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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. April 2009, 00:29 
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Blick, 10.04.2009

YB stolpert im Meisterrennen

YB muss im Dreikampf um den Titel einen Rückschlag hinnehmen: Gegen GC reichte den Bernern eine 2:0-Führung nicht zum Sieg. Aarau und Bellinzona trennten sich 0:0.

Oje YB. Die Berner konnten eine komfortable 2:0-Pausenführung im Letzigrund nicht in einen Sieg verwandeln. Denn GC schlug nach der Pause mit einem Doppelschlag innert zweier Minuten zurück.

YB war zu Beginn die bessere Mannschaft. Mario Raimondi schoss einen Freistoss flach in den Strafraum, wo der Ball unglücklich durch Antonio Dos Santos ins eigene Tor befördert wurde.

In der 24. Minute doppelte Gilles Yapi nach: Der Ivorer schloss eine wunderschöne Kombination über vier YB-Spieler zum 2:0 ab.

Latours Ansprache hat genützt

Nach der Pause kamen die Grasshoppers wie verwandelt aus der Kabine. Der Pausentee oder die Ansprache von Trainer Hansperter Latour muss gewirkt haben.

51. Minute: Antonio Dos Santos traf mit einem herrlichen Freistoss von der Strafraumgrenze zum 1:2. Keine zwei Minuten später doppelte Gonzalo Zarate nach: Ausgleich zum 2:2.

Dann wirkten die Berner geschockt. Und in der 75. Minute schoss Josep Colina GC gar in Führung! Unglaublich, wie die Zürcher das Spiel drehten.

Alberto Regazzoni konnte als Einwechselspieler (Seydou Doumbia stand für ihn in der Startformation) immerhin noch eine Niederlage abwenden. In der 82. Minute schloss er einen mustergültigen Konter zum 3:3 ab.

Insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung, doch für YB bedeutet es einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um den Meistertitel. (keu)

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. April 2009, 09:52 
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Sonntagszeitung, 12.04.2009

Ein Spiel wie eine Brandung

Vom 0:2 zum 3:2 zum Remis - GC und YB steigerten sich zum Spektakel

Von DAVID WIEDERKEHR

Zürich GC ist das Team im Tief, YB jenes der Rückrunde. GC gewann Ende Februar letztmals, YB drehte seit der Winterpause schon drei Mal ein Spiel nach Rückstand und siegte, einmal in Führung, immer. Und die Young Boys gingen auch gestern bei den Grasshoppers in Führung, rasch, mühelos, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen. Ja, sie brauchten das 1:0 nicht einmal selbst zu erzielen: Antonio dos Santos lenkte einen Freistoss von Mario Raimondi ins eigene Tor.

Dass die Berner aber auch ganz anders können und es verstehen, auf feinste Weise zu kombinieren, bewiesen sie wenig später in der 24. Minute: Gilles Yapi schloss eine Kombination über Marc Schneider und Marco Schneuwly zum 2:0 ab, die so sehenswert war, dass der Ausdruck Traumtor keine Übertreibung ist. Aus Sicht der Zürcher war zu bedauern, dass kurz davor Roland Linz eine sehr gute Möglichkeit aus kurzer Distanz kläglich ausliess und nach dieser Szene in ihrem Spiel nicht mehr viel zusammenpasste.

Ohnehin bot die Partie vor 8400 Zuschauern nur wenig Packendes - was für die zweite Halbzeit nicht mehr gelten sollte. Vermeintlich hoffnungslos in Rücklage, suchten die Grasshoppers nach der Pause vermehrt die Offensive. Und fanden aus recht heiterem Zürcher Himmel zwei Tore. Erst traf Dos Santos mit einem Freistoss von der Strafraumgrenze (51.), wobei YB-Goalie Marco Wölfli wie zuletzt schon in Vaduz und Neuenburg schlecht aussah. Und nicht einmal zwei Minuten später gelang Zarate mit einem wunderbaren Schuss aus der Drehung und 30 m Entfernung der Ausgleich. «Ich hatte meinen Spielern gesagt, sie sollen näher bei den Gegnern stehen», erzählte Trainer Hanspeter Latour seine Pausenansprache.

Nach dem 2:2 öffneten sich die Räume für beide Teams. Seydou Doumbia beispielsweise scheiterte mit einem frechen Lupfer über GC-Goalie Eldin Jakupovic knapp. Und bald bot GC den dritten Akt seiner wundersamen, nicht wirklich zu erwartenden Auferstehung. In der 75. Minute, just mit Beginn der so genannten YB-Viertelstunde, köpfelte Josip Colina einen Eckball von Dos Santos wuchtig zum 3:2 ins Tor zur erstmaligen Führung für GC, das die Aufholkönige aus Bern mit den eigenen Waffen zu schlagen schien.

Es blieb nicht lange dabei, denn das Spiel brandete ein weiteres Mal auf die andere Seite: Dem eingewechselten Alberto Regazzoni glückte acht Minuten vor dem Ende nach einem weiten Pass von Schwegler der neuerliche Ausgleich, das 3:3, der Endstand. Woran einzig GC-Verteidiger Guillermo Vallori mit einem Kopfball in der Nachspielzeit noch etwas hätte ändern können. Er unterliess es und köpfelte freistehend über das Tor. GC ist damit bei sechs Ligaspielen ohne Sieg angekommen.

Petkovic: «FCZ und Basel gehen mit grossen Schritten voran»

«Natürlich ist das kein gutes Resultat für uns», sagte YB-Trainer Vladimir Petkovic - insbesondere mit Blick aufs Meisterrennen: «Der FC Zürich und Basel gehen mit grossen Schritten voran.» Torhüter Wölfli fand: «Wer 2:0 führt, will gewinnen.» Und fügte an: «Wichtig war, dass wir nach dem 2:3 nochmals reagieren konnten.» Womit das versöhnliche Schlusswort dem späten Torschützen Regazzoni gehört: «Gegen Xamax lagen wir 0:2 zurück und gewannen 3:2, jetzt hat GC ein 0:2 aufgeholt. So ist Fussball.»


Publiziert am 12.04.2009

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. April 2009, 09:54 
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NZZ, 12.04.2009

Leichtes Spiel schwergemacht

Die Young Boys trennen sich vom GC nach einer 2:0-Pausenführung 3:3

Die Grasshoppers haben den Young Boys im Titelrennen ein Bein gestellt. Nach den Punktverlusten im Letzigrund liegen die Berner nun fünf Punkte hinter der Spitze.

Benjamin Steffen, Zürich

Und plötzlich brachte der GC doch noch Pfeffer ins Spiel. Nach einer ersten Halbzeit voller Bitternis und einem 0:2-Rückstand fand der GC irgendwie in die Partie zurück. Dos Santos traf per Freistoss (51.), Zarate traumhaft (53.), Colina per Kopf (75.) – und schon führten die Zürcher 3:2, was etwas zu viel des Guten war angesichts der Leistung in der ersten Hälfte und der bloss sachten Steigerung nach der Pause. Doch YB zeigte sich galant wie zuvor der GC: Die Berner erlaubten dem Gegner, mit wenig Saat viel zu ernten.

«Wahrscheinlich liess unsere Konzentration nach dem 2:0 etwas nach», sagte der YB-Stürmer Regazzoni, dem es vergleichsweise leicht fallen konnte, (Selbst-)Kritik zu üben. Er war erst eingewechselt worden, als YB in Rückstand lag, und traf nach fünf Minuten (82.) bereits zum 3:3. Der späte Ausgleich erschwert die Einschätzung, wie titelreif die drittplacierten Berner sein mögen. Immer wieder war in den letzten Wochen zu hören, die Young Boys seien abgeklärter als in der Vorsaison, als sie im Liga-Endspurt dem FC Basel unterlegen waren. Ist wirklich reif, wer gegen eine angeschlagene, seit fünf Ligaspielen sieglose Equipe eine 2:0-Führung preisgibt?

Nein. Ist doch zum Titel fähig, wer in extremis einen Punkt rettet und gar dem Siegtor nahekommt? Vielleicht ja. Vladimir Petkovic, der YB-Coach, war um eine positive Deutung des Resultats bemüht. Er sagte, nach den Donnerstag-Siegen von Leader Zürich und Basel seien drei Punkte eigentlich «obligatorisch» gewesen – «doch wie wir am Schluss Moral und Siegeswille zeigten . . . das war ein positives Zeichen».

Schlechte Signale gingen – einmal mehr – von der Defensive aus. Nach 9 Liga-Spielen 2009 verbucht YB 16 Gegentreffer. Die Grasshoppers fanden zuweilen Freiheiten vor wie wohl noch selten 2009 und schossen prompt zum erst zweiten Mal in diesem Jahr mehr als zwei Tore. Darauf deutete vor der Pause nichts hin, weil unübersehbar war, wie GC in «eine schwierige Situation» (Trainer Hanspeter Latour) hatte geraten können.

Die Zürcher spielten ohne Feuer und variierten das Tempo kaum. Die einzige gute Chance vergab Linz kläglich; auf der anderen Seite erzielte Dos Santos ein Eigentor (8., nach Freistoss Raimondis) und waren etliche Grasshopper hilflose Zuschauer einer schönen YB-Kombination: Yapi-Schneider-Schneuwly-Yapi – 0:2 (24.). Die frühe Entscheidung? «Ja», dachten die meisten; «nein», belehrten die Grasshoppers.

Denn plötzlich war ihr Pfeffer da. Und Grund für Lob. Denn wäre GC unterlegen, hätte die Niederlage abermals auf einen Nenner gebracht werden können: Personalprobleme. Auf der YB-Ersatzbank sass ein einziger Spieler, der jünger ist als 25 – auf der GC-Bank war ein einziger älter als 18 Jahre (Goalie Colomba, 31); der Topskorer Bobadilla fehlte ebenso wie Smiljanic und Cabanas. Doch das Resultat liess diese Absenzen im Nu vergessen. Bleibt die Frage, warum GC-Fans beim Stand von 2:2 «Latour raus» riefen.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 14. April 2009, 10:21 
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Wohnort: In der Brauerei
Vorsprung verspielt, spät ausgeglichen

YB startete mit drei Änderungen in der Startelf ins Auswärtsspiel bei den Grasshoppers. Yapi kehrte zurück ins Mittelfeld (für Pereyra), dazu begannen Doumbia (für Regazzoni) und Affolter (für Portillo). Der Heimclub musste auf diverse Stammkräfte verzichten. So fehlten GC der gesperrte Cabanas und diverse verletzte Akteure wie Smiljanic oder Bobadilla.

Bereits nach wenigen Minuten lag der Ball im Netz von GC-Goalie Jakupovic. YB gelang im Gegensatz zum Spiel in Neuenburg ein Traumstart. Raimondi schlug nach einem Foul an Varela einen Freistoss zur Mitte und traf zum 0:1. GC-Spieler Dos Santos hatte den Ball noch abgefälscht (9.). GC versuchte zu reagieren und übernahm für einen Moment das Spieldiktat. Daraus entstanden zwei gute Torchancen, welche durch Linz vergeben wurden. Zuerst scheiterte er mit einem unplatzierten Kopfball an Wölfli (14.), später schoss der Stürmer nach einem guten Zuspiel Zarates daneben (21.).

Drei Minuten später sahen die Zuschauer ein Traumtor. Gilles Yapi traf nach einem gepflegten Zusammenspiel mit Schneider und Schneuwly eiskalt zum 0:2 (24.). Die Young Boy hatte in der Folge die Partie im Griff und gerieten bis zur Pause kaum in Gefahr, ein Gegentor zu kassieren.

Dies änderte sich nach dem Seitenwechsel. GC machte Druck und kam rasch zu einer Freistossmöglichkeit: Dos Santos erwischte Marco Wölfli mit seinem tückischen Schuss (51.). Nur zwei Minuten später schoss Zarate aus 25 Metern und traf genau ins Lattenkreuz (52.) - ein Supertor des Stürmers. Innerhalb kurzer Zeit hatte GC ausgeglichen und das Spiel war nun wieder völlig offen.

Doumbia hatte nach einer Stunde zwei gute Gelegenheiten, YB wieder in Front zu schiessen. Doch anstatt eines weiteren YB-Tores, lag der Ball später erneut im Netz hinter Marco Wölfli. Colina köpfte einen Corner zur GC-Führung ein (75.). YB hatte auf unglückliche Art und Weise den Vorsprung verspielt.

Dass es zum Schluss doch noch für einen Punkt reichte, verdankten die Gelbschwarzen dem eingewechselten Alberto Regazzoni. Einen weiten Ball von Schwegler nahm der Stürmer perfekt mit und schob das Leder zum 3:3 an Jakupovic vorbei ins Netz (83.). Die Berner suchten in der Schlussphase den Sieg, wurden aber nicht mit drei Punkten belohnt.

Stadion: Letzigrund
Zuschauer: 8'400
Schiedsrichter: Circhetta

Tore:
9. Raimondi (Linksschuss; Freistoss) 0:1.
24. Yapi (Rechtsschuss; Schneuwly) 0:2.
51. Dos Santos 1:2.
53. Zarate 2:2.
75. Colina 3:2.
83. Regazzoni (Linksschuss; Schwegler) 3:3.

Auswechslungen:
46. Riedle für Magro.
60. Häberli für Schneuwly.
68. Degen für Varela.
76. Regazzoni für Raimondi.
90. Daprelà für Dos Santos.

Ersatz:
YB: Collaviti, Baykal, Portillo, Bastians.
GC: Colomba, Ben Khalifa, Lalombongo, Bundebele, Zuber.

Bemerkungen:
YB ohne Doubaï (rekonvaleszent). GC ohne Cabanas (gesperrt), Callà, Lulic, Smiljanic und Bobadilla (alle verletzt).

Verwarnungen:
28. Wölfli (Unsportlichkeit), 80. Degen (Foul), 87. Ghezal (Foul).


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