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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2014, 10:18 
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Sion schlägt YB: Erster Sieg für Ponte

Vilmos Vanczak, Dimitris Christofi und Leo haben Raimondo Ponte den ersten Sieg als Sion-Trainer beschert. Die Walliser beendeten mit dem 3:0 über YB eine Serie von 8 Niederlagen und gleichzeitig die Hoffnung der Berner, zum FC Basel aufzuschliessen.

Sion verdiente sich den ersten Sieg seit dem 2. November mit einer engagierten Leistung. Die Walliser waren spielfreudig wie lange nicht mehr, was möglicherweise auf die Systemumstellung von Trainer Raimondo Ponte zurückzuführen war. Der Aargauer hatte zugunsten des Mittelfelds auf eine Dreierabwehr umgestellt.

Frühe Walliser Führung

YB offenbarte dagegen eklatante Abwehrschwächen. Vilmos Vanczak (10.) erzielte den Sittener Führungstreffer nach einem Corner, weil Moreno Costanzo das Offside aufhob. Dem 2:0 durch Dimitris Christofi (56.) ging ein unglücklicher Abwehrversuch von Steve von Bergen voraus.

Und in der 76. Minute konnten sich Jagne Pa Modou und der eben eingewechselte Leo den Ball vor dem Strafraum ungehindert zuspielen, bis Leo zum 3:0 einschoss. Schuldlos an der klaren Niederlage war YB-Keeper Yvon Mvogo, der weitere Chancen der Wallsier zunichte machte.
YB vorne kaum zu sehen

YB, das mit 41 Toren den produktivsten Angriff der Liga hat, enttäuschte aber auch offensiv. Die besten Chancen des Teams von Uli Forte vergaben Josef Martinez, Yuya Kubo und Michael Frey, dessen Kopfball in der 73. Minute auf der Linie von Michael Perrier weggeschlagen wurde. Perrier sorgte mit einer gelb-roten Karte in der Nachspielzeit dafür, dass der Abend für die Walliser nicht ganz ungetrübt endete.

Sion verschafft sich Luft

Sion liegt nun wieder 7 Punkte vor Schlusslicht Lausanne. YB verpasste es dagegen, zu Leader Basel aufzuschliessen. Am Wochenende drohen die Berner den 2. Tabellenplatz an GC zu verlieren.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... fuer-ponte

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2014, 10:20 
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FC Sion - Young Boys 3:0

Positive Energie im FC Sion

Der FC Sion überrascht: Er spielt aggressiv, lustvoll und mit viel Engagement. Er schiesst drei Tore und gewinnt gegen die Young Boys. Diese vergeben die Chance, Basel auf die Pelle zu rücken.

Als der YB-Trainer Uli Forte nach der 0:3-Niederlage im Tourbillon-Stadion gegen den FC Sion sagte, sein Team sei zu selbstsicher gewesen, tönte das komisch. Denn Forte sprach mit dem Mass an Überzeugung, das ihm an seinen Spielern missfallen hatte. Er sprach, als sei nichts passiert.

Die Young Boys hätten mit einem Sieg vorübergehend zum FC Basel aufschliessen können. Sie hätten dem Leader ein My Druck aufladen können. Doch wie im Direktduell Anfang Februar liessen sie die Chance ungenutzt. Forte sagte dazu mit sehr cooler Miene: «Wir schauen nicht auf Basel, die Meisterschaft ist noch lang.» Natürlich schaut Forte auf Basel. Doch vorab wird er sich Gedanken machen, wieso seine Mannschaft diesem FC Sion nur wenig entgegenzusetzen hatte. Wieso sich nach dem 0:2 durch Christofi kein Spieler aufbäumte. Weshalb niemand ein Zeichen setzte gegen diesen FC Sion, der gegen den Abstieg kämpft. Der seit Herbst zwei Trainerwechsel, viele Transfers und noch mehr Niederlagen erdulden musste. Der am Samstag in Thun 1:3 verlor und den Eindruck hinterliess, sich aufgegeben zu haben.

Der Match entwickelte sich früh zugunsten des FC Sion, weil dieser sehr darum bemüht war. Zwei, drei gelungene Passfolgen; drei, vier gewonnene Zweikämpfe; eine Chance; das 1:0 durch den Verteidiger Vanczak. Die Walliser stiegen rücksichtslos in die Zweikämpfe, spielten mutig nach vorne. Das hatte man nicht erwartet. Der Trainer Raimondo Ponte sagte nach dem Match, er habe kein Wort zum Spiel gegen Thun verloren, um eine positive Stimmung zu schaffen. Symbolisch für den Auftritt der Walliser war das dritte Goal. Der Stürmer Léo erzielte es mit ungeahnter Wucht. Es war, als wolle er die Equipe befreien. Befreien von der Serie an Niederlagen, die lang geworden war. Befreien vom Vorwurf, nicht mehr zu sein als eine Multikulti-Team mit angeschlagener Arbeitsmoral.

Im FC Sion standen an diesem regnerischen Abend tatsächlich Spieler aus 11 Nationen auf dem Platz. Vor allem aber waren da: Menschen. Und eine scheinbar intakte Gruppe.


http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.18252069

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2014, 10:21 
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Sion gewinnt erstmals nach sieben Niederlagen

Nach sieben Niederlagen in Folge zeigt der FC Sion gegen die Young Boys eine starke Reaktion. Die Walliser schlagen die Berner im Tourbillon 3:0 und gewinnen erstmals unter Raimondo Ponte.

Verteidiger Vilmos Vanczak schon früh nach einem Corner (10.) sowie der Zyprer Demetris Christofi mit seinem ersten Tor in der Super League (56.) und Léo nur 20 Sekunden nach seiner Einwechslung (76.) waren für Sion erfolgreich. Die Walliser verdienten sich den Erfolg auch in dieser Höhe. Abgesehen von der letzten Viertelstunde vor der Pause dominierten sie YB deutlich. Vor allem in den zweiten 45 Minuten wären sogar mehr Treffer möglich gewesen, doch Vincent Rüfli (47.), Christofi (52.) und Dario Vidosic (66.) scheiterten am YB-Keeper Yvon Mvong oder trafen das Tor nicht.

Höchste Saisonniederlage

Gleichwohl fügten die Walliser den Young Boys die höchste Saisonniederlage bei. Nach Wochen und Monaten der Blamagen hat der neue Trainer Raimondo Ponte offenbar einen Lösungsansatz gefunden. Er stellte auf Dreierabwehr um, stärkte das Mittelfeld mit vier laufstarken Spielern und setzte in der Offensive auf die Qualitäten und die Ideen des unberechenbaren Trios Herea-Vidosic-Christofi. Der Schachzug ging auf. Sion zeigte die beste Leistung der Saison und kam nach fast vier Monaten wieder zu einem Erfolg in der Super League.

Masslos enttäuscht

Die Young Boys dagegen enttäuschten masslos. Das Team mit der stärksten Offensive der Liga kam selbst in seiner besten Viertelstunde zu einer nennenswerten Chance. Einem Tor noch am nächsten kam Michael Frey nach 73 Minuten, als sein Kopfball vom Walliser Perrier auf der Linie weggeschlagen wurde. Zu diesem Zeitpunkt stand es aber schon 2:0 für Sion. Die Young Boys, die nach drei Siegen in den ersten vier Spielen nach der Winterpause auf Platz 1 schielten, müssen den Angriff auf den FC Basel verschieben. Nach Verlustpunkten ist der Rückstand auf den Meister und Leader auf sechs Punkte angewachsen.

Sion - Young Boys 3:0 (1:0):
Tourbillon. - 4500 Zuschauer (Saisonminusrekord). - SR Jaccottet. - Tore: 10. Vanczak (Cichero) 1:0. 56. Christofi (Herea) 2:0. 76. Léo (Pa Modou) 3:0.

Sion: Vanins; Vanczak, Ferati, Cichero; Rüfli, Kouassi, Perrier, Bühler; Christofi (76. Yartey), Vidosic (76. Léo); Herea (68. Pa Modou).

Young Boys: Mvogo; Sutter, Grégory Wüthrich, Von Bergen, Rochat (75. Lecjaks); Costanzo, Gajic; Nuzzolo (83. Steffen), Kubo (64. Zarate), Martinez; Frey.

Bemerkungen: Sion ohne Lacroix, Assifuah und Cissé (alle verletzt), Young Boys ohne Wölfli, Vilotic, Gerndt, Simpson, Spycher, Marco Bürki und Doubai (alle verletzt). 93. Gelb-Rote Karte gegen Perrier wegen Reklamierens. Verwarnungen: 26. Bühler (Foul). 32. Perrier (Foul). 54. Frey (Foul).


http://www.fussball.ch/Sion+gewinnt+ers ... detail.htm

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2014, 10:23 
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27.02.2014

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Berner Nullnummer im Tourbillon

Die Young Boys verlieren nach schwacher Leistung gegen den kriselnden FC Sion 0:3. Bei den Verlierern genügte ausser Goalie Mvogo keiner höheren Ansprüchen.

Die Young Boys waren mit breiter Brust ins Wallis gereist. Was sollte ihnen gegen ein Team, das seit Monaten ohne Kompass und mit wechselnden Steuermännern unterwegs ist, schon viel passieren? Sieben Niederlagen in Serie hat der FC Sion in der Super League zuletzt erlitten, Schlusslicht Lausanne ist ihm beängstigend nahe gekommen in der Rückrunde. Auch Raimondo Ponte, der dritte Trainer in dieser Saison, konnte die Abwärtsfahrt nicht stoppen – bis gestern Abend. Da erteilten die Walliser dem Gast aus Bern eine Lektion in Sachen Engagement und Kampfgeist. Der Lohn war ein hochverdienter 3:0-Heimsieg, zu dem Vanczak, Christofi und Itaperuna die Tore beisteuerten.

Brotloses Handwerk

Wie leicht der FC Sion zu den drei Toren und Punkten kam, war aus YB-Sicht erschreckend. Wo stand von Bergen, der sich beim ersten Sion-Corner um Verteidiger Cichero hätte kümmern sollen? Wo war Sutter gedanklich vor dem zweiten Gegentreffer, als er sich im Mittelfeld mit einem abenteuerlichen Rückpass versuchte, der von Bergen nicht zu erlaufen vermochte?

Wer nach den zwei unnötigen Toren eine Reaktion des BSC YB erwartet hatte, der wurde bitter enttäuscht. Der Tabellenzweite war unfähig, Tempo und Intensität zu erhöhen. Er schob den Ball von der Mitte nach links oder rechts und von dort wieder in die Mitte zurück oder rückwärts – bis er irgendwann verloren ging. Den zentralen Mittelfeldspielern Costanzo und Gajic fehlten die Ideen und manchmal auch die Anspielstationen. Das hatte mit den Laufwegen von Frey und Kubo zu tun, die sich zu häufig auf den Füssen herumstanden. Zu allem Überfluss drängte auch Martínez in der zweiten Halbzeit immer mehr in die Mitte – und nahm sich damit gleich selber aus dem Spiel.

Vor der Pause, als der junge Venezolaner seine Position draussen am Flügel gehalten hatte, war er noch der gefährlichste YB-Angreifer gewesen. Mehrmals konnte er von Gegenspieler Rüfli erst im letzten Moment gestoppt oder abgedrängt werden. Es hätte mehr Spielertypen gebraucht wie Martínez, die mit Tempo den schnellsten Weg Richtung gegnerisches Tor einschlagen. Solche, und das ist keine neue Erkenntnis, fehlen den Young Boys

Einen Match ohne jegliches Glück absolvierte Frey: ihm sprangen die Bälle vom Fuss, er lief viel und wurde doch kaum angespielt, er rieb sich in den Zweikämpfen auf. Nicht viel besser erging es Kubo, dem jungen Japaner. Er hatte die beste Ausgleichschance (53.) und schoss kurz danach aus beträchtlicher Distanz über das Sion-Tor. Ansonsten: nicht gesehen.

Die Lichtblicke auf Berner Seite waren an diesem feuchtkalten Abend rar. Sie beschränken sich auf Goalie Yvonn Mvogo, der wieder mehrere starke Paraden zeigte, und Grégory Wüthrich, der anstelle des erkrankten Milan Vilotic unerschrocken und zäh verteidigte im Abwehrzentrum.

«Wir waren nicht auf dem Platz»

YB-Trainer Uli Forte war nach dem schwachen Auftritt bitter enttäuscht. Ihm sei ein Rätsel, wieso seine Mannschaft zu Beginn gedanklich «nicht auf dem Platz» gewesen sei. Sie habe wohl gedacht, gegen den angeschlagenen Gegner «gehe es von selbst». Ein Trugschluss, der die Young Boys im Kampf um den Meistertitel drei wichtige Punkte kostete. Wobei es schwerlich vorstellbar ist, dass diese Equipe am Saisonende die Tabelle anführt.

Sion - Young Boys 3:0 (1:0)

Tourbillon. – 4500 Zuschauer (Saisonminusrekord). – SR Jaccottet. – Tore: 10. Vanczak 1:0. 56. Christofi 2:0. 76. Léo 3:0.Sion: Vanins; Vanczak, Ferati, Cichero; Rüfli, Kouassi, Perrier, Bühler; Christofi (76. Yartey), Vidosic (76. Léo); Herea (68. Pa Modou).YB: Mvogo; Sutter, Grégory Wüthrich, von Bergen, Rochat (75. Lecjaks); Costanzo, Gajic; Nuzzolo (83. Steffen), Kubo (64. Zárate), Martínez; Frey.Bemerkungen: Sion ohne Lacroix, Assifuah und Cissé (alle verletzt), Young Boys ohne Wölfli, Vilotic, Gerndt, Simpson, Spycher, Marco Bürki und Doubai (alle verletzt). 93. Gelb-Rote Karte gegen Perrier wegen Reklamierens. Verwarnungen: 26. Bühler (Foul). 32. Perrier (Foul). 54. Frey (Foul).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Be ... y/31387847

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2014, 10:24 
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27.02.2014

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Ein heftiger Rückschlag in Sitten

Ein harmloses und umständliches, schwaches und fehlerhaftes YB verliert beim FC Sion 0:3. Die Young Boys hinterliessen nie den Eindruck einer Spitzenmannschaft und hatten Glück, nicht noch höher verloren zu haben.

Und dann werden die Young Boys schier noch der Lächerlichkeit preisgegeben. Die erst eine halbe Minute zuvor eingewechselten Leo Itaperuna und Ishmael Yartey kombinieren sich in der 76.Minute traumhaft, aber auch ohne Gegenwehr zum 3:0 für den FC Sion. Torschütze Leo besiegelt die hohe YB-Niederlage im Wallis mit einem satten Schuss.

Die Young Boys sind längst geschlagen, es ist so ein Abend, an dem sie vermutlich stundenlang hätten spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen. Sie hinterliessen nicht zum ersten Mal in dieser Saison einen rätselhaften, seltsam uninspirierten, leidenschaftslosen Eindruck. YB ist eine Wundertüte, das ist keine neue Erkenntnis, doch der gestrige Auftritt in Sitten sollte den Bernern besonders zu denken geben. Es war ein heftiger Rückschlag für sie.

YB wehrte sich nicht

Mal wieder jedenfalls verpasste YB die Gelegenheit, ein Ausrufezeichen zu setzen. Die Gäste waren chancenlos gegen einen FC Sion, der für einmal überzeugte und deutlich mehr Punkte auf dem Konto hätte, wenn er immer so stilsicher und dominant wie gestern auftreten würde. Sion gelang im Abstiegskampf ein Befreiungsschlag. «Wir haben uns nicht gewehrt», sagte derweil der Berner Trainer Uli Forte nach der 0:3-Niederlage, «und darüber werden wir noch sprechen müssen.» Alarmierend für YB war auch die Aussage Fortes, wonach Sion den Sieg mehr gewollt habe.

Diese Young Boys vermochten am Mittwochabend nie zu beweisen, ein Spitzenteam zu sein. Sie waren nicht gefestigt, sondern harmlos, umständlich, schwach. Sion dagegen trat trotz zuvor sieben Niederlagen in Serie mit breiter Brust auf, aggressiv und bereit und willig, und so durfte der Heimtrainer Raimondo Ponte nach dem 3:0-Sieg gegen YB zufrieden konstatieren: «Wir haben heute mit viel Herz, Biss und Feuer gespielt.»

Das frühe Sion-Tor

Angefangen hatte die Veranstaltung bereits ungemütlich für YB. In trister Ambiance vor optimistisch gezählten 4500 Zuschauern lagen sie schon nach zehn Minuten in Rückstand. Steve von Bergen, an diesem Abend ungenügend wie viele andere YB-Spieler, verlor das Kopfballduell gegen Gabriel Cichero – Vilmos Vanczak durfte aus wenigen Metern einschieben. Am Sonntag, beim 2:1-Sieg in Luzern, waren es noch die Young Boys gewesen, die durch Yuya Kubo in der 10.Minute erstmals getroffen hatten.

Das frühe Tor beflügelte Sion und verlieh der bunt zusammengewürfelten Equipe Stabilität. Die respektablen Individualisten des Walliser Chaosklubs besassen für einmal richtig Lust auf Fussball, nachdem sie am Samstag in Thun bei der 1:3-Niederlage fürchterlich ungeordnet aufgetreten waren. «Ich sprach in den letzten Tagen nicht mehr vom Spiel in Thun», sagte Sions Coach Ponte gestern, «aber ich erwartete gegen YB eine Reaktion.»

Und der FC Basel lacht

Die Young Boys wiederum, kläglich in der ersten Halbzeit, agierten nach dem Seitenwechsel sogar noch schlechter. Kurz nach der Pause durften gleich zwei Sion-Spieler nach einer weiteren Berner Fehlerkette, ausgelöst von einem Ballverlust Scott Sutters, alleine auf den bedauernswerten YB-Keeper Yvon Mvogo ziehen. Dimitris Christofi verwertete den Querpass Ovidiu Hereas mühelos zum 2:0, was in der 53.Minute bereits einer Entscheidung gleichkam.

Bei den Young Boys lehnte sich auf tiefem, schwierigem Terrain kein Akteur gegen die Niederlage auf. Die beste Nachricht für sie bestand im Umstand, mit Glück keine Kanterniederlage bezogen zu haben. Eigentlich hatten die Berner ja mit einem Erfolg im vorgezogenen Spiel in Sion den Druck auf Leader Basel erhöhen wollen. Davon waren sie ungefähr so weit entfernt wie der FC Sion von Kontinuität auf der Trainerbank. Und so lachte gestern Abend auch der FC Basel über das unerwartete Resultat im Wallis.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20646339

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2014, 10:25 
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27.02.2014

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Die Walliser Trotzreaktion

Erstmals konnte der FC Sion unter dem neuen Trainer Raimondo Ponte gewinnen. Das 3:0 gegen den überforderten Meisterschaftskandidat YB fiel aber unerwartet hoch aus.

Nach sieben Niederlagen in Folge war das 3:0 des FC Sion gegen die Young Boys eine unerwartete und starke Reaktion: Verteidiger Vilmos Vanczak schon früh nach einem Corner (10.) sowie der Zyprer Demetris Christofi mit seinem ersten Tor in der Super League (56.) und Léo Itaperuna nur 20 Sekunden nach seiner Einwechslung (76.) waren für Sion erfolgreich.

Die Walliser verdienten sich den Erfolg auch in dieser Höhe. Abgesehen von der letzten Viertelstunde vor der Pause dominierten sie YB deutlich. Vor allem in den zweiten 45 Minuten wären sogar mehr Treffer möglich gewesen, doch Vincent Rüfli (47.), Christofi (52.) und Dario Vidosic (66.) scheiterten am YB-Keeper Yvon Mvong oder trafen das Tor nicht.

YB enttäuschte masslos

Gleichwohl fügten die Walliser den Young Boys die höchste Saisonniederlage bei. Nach Wochen und Monaten der Blamagen hat der neue Trainer Raimondo Ponte offenbar einen Lösungsansatz gefunden. Er stellte auf Dreierabwehr um, stärkte das Mittelfeld mit vier laufstarken Spielern und setzte in der Offensive auf die Qualitäten und die Ideen des unberechenbaren Trios Herea-Vidosic-Christofi. Der Schachzug ging auf. Sion zeigte die beste Leistung der Saison und kam nach fast vier Monaten wieder zu einem Erfolg in der Super League.

Die Young Boys dagegen enttäuschten masslos. Das Team mit der stärksten Offensive der Liga kam selbst in seiner besten Viertelstunde zu einer nennenswerten Chance. Einem Tor noch am nächsten kam Michael Frey nach 73 Minuten, als sein Kopfball vom Walliser Perrier auf der Linie weggeschlagen wurde. Zu diesem Zeitpunkt stand es aber schon 2:0 für Sion. Die Young Boys, die nach drei Siegen in den ersten vier Spielen nach der Winterpause auf Platz 1 schielten, müssen den Angriff auf den FC Basel verschieben. Nach Verlustpunkten ist der Rückstand auf den Meister und Leader auf sechs Punkte angewachsen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/21501386

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2014, 10:26 
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Der kleine Lichtblick am düsteren YB-Himmel

Youngster Grégory Wüthrich, in der zerfahrenen YB-Abwehr ziemlich solid, bemängelt nach der Niederlage in Sitten das Verhalten bei Standards. Steve von Bergen spricht von der «schlechtesten Saisonleistung».

Und noch immer regnet es, als die Young Boys nach und nach, Tropfen gleich, aus der Kabine kommen, betreten die Gesichter, schlurfend der Gang, leise die Sprache. «Der Frust ist gross», meint Raphaël Nuzzolo, der auf dem Flügel zwar auf und ab, jedoch immer wieder auf Grund lief. «Das war womöglich das schlechteste Spiel der Saison», sagt Steve von Bergen, der einen schwachen Tag einzog und gerade in der zweiten Halbzeit Fehler um Fehler beging.

Und schliesslich erscheint im kalten Kabinengang des tristen Tourbillon noch ein Gesicht, welches sich noch nicht oft hat erklären müssen – und gestern erstmals überhaupt in der Super League nach einer Niederlage. Der 19-jährige Grégory Wüthrich war gestern Abend kurzfristig in die Startformation gerutscht, weil der bereits am Knie angeschlagene Milan Vilotic sich auch noch erkältet hatte. Es war bereits der zweite Einsatz für den talentierten Berner in dieser Rückrunde.

Noch zum Auftakt Anfang Februar gegen Thun rückte Wüthrich für den gesperrten von Bergen ins Team und machte beim 2:1-Sieg ein gutes Spiel, gestern nun lief er ein erstes Mal neben dem Nationalverteidiger und YB-Abwehrchef auf. «Die Kommunikation mit ihm funktioniert schon sehr gut», meint der Sohn einer Schweizerin und eines Ghanaers, «doch solche Gegentore dürfen wir uns nicht erlauben.»

«Kollektives Fehlverhalten»

Steve von Bergen, der wohl routinierteste, oft notenbeste YB-Akteur, kann dem nass-kalten Abend in Sitten nichts Gutes abgewinnen. «Mit so vielen simplen Abwehrfehlern kann man ein Spiel kaum gewinnen.» Beim ersten Tor Sions stimmte die Zuordnung nicht, Gabriel Cichero kam frei zum Kopfball, «und dann rücken wir nicht konsequent genug vor, um Offside zu erzeugen», meint Wüthrich. Mit 12 Jahren stiess der in Holligen aufgewachsene Wüthrich zu YB, jetzt scheint die Zeit reif für noch mehr Einsätze in der ersten Mannschaft.

Winter-transfer Milan Vilotic wirkte in den ersten Einsätzen für YB hüftsteif und etwas angeschlagen, er könnte weiter ausfallen, auch im Heimspiel gegen den FCZ vom übernächsten Sonntag. So weit will Wüthrich aber noch nicht denken. «Jetzt gilt es erst mal, die Lehren aus der Niederlage zu ziehen, dann trainiere ich weiter.» Sein gestriger Partner in der Innenverteidigung hält auf jeden Fall Lob für den Youngster bereit und kreidet ihm nach der schwachen Vorstellung der YB-Abwehr keine grossen individuellen Fehler an. «Es war vielmehr ein kollektives Fehlverhalten, Grégory ist sehr gut in seine Zweikämpfe gestiegen», sagt Steve von Bergen.

Auch wenn Grégory Wüthrich also den YB-Car ebenso schlurfend ansteuert, dabei betreten dreinblickt und leise Auskunft gibt wie seine Teamkollegen, darf er doch einen klitzekleinen Erfolg verbuchen. Seine erste Auswärtspartie in der Super League hat er mit einer genügenden Leistung hinter sich gebracht. Am düsteren, tropfenden YB-Himmel ist er an diesem Abend der kleine Lichtblick.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23815458

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2014, 12:42 
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Die Noten zum Spiel YB gegen Sion

Die Akteure der Young Boys enttäuschen bei der hohen Niederlage in Sion (0:3) fast auf der ganzen Linie.

Yvon Mvogo: Note 4,5
Verhinderte mit einigen starken Paraden eine Kanterniederlage. An den Gegentoren schuldlos, wobei er beim 2:0 für Sion vielleicht ein bisschen zu zögerlich agierte.

Scott Sutter: Note 2,5
Kein guter Auftritt des Rechtsverteidigers. Viele Fehlpässe, wenig Überzeugung, miese Flanken. Zudem vor dem zweiten Sion-Tor mit einem schlimmen Ballverlust an der Mittellinie.

Grégory Wüthrich: Note 4
Eine solide Leistung des jungen Verteidigers, der robust und zweikampfstark spielte. Wüthrich war der klar beste YB-Defensivspieler.

Steve von Bergen: Note 2,5
Der Nationalspieler zeigte die schwächste Vorstellung im YB-Dress. Vor dem 1:0 verlor er das Kopfballduell gegen Gabriel Cichero, vor dem 2:0 agierte er unglücklich, in der Schlussphase mit zahlreichen Fehlern.

Alain Rochat: Note 2,5
Auch er leistete sich viele Ballverluste, zudem im Spiel nach vorne ungenügend. Hatte auf der linken Seite oft viel Raum, was er nicht zu nutzen wusste. Auch seine Flanken waren meistens schwach.

Moreno Costanzo: Note 2,5
Vermochte den YB-Aufbau selten zu ordnen, setzte sich kaum durch und verlor gegen die bissigen Sion-Spieler die meisten Zweikämpfe. Genau in solchen Partien wie gestern wäre ein Costanzo mit mehr Aggressivität gefragt.

Milan Gajic: Note 3
Auch ihm gelang es nicht, Struktur und Linie ins Spiel der Young Boys zu bringen. Zwar mit ein paar guten Pässen, aber meistens zu langsam und statisch.

Raphaël Nuzzolo: Note 2,5
Das war kein Match für Nuzzolo. Ihm wurde früh der Schneid abgekauft, danach zurückhaltend, ohne Stricke zu zerreissen. Lehnte sich wie die Kollegen deutlich zu wenig gegen die Niederlage auf und ging komplett unter.

Yuya Kubo: Note 3
Probierte einiges, aber vermochte sich wie die Kollegen kaum einmal in Szene zu setzen. Und als er die grosse Chance zum 1:1-Ausgleich besass, vergab er kurz nach der Pause aus wenigen Metern kläglich. Sein Schuss ging nicht einmal aufs Sion-Tor.

Josef Martinez: Note 2,5
Der Venezolaner war in dieser Partie ebenfalls zu leichtgewichtig. Der Ligatopskorer (zehn Tore) hielt nicht dagegen und fiel kaum einmal auf.

Michael Frey: Note 3
Selbst der kräftige Youngster blieb blass und wirkungslos gegen giftige Sion-Akteure. Nach einem Foul an der Mittelinie ist der Offensivspieler im nächsten Heimspiel gegen Zürich gesperrt.

Gonzalo Zarate: Note 2,5
Kam nach 63 Minuten für Kubo – und hatte keinen Einfluss aufs Spiel, vertändelte zweimal ziemlich leichtfertig.

Jan Lecjaks (75.Minute für Rochat) und Renato Steffen (82.Minute für Nuzzolo) waren für eine Note zu kurz im Einsatz.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31658872

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2014, 22:33 
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So machte Ponte seine Spieler auf YB heiss

YB blamiert sich im Titelrennen beim Serien-Verlierer Sion, und Leader Basel lacht sich ins Fäustchen. Die Reaktionen.

Sieben Niederlagen in der Meisterschaft, eine im Cup. Und weil auch Schlusslicht Lausanne in der letzten Runde zum Siegen (3:0 gegen St. Gallen) zurückgekehrt war, geriet Sion plötzlich wieder mitten in den Abstiegskampf. Doch mit dem Rücken zur Wand schaffte das Team von Raimondo Ponte am Mittwoch gegen YB den Befreiungsschlag und weist nun wieder sieben Punkte Vorsprung auf die Waadtländer auf.

«Meine Spieler dachten wohl, es gehe gegen Sion einfacher. Sie haben sich offenbar zu oft die Tabelle angeschaut», sagte YB-Trainer Uli Forte gegenüber SRF nach dem herben Rückschlag im Titelrennen. Die Berner hätten mit einem Sieg, den sie eigentlich budgetiert hatten, punktemässig wieder zu Leader Basel aufschliessen können. In einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» hatte Sions Präsident Christian Constantin unmissverständlich gesagt, dass der neue Trainer Raimondo Ponte eine Lösung finden müsse, um schnell zum Erfolg zurückzukehren. Denn auch Ponte hatte nach der Entlassung von Laurent Roussey seine beiden ersten Spiele gegen Basel und Thun verloren.

«Lasst YB keine Zeit zum Atmen»

«In Sion ist ein Trainer immer unter Druck, das ist nichts Neues und auch für mich keine Überraschung», sagt Ponte gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet und erklärt, wie er die Lösung für das Spiel gegen die Young Boys auch tatsächlich gefunden hat. «Ich habe den Spielern gesagt, dass sie sich furchtlos in die Zweikämpfe stürzen müssten. Sie sollten jeden ballführenden Gegenspieler sofort attackieren und die Zweikämpfe kompromisslos annehmen. YB dürfe keine Luft zum Atmen haben. Gewonnene Zweikämpfe seien immer wieder ein Erfolgserlebnis und würden auch vom Publikum postwendend mit Applaus und Anfeuerungsrufen honoriert», meinte Ponte. So könne auch der Funke von den Spielern auf die Fans überspringen.

«Sion hat uns gezeigt, was Leidenschaft ist »

Ponte appellierte auch an den Teamgeist seiner Spieler. «Ich habe ihnen gesagt, dass die Qualität absolut vorhanden sei. Ich habe ihnen aber auch gesagt, dass sie nur gemeinsam, im Kollektiv etwas erreichen könnten und die Mannschaft solidarisch auftreten müsse.» Präsident Christian Constantin sei diesmal nicht auf der Spielerbank gesessen. «Er hat nur vor dem Spiel noch einmal ein paar Worte an die Mannschaft gerichtet und ihr dann nach dem Spiel zur tollen Leistung gratuliert.» YB-Sportchef Fredy Bickel anerkennt die grosse Leistung der Walliser. «Sion hat uns aufgezeigt, was man mit einem unbändigen Willen, mit Leidenschaft und mit Herz alles erreichen kann», sagt der Zürcher gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21966538

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