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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Samstag 8. Februar 2014, 13:06 
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Tschäppät gehört nicht mehr zum «Presidents-Club»

Bisher konnte sich Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät frei im Stade de Suisse bewegen. Nun gehört er aber nicht mehr zum exklusiven «Presidents-Club» des BSC Young Boys.

Anfang Jahr hat der BSC Young Boys die Zugangsregelung für den exklusiven Presidents Club (Jahresbeitrag: 25'000 Franken) neu geregelt. Im Zuge dieser Neuausrichtung gibt es keine Frei-Mitgliedschaften mehr. Wie der «Bund» am Freitag berichtet, ist von dieser Neuregelung auch Alexander Tschäppät betroffen.

Der Berner Stadtpräsident konnte sich mit seinem bisherigen Badge innerhalb des Stade de Suisse frei bewegen. Mit dem neuen Badge kommt er nur noch bis in die Champions Lounge, ein Stockwerk tiefer als der Presidents Club. «Es geht nicht um eine Degradierung», sagt YB-Mediensprecher Albert Staudenmann gegenüber dem Bund.

Eigeninitative von Tschäppät

Tschäppät seinerseits betont, dass er aus eigener Initiative auf die Frei-Mitgliedschaft verzichte. Die Neuausrichtung des Presidents Club sei für ihn der Anlass zu diesem Schritt gewesen. Ganz geschlossen werden dem Berner Stadtpräsidenten die Türen des Clubs jedoch nicht. Jedes Mitglied kann nämlich persönliche Gäste einladen. Auch YB ist gemäss Staudemann weiterhin daran interessiert, dass sich der Stadtpräsident mit dem Klub identifiziert und sich Stadion zeigt.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/12354401

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Montag 10. Februar 2014, 11:35 
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«Als YB-Fan bin ich solche Niederlagen gewohnt»

Gegner des Hooligan-Konkordats befürchten unverhältnismässige Massnahmen der Behörden. Sie wollen diesen bei der Umsetzung des Konkordats auf die Finger schauen.

Die Frage werde er erst beantworten, nachdem er ein paar Nächte darüber geschlafen habe. Das sagt Clemens Friedli (29), der Sekretär des Komitees gegen die Verschärfung des Hooligan-Konkordats, auf die Frage, ob er sein persönliches Engagement für friedliche Fussballspiele innerhalb der YB-Fanszene weiterführen werde. «Ich bin frustriert, und der Entscheid des Stimmvolks tut mir weh», fügt er an. «Doch ich bin ein politischer Mensch. Und manchmal muss man den Mund abwischen und weiterkämpfen.» Als langjähriger YB-Fan sei er dieses Vorgehen bestens gewohnt.

«Hammer vom Stimmvolk»

Seinen Humor hat Clemens Friedli also nicht verloren. Doch er befürchtet, dass gerade junge Fussball- oder Eishockeyfans, die zuletzt viel Freizeit und Geld in den Kampf gegen das Hooligan-Konkordat gesteckt hätten, nach «diesem Hammer vom Stimmvolk» ihren Einsatz zurückfahren werden. «Es ist demotivierend, wenn du für eine Sache einstehst, doch von den Behörden hörst du nur, die Fans würden Gewalt verharmlosen und wegschauen.» Diese jungen Menschen seien stigmatisiert worden. «Man hat sie alle in einen Topf mit den wenigen gewalttätigen Menschen an Sportveranstaltungen geworfen.»

Die Konkordatsgegner seien von Anfang an auf verlorenem Posten gewesen. «Die Vorlage trägt den Namen Hooligan-Konkordat», betont Friedli. «Auch wir sind gegen Hooligans. Leider konnten wir dem Stimmvolk nicht aufzeigen, dass friedliche Sportveranstaltungen der Normalfall – und nicht die Ausnahme – sind.»

Die Behörden beobachten

Die Polizeikosten rund um YB- und SCB-Spiele sind seit mehreren Jahren rückläufig. «Dieser erfolgreiche Weg wird mit dem Konkordat in Frage gestellt», sagt Friedli. Nun besässen die Behörden einen Blankocheck, mit einem Reglement voller Kann-Formulierungen, die man schärfer oder weniger scharf umsetzen kann.

«Regierungsrat Hans-Jürg Käser und Gemeinderat Reto Nause haben uns Augenmass bei der Umsetzung versprochen. Wenn sie Wort halten, hat sich unser Abstimmungskampf gelohnt», sagt Friedli. Das Komitee werde die Umsetzung des Konkordats beobachten und bei Bedarf an die Öffentlichkeit treten.

Auch YB fordert in einer Stellungnahme «gesundes Augenmass» bei der Umsetzung. YB werde sich in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten dafür einsetzen, bestmögliche realistische Lösungen zu finden. SCB-Sprecher Christian Dick betont: «Unsere Zusammenarbeit mit den Behörden ist gut. Wenn die Absprachen weiterhin auf diesem Niveau geführt werden, lassen sich konstruktive Lösungen bei der Umsetzung der Massnahmen finden.»


http://www.bernerzeitung.ch/region/kant ... y/19149550

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Februar 2014, 11:28 
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Gerndt verletzt, Bickel sauer

YB-Stürmer Alexander Gerndt fällt mit mehreren Verletzungen monatelang aus. Sportchef Fredy Bickel ist immer noch sauer über die Spielleitung in Basel.

Am Montag bewahrheitete sich, was sich angedeutet hatte: YB-Stürmer Alexander Gerndt fällt monatelang aus, er wird in dieser Saison keine Partie mehr bestreiten können. Die medizinischen Untersuchungen am Montag ergaben, dass sich Gerndt am Samstag beim FC Basel (2:3) neben einem Innenbandriss am rechten Fuss auch einen Riss des Syndesmosebands sowie Knochenabsplitterungen zugezogen hat.

Der 27-jährige Schwede musste in Basel nach einem brutalen Foul von Taulant Xhaka mit der Bahre vom Feld getragen werden. Xhaka beschwerte sich sogar noch über die Gelbe Karte, die er für seine wüste Attacke in die Beine Gerndts erhalten hatte – dabei stellt sich die Frage, wann man eine Rote Karte verteilen soll, wenn nicht bei dieser Aktion. «Ich bin immer noch sehr enttäuscht, wie der Schiedsrichter gepfiffen hat», sagt YB-Sportchef Fredy Bickel am Montag. «Er hatte einfach nicht den Mut, Xhaka die Rote Karte zu zeigen.»

«Das ist wirklich unfassbar»

Die Young Boys wurden vor drei Tagen zum wiederholten Mal in einer Partie gegen den FCB von den Spielleitern benachteiligt. «Es ist ärgerlich, wenn das immer wieder passiert», sagt Bickel. «Aber das ändert nichts daran, dass wir in der zweiten Hälfte nicht mehr konsequent spielten.»

Dennoch bleibt natürlich die Erkenntnis, dass YB die Begegnung in Basel mit allergrösster Wahrscheinlichkeit gewonnen hätte, wenn die Unparteiischen nicht drei grobe Fehler begangen hätten. «Mit zehn Spielern und ohne Xhaka wäre es für Basel schwierig geworden», sagt Bickel. Zum Zeitpunkt des Ausscheidens von Gerndt nach rund 70 Minuten führten die Young Boys 2:1 und hatten gegen ein erstaunlich planloses Basel alles im Griff.

Gerndt fehlte später als Anspielstation und Vorkämpfer im Sturm. «Zudem gab es beim ersten Basler Tor eine klare Abseitsposition», sagt Bickel, «das sieht ja jeder am TV.» Und der Sportchef sagt, er werde nie verstehen, wie man in der 89.Minute auf Elfmeter habe entscheiden können. «Das ist wirklich unfassbar.»

YB hat noch einige Stürmer

Einen positiven Aspekt immerhin hätten die Fehler von Schiedsrichter Nikolaj Hänni am Samstag gehabt, sagt Bickel mit Galgenhumor: «Die werden es kaum wagen, uns Hänni in dieser Saison noch einmal zuzuteilen.» In den zwei Partien gegen Basel, die Hänni leitete, sorgten seine Fehlentscheidungen für viel Ärger bei YB. In Bern in der Vorrunde hatte der Referee bekanntlich in der Nachspielzeit beim Stand von 2:2 ein klares Foul von Basels Ivan Ivanov an Haris Tabakovic im FCB-Strafraum nicht gesehen. «Auch das schmerzte uns natürlich sehr», sagt Bickel.

Tabakovic, mittlerweile an Wil ausgeliehen, wird übrigens nach der Verletzung Gerndts nicht zu YB zurückkehren. Und die Young Boys werden bis Ende Monat laut Bickel wohl auch keinen neuen Stürmer in der Schweiz verpflichten.

«Selbstverständlich tut uns der Ausfall von Gerndt extrem weh», sagt der Sportchef, «aber wir sind in der Offensive gut aufgestellt.» Michael Frey, Samuel Afum, Josef Martinez und Gonzalo Zarate sowie unter Umständen Yuya Kubo können als Angreifer eingesetzt werden.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31187349

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Samstag 15. Februar 2014, 17:34 
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YB will nicht mehr lieb sein

Bei YB sitzt der Frust nach der Niederlage in Basel immer noch tief. Sportchef Fredy Bickel und Trainer Uli Forte gehen dezidiert in die Offensive – und kritisieren die Sonderbehandlung des FCB.

Ist YB zu lieb? «Möglicherweise stimmt das tatsächlich», sagt Fredy Bickel. «Ja, das ist teilweise sicher so», sagt Uli Forte.

Die 2:3-Niederlage der Young Boys vom letzten Samstag im Gipfeltreffen in Basel sorgt immer noch für Schlagzeilen, weil der FCB bei seinem spektakulären Comeback von drei krassen Fehlentscheidungen der Spielleiter profitierte – zum wiederholten Mal, wie man sich in der Schweiz (ausserhalb von Fussball-Basel) weitgehend einig ist. Und bei YB hat man sowieso seit Jahren das Gefühl, gegenüber dem Primus aus Basel benachteiligt zu werden. Der Grat indes ist schmal: Wenn man zu viel flennt, steht man bald als Jammerer da.

Das wissen die Young Boys. Sportchef Bickel und Trainer Forte hinterliessen in den letzten Tagen deshalb einen zwar entschlossenen, aber auch betont selbstkritischen Eindruck. «Man muss immer zuerst vor der eigenen Türe schauen, ob alles stimmt», sagt Bickel. Und Forte findet: «Wir investierten in Basel nach der 2:0-Führung viel zu wenig.» Aber, und bei dieser Meinung lassen Sportchef wie Trainer keine Zweifel offen, es sei an der Zeit, dass sich YB mehr wehre und nicht immer lieb und still sei.

«Nicht alles akzeptieren»

Und so fordert Bickel: «Wir müssen ebenfalls mehr Druck bei Verband und Liga ausüben.» Und so sagt Forte: «Basel hat es verdient, eine besondere Position im Schweizer Fussball zu haben. Doch es kann nicht sein, dass die Basler regelmässig von Schiedsrichterentscheidungen profitieren.» Bickel und Forte sind erfahren genug, um Wirkung und Brisanz ihrer Aussagen abschätzen zu können. Nach allem, was man so hört und sieht, hat sich YB in den letzten Tagen dazu entschlossen, verbal in die Offensive zu gehen. Also sagt Bickel unter der Woche: «Wir müssen unsere Anliegen stärker vertreten und nicht immer alles akzeptieren.» Also listet Forte am Freitagmittag beim Medientermin im Stade de Suisse mehrere entscheidende Szenen auf, in welchen der FCB in den letzten Jahren von den Referees bevorteilt wurde. Es gibt ja viele Beispiele, etwa aus dem Cupfinal 2012, als der FC Luzern nach der Niederlage im Elfmeterschiessen in Bern mit der Schiedsrichterleistung haderte. Murat Yakin, damals noch Luzern-Trainer, meinte nach schlimmen Fehlern der Spielleiter: «Wir hatten einen Akteur weniger auf dem Platz, wenn man die Schiedsrichter dazunimmt.»

Mittlerweile ist Yakin Basel-Coach, er hat das FCB-Selbstverständnis längst wieder verinnerlicht, schliesslich war er als Fussballer jahrelang ein Leistungsträger in Basel. Es ist verständlich, dass er die Dinge jetzt anders sieht. Bei YB ist man sauer, dass Yakin und mehrere FCB-Akteure am letzten Samstag in der Pause mal wieder auf den Schiedsrichter warteten und auf ihn einredeten. «Die Basler nehmen schon sehr viel Einfluss», sagt Forte, «und so steigt der Druck auf die Schiedsrichter.» Und Bickel sagt: «Die erfahrenen FCB-Akteure wissen genau, wann sie was sagen müssen. Das machen sie clever.»

Tanz nach der FCB-Pfeife

Man darf gespannt sein, wie das Duell zwischen Baslern und Bernern weitergeht. Der Frust bei YB sitzt tief, und wenn Uli Forte am Freitag, sechs Tage nach dem Spiel im St.-Jakob-Park, noch derart ausführlich über eine FCB-Sonderbehandlung referiert, ist das bewusst gewählt. Irgendwann sagt er sogar: «Es kann nicht sein, dass alle in der Schweiz nach der Pfeife des FCB tanzen.» Ein Journalist wirft ein, die Vertreter des FCB sähen die Sachlage naturgemäss ganz anders, ihrer Meinung nach habe der Schiedsrichter am Samstag gut gepfiffen. Forte zählt flugs weitere Partien auf, bei denen die Basler von Fehlern der Unparteiischen profitierten. Er hat sich offenbar akribisch mit diesem Thema befasst.

Und so kocht die Debatte, ob der FCB einen Bonus bei den Schiedsrichtern geniesst, mal wieder hoch. Man kann die Young Boys verstehen. Aber man kann auch die Meinung vertreten, sie würden bei ihrer Frustbewältigung ein wenig Polemik betreiben und bloss von eigenen Unzulänglichkeiten ablenken. Auf jeden Fall sind sie gut beraten, den scharfen Worten nun Taten auf dem Platz folgen zu lassen. Erstmals morgen gegen den Letzten Lausanne.


YB vs. Basel

Das Beispiel Le Mont Die Young Boys ärgern sich über die ungleiche Behandlung, die YB und der FCB im Cupwettbewerb erhalten haben. «Wir wollten den Achtelfinal verschieben oder in Bern austragen lassen, weil die Platzverhältnisse in Le Mont sehr schwierig waren», sagt Trainer Uli Forte. «Uns sagte man, ein Platzabtausch würde dem Cupgedanken widersprechen.» YB verlor beim Erstligisten peinlicherweise 1:4. Der FCB dagegen habe den Viertelfinal verschieben dürfen, «obwohl die Terrainbedingungen nicht schlechter waren als bei uns», wie Forte sagt. Im Februar, in der langen Winterpause von Le Mont, durfte der FCB zu Hause antreten und 6:1 siegen. «Wir hätten Le Mont in Bern auch 5:0 geschlagen», sagt Forte. Und er fragt: «Wieso darf Basel abtauschen und wir nicht?» Der Verband habe YB gesagt, es gebe im Frühling Terminprobleme, weil es ein WM-Jahr sei und der FCB in der Europa League spiele. «Das ist uns doch egal», sagt Forte. «Das nächste Mal steigen wir in den Bus und spielen nicht.»



http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10846859

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Sonntag 16. Februar 2014, 14:09 
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YB-Fans verzichten vorerst auf Support ihrer Mannschaft

Die YB-Fanvereine Ostkurve Bern und «gäubschwarzsüchtig» verzichten bis auf weiteres auf den organisierten Support im Stadion. Grund sind von der Polizei ausgesprochene Rayonverbote.

Beim Spiel YB gegen Lausanne dürfte es am Sonntag im Stade de Suisse in der Ostkurve still bleiben. Schon am Freitag kündigten die Fanvereine Ostkurve Bern und «gäubschwarzsüchtig» an, bis auf weiteres auf den organsierten Support der Young Boys zu verzichten. Dies weil gegen «etliche langjährige und engagierte YB-Fans» Rayonverbote ausgesprochen wurden, wie es auf ihrer Website heisst. Laut den Fanvereinen befinden sich unter den betroffenen Personen auch zwei «Capos» - Anheizer der Fans - der Ostkurve Bern. Die Mannschaft der Young Boys ist laut Mitteilung informiert und die Fanvereine bitten um Verständnis für den Stopp. «Diese hinterhältige Aktion muss erst einmal verdaut werden», schreiben sie.

Christoph Gnägi, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern, bestätigt am Sonntag auf Anfrage, dass gegen vier Personen Rayonverbote für das Berner Stade de Suisse und die Thun Arena ausgesprochen wurden. «Die Rayonverbote stehen im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen in der Aarberger- und Speichergasse im Nachgang vom Cupspiel vom 9. November 2013 gegen Le Mont», sagt Gnägi. Bei der Auseinandersetzung kam es gemäss dem Polizeisprecher zu Gewalt und Drohungen gegenüber Mitarbeitenden der Kantonspolizei Bern. Nach umfangreichen Ermittlungen habe man vier Personen identifizieren können, gegen die nun Rayonverbote verhängt wurden.

Kritik von Grossratskandidatin

Am Sonntag sich nun SP-Grossratskandidatin Nora Krummen zu Wort gemeldet. In einer Medienmitteilung schreibt sie, dass bereits nach dem alten Konkordatstext Rayonverbote möglich gewesen waren, und betont, dass diese ohne Verurteilung und entgegen der Unschuldsvermutung möglich seien. Dass die Rayonverbote nach dem Ja zum verschärften Hooligan-Konkordat vom letzten Sonntag ausgesprochen wurden, mache den «Eindruck einer Machtdemonstration und gezielten Provokation.» Sie vermutet, dass Regierungsrat Käser auf Ausschreitungen am Spiel am Sonntag hofft: «Denn dann wäre Käser wieder der grosse Held, der immer gesagt hat, dass Fans nur unberechenbare Gewalttäter sind.»

«Die diese Woche ausgesprochenen Rayonverbote stehen nicht im Zusammenhang mit der Abstimmung vom letzten Wochenende», sagt dazu Polizeisprecher Christoph Gnägi. Da die Vorfälle vor der Abstimmung passiert sind, gelte ohnehin der alte Konkordatstext. Es hänge mit dem Stand der Ermittlungen zusammen, dass die Rayonverbote diese Woche verhängt wurden.


http://www.derbund.ch/bern/kanton/YBFan ... y/31127771

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Sonntag 16. Februar 2014, 23:49 
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Stiller Protest der YB-Fans gegen Rayonverbote

Die YB-Fans haben am Sonntagnachmittag während des Spiels zwischen den Young Boys Bern und Lausanne-Sport auf Choreografien, Sprechgesänge und Fahnen verzichtet.

Die Fans protestierten so still gegen in dieser Woche ausgesprochene Rayonverbote. Nach der Verhängung von Aufenthaltsverboten gegen «etliche langjährige und engagierte YB-Fans» könne man «nicht einfach zur Tagesordnung übergehen», heisst es in einer Mitteilung, die der Dachverband der YB-Fanclubs mit dem Namen «gäubschwarzsüchtig» am Freitag auf seine Facebook-Seite schaltete.

«Pünktlich in der Woche nach der Abstimmung über die Konkordats-Verschärfung hat die Berner Polizei zugeschlagen», schreibt «gäubschwarzsüchtig» weiter.

Einen Zusammenhang mit der Konkordatsabstimmung machte am Sonntag in einer Medienmitteilung auch das Berner JUSO-Mitglied Nora Krummen. Nun zeige der bernische Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser «sein wahres Gesicht», schreibt sie. Noch vor der Abstimmung habe Käser eine moderate Umsetzung des Konkordats versprochen.

Laut Christoph Gnägi, Sprecher der Kantonspolizei Bern, hat die Polizei die Rayonverbote ausgesprochen. Dies gegen vier Personen im Zusammenhang mit einer Massenschlägerei von YB-Fans nach dem verlorenen Cupspiel gegen Le Mont VD im Schweizer Cup Anfang November in der Berner Altstadt. Damals griffen Fans auch die Polizei an.

Die vier Personen hätten Rayonverbote für das Stade de Suisse in Bern und die Arena Thun erhalten, sagte Gnägi. Die Massnahme habe keinen Zusammenhang mit der Abstimmung über das Hooligan-Verbot vom 9. Februar. Vielmehr seien nun einfach die Ermittlungen gegen die vier Personen abgeschlossen. Weitere Ermittlungen seien im Gang.


http://www.bernerzeitung.ch/region/kant ... y/22126715

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. Februar 2014, 11:13 
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«Wünsche mir, dass ich Kombi-Ticket nicht einsetzen muss»

Das Hooligan-Konkordat wird verschärft. Worauf müssen sich die Zuschauer von YB- und SCB-Spielen gefasst machen? «Es hängt vom Verhalten der Fans ab», sagt Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP).

Reto Nause, vor gut einer Woche hat das Stimmvolk das verschärfte Hooligan-Konkordat angenommen. Wann sind die neuen Regeln in Kraft?
Reto Nause: Das Ziel ist, dass es in der Stadt Bern in der neuen Fussballsaison im Sommer und in der Eishockeysaison im September los geht.

Die YB-Fanklubs sagen aber, es seien bereits erste Rayonverbote ausgesprochen worden. Darum protestierten die Fans beim Match vom Sonntag. Wurden wirklich bereits Rayonverbote verhängt?
Die ausgesprochenen Rayonverbote stehen nicht im Zusammenhang mit der Abstimmung zum Konkordat. Sie beziehen sich auf gewalttätige Auseinandersetzungen im Nachgang zum Cupspiel vom 9.November in der Innenstadt. Dass die Rayonverbote letzte Woche ausgesprochen wurden, hängt mit dem Stand der polizeilichen Ermittlungen zusammen.

Was sagen Sie zur Protestaktion der Fans?
Ich nehme sie zur Kenntnis. Den Fanklubs steht es frei, Protestaktionen durchzuführen.

Welche Schritte sind zur Umsetzung der neuen Regeln nötig?
Auf Kantonsebene braucht es eine Anpassung der Ausführungsverordnung zum Konkordat. Zudem muss die Stadt die Rahmenbewilligung für Fussball- und Eishockeyspiele ausformulieren.

Sie sagen Rahmenbewilligung – heisst das, die Klubs erhalten eine Bewilligung, die für die ganze Saison gilt?
Das ist so. Diese Rahmenbewilligung deckt sämtliche Ligaspiele ab. Es wird – je nach Gefahrenstufe – grüne, orange oder rote Spiele geben. Die Idee ist ein Baukastensystem mit grundsätzlichen Auflagen, die auch für die tiefste Gefahrenstufe, die grünen Spiele gelten. Diese Auflagen bringen keine Überraschungen, weil sie grösstenteils heute schon gelten. Im Bereich der orangen und roten Spiele wird es entsprechende Zusatzauflagen geben.

Was ändert sich für die Zuschauer bei roten Spielen?
In der Vorbereitung dieser Spiele bleibt alles beim Alten: Die Klubs, die Vereine, die Stadtbehörden und Fanvertreter setzen sich zusammen, analysieren die Ausgangslage und handeln die Rahmenbedingungen aus. Wenn wir uns in diesen Gesprächen einigen, braucht es wahrscheinlich gar keine Zusatzauflagen. Falls es keine Einigung gibt, habe ich als Sicherheitsdirektor neuerdings die Möglichkeit, durch zusätzliche Auflagen Einfluss zu nehmen.

Welche der möglichen Auflagen sind für Sie am wichtigsten?
Die Auflagen, mit denen sich die An- und Abreise der Gästefans steuern lassen.

Sie sprechen vom Kombi-Ticket, wonach Gästefans nur noch dann in ihren Sektor gelassen werden, wenn sie mit dem offiziellen Extrazug anreisen?
Nein, ich wünsche mir, dass ich das Kombi-Ticket nicht einsetzen muss. Mein Ziel ist, dass sich die Gästefans von einer sinnvollen An- und Abreise überzeugen lassen. Sprich, dass sie mit Extrazügen via S-Bahn-Station Wankdorf anreisen.

Nehmen wir als Beispiel einen FCB-Fan an einem roten Spiel. Darf dieser die Spiele im Stade de Suisse künftig noch im neutralen Sektor oder sogar bei den YB-Fans verfolgen?
Wenn die offiziellen Fanklubs freiwillig via S-Bahn-Station Wankdorf anreisen, haben wir so oder so 95 Prozent der Gästefans im Gästesektor. Wenn dann jemand zum Beispiel einen Schwager in Bern hat und sich zu diesem in den Sektor setzen will, ist das selbstverständlich möglich.

Muss ein Basler, der in Bern wohnt, in Zukunft vor dem Spiel zuerst nach Basel reisen und dann via Fanextrazug zurück nach Bern ins Stade de Suisse?
Nein, das muss er nicht. Es sei denn, das Gros der Fans ignoriert unsere Wünsche und plant einen Fanmarsch durch die Innenstadt. Dann müsste ich mit Auflagen einschreiten, um die gewünschte An- und Abreise durchzusetzen. Doch selbst dann wäre das Kombi-Ticket, also der in der Frage geschilderte Fall, die Ultima Ratio. Bis es so weit kommt, gibts noch Zwischenschritte bei den Auflagen.

Wie sehen diese aus?
Einfach mal als Auflage in der Bewilligung festschreiben, dass die An- und Abreise mit dem Extrazug via S-Bahn-Station Wankdorf erfolgen muss.

Was passiert, wenn Gästefans die Auflagen ignorieren und einen Fanmarsch durch die Innenstadt organisieren – ist dann eine Spielabsage möglich?
Eine Spielabsage ist auch mit dem Konkordat nur als Ultima Ratio ins Auge zu fassen.

Reicht dazu ein Fanmarsch? Sie haben ja öffentlich die Absage des Meisterschaftsspiels YB - Basel gefordert, nachdem die FCB-Fans vor ein paar Jahren den ersten Fanmarsch durch die Berner Innenstadt angekündigt hatten.
Ich möchte heute nicht darüber spekulieren, was passiert, wenn... Ich halte mich daran, dass wir das Konkordat mit Augenmass umsetzen werden.

Ist eine Spielabsage mit dem Konkordat nun einfacher möglich?
Es gibt jetzt zumindest eine klarere rechtliche Grundlage. Und mein Einfluss auf solche Entscheide ist gewachsen, da die Stadt Bern nun die Bewilligungsinstanz ist. Aber ich habe nicht vor, Spiele abzusagen. Nun können die Fans mit ihrem Verhalten unter Beweis stellen, dass es die scharfen Massnahmen, die das Konkordat bietet, nicht braucht.

Sprechen wir über die Eingangskontrollen. Muss nun jeder Matchbesucher eine ID auf sich tragen und beim Eingang Intimkontrollen befürchten?
Das ist abhängig davon, wie die Gespräche und die Risikoanalyse im Vorfeld der Partie ablaufen. Ich hoffe, dass die Zuschauer im Regelfall ohne ID ins Stadion kommen.

Ist es auch abhängig davon, wie viele Pyrofackeln beim letzten Spiel gezündet wurden?
Solche Überlegungen haben wir uns im Zusammenhang mit dem Konkordat bisher nicht gemacht.

Wie sieht es mit dem Alkoholverbot aus?
Auch das ist abhängig von den Verhandlungen und der Risikoanalyse. Ich sag es gerne nochmal: Wenn die Fangruppierungen im Extrazug anreisen und es keine Anzeichen für Gewalt gibt, sehe ich keine Veranlassung für ein Alkoholverbot im Gästesektor.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/27898750

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Samstag 22. Februar 2014, 00:37 
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«Wir wollen wieder mehr Festival machen»

Das YB-Fanradio Radio Gelb-Schwarz feiert diese Woche sein 5-jähriges Jubiläum. Im Interview erklären die vier Kommentatoren warum sie wie YB-Sportchef Fredy Bickel sind und wie ihre Sendung künftig wieder werden soll.

Diese Woche feiert Radio Gelb-Schwarz (RGS) sein 5-jähriges Bestehen. Hinter dem YB-Fanradio stecken Brian Ruchti, Simon Klopfenstein, Dario Hitz und Gabriel Haldimann. Allesamt sind sie Fussball-Aficionados und waren am Mittwochabend im YB-Fanlokal bei der Champions-League-Partie zwischen Arsenal und Bayern München anzutreffen. Bernerzeitung.ch hat die vier redseligen Radiomacher dort zum Gespräch getroffen.

Radio Gelb-Schwarz feiert Jubiläum. Auch wenn es schwierig ist, was waren eure Highlights in diesen 250 Sendungen?
Simon Klopfenstein: Mein Highlight war im Nachhinein betrachtet die allererste Sendung mit Brian und und die positive Resonanz, die wir schon sehr früh erhalten haben. Da haben wir gemerkt, dass ein Fanradio wie RGS wirklich ein Bedürfnis der Fans ist.

Brian Ruchti: Die Reise nach Moskau war äusserst spannend. Diese Stadt ist derart einzigartig. Wegen dem Verkehr durften wir beispielsweise mit den Bussen auf den Tramgeleisen ins Stadion fahren. Das Spiel fand im Lokomotive-Stadion statt, das bis auf die YB-Fans und einige Tausend Gastarbeiter aus Dagestan, die gratis reindurften, leer war. Oder diese legendäre Pause im Letzigrund, wo wir eine Kranwerbung beschrieben, die an Spannung kaum zu überbieten war (schmunzelt). Das ist übrigens typisch RGS, wir versuchen wirklich alles zu kommentieren, was wir sehen.

Dario Hitz: Für mich war es meine erste Sendung, als YB gegen FC Midtjylland in der Europa League spielte. Die Mitreise mit der Mannschaft, der 3:0-Sieg und die Siegesfeier in einem Pub in Herning waren unvergesslich.

Gabriel Haldimann: Für mich sind es auch die europäischen Spiele, vor allem jenes in Moskau, wo es auch abgesehen vom Fussball ein eindrückliches Erlebnis war. Darüber hinaus empfinde ich unsere RGS-Sondersendungen vor internationalen Spielen als Höhepunkte. Darin versuchen wir jeweils den Hörern ein Bild des Landes und der Leute zu bieten, was uns kulturell einiges abverlangt, aber zugleich eine unermessliche Freiheit gewährt, fernab von der reinen Resultatbezogenheit über Fussballkultur zu berichten.

Brian und Simon, ihr seid die Gründer von RGS. Vor einiger Zeit habt ihr expandiert und Dario und Gabriel ins Boot geholt. Warum?
Klopfenstein: Unser Ziel war es schon immer, dass RGS mich und Brian überlebt. Deshalb denken wir langfristig und haben die Fühler nach Nachwuchs ausgestreckt. Wir vertrauten unserer Sportchefnase und haben bei Dario und Gabriel zugeschlagen.

Ruchti: Es heisst ja, Fredy Bickel hole gerne Freunde ins Boot. Wir sind da ähnlich. Die Freundschaft schafft das nötige Vertrauen und Vertrauen braucht es unbedingt.

Wie bleibt man nach 800 Stunden Sendung eloquent?
Hitz: Um es vorwegzunehmen: Alkohol ist bei uns ein Tabuthema.

Klopfenstein: Vor dem Match habe ich praktisch noch nie ein Bier getrunken.

Ruchti: Im Wankdorf kommen aber oft Leute bei uns vorbei und geben uns eines aus.

Hitz: Das wäre ja daneben, das nicht anzunehmen (alle lachen).

Haldimann: Anders im Wallis: Dort bekommt du als Medienvertreter gar Weisswein ausgeschenkt, einen lokalen Fendant. Oder auch Rotwein, wenn du willst. In der Flasche.

Klopfenstein: Das war ein weiteres Highlight. Wisst ihr noch als wir im Wallis Fondue gegessen haben?

Ruchti: Das war das einzige Mal, dass wir genug Wasser trinken mussten, bevor wir auf Sendung gingen. Wir wurden vom Fussballblog «Runden Leder» zu einem Fondue eingeladen und die haben uns natürlich abgefüllt. Wir waren «chli käppelet», aber wir haben uns gefangen.

Klopfenstein: Nein, ernsthaft, hinter unseren Sendungen steckt viel Training. Wir planen wenig, bereiten aber viel vor.

Ruchti: Ich nerve mich beispielsweise fürchterlich, wenn ich innerhalb von 15 Minuten den gleichen Satz zweimal benutze. Das ist das Schlimmste.

Klopfenstein: Es ist nie gleich, auch wenn wir das zehnte Mal in Zürich spielen. Du weisst nie, ob es ein Traumtor oder einen Gurkenmatch gibt.

Was läuft heute anders als in den Anfängen?
Ruchti: Wir sind erwachsener geworden und deshalb läuft unsere Planung besser. In den letzten zwei Jahren haben wir uns vermehrt auf den Match konzentriert und die Dinge neben dem Platz sind vielleicht etwas in den Hintergrund geraten.

Haldimann: Dieser Fokus ist natürlich besonders bitter, weil es ausgerechnet in dieser Zeit sportlich nicht so toll gelaufen ist.

Hitz: Ja, das war eventuell der falsche Fokus (lacht).

Ruchti: Als Gäbu und Däru dazukamen, konzentrierten wir uns vermehrt auf das Handwerk – das Kommentieren –, damit die Beiden es schnell lernen.

Klopfenstein: Für unser Best-Of (siehe Film) haben wir viele Sendungen noch einmal angehört. Wir haben uns hin zum Sport und weg von der Unverfrorenheit und Deplatziertheit entwickelt. Die Erwartungen sind gestiegen so bereitet man sich eben immer seriöser vor.

Ruchti: Für unser Best-Of (siehe Film) haben wir viele Sendungen noch einmal nachgehört und uns vorgenommen wieder mutiger zu werden. Es muss wieder mehr «chlepfe u tätsche» – wir wollen wieder mehr Festival machen.

Neu seid ihr im Stadion auch am Bildschirm zu sehen...
Haldimann: Dies beinhaltet eine zusätzliche Komponente, die das Berichten völlig anders macht. Man muss langsamer sprechen, weil das Gesagte über die ganze Lautsprecheranlage geht. Auch mit der Kamera muss man sich anfreunden und bedenken, dass man in die Linse und nicht mehr aufs Blatt schauen muss. Aber es ist lehrreich und wir wachsen stark an diesen Videoeinblendern.

Klopfenstein: Das Radio läuft ja weiter und es muss ja für unsere Zuhörer hörbar bleiben. Diese TV-Sequenzen planen wir minutiös, was sehr RGS-untypisch ist. Wir können nicht wie sonst einfach plaudern und müssen aus diesem Sprudelmodus raus.

Ruchti: Da helfen uns sicherlich auch all die Erfahrungen, die wir bereits sammeln durften. Dank RGS standen wir doch schon das eine oder andere mal vor einer Fernsehkamera. Das Wichtigste ist aber, dass wir authentisch bleiben, auch bei den Einschaltungen. Wir wollen immer so bleiben, wie wir sind, das trägt glaube ich auch zum Erfolg von RGS bei.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/25609865

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. Februar 2014, 15:53 
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Diese Young Boys kommen jung daher

Mit Marco Wölfli, Christoph Spycher und Alexander Gerndt fallen bei YB gleich drei Führungskräfte verletzt aus. Deshalb stehen junge Kräfte stärker im Fokus.

Die YB-Achse vor dieser Saison präsentierte sich so: Torhüter Marco Wölfli, Abwehrchef Steve von Bergen, Mittelfeldmotor Christoph Spycher, Spielmacher Moreno Costanzo, Stürmer Alexander Gerndt. «Sie sind das Gerüst», sagte Trainer Uli Forte.

Die YB-Achse in diesen Wochen sieht so aus: Yvon Mvogo, von Bergen, Costanzo, Yuya Kubo, Michael Frey.

Die Akteure dieser Achse sind zusammengezählt 35 Jahre jünger: Mvogo (19) ist 12 Jahre jünger als Wölfli, Kubo und Frey sind 20 und deutlich unerfahrener als Spycher (35) und Gerndt (27).

Es gibt immer Verletzungen im Fussball, bei YB haben sie dazu geführt, dass drei Fünftel der vorgesehenen Führungsmannschaft gerade fehlen – Wölfli und Gerndt bis Saisonende, Spycher soll bald wieder eingesetzt werden können. Und so kommen diese Young Boys bemerkenswert jung daher. «Wir sind jung und dynamisch», sagt Forte schmunzelnd. Man wolle auf den Nachwuchs setzen, meint er, aber ohne Routine gehe es auch nicht. «Und die Jungen dürfen Fehler machen. Nur so kommen sie weiter.»

Herbert von Karajan Spycher

Leistungsmässig hat sich das Verletzungspech nicht negativ ausgewirkt. Im Tor etwa hat Yvon Mvogo gut bis glänzend gespielt. «Er zeigte brillante Paraden», sagt Forte. Steve von Bergen ist unterdessen der einzige Akteur in der Achse, der auf seiner Position geblieben ist. Der Nationalspieler ist eine exzellente Verstärkung, er agiert stabil auf hohem Niveau. «Wir wurden letzte Woche nach sechs Gegentoren in zwei Spielen zu Recht kritisiert», sagt von Bergen. «Deshalb ist es gut, haben wir uns beim 2:1-Sieg in Luzern defensiv gesteigert.»

Uli Forte sagt, am meisten schmerze ihn die Verletzung Spychers. «Er ist unglaublich wichtig für unser junges Team», sagt er, «Spycher ist auf und neben dem Rasen eine tolle Führungspersönlichkeit.» Der Trainer steigert sich in seiner Lobeshymne zur Aussage, Spycher sei der Dirigent bei YB. «Er ist unser Karajan.»

Derzeit sorgt Moreno Costanzo für die Musik im Berner Mittelfeld. Weil Captain Spycher und Ersatzcaptain Wölfli ausfallen, trägt der kürzlich 26 Jahre alt gewordene Regisseur in diesen Wochen die Binde. Und es gibt Beobachter, die sehen Costanzos Leistungen als Sinnbild für das gesamte Team. Beim tollen Saisonstart mit einem Sieg nach dem anderen agierte Costanzo brillant, später verlängerte er seinen Kontrakt bis 2017 und fiel im für YB tristen Herbst in ein Leistungstief. Zuletzt agierte der ballsichere Passgeber Costanzo wieder besser. Wie die Young Boys.

Noch «mehr Präsenz» verlangt Uli Forte von seinem zentralen Aufbauer. Der Coach funktionierte Costanzo Anfang Saison zum defensiven Mittelfeldspieler um, zum Gestalter ein paar Meter weiter hinten. Noch geht dem Techniker dort teilweise die Härte ab, aber wenn Costanzo seine Fortschritte bestätigt, kann er in neuer Rolle eine dominante Kraft werden. Und seine Leaderqualitäten muss der Ostschweizer in diesen Wochen gleichfalls unter Beweis stellen. Er ist auf dem Weg vom Chefchen zum Chef.

Fehlende Routine

In der Offensive schliesslich ist YB besonders jung aufgestellt. Yuya Kubo profitiert vom Ausfall Alexander Gerndts, der 20-Jährige besitzt wie der gleichaltrige Josef Martinez aussergewöhnliche Fähigkeiten. Und Michael Frey ist trotz erst 19 Jahren bereits ein Vorkämpfer, auf dem Rasen ist er ein Vorbild an Einsatz und Willen. «Die Jungen machen das wirklich sensationell», sagt Uli Forte, «sie sollen ihre Unbeschwertheit unbedingt behalten. Das tut uns sehr gut.»

Der Trainer findet nicht, dass es YB an Leaderfiguren fehle. Aber auch Forte hat beim letzten Spiel am Sonntag in Luzern trotz des 2:1-Siegs gemerkt, wie es seiner Equipe an Routine fehle. «In der Schlussphase spielten wir dort nicht abgeklärt genug», sagt Forte, «da merkte man, dass wir in der Offensive viele junge Spieler haben.» Keiner sei mal auf den Ball gestanden und habe für eine Verschnaufpause sorgen können. «Das war ungenügend von uns.»

Die gute Mischung

Trotz prominenter Ausfälle stehen erfahrene Kräfte wie die Aussenverteidiger Alain Rochat und Scott Sutter oder die Aufbauer Milan Gajic, Gonzalo Zarate und Raphael Nuzzolo im Kader. Und gerade von Innenverteidiger Milan Vilotic, in der Winterpause von GC zu YB gestossen, erhofft sich Forte Impulse. «Die Mischung bei uns stimmt», sagt der Trainer. Und deshalb können es sich die Berner leisten, den Jungen viel Verantwortung zu übertragen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18121298

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Freitag 28. Februar 2014, 10:14 
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Manchmal zu viele Passagiere im Team

Die Young Boys sind nach der 0:3-Niederlage in Sitten ernüchtert. Es fehlt im Team zuweilen an Leadership.

«Wir wehrten uns zu wenig», sagte Uli Forte nach der 0:3-Niederlage der Young Boys am Mittwochabend in Sitten. Es ist eine Aussage wie eine Anklage. Und es ist ja so: YB besitzt ein talentiertes Team mit vielen anständigen Typen. Wenn es läuft, dann kann sich die Equipe in einen Rausch spielen. Aber es fehlt im Kader an Akteuren, die am Karren reissen, wenn die Partie nicht ideal verläuft, wenn der Rasen schlecht ist oder der Gegner aggressiv agiert.

Einer wie Salatic

Die Young Boys sind also eine Art Schönwettermannschaft. Weil sie bestückt sind mit starken, prominenten Fussballern, reicht das, um als erster Verfolger Basels zu gelten. Aber es hat teilweise zu viele Passagiere und Mitläufer im Team. Der verletzte Vorkämpfer Christoph Spycher fehlt an allen Ecken und Enden. «Sein Ausfall schmerzt uns sehr», sagt Forte. Spycher ist bald 36 Jahre alt und wird bestenfalls noch eine Saison anhängen, wenn der Körper mitmacht. Gerade im zentralen Mittelfeld aber wirkt YB zuweilen zu wenig entschlossen. Moreno Costanzo und Milan Gajic sind feine Techniker, doch Coach Forte fordert von ihnen mehr Präsenz.

Einer wie Veroljub Salatic wäre die perfekte Verstärkung. Der GC-Captain strahlt Willen und Ehrgeiz und Kampfkraft aus, er ist einer, der die Ärmel hochkrempelt und ein Team führt. Doch der 28-Jährige wäre eine kostspielige Investition, zumal der Vertrag des Aufbauers bei GC noch jahrelang läuft. Zudem streiten die YB-Verantwortlichen ein Interesse an Salatic ab.

Für Rang 2 unterschrieben

Die YB-Investoren haben indes gerade zuletzt in der Winterpause bewiesen, nicht vor teuren Transfers zurückzuschrecken – obwohl sie in den letzten Jahren hohe Millionendefizite übernehmen mussten. Abwehrspieler Milan Vilotic unterschrieb für viereinhalb Jahre, Ablösesumme und Lohn bis 2018 für den früheren GC-Akteur betragen mehrere Millionen Franken. «Wir wollen das Team punktuell verstärken», sagt YB-Sportchef Fredy Bickel, «und auf den Nachwuchs setzen.»

Und diese Philosophie geht ja bisher nicht schlecht auf. Ende Februar auf Rang 2 zu stehen, hätte Anfang Saison wohl jeder bei YB als zufriedenstellend betrachtet. Mit dem fantastischen Saisonstart und vereinzelten Topleistungen haben die Young Boys jedoch hohe Erwartungen geschürt. Vielleicht zu hohe, angesichts der manchmal erstaunlich zahmen Vorstellungen. Und Sportchef Bickel sagt ja regelmässig: «Hinter YB liegen schwierige Jahre. Man darf nicht vergessen, woher der Verein kommt.»

Die letzte Saison beendeten die Young Boys auf Rang 7.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20883421

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