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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. März 2005, 10:51 
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Bund, 16.3.2005

Das Dilemma des Trainers

Können die Young Boys heute im Spiel gegen Xamax (19.30 Uhr) ihre sonntägliche Top-Leistung bestätigen?
Waren die Young Boys so gut oder der FC Zürich so schwach? Die Frage wird nach dem 0:5 auf dem Letzigrund noch immer diskutiert. YB-Spieler Joël Magnin verweist auf heute Mittwoch: «Wir müssen die Antwort darauf im Spiel gegen Xamax liefern.»

Joël Magnin. Er war in Zürich zusammen mit Francisco Neri ein Schlüsselspieler in der YB-Mannschaft: Dreimal gab er den letzten Pass vor einem Berner Tor, und auch sonst erwies sich der «Aggressivleader» der Gelb-Schwarzen dank seiner Zweikampfstärke als äusserst wertvoll. Magnin bekam nach dem Spiel wie schon oft viel Lob vom Trainer zu hören – aber noch wichtiger war für den Routinier das Gefühl, zu spüren, dass es der Mannschaft wieder läuft. «Wir haben aus unseren Möglichkeiten viel gemacht», sagt er rückblickend auf das sonntägliche Spiel in Zürich. Entscheidend sei gewesen, dass jeder die ihm zugewiesene Aufgabe voll motiviert und voller Selbstvertrauen ausgeführt habe.

Für die Aufgabenzuweisung war der YB-Trainer zuständig – und auf ihn, Hans-Peter Zaugg, kommt nun einiges zu: etwa die Frage, wen er heute Mittwoch auf die Ersatzbank verbannen soll. Bisher hat er den Grundsatz «Never change a winning team» stets befolgt . . .

Knez, der «neue» Konkurrent

Joël Magnin, der Allrounder, spielte auf dem Letzigrund wie schon vor zwei Wochen (1:1 gegen GC) die «Position der Nummer 10». Für den vielseitig einsetzbaren Neuenburger ist dies wie für die meisten Fussballer die «Traumposition», aber eben: Sie gehörte bei YB dem stets verlässlichen Thomas Häberli – und der ist wieder fit.

Patrick de Napoli hat in Zürich ebenfalls gezeigt, dass er eigentlich mehr sein könnte als bloss ein «Joker». Er war sich nicht zu schade, auch Defensivarbeiten zu verrichten – etwas, was sein «Rivale» Stéphane Chapuisat gar nicht gerne (und entsprechend selten) zu tun pflegt. De Napoli gehörte beim 5:0 ebenfalls zu den stärksten Bernern.

Und da gibt es noch Ivan Knez, der als defensiver Mann im Mittelfeld als «Notnagel» zweimal eine gute Leistung ablieferte. Roman Friedli und Sadik Coubagéat (sowie dem verletzten Yao Aziawonou) ist ungeahnt neue Konkurrenz erwachsen.

Man darf gespannt sein, zu welcher Formation sich Zaugg heute Mittwoch durchringt. Weil der gesperrte Elvir Melunovic zu ersetzen ist – auf der Position links im Mittelfeld könnten auch Urdaneta, De Napoli oder . . . Magnin spielen –, ist es sogar möglich, dass die YB-Formation tüchtig umgekrempelt wird.

«Jetzt nur nicht abheben»

Wer heute auch eingesetzt wird: Von der YB-Mannschaft wird gegen Xamax die Bestätigung des 5:0-Sieges gegen Zürich erwartet. «Es ist gut, dass dieser Match jetzt gleich kommt», sagt Joël Magnin, «denn so haben wir gar keine Zeit, uns zu viele Gedanken zum hohen Sieg zu machen und abzuheben. Das wäre das Dümmste, was uns passieren könnte.»

Magnin freut sich wie seine Kollegen, dass der Frühling endlich ins Land gezogen ist. Bisher ärgerte er sich über die schneebedeckten Terrains in Bern und Umgebung primär deshalb, weil er zuhause am Neuenburgersee in Boudry verschiedentlich den Xamax FC «praktisch vor meiner Haustür» stets auf grünem Rasen trainieren sah.

Dieses Xamax hat im bisherigen Saisonverlauf wie der FC Thun alle Experten positiv überrascht. Magnin über die Neuenburger: «Die sind ausgezeichnet organisiert und stehen in der Rangliste nicht zufällig so weit oben.» Was auch YB-Trainer Zaugg bestätigt: «Wie der FC Thun verfügen die Neuenburger über Spieler, die laufen und kämpfen können – wie schwer es ist, gegen sie ein Tor zu schiessen, hat zuletzt GC erfahren.»

Und auch die Young Boys haben die letzte Vorrundenpartie im Neufeldstadion noch nicht vergessen: Sie gewannen höchst glücklich dank einem Xamax-Eigentor und dem «Einwurf-Goal» Chapuisats (es waren zwei Bälle im Spiel) mit 2:1.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. März 2005, 11:03 
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Le Matin, 16.03.05:

Salade de crampons
.....
NE Xamax
Von Bergen (adducteurs) devrait être ménagé ce soir à Berne. «Trois déplacements sans défaite, ça donne confiance, lance Lobello. Mais ne nous croyons pas arrivés. Nous aimerions ramener un bon résultat avant notre pause forcée jusqu'au mois d'avril.
....


Übersetzung:
Von Bergen sollte heute abend geschont werden. Der Trainer Lobello meint: "Drei Auswärtsspiele ohne Niederlage gibt meinem Team Selbstvertrauen. Aber wir sind noch nicht am Ziel angekommen. Wir möchten ein positives Resultat aus Bern mitnehmen vor unserer gewzwungener Pause bis im April."


--------------------------------------------------------------------------

L'Expresse (Neueburger Nachrichten), 16.03.05:

Ce soir, Neuchâtel Xamax effectuera son quatrième déplacement depuis le début de l’année. Et pour l’instant, cela lui a plutôt bien réussi. «Nous avons certes effectué une bonne prestation face à Grasshopper, confirme René Lobello. Nos joueurs ont fait preuve de beaucoup de courage, de finesse tactique et d’abnégation. Mais tout cela est derrière nous, nous sommes concentrés sur le prochain match.»
Justement, ce match les opposera, ce soir au Neufeld, à Young Boys. Dimanche, les Bernois ont cartonné à Zurich (0-5). «C’est un match de haut niveau, reprend le Varois. Nous sommes très motivés de jouer contre une équipe qui a réalisé un match plein à Zurich et qui possède de très bons éléments. Il nous faudra être bons physiquement, tactiquement et mentalement. Nous ne devrons laisser que très peu de place à l’incertitude et avoir bien récupéré des efforts du week-end.»
Comment les Xamaxiens voient-ils l’arrivée du printemps? «C’est vrai que c’est agréable de pouvoir jouer sous le soleil. Contre Aarau, Zurich et Grasshopper, nous avons évolué sur des terrains déblayés à la dernière minute ou sous des chutes de neige. Une pelouse en bon état est un élément de motivation supplémentaire!»
Le seul point d’interrogation concerne Steve von Bergen. Le défenseur, touché aux adducteurs, est en effet incertain.

François Treuthardt


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. März 2005, 11:39 
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Sechs Punkte aus den nächsten beiden Heimspielen wären mega cool! 8)


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. März 2005, 13:33 
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wernu hat geschrieben:
xamax werde mer o mit nume eim ball im spiel schlage (ha ha)
spass bei seite!
was meinet dr zu chappi vo anfang a la spiele?
u was isch mit de napoli stammplatz ja nein! u mit boban aus joker?
:opinion: :
neri mit chappi vo anfang a u je nach resultat de napoli oder boban aus joker!
:chapuisat: :neri:
:hoppyb:

De Napoli ist gesperrt heute!


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. März 2005, 15:11 
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ja hani o glese isch aber zu dem zeitpunkt wohni dr itrag ha gschriebe no nid klar gsie! merci glich!

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. März 2005, 17:58 
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So, auf ins Neufeld zum Spiel ! Damit ich vorher noch eine leckere :ybwurscht: reinziehen kann. 8)

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. März 2005, 22:59 
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xamax het meh hüt eifach müesse schla. aber ds ganze isch chli längwilig gsi. ha gmeint die giele si ou chli i frühligsstimmig und zeige dasufem sandplatz. :roll:


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. März 2005, 23:49 
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a gute chancene häts ja nid gmanglet! aber egau hauptsach gwune!
:hoppyb:

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. März 2005, 00:46 
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news.ch, 16.3.2005

YBs zu geringe Ausbeute

Um ein Haar hätten die Young Boys gegen Neuchâtel Xamax (1:0) für ihre Ineffizienz gebüsst.

Die Neuenburger gelangten durch Mobulu M´Futi zur besten Chance des Spiels. Zuvor und danach hatten indes diverse YB-Spieler im Abschluss gesündigt.
Nach den Auswärts-Unentschieden in den Spielen gegen die Zürcher Vereine (0:0 gegen den FCZ, 1:1 gegen GC) verlor Xamax das Gastspiel in Bern nicht grundlos.

In der Offensive blieb das zweitklassierte Team aber mit Ausnahme von M´Futis Abschlussversuch (55.) ohne Fortune und vor allem Durchsetzungsvermögen.

Weniger Effizienz

So blieb aber Joël Magnins erster Saisontreffer gut 75 Stunden nach dem Kantersieg beim FC Zürich (5:0) diesmal die einzige Ausbeute der Young Boys, die sich weniger cleverer und vor allem effizienter präsentierten als noch am Sonntag.

Dafür kann Goalie Patrick Bettoni auf eine Phase von nun 235 Minuten ohne Gegentor und drei Partien ohne Niederlage zurückblicken.

Young Boys - Neuchâtel Xamax 1:0 (1:0)
Neufeld. -- 6250 Zuschauer. -- SR Etter. -- Tor: 11. Magnin 1:0.

Young Boys: Bettoni; Eugster, Carreño, Disler, Rochat; Sermeter (46. Häberli), Knez, Magnin (75. Steinsson), Urdaneta; Neri, Chapuisat (84. Friedli).

Neuchâtel Xamax: Bedenik; Zambaz (46. M´Futi), Mangane, Barea, Soufiani; Cordonnier, Oppliger (73. Griffiths), Ielsch; Forschelet (58. Maraninchi); Rey, Buengo.

Bemerkungen: Young Boys ohne Berisha, Aziawonou (beide verletzt), De Napoli und Melunovic (beide gesperrt), Neuchâtel Xamax ohne Von Bergen (verletzt). Verwarnungen: 41. Barea, 46. Oppliger, 53. Eugster, 60. Rochat, 82. Urdaneta, 85. Cordonnier, 88. Soufiani, 90. Mangane (alle wegen Fouls).

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. März 2005, 10:16 
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Beiträge: 29376
BZ, 17.3.2004

Viele Chancen, 1 Tor, 3 Punkte

YB hat den Tabellenzweiten Xamax 1:0 geschlagen und nach Verlustpunkten überholt. Der formstarke Joël Magnin erzielte das Siegtor in einer einseitigen Partie. Xamax enttäuschte auf der ganzen Linie.

Seinen finalen Farbtupfer setzte Florian Etter in der letzten Spielminute, und eigentlich musste man als Zuschauer froh um den Schiedsrichter sein, der wenigstens für ein wenig Aufregung sorgte. Sieben gelbe Karten alleine in der zweiten Halbzeit verteilte der kleinliche Referee, und Etter war damit immerhin für einen speziellen Wert in dieser trostlosen Partie verantwortlich. Denn YB gegen Xamax, das war in erster Linie eine harmlose, wenig intensive und selten interessante Angelegenheit. Die Affiche Vizemeister gegen Tabellenzweiten versprach einiges, die Darbietung auf dem gut bespielbaren Neufeldrasen vor 6250 Zuschauern hielt wenig.

Das lag gewiss nicht an den Young Boys, die zwar nicht mehr einen Galaauftritt wie noch am Sonntag beim 5:0 in Zürich zelebrierten, aber die Partie jederzeit kontrollierten. Mit der ersten Torchance erzielte Joël Magnin in der 11. Minute das 1:0. Gabriel Urdaneta hatte Sébastien Zambaz den Ball abgeluchst und Francisco Neri lanciert, der sich am linken Flügel durchsetzte und wunderbar auf Magnin flankte. Der Allrounder, seit Wochen in gross-artiger Form, erzielte mit einer schönen Direktabnahme seinen ersten Saisontreffer.


Xamax und seine Baisse

Magnin war auch gestern die treibende Kraft in einer überlegenen Berner Mannschaft, die zu einer Vielzahl ausgezeichneter Chancen gelangte. «Wir hätten auch heute wieder 5:0 gewinnen können», sagte Trainer Hans-Peter Zaugg, «aber diesmal waren wir leider nicht so treffsicher wie noch beim FCZ.»

Und auch nicht mehr derart zielstrebig und dominant. Man hatte den Eindruck, dass kaum ein YB-Akteur an seine Grenzen ging, zu harmlos präsentierte sich der Kontrahent. Xamax kommt nach der Winterpause und in einer Fülle von Auswärtsspielen nicht in Fahrt, nach zwei Unentschieden beim FCZ (0:0) und bei GC (1:1) wurden die Neuenburger gestern für eine zurückhaltende Leistung nicht mit einem Punkt belohnt – trotz einer hervorragenden Vorstellung ihres Keepers Jean-Francois Bedenik.


Urdanetas bestes YB-Spiel

Neben Magnin, Bedenik und Schiedsrichter Etter schob sich Gabriel Urdaneta in den Fokus. Der bislang enttäuschende Uruguayer zeigte seine beste Leistung bei YB und leitete einige gute Möglichkeiten ein.


Was war mit Xamax los?

Das erste von zwei wegweisenden Heimspielen haben die Young Boys also verdient gewonnen. «Solche Spiele sind gefährlich, weil der Gegner nur ein Tor braucht, um das Geschehen auf den Kopf zu stellen», sagte Zaugg. Der eingewechselte Mobulu M’Futi scheiterte kurz nach der Pause am reaktionsschnellen YB-Goalie Patrick Bettoni, es sollte die absolut einzige brauchbare Xamax-Offensivaktion bleiben.


Der Beobachter begann sich schon sehr früh in dieser Partie zu fragen, wie um alles in der Welt dieses Xamax auf Rang zwei in der Super League stehen kann. Die Offensive blieb lange Zeit inexistent (warum bloss war Mobulu M’Futi zu Beginn nur auf der Bank?), das Mittelfeld war zu wenig aufsässig, und die Abwehr leistete sich teilweise haarsträubende Aussetzer. Es war das Glück der Neuenburger, dass die Young Boys diesmal sehr verschwenderisch mit den Möglichkeiten umgingen. Francisco Neri, in den letzten Wochen vor dem Tor enorm treffsicher, hätte alleine einen lupenreinen Hattrick erzielen können. Doch weil sich der Brasilianer diesmal ungewohnt umständlich anstellte, blieb der Eintoreabstand bestehen.
Aber die harmlosen Gäste waren auch in der Schlussphase trotz nominell nun deutlich offensiver Ausrichtung nicht in der Lage, Druck auszuüben. Und weil die Young Boys bei den Kontergelegenheiten die letzte Konsequenz vermissen liessen, blieb es beim 1:0. «Wir haben Xamax viel zu lange im Spiel gelassen», sagte Zaugg, «doch bin ich froh, dass wir defensiv immer solide gestanden haben.» Allzu heftig war der Ansturm der Xamaxien indes auch wieder nicht.
Einerlei, in wenigen Tagen wird sich kaum noch jemand an diese einseitige Begegnung erinnern. Trotz einer unglaublich inflationären Anzahl Verwarnungen.

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