10.11.2012

Zitat:
Verliebt in Bobadilla
Raúl Bobadilla hat beim 3:2 in Udine auch die gegnerischen Fans beeindruckt. Trainer Martin Rueda hofft, dass YB endlich zu Konstanz findet.
«Bobadilla», «Bobadilla», «Bobadilla», nachdem die Young Boys am Donnerstag in der Europa League 3:2 in Udine gesiegt hatten, hallte der Name des YB-Stürmers im Stadio Friuli nach. Die Zuschauer unterhielten sich noch beim Verlassen des Stadions über den Argentinier, dem erneut eine famose Leistung gelungen war und der beim 1:0 im zweiten Spiel zum vierten Mal gegen Udinese getroffen hatte. Als der Angreifer kurz vor Spielende ausgewechselt wurde, erhielt er nicht nur von den angereisten YB-Fans Applaus, sondern er wurde auch von der Haupttribüne aus beklatscht, von den Udinese-Anhängern. Fast könnte man sagen, Udine ist verliebt in Raúl Bobadilla.
Und Raúl Bobadilla ist ohnehin verliebt in Italien. Zumindest sagte er das vor dem Spiel in einem Interview mit der «Gazzetta dello Sport» und erzählte, mit welchem Interesse er die Serie A verfolge, wie gerne nach Italien zum Shopping fahre. Gut möglich, dass die «Bewerbung» angekommen ist und sich YB in der Winterpause aus Italien mit Angeboten für den Angreifer konfrontiert sieht, der in allen Wettbewerben in dieser Saison bislang elf Tore erzielt hat.
Kritik am Udinese-Torhüter
Mit ihrer eigenen Mannschaft hatten die Udinese-Fans keinen Grund zur Zufriedenheit. Das Team ist abhängig vom alternden Stürmerstar Antonio Di Natale. Der hat dieser Saison in seinen bisher acht Meisterschaftseinsätzen zwar sieben Treffer erzielt und gegen YB zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen, doch alleine kann er es nicht richten. Im Mittelfeld fehlt Udinese eine prägende Figur. Kritik anhören musste sich nach der neuerlichen Niederlage aber in erster Linie Torhüter Zeljko Brkic. An allen drei Gegentoren trage er Schuld, schrieb etwa die «Gazzetta».
Bleibt die Frage, weshalb YB nicht gegen jeden Gegner das Potenzial so auszuschöpfen vermag wie gegen Udinese – Trainer Martin Rueda weiss darauf keine Antwort. Einmal mehr betonte er aber, er sehe seine wichtigste Aufgabe darin, dem Team zu Konstanz zu verhelfen. In den kommenden Wochen bieten sich dazu einige Möglichkeiten. Auf das Cupspiel gegen Muttenz folgt das Heimspiel gegen St.Gallen, bevor YB an die Anfield Road reist, wo die von den Anhängern längst heiss erwartete Begegnung mit Liverpool ansteht.
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30759715