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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 09:40 
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Die Noten zum Spiel YB gegen Braga (25. August 2011)

David Degen brachte bei den Young Boys neuen Schwung, Stürmer Henri Bienvenu war schwach.

Marco Wölfli: Note 4,5 Wirkte sehr sicher bei den zahlreichen Schüssen Bragas, die aber selten aus gefährlicher, naher Lage abgegeben wurden. Bei den zwei Gegentoren – erst aus gefährlicher, später aus naher Lage – absolut machtlos.

Elsad Zverotic: Note 4 Wurde – wie im Hinspiel – Scott Sutter als Rechtsverteidiger vorgezogen. Engagiert, lauffreudig, aber wie einige andere insgesamt eine Spur zu wenig entschlossen.

François Affolter: Note 4,5 Ersetzte den gesperrten Alain Nef. Solide bis gute Vorstellung, entschärfte einige heikle Szenen mit cleverer Zweikampfführung und seiner beachtlichen Schnelligkeit für einen Innenverteidiger. Aber auch kleine Fehler.

Dusan Veskovac: Note 4 Zweikampfstark, robust, manchmal jedoch mit Schwierigkeiten gegen die schnellen, flinken Braga-Offensivspieler.

Christoph Spycher: Note 3,5 In der Startphase ein Aktivposten. Aber die Flanken kamen nicht an, auch in der Schlussphase nicht, als er viele Gelegenheiten bekam. Zudem mit einigen ungewohnten Fehlpässen.

Emmanuel Mayuka: Note 4,5 Am rechten Flügel ohne Wirkung. Später, im Sturm, wirblig – erzielte ein schönes Kopftor.

Alexander Farnerud: Note 5 Leitete mit einem furchtbaren Kopfball in der eigenen Hälfte das erste Braga-Tor ein. Auch sonst vor der Pause nicht immer souverän. Danach aber der laufstarke, ballsichere, überragende Antreiber mit starken Pässen. Und: Schoss wieder ein Freistosstor zum 2:2-Ausgleich.

Michael Silberbauer: Note 5 Eines der besten Spiele des Dänen für YB. Gewann viele Zweikämpfe, eroberte und verteilte Bälle, war aktiv und dominant wie noch selten im Zentrum.

Mario Raimondi: Note 3,5 War zu Beginn engagiert, probierte viel, aber ihm gelang nichts Entscheidendes. Glücklos vor der Pause wie seine Kollegen.

Nassim Ben Khalifa: Note 3 Wenig Neues vom grossen Talent: Das Spiel lief wieder an ihm vorbei, keine guten Szenen. Sah bereits den zweiten Platzverweis in dieser Saison – der gestrige aber war eindeutig zu streng.

Henri Bienvenu: Note 2,5 Erneut keine gute Leistung des Kameruners, der Torjäger sein sollte, aber in diesen Wochen nicht einmal zu Chancen kommt.

Raphael Nuzzolo: Note 3,5 Kam nach 46 Minuten für Raimondi. Auch Nuzzolo kann man nicht fehlenden Fleiss vorwerfen, aber auch bei ihm schaute kaum Produktives heraus.

David Degen: Note 5 Kam nach 59 Minuten für Bienvenu. War sofort ein Gewinn, riss mit seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke viele Löcher. Er fehlte YB mit seinen Fähigkeiten am Sonntag gegen Thun (0:2) und gestern in der ersten Stunde gegen Braga extrem.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... ier_id=841

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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 09:41 
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Zuerst zu zögerlich, später glücklos

YB hat die gute Ausgangslage nach dem 0:0 im Hinspiel nicht ausnutzen können und ist in der Europa-League-Qualifikation ausgeschieden. Beim 2:2 gegen Braga spielte YB lange Zeit schwach. Aber die Berner wurden nach der Pause auch durch krasse Fehlentscheide des Schiedsrichters benachteiligt.

Und dann folgte die Schlussphase im Stade de Suisse und mit ihr eine fünfminütige Nachspielzeit – in der es nicht mehr zum YB-Sturmlauf kam. Es fehlte den Young Boys ein wenig an Klasse, es fehlte ihnen jetzt vor allem an Kraft. Und es fehlte ihnen zwar nicht an Wut, aber an einem Spieler. Nassim Ben Khalifa hatte in der 61.Minute einen Platzverweis erhalten, den man als zu streng oder lachhaft bezeichnen darf. YB-Trainer Christian Gross meinte, das sei «nie und nimmer» eine Rote Karte gewesen. Die Berner hatten soeben durch einen Kopfball Emmanuel Mayukas das – zu diesem Zeitpunkt eher unverdiente – 1:1 erzielt. Und Ben Khalifa sowie YB-Verteidiger François Affolter rangelten in einer unübersichtlichen Situation mit Quim um den im Netz liegenden Ball. Ben Khalifa traf den Braga-Goalie, wie die TV-Bilder zeigen, mit dem Knie leicht an der Schulter – und Quim präsentierte eine eher unfeine Fähigkeit, die einige seiner Teamkollegen später ebenfalls zum Schlechtesten geben sollten: Er schauspielerte und hielt sich schmerzverzerrt den Kopf. Ivan Bebek fiel auf die künstlerisch gewiss wertvolle Darbietung herein. Der kroatische Referee zeigte Ben Khalifa die Rote Karte.

Hasler: «Das war naiv»

Diese umstrittene Szene verdient besondere Erwähnung, weil sie in zweifacher Hinsicht einen Wegweiser in der Partie darstellte. Die wütenden Young Boys erwachten, einerseits, jetzt endlich aus ihrer Lethargie, nachdem sie 60 Minuten lang schwach und uninspiriert agiert hatten. Andererseits fehlte ihnen aber mit Ben Khalifa natürlich in der letzten halben Stunde ein Offensivspieler. Hansruedi Hasler, der Technische YB-Direktor, nannte Ben Khalifas Vorgehen trocken «naiv», weil es sich nicht lohne, in der 61. Minute um einen Ball, der im Netz liegt, zu kämpfen. Das ist korrekt, dennoch hätte die Aktion letztlich nicht einmal eine Gelbe Karte verdient gehabt.

Noch aber blieb YB eine halbe Stunde Zeit, um das 2:1 zu erzielen, und zwei Tore hatte Trainer Christian Gross von den Seinen ja im Vorfeld gefordert.

Nun, YB gelangen gegen Braga zwei Treffer. Der nach der Pause überragende Alexander Farnerud, dem Hansruedi Hasler derzeit sogar «Weltklasse» attestiert, erzielte in der 81.Minute mal wieder ein (allerdings haltbares) Freistosstor. Unglücklicherweise für die Berner war es erneut nur ein Ausgleichstreffer. Braga hatte mit einem sauberen Konter kurz zuvor das 2:1 geschossen, den Ball aber dabei vermutlich mit einem Foulspiel an Michael Silberbauer erobert. «Man kann darüber diskutieren, ob das Foul war oder nicht», sagte Hansruedi Hasler. «Aber wichtig ist, dass Silberbauer dort nicht dribbeln darf. Auf diesem Niveau entscheiden Details.»

Die glücklosen Young Boys jedenfalls haderten nach der Begegnung mit den Schiedsrichterentscheidungen – und ihrer mangelnden Dynamik. Moral, Wille und Einsatz waren gut, nicht aber Raffinesse, Können und Wucht. «Wir spielen noch zu kompliziert und setzen uns zu selten durch», sagte Christian Gross, der bedauerte, dass die Fussverletzung David Degens nicht einen längeren Einsatz zugelassen hatte. Degen war zwei Minuten vor dem 1:1 eingewechselt worden und belebte das Berner Offensivspiel.

Nach dem erneuten Gleichstand durch Farneruds Tor jedoch blieben zwingende Aktionen der Young Boys aus, und auch dem letzten Flankenversuch von Christoph Spycher fehlte es an Präzision. «Das war für uns heute auch eine Lehrstunde», sagte Christian Gross. Und der YB-Trainer hatte auch die umstrittenen Szenen im Hinspiel, das 0:0 geendet hatte, im Kopf, als ein reguläres Kopftor Alain Nefs aberkannt worden war: «Wir sind in beiden Partien vom Schiedsrichter sicher nicht bevorteilt worden.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15957760

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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 09:43 
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Europa ade – der grosse Frust der Young Boys

YB verpasst mit dem 2:2 gegen Braga den Sprung in die Europa League. Sowohl bei den Spielern wie auch den Aktionären sitzt die Enttäuschung tief.

Die Hoffnungen waren gross gewesen bei YB, auch diese Saison im europäischen Fussball einen goldenen Herbst zu erleben. Doch aus den Millionen-Einnahmen – geschätzte vier bis fünf Millionen Franken – wird nichts und so steht schon fest: Für die YB-Grossaktionäre, die Gebrüder Rihs und Verwaltungsratpräsident Benno Oertig, die noch einmal richtig Geld in die Hand genommen haben, um das Team zu verstärken, wird es wohl die bislang teuerste Saison.

Und auch bei den YB-Spielern sass die Enttäuschung nach dem 2:2 tief. «Wir hatten in der vergangenen Saison fantastische Erlebnisse in der Europa League», sagte Christoph Spycher. «Wir wollten dies wieder erleben, zeigten am Schluss eine Energieleistung. Doch es reichte nicht. Das ist bitter.»

Tief beschäftigt mit der Frustbewältigung war auch Hansruedi Hasler, der sich vor allem über die fatale Aktion in der 78. Minute ärgerte, als YB nach einem Ballverlust von Michael Silberbauer ausgekontert wurde und Lima das zweite Tor für Braga ermöglichte. «Mir macht es Mühe, wenn ein erfahrener Mann wie Silberbauer sich auf diese Weise den Ball abnehmen lässt», grollte der Technische Direktor von YB. Silberbauer war bei diesem Zweikampf zu Boden gegangen und reklamierte vehement ein Foulspiel. «Für mich war klar: Freistoss für uns. Stattdessen liess der Schiedsrichter weiterspielen», sagte der Däne. Den Young Boys unterliefen am gestrigen Abend zu viele naive Fehler. Dazu gehört auch die Rote Karte von Nassim Ben Khalifa.

Farnerud bester Berner

Nach seiner Verletzungspause am vergangenen Sonntag, die er wegen seines in Braga erlittenen Schwartenrisses an der Stirne einlegen musste, war Alexander Farnerud vor allem in der zweiten Halbzeit wieder der überragende Mann mit einem Assist und einem Tor. Doch auch ihm unterlief vor dem ersten Gegentor ein folgenschwerer Fehler. «Ich dachte, Affolter stehe rechts von mir, und deshalb köpfte ich den Ball auf diese Seite. Doch während ich zum Kopfball hochstieg, bewegte er sich hinter mir. Das habe ich nicht bemerkt.» Dieser Ballverlust war Ausgangspunkt des 1:0 für Braga. Der Schwede haderte: «Wir waren die bessere Mannschaft, aber Braga ist in der Europa League.» Doch all das Lamentieren hilft nicht, die Realität für YB heisst nun: Schweizer Liga.


http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... y/18208049

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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 09:44 
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Kein Glück im Gewitterregen

YB ist nach dem 2:2-Heimunentschieden gegen Braga aus dem Europa-League-Wettbewerb ausgeschieden. Die Berner spielten gut, doch fehlte ihnen Wettkampfglück und Cleverness.

Der Frust bei den Berner Young Boys war riesengross, als das hochdramatische Spiel vorüber war. Farnerud stampfte auf direktem Weg in die direkte Garderobe. Andere folgten dem Beispiel des Schweden. Von den Fans, welche die Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit lautstark angefeuert hatten, mochte sich kaum jemand verabschieden. Das 2:2 fühlte sich für die Gastgeber wie eine Niederlage an, denn es bedeutete das Ausscheiden aus der Europa League. Oder anders gesagt: das Verpassen des ersten Saisonziels, das sich YB gesetzt hatte. Die Berner hatten sich unbedingt wieder für die Gruppenphase qualifizieren wollen.

Hansruedi Hasler brachte die Befindlichkeit bei den Ausgeschiedenen auf den Punkt. «Das ist ein Mordsfrust», sagte der Technische Direktor. Nicht minder enttäuscht war Christian Gross. «Wir haben uns das Ausscheiden selber zuzuschreiben», sagte der YB-Trainer zu später Stunde. Ihm hatte die letzte Entschlossenheit gefehlt. Er dürfte dabei primär an die erste Halbzeit gedacht haben, als sein Team wohl ordentlich kombinierte, jedoch kaum einmal eine torgefährliche Aktion kreieren konnte.

Erst nach der Pause, als sich über dem Stade de Suisse ein heftiges Gewitter mit Blitz und Donner entlud, kam mehr Leben ins YB-Spiel. Die eingewechselten Nuzzolo und der immer noch angeschlagene Degen erzeugten über die Seiten mehr Druck. Gross bedauerte, dass er den Basler nicht länger als 30 Minuten einsetzen konnte. «Man hat gesehen, wie wichtig David Degen für uns ist.» Nicht ganz im Vollbesitz seiner Kräfte war Alexander Farnerud. Dennoch lief der Motor des Skandinaviers in der zweiten Halbzeit etliches hochtouriger. Das galt im Übrigen auch für Silberbauer, der erstmals seiner Reputation vollauf gerecht wurde.

Gross gefiel, wie sich seine Mannschaft gegen das drohende Ausscheiden zur Wehr setzte. Und doch musste der erfolgsgewohnte Coach zur Kenntnis nehmen, dass ihr noch die Klasse und die Robustheit fehlt, um einen starken, aber keineswegs überragenden Gegner wie Braga in die Knie zu zwingen.

Erzürnt über den Referee

Wie nach dem Hinspiel in Braga haderte YB mit Entscheidungen des Schiedsrichters. Dieser hiess gestern Ivan Bebek und fällte die eine oder andere umstrittene Entscheidung. So sah er in der 78. Minute, als Silberbauer in der Nähe des Strafraums umgestossen wurde, keinen Grund, das Spiel zu unterbrechen. Braga nutzte die kurzzeitige Aufregung und lancierte über Guilherme schnell einen Konter, den Lima gekonnt abschloss.

Es war der dritte Tiefschlag für YB in dieser Begegnung. Der erste war das 0:1 von Hélder Barbosa in der 24. Minute gewesen, der nach einer verunglückten Kopfballabwehr von Farnerud den Ball herrlich in die hohe Ecke schoss.

Ben Khalifas Dummheit

Dämpfer Nummer zwei passierte unmittelbar nach Mayukas 1:1. Nasim Ben Khalifa wusste nichts Schlaueres, als Braga-Goalie Quim anzurempeln, weil dieser das Spielgerät nicht sofort freigeben wollte nach dem Ausgleich. Für Bebek war es eine Tätlichkeit – die Rote Karte für den Sünder die logische Karte. Für Gross war die Rote Karte «viel zu hart».Wie schon in Braga sei YB durch den Schiedsrichter nicht bevorteilt worden. Gross erinnerte an das aberkannte Tor von Nef und den Platzverweis nach zweimaligem Foulspiel für den gleichen Spieler im Auswärtsspiel.


http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... y/14865986

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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 09:48 
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Unsporting Braga

YB scheitert am eigenen Unvermögen und auch an den fiesen Portugiesen.

Eine Stunde ist gespielt. Braga führt im Stade de Suisse 1:0, nach einem Traumtor von Helder Barbosa (24.). Den Bernern gelingt bis dahin überhaupt nichts. In der 61. Minute aber schlägt Farnerud einen Freistoss, Mayuka steigt hoch und nickt ein: 1:1.

Ben Khalifa will keine Zeit mit Jubeln verschwenden, sondern den Ball aus dem Netz holen. Braga-Goalie Quim gibt den Ball nicht her. Ben Khalifa drückt ihn mit dem Knie leicht zur Seite. Quim wirft sich auf den Boden, hält sich die Schläfe. Konfusion im Torraum.

Schiedsrichter Ivan Bebek greift in die Tasche und zeigt Ben Khalifa Rot: Ein Witz!

«Das war bitter», sagt Christoph Spycher, «wir waren gerade zurück ins Spiel gekommen.»

Für die Young Boys ist der Platzverweis dennoch wie ein Weckruf. Endlich zeigen sie Engagement. Der eingewechselte Degen macht Dampf über rechts. Mayuka, der im rechten Mittelfeld begann und später in die Spitze wechselt, sorgt für Gefahr. Sporting Braga ist geschockt. Die Portugiesen hatten am Nachmittag einen Spaziergang durch die Berner Altstadt gemacht. Nach der frühen Führung glauben sie wohl, auch das Spiel würde ein Spaziergang.

Doch nach dem Ausgleich wirken sie verunsichert und versuchen mit Unsportlichkeiten über die Runden zu kommen. Nach einem leichten Schubser von Farnerud wirft sich Stürmer Alan zu Boden, als ob er vom Blitz getroffen worden wäre – und sieht zu Recht Gelb.

YB drückt, Braga kontert: Es ist ein offener Schlagabtausch. In der 78. Minute entwischt Lima und bezwingt Wölfli: 2:1. Die Entscheidung? Keineswegs. Farnerud überlistet Goalie Quim mit einem Freistoss (81.). Zu mehr reicht es nicht.

YB-Trainer Christian Gross hadert: «In Portugal wurde uns ein reguläres Tor aberkannt. Die Aktion von Ben Khalifa war nicht rotwürdig.»

Er muss aber auch eingestehen, dass «Übersicht und die Entschlossenheit vor dem Tor gefehlt haben» und YB in der ersten Halbzeit «zu wenig zwingend war».

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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 09:49 
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YB: Ein sehr früher Abschied

BERN. Bitteres Aus für YB. Nach dem 2:2 gegen Braga (0:0 im Hinspiel) schafften die Berner den Sprung in die Europa League nicht.

Die Vorgabe von Christian Gross, der mindestens zwei Tore forderte, erfüllte die Mannschaft. Dennoch reichte es nicht – bitter. Vor allem deshalb, weil dem 0:1 ein unnötiges Fehlzuspiel von Rückkehrer Alexander Farnerud vorausgegangen war. Zudem wurde die YB-Aufholjagd unmittelbar nach Emmanuel Mayukas 1:1 gestoppt. Als François Affolter und Nassim Ben Khalifa sofort den Ball aus dem Netz holen wollten, ging Bragas Torhüter Quim theatralisch zu Boden. Schiedsrichter Bebek (Kro) fiel auf die Showeinlage herein und zeigte Ben Khalifa die Rote Karte. Unmittelbar vor dem 1:2 übersah der Unparteiische zudem ein Foul an Michael Silberbauer.

«Wir wurden in den zwei Spielen sicher nicht bevorteilt», urteilte Gross danach. «Aber wir haben uns das Ausscheiden auch selber zuzuschreiben.» Denn vor allem vor der Pause agierten die Gastgeber äusserst harmlos. Erst nach dem Seitenwechsel wehrten sie sich vehement gegen das Aus. In Unterzahl gelang Farnerud mit einem Freistoss aber bloss noch das 2:2. «Das war zwar eine Energieleistung», sagte Christoph Spycher. Der Routinier fügte aber kritisch hinzu: «Doch das nützt uns nichts. Wir brauchen positive Resultate, und damit müssen wir bereits am Sonntag gegen Zürich beginnen.»

In der Tat können sich die Berner ab sofort auf Meisterschaft und Cup konzentrieren. Das war bei den hohen Ambitionen nicht vorgesehen, zumindest nicht zu diesem frühen Zeitpunkt. Die fehlenden Einnahmen aus der Europa League dürften bei YB denn auch ein tiefes Loch in die Kasse reissen.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 09:50 
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Die Geister aus der Vergangenheit

Europa League YB verpasst nach dem 2:2 gegen Braga die Gruppenphase der Europa League
Draussen, vor dem schmucken Stade Suisse, steht die alte Matchuhr. 1:1 steht drauf, weil das letzte Spiel im alten Wankdorf gegen Lugano im Jahr 2001 so geendet hatte. 1:1. Zwei Ziffern, wie die hinterhältige Revanche dafür, dass diese Matchuhr ausrangiert wurde. Jedenfalls hat YB, seit diese alte Matchuhr nur noch als Zeuge einer einst ruhmvollen Geschichte dient, nichts Grosses mehr gewonnen. Trainer Christian Gross, ein Mann mit ausgeprägtem Sinn für Details, stört sich seit seinem ersten Arbeitstag an diesen zwei Ziffern. 1:1, wie ein Fluch. Jedenfalls hat YB unter Gross von fünf Heimspielen erst eines gewonnen – gegen die Belgier aus Westerlo. «Wir lösen uns zu wenig schnell aus der Verteidigung und die Stürmer können sich in den Duellen eins-gegen-eins zu wenig durchsetzen», begründet Gross die Heimschwäche seines Teams.

Bis gestern hat sich die Heimschwäche der Berner nicht gross ausgewirkt. Schliesslich ist man in der Meisterschaft dank zwei Auswärtssiegen vorne dabei. Doch das 2:2 gegen Sporting Braga hat schwerwiegende Konsequenzen. Nach dem 0:0 in Portugal bedeutet das Heim-Remis das Aus in der Europa League. Das erste Saisonziel ist bereits verpasst. Ausserdem fehlen Einnahmen von vier bis sechs Millionen Franken, die man mit dem Einzug in die Gruppenphase der Europa League budgetiert hatte.

Dabei war das Ausscheiden keineswegs zwingend. Obwohl Gross sich vor dem Spiel bemühte, Braga in die Favoritenrolle zu drängen, waren die Portugiesen nicht die bessere Mannschaft. Denn mit jenem Team, das in der letzten Saison noch in den Final der Europa League gestürmt war, hat dieses Braga nicht mehr viel gemeinsam. Im Kader standen mit 1:0-Torschütze Helder Barbosa, 2:1-Torschütze Lima, den Mittelfeldspielern Hugo Viana und Salino sowie Captain Alan nur fünf Spieler, die im Mai in Dublin den Final gegen Porto 0:1 verloren haben.

Doch YB vergeigte wieder einmal ein wichtiges Spiel. Von welch überschaubarer Qualität der Gegner war, beweist, dass YB trotz desolater Offensivleistung in der ersten Halbzeit weiterhin die Option hatte, die Gruppenphase zu erreichen. Denn trotz des Gegentreffers durch Barbosa, der von einem groben Fehler Farneruds profitierte, war auch Braga in der Offensive kaum zwingend. Doch das Spiel der Berner litt darunter, dass ihr Spielmacher Alexander Farnerud vor der Pause überhaupt nicht auf Touren kam und Nassim Ben Khalifa eine konfuse Darbietung bot. Immerhin steigerte sich Farnerud, der im Hinspiel eine tiefe Fleischwunde am Kopf erlitten hatte. Ihm habe das Spiel gegen Thun (0:2) gefehlt, sagte Gross, deshalb sei er nicht sofort ins Spiel gekommen. «In der zweiten Halbzeit habe ich einen sehr guten Alexander Farnerud gesehen.» Der Schwede bereitete mit einer Freistossflanke das 1:1 durch Mayuka vor und erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoss in der 80. Minute das 2:2.

Weniger glücklich verlief die zweite Halbzeit für Nassim Ben Khalifa. Als er nach Mayukas Ausgleich den Ball aus dem Netz fischen wollte, berührte er Braga-Keeper Quim leicht im Gesicht. Die theatralische Einlage hätte eher eine Sanktion gegen den Portugiesen verdient. Doch der kroatische Schiedsrichter Ivan Bebek zeigte Ben Khalifa die rote Karte. «Wir haben uns das Ausscheiden selber zuzuschreiben», resümierte Gross. Ausserdem sei man weder in Portugal noch zu Hause vom Schiedsrichter bevorteilt worden. In Braga wurde YB ein reguläres Tor durch Nef aberkannt. Und nun die rote Karte gegen Ben Khalifa, die nicht nur für Gross «viel zu hart war».

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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 09:54 
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Am ersten Ziel vorbei

Die Young Boys spielen nach einem 2:2 gegen Braga nicht in der Europa League
Nach einer schwachen ersten und wenigstens kämpferisch starken zweiten Halbzeit erreichten die Berner ihr internationales Saisonziel nicht.

Die Young Boys haben die erste grosse Belastungsprobe unter Christian Gross nicht bestanden. Trotz der guten Ausgangslage eines torlosen Remis im Norden Portugals verpassten sie das erste Saisonziel. Sie schossen zwar die (mindestens) zwei Tore, die der Coach gefordert hatte, allerdings erst in der letzten halben Stunde und jeweils nach einem Rückstand. Doch sie reichten entgegen den Erwartungen von Gross nicht für einen Platz in der Europa League. Für ein Weiterkommen genügte die Gesamtleistung der Berner nicht. Zum einen fehlte es den Young Boys an der Qualität, zum andern an der Form. Ein bisschen Pech war insofern dabei, als der Platzverweis für Ben Khalifa nach einer Stunde, unmittelbar nach dem 1:1, ungerechtfertigt war. Er war Folge einer Schauspieleinlage des Torhüters.

In erster Linie gescheitert sind die Berner, weil sie in der ersten Halbzeit nie die von Gross verlangte Dominanz ausspielen konnten. Sie boten 45 Minuten ohne Angriffskraft, aber mit defensiven Fehlern wie jenem Ballverlust Farneruds, der Helder Barbosa die starke Einzelleistung zum 0:1 ermöglichte. Es war jedenfalls nach 45 Minuten die Zwischenbilanz zu ziehen, YB würde in dieser Verfassung keine Qualifikationschance haben.

Nach der Pause verbesserten die Berner den Eindruck zwar merklich. Sie wurden nun kämpferischer und dynamischer, zumal nach Degens Einwechslung kurz vor dem ersten Ausgleich. Nun waren sie wenigstens fähig, die bis dahin nahezu ungefährdeten Portugiesen einigermassen unter Druck zu setzen; sie brachten auch das Publikum hinter sich. Mehr als ein Unentschieden wäre vielleicht möglich gewesen ohne den Platzverweis. So aber sind die beiden Tore in Unterzahl zwar ein Nachweis einer von Charakterstärke geprägten zweiten Halbzeit, aber nicht ausreichender spielerischer Klasse. Die Young Boys hatten bis zu Degens Erscheinen keine Flügelspieler, die Druck erzeugt hätten; sie hatten bis zu Mayukas Vorziehen in den Sturm keinen Angreifer, der die Portugiesen bedroht hätte. Sie hatten zwar zwei Skandinavier im zentralen Mittelfeld, Silberbauer und Farnerud, die im Prinzip die besten Spieler sind und auch an diesem Abend alles unternahmen, ihren Führungsrollen gerecht zu werden.

Farnerud hatte dann mit seinen Freistössen auch entscheidenden Anteil an den Toren, mal als Passgeber, mal direkt als Schütze. Aber der Schwede hatte mit einem Ballverlust, der nicht einmal der erste war, das folgenschwere 0:1 eingeleitet. Und Silberbauer liess sich zum einen danach von Helder Barbosa ausspielen und verlor zum andern in der 78. Minute in der gegnerischen Platzhälfte jenen Ball, den Lima dann zum 1:2 nutzte.

Gross bemängelte, im Angriff «zu wenig konkret, zu wenig überlegt» gespielt zu haben. Er hat noch manche Baustelle auf dem Weg, wenigstens die nationalen Ziele zu erreichen.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 10:36 
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ein dreifaches hoch auf phase 3!!! :clap:


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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2011, 11:51 
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dieses braga war absolut zu schlagen, trotz benachteiligung durch die schiedsrichter in beiden spielen. einfach schade hat man wiedermal ein chance verpasst!

wieso bringt eigentlich kurz vor schluss gross noch p. doubaï in spiel, welcher kein anständigen pass spielen konnte? hätte man da nicht noch mehr alles auf eine karte setzen sollen und schneuwly binrgen sollen?


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