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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. Juli 2014, 11:09 
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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. Juli 2014, 11:16 
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27.07.2014

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YB-Stürmer auf dem Weg nach oben

Bum, bum, Afum – auch heute gegen Aarau?

Vor acht Jahren verlor er seinen Vater. Aber auch Samuel Afums Tochter sieht ihren Papa kaum. Doch bald soll sie in die Schweiz kommen. Klappts dann endlich mit Afums Durchbruch?

Es scheint, als sei er endlich angekommen. Auch wenn Samuel Afum (23) noch immer alleine in Bern wohnt. Seit anderthalb Jahren spricht er davon, dass er seine Frau Christabel (22) und seine Tochter Alicia (2) in die Schweiz holen will. Nächsten Monat endlich soll es so weit sein.

«Wenn alles klappt, kommen sie Ende August für zwei Monate her», sagt der YB-Stürmer.

Afum lebt in Bern, Frau und Kind in Ghanas Hauptstadt Accra. Zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder. Afum: «Mein Vater starb vor acht Jahren.»

Jeden Morgen ruft Sämi, wie sie ihn in Bern nennen, zu Hause an, will wissen, ob alles gut sei, wie es der Kleinen gehe, was sie gelernt habe. Er gibt sich cool: «Ich bin Profi, ich kam hierher, um zu arbeiten.»

Ganz allein ist er in Bern allerdings nicht. Einen ghanaischen Freund hat er in der Hauptstadt, einen in Aarau. Plagt ihn das Heimweh, geht er in den Afrika-Shop im Breitenrain, kauft sich Spezialitäten aus der Heimat und kocht sich Reis und Eintopf mit Hühnchen, Kokosmilch und viel Paprika. Ein bisschen Zuhause in der Ferne.

Zudem sei das Team wie eine kleine Familie. Fast immer geht er mit den YB-Kollegen Mittagessen. Am Donnerstag waren sie zusammen im Open-Air-Kino auf der grossen Schanze, direkt oberhalb des Bahnhofs. «Casablanca» flimmerte über die Leinwand. Grosse Liebe. Viel Drama.

Uli Forte: «Afum hat sein Potenzial erst angedeutet»

Davon hat er bei YB selbst schon genug erlebt. Seit anderthalb Jahren ist er in Bern. Uli Forte ist – nach Martin Rueda und Bernard Challandes – sein dritter Trainer. In seiner ersten Saison in Bern zerschellte YB an den Erwartungen, qualifizierte sich nicht einmal für Europa.

Die zweite war ein Rauf und Runter. Und für ihn persönlich eine Seuchensaison. Zwei Knie-Operationen. Einmal links, einmal rechts. «Ich bete, dass ich mich jetzt nicht mehr verletze», sagt er. Es ist seine grösste Angst.

Sollte er gesund bleiben, hat er die Fähigkeiten, um die YB-Fans glücklich zu machen. Wie beim ersten Saisonspiel in St. Gallen. Flanke Nuzzolo, Direktabnahme Afum. Bum, Bum – 2:2 in letzter Sekunde. Trainer Uli Forte schwärmt: «Er wurde eingewechselt, brauchte dann knapp eine Viertelstunde für sein Tor. Doch damit hat er sein Potenzial erst angedeutet. Sämi hat einen grossen Schritt nach vorne gemacht.»

Auch heute gegen Aarau dürfte Afum von der Bank kommen. Noch steht ihm Michi Frey vor der Sonne. Doch er wird seine Chance kriegen. Läuft für YB alles nach Plan, bestreiten die Berner in den nächsten fünf Wochen zehn Spiele. Forte wird rotieren, Afum lauern. Und bald schon kommt seine Familie. Vielleicht gelingt ihm dann der lang erwartete Durchbruch.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 13976.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. Juli 2014, 11:24 
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mvogo
wüthrich - bürki - rochat
sutter - costanzo - gajic - lecjaks
steffen - afum - nuzzolo

yb - aarau 2:0


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. Juli 2014, 16:09 
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27.07.2014

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Nach Rückstand gegen Aarau

Kubo rettet YB ein Remis

Kein Sieger in Bern! Die Young Boys und der FC Aarau trennen sich 1:1.

19 Jahre lang konnte der FC Aarau in Bern nicht mehr gewinnen. Und es bleibt dabei.

In der ersten Hälfte zeigen sich die Aarauer mit einer 3-4-3-Formation überraschend offensiv. Die besten Chancen aber gehören YB.

Erst läuft Lecjaks in der 12. Minute alleine auf FCA-Goalie Mall zu. Letzterer hält stark.

Dann hat Kubo in der 26. Minute die Möglichkeit, die Berner in Führung zu schiessen. Mall schnappt Frey den Ball vom Fuss. Kubo aber trifft das (fast) leere Tor nicht.

Der FCA machts besser. 35. Minute, Freistoss Lüscher von halblinks. Der Assist-König der Liga zwirbelt den Ball auf den Kopf von Stürmer Senger – und schon stehts 1:0 für die Gäste!

YB steht unter Schock – und kann froh sein, dass es mit 0:1 in die Pause geht. Denn erst scheitert Gygax an Goalie Mvogo (40.). Und dann steht dem Aarauer Flügel die Latte im Weg (45.).

Uli Forte wechselt zur Halbzeit Nuzzolo für Wüthrich ein. Ein guter Schachzug. Denn sofort kommt mächtig Schwung über die rechte Berner Seite.

In der 51. Minute wird Nuzzolo herrlich von Sutter lanciert, spielt in die Mitte, wo erst Frey verpasst, Kubo den Pass aber im Netz unterbringt – 1:1!

Jetzt will YB den Sieg. Und von Aarau kommt fast nichts mehr. FCA-Trainer Christ hofft, mit der Einwechslung des Letten Gauracs, gegen Sion noch Siegtorschütze, neuen Schwung ins Spiel zu bringen.

Gauracs aber steht nur gerade ein paar Augenblicke auf dem Kunstrasen, schon muss er mit der Trage abtransportiert werden. Der Lette hat sich offenbar am Knie verletzt, Aarau muss das Spiel mit zehn Mann beenden.

YB aber gehts nicht anders. Denn auch Bürki hat sich im Zweikampf mit Gauracs verletzt! Und weil auch die Berner schon drei Mal gewechselt haben, stehen in der Schlussphase nur noch 20 Männer auf dem Platz.

In der 89. Minute haben die Gäste Glück, als der eingewechselte Garat mit einem Kopfball noch die eigene Latte trifft. Am 1:1 aber ändert sich nichts mehr, weil YBs Druckphase zum Schluss nicht mehr zum Erfolg führt und Aarau hinten zumacht.
YB - Aarau 1:1 (0:1)
Stade de Suisse, Bern. - SR Adrien Jaccottet, Schweiz. - Tore: 35. Dante Senger 0:1, 51. Yuya Kubo 1:1.

YB: Mvogo Y., Gregory Wüthrich, Burki M., Rochat A., Sutter S., Costanzo M., Gajic M., Lecjaks J., Steffen R., Frey M., Kubo Y. - Einwechslungen: Raphaël Nuzzolo (46. für Gregory Wüthrich), Zarate G. (68. für Steffen R.), Afum S. (74. für Kubo Y.).

Aarau: Joël Mall, Martignoni B., Olivier Jäckle, Thaler M., Nganga I., Burki S., Sven Lüscher, Jaggy K., Andrist S., Senger D., Gygax D. - Einwechslungen: Wieser S. (61. für Sven Lüscher), Garat J. (70. für Martignoni B.), Gauracs E. (76. für Senger D.).

Verwarnungen: Aarau: 15. Martignoni B. (Gelb), 84. Andrist S. (Gelb).


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 13976.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. Juli 2014, 16:12 
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YB spielt erneut remis

Die Young Boys haben sich auch im zweiten Saisonspiel mit einem Punkt begnügen müssen. Das Team von Uli Forte spielte zuhause gegen Aarau 1:1 unentschieden.

YB drückte in der Schlussphase auf den 2:1-Siegtreffer. Dass aber ein Kopfball an die eigene Latte von Aaraus Juan Pablo Garats die gefährlichste Szene in den letzten Minuten blieb, war bezeichnend für die Partie im Stade de Suisse.

YB verfügte nicht über die nötige offensive Qualität, um den ersten Saisonsieg einzufahren. In der ersten Halbzeit liessen so Michael Frey und Yuya Kubo gute Möglichkeiten aus.
Aarau-Führung mit erster Chance

Weil YB auch hinten die letzte Konsequenz vermissen liess, hiess es plötzlich 1:0 für Aarau. Mit der ersten Aarauer Chance köpfelte Dante Senger die Gäste nach einem Freistoss in Führung (34.). Der Treffer verunsicherte YB, Daniel Gygax hatte das 2:0 vor der Pause zweimal auf dem Fuss. Ein Heber in der Nachspielzeit landete an der Latte.

Forte reagierte und brachte Raphael Nuzzolo. Nach schöner Kombination passte dieser in der 51. Minute in die Mitte, wo Kubo zum Ausgleich traf.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... neut-remis

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. Juli 2014, 18:54 
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YB misslingt die Heimouvertüre

Trotz vieler Torchancen schaffen die Young Boys gegen Aarau nur ein 1:1. Yuya Kubo erzielt das Tor für die Berner, die in der zweiten Halbzeit dominieren und beste Chancen vergeben.

Vergangene Saison starteten die Young Boys mit fünf Siegen in Serie. Diese Saison spielte YB bisher nur ­Unentschieden: 2:2 in St. Gallen und nun 1:1 gegen den Abstiegskandidaten FC Aarau. Das erste Heimspiel auf dem neuen Plastikrasen im Stade de Suisse wurde für die Young Boys und ihren Anhang zur Enttäuschung. Trotz grossem Aufwand und Einbahnfussball in der zweiten Halbzeit musste sich YB mit einem Punkt begnügen und liegt schon wieder um vier Punkte hinter dem FC Basel zurück.

Ist das bereits ein YB-Fehlstart? «Nein», wiegelte Uli Forte ab. «Es ist ein normaler Start. Wir sind in beiden Spielen in Rückstand geraten, das brachte ­jeweils Unruhe und Hektik in unsere Reihen. Es wäre dienlich, wir würden mal in Führung gehen.»

Möglichkeiten dazu hatten die Young Boys gegen Aarau zu genüge. Aber Lecjaks (12.), Costanzo (22.) und Frey (26.) scheiterten jeweils am fehlerlos spielenden Aarau-Goalie Mall und als Kubo in der 26. Minute in der Szene mit Frey zum Nachschuss kam, traf er das leere Tor nicht.

«Wir hätten 0:2 oder 0:3 im Rückstand liegen können und gingen aus dem Nichts heraus in Führung», bemerkte Aaraus Trainer Sven Christ; das war in der 35. Minute, als Spezialist Lüscher eine Freistossflanke vor das Tor zirkelte und Senger genau im richtigen Moment hochsprang und die gesamte YB-Abwehr überlistete.

Danach erlitt das YB-Spiel einen Bruch, der Rhythmus war plötzlich weg und die Fehlpassquote stieg. Und die ­Aarauer holten sich mit der Führung zusätzlich Mut. Senger mit einem Pass in die Schnittstelle der Berner Abwehr verschaffte Gygax freie Bahn, Mvogo rettete YB vor dem zweiten Gegentreffer (40.). Und kurz vor der Pause hob Gygax, diesmal auf eine Flanke von Senger, den Ball über Mvogo an die Latte.

Korrektur für die zweite Halbzeit

Forte reagierte und brachte mit Nuzzolo für Verteidiger Wüthrich für die zweite Halbzeit einen weiteren Offensivspieler, stellte von der Dreierkette auf eine Viererabwehr um. «Wir spielten mit drei Verteidigern gegen Aaraus einzige Sturmspitze Senger, verloren aber im Mittelfeld den Zugriff auf das Spiel, weil wir zu passiv agierten und in der Abwehr die Spieler unterbeschäftigt waren», erklärte Forte. Die zweite Hälfte wurde dann deutlich von den Young Boys dominiert. Die Aarauer, bei denen zuvor die Rechnung mit ihrer Dreierabwehr aufgegangen war, mussten sich nun in die eigene Platzhälfte drängen lassen.

Doch mehr als der verdiente Ausgleich durch Kubo schafften die Young Boys nicht, weil sie auch in der zweiten Halbzeit die besten Möglichkeiten vergaben. So wuchtete Nuzzolo in der 63. Minute völlig frei vor Mall den Ball knapp neben den Pfosten, auch Frey und Zárate schafften den Führungstreffer nicht; und als dem eingewechselten Garat beim Abwehrversuch ein Kopfball missglückte, landete dieser an der Latte des eigenen Tores.

Bei einem zweiten YB-Tor wären die Aarauer wahrscheinlich zusammengebrochen, aber so wehrten sie sich leidenschaftlich gegen den YB-Ansturm. «Wir waren das um zwei Klassen bessere Team, aber wir machten die Tore nicht», ärgerte sich Michael Frey. Trainer Forte attestierte den Aarauern, sich «bravourös gemetzget» zu haben. «Doch in der zweiten Halbzeit dominierten wir klar.» Der FC Aarau, mit dem 21-jährigen Abwehrchef Jäckle, dem ebenfalls 21-jährigen Martignoni und dem 20-jährigen Marco Thaler, der vor zwei Monaten noch drei Spielklassen tiefer beim FC Baden in der 1. Liga classic spielte, wankte, aber fiel nicht.

Die letzten Minuten spielten beide Teams zu zehnt. Bei Aarau musste der neue lettische Stürmer Gauracs zwei ­Minuten nach seiner Einwechslung mit dem Verdacht auf eine schwere Knieverletzung vom Platz. Und Minuten später musste auch Marco Bürki verletzt vom Feld; wieder mit Verdacht auf Fussbruch – den rechten Fuss hatte er schon zweimal gebrochen. Bürki wurde für eine ­Diagnose ins Spital überführt, wo die ersten Untersuchungen ergaben, dass er sich zumindest nicht erneut einen Bruch zugezogen hatte.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/20355895

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. Juli 2014, 18:56 
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28.07.2014

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Kein Fussbruch bei Bürki

Entgegen der ersten Befürchtungen hat sich YB-Verteidiger Marco Bürki keinen Fussbruch, sondern lediglich eine Prellung zugezogen. Sein Einsatz in der Europa League ist dennoch fraglich.

Es lief die 78. Minute in der Partie Young Boys gegen den FC Aarau, am vergangenen Sonntag. Nach einem Zweikampf musste der Berner Innenverteidiger Marco Bürki mit einer Verletzung vom Platz, sein Team die restliche Zeit zu zehnt über die Runden bringen, weil Uli Forte das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte. Wie der Verein am Montag bekannt gibt, hat sich der 21-Jährige doch keinen Fussbruch zugezogen, wie erst befürchtet worden war. Es handelt sich lediglich eine Prellung am rechten Fuss. Dennoch steht hinter dem Einsatz des Abwehrspielers kommenden Donnerstag im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation gegen Ermis Aradippou ein Fragezeichen. Mit Steve von Bergen und Milan Vilotic fallen bei YB bereits zwei Innenverteidiger verletzt aus.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18673341

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. Juli 2014, 18:58 
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28.07.2014

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Konkurrenzkampf auf vorteilhafter Unterlage

Raphaël Nuzzolo sah sich am Sonntag gegen den FC Aarau mit einem alten Bekannten konfrontiert − dem Kunstrasen.

Als YB am Sonntag gegen Aarau die Super-League-Saison für das Berner Publikum einläutete, war vieles neu. Die bekannteste Modifikation ist sicherlich der Kunstrasen, welcher seit dieser Saison erneut die YB-Heimstätte schmückt. Zudem zierte erstmals Adrian Nikcis Name das Matchblatt – und Raphaël Nuzzolo in der Rolle des Edelreservisten war eine ungewöhnliche Besetzung.

Letzterer schritt nach Spielschluss mit gesenktem Kopf an den wartenden Journalisten vorbei und verkroch sich erst mal in die Kabine. Etwa eine Viertelstunde später kehrte der Neuenburger dann zurück, um sich den noch anwesenden Pressevertretern zu stellen. «Ich hatte zwei gute Chancen vergeben, und wir haben nicht gewonnen», sagte er als Erstes. Ergo sei er natürlich nicht zufrieden. Bei seiner Analyse ging er aber etwas gar hart mit sich selbst ins Gericht, denn wie schon gegen St.Gallen spielte Nuzzolo auch gegen Aarau nach seiner Einwechslung sehr auffällig.

Die Selbstkritik ist nur deshalb vertretbar, weil er tatsächlich mindestens einen Treffer hätte erzielen können – oder besser: müssen. Aber der 31-Jährige wirbelte, eroberte Bälle, lief und lancierte. Dies sei aber ganz normal, denn wenn man von der Ersatzbank in ein Spiel komme, dann sei man halt sehr motiviert und versuche Druck aufs Tor auszuüben, meinte Nuzzolo.

Wie vor Wochenfrist bereitete er auch gegen Aarau den Ausgleichstreffer vor und wusste zu gefallen. Nach dem Spiel gegen St.Gallen hatte Uli Forte noch gesagt, Nuzzolo sei nach seiner Schulterverletzung noch einhundertprozentig fit. Gut möglich aber, dass es dem Trainer bei dieser Massnahme mehr darum geht, den Konkurrenzkampf zu lancieren. Fortes Plan geht bisher voll auf.

Der Spieler sagt dazu: «Die Teamkollegen haben es auch verdient, zu spielen, das heisst für mich aber nicht, dass ich mich damit zufriedengebe. Ich muss zeigen, dass ich meinen Stammplatz zurückhaben will.»

Synthetischer Trumpf

Eine weitere Neuerung – der Kunstrasen – könnte dem Neuenburger dabei in die Karten spielen. Nuzzolo ist ein technisch versierter Spieler, der mit dem künstlichen Grün umzugehen weiss. Schon bei Xamax spielte er an Heimspielen in der Maladière von 2007 bis 2011 auf einem synthetischen Rasen.

«Kunstrasenplätze fördern das schnelle Spiel und die Dribblings. Ich sehe mich als solchen Spielertypen, deshalb mag ich sie.» YB blieb am Sonntagnachmittag der erste Sieg auf dem neuen Kunstrasen noch verwehrt. Dass sich dieser Untergrund für YB auszahlen wird, davon sind die Spieler aber überzeugt. «Da gibt es keine Zweifel», sagt Michael Frey. Auch Scott Sutter ist gleicher Meinung: «Je schneller der Platz, desto besser für uns als technisch versiertes Team.»

Die Teams in der Super League haben sich auch dank dem Rasen in Thun mittlerweile aber an die künstliche Oberfläche gewöhnt. Zudem haben die Klubs jederzeit die Möglichkeit, auf Kunstrasen zu trainieren. Dennoch wird der Rasen wohl tendenziell ein Vorteil für YB sein. Ein bekannter Makel bleibt: Nach vergebenen Chancen ist nie der Platz schuld.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17334481

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. Juli 2014, 18:59 
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Gleichstand als Fortschritt

YB kommt nur langsam vom Fleck. Nach dem 1:1 zu Hause am Sonntag gegen Aarau mag Uli Forte aber nicht von einem Fehlstart sprechen. Der Trainer sieht viel Positives.

Auf den Tag genau vor einem Jahr sangen die Fans in der Ostkurve im Stade de Suisse, vor ihnen, unten auf dem Platz, hüpften die Spieler dazu. YB hatte soeben einen 0:2-Rückstand gegen Thun gedreht und thronte mit neun Punkten aus drei Partien an der Tabellenspitze. Manch einer geriet ins Träumen, Uli Forte aber trat damals auf die Euphoriebremse, sagte, die Partie hätte auch einen anderen Verlauf nehmen können.

Um Sengers Stärke gewusst

Trainer reden ja gerne antizyklisch, läuft es, finden sie, wie Forte damals, mahnende Worte, hapert es, negieren sie oftmals das Negative. Forte wollte am Sonntag zumindest nicht von einem Fehlstart sprechen. «Durchschnittlich» sei der Saisonbeginn mit zwei Punkten aus den Partien gegen St.Gallen und Aarau, befand er. Und schob nach: «Ich bin überhaupt nicht beunruhigt.» Zuspruch fand Forte beispielsweise in der Startphase.

YB begann beschwingt und wuchtig, kombinierte ansehnlich und kam zu Chancen. Jan Lecjaks vergab eine erste, Scott Sutter und Moreno Costanzo taten es ihm bald einmal gleich. Die Aarauer, die in der Defensive etwas überraschend mit einer Dreierkette, die sich aber meist als Fünferkette erwies, angetreten waren, wirkten hilflos. Nach 26 Minuten konnte Costanzo ungehindert durchs Mittelfeld laufen, er bediente gefühlvoll Michael Frey. Der junge Stürmer scheiterte aber wie schon gegen St.Gallen beim Versuch, den Torhüter zu umspielen. Den Abpraller vergab Yuya Kubo dann kläglich.

«Wir hatten Glück, stand es nach einer halben Stunde nicht 2:0 oder gar 3:0», sagte Aaraus neuer Trainer Sven Christ. Forte stellte derweil fest: «Es wäre wichtig, mal in Führung zu gehen.»Stattdessen sah sich seine junge Equipe, wie schon eine Woche zuvor in St.Gallen, mit einem Rückstand konfrontiert. Dante Senger war nach einem Freistoss per Kopfball erfolgreich gewesen. Dass der YB-Trainerstab den Aarauer Angreifer im Vorfeld als «sehr kopfballstark» ausgemacht hatte, zeigte keine Wirkung.

«Wir wurden kalt erwischt», resümierte Forte. Und sein Team konnte dies im Anschluss nicht verbergen. Die Young Boys verloren komplett den Faden. Daniel Gygax fand sich kurz vor der Pause gleich dreimal vor dem YB-Tor wieder, zweimal parierte Yvon Mvogo, einmal rettete die Latte.

Variabilität als Pluspunkt

Der Pausenpfiff kam für die Young Boys rechtzeitig, und Forte nutzte den Unterbruch für eine taktische Neuausrichtung. Statt mit drei Verteidigern agierte YB nun mit vier, Raphaël Nuzzolo ersetzte Grégory Wüthrich und rückte im 4-2-3-1-System auf den rechten Flügel. «Hinten spielten wir zu dritt gegen Senger, im Mittelfeld hatten wir dafür aber keinen Zugriff mehr», erklärte Forte seine Massnahme.

Anders als noch in der vergangenen Saison sind die Gelb-Schwarzen ja mittlerweile relativ variabel, die taktische Rochade hatten sie in der Vorbereitung ausgiebig geübt. Und gestern wurden sie dafür belohnt. Im neuen System war YB wieder aktiver und druckvoller. Nuzzolo, der sich vorzüglich einfügte, scheiterte erst an Aaraus Torhüter Joël Mall, lieferte aber in der 51.Minute die Vorlage für Kubos Ausgleichstreffer.

«In der zweiten Halbzeit spielten nur noch wir», sagte Forte treffend. Allerdings, richtig gefährlich vor dem Gästetor wurde es nur noch bei einer Chance von Nuzzolo in der 68.Minute sowie kurz vor Schluss, als Aaraus Verteidiger Juan Pablo Garat den Ball an die eigene Latte köpfte.

Womöglich wäre der Ball vor einem Jahr noch ins Tor gegangen. Und Milan Gajic hätte damals kaum – wie zuletzt in St.Gallen – spektakulär ins eigene Tor getroffen. Nun muss Forte aber vorerst den Gleichstand als Fortschritt verkaufen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16569545

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