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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 13. September 2010, 13:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 13.09.2010 Wie lange Dudar ausfällt, ist unklarDie Verletzungen von Emiliano Dudar entsprechen den Vermutungen vom YB-Teamarzt: Der Abwehrpatron brach sich beim Spiel gegen Basel das Nasenbein und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Emiliano Dudar befindet sich nach seinem Unfall im Spiel YB – Basel vom Sonntag laut einer Mitteilung der Young Boys auf dem Weg der Besserung. Eingehende Untersuchungen im Inselspital zeigten, dass sich der Argentinier eine schwere Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Wie lange Dudar ausfallen wird, ist offen. Im Verlauf vom Montag wird Dudar aus dem künstlichen Koma langsam wieder rausgeholt. Die Aufweckphase wird eingeleitet. Sein Zustand ist stabil. Künstliches Koma als SelbstschutzCuno Wetzel, Teamarzt der Young Boys, erklärte auf Anfrage, wieso Dudar ins künstliche Koma versetzt wurde. «Der künstliche Tiefschlaf ist in erster Linie ein Schutzmechanismus», sagt Wetzel. «Durch die Ruhigstellung der Körpermechanismen können Krampfanfälle und daraus resultierende Zusatzverletzungen vermieden werden.» Emiliano Dudar litt nach dem Zusammenprall an Zuckungen und wurde deshalb in den künstlichen Tiefschlaf geleitet. Nebst der Funktion als Schutzmechanismus dient das Koma auch der angenehmeren Diagnostik. Zunge nicht verschlucktCuno Wetzel bestätigte indes, dass sich Dudar nicht wie zunächst berichtet, die Zunge verschluckt hatte. «Diese Fehlinformation entstand wahrscheinlich durch Andeutungen der besorgten Teamkollegen auf dem Spielfeld, da Dudar stark aus dem Mund blutete», vermutet Wetzel. Die Blutungen seien aber lediglich auf Bagatellverletzungen im Mundbereich zurückzuführen gewesen. Grosse Anteilnahme am DramaDer Schock nach den schrecklichen Bildern am Sonntag im Stade de Suisse liess Rivalitäten zwischen den landesweiten Fangruppen für einmal vergessen machen. Auf dem Facebookprofil mit dem Titel «Wir wünschen Emiliano Dudar gute Besserung» meldeten sich unter anderem Anhänger vom FC Thun oder dem FC St. Gallen. In einer Medienmitteilung bedankt sich der Klub für die grosse Anteilnahme. Wer Emiliano Dudar persönliche Genesungswünsche schicken möchte, kann dies tun. Die Adresse ist auf Facebook ersichtlich. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Wie-lange-Dudar-ausfaellt-ist-unklar/story/12883786
_________________ For Ever
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Gonzo
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Verfasst: Montag 13. September 2010, 16:32 |
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Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
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Ein richtiger Pechvogel, kaum hat er die Verletzung am Sprunggelenk auskuriert, trifft es ihn wieder. Diesmal wird der Ausfall wohl länger dauern. Schwere Gehirnerschütterung + Nasenbeinbruch, das gibt sicher 2 Monate. Es wäre schön wenn wir ihn dieses Jahr noch auf dem Platz sehen würden.
Que te mejores pronto, Emiliano!
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chato
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Verfasst: Montag 13. September 2010, 17:46 |
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Registriert: Samstag 6. August 2005, 11:17 Beiträge: 367
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gute besserung emiliano ariel dudar. ich bin überzeugt du wirst diese verletzung gut überstehen. 
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shalako
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Verfasst: Dienstag 14. September 2010, 09:24 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 14.09.2010 Dudar hat Glück im UnglückYB-Spieler Emiliano Dudar hat sich gegen Basel zwar eine Hirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zugezogen, jedoch keine Schädelverletzungen. YB-Arzt Cuno Wetzel sagt, ein Helm hätte Dudar am Sonntag nicht geschützt. Emiliano Dudar befindet sich auf dem Weg der Besserung. Die Untersuchungen im Berner Inselspital ergaben, dass sich der YB-Verteidiger zwar eine schwere Hirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Weitere Schädelverletzungen oder gar ein Hirntrauma können die Ärzte jedoch ausschliessen. Dudar war am Sonntag, im Spiel gegen Basel, mit dem Gesicht auf den Hinterkopf von Teamkollege François Affolter geprallt und hatte daraufhin das Bewusstsein verloren. Um eine optimale Behandlung zu gewährleisten, versetzten die Ärzte den 29-Jährigen wenig später ins künstliche Koma. Der Zustand des Argentiniers war gestern stabil, und die Aufwachphase wurde eingeleitet. «Sobald er vollständig aufgewacht ist, gehen die Untersuchungen weiter», sagt Cuno Wetzel, einer der YB-Teamärzte. Dabei gehe es darum, Schäden im Nervensystem auszuschliessen. Wie lange es dauert, bis sich der Abwehrspieler von seiner Verletzung erholt hat, und wann er auf den Platz zurückkehrt, kann Wetzel nicht exakt sagen. «Das kommt zunächst darauf an, wie stark seine Kopfschmerzen sind. Es wird aber sicher mehrere Wochen dauern, bis er sich erholt hat.» Kaum Fussballer mit HelmKopf- und Gesichtsverletzungen sind im Fussball keine Seltenheit. Thun-Verteidiger Timm Klose verschwand am Samstag, nach dem 1:3 gegen Zürich, mit einer geschwollenen Wange in der Kabine. Der deutsche Nationalspieler Per Mertesacker wurde im EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan vor einer Woche von einem Ellenbogen im Gesicht getroffen und zog sich einen Bruch der Augenhöhle zu. «Fussball ist eine Kontaktsportart», sagt Wetzel, «schwere Kopfverletzungen, wie jene von Dudar, kommen aber glücklicherweise nicht sehr oft vor.» Einzelne Spieler treffen trotzdem Vorsichtsmassnahmen. Der Finne Hannu Tihinen etwa spielte bis zu seinem Karrierenende im Sommer mit einem gepolsterten Stirnband. Der langjährige FCZ-Captain entschloss sich für das Tragen des Kopfschutzes, nachdem er mehrere Hirnerschütterungen erlitten hatte. Chelsea-Goalie Petr Cech betritt das Feld seit 2006 nicht mehr ohne einen Rugbyhelm auf dem Kopf. Grund ist ein Schädelbruch, den der Weltklassekeeper in einem Premier-League-Match erlitt. Inter Mailands Verteidiger Christian Chivu gab im März dieses Jahres, rund drei Monate nach einem Schädelbruch, sein Comeback. Auch er trägt jetzt einen Helm. Die meisten Fussballer lehnen das Tragen eines Kopfschutzes aber ab. Er sei unangenehm und störe bei Kopfbällen, lauten die Begründungen. YB-Arzt Wetzel sagt: «Bei Schlägen seitlich auf den Kopf kann ein Helm schützen. Dudar hätte er jedoch nichts genützt. Ihn hat es ja im Gesicht getroffen.» Lüthi: «Ein Berufsrisiko»Auch Thun-Verteidiger Benjamin Lüthi kann sich nicht vorstellen, mit einem Helm Fussball zu spielen. «Auf dem Bau passieren auch Unfälle. Kopfverletzungen sind ein Berufsrisiko, mit dem wir Fussballer leben müssen», sagt er. Der 21-Jährige weiss, wovon er spricht. 2006 stiess er heftig mit einem Gegenspieler zusammen. Anders als Dudar verlor er das Bewusstsein nicht. «Ich lag am Boden, und alles um mich herum schien stillzustehen. Da war nur noch der Schmerz in meinem Kopf», sagt Lüthi. Im Spital wurde ein Blutgerinnsel im Gehirn diagnostiziert. Drei Monate durfte er keinen Sport treiben. Nach seiner Rückkehr musste er feststellen, dass ihn der Unfall weiter zurückgeworfen hatte als angenommen. «Ich musste den Vorfall zuerst verarbeiten.» Unterdessen beschäftigt er ihn nicht mehr. Vor Kopfballduellen mache er sich keine Gedanken. Für Dudar werde es wichtig sein, sagt Lüthi, dass er auf dem Weg zurück auch psychologisch betreut werde. «Bei YB sind die Voraussetzungen dafür sicher gegeben.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Dudar-hat-Glueck-im-Unglueck/story/22257423
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Bierflasche
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Verfasst: Dienstag 14. September 2010, 13:24 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Dudar nicht mehr auf der Intensivstation
YB-Verteidiger Emiliano Dudar hat im Inselspital die Intensivstation verlassen können. Die Aufweckphase nach dem künstlichen Tiefschlaf verlief ohne Komplikationen, Dudars Zustand ist stabil. Den Umständen entsprechend geht es ihm gut. Er braucht nun vor allem viel Ruhe, um sich erholen zu können.
Der BSC Young Boys bedankt sich herzlich für die vielen Genesungswünsche, die für Emiliano Dudar eingetroffen sind.
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 11:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Blck, 15.09.2010 «Mein Sohn ist mir heilig»Wer eigentlich ist dieser Argentinier? Kultautor Pedro Lenz über den YB-Abwehrchef. Es gibt Leute, die allein durch ihre Präsenz, durch die Art, wie sie dastehen, Autorität ausstrahlen. Zu diesen Leuten gehört Dudar. Dabei hat sein Auftreten nichts Arrogantes. Sein Händedruck ist beiläufig, seine Stimme sanft wie die eines Tangosängers und sein Blick hat melancholische Züge. Was ist es denn, was Dudar auf und neben dem Platz von anderen, weniger autoritären Kollegen unterscheidet? «Autorität hat mit der Position in der Mannschaft zu tun. Diese Position wiederum hängt vom Alter ab, von der Erfahrung und von der Fähigkeit, die Mitspieler zu führen. Aber ich bin nicht allein der Chef, wir sind viele Chefs. Auch Wölfli ist ein Chef, er hat sich diese Rolle erarbeitet. Oder Spycher. Das ist ein Typ, der lange im Ausland war, der an einer WM gespielt hat, der intelligent ist und fast alle Sprachen beherrscht. Der war von Anfang an ein Chef. Chef kannst du nicht werden wollen, du bist es oder du bist es nicht.» Dudar hat in Argentinien und Brasilien bei Spitzenklubs gespielt, aber sein Ziel war Europa. Dafür nahm er auch in Kauf, ein paar Schritte zurückzugehen. Er, der es gewohnt war, vor riesengrossen Zuschauermassen auf-zulaufen, landete in Chiasso und spielte plötzlich vor 1500 Leuten in der Challenge League. Es lief ihm gut im Südtessin, so dass er bald nach Bellinzona geholt wurde. Auch da fiel er positiv auf. Der Wechsel zu den Young Boys war ein logischer Karriereschritt. Anfangs lebte er im Hotel Bern. Dann ging es darum, eine Wohnung zu suchen. Die meisten Fussballer suchen sich ein Haus im Grünen, Dudar nicht, er hatte sich in den Wochen im Hotel Bern in die Altstadt verliebt. Jetzt lebt er mit seiner Frau Lorena und dem dreijährigen Sohn Santino mitten in der Sandsteinkulisse. Auf die Frage, was ihm heilig sei, beginnt er sofort von seinem Sohn zu erzählen. Der Bub liebe es, Eisenbahn zu fahren. Deswegen seien sie oft zusammen mit dem Zug unterwegs. Seine Freizeit verbringe er am liebsten mit seiner Familie. Im Wylerbad, wo er den ganzen Sommer über anzutreffen war, auf dem Gurten oder unterwegs in der Bahn. Für Dudar gibt es nichts Schöneres, als seinen Sohn glücklich zu sehen. «Wenn Santino vor Freude strahlt, dann ist alles gut.» «Welche Spielertypen gefallen dir?» – «Mir gefallen die Künstler, Diego oder Messi, das sind wunderbare Spieler, Genies.» – «Siehst du dich auch als Künstler?» – «Nein. Ich bin ein Arbeiter, ein richtiger Arbeiter. Ich habe ein hohes Arbeitsethos, das habe ich von meinem Vater mitbekommen. Aber: Ich wäre gerne ein Künstler.» Am meisten vermisst er in Bern den Asado, die argentinische Art des Grillens. Natürlich könne er hier gutes Rindfleisch essen, aber das sei nie vergleichbar. Doch ums Fleisch gehe es ihm nur am Rande. Bei einem Asado sei vor allem das Zusammensein wichtig. Familie und Freunde stünden stundenlang ums Feuer, unterhielten sich und warteten darauf, dass das Fleisch gut gebraten sei. «Hast du Heimweh?» – «Nein. Heimweh hat man nur, wenn man die Bräuche und die Mentalität des neuen Ortes nicht akzeptiert. Fremd fühlen sich diejenigen, die sich fremd fühlen wollen. Ich fühle mich privilegiert, bin dankbar, wirklich, ich bin ein Privilegierter!» http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/mein-sohn-ist-mir-heilig-156550
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 20. September 2010, 11:49 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Sonntagblick, 19.09.2010
Zweimal gute YB-News aus dem Spital
Christoph Spycher ist Daddy. Die Reha von Emiliano Dudar verläuft programmgemäss. Aus dem Spital gibts nur gute YB-News.
Auf Babyalarm und Standby programmiert, um im Bedarfsfall sofort nach Bern zu fahren – so war Spycher in Stuttgart. Er wusste: Seine Partnerin Barbara konnte das Baby täglich kriegen. Termin war ausgerechnet der Matchtag – Donnerstag. Direkt nach dem Spiel jettete Wuschu mit dem Physio zurück nach Bern. Soweit wars dann am Freitag um 21 Uhr – 50 cm, 3500 Gramm. Claudio Matteo heisst der zweite Spycher junior nach Dominic (2). Wir gratulieren!
Zu Dudar. Nach wie vor sollen ihn seine Teamkollegen nicht besuchen, zu gross ist der Ruhebedarf. Nur die engsten Verwandten dürfen ins Zimmer. Selbst Telefonieren und Lesen belasten Dudars Gehirn zu stark. Vom Fernsehen ganz zu schweigen. So erfuhr «Emi» die Resultate aus Stuttgart und Spiez von seiner Frau Lorena. Sie ist auch die Gralshüterin seines Handys.
YB-Doc Cuno Wetzel zur Entwicklung: «Zuständig ist das Inselspital, nicht wir Klub-Ärzte. Deshalb kenne ich auch nicht alle Details. Was ich allgemein sagen kann: Jegliche Reizüberflutung muss vermieden werden, weshalb das Spitalzimmer in der Regel abgedunkelt wird. Die einzige Tätigkeit neben Essen ist eine angepasste Physiotherapie. Wann Emiliano nach Hause kann, wird von Tag zu Tag beurteilt.»
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 20. September 2010, 11:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ am Sonntag, 19.09.2010
Langer Weg mit vielen Kurven
Der Unfall vor einer Woche hat den YB-Spieler Dudar weitherum bekannt gemacht. Von Peter B. Birrer Birrer P. (bir)
Den 12. September 2010 werden Emiliano Ariel Dudar und seine Angehörigen nicht so bald vergessen. Im Meisterschaftsspiel gegen den FC Basel bleibt der YB-Verteidiger nach einem Zusammenstoss mit seinem Mitspieler François Affolter in der 37. Minute regungslos auf dem Plastic im Stade de Suisse liegen. Die beiden waren so heftig mit ihren Köpfen zusammengeprallt, dass Dudar das Bewusstsein verlor. Es brachen ungewohnte und ungewisse Minuten an: Das Fussballspiel wurde länger unterbrochen und erst wieder aufgenommen, als feststand, dass das Leben Dudars nicht in Gefahr war. YB - Basel endete 2:2. Aber das interessierte hinterher kaum jemanden.
Der Patient wurde noch im Stadion als Vorsichtsmassnahme in den künstlichen Tiefschlaf versetzt und auf die Intensivstation des Berner Inselspitals überführt. Schon bald entwarnten die Ärzte. Ihre Diagnose: Nasenbeinbruch, schwere Gehirnerschütterung. Am 13. September verliess der Patient die Intensivstation. Er bleibt aber im Spital, braucht viel Ruhe zur Erholung, es beginnt der Weg zurück in der Alltag – und irgendwann wohl auch wieder zurück auf den Fussballplatz.
Mit einem Schlag wurde der 29-jährige argentinisch-italienische Doppelbürger weitherum bekannt. In den Zeitungen war das Bild des Zusammenstosses zigfach zu sehen, Medienvertreter krochen sogar vor dem Inselspital herum. Der Unfall Dudars bewegte, bei YB gingen ungezählte Zeichen der Anteilnahme ein. Der Fussball wurde aus seinem Alltag gerissen, wenigstens bis zum nächsten Spiel, das YB ohne Dudar in Stuttgart 0:3 verlor.
Die Geschichte des Fussballers Emiliano Ariel Dudar ist keine gewöhnliche Geschichte. «Im Fussball gibt es Strassen, die gerade sind, und es gibt Strassen, die Kurven haben», sagt der Trainer Marco Schällibaum. Dieser begleitete den Verteidiger 2009 ein halbes Jahr lang in der Kurve, die AC Bellinzona hiess. Die Zeit war gut und der Erfolg da, «Emiliano war ganz einfach schnell reif für den nächsten Schritt», sagt Schällibaum. Die nächste Kurve führte den Spieler nach Bern zu YB. Eine Klausel im Vertrag ermöglichte den schnellen Abgang, der für Bellinzona allerdings fast nichts abwarf.
Nicht mit Sternen übersät
In Bern wurde Dudar als «neuer Abwehrchef» präsentiert. Als vor der Saison 2009/10 die Neuen vorgestellt wurden, musste Dudar als Erster vor die Medien hinstehen. Es war ihm sichtlich unwohl, aber mit einem unsicheren Lächeln und der stattlichen Grösse von 1,91 Metern bestand er auch diesen Test. Abwehrchef? Seine Vita als Fussballer ist nicht mit Sternen übersät. Er war in den südamerikanischen Spitzenklubs Vélez Sársfield, Independiente (Buenos Aires, 1999–2004) und Vasco da Gama (Rio de Janeiro, 2005– 2007) unter Vertrag, stand aber nur in früheren Jahren in Buenos Aires regelmässig im Einsatz. Und sonst? Relativ wenig Spiele, zweitoberste Klasse in Argentinien, Chiasso in der Challenge League, Bellinzona. Das reichte bereits für die Etikette «Abwehrchef».
Der im Tessin beheimatete und verbandelte YB-Trainer Vladimir Petkovic stellte den Kontakt her. Auch Raimondo Ponte soll Empfehlungen abgegeben haben, und so stand der Südländer eines Tages mit seinem Berater, einem argentinischen Anwalt, in Bern vor dem Portal des Stade de Suisse. YB versuchte, die Defensive zu stabilisieren, nachdem die 46 Gegentore in der Saison 2008/09 zu viel gewesen waren. Das gelang zwar optisch, aber nicht rechnerisch. Die Bilanz 2009/10: Ein trotz grossem Vorsprung verspielter Meistertitel, 47 Gegentore. Die Reise des grossgewachsenen «Spätzünders» (Zitat Schällibaum) bleibt auch in Bern kurvenreich.
Es bleiben Bilder haften, wie Dudar im Spiel der letzten Saison in Aarau einen Gegner trat, des Feldes verwiesen und gesperrt wurde. Als der Sünder damals den Rasen verliess, würdigte ihn Petkovic keines Blickes. Als YB am vorletzten Spieltag in Luzern 1:5 unterging, verzichtete Petkovic auf Dudar, weil eine Verwarnung gegen diesen eine Spielsperre in der Finalissima gegen Basel bedeutet hätte. In ebendieser Finalissima ist wie im endlosen Replay in Erinnerung, wie Dudar zigmal planlos weite Bälle irgendwohin nach vorne schlug, was zum Inbegriff der YB-Paralyse wurde. Heuer verpasste er wegen einer Sprunggelenkverletzung die wichtigen Qualifikationsspiele zur Champions League gegen Tottenham. Und jetzt folgt die lange Pause wegen des Unfalls am letzten Sonntag.
Wie im Prospekt
Der Argentinier wird von vielen als «ruhig» und «anständig», als «zuvorkommend» und als «beliebt» beschrieben. Er sei ein Familienmensch und habe eine «gute Kinderstube» gehabt. Er wohnt mit seiner Familie nicht in einem Haus irgendwo im Grünen, sondern mitten in der Berner Altstadt. Seine Statur bringt ihm nicht nur auf dem Fussballplatz Präsenz. Er ist auch unübersehbar, wenn er mit seiner blonden, langhaarigen Frau an den Ständen des Bärner Märit auftaucht – so gross er ist, so gut aussehend und elegant gekleidet sie sind. Wie im Prospekt.
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shalako
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Verfasst: Montag 20. September 2010, 11:55 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Blick, 20.09.2010
Bei Dudar ists weiter dunkel
Die YBKollegen dürfen immer noch nicht ans Spitalbett von Emiliano Dudar. Besteht da etwa Grund zu Besorgnis? YB-Boss Ilja Kaenzig wehrt ab: «Nein, das bedeutet keine Verschlechterung. Emiliano braucht bloss absolute Ruhe. Das Inselspital will auf Nummer sicher gehen.» Die behandelnden Spitalärzte verordneten ihm: Verdunkelung des Zimmers, nur Besuche engster Verwandter, nichts lesen, keine Musik, kein TV.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 22. September 2010, 10:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Der Bund, 22.09.2010 Dudar weiterhin im SpielMit dem Spiel der 9. Runde in St. Gallen beschliessen die Young Boys heute das erste Viertel der Saison. Die Berner reisen mit guten Erinnerungen in die Ostschweiz, konnten sie doch in der vergangenen Spielzeit beide Partien in der AFG-Arena für sich entscheiden (3:2 und 2:1). Bei YB fehlen heute Hochstrasser (krank), Bürki (Rückenprobleme) sowie die beiden Verteidiger Lingani und Dudar (schwere Hirnerschütterung). Der Argentinier befindet sich auch zehn Tage nach seinem Zusammenstoss mit Affolter immer noch im Inselspital. Seitens von YB hat bisher nur Regazzoni kurz bei seinem besten Freund vorbeigeschaut. Er bestätigte, was YB-Pressesprecher Albert Staudenmann auf Anfrage gesagt hatte: Dudar gehe es den Umständen entsprechend gut. Wann er das Spital verlassen könne, sei unklar. http://www.derbund.ch/bern/YB-Regazzonis-Appell-/story/15972875
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