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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Dezember 2009, 16:07 
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spox.com, 16.12.2009

Young Boy Seydou Doumbia im Portrait

Ganz Europa jagt einen jungen Ivorer aus der Schweiz: Seydou Doumbia kam aus der 2. japanischen Liga und mischt die Eidgenossen kräftig auf. SPOX stellt den 21-jährigen Torjäger vor, der in seiner Heimat bereits als Drogba-Nachfolger gilt und seine Freizeit mit Spazierengehen und Schlafen verbringt.

Der erste Angriff kam aus Monaco. Jose Cobos hatte im Frühjahr 2009 einen Tipp bekommen, seinen Spähern war in der beschaulichen Schweizer Superleague ein junger Ivorer aufgefallen.

Der könne doch einer sein für den AS Monaco. Also zögerte Manager Cobos nicht lange und setzte sich in den Flieger nach Bern. Zusammen mit einem Scout schaute sich Cobos ein Spiel der Young Boys an - und zückte danach flink das Scheckbuch.

Cobos, der eben erst seinen besten Offensivspieler Jeremy Menez an die Roma verloren hatte, hatte sich neu verliebt. In Dynamik, Präzision, Geschwindigkeit und Kaltschnäuzigkeit. In Seydou Doumbia.

Am liebsten hätte er den damals 20-Jährigen gleich mit ins Flugzeug zurück nach Monaco gepackt. Der YB, in Person von Sportdirektor Alain Baumann, wollte da jedoch irgendwie nicht so recht mitspielen.

Abfuhren für betuchte Interessenten

Ein halbes Jahr später landet im Prinzip jede Woche ein anderer Flieger in Bern, mit noch wichtigeren und finanziell potenteren Verhandlungspartnern, die mit der vagen Hoffnung auf einen Vorvertrag kommen und mit einer schnöden Abfuhr wieder nach Hause geschickt werden.

Seydou Doumbia ist derzeit einer der begehrtesten Spieler des Kontinents. Halb Europa ist hinter dem 21-Jährigen her. Überall dort, wo die Ligen viel Geld generieren, lechzen die Klubchefs und Trainer nach Doumbia.

In Italien: Inter Mailand und der AC Florenz. In England: Die Tottenham Hotspur, Liverpool und Chelsea. In Frankreich: Monaco und Olympique Marseille. In Russland: ZSKA Moskau. In Deutschland: Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, 1899 Hoffenheim und der VfB Stuttgart. Dem deutschen Fußball-Fan ist Doumbia spätestens seit dem Freundschaftsspiel des DFB-Teams gegen die Elfenbeinküste bekannt. Beim 2:2-Unentschieden gelang ihm das zwischenzeitliche 2:1.

Es ist eine stressige Zeit für Berns Sportdirektor Baumann, der sich in immer kürzeren Intervallen der großen Verlockungen aus dem finanzkräftigen Ausland erwehren muss. Aber bisher bleiben Baumann und die Young Boys standhaft.

Entdeckt in der 2. japanischen Liga

Denn irgendwie ist Doumbia auch Baumanns Ziehsohn. Entdeckt hat er das Juwel in der zweiten japanischen Liga. Bei Tokushima Vortis dümpelte Doumbia vor sich hin. Sein eigentlicher Klub Kashiwa Reysol hatte ihn für zu schwach befunden und ausgeliehen.

"Ich hatte einige gute, aber auch viele schlechte Zeiten in Japan", sagt Doumbia im Rückblick. Bern holte ihn im Sommer 2008 nach Europa. Ein Jahr später war Doumbia mit 20 Treffern Torschützenkönig und der Spieler der Saison in der Schweiz.

"YB bietet mir die Möglichkeit, mich zu verwirklichen. Die schlechten Erfahrungen von früher will ich nutzen, um aus ihnen zu lernen und mich weiter zu entwickeln", sagt er.

"Er ist ein unberechenbarer Spieler, der instinktiv seine Entscheidungen trifft", erklärt Baumann die Stärken seines Stürmers im Gespräch mit SPOX. "Mit dem Ball am Fuß ist er unheimlich schnell, weil er auch über die entsprechende Technik verfügt. Auf den ersten zehn Metern kommt seine enorme Antrittsschnelligkeit zum Tragen."

Bern mit Doumbia ganz oben

In dieser Saison steht er nach 16 Spielen bei 17 Treffern und ist damit der Garant für den Berner Höhenflug. Die Young Boys stehen nach dürren Jahren wieder ganz oben. Satte sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf Abonnements-Meister FC Basel.

Die Young Boys sind über die Kooperation mit den ASEC Mimosas auf Doumbia aufmerksam geworden. ASEC steht die Mimosifcom Academy unter, in der auch die beiden Toures und Didier Drogba ausgebildet wurden.

Es ist auch die Strategie der Berner, neben Doumbia noch drei seiner Landsleute im Kader zu haben. "Wir haben vier Spieler von der Elfenbeinküste, drei davon kommen vom selben Verein, von dem er kam. Die kennen sich seit der Jugend", erzählt Baumann. Die Integration ist damit ein Kinderspiel.

Doumbia ist schnell der Liebling im Stade de Suisse geworden, die Fans haben die Afrika-Hymne "Kumbaya my Lord" inzwischen auf "Doumbia my Lord" umgedichtet. Jetzt fürchten sie den Weggang ihres Heilsbringers.

"Das Interesse macht mich stolz"

"Das Interesse macht mich stolz. Es zeigt, dass meine Leis­tungen sogar im Ausland zur Kenntnis genommen werden. Aber ich versuche mich auf meine Aufgaben bei YB zu konzentrieren. Über alles andere will ich nicht zu viel nachdenken", sagt Doumbia. Noch.

Denn im Moment kann er auch in Bern die nötige Perspektive sehen: Die Champions League. "Was passieren wird, kommt auch darauf an, ob wir am Ende der Saison in die Champions League einziehen werden. Das ist wichtig für seine Entscheidung", macht sich Baumann nichts vor.

Trotzdem sieht er die nahe Zukunft Doumbias in Bern. "Taktisch muss er noch dazu lernen. Auch da ist er unberechenbar, was natürlich Vor- und Nachteil zugleich sein kann." Aber in der Schweiz und bei den Young Boys könne er noch in Ruhe reifen.

Definitiv kein Wechsel im Winter

Es sind verzweifelte Versuche, das zu vermeiden, was über kurz oder lang passieren wird. "Wenn ein Wechsel stattfinden sollte, dann sicher erst im Sommer, aber auch das ist noch nicht definitiv", sagt Baumann - und kapituliert quasi im selben Atemzug.

"Wenn es aber für ihn und für uns ein Riesenangebot geben wird, dann setzt man sich zusammen und dann kann es auch sein, dass er geht." Nur in einem ist er sich ganz sicher: "Im Winter lehnen wir einen Wechsel kategorisch ab!"

Mindestens noch diese eine Saison wollen sie an ihm ihre Freude haben. An seiner wöchentlich wechselnden Frisur oder den ulkigen Tänzchen, die er nach seinen Toren aufführt.

Hobbies: Spazierengehen und schlafen

In den Diskotheken der Stadt trifft man ihn nicht an. Viel lieber geht er mit Kumpel Thierry Doubai stundenlang spazieren. Oder er liegt faul im Bett. "Es stimmt, er schläft sehr viel. Er trainiert, isst und schläft dann", sagt Baumann.

Und dazwischen ist er ein Musterprofi. "Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn im Training rumgealbert wird. Wir sind Profis, und Profis müssen immer konzentriert sein, um ihre Ziele zu erreichen", sagt Doumbia, der seinen Beruf lebt wie nur wenige neben ihm.

"Meine Spielvorbereitung beginnt bereits bei mir zu Hause. Schon wenn ich in die Kabine komme, bin ich hochkonzentriert. Aber dann brauche ich zehn Minuten nur für mich. Ich brauche Ruhe."

Sein Entdecker Baumann bestätigt ihm einen "einwandfreien Charakter und Pünktlichkeit", trotzdem braust Doumbia auf dem Feld gern auch auf.

Sperre nach Stinkefinger

Im Oktober zeigte er einem Gegenspieler den Mittelfinger und wurde vom Verband für ein Spiel gesperrt. Nur ein paar Wochen später hatte er mehr Glück, dass eine angebliche Tätlichkeit im Pokalspiel bei Xamax Neuchatel nicht sanktioniert wurde.

"Eigentlich ist er ein ruhiger, zurückhaltender und fröhlicher Typ. Wir hatten noch nie Probleme mit ihm", so Baumann. Doumbia lernt seit seinem Wechsel in die Schweiz auch fleißig deutsch, anwenden will er es aber noch nicht.

Doumbia spricht mit langsamer, weicher Stimme und ein abgehacktes Französisch, das so gar nicht zum wuchtigen Gesamtbild passen will. "Meine Idole sind Didier Drogba und Eto'o Fils", sagt er mit glänzenden Augen und meint damit Sammy Eto'o.

Hattrick in 16 Minuten

In seiner Heimat gilt er schon als der neue Drogba. Vor ein paar Wochen übertrumpfte er sein Idol beim Ligaspiel in Bellizona, als er binnen 16 Minuten einen astreinen Hattrick erzielte.

Noch fast fünf Jahre ist er vertraglich an die Young Boys gebunden. Zuletzt galt in Deutschland der VfB Stuttgart als heißer Interessent. Dessen neuer Trainer Christian Gross kennt Doumbia schließlich bestens.

"Wir haben ihn mehrfach beobachtet, er ist ein sehr interessanter Mann", bestätigt VfB-Vorstand Horst Heldt. "Er hat aber einen Vertrag bis 2014 und soll acht bis zwölf Millionen Euro kosten. Und er wird überall gehandelt."

Seydou Doumbia in die Bundesliga? Seine ganz persönliche Sehnsucht sieht anders aus. "Seit ich ein Kind bin, träume ich von Chelsea", sagt er und seine Augen blitzen dabei schon wieder. "Mir gefallen aber auch Liverpool, ManUnited und Barcelona."

http://www.spox.com/de/sport/fussball/international/0912/Artikel/seydou-doumbia-portrait-personalie-young-boys-bern-elfenbeinkueste-alain-baumann.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Montag 28. Dezember 2009, 09:57 
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Berner Zeitung, 25.12.2009

Doumbia ist am Afrika-Cup unerwünscht

Der YB-Stürmer Seydou Doumbia spielt trotz seines Einsatzes gegen Deutschland nicht für die Elfenbeinküste.

Der Top-Torschütze der Axpo Super League fehlt im von Vahid Halilhodzic erlassenen Aufgebot der Elfenbeinküste, obwohl Doumbia im letzten Länderspiel beim 2:2 in Deutschland kurz nach seiner Einwechslung ein Tor erzielt hatte.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Doumbia-ist-am-AfrikaCup-unerwuenscht/story/24643273

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Montag 28. Dezember 2009, 13:37 
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Das spricht nicht gerade für einen WM-Einsatz Doumbias im Sommer -.-


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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Montag 4. Januar 2010, 13:34 
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YB und Doumbia: Vorvertrag mit ZSKA Moskau

Der nächste Karriereschritt wird YB-Stürmer Seydou Doumbia im kommenden Sommer nach Russland führen: YB und der russische Spitzenklub ZSKA Moskau haben mittels Vorvertrag vereinbart, dass der 22-jährige Nationalspieler der Elfenbeinküste die Schweiz nach dieser Saison verlassen und ab 1. Juli 2010 für den Uefa-Cup-Sieger von 2005 spielen wird.

ZSKA Moskau, in der Uefa-Champions-League für den Achtelfinal gegen den FC Sevilla qualifiziert, hat sich für die Zukunft sehr viel vorgenommen. Die Wertschätzung für Doumbia war in den letzten Wochen deutlich zu spüren: Der YB-Stürmer wird beim russischen Cupsieger einen Fünfjahresvertrag unterschreiben. Weitere Vertragsinhalte werden gemäss Abmachung der beiden Klubs nicht bekannt gegeben.

Der BSC Young Boys legt Wert auf die Feststellung, dass die Verhandlungen mit allen Beteiligten in fairer Weise über die Bühne gegangen sind. Er bedauert selbstverständlich den Abgang Doumbias im Sommer 2010, ist aber auch stolz, dass der Stürmer mit dem grossen Potenzial trotz zahlreicher Angebote bisher eineinhalb Jahre im YB-Dress zu sehen war und noch bis zur WM in Südafrika eine Attraktion der Liga sein wird. Die Art, wie sich der russische Traditionsverein um Doumbia bemüht hat, stärkt die Hoffnung, dass der Topskorer der Axpo-Super-League in Moskau ein Umfeld vorfinden wird, das er für seine weitere Entwicklung braucht. «Es ist mein grosses Ziel, meine tolle Zeit bei YB mit dem Titelgewinn zu beenden. Auf diese Weise möchte ich mich bei den Fans und beim Klub für die grossartige Unterstützung bedanken», sagt Doumbia, der im Sommer 2008 aus Japan kommend zu YB stiess, nach der letzten Spielzeit zum Axpo-Super-League-Spieler des Jahres gewählt wurde und in dieser Saison bisher in 16 Meisterschaftseinsätzen 17 Tore erzielt hat.

bscyb.ch


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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. Januar 2010, 09:17 
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NZZ, 05.01.2010

Vergoldeter Sprung ins Ungewisse

Doumbia im Sommer zu ZSKA Moskau – Transfervolumen 15 Mio. Fr.

Es ist ein Transfer, wie ihn sich Schweizer Fussballklubs oft erträumen, wie er aber nur sehr selten Realität wird: Der 22-jährige Ivoirer Seydou Doumbia, der Topskorer in der Schweizer Liga (17 Tore), wechselt im Sommer von YB mit einem Fünfjahresvertrag zu ZSKA Moskau.

fcl./bir. Seydou Doumbias Kontrakt mit den Young Boys wäre noch bis Sommer 2014 gültig gewesen. Offiziell werden keine Details zu den finanziellen Vereinbarungen bekanntgegeben, aber gemäss gut unterrichteten Kreisen beträgt das Transfervolumen im Maximum 15 Millionen Franken – sofern sich ZSKA in den nächsten Saisons zweimal für die Champions League qualifizieren sollte.

Von den 15 Millionen fliessen 11 bis 12 Millionen in die YB-Kasse, den Rest teilen sich Doumbias Agent Jean-Bernard Beytrison, der Spieler selber sowie der ivoirische Verein AS Athletic Adjamé. Doumbias Wechsel ist ein Rekordtransfer für einen in der Schweiz angestellten Fussballer.

Der YB-Sportchef Alain Baumann sagt: «Wir sind stolz, dass wir ihn so lange halten konnten, aber in diesen finanziellen Dimensionen können wir nicht mithalten.» Die Wertsteigerung Doumbias ist aussergewöhnlich. Im Sommer 2008 hatte YB 200'000 Franken für ihn bezahlt. Für den Fussballer selber schlägt sich der Wechsel in einem stark erhöhten Gehalt nieder. Doumbia verdient in Moskau zehnmal mehr als in Bern – rund 2,5 Millionen Franken.

Allerdings sind sich die Beteiligten bewusst, dass abseits des Geldregens auch Gefahren in Moskau lauern. In solchen «Wirtschafts-Deals» geht es vor allem um Geld und erst in zweiter Linie um sportliche Perspektiven. Der Torhüter Eldin Jakupovic beispielsweise verdiente bei Lokomotive ebenfalls viel, manövrierte sich fussballerisch aber ins Abseits. Im YB-Communiqué wird deshalb explizit darauf hingewiesen, dass Doumbia ein Umfeld vorfinden werde, das er für seine Entwicklung brauche.

Da ist viel Wunschdenken mit dabei, vor allem wenn Beytrison vom «menschlichen Zugang» des russischen Vereins spricht, der sich lange und intensiv um Doumbia bemüht habe. ZSKA steht in den Sechzehntelfinals der Champions League, hat in den letzten Monaten aber drei Trainer (den Brasilianer Zico, den Spanier Juande Ramos und den Russen Leonid Slutski) angestellt. Das zeigt auch, wie unsentimental im Moskauer Klub vorgegangen wird.

Bei YB weist man rechtfertigend darauf hin, dass sich Doumbia auch während seiner Zeit in Japan (Kashiwa Reysol und Tokushima Vortis) zurechtgefunden habe. Allerdings erzählte Doumbia in Interviews oft, wie einsam er sich in dieser fremden Welt gefühlt habe. Für Beytrison ist Moskau dennoch eine «ideale Wahl» – auch deshalb, weil sich Russland als Trampolin für den Sprung in eine andere Liga erweisen könne. Er nennt explizit England als weiteren Karriereschritt.

Beytrison weilt in diesen Tagen mit dem YB-CEO Stefan Niedermaier und dem Chef-Scout Stéphane Chapuisat in der ivoirischen Stadt Abidjan. Chapuisat wird fortan das Bindeglied zwischen der dortigen Fussballschule und YB sein. Beytrison sagt: «Wir suchen nun den neuen Doumbia.» Das ist eine schwierige Aufgabe für YB, denn Baumann befürchtet: «Einen wie Seydou Doumbia haben sie in Abidjan nicht mehr.»

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/fussball_super_league_young_boys_verlieren_ihren_goalgetter_1.4433174.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. Januar 2010, 11:41 
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20min.ch, 05.01.2010

Doumbia bringt YB keine 15 Millionen Franken

Mit Seydou Doumbia wird YB und die Axpo Super League im Sommer ihre Tormaschine verlieren. Der Transfer wird sich für alle Parteien lohnen, auch wenn die gerüchteweise 15 Millionen Franken Ablöse anscheinend zu hoch ist.

Doumbia wird in Moskau einen Fünfjahresvertrag unterschreiben, welcher ab 1. Juli 2010 in Kraft tritt, teilt YB in einer Medienmitteilung mit. Viel mehr Details will YB-Mediensprecher Albert Staudenmann auf Anfrage nicht verraten. Immerhin sagt er gegenüber 20 Minuten Online: «Die Summen, welche in den Medien kursierten, sind zu hoch.» 15 Millionen Franken sollen es also nicht sein. Dass es sich um eine Ablösesumme im zweistelligen Millionenbereich handelt, will er ebenfalls nicht bestätigen.

Aber der Wechsel wird die Kassen der Hauptstädter füllen: «Das ist eine neue Dimension für YB», erklärt Staudenmann. Man könne sich ja ausrechnen, dass für ein Fünfjahresvertrag einiges zusammenkommt. Zudem bestätigt Staudenmann, dass YB bei einem allfälligen Weiterverkauf mitverdienen wird. Ebenfalls erfreulich für den Leader ist, dass Doumbia bis im Sommer noch zur Verfügung steht – obwohl die Meisterschaft in Russland schon im März beginnt. «Dies war Teil der Verhandlungsbasis», erklärt Staudenmann.

Aber warum wechselt Doumbia nach Russland und nicht in eine absolute Topliga? «Er hat ein gutes Gefühl von den Verantwortlichen und glaubt, dass es für seine Entwicklung der richtige Schritt ist», so Staudenmann. Russland ist ja nicht mehr abgeschottet für Ausländer. Viele Afrikaner oder Südamerikaner verdienen ihr (gutes) Geld mittlerweile in der russischen Liga.

«Nach Doumbia soll nicht die Sintflut hereinbrechen»

YB kann seinen Stürmer bis im Sommer halten und verdient dann viel Geld, ZSKA Moskau bekommt seinen Wunschspieler und Doumbia hofft auf eine weitere Entwicklung. Das ist ein Traumgeschäft für alle Partien. Oder? «Das sehe ich auch so», bestätigt Staudenmann, welcher auch sichtlich stolz ist, dass YB den Spieler wie versprochen bis im Sommer halten kann.

Aber danach wird YB nie mehr sein wie jetzt. «Nach Doumbia soll nicht die Sintflut hereinbrechen. Wir wollen einen weiteren Schritt nach vorne machen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits», hält Staudenmann fest. An was für einen Spieler denkt man dabei? «Es soll kein Perspektivspieler, sondern ein bestandener Akteur sein. Wenn möglich möchten wir ihn schon bald verpflichten, damit er in der Rückrunde neben Doumbia stürmen kann und er so behutsam ins Team eingebaut wird», legt Staudenmann die Wünsche des Vereins offen.

«Wir sind nicht verzweifelt auf der Suche nach einem Doumbia»

Dafür wird man einen Teil der Ablösesumme investieren. Das weitere Geld wird unter anderem in die Fussballakademie Neufeld und die Akademie in Abidjan des Klubs AS Adjamé (Elfenbeinküste) fliessen, woher YB immer wieder hoffnungsvolle afrikanische Talente in die Schweiz holt – zuletzt der 22-jährige Verteidiger Hassan Lingani als Ghezal-Ersatz.

Mit diesen Perspektiven lohnt sich auch ein Blick in die Zukunft. Wenn alles gut läuft, spielt YB im nächsten Sommer in der Champions League. Da müssten wohl nicht nur im Sturm noch Verstärkungen her. «Wir sind nicht verzweifelt auf der Suche nach einem Doumbia. Wir haben jetzt einen Spielraum und bis im Sommer ist noch Zeit», dämpft Staudenmann die Euphorie. Jetzt freut man sich erst einmal mit Trainer Vladimir Petkovic, dass Doumbia in der Rückrunde noch für YB stürmt und mit seinen Toren den ersehnten Meistertitel in die Hauptstadt holt.

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/Doumbia-bringt-YB-keine-15-Millionen-Franken-20251863

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. Januar 2010, 11:45 
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uefa.com, 05.01.2010

Vorvertrag für Doumbia bei CSKA

Starstürmer Seydou Doumbia vom Schweizer Super-League-Spitzenreiter BSC Young Boys hat einen neuen Verein gefunden: Ab Sommer soll er für den PFC CSKA Moskva zum Einsatz kommen.

Fünfjahresvertrag

Dies gab der Schweizer Verein am Montagvormittag bekannt. Der Nationalspieler der Elfenbeinküste soll beim russischen Pokalsieger, der am 24. Februar und 16. März im Achtelfinale der UEFA Champions League auf Sevilla FC treffen wird, einen Fünfjahresvertrag unterschreiben. Die Young Boys erwähnten ausdrücklich die fairen Verhandlungen, gaben aber keine weiteren Vertrags- oder Transferdetails bekannt.

Treffsicher

"Es ist mein großes Ziel, meine tolle Zeit bei YB mit dem Titelgewinn zu beenden. Auf diese Weise möchte ich mich bei den Fans und beim Klub für die großartige Unterstützung bedanken", sagte Doumbia. Der 22-Jährige kam im Sommer 2008 von Kashiwa Reysol in Japan und erzielte bisher 37 Tore in 48 Super-League-Partien. Nachdem er letzte Saison mit 20 Toren bester Torschütze und Spieler des Jahres in der Schweiz war, führt er auch in dieser Spielzeit wieder die Torjägerliste an: nach 16 Spielen der Hinrunde stehen 17 Treffer zu Buche.

http://de.uefa.com/competitions/ucl/news/kind=1/newsid=939967.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. Januar 2010, 11:46 
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Blick, 05.01.2010

Doumbia geht zu ZSKA Moskau

BERN- Seydou Doumbia wird die Young Boys im Sommer verlassen. Der 22-Jährige hat einen Vorvertrag bei ZSKA Moskau unterschrieben.

Die gute Nachricht vorweg: Seydou Doumbia (22) wird die Saison bei YB zu Ende spielen. Dann aber ist Schluss mit Super-League-Fussball!

Der Ivorer hat bei ZSKA Moskau einen Vorvertrag unterschrieben, wird ab Sommer 2010 bei den Russen stürmen. «Doumbia wird beim russischen Cupsieger einen Fünfjahresvertrag unterschreiben», teilt YB mit.

Über die Ablösesumme geben die Berner aber keine Angaben bekannt. Rubin Kasan, amtierender Meister in Russland, hat im vergangenen Sommer gegen 15 Millionen Franken für Doumbia geboten. Und ist in der Hauptstadt damit abgeblitzt!

Gut möglich also, dass Champions League-Achtelfinalist ZSKA Moskau (gegen Sevilla) für den 22-jährigen Torjäger (17 Saisontore) mit dem Geburtsdatum 31. Dezember noch tiefer in die Tasche gegriffen hat.

Und was meint Doumbia zum Deal? «Es ist mein grosses Ziel, meine tolle Zeit bei YB mit dem Titelgewinn zu beenden. Auf diese Weise möchte ich mich bei den Fans und beim Klub für die grossartige Unterstützung bedanken», so der Ivorer.

Bei Stadtrivale Lokomotive Moskau hat bekanntlich Eldin Jakupovic keine guten Erfahrungen gemacht. Bleibt zu hoffen, dass Doumbia die kalten Temperaturen in Russland nicht aufs Gemüt schlagen. (zbi)

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/doumbia-geht-zu-zska-moskau-137151

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. Januar 2010, 11:49 
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Der Bund, 05.01.2010

YB vergoldet Seydou Doumbia

Der Ivorer verlässt Bern im Sommer - beim ZSKA Moskau unterschreibt er bis 2015.

Als es in der Altjahreswoche hiess, dass sich nun auch Bundesligist Hoffenheim um Seydou Doumbia bemühe, sah sich YB-Sportchef Alain Baumann gezwungen, in die Offensive zu gehen. Am Montag beseitigte er sämtliche Spekulationen und klärte die Zukunft des Torjägers: Der Ivorer, der am 31. Dezember seinen 22. Geburtstag feierte, wechselt im Sommer von Bern nach Moskau. Beim ZSKA, dem Uefa-Cup-Sieger von 2005, erhält Doumbia einen Fünfjahresvertrag. Damit halten die Young Boys zum einen das Versprechen ein, ihren besten Stürmer bis zum Saisonende nicht ziehen zu lassen.

Gleichzeitig kassieren sie tüchtig: 2008 kostete Doumbia 250 000 Franken, als er aus Japan kam. Verkauft wird er nun für schätzungsweise 13 Millionen. Der teuerste Schweizer, der bisher aus der Super League ins Ausland wechselte, war Patrick Müller. Im Jahr 2000 überwies Lyon 12,75 Millionen an die Grasshoppers. Sollte ZSKA Moskau Doumbia einst mit Gewinn weiterverkaufen, partizipiert YB nochmals mit einigen Prozenten am Transfer. Dagegen erhält nun die Fussballakademie in Abidjan, wo Doumbia einst ausgebildet worden war, ebenfalls eine Summe aus dem Transferbetrag, den YB kassiert.

Für Vladimir Petkovic ist der Abgang von Doumbia Ende Saison keine Überraschung. «Für mich war entscheidend, dass mir YB bereits Anfang Saison zugesichert hat, dass Doumbia bis zum Sommer bei YB bleibt», sagte der Trainer. Auch der ZSKA hätte Doumbia gerne bereits jetzt definitiv verpflichtet, aber darauf ging YB nicht ein. Die Berner gehen allerdings auch ein gewisses Risiko ein. Sollte sich Doumbia in der Rückrunde schwer verletzen, können die Russen aus dem Vertrag aussteigen.

Dass Doumbia, der in der ersten Saisonhälfte in 16 Partien 17 Treffer für YB erzielte, nach Russland zieht, überrascht aber doch angesichts der langen Liste der Bewerber aus halb Europa. Gegen 20 mehr oder weniger konkrete Anfragen trafen in Bern ein, den Zuschlag bekam am Ende der ZSKA Moskau, der in der Champions League in den Achtelfinals auf den FC Sevilla trifft und die im November zu Ende gegangene Saison auf Platz 5 abschloss. «Doumbia hat einen Traum: Er will eines Tages nach England», sagt sein Berater Jean-Bernard Beytrison, «und um den Sprung zu schaffen, muss er Nationalspieler der Elfenbeinküste werden und folglich in einer Liga spielen, die Nationaltrainer Vahid Halilhodzic mehr beachtet und mehr schätzt als die Super League.» YB-Sportchef Alain Baumann kann den Schritt auch nachvollziehen: «Die russische Liga kann ein ideales Sprungbrett werden. Ausserdem ist Moskau immer noch eine andere Destination als Kasan in der Provinz des Landes.»

Die Suche nach Ersatz läuft

Baumann hat die Suche nach einem Doumbia-Ersatz längst eingeleitet und bereits die Erfahrung gemacht, dass die Begehrlichkeiten der Manager gestiegen sind. Agenten bieten Stürmer mit einem Marktwert von zwei Millionen nun für das Doppelte an. «Die Spielervermittler lesen irgendwelche Ablösesummen, die wir für Doumbia angeblich kassieren und haben dann das Gefühl, die Preise für ihre Spieler automatisch in die Höhe treiben zu dürfen», sagt Baumann. Verpflichtet hat der Leader erst den 22-jährigen Verteidiger Hassan Lingani als Ersatz für den nach Saudiarabien abgewanderten Saif Ghezal. Die Wahrscheinlichkeit, dass der designierte Doumbia-Nachfolger schon am Donnerstag zum Training erscheint, ist gering. CEO Stefan Niedermaier weilt zusammen mit Scout Stéphane Chapuisat zurzeit in Abidjan, doch sicher ist, dass der neue Stürmer wohl aus dem Ausland, aber nicht von der Elfenbeinküste stammen wird. «Vielleicht sind es auch zwei Stürmer, die wir engagieren werden», sagt Petkovic.

http://www.derbund.ch/bern/dossier/alles-zu-den-berner-young-boys/YB-vergoldet-Seydou-Doumbia/story/19163418

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. Januar 2010, 16:46 
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YB und Seydou Doumbia: Vorvertrag mit ZSKA Moskau

Der nächste Karriereschritt wird YB-Stürmer Seydou Doumbia im kommenden Sommer nach Russland führen: YB und der russische Spitzenklub ZSKA Moskau haben mittels Vorvertrag vereinbart, dass der 22-jährige Nationalspieler der Elfenbeinküste die Schweiz nach dieser Saison verlassen und ab 1. Juli 2010 für den Uefa-Cup-Sieger von 2005 spielen wird.

ZSKA Moskau, in der Uefa-Champions-League für den Achtelfinal gegen den FC Sevilla qualifiziert, hat sich für die Zukunft sehr viel vorgenommen. Die Wertschätzung für Doumbia war in den letzten Wochen deutlich zu spüren: Der YB-Stürmer wird beim russischen Cupsieger einen Fünfjahresvertrag unterschreiben. Weitere Vertragsinhalte werden gemäss Abmachung der beiden Klubs nicht bekannt gegeben.

Der BSC Young Boys legt Wert auf die Feststellung, dass die Verhandlungen mit allen Beteiligten in fairer Weise über die Bühne gegangen sind. Er bedauert selbstverständlich den Abgang Doumbias im Sommer 2010, ist aber auch stolz, dass der Stürmer mit dem grossen Potenzial trotz zahlreicher Angebote bisher eineinhalb Jahre im YB-Dress zu sehen war und noch bis zur WM in Südafrika eine Attraktion der Liga sein wird. Die Art, wie sich der russische Traditionsverein um Doumbia bemüht hat, stärkt die Hoffnung, dass der Topskorer der Axpo-Super-League in Moskau ein Umfeld vorfinden wird, das er für seine weitere Entwicklung braucht. «Es ist mein grosses Ziel, meine tolle Zeit bei YB mit dem Titelgewinn zu beenden. Auf diese Weise möchte ich mich bei den Fans und beim Klub für die grossartige Unterstützung bedanken», sagt Doumbia, der im Sommer 2008 aus Japan kommend zu YB stiess, nach der letzten Spielzeit zum Axpo-Super-Le ague-Spieler des Jahres gewählt wurde und in dieser Saison bisher in 16 Meisterschaftseinsätzen 17 Tore erzielt hat.


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