Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 118 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Freitag 20. April 2007, 09:09 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung; 20.04.2007

In einem Jahr mit Naturrasen

Bern und Salzburg werden in ihren Stadien erst kurz vor der EM Naturrasen verlegen. Die Uefa ist zu Kompromissen bereit.

Bern und Salzburg, zwei von acht Austragungsorten der Fussball-EM 2008, haben eine breit angelegte Partnerschaft bis nach dem Turnier im übernächsten Sommer vereinbart. Sie werden an der EM je drei Gruppenspiele ausrichten. Seit geraumer Zeit halten sie die Uefa auf Trab, weil sowohl in Bern als auch in Salzburg im Alltag auf Kunstrasen gespielt wird, der Europäische Fussballverband an der EM aber nur Partien auf Naturrasen zulässt. Laut Martin Kallen, bei der Uefa für die Euro 2008 zuständig, müssten die künstlichen Unterlagen gemäss Vertrag bereits im Sommer 2007 durch natürliches Gras ersetzt werden. Bern und Salzburg wollen aber noch länger auf Kunstrasen spielen.

Die Uefa zeigt sich gegenüber den Stadionbetreibern kompromissbereit. Kallen sagt auf Anfrage, man befinde sich im Dialog. Das Ziel sei für alle Beteiligten klar: «Wir wollen die EM auf Naturrasen in bestem Zustand durchführen. Ansonsten würden wir in ganz Europa zu einer Lachnummer.»

Die Stade-de-Suisse-Betreiber rechnen damit, dass ihre Anliegen berücksichtigt werden. Im Stadion trainieren drei YB-Teams (Profis, U21 und U18), zudem sind auf dem Rasen Grossanlässe ausserhalb des Sports geplant. Der Berner Plan sieht vor, den Umbau auf Naturrasen erst zwischen dem 25.März und 25.April 2008 vorzunehmen. Die Young Boys haben bereits das Einverständnis der Swiss Football League erhalten, wonach sie die vier in dieser Zeitspanne vorgesehenen Heimspiele vorziehen bzw. nachholen könnten.

Testläufe geplant

In Bern und Salzburg wird in den nächsten Monaten der Aufbau von Naturrasen über dem Kunstrasen getestet. Auch die Uefa-Experten gehen davon aus, dass der Vorgang funktioniert. «Ich bin sicher, dass es kein Problem sein wird, den Zeitplan einzuhalten», sagt Stefan Niedermaier vom Stade de Suisse. «Es liegt im Interesse aller, dass an der EM auf einwandfreien Terrains gespielt wird. Auch wir wollen kein Risiko eingehen.»

Albert Staudenmann

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Freitag 14. September 2007, 10:17 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung; 14.09.2007

Thema


Fussball auf Kunstrasen

Meinungen sind geteilt

Noch immer löst das Thema «Kunstrasen» grosse Emotionen aus. So Auch an einer Tagung gestern in Magglingen.

Fussball auf Kunstrasen. Zwei Super-League-Klubs (YB und Xamax) spielen bereits darauf. An der Tagung «Kunststoffrasen – das Spielfeld der Zukunft?» wurde in Magglingen, angeregt vom Bundesamt für Sport (Baspo) diskutiert, ob Fussballspiele in Zukunft mehrheitlich auf Kunstrasen ausgetragen werden. Die Gründe, die gegen die Grünfläche aus Plastik ins Feld geführt werden, sind vielfältig. Traditionalisten ist Kunstrasen verhasst, weil sie am Ende des Spiels verdreckte Fussballer sehen wollen. Sparsamen sind die Kosten v0n 0,9 bis 1,3 Millionen Franken, die ein Kunstrasenfeld verschlingt, zu hoch. Wieder andere verweisen auf eine angeblich erhöhte Verletzungsgefahr oder zweifeln an der Umweltverträglichkeit des Produktes.

Ein zurückhaltender Gegner des Kunstrasens ist Hans Graber. «Nur unter grossen Vorbehalten kann man bei Kunststoffrasen vom Spielfeld der Zukunft sprechen», sagte der Basler Landschaftsarchitekt, der den GC-Campus in Niederhasli mitgestaltet hat. Zwar seien Kunstrasenplätze heute im Fussballbetrieb unverzichtbar, um die nötigen Trainingseinheiten während langen Schlechtwetterperioden sicherzustellen, «generell sollten künstliche Spielfelder aber nur eine Alternative zu gewöhnlichen darstellen», sagte Graber und erhielt Zustimmung von Dominique Boyer, der beim Weltfussballverband (Fifa) an einem Qualitätskonzept für Kunstrasen arbeitet. Die Fifa sei der Überzeugung, Naturrasen solle nicht von Kunstrasen verdrängt werden, sagte Boyer.

Anders sieht das Stefan Niedermaier. Der CEO des Stade de Suisse Wankdorf zog ein Jahr, nachdem in Bern ein Kunstrasen verlegt wurde, eine positive Bilanz: «Dank des Kunstrasens können wir das Stadion für Konzerte oder Firmenfeiern zur Verfügung stellen. Als privates Unternehmen sind wir auf solche Anlässe angewiesen.» Bereits nach einem Jahr habe sich die Investition in den Kunstrasen ausbezahlt. «Dank dem Kunstrasen wird mehr Fussball gespielt als bei Naturrasen möglich wäre», sagte der Stadionmanager.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2007, 10:36 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Bieler Tagblatt, 23.10.2007

Gras und Granulat liefern sich einen Zweikampf

«Ihr müsst Gras essen», sagen Fussballtrainer, wenn sie ihre Spieler kämpfen sehen wollen. Die FC-Biel-Spieler müssen wohl mit Granulat vorlieb nehmen. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.

Die Bieler Bevölkerung wird am 9. Dezember über die «Stades de Bienne - die neuen Bieler Sportstadien» an der Urne befinden. Falls das Projekt angenommen wird, stellt sich in den nächsten Jahren auch die Frage, über welche Spielunterlage das Fussballstadion verfügen wird. Für die meisten Fussballfans und Spieler sind Kunstrasen ein rotes Tuch. Nicht selten wird vom Verrat an der schönsten Nebensache der Welt gesprochen. Obwohl die technische Entwicklung des Kunstrasens immer besser wird, die Beschaffenheit eines Naturrasens wird er nie erreichen. Im Schweizer Spitzenfussball haben die Berner Young Boys diesbezüglich eine Pionierrolle. Der Rasen im Stade de Suisse ist eine mit Granulat und Quarzsand gefüllte Grasfaser und wird in einer Gummischicht gehalten. Für die EM 2008 wird allerdings wieder auf Naturrasen gespielt. Als zweites Stadion in der Super League zog die neue Maladière mit Kunstrasen nach. Das nächste Fussballstadion, das in der Schweiz eröffnet wird (St. Gallen), verfügt über natürliches Gras als Spielunterlage.

Biel beobachtet Entwicklung

Der Vorteil der Gummiunterlage ist die Wetterresistenz. Es kann das ganze Jahr hindurch und an einem Tag sogar mehrmals gespielt werden. Gerade im Winter sind die Naturrasen oft in einem schlechten Zustand. «Wenn das Bieler Fussballstadion morgen gebaut würde», so Jean-Pierre von Kaenel, Vorsteher des Sportamtes der Stadt Biel, «würde ein Kunstrasen verlegt.» Die Entwicklung gehe zurzeit in diese Richtung. Mit Bern und Neuenburg hätten auch die neusten Fussballstadien der Schweiz die künstliche Unterlage gewählt. Von Kaenel ist sich bewusst, «dass viele Fussballer lieber auf Naturrasen spielen.» Dank dem Kunstrasen könnten allerdings viel mehr Partien auf einem Feld ausgetragen werden und er sei überzeugt, dass sich die Beschaffenheit dieser Unterlage in Zukunft laufend verbessern würde. «Wir werden den Markt genau beobachten und dann einen definitiven Entscheid fällen. Falls sich das Blatt wendet und die Vereine wieder auf Naturrasen setzen würden, müssten wir natürlich über die Bücher gehen.» Einen Kunstrasen zu verlegen, um nebst dem Fussball auch Konzerte zu veranstalten, sei kein Argument mehr. «Ein Naturrasen könne heutzutage gut abgedeckt werden, um grössere Schäden zu verhindern», so von Kaenel. Wenn das neue Fussballstadion innerhalb der «Stades de Bienne» gebaut würde, wären rund um die Arena im Bözingenmoos insgesamt elf Plätze für den Fussballbetrieb vorhanden. Fünf davon hätten einen Kunstrasenbelag (einer dieser Plätze verfügt schon heute über eine künstliche Unterlage).

Die Vereine haben die Wahl

Claudius Schäfer, Leiter der Abteilung Rechtsdienste und Lizenzerteilung bei der Swiss Football League (SFL), erklärt, dass die Vereine auch in Zukunft die Spielunterlage frei wählen können. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass reglementarisch einmal etwas geändert wird.» Dass nicht alle Vereine gleicher Meinung wären, zeige das Beispiel FC St. Gallen. «In den jüngsten Stadien in Bern und Neuenburg wurden Kunstrasen verlegt. Die nächste Stadioneröffnung in der Ostschweiz wird allerdings auf einem Naturrasen stattfinden.» Arturo Albanese, Sportchef des FC Biel, spricht sich auch im neuen Stadion für einen Naturrasen aus. «Spiele auf Kunstrasen sind wie eine andere Disziplin innerhalb des Fussballs. Der Fussball lebt doch auch von der Unberechenbarkeit. Genau dieser Überraschungsmoment entfalle auf dem Granulatbelag. Ich bin sicher, dass die meisten Fussballer keine Anhänger des Kunstrasens sind.» Der Grenchner Marco Wölfli, Torhüter bei den Berner Young Boys, gibt sich auf die Frage, welcher nun der bessere Belag sei, diplomatisch. «Es ist für einen Verein sicher kein einfacher Entscheid, zwischen Gras und Granulat zu wählen.» Am Anfang sei es schon eine Umstellung gewesen, aber inzwischen habe er sich daran gewöhnt. «Die Bälle kommen schneller geflogen und für einen Goalie ist es bestimmt nicht einfacher geworden.»

Sven Christ ist klar dagegen

Negativ über den Kunstrasen äusserst sich der Bieler Profifussballer Sven Christ (FC Aarau). «Es ist ein ganz anderer Fussball, wenn man auf Kunstrasen spielt. Zudem habe ich sowohl nach den Partien in Bern und in Neuenburg Schmerzen in den Gelenken gehabt. Selbst Spieler von Xamax hatten dieselben Probleme.» Für den Abwehrspieler sei die Wahl der Spielunterlage auch eine Frage der Gesundheit. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Spieler in seiner Karriere auf Kunstrasen gleich lange spielen kann wie einer auf Naturrasen.» Gemäss Christ seien Kunstrasen nicht zwingend notwendig. «In England und in Deutschland hat die Pflege und der Unterhalt der Naturrasen einen ganz anderen Stellenwert als bei uns.» Statt einen Kunstrasen zu fordern, sollte man an eine Rasenheizung denken. «Dann wären auch im Winter die Spiele unproblematischer.» Für Christ ist klar: «Es lässt sich kaum ein Fussballspieler finden, der sich für einen Kunstrasen entscheidet.»

Patric Schindler

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Kunstrasen im Wankdorf
 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Januar 2010, 11:23 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
NZZ, 03.01.2010

Das Kreuz mit dem Kunstrasen

Die Schweizer Liga als einsame Trendsetterin

Ob Zufall oder nicht, ob Angst vor dem Echo oder nicht – auf jeden Fall wählte der FC Luzern den perfekten Zeitpunkt für die unbequeme Mitteilung. Er setzt ab 2011 im neuen Stadion auf Kunstrasen und ist nach YB und Xamax schon der dritte Schweizer Klub, der dies tut – das entspricht fast einem Drittel der Liga. Das Geschenk legte der FCL seiner Gemeinde am 23. Dezember noch rasch unter den Weihnachtsbaum. Das Fest der Familie und der Versöhnung ebnete emotionale Eruptionen ein. Zuvor hatte der FCL schon die Lokalmedien schön auf seine Linie getrimmt.

Die Ökonomie überwog, obschon die Investition offenbar 1,5 Millionen Franken beträgt und der Naturrasen 700 000 Franken günstiger wäre. «Unsere Firma muss Ende Jahr schwarze Zahlen schreiben», begründet der FCL-CEO Thomas Schönberger. Die Argumente: Der Nachwuchs wünsche Kunstrasen, dazu «tiefere Unterhaltskosten», «Nutzungsintensität», «Klima». Schönberger sagt: «Wir sind nun einmal irgendwo in den Alpen.» So kann sich die Liga für einmal als Trendsetterin fühlen und gaukelt Normalität vor. Die Realität ist jedoch anders. In den Stadien der 1. und 2. Bundesliga sind Kunstrasen verboten und laut dem Liga-Sprecher Kay-Oliver Langendorff «überhaupt keine Diskussion». In Italien und Spanien wird so schnell in keiner Arena Plastic liegen. In England ist trotz rauem Klima allein der Gedanke daran untersagt.

Obschon die Ligue 1 den Kunstrasen seit 2008 auch in den Stadien erlaubt, setzt die Debatte nur zaghaft ein. «In den nächsten Jahren» sei denkbar, dass hier oder dort auf Plastic gewechselt werde, werweisst der Ligue-1-Sprecher Xavier Daniel. Aber aus Gründen der Chancengleichheit müsste zuvor jeder Verein ein solches Trainingsgelände zur Verfügung haben. Auch Frankreich scheut den Kunststoff, sonst würde schon lange irgendwo auf ihm gespielt, etwa in der Ligue 2. In Rennes, in dessen Stadion einige Rasenflächen nie Sonnenlicht sehen, dachten sie immerhin daran. Stade Rennes liess nochmals einen Naturrasen verlegen und setzt nun auf partielle künstliche Beleuchtung. Seither geht's dem Terrain «très, très bien», versichert der Rennes-Sprecher Jérôme Poupard. Plastic? Non, merci, nicht hier, nicht jetzt, nicht bei uns. «Trainer und Spieler sind nicht bereit dafür», sagt Poupard.

In anonymisierten Umfragen äussern sich Trainer und Fussballer gegen Kunstrasen – nicht als Trainings-, aber als dauerhafter Spielort. Die Argumente: Das Gefühl für den Fussball gehe verloren, Gelenke schmerzten mehr, es gebe keine Langzeitstudien; schlimm sei der ständige Wechsel zwischen Natur- und Kunstrasen. Trainer wie Ottmar Hitzfeld, Felix Magath und Christian Gross sprechen sich wie der Uefa-Präsident Michel Platini dagegen aus. Als Deutschland jüngst in der WM-Qualifikation im Luschniki-Stadion in Moskau gegen Russland auf Kunstrasen spielen musste, war medial alles zubereitet für das Zetermordio. Hätten die Deutschen verloren statt gewonnen, wäre das Donnergrollen ohrenbetäubend gewesen. Das Terrain kann auch als willkommene Ausrede dienen.

Manchmal ändern auch wundersam Meinungen. Als Rolf Fringer 2007 den FC St. Gallen trainierte und sich der Klub für Naturrasen entschied, freute sich der Trainer: «Der Entscheid zeigt, dass in St. Gallen der Fussball im Zentrum steht, dass man den Fussball noch liebt.» Nun sagt der Luzern-Trainer Fringer: «Ich kann mit dem Kunstrasen gut leben.» Er hätte «gern auf Naturrasen gespielt», insgesamt bringe der Kunstrasen aber «mehr Vorteile». Voten der YB-, Xamax- und Luzern-Angestellten sind so zu deuten: Beiss nicht die Hand, die dir das Futter reicht.

In kleinen Ligen wie in den Niederlanden und in Österreich liegt nur an je einem Ort Plastic, in Almelo und Salzburg. Dass die U-17-WM teilweise auf Kunststoff gespielt wurde, ist der Hinweis darauf, dass die jüngere Generation damit entspannter umgeht. «Heute wachsen die Kinder mit Kunstrasen auf», sagt Nico-Jan Hoogma, der Manager von Heracles Almelo. Aber noch ist die Zeit bei weitem nicht reif, der Konsens nicht da und das Material offenbar verbesserungswürdig. Sonst hätte die WM 2010 teils Plastic-Terrains. Sonst wären mehr Arenen damit ausgestattet. Sonst wäre 2008 in Moskau für den Champions-League-Final und in Bern sowie Salzburg für wenige Euro-Partien nicht temporär auf Naturrasen gewechselt worden. Sonst wäre Bern für Länderspiele nicht weggefallen.

YB wechselt 2010 nach vier Jahren vorzeitig auf die neuste Generation Kunstrasen. Der Grund? «Die intensive Nutzung», sagt der CEO Stefan Niedermaier, «zudem wollen wir das beste Material bieten.» YB will die Angriffsfläche verkleinern. Den Bernern muss Niedermaier nicht mehr Plastic unter den Weihnachtsbaum legen. Er impft ihnen nur immer wieder ein, wie toll der einsame Entscheid 2006 doch gewesen sei. Immerhin. Vorteile scheint YB zu Hause zu haben. Dem widersprechen allerdings Zahlen in den Niederlanden: Almelo hat derzeit mehr Auswärts- als Heimpunkte.


20 Millionen Kunstfasern

Nicht alles ist Natur

Der Kunstrasen ist teurer als der Naturrasen, aber intensiver nutzbar und im Unterhalt günstiger. In Arenen, die mit ihren hohen Rampen sowohl Wind wie Licht abhalten, werden beschädigte Rasenteppiche für zirka 250 000 Franken kurzerhand ausgewechselt. Zudem werden sie zum Teil mit Ventilatoren belüftet und künstlich beleuchtet. In den grossen Ligen sind solche Ausgaben ein Klacks. In der 2008 eröffneten St. Galler Arena musste der Naturrasen noch nicht ausgewechselt werden. Derzeit sei er in «sehr gutem Zustand», versichern die Verantwortlichen. Das Nonplusultra ist der Teppich des Arsenal-Stadions in London. Darauf setzen auch Liverpool, Tottenham, Feyenoord und Anderlecht. Dort wurden dem Rasen computergesteuert 20 Millionen Kunstfasern eingepflanzt – das sind 3 Prozent. Den Rest erledigen Lampen und Ventilatoren. (bir.)

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/das_kreuz_mit_dem_kunstrasen_1.4421280.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Kunstrasen im Wankdorf
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. Mai 2010, 15:20 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Blick, 26.05.2010

YB schiebt Verlierer-Rasen nach Moldawien ab

Die Bilanz von vier Jahren Kunstrasen in Bern: drei Vize-Meister-Titel, zwei verlorene Cup-Finals für YB. Nun hat der Rasen ausgedient.

Der Verlierer-Rasen im Stade de Suisse Wankdorf hat ausgedient. Im Verlauf der letzten Woche wurde das künstliche Grün aus dem Stadion herausgerissen. Schon nach vier Jahren – normalerweise rechnet man mit einer Nutzungszeit von fünf bis acht Jahren.

«Der Rasen wurde bei uns sehr intensiv genutzt. Die U18, die U21 und die erste Mannschaft trainierten täglich darauf», erklärt Stadion-CEO Stefan Niedermaier. Dazu kämen die Konzerte. Und: «Wir haben den Anspruch, auf einem Top-Rasen zu spielen, den Spielern die neuste Technologie zu bieten.»

Der neue Rasen ist das Beste, was es gegenwärtig auf dem Markt gibt. Der alte wandert aber nicht auf den Müll, sondern wird von der Kunstrasen-Firma Polyton wieder aufbereitet.

«Der Rasen wird vom moldawischen Verband weiterverwendet», sagt Friedemann Söll von Polyton. Das sei kein aussergewöhnliches Vorgehen. «Der YB-Rasen ist mit einem guten Gebrauchtwagen zu vergleichen.»

Wo genau der Rasen nun zum Einsatz kommt, lässt der Verband offen. Bleibt für die Young Boys zu hoffen, dass mit dem neuen Rasen auch die Titel kommen.

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/yb-schiebt-rasen-nach-moldawien-ab-147590

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Kunstrasen im Wankdorf
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Juni 2010, 13:13 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Der Bund, 17.06.2010

Stade de Suisse: YB erhält neuen Kunstrasen

Die Berner Young Boys versuchen ihr Glück auf einem neuen Kunstrasen: Die Spielunterlage des deutschen Herstellers Polytan wurde am Donnerstag ausgerollt und wird nächste Woche mit Quarzsand und Gummigranulat verfüllt.

Der «Polytan Ligaturf RS&» zeichne sich unter anderem durch ein neuartiges Kühlsystem aus, wie Caspar Sgier vom Berner Gartenbau- Unternehmen Bächler & Güttinger vor den Medien sagte. Im Gummigranulat hat es ein UV-reflektierendes Segment, damit das Sonnenlicht nicht absorbiert, sondern eben reflektiert wird.

«Der Rasen wird sich dadurch weniger erwärmen», sagte Sgier. Die Bewässerung vor Trainings und Spielen sei aber weiterhin nötig, denn das mache die Unterlage schneller und führe zu weniger Reibung.

Eine zweite Neuerung ist die Rasenfaser, die nun doppelt so dick und rhombusförmig ist. Sie verhält sich laut Sgier natürlicher; der Rasen muss weniger oft aufgebürstet werden. Der Unterhalt werde also insgesamt einfacher.

Die neue Unterlage im Stade de Suisse besteht aus 26 Rollen; jede von ihnen ist 500 bis 700 Kilogramm schwer. Nächste Woche werden 50 Tonnen Quarzsand und 60 bis 70 Tonnen Gummigranulat eingestreut. Die technische Prüfung erfolgt Ende Monat, anschliessend wird der Rasen vorübergehend für das Pink-Konzert mit Schutzmatten abgedeckt.

Die neue Unterlage kostet die Stadionbetreiber zwischen 300'000 und 400'000 Franken, wie Sgier sagte. Der alte Rasen wurde vom Hersteller Polytan nach Moldawien transportiert und wird dort auf einem Sportplatz genutzt.

Wirtschaftliche Lösung

Der Kunstrasen ist unter Fussballern nicht unumstritten; unter anderem, weil sich der Ball anders verhält als auf Naturrasen. YB will aber an der künstlichen Unterlage festhalten, wie Sprecher Albert Staudenmann sagte. Das Stadion kann so problemlos auch für Konzerte und andere Massenveranstaltungen genutzt werden.

Einziger Wermutstropfen: Wegen des Kunstrasens muss das Stade de Suisse auf Länderspiele verzichten, denn der Fussballverband mag die «Nati» nicht auf dieser Unterlage antreten lassen. Staudenmann betonte, die Durchführung von Länderspielen wäre «immer interessant», doch konkrete Pläne gebe es zurzeit keine.

http://www.derbund.ch/bern/Stade-de-Suisse-YB-erhaelt-neuen-Kunstrasen/story/20529325

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Kunstrasen im Wankdorf
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. September 2010, 09:27 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 26. Juni 2004, 00:48
Beiträge: 566
Wohnort: Bern
apropos känzig interview im eurosoccer. ein naturrasen im wankdorf soll wieder ein thema sein!


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Kunstrasen im Wankdorf
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. September 2010, 17:09 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 23. August 2008, 18:26
Beiträge: 52
Wohnort: Burgdorf
Grizzly, du chasch eim schön hoffnige mache! :thumbup:

_________________
YB - äs läbe lang!
Fuck off Kunstrasen, dä stinkt nämlich!


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Kunstrasen im Wankdorf
 Beitrag Verfasst: Montag 13. September 2010, 14:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 13.09.2010

YB soll wieder auf Naturrasen spielen

Der neue YB-Chef Ilja Kaenzig plant offenbar die Abkehr vom ungeliebten Plastikuntergrund im Stade de Suisse.

Das Traktandum Rasen stehe oben in der Agenda, sagte Kaenzig zur «NZZ am Sonntag». Offenbar ist die Rentabilität des Kunstrasens weniger gut, als zunächst angenommen. Die Phase, in der Fifa-Präsident Sepp Blatter verkündete, die WM 2010 in Südafrika werde auf Kunstrasen ausgetragen, bezeichnete Kaenzig als «virtuelles Zeitalter.» Der erste Plastikteppich im Stade de Suisse war bereits im Mai ausrangiert worden. Dies nach nur vier Jahren Nutzungszeit – normalerweise soll die Unterlage fünf bis acht Jahre halten.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YB-soll-wieder-auf-Naturrasen-spielen/story/24274469?dossier_id=449

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Kunstrasen im Wankdorf
 Beitrag Verfasst: Samstag 2. Oktober 2010, 09:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 02.10.2010

Ewige Debatte Naturrasen vs. Kunstrasen

Bei YB beschäftigt man sich damit, einen Naturrasen im Stade de Suisse zu installieren. Entschieden ist aber noch nichts.

Oft hört man von gegnerischen Teams nach Niederlagen im Stade de Suisse gegen YB, es sei halt schon ungewohnt und ein Problem, auf Kunstrasen zu spielen. Ilja Kaenzig dreht die Sichtweise der Thematik um: «Für uns kann es auch ein Nachteil sein, die Auswärtsspiele auf Naturrasen auszutragen.» Der YB-CEO ist nicht grundsätzlich gegen einen künstlichen Untergrund, beschäftigt sich aber damit, im Stade de Suisse vielleicht wieder einen Naturrasen verlegen zu lassen. Nicht nur YB-Mitbesitzer Benno Oertig, der Chef Kaenzigs, ist einer der Befürworter eines baldigen Wechsels der Unterlage im Stade de Suisse. «Wir analysieren jetzt alles ganz genau und wägen die Vor- und Nachteile ab», sagt Ilja Kaenzig. Und er verrät: «Es besteht schon eine leichte Tendenz, bei uns bald wieder auf Naturrasen spielen zu lassen.» Auch Cupfinals und Schweizer Länderspiele wären so einfacher wieder nach Bern zu holen.

«Waffenläufer schicken»

Kaenzigs Vorgänger Stefan Niedermaier war ein grosser Anhänger des Kunstrasens, der in der multifunktionalen Arena mehr Anlässe und Konzerte erlaubt. «Wir schauen uns in Europa um», sagt Kaenzig, «und vielleicht entscheiden wir uns auch für eine Mischform. Die Entwicklung ist sehr weit vorangeschritten.» Der neue YB-Chef weiss, dass es auf Kunstrasen «technisch besseren Fussball zu sehen gibt». Und es laufe ihm schon jetzt kalt den Rücken herunter, wenn er an den in den letzten Monaten teilweise katastrophalen Zustand des Rasens in der Gersag-Arena in Emmenbrücke denke, wo YB morgen bei Luzern antritt. «Auf diesem tiefen, schlechten Terrain ist es eigentlich sehr schade, so starke Fussballer wie Hakan Yakin, Moreno Costanzo oder David Degen spielen zu lassen», sagt Ilja Kaenzig, ein Mann der klaren Worte. Und er fügt witzelnd an: «Da könnte man ja auch gleich Waffenläufer schicken.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Ewige-Debatte-Naturrasen-vs-Kunstrasen-/story/27452062

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 118 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de