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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 4. April 2014, 13:56 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.04.2014  Zitat: «Diese Entscheidung muss ich verantworten»
YB-Sportchef Fredy Bickel sagt nach den empfindlichen Rückschlägen im Titelrennen, wo die Probleme liegen, weshalb auch er sich hinterfragen muss und wie viel Kredit Trainer Uli Forte noch hat.
Fredy Bickel, Ihre Mannschaft musste nach der 0:4-Heimniederlage gegen GC auch gegen Aufsteiger Aarau einen empfindlichen Rückschlag im Titelrennen hinnehmen. Wie fühlen Sie sich? Ich bin natürlich überhaupt nicht glücklich über diese Entwicklung. Dies muss genau analysiert werden, aber das Ganze darf man auch nicht dramatisieren.
Weshalb nicht? Wir liegen mit unseren definierten Zielen, die wir herausgegeben haben, nach wie vor im Budget. Jedenfalls, was die Rangliste betrifft. Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir mindestens einen Europacupplatz erreichen wollen. Dann lagen wir in der Winterpause auf Rang 3 und haben neu herausgegeben, dass wir zumindest diese Platzierung halten wollen. Und das ist uns bisher gelungen, wir liegen zurzeit immer noch auf dem dritten Tabellenrang.
YB könnte sehr viel besser dastehen und mit Leader Basel und GC ernsthaft um den Titel mitspielen. Wo liegt denn das Problem? Unser Problem liegt darin, dass bei uns auf fünf gute Spiele prompt fünf schlechte folgen. Wir sind schlicht und einfach nicht konstant. Das ist ärgerlich, das darf nicht sein. Doch das hat seine Gründe.
Und jetzt kommen wohl die Ausreden? Ich suche keine Ausreden und gebe uns und den Spielern auch kein Alibi. Tatsache ist aber, dass wir in unserer Mannschaft fünf Leader haben, denen es nicht wunschgemäss läuft. Wölfli und Gerndt sind verletzt, Spycher war es lange und auch in der Vorbereitung. Von Bergen war deshalb vorwiegend auf sich allein gestellt. Und Vilotic, der ebenfalls eine Leaderrolle müsste übernehmen können, muss zuerst integriert werden. Und zudem war er lange Zeit nicht fit.
Weshalb war er nicht fit? Er konnte mit den Grasshoppers die Vorbereitung wegen einer Verletzung nicht mitmachen. Deshalb musste er zuerst und insbesondere im körperlichen Bereich grosse Defizite wettmachen.
Sie haben also mitten in der Saison einen Spieler vom Erzrivalen verpflichtet, der nicht fit ist? Ist das für einen erfahrenen Sportchef, wie Sie es sind, nicht fahrlässig? Diese Frage ist durchaus berechtigt. Man kann sich im Nachhinein fragen, weshalb wir Dusan Veskovac in der Winterpause abgaben und dann nachträglich Milan Vilotic verpflichteten. Wir hätten auch entscheiden können, Veskovac die Freigabe zu verweigern und Vilotic erst auf die neue Saison hin zu verpflichten. Diese Entscheidung muss ich verantworten.
Trotz aller Probleme. Hat YB nicht trotzdem genügend Qualität, um die guten Leistungen auch zu bestätigen? Unsere Leistungsschwankungen hängen auch damit zusammen, dass wir wegen verletzten oder gesperrten Spielern oftmals eine sehr junge Mannschaft haben. Wir haben die meisten U-21-Spieler aller Super-League-Mannschaften. Normalerweise stehen bis zu vier U-21-Akteure in der Startformation. Diese Jungs machen noch Fehler. Und das dürfen sie auch. Ich kann sie doch nicht verurteilen, wenn sich einer wie Frey eine naive zweite Gelbe holt und deshalb vom Platz fliegt. Oder wenn ein Junger bei stehenden Bällen oder im Spiel einen Stellungsfehler begeht. Solche Sachen gestehen wir den jungen Spielern zu. Aber sie müssen daraus sofort die richtigen Lehren ziehen.
Sprechen wir zum Schluss noch über Trainer Uli Forte. Ist er immer noch der richtige Trainer für YB? Ja, absolut. Er ist für uns der richtige Trainer zum richtigen Zeitpunkt. Ich glaube an den Trainer. Und ich glaube auch fest an unsere Mannschaft, dass sie schleunigst wieder auf die Erfolgsspur findet. http://bazonline.ch/sport/fussball/Dies ... y/19264982
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shalako
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Verfasst: Dienstag 6. Mai 2014, 22:30 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.06.2014  Zitat: «Wir hinterfragen uns jeden Tag»
YB steckt mal wieder in der Krise. YB-Sportchef Fredy Bickel spricht über schwache Leistungen und Rote Karten, Trainer Uli Forte und Transfers, Verletzte und Leaderfiguren.
Fredy Bickel, ist YB besser als letzte Saison? Fredy Bickel: Wir sind Dritter, letztes Jahr waren wir Siebter...
...aber die Leistungen zuletzt waren sehr schwach... ...ja, und wir wissen, dass wir keine überzeugende Saison spielen. Es gelingt uns einfach nicht, konstant zu sein. Wir haben schon lange nicht mehr eine ganze Partie gut gespielt.
Woran liegt das? Man darf nicht vergessen, dass dieses Team schwierige Zeiten hinter sich hat. Da braucht es nicht viel, und das Vertrauen ist weg. Zudem fehlen uns immer wieder wichtige Spieler. Das soll keine Ausrede sein, es ist ein Fakt.
Aber YB hat ein teures, breites Kader, auch am Sonntag in Zürich bei der 0:5-Niederlage gegen GC war die Bank trotz acht Absenzen prominent besetzt. Wir haben viele Spieler. Aber wir stecken in einer Negativspirale...
...und es hat kaum Führungsspieler im Team... ...diese Debatte um Führungsspieler ist nicht korrekt. Wir haben eine Achse mit fünf erfahrenen Akteuren. Marco Wölfli und Alexander Gerndt sind seit Monaten verletzt, Captain Christoph Spycher fiel lange aus, dazu spielte Milan Vilotic, den wir im Winter holten, oft angeschlagen, jetzt muss er nach einer Operation monatelang pausieren. Dann bleibt noch Steve von Bergen.
Der meistens solid bis gut spielt, aber zuletzt ebenfalls patzte. Auf von Bergen lasse ich keine Kritik kommen, er ist ein Leader, seine Verpflichtung hat sich gelohnt. Er darf auch mal ein schwächeres Spiel zeigen.
YB hat viele Verletzte, aber auch immer wieder Gesperrte nach Unsportlichkeiten. Hat das Team ein Disziplinproblem? Das ist zu weit hergeholt. Natürlich haben wir dumme Platzverweise geholt, aber diese Aktionen zeigen auch die Unzufriedenheit.
YB startete mit fünf Siegen in die Saison und wäre noch im Februar Leader gewesen, wenn die Mannschaft bei der 2:3-Niederlage in Basel nicht von den Spielleitern verpfiffen worden wäre. Also ist Potenzial im Team. Richtig, aber das bringt nichts, wenn es uns nicht gelingt, 90 Minuten ordentlich zu spielen. Wir verloren damals in Basel nicht nur das Spiel, sondern auch Alexander Gerndt mit einer Verletzung. Das zeigt exemplarisch, dass das Team mit Rückschlägen noch nicht umgehen kann.
Ist YB nicht zu lieb und zeigt im falschen Moment Emotionen? Wir waren im Frühling auch der Meinung, dass wir uns mehr wehren sollten, aber dann übertrieben wir es nach der 0:4-Niederlage gegen GC. Und natürlich sind die Platzverweise nach Unsportlichkeiten nicht zu entschuldigen. Aber wir dürfen jetzt auch nicht die Nerven verlieren und alles schlechtreden. In den letzten vier Partien in den nächsten 12 Tagen geht es mit aller Macht darum, Rang 3 zu verteidigen und den Europacup zu erreichen.
Was würden Sie als Sportchef im Rückblick gerne anders machen? Glauben Sie mir, wir hinterfragen uns jeden Tag. Das ist keine One-Man-Show, wir sind ein Team.
Die Zugänge in dieser Saison blieben grösstenteils blass. Das muss man von Spieler zu Spieler beurteilen.
Gerne. Alain Rochat und Milan Gajic vermochten nicht restlos zu überzeugen. Wir holten Rochat ganz klar als Ergänzungsspieler für die Defensive. Er kann sicher besser spielen, aber das gilt ja für die meisten Akteure. Von Gajic bin ich sehr überzeugt, er ist ein starker zentraler Mittelfeldspieler. Aber er ist keiner, der von seinem Naturell her vorangeht. In einem funktionierenden Team kann er eine wichtige Rolle einnehmen.
Auch die vielen Offensivspieler enttäuschten zuletzt. Wir haben vorne einige Alternativen, und es ist so, dass wir uns von mehreren Spielern mehr erhofft haben. Man darf nicht unterschätzen, dass die Akteure, die 20 Jahre alt oder jünger sind, Zeit benötigen, um sich zu entwickeln. Sie unterliegen Schwankungen.
Die Verunsicherung ist spürbar. Ja, und einer wie Samuel Afum steht als Beispiel für unsere Probleme. Er kann gar noch nicht stärker sein, weil er aus einer langen Verletzung zurückkommt. Afum benötigt eine echte Vorbereitung.
Milan Vilotic holten Sie im Winter für viel Geld von GC. Dabei war er bereits damals verletzt. Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass Vilotic für YB noch sehr wichtig werden wird. Tatsächlich konnte man bei der medizinischen Untersuchung im Januar nicht feststellen, wie schlecht es um seinen Knöchel wirklich steht. Das ist kein Vorwurf an unsere Ärzte, bei GC spielte Vilotic ebenfalls mit dieser Verletzung. Möglicherweise war es ein Fehler, setzten wir ihn angeschlagen ein, wodurch sich sein Zustand verschlechterte.
Auf dem Papier stellen von Bergen und Vilotic die beste Innenverteidigung der Liga... ...und mir ist dennoch bewusst, dass unsere Transferbilanz nicht ideal aussieht. Aber das ist eine Momentaufnahme. Ich sagte bei meinem Antritt im Januar 2013, dass wir eine Geschichte schreiben wollen. Und dass das nicht von heute auf morgen gehe. Von Bergen und Vilotic sollen in unserer Defensive die Basis bilden, um Erfolge zu haben. Vilotic wurde im Januar, als wir ihn holten, von der Swiss Football League als bester Verteidiger ausgezeichnet.
Seit der 5.Runde ist YB eines der schwächsten Teams. Das fällt auf Trainer Uli Forte zurück. Die Trainerfrage stellt sich nicht.
Uli Forte wird auch Ende Saison noch YB-Coach sein? Ich bin genug lange im Geschäft, um zu wissen, dass Versprechen mit Vorsicht zu geniessen sind. Im Fussball ist alles möglich. Tatsache ist: Wir sind von Uli Forte überzeugt, und es bringt nichts, wenn man bei YB immer im Frühsommer den Trainer wechselt.
Uli Forte werden in der neuen Saison kaum frische Kräfte zur Verfügung stehen. Einzig der Vertrag von Christoph Spycher, der zurücktritt, läuft aus. Ja, uns sind ein wenig die Hände gebunden. Zudem muss das Kader immer noch verkleinert werden. Aber vielleicht gelingt es uns ja, Spieler mit weiterlaufenden Verträgen abzugeben. Dann hätten wir etwas mehr Spielraum.
Und wie läuft die Suche nach dem dringend benötigten erfahrenen, zentralen Mittelfeldspieler mit Führungsqualitäten? Es gibt drei, vier interessante Optionen, aber es ist zu früh, um zu Namen Stellung zu nehmen. Wir werden einen bestandenen Fussballer holen, denn der Verlust von Spycher ist enorm schmerzhaft. Wenn es uns gelingt, einen Leader fürs Mittelfeld zu holen, sehe ich optimistisch in die Zukunft. Im Sommer beginnen alle wieder bei null. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18643201
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shalako
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Verfasst: Sonntag 11. Mai 2014, 10:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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11.05.2014  Zitat: «Nach diesem 2:2 geht es mir schlecht»
Fredy Bickel sagt vor dem Heimspiel gegen Basel, dass YB in den letzten drei Runden extrem gefordert sei.
Am Sonntag erscheint der FC Basel im Stade de Suisse. Sollte GC heute Samstag in Aarau Punkte lassen, könnte der FCB mit einem Sieg in Bern bereits den fünften Meistertitel in Serie feiern. An dieses spezielle Szenario will Fredy Bickel gar nicht denken. Die Qualifikation für den Europacup sei ein Muss, betont der YB-Sportchef. Doch in der erneut verkorksten YB-Saison muss Bickel mit allem rechnen.
Fredy Bickel, wer ist aus Ihrer Sicht das Überraschungsteam der Saison? Ich würde sagen der FC Aarau. Der Aufsteiger hat seine Sache gut gemacht, schaffte bereits vier Runden vor Schluss den Ligaerhalt, ohne je in Abstiegsgefahr geraten zu sein. Bedenkt man, welche finanziellen Möglichkeiten der Verein hat, ist das bemerkenswert. Auch GC gehört zu den positiven Überraschungen. Die Mannschaft bestätigt Platz zwei der vergangenen Saison. Sie spielt ein hohes Niveau und das mit relativ viel Konstanz. Und noch kann GC gar Meister werden.
Ich hätte erwartet, Sie würden auf diese Frage den FC Thun nennen. Ja, da haben Sie recht, Thun gehört auch zu diesem Kreis und spielt erneut eine starke Saison. Aber da ich Thuns Trainer Urs Fischer und auch Sportchef Andreas Gerber gut kenne, erscheint das für mich wie selbstverständlich. Ich hatte Thun vor der Saison auf der Rechnung für einen Spitzenplatz.
Weshalb ist YB erneut die Enttäuschung der Saison? Wir haben Platz 3 als Saisonziel herausgegeben und zurzeit stehen wir auf Platz 3. So gesehen sind wir daran, die Vorgaben zu erfüllen. Aber was wir teilweise auf dem Feld boten, ist natürlich enttäuschend. Das müssen wir nicht schönreden. Vor allem die Unkonstanz der Mannschaft gibt mir zu denken. Es gibt sicher Gründe dafür: das grosse Verletzungspech, die Unerfahrenheit der Mannschaft. Wir haben wohl Routiniers, aber daneben auch viele junge Spieler. Ehrlich gesagt: Die Unkonstanz macht uns allen zu schaffen, und eine schlüssige Antwort wissen wir nicht.
Letztes Beispiel ist das Spiel gegen Aarau. Beim 2:2 dominierte YB während über einer Stunde klar und gab innert zweier Minuten ein 2:0 preis. Ja, nach diesem 2:2 geht es mir schlecht. Wir haben zwei wichtige Punkte im Kampf um die Europacup-Plätze vergeben. Wir sind in den letzten drei Spielen extrem gefordert. Denn die Qualifikation für die Europa League ist ein Muss.
Was sagen eigentlich die Gebrüder Ryhs? Können Sie die YB-Besitzer noch beruhigen? Ich bin fast täglich mit ihnen im Kontakt und spüre bei den Gebrüdern Ryhs keine Ungeduld. Sie sind natürlich enttäuscht, wie wir alle auch. Sie leiden mit als Sportfans.
Ein Phänomen ist auch, dass Spieler, die zu YB wechseln, plötzlich alles zu verlernen scheinen. Josef Martínez erzielte in der Vorrunde für Thun acht Tore. Jetzt in der Rückrunde sind es mit YB zwei, beide gegen Schlusslicht Lausanne erzielt. Auch die Gebrüder Schneuwly tauten erst bei Thun richtig auf. Martínez ist im Winter mit dem Anspruch zu YB zurückgekehrt, Torschützenkönig zu werden. Er hat sich selbst enorm unter Druck gesetzt und sich so ins eigene Fleisch geschnitten. Ich sprach mit Christian Schneuwly über dieses Thema. Er sagte mir, schon beim Betreten des Stade de Suisse habe er jeweils einen enormen Erwartungsdruck gespürt – anders als beim FC Thun. Es gibt mehr talentierte Spieler, als man denkt, die dem Erwartungsdruck nicht gewachsen sind. Aber Martínez ist jung, er wird diesen Lernprozess in seiner Entwicklung mitnehmen.
Wie sieht die Situation bei den Leihspielern von YB aus: Haris Tabakovic, der beim FC Wil spielt, Alexander Gonzalez bei Aarau und Mathies Vitkieviez in St. Gallen. Kehren sie Ende Saison zurück? Ich gehe davon aus, dass keiner vom Quartett Gerndt, Frey, Kubo und Afum YB verlassen wird. So werden wir Tabakovic nicht zurückholen, sondern weiterhin ausleihen, damit er Spielpraxis erhält. Ob er bei Wil bleibt, ist eine andere Frage. Auch Clubs aus der Super League melden Interesse. Aarau möchte Gonzalez für eine weitere Saison ausleihen, doch Gonzalez ist mit der Einsatzzeit, die er in Aarau hat, nicht besonders glücklich. Vielleicht wechselt er zu einem andern Verein. Und mit Vitkieviez sind wir in Verhandlungen mit St. Gallen. Gibt es vorerst keine Einigungen, erscheinen alle drei zum Trainingsbeginn am 10. Juni bei YB. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Na ... y/21577263
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Hauptstadt
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Verfasst: Donnerstag 3. Juli 2014, 14:04 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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shalako
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Verfasst: Montag 22. September 2014, 08:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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22.09.2014  Zitat: Fredy Bickel: «Schlag ins Gesicht»
Der enttäuschte YB-Sportchef Fredy Bickel spricht im Interview über Blamagen und Verlierermentalität, Lohnabzug und Veroljub Salatic.
Haben Sie eine Erklärung für diese Blamage der Young Boys? Fredy Bickel: (überlegt lange) Nein. Nein, nein, nein! Ich kann nicht verstehen, wie man alles, was man sich in den letzten Wochen aufgebaut hat, in einer Partie einfach so wegwirft. Das ist überheblich, dumm, naiv. Ich bin sehr enttäuscht über unseren Auftritt in Buochs.
Wurde zu viel rotiert? Im Nachhinein ist man immer schlauer. Und wenn es keine personellen Wechsel gegeben hätte, wäre bei einer Niederlage die Meinung gewesen, es sei zu wenig rotiert worden. Die Partie fand keine 48 Stunden nach dem Spiel gegen Slovan Bratislava statt, deshalb war es richtig, frische Spieler einzusetzen.
Wie schlimm ist die Niederlage? Extrem schlimm. Sie kam aus dem Nichts, so etwas hätte ich niemals erwartet. Im Cup ist die Chance am grössten, einen Titel zu gewinnen. Und dann leisten wir uns diese Peinlichkeit.
Es scheint länger zu dauern, als Sie gedacht hatten, die Verlierermentalität zu vertreiben. Ich weiss, dass man YB vorwirft, zu genügsam zu sein. Solche Leistungen wie in Buochs zementieren dieses Bild leider. Ich bin aber der Meinung, dass wir schon einiges verändert haben und bis am Samstag auf einem sehr guten Weg waren. Jetzt gab es wieder einen Schlag ins Gesicht.
Dennoch: Sind solche Niederlagen nicht typisch für YB? Solange es immer wieder passiert, kann ich leider nicht das Gegenteil behaupten. Wir arbeiten hart, aber es geht offenbar nicht ohne Rückschläge. Ich hoffe, dass so etwas lange nicht mehr vorkommen wird.
Wie haben Sie diese Blamage intern verarbeitet? Es gab mehrere Sitzungen, zuerst noch in Buochs selber, dann mit der gesamten Mannschaft und dem Staff nach der Rückkehr in Bern in der Kabine des Stade de Suisse. Wir sprachen noch weit über eine Stunde miteinander, und am Sonntag wurde weiter diskutiert. Allen ist die Tragweite dieser Niederlage bewusst. Sie schmerzt den gesamten Verein sehr. Ich verstehe die Reaktionen der Fans, die sauer sind und enttäuscht von uns.
Was wurde in den Gesprächen denn beschlossen? Der Inhalt dieser Gespräche bleibt im Klub, das ist mir wichtig. Es wurde Klartext gesprochen. Die Stimmung war natürlich mies, wir sind am Boden zerstört, einige waren sehr hässig, andere weinten sogar. So eine bittere Niederlage geht nicht spurlos an einem vorbei.
Gibt es jetzt eigentlich Konsequenzen für die Spieler? Ja. Trainer Uli Forte und ich waren uns schon direkt nach der Partie am Samstag in Buochs einig, dass es eine Strafe geben müsse für ein so lockeres und arrogantes Auftreten. Einerseits sind alle ohnehin schon betroffen, weil unser Prämiensystem enorm leistungsabhängig ist. Und andererseits müssen jetzt die Spieler, Trainer und Betreuer zusätzlich auf einen Lohnanteil verzichten. Bei einigen ist das ein hoher vierstelliger Betrag.
Und der Sportchef gehört zum sportlichen Bereich und wird auch mit einem Lohnabzug bestraft.
Jetzt ist YB in der Super League extrem unter Druck. Das ist so, wir haben in der Liga das Messer am Hals, nachdem wir den Cup hergeschenkt haben. In der Super League wollen wir vorne mitspielen. Gewinnen wir am Mittwoch in Sion, kommt es am Sonntag zu einem interessanten Spiel gegen Leader Zürich.
Veroljub Salatic, bei GC nicht mehr erwünscht, und der vereinslose Reto Ziegler werden derweil als YB-Zugänge gehandelt. Salatic ist bei uns immer noch kein Thema. Und Ziegler ist ein interessanter Spieler, aber im Moment holen wir keinen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23007700
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shalako
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Verfasst: Freitag 17. Oktober 2014, 18:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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17.10.2014  Zitat: «Wer stillsteht, wird überrannt, liegen gelassen und vergessen»
Inkonsistenz und die Blamage im Cup gegen Buochs werfen Fragen auf. YB-Sportchef Fredy Bickel sagt vor dem Heimspiel gegen Basel unmissverständlich, was er in Zukunft auch von Trainer Uli Forte erwartet.
Fredy Bickel, wie hat YB die Nationalmannschaftspause überbrückt? Wir haben intensiv gearbeitet und ein Testspiel gegen Bundesligist SC Freiburg absolviert.
Wie verlief dieser Test? Wir spielten in Lörrach. Und es kamen 2200 Zuschauer, die ein spektakuläres Spiel sahen.
Was hat Ihnen daran so gefallen? Unsere Mannschaft zeigte eine engagierte Leistung. Ein gutes Spiel hat beim 1:2 auch Stürmer Adrian Nikci gemacht, der uns mit einem herrlichen Spielzug über Gajic in Führung brachte. Zudem konnten wir nach seiner Verletzungspause endlich wieder einmal Stürmer Gonzalo Zarate einsetzen, der über 45 Minuten gespielt hat und am Samstag gegen Basel womöglich wieder im Kader steht.
Wen kann man von den Langzeitverletzten ebenfalls bald einmal zurückerwarten? Verteidiger Milan Vilotic wird möglicherweise gegen Basel ebenfalls auf der Ersatzbank sitzen. Stürmer Alexander Gerndt macht nach seiner schweren Verletzung, die er sich in der letzten Saison gegen Basel zugezogen hat, ebenfalls grosse Fortschritte. Er wird in absehbarer Zeit erstmals mit der U-21-Mannschaft einlaufen.
Sie haben die Probleme bei YB unter anderem auch mit den vielen Abwesenden begründet. Alle unsere Führungsspieler – Von Bergen, Gerndt, Wölfli und Vilotic – waren lange verletzt. Auch während unserer gesamten Vorbereitungszeit. Zudem hat Spycher seine Karriere beendet. Das sind alles absolute Leader, die grosse Löcher rissen. So etwas kann in der Schweiz wohl ausser dem FC Basel kein Club einfach so wegstecken.
Doch bald wird YB wieder auf sämtliche Akteure im Kader zurückgreifen können. Die Zeit der Ausreden und Alibis ist dann vorbei. Ich habe diese Ausfälle nie als Ausrede benutzt. Wir haben auch so noch sehr viel Qualität im Kader, konnten diese aber nicht immer auf den Platz bringen.
Aber wo liegt denn das Problem? Es ist wie verhext, wir haben noch immer zu viele negative Ausreisser in unseren Partien. Wir sind auf dem Weg der Besserung, aber es fehlt noch immer schlicht und einfach die Konstanz.
Verantwortlich ist im Endeffekt der Trainer. Ist Uli Forte überhaupt noch der richtige Trainer für YB? Ja, absolut, da bin ich mir ganz sicher. Ich bin mit dem Verlauf der Meisterschaft plus minus zufrieden. Das Spiel in Aarau zuletzt hätten wir nicht verlieren dürfen. Dafür wollen wir uns bei den Fans im Heimspiel am Samstag gegen den Meister rehabilitieren. Das Ausscheiden im Cup bei Erstligist Buochs ist unverzeihlich und für uns alle noch immer eine Riesenenttäuschung.
Uli Forte hat in diesem Spiel gleich neun Änderungen vorgenommen. War das nicht ein kapitaler Fehler des Trainers? FCZ-Trainer Urs Meier hat im Cupspiel gegen die Basler Blackstars acht Änderungen vorgenommen und das Spiel gewonnen. Wir hatten in Buochs immer noch eine sehr gute Mannschaft auf dem Platz, da hat es anderweitig nicht gestimmt. Auch an der Einstellung. Die Einstellung zu diesem unterklassigen Gegner fehlte. Diese Niederlage kreide ich nicht einem Einzelnen, nicht dem Trainer, sondern uns allen an.
Aber trotzdem kann es in Zukunft ja nicht so weitergehen mit dem ständigen Auf und Ab. Was erwarten Sie im Speziellen von Uli Forte? Auch er steht wie wir alle unter einem Druck, unter Beobachtung. Wir brauchen den mittelfristigen Erfolg, wollen uns weiterentwickeln, an Kontinuität gewinnen. Um sich als Verein weiterentwickeln zu können, braucht es Führungspersonen, die vorneweg gehen, im Leben, an jedem Tag ebenfalls immer einen Schritt vorwärtskommen wollen.
Und wenn das Forte nicht gelingt? Dies liegt auf der Hand und gilt für jede Person in einer Kaderposition. Wer stillsteht wird irgendwann eingeholt, überrannt und darf sich nicht wundern, wenn er anschliessend liegen gelassen und vergessen wird und gehen muss. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29710205
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shalako
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Verfasst: Samstag 1. November 2014, 10:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.11.2014  Zitat: «Eine Versagermentalität ist nicht in den Spielern drin»
InterviewMit dem Heimspiel gegen Vaduz beginnt für YB das zweite Saisondrittel. Der Sportchef ist bisher nur bedingt zufrieden, weil sich das Team zu viele Ausrutscher geleistet hat.
Fredy Bickel, welche Note geben Sie YB nach einem Drittel der Meisterschaft 2014/15? Als Durchschnitt eine vier bis viereinhalb. Auf einzelne Spiele heruntergebrochen war es manchmal darüber, manchmal aber auch darunter.
Womit wir schon beim Thema Leistungsschwankungen wären, die auch in dieser Saison beträchtlich sind, insbesondere in der Super League. Es gibt zwei, drei Erklärungen dafür. Die Resultate waren nicht immer adäquat mit den Leistungen. Ausserdem fehlten uns in der Vorbereitung die verletzten Schlüsselfiguren Wölfli, von Bergen, Vilotic und Gerndt.
Das tönt nach einer Entschuldigung. Keinesfalls. Es gibt durchaus Gründe, wieso wir bisher nicht die Konstanz erreicht haben, die wir uns erhofft haben.
Tatsache ist, dass bei den Young Boys Top und Flop weiterhin sehr nahe beieinanderliegen. Gegen das renommierte Napoli brilliert das Team und holt sich einen der wertvollsten Siege seit langer Zeit. Andererseits blamiert es sich im Schweizer Cup gegen einen Zweitligisten bis auf die Knochen . . . . . . nochmals: Die Leistungen in der Meisterschaft waren besser als die Punkteausbeute. Wir hätten drei, vier Punkte mehr verdient.
Sie blenden die Spiele gegen Luzern, Sion und Zürich aus, in denen ein durchschnittliches YB nur dank viel Wettkampfglück jeweils drei Punkte holte. Das mag sein. Die Erfolge gegen Sion und den FCZ haben für mich insofern grosse Bedeutung, weil sie unmittelbar nach der Cup-Blamage in Buochs zustande kamen. Die Art und Weise, wie die Mannschaft reagierte, war für mich bis dato einer der Höhepunkte in dieser Saison. Die Spieler taten sehr, sehr viel, um die Schmach vergessen zu machen.
Wie tief hat sich der Absturz in Buochs eingebrannt? Sehr tief (schnauft tief durch). Es ist eine Niederlage, die nicht nur die Mannschaft, sondern den ganzen Club im Herzen getroffen hat. Das Verrückte ist: Ich weiss bis heute nicht, was wir falsch gemacht haben im Vorfeld. Wir redeten mit dem Team über das letztjährige Ausscheiden gegen den Erstligisten Le Mont. Die Europa-League-Partie gegen Slovan Bratislava wurde in Kombination mit dem darauffolgenden Match in Buochs angegangen. Alle Gefahren wurden angesprochen, wir waren vor dem Cup tagsüber wie üblich im Hotel. Würde man einen Katalog mit den wichtigsten Punkten konsultieren, alles wäre erfüllt. Und dann laufen wir in Buochs trotzdem auf Grund.
Gab es wirklich keine Alarmzeichen? Nein. Was mich nicht daran gehindert hat, hinterher intern die Frage zu stellen, ob uns in dieser Situation das Bauchgefühl verlassen hat. Irgendwelche Zeichen müssen vorhanden gewesen sein, die uns entgangen sind. Das beschäftigt mich.
Das Ausscheiden gegen Buochs bestätigt jene, die behaupten, bei YB habe sich eine Versagermentalität eingenistet. Eine Versagermentalität ist nicht in den YB-Spielern drin, das können Sie mir glauben. Dazu gab und gibt es zu viele personelle Änderungen. Was mir hingegen auffällt: Wenn du in Bern zwei-, dreimal verlierst, klopfen dir die Leute in der Stadt weiterhin auf die Schulter und reden dir Mut zu. Das ist an und für sich sehr positiv.
Nach der Niederlage in Buochs hat Ihnen kaum jemand auf die Schulter geklopft? Damals nicht. Aber wenn es in der Meisterschaft nicht läuft, dann werde ich nicht auf Übelste beschimpft, wenn ich mich in der Stadt zeige. Ich kann mir vorstellen, dass es den Spielern ähnlich geht. Vielleicht ist im Club nicht allen bewusst, wie gut wir es in Bern haben.
Wie war es früher in Zürich? Wenn ich als FCZ-Sportchef verloren hatte, dann ging ich in Zürich lieber nicht in die Stadt – und benutzte ganz sicher keine öffentlichen Verkehrsmittel. Denn da wurde ich angepöbelt, wenn es nicht lief.
In Bern wird um das jahrzehntelange Warten auf eine wichtige Trophäe schon fast ein Kult betrieben. Letzte Woche beispielsweise wurde der 10'000 Tag ohne Titel gefeiert auf diversen Kommunikationskanälen. In Basel oder Zürich wäre so etwas undenkbar. Das ist ja das Schöne in dieser Stadt: Die Leute haben unglaublich viel Geduld, was aber auch ein Fluch sein kann. Doch ich kann die Mentalität der hiesigen Bevölkerung ohnehin nicht ändern.
Wie weit können Sie zumindest die Mentalität bei YB verändern? Ich kann nicht den ganzen Charakter des Clubs ändern, doch ich kann Einfluss nehmen auf gewisse Dinge. Seit ich wieder in Bern bin, haben wir schon einiges umgebaut, zum Beispiel den Nachwuchs. Ernst Graf, der vor einem Jahr die Leitung der Abteilung übernommen hat, hält mir vorbildlich den Rücken frei. Und auch die Nachwuchstrainer arbeiten hervorragend. Der wichtigste Punkt bleibt aber die Kaderzusammenstellung. Du kannst nicht die Mannschaft austauschen, einfach 15 Spieler mit der gewünschten Mentalität holen. Das erlaubt das Budget nicht. Aber du kannst Schritt für Schritt das Gesicht verändern, um am Ende eine Gruppe zu haben, die gemeinsam Erfolg haben kann und will.
Wie haben Sie den Charakter des Teams verändert? Indem wir Spieler verpflichtet haben, die unbedingt einen Titel holen wollen. Sanogo ist ein exemplarisches Beispiel dafür. Oder Rochat und von Bergen, die nach einem weiteren Pokal lechzen.
Wieweit ist dieser Umbau fortgeschritten? Ich würde sagen, wir sind im Zeitplan. Der grosse Schnitt steht im nächsten Sommer bevor, wenn über zehn Verträge auslaufen.
Mindestens die Hälfte der Betroffenen wird YB verlassen müssen. Wie sieht es bei Wölfli, Rochat, Nuzzolo, Lecjaks, Zárate und Hoarau aus? Nuzzolo, Rochat, Lecjaks und Wölfli haben sich mit ihren Leistungen und ihrem Verhalten in eine gute Position gebracht. Mit ihnen werden wir demnächst zusammensitzen. Bei Zárate, Vitkieviez und Bürki müssen wir abwarten, wie sie sich nach ihren schwerwiegenden Verletzungen entwickeln.
Wölfli hat nach seiner Rückversetzung klargemacht, dass er im Winter Klarheit haben will, wie es weitergeht. Wie gross schätzen Sie die Chance ein, dass er bei YB bleibt? Ich habe mit Marco ein sehr spezielles Verhältnis. Wir wissen beide, wie wir ticken. Ich muss ihn von nichts überzeugen. Entweder er wird kommen und sagen, er gehe, weil er wieder irgendwo die Nummer 1 sein will. Oder er sagt, er bleibe, weil er zu diesem Verein gehört und den jungen Spielern helfe wolle. In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, dass Mvogo vermutlich nicht so befreit und sicher im Tor stehen würde, wenn er hinter sich einen Goalie hätte, der ihm das Leben schwermachen würde. Marco verhält sich sehr vorbildlich in seiner neuen Rolle. Deshalb würde uns sicher etwas fehlen, wenn er YB verlässt.
Drehen wir die Goaliefrage weiter: Wölfli geht im Winter und Mvogo nimmt im nächsten Sommer, wie kürzlich Michael Frey, das erste gute Angebot aus dem Ausland an. Sind Sie auf dieses Szenario vorbereitet? Natürlich machen wir uns darüber Gedanken. Wichtig sind mir zwei Dinge: Erstens habe ich viel Vertrauen in David von Ballmoos, unsere Nummer 3. Zweitens ist es nicht so, dass Michael Frey ein Türöffner für alle anderen Jungen war. Irgendwann werden wir auch einmal hinstehen und auf einem laufenden Vertrag beharren. Ein bis zwei Talente pro Saison abzugeben, mag für den Club drinliegen, aber sicher nicht mehr.
Dieses Problem ist für Sie nicht neu? Nein, damit hatte ich schon beim FCZ zu tun. Beim ersten Spieler, der gehen will, kämpft man zwar um ihn. Doch wenn eine Schmerzgrenze erreicht wird, ist man eher bereit, ihn ziehen zu lassen. Beim zweiten oder dritten Spieler, der das gleiche Ziel hat, wird man schon weniger schnell weich. Ein Club kann nicht immer sagen, er baue auf die jungen Spieler und lässt dann gleichwohl alle ziehen bei der erstbesten Gelegenheit. Zudem gilt es auch eine Verantwortung gegenüber der Mannschaft wahrzunehmen, der nicht immer die besten Spieler ausgerissen werden können, wenn sie ihre Ziele erreichen soll.
Gibt es für Mvogo schon konkrete Anfragen? Ich habe schon mit Clubs über ihn gesprochen. Ich habe allen Interessenten gesagt, dass ein Transfer im Moment für uns kein Thema ist. Und ein konkretes, schriftliches Angebot eines Clubs ist bis jetzt noch nicht bei uns gelandet.
Ein weiterer Spieler, der im Blickpunkt steht, ist der neue Stürmer Guillaume Hoarau. Seine Wucht und Präsenz tut YB sehr gut, nicht? Nicht nur das. Hoarau redet auch mit den Jungen. Vor dem Napoli-Match beispielsweise hat er Kubo seine Spielweise zu erklären versucht, auch wenn das kommunikationstechnisch schwierig war. Er redet auch vor der ganzen Gruppe und hat sofort eine Führungsrolle übernommen. Bei Hoaraus Transfer hat mich Stéphane Chapuisat sehr stark unterstützt. Denn ich habe anfänglich nicht geglaubt, dass ein Spieler von diesem Format zu YB kommen würde.
Besteht eine Chance, dass Hoarau länger als die Saison bei YB bleibt? Im Normalfall nicht. Aber man hofft natürlich immer. Vielleicht kommt er im Februar oder März zu uns und sagt, es gefalle ihm hier in Bern ausgezeichnet und er wolle nun doch länger bleiben als geplant. Darüber zu spekulieren, ist jetzt aber noch zu früh.
Das nächste Transferfenster öffnet schon in der Winterpause. Ein Name, der immer wieder mit YB in Verbindung gebracht wird, ist jener von Veroljub Salatic. Er ist nicht das Thema, das wir jetzt pushen. Wir haben keinen Bedarf im zentralen Mittelfeld, wenn nicht irgendetwas passiert.
Ein Mittelfeldspieler, der höhere Ziele als die Super League verfolgt, ist Sekou Sanogo. Wie schätzen Sie die Situation bei ihm ein? Sanogo denkt sehr klar, er weiss, was er will und studiert sehr viel. Den Wechsel zu YB hat er sehr bewusst gemacht, um einen Schritt weiterzukommen. Auch bei ihm gibt es Interessenten. Aber wir hoffen, dass er noch längere Zeit bei uns in Bern bleibt.
Hoaraus Transfer war nur dank der Europa-League-Qualifikation möglich. Wie sieht es mit dem finanziellen Spielraum aus? Keine Frage: Mit den Möglichkeiten, die YB hat, muss es sein Budget, seine Auslagen selber erwirtschaften. Das hat man mir auch klar und deutlich gesagt, als ich zurückgekehrt bin. Wir waren einmal weit weg von diesem Ziel.
Und das ist heute auch noch so? Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen, was auch mit längerfristigen Verpflichtungen oder Verträgen zu tun hat. Aber die Situation hat sich schon deutlich verbessert. Es heisst immer, YB hat viel Geld und leistet sich das zweitteuerste Kader der Super League. Ich bin mit Blick auf die Konkurrenz nicht sicher, ob dies stimmt. Zudem will niemand sehen, dass wir das Budget wirklich strikt zurückgefahren haben – auch weil die Spieler mitmachen, indem sie bei Vertragsverlängerungen Lohneinbussen akzeptieren.
Bei Ihrer Rückkehr haben Sie von einem 3-Jahres-Plan gesprochen, mit dem Ziel, einen Titel zu holen. Ich bereue es, das Ziel so formuliert zu haben. Und zwar nicht deshalb, weil ich diesen Anspruch nicht hätte. Ich habe bei meinem Antritt gesagt, dass wir drei Jahre brauchen, um etwas aufzubauen. Und da wurde ich gefragt, ob ich keinen Anspruch hätte. Ich habe darauf geantwortet, dass es immer das Ziel sei, einen Titel zu holen. Und seither wird mir nun immer um die Ohren gehauen, dass ich mit YB in drei Jahren einen Titel holen muss.
Vom Titelziel zurück zum Tagesgeschäft: Am Sonntag spielt YB daheim gegen Vaduz, am Donnerstag in Neapel. Da besteht erneut die Gefahr von Flop und Top? So wie wir im Moment in der Super League dastehen, dürfen wir uns keine Ausrutscher mehr erlauben, davon hatten wir schon genug. Wir haben klare Ziele formuliert. Im Cup zu überwintern haben wir nicht geschafft. In der Meisterschaft wollen wir in die Top 3. Dafür müssen wir uns aber die entsprechende Ausgangslage erarbeiten. Wenn wir mit vielen Punkten Rückstand auf Platz 5 oder 6 stehen, müssen wir über die Bücher. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ei ... y/20259015
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shalako
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Verfasst: Dienstag 4. November 2014, 11:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.11.2014  Zitat: «Logisch gibt es Diskussionen»
von Peter Berger - YB-Sportchef Fredy Bickel sagt einen Tag nach dem 0:1 gegen Vaduz, dass keine Sitzung für die Entlassung von Trainer Uli Forte geplant sei.
Fredy Bickel, haben Sie die Niederlage verdaut? Nein, so etwas dauert länger.
Nach der Cup-Pleite gegen Buochs gab es Lohneinbussen für die Spieler. Und jetzt? Auch hier gibt es Konsequenzen. Es gibt nämlich in jeder Runde nur Prämien, wenn wir auf einem Europacup-Platz sind, also in den Top 4. Dabei sind diese auf Rang 4 deutlich tiefer als auf Rang 1.
Ist Trainer Uli Forte ein Thema? Es ist logisch, dass es Diskussionen gibt, wenn man nicht vom Fleck kommt. Jeder kennt das Business. Aber ich habe weder heute noch morgen eine Krisensitzung wegen des Trainers.
Aber YB steckt in einer Krise. In der Meisterschaft sicher. Fünf Niederlagen in 13 Partien ist alarmierend und definitiv nicht unser Anspruch. Dieser lautet Top 3 – und zwar nicht erst in der letzten Runde.
Sie haben es angesprochen. Es ist Anfang November – und YB hat schon fünfmal verloren. Letztmals verlor 2007 ein Meister mehr als sechsmal (FCZ, siebenmal, die Red.). Ist der Meisterzug abgefahren? Nach dieser Statistik ja. Bloss müssen wir uns im Moment nach drei Niederlagen in Serie, zwei davon zu Hause, gar keine Gedanken über den Meistertitel machen. http://www.20min.ch/sport/fussball/story/11042486
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 5. November 2014, 19:06 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.11.2014  Zitat: YB-Bickel schart seine Vertrauten um sich
Jetzt fehlt nur noch Schällibaum
Zehn Kumpels hat YB-Sportchef Fredy Bickel schon nach Bern geholt. Kommt auch noch Marco Schällibaum?
Es ist bloss ein Gedankenspiel. Aber was, wenn YB morgen in Napoli richtig eins auf den Deckel kriegt und auch am Sonntag gegen Sion verliert? Die Indizien mehren sich, dass es dann für Trainer Uli Forte ganz eng wird. Und danach? Denkt Sportchef Fredy Bickel über eine Renaissance der YB-WG von 2001 nach?
Damals bewohnten Bickel, Fortes Assistent Harald Gämperle und der damalige Trainer Marco Schällibaum eine Ein-Zimmer-WG im Marzili-Quartier. 800 Franken Miete pro Monat. Um diese zu komplettieren, fehlt bloss noch Schälli.
Wer die Aussagen von Bickel nach dem peinlichen 0:1 gegen Vaduz deutet, spürt: Viel Geduld mit Forte hat Bickel nicht mehr. «Eine weitere Heimniederlage können wir uns schlichtweg nicht erlauben», sagt Bickel «Tagi.ch». Auf die Frage, was passieren würde, sollte Forte das Team nicht vorwärtsbringen, sagte Bickel schon früher: «Dies gilt für jede Person in einer Kaderposition. Wer stillsteht, darf sich nicht wundern, wenn er gehen muss.»
Steht Schälli, er wurde beim MLS-Team Montreal Impact im Dezember entlassen, in den Startlöchern? «Die Situation, dass YB keinen Trainer hat, ist nicht gegeben. Es bringt erst dann etwas, darüber zu reden, wenn die Konstellation so ist», sagt der Zürcher vorsichtig.
Schälli, kein ehemaliger FCZler, wäre der zehnte Kumpel von Bickel, den der Sportchef nach Bern lotsen würde. Die übrigen neun waren alle einst beim FC Zürich.
Zuerst macht Bickel im April 2013 Bernard Challandes zum Feuerwehrmann, als Nachfolger von Martin Rueda. Ende Saison löst Forte Challandes ab. Noch bevor Fortes Name bekannt ist, kennt man aber denjenigen des Assistenten: Gämperle, beim FCZ unter Vertrag.
Auch der heutige U14-Coach Erich Hänzi ist beim FCZ, als ihn Bickel holt. Im Januar 2014 tritt Ernst Graf das Amt des Nachwuchs-Chefs an. Ein Job, den er einst beim FCZ innehatte. Ex-FCZ-Goalie-Trainer Stefan Knutti übernimmt die Koordination aller YB-Goalies. Auch vier FCZ-Spieler halten Einzug: Steve von Bergen, Alain Rochat, Milan Gajic, Adrian Nikci. Fehlt noch Schälli. Dann wären Bickel und seine Freunde zu elft. Eine komplette Mannschaft. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 48338.html
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Hauptstadt
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Verfasst: Freitag 16. Januar 2015, 23:03 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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