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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2010, 15:55 
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(Matchthread) FC Luzern - BSC Young Boys
FC Luzern - BSC Young Boys

Bild vs. Bild


Stadion Gersag, Emmmenbrücke
Sonntag, 3. Oktober 2010
Zeit: 16.00 Uhr

Bild

Webseiten FC Luzern:
http://www.fcl.ch
http://fcl.fan-fotos.ch
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Luzern
http://www.transfermarkt.ch/de/fc-luzern/startseite/verein_434.html

http://www.swissporarena.ch


Forum FC Luzern:
http://www.fclforum.ch


Fotos FC Luzern:
http://fcl.fan-fotos.ch


Statistiken / Vergleiche vs. FC Luzern:
http://www.football.ch/sfl/777818/de/team.aspx
http://www.football-lineups.com/team/FC_Lucerne
http://www.swissgrounds.ch/liga_swiss/CH_1.htm
http://de.soccerway.com/teams/switzerland/fc-luzern
http://de.soccerway.com/matches/2010/10 ... ern/947307
http://www.stat-football.com/en/t/swi10.php?h2h=1720


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2010, 16:16 
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Tickets Luzern - YB

Tickets für das Meisterschaftsspiel vom kommenden Sonntag, 3. Oktober 2010, zwischen Luzern und YB sind ab sofort im Fanshop an der Papiermühlestrasse 77 erhältlich. Ebenfalls werden am Donnerstag anlässlich des Europa-League-Spiels YB - Getafe im Stadionfanshop im Sektor D Karten für dieses Spiel verkauft.

Ticketpreis: CHF 25.00.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 1. Oktober 2010, 16:21 
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Vorschau Luzern - YB

FC Luzern - BSC Young Boys, Sonntag, 3. Oktober 2010, 16:00 Uhr, Gersag, Emmenbrücke.

Die Situation beim BSC Young Boys:

Verletzte Spieler:
Emiliano Dudar (schwere Gehirnerschütterung und Nasenbeinbruch), Hassan Lingani (Schienbeinverletzung).

Resultat Hinspiel:
24.07.2010, YB - Luzern 1:1, Tore: 66. Ianu 0:1, 76. Dudar 1:1.

Resultate letzte Saison:
13.05.2010, Luzern – YB 5:1, Tore: Ferreira, Ianu (2), Kukeli, Siegrist; Doumbia.
13.02.2010, YB – Luzern 2:1, Tore: Doumbia (2); Paiva.
01.11.2009, YB – Luzern 1:1, Tore: Dudar; Ianu.
16.08.2009, Luzern – YB 1:2, Tore: Paiva; Ghezal, Degen.

Radio:
Liveübertragung des Spiels im Internet unter www.radiogelbschwarz.ch. Der Berner Schriftsteller Pedro Lenz wird als Co-Kommentator im Einsatz sein.

Extrazug:
Der Extrazug für YB-Fans verlässt Bern um 13:18 Uhr.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 1. Oktober 2010, 16:22 
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Für das Auswärtsspiel gegen den FC Luzern vom Sonntag 3. Oktober haben gäubschwarzsüchtig und die Ostkurve in Zusammenarbeit mit den SBB einen Extrazug organisiert.


Bern ab 13:18
Burgdorf ab 13:31
Herzogenbuchsee ab 13:43
Langenthal ab 13:49
Rothenburg an 14:25


Rothenburg ab 18:24
Langenthal an 19:02
Herzogenbuchsee an 19:09
Burgdorf an 19:22
Bern an 19:35

Billete können an jedem bedienten Bahnschalter erworben werden und kosten 20.- mit bzw. 40.- ohne Halbtax.


Der vorderste Wagen ist für Familien reserviert.

Wie gewohnt werden OKBE und GSS auf der Fahrt Getränke zu fairen Preisen verkaufen, der Erlös geht in die Kassen der Fandachverbände.


Auch auf dieser Fahrt gilt die Auswärtsfahrtenregelung. Sie wird durch das Einsteigen in den Extrazug akzeptiert.

Billete für das Spiel können im Fanshop erworben werden.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 2. Oktober 2010, 09:28 
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Berner Zeitung, 02.10.2010

Jetzt folgt YBs Bestätigung in der Liga

Nach dem starken Auftritt und dem 2:0-Sieg gegen Getafe am Donnerstag steht für YB am Sonntag in Luzern ein Schlüsselspiel an. Der Ausgang der Begegnung beim Leader hat grossen Einfluss auf die Zwischenbilanz der Berner.

Man könnte jetzt behaupten, Getafe habe bei der 0:2-Niederlage am Donnerstag wie zuvor Fenerbahçe Istanbul im Stade de Suisse gegen YB bemerkenswert schwach gespielt. Vielleicht trifft das sogar zu, aber Tatsache ist eben auch, dass sich die Young Boys in grossen, wichtigen Partien zuletzt oft stärker präsentiert haben als gegen Mannschaften aus dem Super-League-Proletariat wie Bellinzona, Xamax und Thun. «Wir waren auch am letzten Sonntag gegen Thun dominant», sagt Vladimir Petkovic. «Und wenn wir nicht kurz vor Schluss das Gegentor zum 2:2 erhalten hätten, würden wir in der Tabelle als Dritter gut dastehen.» Doch der YB-Trainer gibt zu, dass seinem Team «vier, fünf Punkte» fehlen, die man möglicherweise relativ leichtfertig verspielt hat. Und so drängt sich die Frage auf, ob es für die talentierten, jungen Akteure der Young Boys vielleicht einfacher ist, sich für die Auftritte im Europacup zu motivieren – und die Alltagskost in der Liga manchmal zu wenig Entfaltungsmöglichkeiten in eigener Sache bieten.

Schmaler Grat bei YB

Die vielen YB-Begabungen könnten in einigen Jahren in grossen Ligen spielen, und Berater wie Einflüsterer werden sie gewiss darauf hinweisen, dass die kontinentale Bühne das geeignete Spielfeld ist, um sich zu profilieren. «Selbstverständlich fallen gute Leistungen gegen Tottenham oder Getafe europaweit eher auf», sagt YB-Chef Ilja Kaenzig. «Aber auch in der Super League hats jeweils zahlreiche Scouts auf den Tribünen.»

Die Achterbahnfahrt auf der Leistungsskala ist bei YB ausgeprägt, der Grat zwischen Brillanz und Biederkeit schmal. Petkovic wie Kaenzig werfen ein, insbesondere für junge Fussballer sei es nicht einfach, alle drei, vier Tage konstant das Level zu halten. Aber die nächste Partie birgt ja genügend Brisanz, um sie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen – morgen geht es bei Leader Luzern darum, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Kaenzig spricht von einem «Schlüsselspiel» und Petkovic von einer «Herausforderung».

12 Spieler unterwegs

Und so stehen die Young Boys vor einer Veranstaltung, die wesentlich darüber bestimmen wird, wie die sportliche Bilanz vor der nächsten Länderspielpause aussieht. Gleich 12 Spieler – Moreno Costanzo, Marco Wölfli, François Affolter, Scott Sutter, David Degen (Schweiz), Xavier Hochstrasser (U21 Schweiz), Roman Bürki, Adriano De Pierro (U20 Schweiz), Senad Lulic (Bosnien), Ammar Jemal (Tunesien), Emmanuel Mayuka (Sambia) und Henri Bienvenu (Kamerun) – werden mit ihren Auswahlen unterwegs sein. «Das ist toll», sagt Petkovic, «und spricht für unsere Arbeit.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Jetzt-folgt-YBs-Bestaetigung-in-der-Liga/story/14255659

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 09:56 
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auf gehts Young Boys kämpfen und siegen :youngboys: :youngboys1: :bengal: :bengal: :bengal: :bengal: :bengal: :auswaertssieg: :bsc: :marco_woelfli: :fightwin:

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 12:40 
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Der Bund, 02.10.2010

Hochtourige, nicht aber sorgenfreie Luzerner

Der Leader demonstriert vor dem Heimspiel gegen die Young Boys morgen Sonntag Selbstbewusstsein.

Als Rolf Fringer vor bald zwei Jahren zum FC Luzern kam, fand er vor, was man am treffendsten mit Scherbenhaufen zusammenfassen kann: eine Mannschaft, die es fertiggebracht hatte, in zwölf Spielen gerade einmal zwei Punkte zu holen. Eine Mannschaft, die sich in einem so desolaten Zustand befand, dass der Weg in die Anonymität der Zweitklassigkeit vorgespurt schien. Trainer Fringer, Optimist und Frohnatur, sagte damals: «Schlimmer kann es nicht werden.»

Heute sind diese trostlosen Tage des Herbsts 2008 vergessen, heute ist der FCL vor allem eines: stolzer Leader. Er zeigt vorwiegend den Fussball, der zu Fringer passt. Die Luzerner wählen in erster Linie den Vorwärtsgang und haben im ersten Viertel der Saison drei Tore pro Match erzielt. Das ist Bestwert der Liga, aber ebenso auffällig ist, dass die Abwehr merklich an Stabilität gewonnen hat und lediglich elfmal überwunden wurde. «Es lief bis jetzt optimal», sagt Fringer, «aber nicht von alleine, wir mussten einiges dafür tun.»

Fringer hebt den Mahnfinger

Im Team herrschen klare Strukturen. Getragen wird die Defensive von David Zibung, dem ambitionierten Goalie. Davor leistet die Viererabwehr mit Dusan Veskovac als Kopf unspektakuläre, aber zuverlässige Arbeit. Im Mittelfeld ist Renggli der Chef-Arbeiter, an seiner Seite hat er Kukeli oder Wiss. Und davor bestimmt Hakan Yakin als Captain und Ideengeber den Takt zusammen mit Ferreira, Gygax und nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ianu vorwiegend mit Paiva. Der ehemalige YB-Regisseur Yakin ist zwar schon 33, aber in einer Verfassung, die Fringer sagen lässt: «Er ist die zentrale Figur in unserem Gebilde.» Oder aus der Optik von Goalie Zibung: «Er ist einer der besten Fussballer, die die Schweiz je hatte. Er ist sich nicht zu schade, zu arbeiten und sich in den Dienst der Gruppe zu stellen.»

Die Resultate steigern das Selbstvertrauen. Aber sosehr das emotionale Umfeld noch mehr will, so bewusst drosselt Fringer das Tempo. «Wir laufen gegenwärtig hochtourig», pflegt er zu sagen, «und können es uns nicht leisten, zehn Prozent nachzulassen. Sonst kommt die Quittung sofort.» Und: «Bis jetzt lief alles optimal. Wir hatten das nötige Glück und profitierten auch von Schwächen jener, die gemessen an ihren Mitteln eigentlich vor uns liegen müssten.»

Nur ist es für Zibung kein Zufall, dass der FCL die Super-League-Tabelle anführt. «Dieser Lauf konnte nicht erwartet werden. Aber wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit die richtigen Schlüsse gezogen», sagt der Torhüter, der sogar dem enttäuschenden Aus in der Europa-League-Qualifikation gegen Utrecht etwas Positives abgewinnen kann: «Jetzt gilt unsere Konzentration der Meisterschaft. Basel und die Young Boys haben die Doppelbelastung, sind ständig unterwegs und verbrauchen so zweifellos viel Kraft. Wir werden alles unternehmen, um unseren Platz ganz oben zu verteidigen.»

Absenzen in der Abwehr

In bester Erinnerung aus der letzten Saison ist den Luzernern die Begegnung mit YB in der vorletzten Runde, als sie die Berner mit 5:1 demoralisierten. Die Lust am Spiel und Toreschiessen haben die Luzerner in die neue Spielzeit mitgenommen, im engen Gersag-Stadion erzielte der Tabellenführer 17 seiner 27 Treffer und sorgte regelmässig für Spektakel. Ganz sorgenfrei blickt Fringer dem Sonntag aber gleichwohl nicht entgegen. Er muss auf die gesperrten Lustenberger und Veskovac verzichten. Das heisst also: die Abwehr umbauen. «Das sind gravierende Ausfälle», sagt Fringer. Er kann das als Erklärung vorbringen, an der Erwartung des ambitionierten Publikums vermag sie nichts zu ändern: Es fordert den Sieg auch gegen YB.

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 12:44 
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zisch.ch, 02.10.2010

Rolf Fringer verleiht Luzern Flügel

Rolf Fringer hat Luzern das Sieger-Gen eingeimpft. Der Spitzenreiter trifft heute auf Vize-Meister Young Boys. Die Luzerner werden dabei von Abwehrsorgen geplagt. Zisch berichtet ab 16 Uhr live.

Der aktuelle Luzerner Höhenflug ist eng an eine Person geknüpft: Trainer Rolf Fringer. Der 53-Jährige hat das Kunstwerk vollbracht, den FC Luzern aus den Tiefen der Liga an die Spitze der Super League zu führen. Und dies innert zwei Jahren. Als Fringer im Herbst 2008 engagiert wurde, traf er auf eine Mannschaft, die völlig verunsichert war und im Tabellenkeller herumdümpelte. Keine 24 Monate später grüssen die Luzerner von Platz 1 der Liga. Das Team begeistert mit frischem Offensivfussball und beweist, dass es zu einer echten Einheit zusammengewachsen ist.

YB mit Selbstvertrauen

Eine geschlossene Mannschaftsleistung braucht es auch heute im Spiel gegen YB. Die Berner reisen nach dem Europa League-Sieg vom Donnerstag mit breiter Brust in die Innerschweiz, zudem pocht der Vize-Meister auf Revanche. Es war nämlich der FCL, der YB in der abgelaufenen Saison am vorletzten Spieltag mit 5:1 bezwang und den Bernern damit einen Strich durch die Meisterrechnung gemacht hatte.

Neue Abwehrformation

Die FCL-Abwehr erhält heute ein neues Gesicht. Neben den gesperrten Dusan Veskovac und Claudio Lustenberger fällt auch Benjamin Kibebe aus. Der Schwede leidet an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel. Alain Wiss wird wohl seinen Part übernehmen. An die Stelle von Wiss im defensiven Mittelfeld wird aller Voraussicht nach Thomas Prager rücken. Wer Claudio Lustenberger auf der Aussenbahn ersetzt, ist noch unklar. Die besten Karten hat Youngster Daniel Fanger.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

FC Luzern: Zibung; Zverotic, Wiss, Puljic, Fanger; Prager, Renggli; Gygax, Yakin, Ferreira; Paiva.

Young Boys: Wölfli; Sutter, Nef, Affolter, Jemal; Spycher; Degen, Doubai, Costanzo, Lulic; M. Schneuwly.

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 12:47 
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Luzerner Zeitung, 02.10.2010

Müde Beine – breite Brust?

Körperlich hat der 2:0-Sieg der Young Boys gegen Getafe Kraft gekostet. Mental verleiht er Flügel. YB-Boss Kaenzig stapelt vor dem FCL-Spiel von morgen tief.

Die Berner strotzen nach dem überzeugenden Sieg in der Europa League gegen den Madrider Vorort-Club vor Selbstvertrauen. «Das stimmt nicht», korrigiert YB-Boss Ilja Kaenzig. «Wir haben zwar Selbstvertrauen getankt, aber wir strotzen nicht davor.» Diese Aussage erstaunt, denn erstens schlägt ein Schweizer Team einen spanischen Erstligisten nicht jeden Tag und zweitens hätte Kaenzig allen Grund, um grosse Töne zu spucken, denn nach Siegen auf der internationalen Bühne folgte national in dieser Saison immer eine Bestätigung: YB gewann in Istanbul mit 1:0 und besiegte vier Tage später GC auswärts. YB gewann gegen Tottenham mit 3:2 und liess einen Heimsieg gegen den FC Zürich folgen. Von müden Beinen damals keine Spur, dafür hatten die YB-Spieler eine breite Brust. Auch gegen den FCL?

Kaenzig macht auf Understatement: «Wir haben in dieser Saison selten zweimal hintereinander gewonnen. Uns fehlt die Kontinuität.» Für den 37-Jährigen steht deshalb fest, dass der FC Luzern in der Favoritenrolle ist: «Eine Niederlage gegen den Tabellenführer wäre keine Sensation.»

Sorgen bei den Young Boys

Keine Sensation zwar, aber für YB ein herber Schlag. Die Berner hätten bei einer Niederlage bereits 10 Punkte Rückstand auf den Leader. Eine schier unüberwindbare Hypothek im Kampf um die Meisterschaft. Kaenzig will aber nichts von einem Endspiel-Charakter wissen: «Wir hatten in der letzten Saison sogar 13 Punkte Vorsprung auf Basel und sind trotzdem noch abgefangen worden.» Mit ein Grund für den verpassten Meistertitel: Die 1:5-Pleite gegen den FCL am zweitletzten Spieltag. Kaenzig erinnert sich mit Schrecken daran und fordert: «Ziel muss es sein, diese Scharte auszuwetzen.»

Gespannt ist der YB-Boss auf die Aufstellung der Luzerner: «Was für eine Taktik Coach Rolf Fringer wohl aus dem Hut zaubern wird?» Kaenzig weiss, dass Fringer gegen YB meist zu unorthodoxen Mitteln greift. Immer mit Erfolg. Neben der Luzerner Taktik machen dem YB-Boss aber auch die Platzverhältnisse im Gersag-Stadion Sorgen: «Jedes Gastteam, das auf diesem Rasen spielt, geht mit einem Minuspunkt in die Partie», wettert er und rät seinen Spielern, richtiges Schuhwerk zu tragen: «Bei diesem Matsch sind Fussballstiefel gefragt.»

Ob Nocken oder Stollen: Morgen geht es für YB bereits um alles oder nichts, denn Kaenzig weiss: «Wir müssen aufpassen, das wir den Anschluss an die Spitze nicht verlieren.» Oder besser: den Anschluss an den FC Luzern.

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 13:03 
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Sonntags Zeitung, 03.10.2010

«Wir stellen uns nicht mehr doof an»

Torhüter David Zibung versucht, den Höhenflug von Tabellenführer Luzern zu erklären

LUZERN Keiner kennt den Verein besser als David Zibung, seit 2002 ist er dort Torhüter. Und das Debüt fiel in die Luzerner Depression in der Challenge League. Nun steht der 26-jährige Zibung mit seinem Klub auf Platz 1 der Super League und will diesen Platz heute im Heimspiel gegen die Young Boys verteidigen. Der Höhenflug Luzerns ist nicht hoch genug einzuschätzen: Nicht einmal in die Saison 1988/89 waren die Zentralschweizer so erfolgreich gestartet – als sie letztmals Meister wurden.

David Zibung, wie oft schauen Sie sich die Tabelle an?

Nicht öfter als sonst. Es ist sicher nicht so, dass ich täglich in den Teletext schaue – ich kenne ja unsere Rangierung.

Was löst die in Ihnen aus?

Stolz vor allem. Das ist schön für den Verein, das ganze Umfeld und für die Region. Ich bin schon länger dabei und habe auch andere Zeiten erlebt. Auch darum weiss ich das einzuschätzen: Es sind erst neun Runden gespielt.

Die Saison ist also noch lang.

Genau.

Und das nächste Spiel ist immer das wichtigste.

(lacht) Hoch interessant zumindest. YB hat gegen Getafe gewonnen und wird mit breiter Brust zu uns kommen. Wir wissen aber, dass wir gegen jede Mannschaft gewinnen können – wenn wir zusammenspielen und jeder für den anderen läuft. Sobald wir meinen, mit Rang 1 im Rücken werde das zum Selbstläufer, kann es sich sehr schnell ändern.

Haben Sie bereits eine gewisse Nonchalance festgestellt?

Bislang nicht. Die Mannschaft geht mit dem Saisonstart wirklich sehr professionell um. Ein typisches Beispiel war das letzte Spiel in St. Gallen, Erster gegen Letzter. Das sind die schwierigsten Spiele. Wir haben es trotzdem gewonnen. Uns ist bewusst: Für uns gibt es keine einfachen Spiele. Wir werden immer kämpfen müssen, und jeden unserer 20 Punkte haben wir hart erarbeitet.

In St. Gallen war aber auch die alte Fussballweisheit offenkundig: Wer oben steht, für den rollt der Ball. Wer unten steht, dem gelingt nichts. Kurz: Der Ball rollte wieder einmal für Sie, Luzern steht auch dank Wettkampfglück ganz zuoberst.

Wir haben uns dieses Glück verdient. Und das verdient man sich nur, wenn man unter der Woche seriös arbeitet.

Was in St. Gallen sicher auch getan wird.

Ja, klar, das ist auch nur die Basis. Im Spiel schliesslich muss ein guter Start gelingen. Man muss viel unternehmen, die Zweikämpfe annehmen und sie gewinnen. Man muss gut spielen und taktisch intelligent sein. Ohne Aufwand lässt sich das Glück nicht erzwingen. Dass man mehr Glück hat, wenn man oben steht, und es andersrum ist im Keller der Tabelle, das haben wir zur Genüge auch am eigenen Leib erfahren.

Wann haben Sie denn letztmals an den 13. Juni 2009 gedacht?

Das war die Barrage, nicht?

Genau, gegen Lugano. Nach der Explosion eines Knallkörpers stand das Rückspiel vor dem Abbruch und Luzern deswegen vor dem Abstieg.

Daran denke ich oft. Wir hatten eine tolle vergangene Saison, und immer wieder wurden wir daran erinnert: «Vergesst nicht, wo wir ein Jahr zuvor gestanden hatten!» Ich habe es nicht vergessen und werde es nie vergessen. In der Barrage ging es um die Existenz des Vereins, es herrschte ein unglaublicher Druck. Dieser Tag ist noch immer sehr präsent.

Jetzt steht Luzern an der Spitze. Wie ist so etwas möglich?

Wir haben uns qualitativ sehr, sehr, sehr stark verbessert – mit Yakin, Ianu, Ferreira, Gygax, Puljic. Das gab uns extreme Stabilität. Ebenso wichtig war aber, dass es im Verein endlich Kontinuität gibt. Und: Das Gros der Mannschaft blieb beisammen.

Das jedoch war zuvor nicht besonders erfolgreich gewesen.

Wir machten Fehler, haben die Fehler analysiert – und jetzt stellen wir uns nicht mehr doof an. In St. Gallen führten wir zur Pause 2:0 und kassierten kurz danach das 2:1. Vor nicht langer Zeit hätten wir das Spiel garantiert verloren. Nun sind wir so weit, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und gewinnen können.

Was ist denn in der Zwischenzeit geschehen?

Nicht viel, jedenfalls nichts, das mir gross auffallen würde. Wir sind nun einfach Erster, vorher waren wir Letzter.

So einfach ist das?

Wahrscheinlich schon. Warum das so ist? Keine Ahnung. Es wäre ja blöd, wenn es im Fussball eine Universallösung gäbe. Es gibt Situationen, da bist du als Spieler am Boden, ein Misserfolg folgt auf den nächsten, es hagelt Kritik, und alles, was vorher selbstverständlich war, funktioniert plötzlich nicht mehr.

Und es gibt es das Gegenteil: Es läuft, ohne dass man genau weiss, warum eigentlich.

Dafür braucht es nur wenig, ein einziges Erfolgserlebnis. Dann kehrt das Selbstvertrauen zurück, das gibt Schub, und du spielst dich in einen Rausch.

Kann Luzern mit diesem Rausch Meister werden?

Ich sage garantiert nicht Nein. Mein grosser Traum ist es, einmal mit dem FC Luzern Meister zu werden. Oder besser: Es ist mein Ziel. Deswegen habe ich im vergangen Frühling meinen Vertrag bis 2013 verlängert.

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