ins Trainingslager in die Türkei. Und was hat Forte seinen Spielern in die Winterpause mitgegeben? «Pulsuhren», sagt er lachend. Und dann ernster: «Ich habe ihnen zu ihrer Leistung in den letzten Wochen gratuliert. Das sind verdiente Ferien.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13586829

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2014, 00:23 
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Die neue YB-Siegermentalität – und die glänzende Perspektive

Ein Kommentar von BZ-Sportredaktor Fabian Ruch zur neuen Siegermentalität der Young Boys.

Uli Forte ist jetzt ein Sieger. So schnell kann das im Fussball gehen. Vor fünf Wochen lagen die Young Boys nach einer Reihe schwacher Leistungen am Boden – hätten sie das Heimspiel gegen Sion verloren (und nicht glückhaft 2:1 gewonnen), wäre Forte heute kaum mehr YB-Trainer. Sieben Pflichtspielsiege in Serie aber haben für Ruhe, Erlösung, Begeisterung gesorgt.

Im Fussball ist manchmal nicht alles erklärbar. Glück und Tagesform, Zentimeterentscheidungen und Schiedsrichterpfiffe bilden unberechenbare Faktoren. Im Spätherbst 2014 lief der Ball für die Young Boys, die sich in den letzten Auftritten bei GC (1:0), Luzern (2:1) und Sparta Prag (2:0) wie verwandelt präsentierten: solidarisch, stabil, selbstbewusst. Sie offenbarten eine Siegermentalität, welche vorher oft gefehlt hatte.

Gewiss kein Zufall ist, dass YB seine Siegesserie startete, als Milan Vilotic nach langer Verletzungspause endlich in Bestform mitspielen konnte. Den kopfballstarken, robusten Innenverteidiger verpflichteten die Young Boys vor bald einem Jahr für über drei Millionen Franken Ablösesumme von GC. Viele schüttelten damals den Kopf, doch Vilotic bewies, wie wertvoll er für ein Team ist. Zusammen mit Abwehrkollege Steve von Bergen, Mittelfeldkämpfer Sékou Sanogo und Torjäger Guillaume Hoarau bildet er jene starke Achse von Aggressivleadern, welche die jungen, talentierten Kräfte im Ensemble führt und sie anleitet.

In der Rückrunde geht es für YB darum, die Fortschritte zu bestätigen. Und dabei besteht – zum Beispiel im Mittelfeld – sogar noch Steigerungspotenzial. Der fleissige Alexander Gerndt, zuletzt lange verletzt, wird die Offensive zusätzlich beleben. Entscheidend für YB wird sein, endlich Konstanz zu beweisen. Im abgelaufenen Halbjahr präsentierte das Team in dreissig Ernstkämpfen mal wieder die gesamte Palette an Leistungen – vom Galaauftritt gegen Napoli (2:0) bis zum blamablen Cupout in Buochs (0:1). Der jüngste Steigerungslauf darf nicht überbewertet werden – zum Start von Uli Forte gab es im Sommer 2013 fünf Siege in Folge, ehe das Wechselbad der Gefühle begann.

Insgesamt aber sind die Young Boys auf einem guten Weg. Die Mischung im Team stimmt, die Transferpolitik passt, selbst wenn man unter einige lange Spielerverträge Fragezeichen setzen darf. Sportchef Fredy Bickel baut das Team seit zwei Jahren behutsam um, nachdem er ein aufgeblähtes, überbezahltes, wirr zusammengestelltes Kader übernommen hatte. Wie die Konkurrenten Basel und Zürich aber wird auch YB weiter die besten Kräfte abgeben müssen, Gerüchte über Abgänge kursieren viele. Die Young Boys sind bestrebt, die Mannschaft zusammenzuhalten. Doch insbesondere Yvon Mvogo, Florent Hadergjonaj und Renato Steffen, aber auch Vilotic und Hoarau dürften den Weg in eine grosse Liga finden.

Kaderplaner Fredy Bickel geht die Arbeit nicht aus. Die zu erwartenden Ablösesummen werden immerhin dafür sorgen, dass YB nicht mehr – wie in den letzten Jahren – Millionendefizite anhäuft. Die Young Boys sind ja bestrebt, sich dem Branchenleader FC Basel anzunähern. In den Duellen in dieser Saison verlor YB sehr unglücklich (1:3 und 0:1), haderte dabei aber zum wiederholten Mal mit seltsamen Entscheiden der Spielleiter. In den 16 Partien gegen den Rest der Liga holten die Young Boys nur zwei Punkte weniger als der überragende FCB. Auch diese Bilanz darf YB zuversichtlich stimmen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14737058

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2014, 00:24 
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Imagekampagne im Spätherbst

AnalyseDie Erfolgsserie der Young Boys ist ein Versprechen mit Fragezeichen.

Die Erfolglosigkeit ist seit Jahren ein treuer Begleiter des BSC Young Boys. 27 Jahre ist es her, dass der Berner Stadtclub letztmals eine Trophäe gewinnen konnte – im Schweizer Cup. Daran wird sich mit grösster Wahrscheinlichkeit auch in der laufenden Saison nichts ändern.

In der Super League hat YB nach einem missglückten Start mit drei Punkten aus vier Spielen und einer Serie von drei ­Niederlagen im Herbst bereits sehr viel Terrain auf Titelverteidiger Basel eingebüsst. Im Cup leistete sich die Mannschaft in Buochs mit dem 0:1 gegen einen Club aus der 2. Liga Inter ein weiteres Mal eine Blamage. Und in der Europa League werden die Berner bei der Titelvergabe nicht mitreden.

Trotzdem ist es YB in den letzten Wochen gelungen, Argumente gegen das Verliererimage zu sammeln. Die Berner besiegten auf nationaler Ebene der Reihe nach Sion, Thun, St. Gallen, Luzern und GC, was sie innert Kürze zum zweitplatzierten FCZ aufschliessen liess. Und in der Europa League schaffte YB die geforderten beiden Siege gegen Slovan Bratislava und Sparta Prag, die den Vorstoss in die Sechzehntelfinals ermöglicht haben.

Wucht, Mix und Arbeit

Der Aufschwung der Young Boys kam unerwartet, was den Zeitpunkt betrifft, ist aber in den Grundzügen erklärbar.

Erstens: Die Mannschaft, oft als zu zerbrechlich, zu verhätschelt und zu leicht befunden, hat zuletzt mit einer mentalen und physischen Robustheit überzeugt, die untypisch ist für die Young Boys. Es sind erste Anzeichen dafür, dass der von Fredy Bickel eingeleitete Umbau der Mannschaft in die richtige Richtung geht. Mit Vilotic im Februar, Sanogo im Juni und Hoarau im September stiessen 2014 drei Spieler zum Team, die YB wuchtiger, grösser und widerstands­fähiger gemacht haben. Die vielen Tore nach Standardsituationen sind ein klares Indiz dafür.
Zweitens: Der Mix aus Leaderfiguren, Rollenspielern und Talenten ist viel ausgewogener als in der ­Vergangenheit. Das Trio Vilotic/­Hoarau/Sanogo bildet mit Captain Steve von Bergen als unbestrittene Leaderfigur ein stabiles Gerüst. Diese neue ­Balance hilft der jungen Garde mit Mvogo, Steffen, Hadergjonaj, Kubo und Bertone, die weitere Fortschritte gemacht hat. Und sie ermöglicht es Spielern wie Gajic oder Nuzzolo, ihr Potenzial besser auszuschöpfen.
Drittens: YB hat sich die sieben Siege nicht erspielt, ­sondern teilweise hart ­erarbeitet. Die ­Berner Fussballer, oft als «Schönwetter-Spieler in ­einer Wohlfühloase» verschrien, über­raschten ­dabei mit neuen Qualitäten. Disziplin, Wille, Kampfkraft, Konstanz und Effizienz werden plötzlich höher gewichtet als spielerischer Glanz, der immer die Folge, aber nie die Ursache des Erfolgs ist.

YB hat in den letzten sechs Wochen mit den sieben Siegen eine Image-­Kampagne gestartet, aus der eine Winner-Mentalität entstehen könnte. Mit der Art und Weise, wie sie lanciert wurde, ist sie ein Versprechen.

Bleibt Hoarau?

Andererseits gibt es bereits Frage­zeichen bezüglich einer erfolgreichen Fortsetzung. Nicht gesichert ist beispielsweise die Zukunft von Hoarau in Bern. Den Stürmer zieht es gemäss Gerüchten aus Frankreich wieder in seine Heimat zurück. Und zwar schon in der Winterpause. Dafür hat der gross gewachsene Hoarau selber kräftig die Werbetrommel gerührt. Sein Abgang würde schwer wiegen, obwohl sich mit Gerndt ein wichtiger Stürmer zurückmeldet. Ausserdem dürfte Goalie Mvogo mit Leistungen wie gegen Sparta Prag beim einen oder anderen Club in Europa das Interesse geweckt haben.

Und so steht das «neue» YB noch auf wackligen Füssen. Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass sich das Team in die richtige Richtung bewegt.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Im ... y/22205974

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Samstag 27. Dezember 2014, 23:58 
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«Das sollte einigen Leuten die Augen öffnen»

YB-CEO Alain Kappeler über den Jahresverlust und die schwierige Sponsorensuche, über den Stadionnamen und das Catering im Stade de Suisse – und über die wirtschaftliche Bedeutung von YB.

Alain Kappeler, die Frage sei erlaubt: Wie hoch ist der Jahresverlust von YB diesmal nach 12 bis 15 Millionen Franken 2012 sowie rund 8 Millionen 2013?
Alain Kappeler: Wir nehmen keine Stellung zu Zahlen, das ist der Wunsch unserer Besitzer, die das in all ihren Unternehmungen so handhaben. Die letzten Jahre waren schwierig, aber wir sind auf Kurs, um bald mit einer schwarzen Null abschliessen zu können.

Man hört, der Verlust betrage 2014 etwa 5 Millionen Franken. Ist es überhaupt möglich, dass ein Sportklub in der Schweiz langfristig kein Minus macht?
Die Zahlen sind reine Spekulation. Das Ziel muss sein, selbsttragend zu sein. Das Sportgeschäft ist zwar relativ unberechenbar, aber ich bin sicher, dass wir unser Ziel erreichen können. Dazu müssen wir die Kosten im Griff haben. Und wir müssen auf der Einnahmeseite zulegen. Das geht über Zuschauererträge, aber auch über Sponsoringeinnahmen sowie Transfererlöse.

Im YB-Kader stehen mit Yvon Mvogo, Florent Hadergjonaj, Sékou Sanogo oder Renato Steffen einige Akteure, die bald ins Ausland wechseln dürften...
...unser Kader ist gut aufgebaut, ja, und wir verkauften ja auch zuletzt immer wieder Fussballer in grössere Ligen, im Sommer beispielsweise Michael Frey nach Lille. Die grosse Kunst besteht darin, bereit zu sein, wenn uns ein guter Spieler verlässt. Sportchef Fredy Bickel und seine Leute machen auch diesbezüglich einen starken Job.

Konkret: Wird Mvogo bei einem 7-Millionen-Angebot verkauft? Das ist eine gute Frage, die wir nicht generell beantworten können. Wir haben sportliche Ziele, aber auch eine wirtschaftliche Verantwortung. Die Schwierigkeit im Fussball besteht darin, die beiden Bereiche zu verbinden. Zudem kommt es bei solchen Offerten auf mehrere Punkte an. Wer ist der Interessent? Wie weit ist der Spieler schon? Stimmt der Transfer für alle Beteiligten?

Zuletzt macht es den Anschein, als sei YB sportlich anständig unterwegs. Wie fällt Ihre Bilanz fürs Jahr 2014 aus?
Wir machten einen Schritt vorwärts. Der 3.Platz letzte Saison war gut, nachdem wir ein Jahr zuvor Siebter geworden waren. Jetzt sind wir wieder in der Spitzengruppe unterwegs. Die sieben Siege zum Abschluss der Vorrunde und vor allem das Überwintern in der Europa League waren sehr versöhnlich. Ich denke, das Ausscheiden im Schweizer Cup in Buochs haben wir damit auffangen können.

Wie reagieren die Besitzer Andy und Hans-Ueli Rihs eigentlich auf die YB-Achterbahnfahrt, die sie ja viel Geld kostet?
Sie registrieren die Fortschritte. Letztlich möchten auch sie Erfolge mit YB feiern. Aber selbstverständlich ist es ihnen wichtig, dass wir finanziell solid arbeiten.

Im Stade de Suisse wurden in den letzten Monaten einige Leute entlassen...
...was damit zu tun hat, dass wir Kosten einsparen müssen. Das passiert in jedem Betrieb.

Gerade im Verkauf muss beinahe jedes halbe Jahr wieder jemand gehen. Zuletzt erhielten der Verkaufsleiter und der Leiter Marketing und Kommunikation die Kündigung. Warum?
Wir bewegen uns bei der Sponsorensuche in einem Umfeld mit starken Mitbewerbern. Bei den grossen Werbepaketen stehen wir in nationaler Konkurrenz mit bekannten Veranstaltungen wie dem Spengler-Cup, den Tennisturnieren, dem Schweizer Eishockey- und Fussballcup und anderen Events. Da müssen wir uns behaupten können.

Der Leiter Marketing war erst vor einem Jahr eingestellt und aus über 120 Bewerbern in einem aufwändigen Evaluationsverfahren ausgewählt worden. Was lief da schief, auch der VIP-Kartenverkauf harzt ja?
Wir sind auch enttäuscht über die Trennung. Aber wir wollen neue Wege gehen. Es ist sehr schwierig, Leute zu finden, die schweizweit gut vernetzt sind. Diese Experten sind gesucht.

Es fällt auf, dass YB kaum neue, grosse Werbepartner findet.
Das stimmt nicht. Es ist auch ein Zeichen des Vertrauens, wenn langjährige Partner ihre Verträge verlängern. Oder wenn sich ein Partner wie Migros wieder vermehrt bei uns engagiert.

Der langjährige Stadionpartner BKW steigt jedoch aus.
Ja, die BKW orientiert sich neu. Das schmerzt uns. Aber wir sind zuversichtlich, neue Unternehmen zu finden, die zu uns passen.

Stefan Niedermaier, einer Ihrer Vorgänger, meinte damals, wenn YB einen Zuschauerschnitt von 22000 habe, sei das gut fürs Geschäft. Wie sieht das heute aus?
Wir sind derzeit mit 17500 Besuchern deutlich unter dieser Marke. Der Markt hat sich aber verändert, ich denke, 20000 Zuschauer sind für uns ein realistisches Ziel. Das wäre auch finanziell gesehen ein ordentlicher Schnitt im Stade de Suisse.

Ist der Stadionname eigentlich tabu?
Es ist fast nichts tabu, wenn es uns gelingt, neue Erträge zu erzielen (lacht). Aber auch hier gilt: Ein kommerzieller Stadionpartner müsste zu YB passen. Wir verkaufen nicht einfach den Stadionnamen, nur damit wir höhere Einnahmen haben.

Man hört, in Luzern (Swissporarena) und in St.Gallen (AFG-Arena) würden die Sponsoren rund 1 Million jährlich zahlen. Also wären bei Ihnen 1,5 bis 2 Millionen Franken möglich...

... (lacht erneut) so einfach ist diese Rechnung nicht. Erstens kann ich zu anderen Unternehmen nichts sagen, und zweitens kommt es stark darauf an, was für weitere Werberechte dieser Partner erhält. Es ist auch eine Frage, wie wir das Stadion positionieren wollen. Das Stade de Suisse ist eine multifunktionale Arena. Es gibt ja jetzt eine Unterschriftensammlung der Fans, das Stadion wieder auf Wankdorf umzutaufen. Dieses Anliegen nehmen wir ernst. Aber aus wirtschaftlicher Sicht ist dieser Wunsch nicht umsetzbar, es sei denn, es findet sich ein Sponsor, der diesen Namen kaufen will. Nochmals: Wir müssen die Erträge steigern, damit wir mit YB in eine erfolgreiche Zukunft gehen und weiterhin erstklassigen Fussball bieten können. Das ist das Wichtigste. Also müssen wir alle Optionen prüfen.

Sie übernehmen ab nächster Saison das Catering im Stadion. Welche Vorteile sehen Sie, zumal durch den Verlust der langjährigen Partner in diesem Bereich viel Wissen verloren geht?
Wir möchten näher an den Kunden rücken, seine Bedürfnisse kennen und direkten Kontakt zu ihm haben. Und letztlich erhoffen wir uns höhere Einnahmen. Der Know-how-Transfer ist gewährleistet, indem wir Personal des jetzigen Caterers übernehmen. Einige Verkaufsstellen betreiben wir schon in der Rückrunde. So erhalten wir einen besseren Überblick. Zudem planen wir im Stadionbereich einige Innovationen, es wird mehr digitale Anzeigen geben. Und wir wollen mit den Zuschauern auch ausserhalb des Stadions noch besser interaktiv kommunizieren können, zum Beispiel bei der Bestellung oder bei Promotionsaktionen.

Wie sehen Sie YB insgesamt aufgestellt? Mit dem FC Basel gibt es ja in der Schweiz einen alles überragenden Konkurrenten.
Der FCB liefert bemerkenswerte Ergebnisse, das ist stark. Ich denke, wir haben uns stabilisiert, es herrscht Ruhe im Betrieb, die Leute arbeiten konstruktiv. Man darf nicht vergessen, wie turbulent es in den letzten Jahren teilweise zu und her ging. Letztlich steht und fällt auch bei uns alles mit den Resultaten und Leistungen auf dem Rasen. Und ich höre oft, dass unser Team wieder Freude bereite, weil wir auf den eigenen Nachwuchs setzen würden und richtig starke Transfers getätigt hätten.

Wie sieht es denn bezüglich eines Campus aus, der vieles vereinfachen würde?
Ein zentraler Trainingscampus ist unser Wunsch. Wir würden immer noch am liebsten auf der Allmend zwei, drei Plätze haben, aber das ist offensichtlich sehr schwierig zu realisieren. Diesbezüglich waren auch schon meine Vorgänger immer wieder am Diskutieren mit den Behörden. Wir haben nicht zuletzt deshalb, weil es an Plätzen fehlt, bei uns wieder Kunstrasen verlegt. So können immerhin mehrere Teams im Stadion trainieren.

Die Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der Fussballklubs, welche die Swiss Football League herausgab, förderte erstaunliche Zahlen hervor. Hätten Sie gedacht, dass YB in der Saison 2013/14 für einen landesweiten Umsatz von 115 Millionen gesorgt hat?
Nein. Ich war überrascht, wie hoch diese Zahl ist. Das erfüllt uns natürlich auch ein wenig mit Stolz, zumal davon ja alleine mehr als 80 Millionen auf den Kanton Bern entfielen. Und es ging erst noch um eine Saison, in der wir nicht europäisch spielten. In der aktuellen Spielzeit wird der Umsatz noch höher sein. Zudem geht aus der Studie auch hervor, dass die Aktivitäten von YB ein Arbeitsvolumen von 530 Stellen in der Schweiz schafften. Das ist eine gewaltige Zahl, finde ich.

Sind das nicht Fakten, welche Sie bei Verhandlungen mit der Stadt Bern, etwa wenn es um Sicherheitskosten geht, selbstbewusst ins Feld führen können?
Solche Diskussionen besitzen, gerade wenn es um Sicherheitsabgaben geht, immer eine emotionale Komponente. Es gibt immer noch Leute, die finden, wir würden zu wenig zahlen, andere sagen, wir würden viel zu viel abgeben müssen. Bis vor einem Jahr zahlten wir ja 60000 Franken jährlich, jetzt sind es 1.50 Franken für jeden Zuschauer, was insgesamt einige Hunderttausend Franken im Jahr sind. Doch es ist jetzt zumindest wissenschaftlich belegt, welche Bedeutung YB für Bern hat. Und das sollte einigen Leuten die Augen öffnen.

115 Millionen Umsatz, 530 Vollzeitstellen

Die Swiss Football League hat eine Studie zur Wertschöpfung der Super-League-Klubs in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse – bei YB betrifft es die Saison 2013/14 – unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung von YB und des Stade de Suisse.

Die Gesamtaktivitäten von YB und von seinem ökonomischen Umfeld lösten einen Umsatz von 115 Millionen Franken aus, wovon 81 Millionen auf den Kanton Bern entfielen. Die Aktivitäten schafften im Kanton Bern ein Arbeitsvolumen von 400 Vollzeitstellen (530 für die Schweiz).

Von den 310'000 Besuchern an den YB-Heimspielen kamen rund 25 Prozent aus der Stadt Bern, 59 Prozent reisten aus den übrigen Teilen des Kantons an, 12 Prozent aus der restlichen Schweiz. Mehr als die Hälfte kam mit dem ÖV zu den Spielen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27093236

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Montag 5. Januar 2015, 13:04 
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Einige Fragezeichen bei den Young Boys

Ohne Verletzte steigt YB am Montag ins Jahr 2015. Mehrere Akteure des Teams sind umworben.

Am Montag startet YB ins Fussballjahr 2015. Und zum ersten Mal seit langer Zeit haben die Berner keine Verletzten zu beklagen. «Das ist eine schöne Situation», sagt Fredy Bickel. Der Sportchef freut sich auf den Konkurrenzkampf – mit Matias Vitkieviez, Alexander Gerndt und Marco Bürki kehren die letzten, lange verletzt gewesenen Akteure ins Training zurück.

Allerdings ist noch nicht klar, in welcher Besetzung YB die Rückrunde bestreiten wird. Einerseits sollen junge Akteure wie Helios Sessolo und Thomas Fekete in die Challenge League ausgeliehen werden – und andererseits sind mehrere Spieler nach wie vor ein Thema bei anderen Klubs.

Steffen und Hoarau gefragt

Fast täglich etwa werden Renato Steffen und Guillaume Hoarau in der Gerüchteküche mit ausländischen Vereinen in Verbindung gebracht. «Wir wollen das Kader zusammenhalten», sagt Bickel. «Und ich bin optimistisch, dass uns das gelingen wird. Ich habe mit den Spielern vor Weihnachten gute Gespräche gehabt. Wir haben in der Rückrunde einiges vor und dürfen in der Europa League spielen. Das ist ein Anreiz.»

Allerdings ist Bickel bewusst, dass ein Fussballer schwierig zu halten ist, wenn er anderswo den vielfachen Lohn verdienen kann. Flügelflitzer Steffen wird vor allem in der Bundesliga als Zuzug gehandelt, während der französische Stürmer Hoarau in seiner Heimat von Ligue-1-Klubs umworben wird. Hoarau verlängerte seinen Vertrag bei YB kürzlich bis Ende Saison, es gefällt ihm in Bern – so darf man gespannt sein, wie es mit ihm weitergeht. «Wir sind nicht in der Defensive», sagt Sportchef Bickel, «die Spieler haben bei uns einen Vertrag.»

Was macht Costanzo?

Offizielle Anfragen aus dem Ausland hat YB bisher weder für Steffen noch für Hoarau oder einen anderen, talentierten Akteur wie Yvon Mvogo, Florent Hadergjonaj und Sékou Sanogo erhalten. Interessenten gibt es aber offenbar für Moreno Costanzo. Der Regisseur sass während der Sieben-Spiele-Siegesserie von YB Ende Vorrunde grösstenteils auf der Ersatzbank. Möglicherweise wechselt Costanzo in der Super League den Arbeitgeber (Aarau, Luzern, St.Gallen) oder geht ins Ausland. «Wir möchten Costanzo behalten», sagt Bickel dazu, «er ist ein guter Fussballer.»

Ziegler ist ein Kandidat

In der Offensive besitzen die Young Boys durch die Rückkehr von Vitkieviez und vor allem Angreifer Gerndt bald noch mehr Möglichkeiten. Zudem stösst der junge mazedonische Nationalspieler Taulant Sulejmanow neu zum Team. Der 18-Jährige ist ein vielseitig einsetzbarer Stürmer. Nicht dabei sein werden heute zum Trainingsauftakt jene Spieler, die militärische Pflichten erfüllen – dazu gehören die Torhüter Mvogo und Marco Wölfli, aber auch Captain Steve von Bergen. Vom 14. bis 25.Januar werden die Young Boys ihr Trainingslager in Belek (Türkei) abhalten.

Die Vereinsverantwortlichen wollen in den nächsten Wochen und Monaten genau beobachten, wer sich für eine Weiterbeschäftigung aufdrängt – zahlreiche Kontrakte enden ja im Sommer. «Verlässt uns bereits jetzt einer, sind wir bereit, zu reagieren», sagt Bickel. Linksverteidiger Jan Lecjaks, dessen Vertrag ausläuft, ist auch ein Wechselkandidat. Der langjährige Schweizer Nationalspieler Reto Ziegler, der sich zuletzt bei Servette fit hielt, ist vereinslos und wäre ein Kandidat, um Lecjaks zu ersetzen – falls die Gehaltsvorstellungen Zieglers nicht zu hoch sind.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30861009

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Montag 5. Januar 2015, 17:43 
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Die Young Boys sind wieder am Ball

Am Montag hat YB das Training nach der Winterpause wieder aufgenommen. Ohne den Captain und die etatmässigen Goalies, dafür mit einigen Rückkehrern und einem Neuzugang.

Die sieben letzten Spiele im letzten Jahr hat YB gewonnen – damit die Serie nicht reisst, bereitet sich die erste Mannschaft seit Montag auf die Rückrunde vor. Der Auftakt fand im Stade de Suisse statt, in knapp zehn Tagen fliegen die Berner in die Südtürkei ins Trainingslager. Das Team, das am Montag auf dem Rasen stand, dürfte sich aber von dem unterscheiden, das am 7. Februar in Luzern zum ersten Ernstkampf im neuen Jahr antritt.

So fehlten unter anderem die Verteidiger Steve von Bergen, Marco Bürki und Grégory Wüthrich sowie die etatmässigen Torhüter Yvon Mvogo und sein Ersatz Marco Wölfli, weil sie derzeit in Magglingen Militärdienst leisten. Auch nicht dabei war der an einer Grippe erkrankte Renato Steffen. Und auch Torhüter Nummer 3, David von Ballmoos, fehlt nach seiner Schulteroperation noch. Zwischen den Pfosten standen daher die Nachwuchstalente Dario Marzino und Leonard Kiener (FC Breitenrain).

Dafür sind der Schwede Alexander Gerndt und Matias Vitkieviez nach ihren Verletzungen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Zudem gab der 18-jährige Mazedonier Taulan Sulejmanov seinen Einstand, der im Winter verpflichtet wurde. Nicht zuletzt dürfen Miguel Castroman und Sven Joss aus dem eigenen Nachwuchs ihr Können in der ersten Mannschaft unter Beweis stellen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20236842

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. Januar 2015, 10:36 
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Armee macht YB noch jünger

Beim Trainingsstart fehlt ein halbes Dutzend Spieler wegen Militäreinsätzen.

Beim Start ins Fussballjahr 2015 machen die Young Boys ihrem Name alle Ehre. Mit Florent Hadergjonaj, Leonardo Bertone, Dario Marzino, Leo Kiener, Miguel Castroman, Thomas Fekete, Sven Joss und Taulant Sulejmanov stehen nicht weniger als acht Spieler der Jahrgänge 1994, 1995 oder 1996 auf dem Platz. Das Durchschnittsalter senken hilft auch die Schweizer Armee, die zwei der Team­ältesten (Marco Wölfli, Steve von Bergen) zum Wiederholungskurs aufgeboten hat für diese Woche. Die Abwesenheitsliste umfasst noch einige Namen mehr beim Trainingsstart: Marco Bürki, Gregory Wüthrich, Yvon Mvogo und David von Ballmoos sind ebenfalls im Militär, Renato Steffen hat sich krankheitsbedingt abgemeldet.

Der Name des besten YB-Torschützen der Vorrunde wird an der Gerüchtebörse fleissig gehandelt. Wie auch jener von Guillaume Hoarau. Das ist Teil des Geschäfts, welches jedes Mal zum lärmigen Basar wird, wenn internationale Transfers getätigt werden können. Mittendrin sind die Sportchefs, die von Spielerberatern umgarnt werden und sich mit Berufskollegen austauschen. Er habe etliche Telefonate geführt über die Festtage, sagt YB-Sportchef Fredy Bickel. Ein konkretes Angebot liege aber bis dato kein einziges auf seinem Tisch.

Erfahrungsgemäss kann sich das schnell ändern. Bickel sagt, YB werde um begehrte Akteure wie Hoarau, Steffen und Mvogo kämpfen. «Es kann nicht sein, dass wir sie beim erstbesten Angebot ziehen lassen.» Der Klub habe sich dank dem Vorrunden-Endspurt in eine gute Position gebracht und wolle seine Haut in der Europa League weiterhin so teuer wie möglich verkaufen. Im Sechzehntelsfinal trifft YB auf Everton.

Kaum Speck angesetzt

Fussballprofis, die mit runderem Gesicht und ein paar Extrakilos aus der Winterpause zurückkehren: Das ist Vergangenheit, seit sie mit Trainingsplänen in die Weihnachtsferien geschickt werden und bei Gewichtsüberschreitungen Bussen fällig sind. Kein einziger Spieler habe arg gesündigt und die Toleranzgrenze um mehr als ein paar hundert Gramm überschritten, verriet Trainer Uli Forte nach der ersten Einheit. Einen sehr spritzigen Eindruck machte Alexander Gerndt, der wegen eines üblen Fouls von Taulant Xhaka fast das gesamte letzte Jahr hatte pausieren müssen. Der Schwede habe über die Festtage intensiv an seiner Fitness gearbeitet, so Forte. Offen sei, wie sein Fuss bei Mehrbelastung reagiere.

Bleibt noch Taulant Sulejmanov, der seit dem 1. Januar bei YB unter Vertrag steht. Der 18-jährige Mazedonier sei ein guter Techniker und physisch erstaunlich weit für sein Alter, sagt Forte. Der Offensivspieler soll den Konkurrenzdruck auf der linken Seite verstärken. «Die Konkurrenz ist gross», weiss Sulejmanov, der vorerst bei seiner Schwester wohnt, die schon fast 10 Jahre in Bern lebt.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ar ... y/20521377

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. Januar 2015, 10:37 
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Für einmal wäre die Flaute willkommen

Mit der ersten Trainingseinheit gingen die Young Boys am Montag die Vorbereitung zur Rückrunde an. Neuling Taulant Sulejmanow zeigte sich spielfreudig, während YB für einmal eine ruhige Transferperiode anstrebt.

Gerade einmal zwanzig Tage ist es her, dass YB mit dem 2:0 gegen Sparta Prag und der Qualifikation für die K.-o.-Runde der Europa League den Schlusspunkt unter einen berauschenden Dezember setzte.

Dem versöhnlichen Abschluss einer durchzogenen Vorrunde folgte die gar nicht mal so lange Winterpause, welche am Montag mit dem Trainingsauftakt zur Rückrunde ihr Ende fand. 24 Akteure begrüsst Cheftrainer Uli Forte zur ersten Einheit – diverse Profis weilen während der ersten Woche des neuen Jahres noch im Militärdienst.

Während Steve von Bergen, Marco Wölfli, Yvon Mvogo und Marco Bürki als Absolventen der Sportler-RS bereits einen Wiederholungskurs absolvieren, befinden sich Grégory Wüthrich und Nicolas Bürgy noch in der Rekrutenschule in Magglingen.

Mit Blick aufs Stadion

Geht es nach YB-Trainer Forte, sind für die angebrochene Transferperiode keine grossen Manöver zu erwarten. «Von mir aus kann alles so bleiben», sagt Forte, im Wissen, dass Spieler wie Renato Steffen (am Montag krankheitshalber abwesend) oder Guillaume Hoarau nach starken Leistungen in der Vorrunde längst ein Thema auf dem Markt sind.

«Abgänge würden uns treffen, wir brauchen jeden Spieler und wollen das Team unbedingt zusammenhalten», betont Forte, «doch auch ich habe gelernt: Fussball ist mittlerweile ein Halbtagesgeschäft.»

Von langer Hand geplant erscheint da der Zuzug von Taulant Sulejmanov zum YB-Tross. Bereits vor drei Jahren hatte der Mazedonier, dessen Schwester schon seit Jahren in der Schweiz lebt, Einheiten im YB-Nachwuchs absolviert.

Der Kontakt blieb bis heute, die Young Boys realisierten schliesslich den Transfer des mazedonischen Nationalspielers, der in der obersten Liga seines Landes bereits mit 16 beim Hauptstadtklub Rabotnicki Spielpraxis bekam.

Dank eines Besuchs im Dezember kennt Sulejmanow die neuen Teamkollegen schon mehr oder weniger, mit dem gebürtigen Kosovo-Albaner Florent Hadergjonaj beispielsweise verbindet ihn die Sprache, dazu versteht er auch Serbisch, ein wenig Deutsch und Englisch.

Beim Erfolg über Prag zum Jahresausklang war der kräftige, explosive Rechtsfüsser dabei und sah «eine ambitionierte, starke Mannschaft». Vom Hochhaus an der Sempachstrasse, wo er bei der Familie seiner Schwester fürs Erste untergekommen ist, sieht er direkt ins Stade de Suisse.

Möglichst bald will er dort auch an Ernstkämpfen auflaufen. «Ich spiele gerne auf der linken Aussenbahn», sagt der Offensivakteur; sein neuer Trainer attestiert ihm «Ballsicherheit und eine starke Physis».

Überzeugender Gerndt

Im ersten Trainingsspiel gelingen Sulejmanow einige gute Aktionen, zu den auffälligsten aber zählt Alexander Gerndt. Der Schwede scheint nach komplizierter Beinverletzung endgültig genesen. «Er ist eigentlich auch wie ein Transfer für uns», sagt ein sichtlich zufriedener Uli Forte mit Blick auf die lange Leidensgeschichte des Schweden.

YB also hofft auf Flaute an der Transferfront. Und falls doch einer gehen sollte? Trainer Forte verlässt sich da voll und ganz auf seine sportlichen Vorgesetzten: «Nun, für Michael Frey bekamen wir im Sommer ja auch umgehend einen Ersatz.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30276652

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. Januar 2015, 23:13 
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YB tauscht Fussballplatz gegen Kuhstall

Die Berner Young Boys waren zum Abschluss der ersten Trainingswoche zu Besuch in Gstaad. Auf dem Programm stand ein Besuch im Kuhstall und ein Töggeli-Match in der Jugendherberge.

Da kam Freude auf bei Trainer Uli Forte, Mittelfeldspieler Matías Vitkieviez und möglicherweise auch bei den Rindviechern. Der Teamausflug der Berner Young Boys nach Gstaad endete nämlich im Kuhstall. Zuvor hatte es bei einigen Fans rote Wangen und Ohren beim Töggeli-Match mit Autogrammstunde in der Jugendherberge Gstaad-Saanen gegeben.

Danach ging es raus an die frische Luft: Bei einer Schneeschuhtour zum Col du Pillon gleich beim Glacier 3000 marschierte die Mannschaft eine Stunde durch Schnee und Wind. Zur Belohnung folgte der gemütliche Teil mit einem Fondueplausch in Michels Stallbeizli am Fuss der Wispile mit Blick in den benachbarten Stall. Und eben jenen durften die Spieler anschliessend betreten, um mit den Kühen auf Tuchfühlung zu gehen.


http://www.bernerzeitung.ch/region/thun ... y/15765792

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Freitag 23. Januar 2015, 15:53 
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Mehr Fussball geht nicht

YB und Thun bereiten sich wie viele andere europäische Spitzenteams an der Wärme auf die Rückrunde vor. Kein Zufall, dass sie es an der türkischen Riviera tun, diese ist längst zum Wintermekka für Fussballteams avanciert.

Ein Teambus, zwei Taxis, kreuz und quer abgestellte Autos und ein Hupkonzert: Der kleine Parkplatz vor dem Cornelia Sports Center in Belek platzt aus allen Nähten. Es ist 17.15 Uhr an diesem Dienstag, und auf einem der Hotelrasenplätze findet bei einbrechender Dunkelheit und mittlerweile mitteleuropäischen Temperaturen im einstelligen Gradbereich das Testspiel zwischen Hertha Berlin und YB statt.

Natürlich hat es viele Hertha-Fans unter den paar Hundert Kiebitzen, aber auch ein Dutzend YB-Supporter sind zu sehen sowie Kappen und Shirts von dem MSV Duisburg, 1.FC Kaiserslautern, St.Pauli oder dem FC Aarau. Sogar dessen Trainer Sven Christ beobachtet die Partie.

Für eingefleischte Fussball-Vielkonsumierer ist die Türkei dieser Tage das Paradies schlechthin. Am gleichen Tag, dem 20.Januar, stehen unter anderem vier weitere Duelle zwischen Schweizer und deutschen Profiklubs auf dem Programm: Aarau gegen Hannover, Thun gegen Greuther Fürth, Winterthur gegen St.Pauli sowie St.Gallen gegen Kaiserslautern. Alles innert vier Stunden und innerhalb einer Luftlinie von drei Kilometern. Mehr Fussball auf geringer Distanz geht nicht.

400 Millionen Euro

Man könnte jeden beliebigen anderen Tag im Januar wählen, am Gesamtbild würde sich kaum etwas ändern. Der Fussball ist in der künstlich geschaffenen Feriensiedlung mit ihren eigentlich 6500 Einwohnern zu dieser Jahreszeit omnipräsent, wie an der gesamten türkischen Riviera, und hilft, das Winterloch zu minimieren für eine Gegend, die im Sommer von Touristen buchstäblich überschwemmt wird.

Allein aus dem deutschsprachigen Raum nutzen 30 Spitzenteams dieses Angebot, dazu kommen alle türkischen Süperligisten, deren Meisterschaft im Januar ebenfalls eine Pause einlegt, sowie viele Teams aus Osteuropa und sogar die Frauennationalteams von Neuseeland und Dänemark. Sie alle trainieren buchstäblich Platz an Platz.

2014 waren im «Bermudadreieck» Lara/Belek/Side insgesamt rund 2500 Fussballteams aller Stufen in Wintertrainingslagern zu Gast, gemäss einer Studie sollen dabei rund 400 Millionen Euro generiert worden sein. Dieses Jahr ist mindestens mit ähnlichen Zahlen zu rechnen, und in den nächsten Jahren sollen vor allem noch mehr Teams aus Asien und Südamerika angelockt werden mit dem Ziel, die weltweite Position als Nummer 3 im «Trainingslagerranking» hinter Spanien und Dubai zu festigen.

Gemäss Eigenwerbung hat die Region «300 Sonnentage im Jahr». Falls sie ihrem Ruf wettermässig einmal nicht gerecht wird, kann unbürokratisch Abhilfe geschaffen werden. So letzte Woche, als Aarau, Winterthur und Vaduz nach tagelangem Dauerregen anreisten und es sich abzeichnete, dass die von vielen Teams benutzten Plätze unter der Belastung leiden müssten.

Roland Leemann, Mitinhaber der Firma TST und seit 15 Jahren erprobter Organisator von Trainingslagern, quartierte diese Teams flugs um, zwei davon residieren nun in Belek, eines ausserhalb. «Es ist unsere Hauptstärke, dass wir bei Problemen rasch reagieren können, weil wir alle Leute kennen und selber vor Ort sind, und dies wenn nötig während 24 Stunden am Tag», so Leemann, der seit Jahren in der Türkei auch für einen reibungslosen Ablauf beim FC Thun sorgt.

137 Rasenplätze

Vieles spricht für Belek und Umgebung. Die Qualität der Testspielgegner, die minimen Distanzen, der Preisvorteil und mehrheitlich auch das Wetter. So wie jetzt: Am Wochenanfang ist das Dauertief einer ebenso dauerhaften Hochdrucklage gewichen, die Teams können bei Temperaturen von fast 20 Grad und Sonnenschein an ihrem Spiel und der Physis feilen, und dies auf perfekten Sportanlagen in der Abgeschiedenheit weitläufiger Hotelluxusanlagen, eine knappe halbe Stunde vom internationalen Flughafen Antalya entfernt. «Zudem muss man hier niemandem etwas punkto Fussball erklären, sie kennen sich alle aus», sagt YB-Sportchef Fredy Bickel.

Der grösste Pluspunkt ist zweifelsfrei die enorme Dichte an hervorragenden Naturrasenplätzen. Gemäss einer Statistik von 2013 hat es in der Region derzeit 137 Felder nach internationalen Normen, praktisch alle von den Hotels in Eigenregie gebaut und die Mehrheit mit modernen Bewässerungssystemen ausgerüstet.

«All inclusive» als Trumpf

Fast alle Hotels locken mit «All inclusive»-Angeboten, und dies nicht nur in Bezug auf das üppige kulinarische Angebot in Form opulenter Buffets zu praktisch jeder Tages- und Nachtzeit. Eingeschlossen sind vor allem auch die Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung im eigenen Resort. Der «Kaya Palazzo» verfügt beispielsweise über vier Plätze nach Uefa-Standard, welche die YB-Profis sogar bequem mit dem Fahrrad erreichen. Flutlicht zählt ebenfalls zum Standard wie Umkleidekabinen, Räume für die Schiedsrichter und das Material.

Dazu kommen Fitnessanlagen und ein grosszügiger Spa-Bereich. Und dies alles zu attraktiven Preisen. «In Spanien oder Portugal zum Beispiel muss man jeden Kaffee extra bezahlen, hier fällt das alles weg», sagt Thuns Sportchef Andres Gerber. Leemann geht davon aus, dass ein Trainingslager in der Türkei «rund ein Drittel billiger ausfällt als ein gleichwertiges in Spanien. Auch Amateure können sich dies durchaus leisten, die Angebote variieren laut Leemann pro Person und Woche zwischen 700 und 1100 Franken. Darin eingeschlossen gibts Anschauungsunterricht à discrétion.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18301194

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