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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Samstag 24. August 2013, 15:05 
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BSC YB: Der verhängnisvolle Flirt mit dem Erfolg

Die Berner Young Boys haben noch kein Spiel verloren in dieser Fussball-Meisterschaft. Deshalb wird YB medial hochgejubelt. Das könnte sich als Nachteil erweisen.

YB hat die ersten fünf Spiele in der Meisterschaft gewonnen und damit einen Traumstart hingelegt. Die Young Boys stehen klar an der Tabellenspitze, mit fünf Punkten Vorsprung auf Luzern.

Endlich macht YB die Fans wieder glücklich. Aber eigentlich ist der Club arm dran. Denn: Fast täglich werden die Berner Fussballer schon so früh in der Saison von Zeitungen, Radio und Fernsehen zum Schweizermeister hochgejubelt. Die Superlative häufen sich. Und der Sportchef Fredy Bickel muss nach jedem Spiel die Euphorie bremsen und den Spielern beibringen, so gut seien sie dann doch wieder nicht. Nach der schlechten letzten Saison will die Clubleitung unbedingt vermeiden, dass die Mannschaft durch das unablässige Lob überheblich wird.


http://www.srf.ch/news/regional/bern-fr ... dem-erfolg

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Montag 26. August 2013, 16:02 
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Raus aus der Schublade

Moreno Costanzo und Alexander Gerndt prägen den Höhenflug von YB mit – nach schwierigen Zeiten

BERN Dem einen drohte der zweifelhafte Ruf des ewigen Talents ohne Durchsetzungsvermögen. Der andere kam im Februar nach Bern, verschoss im zweiten Spiel einen Penalty und wurde fortan kritisch beobachtet.

Der eine heisst Moreno Costanzo, der andere Alexander Gerndt. Beide haben in Bern einen problematischen Frühling hinter sich. Und sind bei YB unter dem neuen Trainer Uli Forte plötzlich unverzichtbar geworden. Sie zeigen Lust am Spiel, am Toreschiessen und darauf, heute gegen GC mit dem souveränen Leader zum sechsten Mal in Folge zu siegen.

Es sind angenehme Gefühle, die Moreno Costanzo verspürt, gerade er. Als er im Sommer 2010 von St. Gallen zu YB wechselte, galt er als feiner Techniker, der passend dazu die Nummer 10 auf dem Rücken trug. Für einen Vierjahresvertrag in Bern verzichtete er auf einen Transfer nach Verona oder Freiburg, von Nationalcoach Ottmar Hitzfeld kam das erste Aufgebot, bei seinem Debüt gegen Österreich am 11. August 2010 glückte Costanzo kurz nach der Einwechslung gleich der Siegtreffer für die Schweiz. Es lief alles wunderbar. Widerstände hatte es bis dahin nie gegeben, und in Bern funktionierte es weiterhin, so lange jedenfalls, wie der Trainer Vladimir Petkovic hiess. «Es ging nur steil aufwärts», sagt der siebenfache Nationalspieler.

Erste Probleme machten sich unter Christian Gross bemerkbar. Besonders schwierig wurde es aber mit Martin Rueda: Für den Ostschweizer mit italienischen Wurzeln war in den Plänen des Trainers kein Platz. Costanzo steckte in einer Sackgasse fest, all seine Vorzüge von einst schienen ihren Wert verloren zu haben. Und natürlich bekam er mit, wie kritisch über ihn geurteilt wurde. Ein Schönwetterfussballer ohne Biss sei er. «Auf einmal befand ich mich in dieser Schublade und kam nicht mehr raus, egal, was ich machte», sagt der 25-Jährige. Er hatte viel Zeit, nachzudenken. Verbittert fragte er sich: «Was habe ich nur falsch gemacht?»

Die Schuld dem Trainer zuzuschieben, das wäre das Einfachste gewesen, aber für ihn eine billige Ausrede. Costanzo entschloss sich nach Rücksprache mit Sportchef Fredy Bickel, Gedanken an einen Weggang im Winter zu verwerfen, und absolvierte stattdessen mit einem Personal Coach Zusatztrainings: «Ich wollte auf der Suche nach einem Ausweg bei mir anfangen.» Und Anfang Juni bekam er eine neue Perspektive: Forte wurde als YB-Trainer vorgestellt, jener Forte, mit dem Costanzo ein Stück gemeinsame, schöne Vergangenheit verbindet.

Erinnerung an Spielertrainer Uli Forte: «Ein Traktor»

Als der 16-jährige Costanzo mit dem FC Wil gegen Red Star spielte, begegnete er Forte erstmals, der Spielertrainer beim Gegner aus Zürich war – «ein Traktor in der Abwehr», wie ihn Costanzo mit einem breiten Grinsen beschreibt. Später, in Wil und in St. Gallen, wurde Forte sein Chef und Förderer, «ein Fussballverrückter, der nie lockerlässt bei der Arbeit». Bei den Young Boys ist das Duo wieder vereint, aber Costanzo betont: «Nur weil Forte der Trainer ist, bedeutet das nicht, dass Costanzo automatisch einen Stammplatz hat.» Forte aber schenkt ihm Vertrauen: «Moreno darf einen Fehlpass schlagen, ohne gleich Angst haben zu müssen, ausgewechselt zu werden.» Auf seiner defensiveren Position im Mittelfeld an der Seite von Captain Christoph Spycher ist er stärker ins Spiel eingebunden, «er hat mehr Einfluss und Verantwortung», sagt Forte.

Früher träumte Costanzo den Traum von vielen Jungen, vom FC Barcelona, er sah am liebsten Roberto Baggio zu oder Ronaldo, dem Brasilianer. Heute träumt er nicht mehr. «Fussball ist einfach», sagt er zwar, «aber Fussball ist nicht planbar.» Also redet er weder von der WM 2014 noch vom Ausland, obwohl er glaubt, dass es keinen riesigen Aufwand bräuchte, bei irgendeinem Verein fern der Heimat unterzukommen. Nur: «Macht so etwas Sinn?» Seine Antwort: «Nein.»

Der Spass ist zurück bei Costanzo. Und auch bei Alexander Gerndt. Der 27-Jährige sitzt im Restaurant Eleven im Stade de Suisse und erklärt mit einem Begriff, warum es läuft: «Arbeit.» Er zuckt lächelnd mit den Schultern. Soll heissen: Ist doch einfach, oder?

So war das nicht immer für den Stürmer, der von Utrecht nach Bern fand und einen Vertrag bis 2016 unterschrieb. Im Februar dieses Jahres wurde der Schwede Teil einer Mannschaft, die in der Meisterschaft die Orientierung komplett verloren hatte. «Gerndt war der Spieler, der es am schwierigsten hatte – und in den Beurteilungen seiner Leistungen am schlechtesten wegkam», sagt Sportchef Bickel. Auch er landete beim Boulevard in einer Schublade: Fehleinkauf. Da konnte Bickel noch so oft betonen, dass der Skandinavier in der Rückrunde an 50 Prozent aller YB-Tore beteiligt war.

Gerndt verschwendete allerdings nie einen Gedanken daran, das Abenteuer in der Schweiz schnell wieder abzubrechen: «Es hätte auch am nächsten Ort Probleme geben können. Ich laufe nicht so schnell weg.» Und wie nahe ging ihm die Kritik? «Die Erwartungen dürfen hoch sein», sagt er, «die Fans geben uns viel, da stehen wir Spieler in der Pflicht, etwas zurückzugeben.»

Als Jugendlicher war Gerndt polysportiv, spielte Eishockey, Badminton und Unihockey, vor allem das, «besser noch als Fussball», wie er selber sagt. Zu seiner Geschichte gehört das Trauma von 2004, als er mit 18 Jahren in den Ferien in Südostasien den Tsunami erlebte. Und es gibt dieses dunkle Kapitel im Privatleben, als er wegen Körperverletzung an seiner ehemaligen Frau von einem Gericht zu einer Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt worden war. Das Thema will er nicht wieder aufbereiten, er belässt es dabei: «Es war ein Fehler, den ich nicht korrigieren kann.»

Der Coach schwärmt von seinem Arbeiter im Angriff

Der Fussballer Gerndt machte sich interessant, als er 2010 mit 20 Treffern in Schweden Torschützenkönig wurde. Er stieg zum Nationalspieler auf, stürmte neben Zlatan Ibrahimovic, wurde aber nach dieser Geschichte mit seiner Frau gesperrt. Jetzt hofft er auf ein Comeback, zumal er sich bei YB immer besser zurechtfindet und mit seiner fleissigen, leidenschaftlichen Art, Fussball zu spielen, gut ankommt. «Das Publikum ist einem, der so viel arbeitet, dankbar», findet Bickel. Gar schwärmend urteilt Forte über Gerndt. «Überragend» sei er, «ein Leader.» Oder: «Er ist technisch stark und unheimlich schnell.» Und: «Er besitzt ein Riesenherz. Er läuft und läuft, er greift an, verteidigt. Das sieht man selten bei einem Stürmer.»

Gerndt hält es für unwichtig, ob er 15 oder nur 5 Tore erzielt, «ich denke nur an die Gruppe». Die Saison hat sich gut angelassen, aber die wachsende Begeisterung überlässt er gern den Zuschauern: «Es macht noch lange keinen Sinn, vom Titel zu reden.» Es ist, als würde Uli Forte reden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Montag 2. September 2013, 09:08 
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2 Pleiten

YBs schwarze Woche

Das werden drei ganz lange Wochen für YB. Drei Wochen, um sich den Kopf zu zermartern. Drei Wochen, bis man nach der Nati-Pause und dem Cup beweisen kann, dass «veryoungboysen» nicht wieder zum Lieblingswort in der Hauptstadt wird.

Was der Leader gestern in Basel erlebt, ist der blanke Horror! Führung. Ausgleich. Rückstand. Ende. Ein Albtraum in drei Minuten. Nach dem 1:2 gegen GC, das 1:2 gegen Basel. Und das in acht Tagen. Die schwarze Woche von YB!

«Nach der Führung haben wir den Faden verloren, der Doppelschlag hat alles entschieden. Das darf nicht passieren», hadert Trainer Uli Forte nach dem Spiel. Der Vorsprung aus den fünf Siegen zum Saisonstart ist auf drei Punkte geschmolzen. YB unfähig gegen die Grossen zu gewinnen? Christoph Spycher wehrt sich: «Gegen GC waren wir die bessere Mannschaft. Gegen Basel war es ärgerlich. Wir dürfen jetzt nicht auf Panik machen. Wir müssen jetzt zusammenstehen und nicht glauben, dass wir unfähig sind, gegen die Topteams zu gewinnen», sagt der YBCaptain. Und der 35-Jährige weiss: «Jetzt zeigt sich, ob wir stark sind nach diesen zwei Rückschlägen.»

Die Konkurrenz ist gespannt darauf. FCB-Captain Marco Streller: «Ohne die Niederlagen hätte YB heute zwölf Punkte Vorsprung haben können, jetzt sind es drei. YB muss erst lernen, damit umzugehen. Sie wissen auch: Wenn wir in Fahrt sind, sind wir schwer zu stoppen.»

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Freitag 6. September 2013, 06:29 
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YB «piano» in die Nati-Pause

Forte: «Wollen uns nicht noch selber schwächen!»

Das halbe YB-Kader ist weg – und Trainer Uli Forte fürchtet weitere Verletzungen. Das will er nach dem Out von Zarate und dem Transfer von Zverotic mit aller Kraft verhindern.

Leader YB ist ins Straucheln gekommen. 1:2 gegen GC und zuletzt gegen Basel – und das ausgerechnet vor der Nati-Pause.

Captain Christoph Spycher zu BLICK: «Natürlich waren wir sehr enttäuscht, aber das ist abgeschlossen.»

Kommt man in der langen Nati-Pause nicht ins Grübeln? «Nein, das ist kein Problem. Viele von uns sind ja selbst in der Nati und wir hatten ja noch einen Tag frei, um den Kopf zu durchlüften.»

So gehts am Mittwoch mit einem Rumpfteam zurück ins Tagesgeschäft. Nur ein knappes Dutzend Spieler stehen um Uli Forte, als er zu Beginn des Trainings sagt: «Gebt Gas, Jungs! Aber gleichzeitig vorsichtig, ich will keine Verletzungen!»

Immer wieder mahnt er während des Trainings: «Keine Tacklings! Gewinnt die Zweikämpfe oben.»

Warum so piano, Herr Forte? «Wir sind so wenige Spieler momentan, dass es zu extrem vielen Zweikämpfen kommt. Und wir wollen uns nicht noch selber schwächen.»
Zarate verletzt, Zverotic ist weg

Denn seine Stammelf ist seit Montag um zwei Spieler ärmer. Der Argentinier Gonazlo Zarate verletzte sich gegen Basel nach einem Foul von FCB-Verteidiger Kay Voser, fällt vier Wochen aus. Und am Montag ging der Transfer von Aussenverteidiger Elsad Zverotic zu Fulham über die Bühne.

Apropos Zverotic: YB wusste, dass der Montenegriner bei verschiedenen Klubs im Gespräch ist. Auch aus Russland gabs Interessenten.

«Aber dass es so schnell geht, hat mich schon überrascht», gesteht Forte. Jetzt schaut sich Sportchef Fredy Bickel nach einem Ersatz um.

Forte: «Sein Abgang schmerzt, er war Stammspieler, hat immer gespielt. Aber wir werden eine Lösung finden. Ich denke, wir können seinen Abgang sogar intern abfangen.»

Er denkt dabei zuerst an Neuzugang Alain Rochat. Der ex-FCZler war bisher zum Bankdrücken verdammt.

Aber auch die beiden jungen François Affolter und Marco Bürki können auf der Aussenposition verteidigen, obschon sie eher Zentrumsspieler sind. Und wer weiss, vielleicht zaubert Bickel ja noch einen neuen Verteidiger aus dem Hut.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 30377.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Montag 23. September 2013, 14:09 
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Absturz aus dem Sommerhoch

Die Saison begann für die Young Boys perfekt. Jetzt dreht eine Negativspirale – und Vergangenheitsbewältigung ist angesagt.

Der beste Saisonstart der Young Boys seit 54 Jahren, mit fünf Siegen in Folge im Juli und August, hatte in Bern für Hochgefühle und freudige Erregung gesorgt. Es wurden selbst Spiele gewonnen, die verloren schienen, wie das Derby gegen Thun, in dem YB 0:2 zurücklag und 3:2 siegte. Aufsteiger Aarau wurde auswärts mit 4:0 überfahren, der FCZ im Letzigrund mit 3:1 ausgekontert. Im Umfeld des Vereins, der in den vergangenen 52 Jahren einen einzigen Meistertitel errungen hat, wurde bereits von der Champions League geträumt.

Und jetzt das: Das 0:1 am Samstag gegen Luzern ist die dritte YB-Niederlage in Folge. Es ist ein jäher Absturz aus dem Sommerhoch. Die Leaderposition mussten die Berner an die Grasshoppers abtreten. Der neue Trainer Uli Forte ist mit seiner Mannschaft in eine Negativspirale geraten. Die Young Boys haben ihre Unbeschwertheit und Leichtigkeit verloren. Und die Spieler erinnern mit ihrer Rhetorik und Gestik an die vergangene Saison. Sie sind wieder dabei, Niederlagen zu erklären, und versuchen tapfer, Zuversicht zu verbreiten.

Der Fall Bickel wird sich hinziehen

Und just zu diesem Zeitpunkt wird auch wieder eine alte Geschichte aus dem Jahre 2002 um Fredy Bickel aufgekocht, erweitert um eine neue Strafanzeige (diesmal von Bickel) und Erpressungsverdacht inklusive zweier Verhaftungen. Der Sportchef wird die Geister aus seiner Berner Vergangenheit offenbar nicht los. Damals vor elf Jahren, als er erstmals bei den Young Boys amtete, balancierte der Club sowohl sportlich wie finanziell auf einem schmalen Grat, den Absturz stets vor Augen. Das ist nun anders. Die Young Boys sind, solange die Geldpipeline vom oberen Zürichsee ins Stade de Suisse nicht versiegt, mit dem zweithöchsten Budget in der Super League finanziell abgesichert.

Am oberen Zürichsee logieren die Gebrüder Rihs, die Besitzer der Young Boys. Aber auch die beiden Milliardäre wollen, dass bei YB endlich Ruhe einkehrt. Das wird allerdings nur möglich sein, wenn die mutmassliche Erpressungsgeschichte restlos aufgeklärt wird und Fredy Bickel möglichst unbeschadet aus der Affäre kommt.

Doch es ist abzusehen, dass sich dieser Fall noch über Wochen hinziehen wird. Er wird für YB und Bickel zur Belastungsprobe, auch wenn der Sportchef, wie der Verein versichert, das uneingeschränkte Vertrauen der YB-Besitzer geniesst.

Und Trainer Forte steht derweil unvermittelt vor der ersten Bewährungsprobe in Bern. Er, der immer vor vorschneller Euphorie gewarnt hatte und auch während der Erfolgsphase zurückhaltend kommunizierte, muss jetzt beweisen, dass er in der Lage ist, die teure Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Das Tagesgeschäft steht an, und da stellt sich die Frage, ob die Young Boys nach dem Abgang von Elsad Zverotic zu Fulham und der Verletzung von Scott Sutter auf dem Transfermarkt nicht noch einmal tätig werden sollen, um einen rechten Aussenverteidiger zu engagieren.

Bereits morgen trifft YB in der Ostschweiz auf St. Gallen, am Sonntag gastiert der FC Zürich im Stade de Suisse. Sowohl auf dem Spielfeld wie im Justizgebäude stehen wichtige Tage für YB an. Nach dem Absturz aus dem Sommerhoch wird sich zeigen, ob für die Young Boys ein goldener Herbst anbricht, oder ob die Zeiten einmal mehr garstig werden.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ab ... y/19384734

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. September 2013, 09:26 
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YB in Not: ''Hut-Zauberer'' Forte gefordert

YB-Trainer Uli Forte drücken vor dem Spiel am Dienstag gegen St. Gallen drängende Sorgen. Nach dem perfekten Saisonstart verlor sein Team die letzten drei Meisterschaftsspiele allesamt. Noch dazu gehen dem Übungsleiter langsam die Verteidiger aus.

Das Personal wird knapp: Nach der roten Karte Marco Bürkis gegen Luzern (0:1) ist dieser gesperrt, dazu fehlen Dusan Veskovac, Scott Sutter und François Affolter angeschlagen oder verletzt. Da der Abgang von Elsad Zverotic zu Fulham nicht kompensiert wurde, wird es eng.

Springt der ''Spiritus rector'' in die Bresche?

Sollte Veskovac für die Partie in St. Gallen nicht rechtzeitig fit werden, dürfte Rochat wie schon am vergangenen Wochenende für den Serben in die Innenverteidigung rücken, wodurch auf beiden Abwehrseiten ein Vakuum entstehen würde.

Der junge Leonardo Bertone (eigentlich defensiver Mittelfeldspieler) füllte die Lücke gegen Luzern auf rechts und machte seine Sache ordentlich. Auf der linken Seite wird es dagegen schwieriger: Christoph Spycher könnte zwar auf dieser Position agieren, Forte sieht seinen ''Spiritus rector'' aber als ordnende Kraft im defensiven Mittelfeld.

Eine andere Option wäre das 18-jährige Nachwuchstalent Thomas Fraga Fekete. Der U19-Nationalspieler wartet allerdings noch auf seinen ersten Super-League-Einsatz.

Sally Sarr offenbar ein Thema

Gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF zeigte sich der Forte über die Situation verärgert. ''Jetzt muss ich schon wieder einen neuen Aussenverteidiger aus dem Hut zaubern'', sagte er. Noch hat er sich nicht entschieden, wie er am Dienstag aufstellen will.

Für die längerfristige Planung bliebe noch der Ausweg Transfermarkt: Wie verschiedene Medien berichten, schaut sich YB auf nationaler Ebene (das internationale Transferfenster ist bereits geschlossen) nach Ersatz um und soll dabei laut ''Blick'' den Luzerner Sally Sarr ins Auge gefasst haben. Bis Ende September wäre ein Zuzug noch möglich. Für das Spiel in der AFG-Arena aber wird sich Forte mit einer Lösung aus dem bestehenden Kader abfinden müssen.

Ruhe vor dem Sturm in Bern?

Genauso wenig, wie die Verantwortlichen nach den fünf Siegen zum Saisonauftakt in Euphorie verfielen, geraten sie nun in Panik. Forte, der sich bereits in der letzten Saison bei GC mit der Formulierung von Kampfansagen an die Gegner zurückhielt, warnte auch nach den ersten Spielen mit YB kontinuierlich davor, in Genügsamkeit zu verfallen. Doch genau diese scheint nun doch Einzug gehalten zu haben. Eine weitere Niederlage, und die Stimmung in Bern könnte bereits wieder ins Negative kippen.

Die Pleitenserie, kombiniert mit den Unruhen um Sportchef Bickel und die angespannte Personalsituation stellen die Berner erstmals in dieser Saison auf eine echte Bewährungsprobe.

''Sehr hartes Brot''

''Es ist im Moment bitter. Wir mussten in den letzten paar Spielen sehr hartes Brot beissen'', ist sich auch Forte bewusst, der sich aber zuverlässig gibt, dass die verlorenen Punkte gegen St. Gallen ''wieder reingeholt'' werden können. Dass die Tonart sich im Vergleich zum Beginn der Saison verändert hat, zeigte aber auch die öffentliche Kritik, mit welcher der Brüttiseller nach dem Luzern-Spiel Marco Bürkis Verteidigungsarbeit bei der Penaltyszene kommentierte.

Noch ist das Team den Beweis schuldig geblieben, dass es auch gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenregion gewinnen kann. Zum Abschluss des ersten Viertels der Saison bietet sich in der Ostschweiz (Dienstag ab 20:00 im sport.ch 360Player) die Chance, dieses Bild zu korrigieren. (czr)


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. September 2013, 09:28 
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Bei YB wird nicht geheult

von Eva Tedesco - YB kassierte am Wochenende die dritte Niederlage in Folge – ausgerechnet in der YB-Viertelstunde. Die Magie scheint verschwunden.

Es ist Tradition, dass die YB-Fans ab der 75. Minute die letzten 15 Minuten einer Partie mit speziellen Gesängen einläuten. Erstmals erwähnt wurde die YB-Viertelstunde laut Wikipedia am 28. April 1910 und hat sich aus dem Umstand ergeben, dass YB in der Viertelstunde vor Spielschluss mit Abstand die meisten Treffer erzielt hatte. Die Magie dieser YB-Viertelstunde scheint in den letzten drei Runden wirkungslos zu sein.

Gegen GC traf Caio in der 86. Minute zum 2:1 aus Zürcher Sicht. Dimitar Rangelov verwandelte den Penalty zum 1:0-Sieg der Luzerner in Bern in der 84. Minute. Nur wenige Sekunden fehlten beim 1:2 dazwischen gegen den FCB. YB lag durch Samuel Afum (71.) 1:0 vorn, ehe Giovanni Sio (73.) und Marco Streller (74.) das Resultat nur haarscharf vor der YB-Viertelstunde kehrten.

YB muss hartes Brot essen

«Wir machen aus unseren Chancen zu wenig Tore», sagt Trainer Uli Forte. Tatsächlich hat YB in den ersten fünf Partien der Saison im Schnitt drei Treffer pro Spiel erzielt. 15:4 lautete das Torverhältnis. In den letzten drei Runden waren es lediglich zwei Tore und YB kassierte deren fünf. «Wir werden deshalb nicht gränne», sagt Stürmer Michael Frey. «Wir arbeiten härter als alle anderen und harte Arbeit wird belohnt, da bin ich sicher.»

«Beim Saisonauftakt lief bei uns eben alles wie geschmiert, wie durch Butter», sagt Trainer Uli Forte. «Jetzt essen wir hartes Brot.» Solche Phasen gäbe es halt im Fussball. Dennoch will YB die Talsohle möglichst schnell wieder verlassen. «Auswärts in St. Gallen ist es nie einfach, aber auch da ist alles möglich. Auch in St. Gallen kann man punkten, dass haben schon andere Teams bewiesen. Wir wollen die Punkte unbedingt wieder zurückholen», so der YB-Coach.

Espen im Hoch

Aber in den Eurofightern von Jeff Saibene trifft YB auf ein Team, das im Gegensatz zu den Bernern einen guten Lauf hat und im Hoch ist. Zu Hause haben die Espen lediglich in der EL-Qualifikation gegen Spartak Moskau (1:1) und in der Meisterschaft gegen GC (0:2) und den FCB (1:1) Punkte gelassen.

Die Ostschweizer haben seit nunmehr zehn Spielen (Europacup, Schweizer Cup und Super League) keine Partie mehr verloren. Die letzte Niederlage datiert vom 21. Juli, ein 2:3 gegen Thun in der zweiten Runde der Meisterschaft. In bestechender Form und treffsicher sticht im Kader von Saibene Goran Karanovic heraus.

Der Serbe, der im Sommer von Servette in die Ostschweiz wechselte, erzielte in nunmehr zwölf Pflichtspielen neun Tore, gibt die Lorbeeren aber an andere weiter. «Unser Erfolg ist auch ein Verdienst unseres Konditionstrainers, der uns in der Vorbereitung geschlaucht hat wie nie.»

Forte zum Umbauen gezwungen

Und just in dieser Negativspirale muss YB-Trainer Forte fast die komplette Abwehr umbauen. Elsad Zeverotiv wechselte zu Fulham. Aussenverteidiger Scott Sutter ist verletzt und der Einsatz von Dusan Veskovac fraglich. Mit der Sperre von Marco Bürki, der gegen Luzern am Samstag die Rote Karte sah, fehlt den Bernern am Dienstag ein weiterer Abwehrspieler.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... t-18169679

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 25. September 2013, 09:16 
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Die Young Boys kennen nur die Extreme: entweder top oder flop

Die Young Boys sind nach drei Niederlagen in Folge unter Druck. Sie benötigen am Dienstag im vorgezogenen Spiel der 9. Super-League-Runde in St. Gallen ein Erfolgserlebnis.

Wer YB erkunden will, landet zwingend bei dieser Erkenntnis: YB kennt nur das Extreme. Himmelhoch jauchzend. Oder zu Tode betrübt.

YB wechselt sein Gewand wie ein Chamäleon. Manchmal erstrahlt es wunderbar farbig. Manchmal bieder grau und farblos.

Die Saison begann wie im Rausch. Sieg. Sieg. Sieg. Sieg. Sieg. 15 Punkte aus fünf Spielen. Die Fans sangen zur Melodie von «Scharlachrot» (Patent Ochsner): «I boue mir myni tröim - uuf rund um di - und male se schwarz u gäub a». Sie träumten vom ersten Meistertitel seit 1986. Vom ersten Titel seit dem Cupsieg 1987 überhaupt. Der Himmel als Grenze.

Das Gespann mit Trainer Uli Forte und Sportchef Fredy Bickel weckte den schlafenden Riesen. Entfachte eine Begeisterung, die, zu dieser frühen Zeit obendrein, selbst für Bern aussergewöhnlich war.

Und dann? Der Zerfall begann schleichend. Im Heimspiel gegen GC. Wunderbar war das anzuschauen, was YB auf den Rasen zauberte. Dummerweise vergass es, die Tore zu schiessen. Und bekam vom Rekordmeister eine Lektion in Sachen Effizienz und Wille. Pleite!

Es kam Basel. Im Frust der letzten Saison sagte Stürmer Michael Frey, so etwas wie die Entdeckung des YB-Raketenstarts, einmal: «Vielleicht gewinnen wir dann in ein paar Jahren mal in Basel.» Die Zuversicht war gross wie selten, dass «in ein paar Jahren dann» eben doch schon «jetzt» sein könnte. Wunderbar war das, was YB taktisch im St. Jakob-Park zeigte. Dummerweise spielten die eigenen Köpfe verrückt. Nach der Führung brach das Kartenhaus innert drei Minuten zusammen. Pleite!

Die Treibjagd - typisch YB eben

Schliesslich, die letzte Woche. Die Woche, in der Uli Forte erfahren musste, dass YB nicht nur wichtige Spiele verliert, sondern auch neben dem Platz besonders ist. Nirgends sonst in der Fussball-Schweiz ist das Verhältnis zwischen Boulevard und Klub so gestört wie in der Hauptstadt. Der «Blick» bläst zur Treibjagd gegen Bickel. Auf dem Rasen gegen Luzern war es, als würde ein Geister-Spuk YB lähmen. Keine Kreativität. Keine Emotionen. Pleite!

Die Frage ist also: Welches Farbmuster präsentiert das YB-Chamäleon in St.Gallen? In einem Spiel, das einem Charaktertest gleichkommt?

Statistik: Schlechter als mit Rueda

Wenn ein Chamäleon gestresst oder nervös ist, verliert es seine leuchtenden Farben. Im Extremfall stürzt es sich gar in die Tiefe. Ein solcher Fall droht YB heute Abend. Auch wenn Trainer Uli Forte betont: «Die Niederlagen sind kein Knick. Wir sollten die Realität wahren: YB war letzte Saison Siebter - und es war ja auch nicht so, dass wir nun eine Finalissima gegen den FCB verloren hätten.»

Die plumpe Statistik sagt: Unter Martin Rueda war YB in der letzten Saison nie so schlecht wie jetzt. Drei Niederlagen am Stück gab es 2012/13 nie. Uli Forte hält davon: nichts. So unaufgeregt er die Siege kommentierte, akzeptiert er nun auch die Niederlagen. «Der Weg ist richtig, nun müssen wir an den Details schleifen.»

Keine Hilfe ist, dass Forte seine Abwehr umbauen musste. Der eine Aussenverteidiger, Scott Sutter, verletzte sich. Der andere, Elsad Zverotic, wechselte zu Fulham. Nun muss Forte improvisieren. Vielleicht wechselt Christoph Spycher nach links hinten. Milan Gajic gäbe dann sein YB-Debüt in der Super League. Vielleicht kehrt der ebenfalls verletzte Dusan Veskovac zurück, dann könnte Alain Rochat links verteidigen.

So oder so steht ein weiterer Transfer im Raum. Ein Tausch mit Luzern zwischen François Affolter und Sally Sarr etwa. Oder aber es gelingt YB endlich, Loris Benito vom FCZ in die Hauptstadt zu locken.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -127209785

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. September 2013, 09:37 
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Uli Forte freut sich über das Leiden seiner Young Boys

Moreno Costanzo verlängert bei den Bernern vorzeitig um drei Jahre. Der Trainer demonstriert Zuversicht.

Einen Tag nach dem glückhaft erkämpften 0:0 in St. Gallen gaben die Young Boys die Vertragsverlängerung von Moreno Costanzo bekannt. Der Ostschweizer, der einst beim FC St. Gallen den Durchbruch in der Super League geschafft hatte, verlängerte den zum Saisonende auslaufenden Kontrakt vorzeitig um drei Jahre bis im Juni 2017.

Das freut auch Uli Forte, der den Mittelfeldspieler seit Jahren kennt und einst, als Costanzo 16 war, noch gegen ihn gespielt hatte. Dem YB-Trainer ist natürlich aufgefallen, dass der 25-Jährige für das Offensivspiel zurzeit viel weniger Impulse setzen kann als noch zum Saisonauftakt. «Das ist immer so, wenn die Mannschaft etwas Mühe bekundet, wie jetzt. Denn das Angriffspiel ist das Schwierigste im Fussball.»

Forte bleibt in der Nachbetrachtung bei seiner Darstellung, die er unmittelbar nach dem torlosen Unentschieden in der AFG-Arena geäussert hatte. «Das ist ein goldener Punkt für uns», wiederholt er nach der kurzen Lockerungseinheit am Mittwoch. Auf der Allmend waren nur jene Spieler zugegen, die am Vorabend nicht in der Startformation gestanden sind. «Es war sehr wichtig, dass die Mannschaft leiden musste», sagt Forte. «Die Art, wie wir das 0:0 erkämpften, hat mir gefallen.»

Solche Partien wie in St. Gallen würden ein Team erst richtig zusammenschweissen. «Uns gelang in offensiver Hinsicht nicht viel. Aber meine Spieler kämpften und zeigten Solidarität. Das sind sehr wichtige Zeichen für die Zukunft», betont Forte.

Weder so gut noch so schlecht

Ein Viertel der Meisterschaft ist gespielt. 16 Punkte aus 9 Spielen betrachtet der YB-Trainer als sehr gute Bilanz. «Wären uns die vor Saisonbeginn angeboten worden, hätten von YB alle dafür unterschrieben.» Und Forte ergänzt: «Wir sind nicht so gut, wie uns alle nach den fünf Siegen zum Auftakt erzählen wollten. Wir sind aber auch nicht so schlecht, wie uns die Journalisten zuletzt beschrieben haben.»

Die vielen Umstellungen, zu denen er in den letzten Spielen gezwungen war, vor allem in der Verteidigung, sieht Forte als eine Ursache der Baisse. Die Verletzungen von Sutter und Veskovac, der Abgang von Zverotic und zuletzt die Sperre von Bürki sorgten dafür, dass die Abwehrreihe immer wieder umformiert werden musste. Und auch am Sonntag gegen den FC Zürich muss der 39-jährige Coach wieder eine andere Defensive bilden. Der rechte Aussenverteidiger Bertone, der gegen St. Gallen verwarnt worden war, ist nach vier Gelben Karten gesperrt, da auch die Verwarnungen, die er sich mit der U-21-Auswahl eingehandelt hatte, sein Konto belasten.

Auf der linken Abwehrseite musste gegen St. Gallen Spycher einspringen. Forte überlegt sich, den YB-Captain weiterhin auf dieser Position spielen zu lassen. Das hängt auch vom Gesundheitszustand von Gajic ab, der am Dienstag bei seinem Debüt mit den Bernern einen Schlag abbekam. Ob es sich um eine Prellung handelt oder die Lage gravierender ist, wird ein MRI zeigen.Offen bleibt auch, ob Affolter zu Luzern wechselt, im Tausch mit dem 27-jährigen Franzosen Sally Sarr. Beim gestrigen Training fehlte Affolter, er wird weiter als verletzt gemeldet. «Wenn Affolter unbedingt weg will, hat es keinen Sinn, ihn zum Bleiben zu zwingen. Aber eigentlich möchte ich ihn weiter im Team haben», sagt Forte. Diese Aussage lässt Spielraum für Interpretationen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ul ... y/16681694

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. September 2013, 09:39 
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Ins Straucheln geraten

YB ist nach Traumstart in die Saison vom Kurs abgekommen. Sportchef Fredy Bickel sieht keinen Grund zur Panik. Und Spielmacher Moreno Costanzo verlängert in Bern.

Ein Viertel der Saison ist absolviert, und Beobachter wie Fans sind ziemlich unschlüssig, wie stark die Young Boys sind.

Sind sie ein Meisterkandidat, wie der blitzsaubere Start mit fünf Siegen in Serie viele Berner Anhänger bereits hoffen liess? Oder sind sie – wie letzte Saison – immer noch ein verunsichertes, ungenügendes Team, weil sie aus den letzten vier Partien nur einen Punkt holten und dabei bloss zwei Tore erzielten?

YB ist eine Wundertüte, das ist keine neue Erkenntnis. Beim sehr glückhaften 0:0 am Dienstagabend in St.Gallen enttäuschten die Young Boys, und doch meinte Trainer Uli Forte, die Partie sei ein wertvoller Schritt nach vorne gewesen: «Die Spieler haben grossartig gekämpft, das war ein wichtiges Zeichen.»

Keine Ernüchterung bei Bickel

Natürlich sind die Young Boys bestrebt, keine Krisenstimmung aufkommen zu lassen. Mit viel Dusel und dank eines überragenden Torhüters Marco Wölfli verhinderten sie vorgestern, erstmals seit 1996 (!) viermal in Serie zu verlieren. Ein «Punkt für die Moral» sei das 0:0 in St.Gallen, sagte Trainer Forte. «Nach den drei unglücklichen Niederlagen war das wichtig.» Gegen GC, in Basel (je 1:2) sowie gegen Luzern (0:1) hatte YB erst in der Schlussphase verloren. «Wir sind in der Tabelle jetzt ungefähr dort, wo ich es erwartet hatte», sagt Sportchef Fredy Bickel. «Wir sind an der Spitze dabei, dürfen aber nicht den Anspruch haben, locker davonziehen zu können.»

Bickel hatte vor ein paar Wochen nach dem Traumstart erklärt, man werde nach den Partien gegen die Spitzenteams GC, Basel, Luzern und St.Gallen wissen, wie stark YB sei. Jetzt sagt er: «Ich hätte nicht gedacht, dass wir nur einen Punkt holen würden. Aber ich bin nicht ernüchtert. Es geht im Fussball nicht von heute auf morgen. Die Spieler sind nach der schwachen letzten Saison halt teilweise noch verunsichert.»

Costanzo verlängert Vertrag

Fredy Bickel also schlägt trotz schwachen Resultaten nicht Alarm. «Warum auch?», fragt er. «In den ersten fünf Partien durften wir immer mit dem gleichen Team spielen, das war ein Vorteil.» Jetzt gebe es Verletzte, die Abwehr müsse immer umgestellt werden, das sei nicht einfach.

YB sucht ja einen Aussenverteidiger, Wunschkandidat Loris Benito von Zürich ist noch (viel) zu teuer. GC gibt Moritz Bauer offenbar nicht frei. Und Luzerns Sally Sarr, in einigen Medien als YB-Zugang gehandelt, ist laut Bickel kein Thema. Der FCL ist derweil stark an François Affolter interessiert. Ob er bleibt, hängt damit zusammen, ob YB einen Abwehrspieler verpflichtet. «Wir holen nicht einen, nur damit wir einen geholt haben», sagt Bickel.

Gestern Mittwoch verlängerten die Young Boys unterdessen den Vertrag mit Moreno Costanzo bis 2017, nachdem sie kürzlich bereits den Kontrakt mit Sturmtalent Michael Frey um zwei Jahre bis 2016 ausgedehnt hatten. Der 25-jährige Regisseur Costanzo war in dieser Saison wie ein Spiegelbild des Teams – in den ersten Partien brillant, zuletzt diskret. «Nun haben wir personell vieles geregelt», sagt Bickel. Ende dieser Saison laufen jetzt noch drei Verträge aus. Captain Christoph Spycher wird so oder so im Verein bleiben, als Spieler oder in einer anderen Funktion. Und bei den Verteidigern Scott Sutter sowie Dusan Veskovac besitzen Verein wie Spieler Optionen, die Zusammenarbeit zu verlängern.


«Erpressungsfall» – Bickel wird befragt

Der Fall um die mutmassliche Erpressung von YB-Sportchef Fredy Bickel hat in den letzten Tagen medial hohe Wellen geworfen. «Der Bund» schrieb diese Woche, Bickel habe strafrechtlich nichts zu befürchten, was seine Tätigkeit als YB-Sportchef bis 2002 betrifft. Bickel und der damalige YB-Präsident Heinz Fischer hätten sich mit YB und der Wankdorf Nationalstadion AG im Zivilverfahren geeinigt, die Strafuntersuchung wegen Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsbesorgung sei eingestellt worden, und auch wenn neue Vorwürfe mit Dokumenten belegt werden könnten: Die infrage kommenden Straftatbestände seien laut «Bund» nach über zehn Jahren verjährt. «Ich hoffe, dass diese Geschichte bald vorbei ist», sagt Bickel. «Es ist unangenehm, wenn man sich mit Nebenschauplätzen beschäftigen muss.»

Die Fussballschweiz verfolgt den Fall gespannt, Gerüchte gibt es viele. In diesen Tagen werden die beteiligten Personen befragt, und natürlich wird auch der mutmasslich erpresste Bickel als Zeuge vernommen werden. Das soll heute der Fall sein. «Ich habe eine Vorladung, um in diesen Tagen auszusagen», sagt Bickel selber.

Spielerberater Peter Bozzetti und der frühere GC-Manager Erich Vogel sitzen in diesem «Erpressungsfall» ja seit zwei Wochen in Untersuchungshaft, am Montag kommt es zur Konfrontationsbefragung der beiden. Laut dem «Blick» ist zuvor ein Mitarbeiter der Boulevardzeitung als Zeuge zur Befragung vorgeladen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19087711

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