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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 9. Februar 2010, 12:30 |
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Berner Zeitung, 09.02.2010 YB hat die Statistik auf seiner SeiteNach dem 0:4 in Basel hilft YB im Meisterrennen auch die Statistik. Gilles Yapis Verletzung ist nicht besonders gravierend. Als «Teilriss am Innenband des rechten Sprunggelenks» wurde gestern die Verletzung diagnostiziert, die den Einsatz von YB-Spielmacher Gilles Yapi am Sonntag in Basel verhindert hatte. Die Blessur hatte sich der Ivorer am Samstag im Abschlusstraining vor dem Spiel zugezogen. Ausgerechnet, war man versucht zu sagen. Yapi hatte zuvor im Brennpunkt gestanden, weil er möglicherweise ab nächster Saison beim FCB unter Vertrag steht. Der Ausgang der Partie ist bekannt. YB verlor 0:4, und vereinzelt wurde die Frage gestellt, wie gravierend Yapis Verletzung sei und ob YB im St.-Jakob-Park nicht ohnehin ohne den Mittelfeldspieler angetreten wäre. «Was über Yapi in den Zeitungen stand, hat uns nicht irritiert», betonte YB-Mittelfeldspieler Scott Sutter auch gestern noch einmal. «Tatsache war, dass wir in Basel ohne einen wichtigen Spieler antraten.» Sutter war der Ansicht, Yapi hätte nach dem 0:1 mit seiner Erfahrung womöglich das YB-Spiel wieder ordnen und damit eine so hohe Niederlage verhindern können. Seine Qualitäten kann Yapi eventuell bereits am Samstag wieder unter Beweis stellen. Sein Fussgelenk wird nicht operiert, er muss sich diese Woche im Training schonen und steht dann im Heimspiel gegen den Tabellendritten Luzern womöglich wieder zur Verfügung. Keine Neuigkeiten gab es aus Basel in Sachen Yapi: «Es sind Gespräche geführt worden, zu einer Verpflichtung ist es aber bis jetzt nicht gekommen», sagte FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler. Erholung im WestsideWährend Yapi im Spital untersucht wurde, erhielten seine Teamkollegen einen Tag nach dem 0:4 die Gelegenheit, die Beine – und wohl auch ein wenig die Seele – baumeln zu lassen. Die Mannschaft traf sich am Vormittag im Fitness- und Spabereich des Berner Westside-Centers zur aktiven Erholung. «Es ist die ideale Massnahme zur Regeneration. Es ist angenehmer als das Auslaufen auf dem Fussballplatz, und die Umgebung bietet Gelegenheit, sich abzulenken», sagte Sutter. «Schöner ist es aber, nach einem Sieg ins Westside zu fahren», fügte er an. Gestern sei die Stimmung ein wenig gedämpft gewesen, «auch weil wir wussten, dass Basel die Partie verdient gewonnen hatte». Die Young Boys hätten ein Spiel verloren, mehr nicht. «Enttäuschend sind vor allem das Resultat und die Tatsache, dass wir nicht wie gewohnt zu Torchancen kamen. Jetzt ist es einfach wichtig, nicht vom Weg abzukommen.» Unterstützung erhielt YB gestern von Seiten der Agentur Sportinformation. Sie verschickte gestern eine Statistik, wonach in den letzten fünf Jahren der spätere Meister zum Auftakt der Rückrunde nie gewonnen hatte. Vor einem Jahr kam der FC Zürich im Derby gegen die Grasshoppers nicht über ein 2:2 hinaus und musste danach zwei weitere Spiele auf den ersten Sieg warten. In der vorletzten Saison setzte sich Basel im Meisterrennen durch, obwohl er das erste Spiel nach der Winterpause 0:2 verloren hatte. Geg-ner damals waren die Young Boys. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YB-hat-die-Statistik-auf-seiner-Seite/story/27882220
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 18. Februar 2010, 15:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 18.02.2010 «Pfeiffersches Drüsenfieber kann YB den Titel kosten»Der renommierte Zürcher Sportarzt Heinz Bühlmann befürchtet, dass sich bei Leader YB nicht nur Nationalspieler David Degen mit dem heimtückischen Virus des Pfeifferschen Drüsenfiebers angesteckt hat. «Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass sich noch weitere Spieler mit dem Virus infiziert haben», sagt Bühlmann gegenüber bazonline.ch/Newsnetz. David Degen bestätigt im «Blick», dass er sich schon in der vergangen Woche schlecht gefühlt habe. «Ich hatte immer wieder kalt und heiss», verrät der Zwillingsbruder von Liverpool-Spieler Philipp. Trotzdem hat sich der ehrgeizige Basler durchgebissen, weil er nach der empfindlichen 0:4-Niederlage gegen Basel der Mannschaft gegen Luzern unbedingt helfen wollte. «Nach dem Spiel gegen Luzern war mir dann hundeübel. Ich hatte überhaupt keine Kraft mehr», sagte der erschöpfte Degen. Nach einem Bluttest stellten die Ärzte die niederschmetternde Diagnose: Er leidet am Pfeifferschen Drüsenfieber. «Degen hätte sich sofort melden müssen»Degen hatte sich also über Tage gequält, trainierte und spielte mit der Mannschaft, duschte und unterhielt sich mit seinen Teamkollegen. «Genau das ist jetzt das grosse Problem von YB», befürchtet Bühlmann. «Verursacher dieser Infektion ist das Epstein-Barr-Virus», sagt Bühlmann. «Dieses wird durch Husten und Niesen oder über den Speichel übertragen», klärt er auf. «Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist hochansteckend und schnell übertragbar», warnt Bühlmann. Deshalb macht sich der Vertrauens-Arzt von Martina Hingis grosse Sorgen um die Mannschaft von Vladimir Petkovic. «Sollten sich tatsächlich weitere Spieler angesteckt haben, kann das YB den Meistertitel kosten.» Bühlmann gibt zu Bedenken, dass Degen in seinem Fall einen falschen Ehrgeiz an den Tag gelegt habe. «Er hätte seine Probleme sofort der medizinischen Abteilung mitteilen müssen», so Bühlmann. Das gehöre zur Eigenverantwortung eines Profis. «Jetzt riskiert Degen sogar die WM zu verpassen»«Bei solchen Symptomen, wie sie Degen schon vor dem Spiel gegen Luzern hatte, denkt man im Übrigen viel zu wenig an die Möglichkeit des Pfeifferschen Drüsenfiebers», gibt Bühlmann zu bedenken. Der Mann, der einst auch über Jahre die Stadtrivalen GC und FCZ betreut hatte, macht damit indirekt auch der medizinischen Abteilung von YB einen Vorwurf. Degen, der sich zuletzt in Länderspielform präsentierte, war mit sechs Toren und drei Assists ein Leader im Team. «Ich hoffe, dass ich in zwei bis vier Wochen wieder spielen kann», sagt der Pechvogel. «Das ist der Wunschgedanke Degens», sagt Bühlmann. Das Pfeiffersche Drüsenfieber habe Tennis-Ass Roger Federer fast ein Jahr gekostet. Vermasselt diese heimtückische Krankheit YB den Titel und riskiert Degen sogar die WM in Südafrika zu verpassen? «Denkbar ist alles», sagt Bühlmann. http://bazonline.ch/bern/dossier/alles-zu-den-berner-young-boys/Pfeiffersches-Druesenfieber-kann-YB-den-Titel-kosten/story/31612280
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Grizzly
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Verfasst: Donnerstag 18. Februar 2010, 17:32 |
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Registriert: Samstag 26. Juni 2004, 00:48 Beiträge: 566 Wohnort: Bern
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Zitat: Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass sich noch weitere Spieler mit dem Virus infiziert haben» weiss er 's oder was? ich frage mich, wieso gibt die bz einem renommierten züricher arzt diese medienpräsenz. 
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Februar 2010, 12:25 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 23.02.2010 Petkovic und die klare AnsageIm spannenden Meisterduell mit dem FC Basel konzentriert sich YB-Trainer Vladimir Petkovic nur auf das eigene Team. Der Titelkampf hat sich längst auch zu einem Psychospielchen zwischen YB und dem FC Basel entwickelt, und das letzte Wochenende könnte sich als wegweisend herausstellen – sollten die Young Boys endlich und erstmals seit 1986 Meister werden. Auch am Montag betonte Vladimir Petkovic den Wert des 2:1-Erfolges in St.Gallen: «Uns haben viele Stammspieler gefehlt, und wir waren unter Druck. Dieser Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen.» Der YB-Trainer erklärte, dass ihn der Spielplan «ein wenig störe». Man habe sein Team zu Beginn der Rückrunde vor besonders schwierige Aufgaben gestellt, mit den Partien beim Zweiten Basel, gegen den Dritten Luzern und zuletzt in St.Gallen. Freis Ausfall als FaktorNach den zwei 2:1-Siegen gegen Luzern und in St.Gallen ist YB zumindest punktemässig wieder in Fahrt, «und im Fussball geht es darum, Punkte zu holen», sagte Petkovic. Die Zeit der spielerischen YB-Leichtigkeit liegt einige Monate zurück, doch auch Arbeitssiege sind entscheidend auf dem Weg zur angestrebten Meisterschaft. Und die Aussichten haben sich für die Young Boys durch die Verletzung Alex Freis bestimmt nicht verschlechtert. Der wichtigste Einzelspieler des FC Basel fällt möglicherweise sogar bis Ende Saison aus, denn er hat einen doppelten Armbruch erlitten. Die Basler überlegen sich nun offenbar, denn bei Xamax in Ungnade gefallenen Argentinier Julio Hernan Rossi, vor Jahren ein Publikumsliebling beim FCB, zu verpflichten. «Kein Kommentar», sagte Petkovic gestern zum für den Konkurrenten sehr bitteren Ausfall Alex Freis. Dass aus Basler Kreisen zuletzt immer mal wieder verbale Giftpfeile Richtung Bern abgegeben wurden, hat der Trainer zwar registriert. Aber er sagt: «Ich bin in den letzten Jahren sehr gut damit gefahren, mich nur auf mein Team zu konzentrieren. Es bringt mir absolut nichts, mich über den FCB zu äussern.» Viel lieber spricht er über «die gute Moral» seines Teams und «den tollen Teamgeist». Und er freut sich über das gelungene Debüt Mauro Lustrinellis bei YB. «Man hat bereits im ersten Spiel gesehen, wie wertvoll er für uns als erfahrener Stürmer sein kann», sagte Petkovic, der hofft, dass die Personalsorgen nicht weiter zunehmen. Der neue Verteidiger Hassan Lingani jedenfalls erlitt in St.Gallen eine Adduktorenzerrung und dürfte vorerst ausfallen. Keine Halbheiten geduldetWie Basel mit Alex Frei besitzen auch die Young Boys mit Seydou Doumbia einen Akteur, den sie über mehrere Wochen kaum ersetzen können. Petkovic geht davon aus, dass der Torschützenkönig wie sein Landsmann Gilles Yapi nach Magen-Darm-Problemen am Samstag im Heimspiel gegen Meister Zürich wieder dabei sein wird. Wie es seine Art ist, mag der Coach den Stellenwert des Ivorers aber nicht überbewerten: «Jeder Spieler bei uns ist wichtig.» Und weil er im Titelrennen mit Basel keine Halbheiten duldet, antwortet Petkovic auch sehr dezidiert auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, dass Doumbia und Yapi möglicherweise mit ihren Gedanken nicht mehr vollständig in Bern seien, sondern bereits an die fetten Verträge ab Sommer in Moskau (Doumbia) und Basel (Yapi) denken könnten: «Nein, dieses Gefühl habe ich überhaupt nicht. Sollte aber ein Spieler nicht vollen Einsatz zeigen, landet er sofort auf der Tribüne.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Petkovic-und-die-klare-Ansage/story/30337413
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springtime87
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Verfasst: Dienstag 23. Februar 2010, 15:28 |
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Registriert: Donnerstag 14. Mai 2009, 14:48 Beiträge: 317
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Dä Petkovic gfaut mr mit sine Ussagä! =) Erschtens mau, ds är sech nid uf das Spiu vo de Medie iilaht, wo unbedingt d'Atmosphäre zum FCB wiiter wei ufheize. Im Gägäsatz zum Fink, wo viu übr YB gredt het. Das nennt me e guete Trainercharakter!
Und ou dser klar seit, ds Yapi und Doumbia sofort uf dr Tribühni lande, we si meine si chönne scheiss mache!
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 25. Februar 2010, 09:52 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Der Bund, 25.02.2010 Kann denn YB Sünde sein?Frühlingsgefühle: Die Young Boys werben mit der prickelndsten aller menschlichen Regungen für ihre Saisonkarte. Die vergangenen Tage haben uns erstmals eine süsse Vorahnung auf den Frühling beschert. Unser lokaler Fussballverein unterstützt die meteorologischen Vorboten noch mit einer liebevollen Werbekampagne in Tram und Bus: mit auf die Fenster geklebten Affichen, die glückliche Menschen abbilden und an die aufkeimenden Frühlingsgefühle appellieren: «Ich YB Dich» steht da. Oder: «YB geht durch den Magen.» Damit wird nicht nur die zarteste Saite unserer Seele angeschlagen, sondern auch unsere poetische Potenz herausgefordert, denn die Affichen animieren zum Weiterdichten. So könnten wir uns einen Spruch für Anhänger des deutschen Liedgutes vorstellen: «Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere YB nicht.» Mit Tiger Woods würde man zerknirscht fragen: «Kann denn YB Sünde sein?» Den Hooligans hingegen sei dies zur Nachahmung empfohlen: «YB statt Hiebe.» Hartgesottene Anhänger sollten jedenfalls mit George Bernhard Shaw dieses bedenken: «YB ist die einzige Sklaverei, die als Vergnügen empfunden wird.» Anhänger der Gelb-Schwarzen findet man an ungeahnten Orten, z. B. in Indien. Dort meinte Mahatma Gandhi: «YB ist die stärkste Macht der Welt»; er bestätigte damit den römischen Dichter Publius Vergilius Maro (Vergil), der schon im ersten Jahrhundert vor Christus, also in den Gründerzeiten unseres Lieblingsklubs, gedichtet hatte: «YB besiegt alles.» (Mindestens der Meistertitel sollte damit möglich sein – der Sieg im Cup stünde nächste Saison an.) Ernüchternd hingegen die Feststellung in einem Romantitel von Johannes Mario Simmel: «YB ist nur ein Wort.» Die Liebes-Affichen dienen einem prosaischen Zweck: Sie sollen dazu animieren, Saisonkarten zu kaufen. Trotzdem hoffen wir, dass eines nicht eintreten möge: «YB macht blind.» In diesem Fall würde die Liebe zu YB nämlich irgendwie sinnlos. (akv) http://www.derbund.ch/bern/Kann-denn-YB--Suende-sein/story/14931446
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shalako
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Verfasst: Dienstag 9. März 2010, 11:36 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 09.03.2010 Der Druck und die Gelb-GefahrJa, will denn keiner Meister werden? Nach den Niederlagen von YB und Basel am Wochenende stehen die Young Boys vor interessanten Runden. Um die günstige Ausgangslage zu nutzen, ist aber eine deutliche Steigerung nötig. Leader YB, Verfolger Basel und der Dritte Luzern verloren am Wochenende – und das ist die beste Nachricht für die Young Boys, die meisterliche Sicherheit gerade vermissen lassen. Und bereits hört man wieder Stimmen, der Verein verpasse auch in dieser Saison einen Titel. Es gibt ja den wunderbaren Ausdruck «veryoungboysen» für die bemerkenswerte YB-Effizienz, entscheidende Partien mit Finalcharakter zu verlieren. Noch immer aber beträgt der Vorsprung auf den FCB vier Punkte. Und nun stehen die Basler in den nächsten Runden vor sehr heiklen Aufgaben in Luzern und St.Gallen, während YB zwei Heimspiele (gegen Sion und GC) austragen darf, ehe die vier Duelle gegen die Abstiegskandidaten Bellinzona und Aarau anstehen. In der Rückrunde harzt esAber erheblich besser spielen, das müssen die Berner schon wieder, das weiss auch Alain Baumann. «Wir werden uns steigern», sagt der YB-Sportchef, «auch wenn wir punktemässig in der Rückrunde noch einigermassen zufrieden sein dürfen.» Überzeugt haben die Young Boys nach der Winterpause aber nie restlos: Nach der 0:4-Niederlage in Basel setzte sich YB knapp und glückhaft 2:1 gegen Luzern durch, ehe die Berner bei den 2:1-Siegen in St.Gallen und Zürich auch gewannen, weil sie von Schiedsrichterfehlern profitierten. Alain Baumann aber widerspricht der Einschätzung, das Team habe in der Rückrunde noch keine starke Leistung gezeigt: «In St.Gallen waren wir effizient. Und gegen Zürich mussten wir fast die gesamte Partie mit einem Spieler weniger auskommen. So gesehen war das toll, haben wir das Spiel noch gedreht.» Aber der harmlose, schwache Auftritt in Neuenburg am Sonntag sollte den Bernern Sorgen bereiten. «Natürlich war das nicht gut. Doch Xamax hat auch gut verteidigt und sehr defensiv gespielt», sagt Baumann. Der Titelkampf ist längst auch zur Nervensache geworden, und einige der Gründe (Schiedsrichter, Kälte), die man von YB-Exponenten für die 0:1-Niederlage in Neuenburg vernahm, wirkten nicht besonders einfallsreich. Gerade bezüglich der Spielleiter durfte sich YB zuletzt ja nicht beklagen. Auch YB-Trainer Vladimir Petkovic äussert sich wie andere Fussballlehrer nach verlorenen Partien gerne eindeutig zweideutig über die Referees. Und beim FC Basel wurde nach dem 1:2 gegen GC ebenfalls heftig über den Referee gejammert. Es drohen bald SperrenSelbstverständlich gibt es gute Gründe für die fehlende spielerische Brillanz der in der Vorrunde teilweise magistralen Young Boys. Regisseur Gilles Yapi beispielsweise ist seit Bekanntwerden seines Wechsels zu Basel in der Hierarchie rapide gesunken. Und am Sonntag, als er mal wieder spielen durfte, war der Ivorer fehlerhaft wie selten. Landsmann Seydou Doumbia erhielt kaum brauchbare Zuspiele, aber Zürich und Xamax agierten auch extrem defensiv (und mit besonderem Wachdienst für den überragenden Doumbia). Zudem fehlen die Kampfkraft Marco Schneuwlys (Kreuzbandriss) und die Dynamik David Degens (Pfeiffer’sches Drüsenfieber), wobei man bei Degen auf ein baldiges Comeback hofft. Wie auch bei Scott Sutter, der in Neuenburg wegen einer Fussverletzung pausieren musste. Das breite – aber nicht unbedingt ausgeglichene – Kader dürfte YB in den nächsten Wochen benötigen. Mit Emiliano Dudar, Xavier Hochstrasser, Alberto Regazzoni (sieben gelbe Karten), Marco Wölfli, Gilles Yapi, Matar Coly und Marc Schneider (drei gelbe Karten) sind gleich sieben Akteure bei der nächsten Verwarnung gesperrt. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Der-Druck-und-die-GelbGefahr/story/24746105
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shalako
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Verfasst: Dienstag 16. März 2010, 10:18 |
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Der Bund, 16.03.2010 «Wenn Yapi seine Leistung bringt, spielt er»Young-Boys-Trainer Vladimir Petkovic beantwortet im «Bund»-Interview die Fragen zur Einstellung und den jüngsten Leistungen des Ivorers in den Reihen der Gelb-Schwarzen. Der Wechsel von Gilles Yapi zum FC Basel unmittelbar vor dem Rückrundenstart hat bei YB für etwelche Unruhe gesorgt, auch wenn es die Beteiligten in Abrede stellen. Der Zufall wollte es, dass sich Yapi einen Tag vor dem Match gegen den FCB am Knöchel verletzte. Als er wieder genesen war, fand er sich auf der Ersatzbank wieder. Nur einmal kehrte er in die Anfangsformation zurück: Das war beim missglückten Spiel in Xamax am vorletzten Sonntag. Der Ivorer, der noch vor kurzem als «heimlicher Chef der Mannschaft» bezeichnet wurde, wollte gestern zu seiner Zurückstufung zum Ergänzungsspieler nicht Stellung beziehen. Dafür stand sein Trainer Vladimir Petkovic Rede und Antwort. Herr Petkovic, in der Vorrunde, als YB unbeschwerten und schönen Fussball spielte, war Gilles Yapi die zentrale Figur Ihrer Mannschaft. Kaum hatte er beim FCB unterschrieben, setzten Sie ihm seinen Landsmann Thierry Doubai vor die Nase. Haben Sie kein Vertrauen mehr in Yapi? Das hat nichts mit Vertrauen zu tun, sondern mit Leistung. Wenn Yapi seine Leistung bringt, spielt er. Scott Sutter sagt, Yapi gehöre im Training immer noch zu den Besten (siehe «Bund» von gestern). Das ist seine Einschätzung. Letztlich sind es meine Eindrücke, die zählen. Nochmals: Bei mir gilt das Leistungsprinzip, nichts anderes. Gegen Xamax kehrte Yapi in die Stammformation zurück. Nach einer Stunde musste er seinen Platz bereits wieder räumen. Hat Sie seine Leistung enttäuscht? Das können Sie aufgrund meiner Reaktion annehmen. Kehrt er überhaupt noch einmal in die Mannschaft zurück? Wieso sollte er nicht. Ich behandle ihn genau gleich wie alle anderen. Wenn er sich während der Woche aufdrängt und zu den elf besten Akteuren gehört, kommt er am Wochenende zum Einsatz. Was ist, wenn sich Yapi und sein direkter Konkurrent Thierry Doubai auf Augenhöhe befinden? Wenn ein junger und ein älterer Spieler gleich stark sind, dann setze ich auf den jungen. Wieso das? Weil ich in die Zukunft schaue. Und die sieht bei uns so aus, dass Yapi den Verein verlässt und Doubai bleibt. http://www.derbund.ch/bern/Wenn-Yapi-seine-Leistung-bringt-spielt-er/story/21755270
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shalako
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Verfasst: Samstag 20. März 2010, 10:06 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 20.03.2010 Auf den Schultern eine StadtWie Vladimir Petkovic der Erwartung standhält, YB zum Meistertitel zu führen Benjamin Steffen, Bern ⋅ Auf einer grossen Mauer voll bunt bemalter Backsteine im Stade de Suisse steht klein unten links: «YB ist die einzige Möglichkeit». Ja, so schien's einmal im Meisterrennen. Zum Beispiel Ende Oktober 2009, als YB der Konkurrenz mit Offensivfussball weit entrückt und dem Zweiten neun Punkte voraus war. Knapp fünf Monate später ist die Dominanz entwichen und die Reserve auf vier Punkte zerflossen. Von sechs Partien 2010 gewann YB vier mit einem Tor Differenz und verlor zweimal. Bern sorgt sich; Bern sagt sich, auf diese Art rette sich YB nie und nimmer ins Ziel. Tempo, Teufel, ToreVladimir Petkovic sitzt im Büro unweit der Backsteinmauer und nimmt die Sorgen zur Kenntnis. Er ist der Trainer, er steht im Brennpunkt des Wandels. Petkovic sagt, seit seinem Amtsantritt habe YB nie zweimal in Folge verloren; in 55 Super-League-Partien gewann die Equipe im Schnitt 2,22 Punkte. Petkovic hat die Statistik auf seiner Seite. Aber derzeit nicht die Schönheit. Und vielleicht liegt darin die Crux. Petkovic verwöhnte die Berner so lange mit Tempo, Teufel, Toren, dass sie schon die Stirn runzeln, wenn YB nur knapp gewinnt. Petkovic ist nicht mehr der unbekannte Challenge-League-Coach aus Bellinzona, der YB von heute auf morgen ein 3:4:3-System implantiert hat. Anders als beim ersten Treffen im September 2008 lehnt er sich während seiner Antworten manchmal zurück im Bürostuhl – als sei er entspannter, weil nicht mehr bloss das Tessin weiss, was er kann. Nun sucht er einen Umgang mit dem Fussballgesetz, wonach nicht nur der Trainer des Schlusslichts Rechenschaft schuldet, sondern auch der Coach des Leaders, sobald Schwächen auftreten. Petkovic gibt zu: «Wir haben reale Probleme.» Im Vergleich zu 2009 fehlten zuletzt der in die Wüste verwehte Ghezal, der verletzte Marco Schneuwly, der erkrankte Degen; und Doumbia und Yapi schienen oft mental bereits in Moskau und Basel, obwohl sie erst ab Sommer dort spielen. Angesichts dessen sei positiv, dass YB viermal gesiegt habe, sagt Petkovic. «Kein Team der Welt kann ein Jahr lang konstant punkten und sensationell spielen.» Und er sagt: «Wenn jemand – ob Spieler oder Trainer – eine Weile nicht fähig ist, Fortschritte zu machen, ist das natürlich.» «Nicht alle so blind»Am Samstag erwartet YB mit dem Besuch von GC eine weitere Bewährungsprobe. Petkovic argumentiert so, dass nie der Eindruck entsteht, er gaukle die Gelassenheit vor – man kann noch so eindringlich fragen, ob er und YB nicht in einer wegweisenden Phase steckten, ob er und YB nicht einen Knick erlitten, wenn der einst grosse Vorsprung verspielt würde. Und man erzählt die Episode mit einem Agenten, der sich vor dem Cup-Final 2009 über die Fähigkeiten Petkovics erkundigte – und nach der YB-Niederlage sagte, nun sei der Coach fürs Ausland nicht mehr interessant, ohne Titel. Petkovic entgegnet: «Ich glaube nicht, dass alle Personen so blind sind. Viele Leute sehen auch ohne Titel, ob jemand Qualität hat.» Ob der 46-Jährige schlicht so reden, so denken muss, um den Druck zu ertragen? Denn auf seinen Schultern lastet eine Stadt, die den ersten Meistertitel seit 1986 will. Daher kommt möglicherweise auch, dass er an Pressekonferenzen manchmal rüd, anklagend, provokativ wirkt; dass er differenziertes Denken vermissen lässt, wenn er ohne Details den Vorwurf erhebt, der Schiedsrichter habe einen YB-Spieler provoziert. In solchen Momenten fragt man sich, wo das Fingerspitzengefühl des ausgebildeten Sozialarbeiters Petkovic bleibt – sosehr die Frage dem Klischee folgen mag, ein Sozialarbeiter sei per se ein Gutmensch. Doch im kleinen Kreis sagt Petkovic, der Fall mit dem Schiedsrichter gehe doch genau in diese Richtung; er habe nicht gesagt, YB habe wegen des Schiedsrichters verloren, «ich wollte auf das Verhalten eines Menschen hinweisen». Und übrigens: Wenn eine provokative Frage gestellt werde, antworte er auch provokativ. Integration und TitelSo entspinnen sich Dialoge, an deren Ende Petkovic sagen kann: «Es gefällt mir zu sehen, wie ich wahrgenommen werde.» Und der Titelkampf ist weit weg, wenn Petkovic sagt, es tue weh, werde ihm die falsche Nationalität zugeschrieben. Nein, er habe mit niemandem aus dem früheren Jugoslawien ein Problem, «ich habe 24 Jahre lang mit verschiedensten Leuten zusammengelebt. Aber in der Zeitung die richtige Nationalität zu schreiben, ist eine Frage des Respekts.» Petkovic wuchs in Sarajevo auf, kam 1987 in die Schweiz, ist schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Vielleicht bedeutet dem Menschen Petkovic gelungene Integration ebenso viel wie dem Trainer Petkovic ein gewonnener Titel. Weshalb das Interview zwischen Fussball-Floskeln («Nur das nächste Spiel zählt») und einem Fetzen Lebenslehre pendeln kann. Bis Petkovic sagt, ob das Gespräch nicht neben dem Trainingsplatz zu Ende geführt werden könne. Denn wenn er nicht pünktlich draussen sei, bekomme er eine Busse. Er steht auf, geht hinaus, vorbei am Backstein mit den Worten «YB ist die einzige Möglichkeit». Dieser Backstein hilft ein Stadion tragen. Doch auf den Schultern Petkovics lastet eine Stadt. http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/auf_den_schultern_eine_stadt_1.5254013.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 25. März 2010, 10:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Der Bund, 25.03.2010 YB-Spieler auf der SchulbankMit einem argentinischen und drei afrikanischen YB-Spielern im Deutschkurs: Im Unterricht mit den Ausländern der Young Boys geht es meist lustig zu und her. Stade de Suisse, Loge 11: Auf dem Tisch liegt ein Bogen Papier, auf dem der Grundriss eines Hauses gezeichnet ist. Nun soll diese Fläche möglichst sinnvoll eingeteilt werden. Das Architektenteam besteht aus: Hassan Lingani, 22-jähriger Ivorer, Verteidiger, Matar Coly, 25-jähriger Stürmer aus Dakar, Senegal, und Henri Bienvenu Ntsama, Angreifer aus Kamerun, 21 Jahre alt. Der Argentinier Emiliano Ariel Dudar und der Tunesier Issam Mardassi sind nicht gekommen. Auch sie wären eigentlich Teil dieser Gruppe, die ein- bis zweimal pro Woche mit Sara Imobersteg Deutsch lernt. Mit den Worten «Hassan ist der Architekt» gibt Matar Coly die Verantwortung postwendend an Lingani ab. Dieser ergreift einen Stift und beginnt zu zeichnen und zu beschriften. Einer riesigen Toilette folgt ein noch grösseres Badezimmer. «Wo sollen da die Kinder noch spielen?», fragt Coly, Vater zweier Kinder. Gut 20 Minuten nach Beginn der Lektion kommt Dudar doch noch. Er setzt sich, betrachtet die Szenerie ein paar Minuten, ehe er ein vernichtendes Urteil abgibt: «Diese drei Architekten sind ein Desaster, das ist hoffnungslos.» Er weist darauf hin, dass ihm ein Fenster auf dem WC sinnvoll erscheine. Der 28-jährige Argentinier ist nicht zu beneiden. Die Afrikaner unterhalten sich praktisch ausschliesslich auf Französisch - eine Sprache, die Dudar nicht beherrscht. Auch die Lehrerin ist aufgrund der noch geringen Deutschkenntnisse der Gruppe gezwungen, vieles auf Französisch zu erklären. Dudar sitzt daneben, hört zu und versucht zu verstehen - oder er schaut über seinen Rücken den Frauen zu, die auf dem Kunstrasen trainieren. Mit Imobersteg spricht Dudar rudimentäres Italienisch. Es sei nicht einfach, wird er nach dem Kurs sagen. Aber irgendwie verstehe man sich, wie auch auf dem Fussballplatz, immer. Matar Coly als Lehrer«Die Konstellation dieser Gruppe ist für Dudar nicht ideal», sagt auch Sara Imobersteg. Wie Coly besucht Dudar den Kurs seit vergangenem Sommer. Lingani und Bienvenu sind nach ihrer Ankunft in Bern im Februar zur Gruppe gestossen. Für sie als Lehrperson sei es eine Herausforderung, wenn Spieler, die noch überhaupt kein Deutsch sprechen, zu bestehenden Gruppen stiessen. Sonst unterscheide sich die Arbeit mit den Spielern nicht wesentlich von den sonstigen Kursen, die sie gebe. Klar vergässen sie manchmal, die Hausaufgaben zu machen, die Unterrichtsblätter blieben hin und wieder im Auto oder zu Hause liegen. An der Motivation fehle es allerdings nicht. «Ich habe nicht das Gefühl, dass sie den Kurs als lästige Pflicht betrachten.» In der Tat sind die vier meistens bei der Sache. Nur die Aufmerksamkeit von Lingani wird regelmässig vom Bildschirm seines Mobiltelefons in Anspruch genommen. «Hassan», sagt Imobersteg dann jeweils mahnend. «Ah, oh, sorry», erwidert Lingani immer wieder aufs Neue, scheinbar jedes Mal verdutzt, dass er etwas falsch gemacht haben soll - ganz zur Freude von Dudar und Coly. Überhaupt wird viel gelacht. Nachdem die Raumaufteilung vorgenommen wurde, sollen aus Zeitungen ausgeschnittene Objekte wie Betten, Stühle und Fernseher in den Räumlichkeiten verteilt werden. «Die Waschmaschine ist im Badezimmer», sagt Lingani korrekt. «Was macht ihr in welchem Zimmer?», fragt die Lehrerin darauf, um auch noch auf Verben zu sprechen zu kommen. «Schlafen», sagt Coly. Er ist bei der Konjugation von Verben der Vorreiter. Coly erklärt Lingani, dass er bei der Ich-Form eines Verbs das «n» nicht sagen solle. Es heisse «ich spreche», nicht «ich sprechen». «Sara, du kannst gehen», sagt Dudar lachend zu Imobersteg, «wir haben ja Matar.» Coly gibt auch Bienvenu immer wieder Tipps, und der bedankt sich jeweils mit einem freundlichen «merci, Kolleg». Die Hausaufgaben - so Gott willNach eineinhalb Stunden ist der Kurs zu Ende. Doch Bienvenu hat noch nicht genug: Er hat noch einen Satz im Kopf - einen, der alle bis dahin geäusserten in den Schatten stellen wird - einen mit vier Satzgliedern. «Ich schneide das Poulet in der Küche», sagt der junge Mann aus Kamerun praktisch akzentfrei. «Bravo», lobt Imobersteg, um dann noch zu mahnen: «Bitte, macht bis zum nächsten Mal eure Aufgaben.» - «Inschallah», sagt Bienvenu, «so Gott will». Sprachkurse in der Super LeagueBeim FCB lernt der Trainer Spanisch «Bei YB ist der Besuch eines Deutschkurses für alle Spieler, die nicht Deutsch sprechen, obligatorisch», sagt Pressesprecher Alberst Staudenmann. Momentan lernen bei YB zehn Spieler in zwei Gruppen Deutsch. In der Mannschaftskabine werde bei YB nur Deutsch gesprochen. «Die deutschsprachigen Spieler sind dafür verantwortlich, dass der Kollege, der neben ihnen sitzt, versteht, worum es geht. Das ist auch eine Verantwortungsschulung», sagt Staudenmann. In Einzelgesprächen kann Trainer Vladimir Petkovic auf umfassende Sprachkenntnisse zurückgreifen: Er spricht neben Serbokroatisch auch Deutsch, Italienisch, Spanisch, Französisch und Englisch. Der FC Zürich organisiert selbst keine Kurse, vermittelt jedoch Spieler, die kein Deutsch sprechen, an eine Partnerschule. Momentan besucht allerdings gemäss FCZ-Mediensprecher Giovanni Marti kein Spieler einen Kurs. Trainer Bernard Challandes spricht im Plenum Deutsch, in Einzelgesprächen auch Französisch und Englisch. Beim FC Basel finden wie bei YB ein- bis zweimal pro Woche Deutschkurse in einer Loge im Stadion statt. Derzeit nähmen etwa sechs Spieler an einem Kurs teil, sagt Pressesprecher Josef Zindel. Durch die Einstellung von Thorsten Fink als Cheftrainer ist das Beherrschen der deutschen Sprache beim FC Basel noch wichtiger geworden: Während Christian Gross in verschiedenen Sprachen kommunizierte, legt Fink Wert darauf, dass jeder Spieler Deutsch spricht. Fink, Pressesprecher Zindel und Torhüter Massimo Colomba besuchen überdies zusammen einen Spanischkurs. Stade de Suisse, Loge 11: Auf dem Tisch liegt ein Bogen Papier, auf dem der Grundriss eines Hauses gezeichnet ist. Nun soll diese Fläche möglichst sinnvoll eingeteilt werden. Das Architektenteam besteht aus: Hassan Lingani, 22-jähriger Ivorer, Verteidiger, Matar Coly, 25-jähriger Stürmer aus Dakar, Senegal, und Henri Bienvenu Ntsama, Angreifer aus Kamerun, 21 Jahre alt. Der Argentinier Emiliano Ariel Dudar und der Tunesier Issam Mardassi sind nicht gekommen. Auch sie wären eigentlich Teil dieser Gruppe, die ein- bis zweimal pro Woche mit Sara Imobersteg Deutsch lernt. Mit den Worten «Hassan ist der Architekt» gibt Matar Coly die Verantwortung postwendend an Lingani ab. Dieser ergreift einen Stift und beginnt zu zeichnen und zu beschriften. Einer riesigen Toilette folgt ein noch grösseres Badezimmer. «Wo sollen da die Kinder noch spielen?», fragt Coly, Vater zweier Kinder. Gut 20 Minuten nach Beginn der Lektion kommt Dudar doch noch. Er setzt sich, betrachtet die Szenerie ein paar Minuten, ehe er ein vernichtendes Urteil abgibt: «Diese drei Architekten sind ein Desaster, das ist hoffnungslos.» Er weist darauf hin, dass ihm ein Fenster auf dem WC sinnvoll erscheine. Der 28-jährige Argentinier ist nicht zu beneiden. Die Afrikaner unterhalten sich praktisch ausschliesslich auf Französisch - eine Sprache, die Dudar nicht beherrscht. Auch die Lehrerin ist aufgrund der noch geringen Deutschkenntnisse der Gruppe gezwungen, vieles auf Französisch zu erklären. Dudar sitzt daneben, hört zu und versucht zu verstehen - oder er schaut über seinen Rücken den Frauen zu, die auf dem Kunstrasen trainieren. Mit Imobersteg spricht Dudar rudimentäres Italienisch. Es sei nicht einfach, wird er nach dem Kurs sagen. Aber irgendwie verstehe http://www.derbund.ch/bern/dossier/alles-zu-den-berner-young-boys/YBSpieler-auf-der-Schulbank/story/16757787
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