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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 09:38 
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Berner Zeitung, 27.09.2010

Derby-Enttäuschung für YB

Die Young Boys vergaben beim 2:2 gegen den FC Thun im Stade de Suisse leichtfertig drei Punkte. Damit bleibt der Neuling aus dem Oberland die Nummer 1 im Kanton.

Zweimal brachte der Neo-Internationale Moreno Costanzo (29./76.) den favorsierten Gastgeber vor 23'646 Zuschauern im Stade de Suisse gegen den Berner Oberländer Konkurrenten aus Thun in Führung, zu einem Sieg reichte es für die Hauptstädter trotzdem nicht. Auch nach der 10. Runde der Axpo Super League bleibt YB in der Tabelle hinter Thun klassiert.

Die Berner Oberländer agierten in der ersten Halbzeit über weite Strecken der Partie zu defensiv und beschränkten sich zunächst auf gelegentliche Kontervorstösse. Nach der Pause änderte Thun seine Gangart und wurde in der 63. Minute mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Joker Stefan Glarner belohnt. Nick Proschwitz verhinderte zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit mit dem 2:2 die erste Auswärtsniederlage des Aufsteigers in der laufenden Saison.

Enttäuschung bei Nef, Glarners Zufriedenheit

Während sich YB-Verteidiger Alain Nef enttäuscht über den späten Ausgleich und das Resultat äusserte, zeigte sich Thuns Glarner hoch zufrieden. «Bis der Schiedsrichter nicht abgepfiffen hat, kann man immer noch einen Rückstand aufholen, ist immer noch alles möglich. Unsere Mannschaft ist intakt, nach der Pause haben wir uns gesteigert», meinte der Torschütze zum Derby, das alles in allem gesehen nur biedere Kost zeigte.

Die Young Boys kommen irgendwie nicht richtig vom Fleck. Selbst gegen ein lange Zeit bescheidenes Thun schaute kein Heimerfolg heraus. In offensiver Hinsicht war wenig Kreatives zu sehen, und defensiv weisen die Stadtberner nachwievor Mängel auf. Ganz klar: Dieser Auftritt reichte bei weitem nicht, um den grossen Ambitionen im Umfeld und im Anhang gerecht zu werden.


Young Boys - Thun 2:2 (1:0)

Stade de Suisse. - 23 646 Zuschauer. - SR Grossen. - Tor: 29. Costanzo (Mayuka) 1:0. 63. Glarner (Lüthi) 1:1. 76. Costanzo (Mayuka) 2:1. 88. Proschwitz 2:2.
Young Boys: Wölfli; Nef, Affolter, Jemal, Lulic; Spycher; Degen (70. Marco Schneuwly), Hochstrasser, Costanzo (81. Christian Schneuwly), Mayuka; Bienvenu (64. Raimondi).
Thun: Da Costa; Schindelholz (87. Morello), Matic, Klose; Lüthi (79. Rama), Bättig, Demiri (51. Glarner), Schneider; Scarione, Hediger; Proschwitz.
Bemerkungen: YB ohne Doubai (gesperrt), Lingani, Bürki, Dudar (alle verletzt), Thun komplett. Verwarnungen: 39. Degen, 57. Schindelholz, 72. Schneider (alle Foul).


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/DerbyEnttaeuschung-fuer-YB/story/17701858?dossier_id=449

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 09:40 
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Berner Zeitung, 27.09.2010

Costanzo: Frust statt Freude

Bei den YB-Spielern ist die Stimmung nach dem 2:2 gegen Thun schlecht. Doppeltorschütze Moreno Costanzo ist enttäuscht.

Wer meisterliche Ambitionen hat, kann mit 13 Punkten aus 10 Partien nicht zufrieden sein. Und so herrscht bei den Young Boys nach dem 2:2 gegen einen disziplinierten, aber keineswegs überzeugenden FC Thun die grosse Tristesse. Die Spieler schleichen mit hängenden Schultern in die Kabine, und ihr Captain versucht zu erklären, was kaum erklärbar ist. «Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen», sagt Marco Wölfli. «Wir waren völlig überlegen und hatten alles im Griff. Da kann es doch nicht sein, dass die Thuner zweimal so frei zum Schuss kommen.» Wölfli wirkte beinahe ein bisschen ratlos, doch der Torhüter ist erfahren genug, um seinen grossen Ärger nicht mit unbedachten Äusserungen unmittelbar nach dem Spiel auszudrücken. Also sagt er: «Wir müssen uns defensiv verbessern, und zwar als Einheit. Einzelkritik bringt uns jetzt nicht weiter.» Und Marco Wölfli weiss, dass der Druck auf YB steigt: «Wir haben hohe Ziele, und da ist ein 2:2 gegen Thun enttäuschend.»

Probleme hinten und vorne

Marco Wölfli verhinderte in den letzten Wochen mit mehreren ausgezeichneten Leistungen einen noch schwächeren YB-Saisonstart. Gestern war es mit Moreno Costanzo der Spielmacher, der als Einziger der Young Boys restlos überzeugte. Doch auch beim 22-Jährigen, der mit zwei herrlichen Schüssen gegen Thun erfolgreich war, überwiegt der Frust: «Natürlich freue ich mich über meine zwei Tore. Aber noch mehr ärgern mich die zwei verspielten Punkte. Das darf uns in dieser Situation einfach nicht passieren. Es ist bitter, weil wir eine Chance verpasst haben, für mehr Ruhe zu sorgen.»

Und so hinterlassen die Young Boys in dieser Saison bisher defensiv keinen stilsicheren Eindruck und spielten erst einmal in der Liga zu null (1:0 gegen Zürich) – und schiessen zu wenig Tore. Hinten fehlt derzeit der verletzte Emiliano Dudar, vorne seit dem Sommer der zweimalige Torschützenkönig Seydou Doumbia, dessen Klasse natürlich nicht ersetzt werden kann. «Dennoch sollten wir mehr Punkte haben und mehr Tore erzielen», sagt Torhüter Marco Wölfli. Und Regisseur Moreno Costanzo meint: «Wir sollten bestimmt nicht nach Ausreden suchen. Unser Team ist stark genug, um ganz oben mitzuspielen. Wir müssen es einfach endlich konstant beweisen.»

Weil die Reservisten wie Marco und Christian Schneuwly oder auch Mario Raimondi erneut wenig Impulse von der Bank setzen konnten, fehlt aktuell auch der Konkurrenzkampf bei YB. Problemfelder gibts einige bei den Bernern, und am nächsten Sonntag geht es beim Leader FC Luzern bereits um sehr viel. «Ja, das wird ein echtes Schlüsselspiel», sagt Moreno Costanzo. «Dort stehen wir unter grossem Siegesdruck.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Costanzo-Frust-statt-Freude/story/21429028?dossier_id=449

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 09:49 
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Der Bund, 27.09.2010

Ein wichtiger Punkt für die Thuner Moral

Thun zeigte in Bern eine beherzte Leistung und glich zweimal einen Rückstand aus. Es war schon das siebte Unentschieden der Oberländer in dieser Saison.

Trainer Murat Yakin wollte YB nicht ins Messer laufen und nominierte zu Beginn gleich fünf Verteidiger. Schindelholz, Matic und Klose als Innenverteidiger und mit Lüthi und Schneider zwei defensive Spieler auf den Aussenbahnen. «Ich habe YB beobachtet. Wir mussten auf die schnellen Flügel Degen und Lulic aufpassen.»

Diese Systemänderung hatte Yakin seinem Team noch am Freitag kurzfristig eingepaukt. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass die Berner Oberländer in der ersten Halbzeit noch nicht richtig ins Spiel fanden. Die Organisation war ungenügend, und im Mittelfeld gab es zu viele Ballverluste. Insbesondere nach vorne blieb Thun praktisch inexistent. Und der Neuling hatte nach dem physisch und psychisch anstrengenden Spiel in Bellinzona am Donnerstag offensichtlich Mühe, in die Zweikämpfe zu kommen. Die Gäste mussten gar froh sein, nach 45 Minuten nur 0:1 zurückzuliegen. «Mit der Leistung in der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden», sagte der Thuner Trainer, der nach der Pause reagieren musste.

In der 51. Minute brachte Yakin dann Stefan Glarner für Muhamed Demiri. Eine Einwechslung, die sich als perfekte Massnahme erweisen sollte. Denn der schnelle und aggressive Glarner brachte den bis zu diesem Zeitpunkt vermissten Schwung ins Spiel der Thuner. Und Glarner war es zehn Minuten später auch, der nach einer herrlichen Hereingabe von Lüthi völlig frei stehend den Ausgleich erzielen konnte. Es war Glarners dritter Saisontreffer. Dass Yakin Glarner, trotz guter Leistungen in den letzte Spielen, nicht von Anfang an brachte, hatte taktische Gründe. «Ich erhoffte mir einen zusätzlichen Funken, wenn ich ihn einwechsle statt von Anfang an zu bringen.» Yakin behielt recht. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass er mit gewieftem Coachig und klugen Einwechslungen überzeugte.

Für einmal späte Thuner Freude

Die euphorisierten Thuner suchten in der Folge sogar den Führungstreffer. Doch waren es die Stadtberner, die ihn erzielten. Dass Thun dann in der 88. Minute durch Nick Proschwitz doch noch zum Ausgleich kam, war glücklich, aber nicht unverdient. Bereits drei Mal – im ersten Saisonspiel gegen YB, gegen GC und zuletzt am Donnerstag in Bellinzona – musste Thun in den letzten Sekunden dem Gegner noch den Ausgleich zugestehen.

Nick Proschwitz, mit fünf Saison-Toren Thuns bester Schütze, bilanzierte: «Wir wollten hier gewinnen, aber so wie das Spiel gelaufen ist, müssen wir auch mit dem einen Punkt zufrieden sein.» Der Deutsche konnte seine Enttäuschung aber nicht ganz verbergen. Und er mahnte: «Wir müssen endlich wieder einmal gewinnen. Nur mit Unentschieden kommen wir nicht weit.» Nach dem siebten Unentschieden im zehnten Spiel bietet sich Thun am nächsten Samstag zu Hause gegen Xamax die nächste Gelegenheit, den dritten Sieg zu realisieren.

Für den Sportchef Andres Gerber, der selber für YB und für Thun spielte, war klar: «Dieser eine Punkt bringt uns eigentlich nicht viel. Aber er war enorm wichtig für die Moral.»

http://www.derbund.ch/bundprint/Ein-wichtiger-Punkt-fuer-die-Thuner-Moral/story/30792508

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 09:50 
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Der Bund, 27.09.2010

Wieder ein Unentschieden im Berner Derby

YB führte gegen Thun durch Moreno Costanzo 1:0 und 2:1 und schaffte dennoch nur ein 2:2.

Auch das zweite Berner Derby in diesem Jahr zwischen YB und Thun endete ohne Sieger. Und diesmal waren die Young Boys mit der Frustbewältigung beschäftigt. Nick Proschwitz schaffte in der 88. Minute mit seinem fünften Saisontreffer das 2:2 für die Oberländer, und YB gab so im Stade de Suisse im fünften Heimspiel bereits die Punkte 8 und 9 ab.

Am 17. Juli beim Hinspiel hatte Henri Bienvenu in der 94. Minute am Thunersee zum 1:1 ausgeglichen. Gestern jubelten am Schluss die Berner Oberländer im Stade de Suisse. «Endlich haben wir in der Schlussphase nicht ein Tor kassiert, sondern eines erzielt», freute sich Thuns Trainer Murat Yakin. Der Aufsteiger ist in dieser Saison erst vom FC Zürich (3:1) bezwungen worden.

Petkovic ärgert sich über Defensive

YB aber bleibt in der Rangliste hinter dem punktgleichen Thun zurück und liegt mit einem Mehrspiel bereits mit sieben Punkten Rückstand hinter Leader Luzern, den die Berner am nächsten Sonntag aufsuchen müssen. «Vorerst gilt nun die ganze Konzentration auf das Europa-League-Spiel am Donnerstag gegen Getafe», sagte YB-Trainer Vladimir Petkovic, der sich über die Abwehrschwächen ärgerte. «Das 2:2 fiel nach einem Einwurf, da sahen wir gar nicht gut aus», monierte Petkovic. Hediger hatte den Ball in den YB-Strafraum geworfen, Matic lenkte ihn mit dem Hinterkopf weiter, Scarione versuchte einen Fallrückzieher, der misslang, von Affolters Schienbein prallte der Ball zu Proschwitz, der ihn ins Netz wuchtete.

Es herrschte bei dieser Szene Chaos total im YB-Strafraum, auch Alain Nef haderte: «Das darf einfach nicht passieren. Dieses 2:1 müssen wir nach Hause bringen, auch wenn Thun nie aufgab und immer an die Chance glaubte.»

Und auch Moreno Costanzo, der YB zweimal in Führung gebracht hatte, blieb nur der Frust: «Das 2:2 ist eine gefühlte Niederlage. Wir müssten doch in der Lage sein, 90 Minuten konzentriert zu spielen.»

Gegen Luzern unter Druck

In zehn Spielen blieb YB erst einmal ohne Gegentor, beim 1:0 gegen den FCZ am 22. August. Auch Costanzo sprach von einem Rückschlag: «Jetzt sind wir am nächsten Sonntag beim FC Luzern unter Druck, wir müssen unbedingt gewinnen, damit wir den Anschluss an die Spitze nicht komplett verlieren.»

Nach seinem zweiten Tor zur 2:1-Führung in der 76. Minute gab Costanzo Zeichen an die Bank, er wolle noch fünf Minuten spielen und dann ausgewechselt werden. «Ich fühlte, dass die Kraft etwas nachliess. Ich wollte, dass in der Schlussphase ein Spieler kommt, der 100 Prozent geben kann. Deshalb wollte ich raus», erklärte der Ostschweizer. Für ihn kam in der 81. Minute Christian Schneuwly, zuvor schon war sein Bruder Marco Schneuwly für Degen (70.) eingewechselt worden. Der Baselbieter zeigte seine beste Szene in der 17. Minute, als er mit einer herrlichen Direktabnahme das Tor nur um Zentimeter verfehlte. Aber Degen hatte auch Glück, dass er nicht schon in der 61. Minute vom Platz musste, als er nach einem Pfiff von Schiedsrichter Bruno Grossen den Ball in den Strafraum drosch. Der Lehrer aus Frutigen hatte Degen bereits in der 39. Minute nach einem Frustfoul verwarnt und liess in der 61. Minute die Karten in der Tasche.

Die Young Boys kommen diese Saison einfach nicht richtig vom Fleck. Und sie müssen aufpassen, dass sie am Donnerstag in der Europa League und am Sonntag in Luzern nicht in beiden Wettbewerben bereits den Anschluss verpassen.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Wieder-ein-Unentschieden-im-Berner-Derby-/story/14948937

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 09:52 
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Berner Zeitung,27.09.2010

Die Noten zum Spiel BSC YB – FC Thun (26. September 2010)

Die Young Boys haben gegen Thun (2:2) mittelmässig gespielt – einzig Spielmacher Moreno Costanzo überzeugte. Bei Thun hingegen agierte vor allem Goalie Da Costa und der Torschütze Proschwitz stark.

BSC Young Boys:

Marco Wölfli:Note 4
Für einmal wurde er nicht mit Schüssen beinahe im Minutentakt eingedeckt. Im Derby kaum geprüft, bei den Gegentoren aus wenigen Metern chancenlos.

Alain Nef: Note 3,5
Relativ robust und zweikampfstark – aber nach vorne ungenügend. Oft mit Platz, aber zahlreichen enttäuschenden Flanken.

François Affolter: Note 3,5
Noch der beste Verteidiger, aber auch mit Unsicherheiten und in der Schlussphase ohne entscheidende Präsenz. Der verletzte Abwehrchef Emiliano Dudar fehlt YB derzeit sichtlich.

Ammar Jemal: Note 3
Nicht immer stilsicher, unterschätzte Bälle und verlieh der Abwehr zu selten Stabilität.

Senad Lulic: Note 3,5
Weil die Thuner ultradefensiv agierten, hatte Lulic, erneut als Linksverteidiger, grosse Freiheiten nach vorne. Beherzt, fleissig, aber auch mit Abspielfehlern.

Christoph Spycher: Note 4
Im 4-1-4-1-System der ruhige Ballverteiler im Zentrum. Hatte Thuns Spielmacher Oscar Scarione gut im Griff. Aber auch mit vereinzelten Mängeln.

David Degen: Note 3,5
Gegen die kompakten Thuner nicht so stark wie in den letzten Wochen, erhielt aber auch wenig Bälle. Wurde dennoch eher überraschend ausgewechselt.

Xavier Hochstrasser: Note 3
Lief wie immer viel, aber das Spiel lief an ihm vorbei. Fand seine Position im Mittelfeld nicht und kam selten zum Abschluss.

Moreno Costanzo: Note 5,5
Gewann bei weitem nicht alle Zweikämpfe, aber mit sehr klugen Pässen – und zwei tollen Schüssen zu beiden YB-Toren. Der Aktivste bei den Gastgebern.

Emmanuel Mayuka: Note 4
Dribbelt oft, es fehlte jedoch an Effizienz und Schwung. Kam aber wenigstens zu Torchancen.

Henri Bienvenu: Note 2,5
Erneut eine schwache Leistung. Setzte sich wieder kaum in Szene, zudem bald schon mit hängenden Schultern. Bienvenu muss sich massiv steigern.

Mario Raimondi: Note 3,5
Kam nach 64 Minuten und direkt nach dem Thuner Tor zum 1:1 für Bienvenu. Schlug die Flanke vor dem 2:1 durch Costanzo, ansonsten aber auch blass.

Marco Schneuwly: Note 3
Kam nach 70 Minuten für Degen. Ihm fehlt wohl Spielpraxis. Blieb ohne Fortune, rieb sich in den Zweikämpfen auf und versuchte es mit der Brechstange. Eine Bereicherung für das YB-Spiel war auch er am Sonntag nicht.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-Noten-zum-Spiel-BSC-YB--FC-Thun-26-September-2010/story/16704517

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 10:02 
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sf.tv, 26.09.2010

Zwei Costanzo-Tore reichen YB nicht

Die Young Boys und Thun haben sich im Berner Derby die Punkte geteilt. Dass es YB beim 2:2 trotz zwei Treffern von Moreno Costanzo nicht zum Sieg reichte, haben sich die Stadtberner in erster Linie selber zuzuschreiben.
fel

YB übernahm von Beginn an das Spieldiktat und kam früh zu guten Chancen: Ammar Jemal und David Degen verpassten die Führung aber jeweils knapp. Besser machte es Moreno Costanzo in der 24. Minute: Emmanuel Mayuka legte ab auf den jungen Ostschweizer, Costanzo traf mit einem schönen Schuss aus rund 20 Metern. Es war der verdiente Lohn für einen starken Auftritt der Young Boys in der Startphase des Derbys.

Thun in Halbzeit 1 schwach

Nach der YB-Führung flachte das Spiel vorübergehend ab. Für den einzigen weiteren Aufreger in der 1. Halbzeit war Alain Nef verantwortlich. Der YB-Verteidiger setzte einen Kopfball unmittelbar vor der Pause aber knapp neben den Pfosten. Von Thun war in den ersten 45 Minuten offensiv praktisch nichts zu sehen. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern.

Glarners Ausgleich weckt YB

Thun kam wie verwandelt aus der Kabine und sorgte unter der Regie des starken Oscar Scarione plötzlich für Betrieb vor dem YB-Tor. In der 59. Minute hätte der Argentinier für den Ausgleich sorgen müssen, vergab aber alleine vor YB-Keeper Wölfli. 4 Minuten später stand es dann doch 1:1. Stefan Glarner traf nach schöner Vorarbeit von Benjamin Lüthi, der sich auf der rechten Seite durchsetzte und den Ball in den Rücken der YB-Abwehr spielte.

Costanzos zweiter Treffer

YB wurde mit dem Thuner Ausgleich für seine Passivität nach der Pause bestraft, verstand das Gegentor aber durchaus als Weckruf. Die Stadtberner wurden sofort wieder aktiver und suchten die erneute Führung. Mit Erfolg: Zwar scheiterte Mayuka in der 76. Minute aus 2 Metern (!) am glänzend reagierenden Thuner Keeper David da Costa. Gegen Costanzos Nachschuss war Da Costa dann aber machtlos.

Passivität bestraft

Dass es für YB trotzdem nicht zu 3 Punkte reichte, haben sich die Stadtberner selbst zuzuschreiben. Nach der erneuten Führung zeigten sich die Young Boys wieder lethargisch und wurden dafür ein zweites Mal bestraft: Nick Proschwitz traf in der Schlussphase nach einem Durcheinander im YB-Strafraum zum insgesamt verdienten Ausgleich.

Während YB es mit dem Remis verpasste, in der Tabelle am Kantonsrivalen vorbeizuziehen, machte Thun seinem Namen aus Unentschieden-Spezialist alle Ehre: Das 2:2 im Stade de Suisse war bereits das 7. Remis im 10. Spiel für die Berner Oberländer.

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 11:07 
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Wie siehts mit der Trainerfrage aus? Ist die Luft langsam draussen oder kann Petkovic aus der Mannschaft ein Siegerteam formen?


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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 11:46 
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Patriot hat geschrieben:
Wie siehts mit der Trainerfrage aus? Ist die Luft langsam draussen oder kann Petkovic aus der Mannschaft ein Siegerteam formen?

Ich denke er hatte schon mehr Energie und einen grösseren Willen.. :-/


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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 14:22 
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Patriot hat geschrieben:
Wie siehts mit der Trainerfrage aus? Ist die Luft langsam draussen oder kann Petkovic aus der Mannschaft ein Siegerteam formen?


es liegt nicht am trainer! die spieler sollen endlich mal den finger aus dem arsch nehmen und auf dem platz leidenschaft zeigen!


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2010, 15:12 
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Meisterschaft, YB - Thun 2:2 (1:0)

Das Berner Derby endet mit einem 2:2-Unentschieden. Trotz zweimaliger Führung reichte es für YB gegen den FC Thun nicht zum Sieg. Costanzo schoss YB zweimal in Front (29./76.), Glarner (63.) und Proschwitz (88.) trafen für die Thuner.

YB versuchte gegen das sehr defensiv ausgerichtete Thun sofort das Spiel zu machen. Die vielbeinige Thuner Hintermannschaft liess vorerst kaum Chancen zu. Nach einer Viertelstunde lag der Führungstreffer aber in der Luft. Degens Direktabnahme flog nur knapp über das Tor (16.).

Die Überlegenheit der Young Boys wurde nach einer halben Stunde belohnt. Mayuka legte an der Strafraumgrenze den Ball für Costanzo auf, dieser hämmerte den Ball mit einem präzisen Schuss ins Tor - 1:0 für YB (29.). Zwei Minuten später verhinderte Thuns Goalie Da Costa nach einem Schuss von Degen den zweiten YB-Treffer (31.). Kurz vor der Pause verfehlte ein Kopfball von Nef das Tor nur knapp (45.). Die Gäste waren in der ersten Halbzeit nur zweimal in Tornähe anzutreffen. Die Distanzschüsse von Lüthi und Proschwitz blieben ohne zählbares Ergebnis (18./44.).

Nach dem Seitenwechsel verpasste Mayuka nach einem feinen Zuspiel von Bienvenu den zweiten YB-Treffer. Da Costa hielt den Abschluss des YB-Stürmers (50.). Die Thuner agierten nach der Einwechslung von Glarner nun offensiver, so dass es nun auf beiden Seiten Torchancen zu sehen gab. Scarione verpasste den Ausgleich, Sekunden später war es auf der anderen Seite wieder Mayuka, der kein Glück hatte (59./60.).

Nach einem Angriff über die rechte Thuner Seite gelang Glarner der Ausgleichstreffer. Die wenigen Offensivbemühungen des Gastes wurden sofort belohnt (63.). Das Heimteam versuchte zu reagieren und das Heft wieder in die Hand zu nehmen. Und tatsächlich gelang Costanzo eine Viertelstunde vor Schluss der erneute Führungstreffer. Da Costa hatte einen Abschluss von Mayuka sensationell abgewehrt, gegen den klugen Nachschuss von Costanzo war aber kein Kraut mehr gewachsen (76.).

Für den Sieg reichte es leider dennoch nicht. In den letzten Minuten verstärkte Thun den Druck und wieder gelang der Ausgleich. Proschwitz profitierte von einem Abpraller und bewerkstelligte mit den Tor zum 2:2 den Endstand (88.) Für YB endete das Berner Derby mit einer Enttäuschung. Thun betrieb weit weniger Aufwand und konnte trotzdem mit einem Punkt nach Hause reisen.

Stadion: Stade de Suisse
Zuschauer: 23646
Schiedsrichter: Grossen

Tore:
29. Costanzo (Rechtsschuss; Mayuka) 1:0.
63. Glarner 1:1.
76. Costanzo (Rechtsschuss; Mayuka) 2:1.
88. Proschwitz 2:2

Auswechslungen:
51. Glarner für Demiri.
64. Raimondi für Bienvenu.
70. M. Schneuwly für Degen.
79. Rama für Lüthi.
81. C. Schneuwly für Costanzo.
87. Morello für Schindelholz.

Ersatz:
YB: Bukosvski, Sutter, De Pierro, Regazzoni.
Thun: Stulz, Andrist, Reinmann, Wittwer.

Bemerkungen:
YB ohne T. Doubaï (gesperrt), Dudar, Lingani und Bürki (alle verletzt).

Verwarnungen:
39. Degen (Foul), 56. Schindelholz (Foul), 72. Schneider (Foul).


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