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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 15. Oktober 2004, 11:13 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Der Bund, 15.10.2004
Neue YB-Führung
Drei bisherige Verwaltungsräte werden ersetzt
Im nächsten Sommer werden die Young Boys im neuen Stade de Suisse spielen können – und zwar gewissermassen unter neuer Leitung: Am 25. Oktober werden die Aktionäre der Betriebs-AG einen neuen Verwaltungsrat einsetzen, dem – pikant – die drei «Bisherigen» Peter Mast (Präsident), Matthias Remund und Mauro Santona nicht mehr angehören werden.
Dieser Entscheid ist gefallen, obschon über die personelle Zusammensetzung des neuen Verwaltungsrats erst am 19. Oktober Beschluss gefasst wird. Wie Peter Jauch, der Delegierte des Verwaltungsrats der Stade de Suisse, Wankdorf Nationalstadion AG, dem «Bund» bestätigte, ist vorgesehen, die neue Führung aus-schliesslich aus vollamtlich für YB und das Stadion tätigen Spitzenfunktionären zu bilden. Er selbst, Peter Jauch, werde als einziger bisheriger Verwaltungsrat auch der neuen Führung angehören. Die operative Leitung sowohl des Fuss-ball-Fanionteams als auch des Stade de Suisse gehöre in die gleichen Hände, was die Abläufe erleichtere und ein noch effizienteres Management ermögliche.
Diese Bündelung der Kräfte hat zur Folge, dass die bisher «ehrenamtlich» tätig gewesenen drei Verwaltungsräte aus ihren Ämtern ausscheiden werden – auch Peter Mast, der am 25. Oktober sein Mandat als Präsident der YB-Betriebs-AG abgeben wird. Als Vereinspräsident des BSC Young Boys (mit all seinen Mannschaften und Untersektionen) wird sich Mast allerdings zumindest für ein weiteres Jahr zur Verfügung stellen.
Der Sportchef als Verwaltungsrat
Das neue Konzept im neuen Stadion sieht vor, dass die vollamtlich für YB und Stadion arbeitenden Verwaltungsräte die Verantwortung nicht mehr an bezahlte Funktionäre delegieren, sondern selber übernehmen. So ist vorgesehen, dass etwa Sportchef (Reto Gertschen) oder Event Manager (Ralph Ammann) in den Verwaltungsrat aufrücken. (cb)
YB-Verwaltungsrat wird ausgewechselt
Überraschende Umstrukturierungen in der Führung der Betriebs-AG: Präsident Mast und die Verwaltungsräte Remund und Santona scheiden aus
Die nächste Generalversamm-lung der YB-Betriebs-AG am 25. Oktober bringt eine über-raschende Zäsur: Die bisherigen Verwaltungsräte Peter Mast (Präsident), Mauro San-tona und Matthias Remund sollen ersetzt werden.
charles Beuret
Eigentlich sind weder Mast, Santona noch Remund amtsmüde – dennoch sind ihre Tage als Verwaltungsräte der YB-Betriebs-AG gezählt: An der nächsten Generalversammlung soll den Aktionären ein neues Konzept mit vollamtlich angestellten Funktionären, die den neuen Verwaltungsrat bilden sollen, vorgestellt werden. Dies bestätigte gestern Peter Jauch, der Delegierte der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG, die als Mehrheitsaktionärin der Betriebs-AG bei den Young Boys das Sagen hat. Das heisst: Die bisher mehr oder weniger «ehrenamtlich» tätig gewesenen Peter Mast (Präsident), Mauro Santona und Matthias Remund werden ihre Ämter unter Verdankung der geleisteten Dienste abgeben und einer neuen Crew Platz machen. Sie soll aus Leuten bestehen, die im neuen Stadion eine Führungsposition einnehmen (werden) und dort auch vollamtlich arbeiten.
Jauch zu diesem Konzept: «In dieser Form ist es etwas Neues – YB wird der erste Klub in diesem Land sein, der von einer Gruppe von Profis wirklich professionell geführt werden kann.»
Wer die neuen Leute bei YB sein werden, ist offiziell noch unklar, aufgrund der bereits verteilten Chargen bei «Stade de Suisse» liegt es jedoch auf der Hand, dass die Verwaltungsräte Peter Jauch (bisher), Reto Gertschen (Sportchef), Ralph Ammann (Leiter Event und Stadionverwaltung) sowie Marco Steiner (Finanzen) heissen dürften. Peter Jauch bestätigte diese Namen nicht – die personelle Zusammensetzung des neuen Verwaltungsrats werde erst am 19. Oktober diskutiert und anschliessend kommuniziert.
Eines hingegen liess Jauch bereits durchblicken: Er selber werde nicht neuer Verwaltungsratspräsident der YB-Betriebs-AG sein, und er beabsichtige auch weiterhin nicht, sich in die sportliche Belange der ersten Mannschaft einzumischen: «An diesem Grundsatz hat sich überhaupt nichts geändert.»
Bleibt also die Frage, wer den neuen Verwaltungsrat präsidieren wird. Jauch lässt sich nicht in die Karten blicken – er verweist auf den 19. Oktober mit dem Hinweis, dass durchaus auch neue Leute zur Führung der Young Boys stossen könnten. Und: «Sicher ist nur, dass wir eine professionelle Lösung finden und präsentieren werden.»
Am 25. Oktober werden die Aktionäre der Betriebs-AG dem vorgeschlagenen neuen Konzept, das im Zusammenhang mit dem Umzug ins neue Wankdorfstadion ausgeheckt wurde, mit allen personellen Konsequenzen zustimmen.
Mast bleibt YB-Präsident
Peter Mast, bisher Präsident des Verwaltungsrats der Betriebs-AG, wird sich den Young Boys als Vereinspräsident mindestens ein weiteres Jahr zur Verfügung stellen. Die Generalversammlung des Vereins YB findet ebenfalls am 25. Oktober statt.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Samstag 16. Oktober 2004, 10:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Der Bund, 16.10.2004
Muss man nochmals über die Bücher?
Die angekündigten Umstrukturierungen bei den Young Boys stossen auf Unverständnis – auch bei den bisherigen Verwaltungsräten
Spannung vor dem nächsten Zug: Nach der gestern im «Bund» angekündigten Umstrukturierung in der YB-Führung bleiben brisante Fragen offen – nicht nur auf dem personellen Sektor. Die Reaktionen der «Bisherigen» lassen erahnen, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.
charles Beuret
Es ist in der Tat so, dass Peter Jauch, der Delegierte des Verwaltungsrats der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG (nachstehend mit SdS abgekürzt), Stadion und YB künftig gemeinsam unter dem Dach einer Art Holding führen will. Aus diesem Grund plant er den Kahlschlag im Verwaltungsrat der YB-Betriebs-AG: Die «Bisherigen» Peter Mast (Präsident), Matthias Remund und Mauro Santona würden durch hauptamtliche «Operative» aus dem Tagesgeschäft (Sportchef, Finanzchef, Event-Manager und eventuell weitere) ersetzt – die YB-Betriebs-AG existierte künftig also praktisch nur noch als Schattenkabinett der SdS (mit den Investoren Oertig und Meile als Verwaltungsratsmitglieder), bei der Peter Jauch ja als CEO und Delegierter des Verwaltungsrats tätig ist.
Da die SdS 95 Prozent der Aktien der YB-Betriebs-AG besitzt, ist nicht daran zu zweifeln, dass alle personellen Entscheidungen von den Investoren gefällt werden und die «Bisherigen» inklusive Präsident Peter Mast wenig oder nichts zu sagen haben.
Letztes Wort gesprochen?
Am nächsten Dienstag sollen nun «Nägel mit Köpfen» gemacht werden: Dannzumal will Peter Jauch unter anderem mit dem (bisherigen) Verwaltungsrat zu Handen der Generalversammlung vom 25. Oktober die personellen Vorschläge, wie der neue VR der YB-Betriebs-AG zusammengestellt werden soll, konkretisieren. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein – denn möglicherweise kommt nämlich Jauch doch noch zum Schluss, dass sein auf dem Papier einleuchtendes Konzept nur schwer realisierbar ist: Die (bisher vorgeschlagenen) neuen Verwaltungsräte besitzen bereits jetzt Dossiers, die sie vollauf auslasten; es bleibt ihnen daher wenig Spielraum, Verantwortung und Führungsaufgaben (insbesondere im Interesse des BSC Young Boys) wahrzunehmen, abgesehen davon, dass sie dafür die notwendigen spezifischen Erfahrung nicht unbedingt mitbringen.
Gerade dies haben die bisherigen Verwaltungsräte Mast (er ist wichtigster Ansprechpartner des Sport- und Finanzchefs, er übernimmt die repräsentativen Pflichten und erledigt auch die Verbandsgeschäfte), Remund (mit Know-how vom Skiverband) und Santona (der beste Analytiker, den YB je besass) mit Engagement und Sachverstand getan.
Die Frage also ist: Kann Jauch die bisherigen Verwaltungsräte tatsächlich sinnvoll ersetzen – oder kommt er zum Schluss, dass die geplante Umstrukturierung vorerst doch noch nicht verwirklicht werden sollte? Falls Letzteres zutreffen sollte, ist anzunehmen, dass die «Bisherigen» im Interesse für YB mit sich reden liessen.
Die Reaktionen
«Der Mohr hat seine Pflicht getan – er kann gehen» – etwa auf diese Art haben die Verwaltungsräte Mast, Remund und Santona die gestern im «Bund» veröffentlichten Pläne von SdS-Chef Peter Jauch verstanden.
Präsident Peter Mast, der «im Interesse für YB» noch ein Jahr im Amt als Vereinsvorsitzender bleiben würde, gibt sich für einmal weniger diplomatisch als sonst: «Wir haben in den letzten Jahren einiges getan für den Verein, den wir in einer schwierigen Zeit übernommen haben. Wie wir jetzt abserviert werden sollen, ist in der Tat nicht so leicht verkraftbar.»
Gegen die strukturellen Änderungen hat Mast im Prinzip nichts – schliesslich habe man im Verwaltungsrat darüber auch gesprochen. Aber man könne eine solche Rosskur doch nur durchführen, wenn die dazu nötige Fachkompetenz zur Verfügung stehe. Er warte gespannt auf den 19. Oktober.
Auch Matthias Remund ist wenig erbaut über die jüngste Entwicklung. Das Konzept, dass der Verwaltungsrat der YB-Betriebs-AG praktisch in der SdS aufgehen soll und dass damit die Entscheidungswege noch kürzer und die Führung noch effizienter würden, sei gut –man habe es im Rahmen eines Strategie-Workshops selber vorgeschlagen –, aber dafür brauche es fähige Leute, die Peter Jauch noch portieren müsse. Und: Die neuen Führungsstrukturen müssten klar und eindeutig definiert und zu Papier gebracht werden.
Mauro Santona schliesslich sieht es ähnlich. Noch sei er zwar im Amt und er hoffe im Interesse von YB, dass die geplanten Änderungen auch Erfolg haben werden. Allein, er hegt grosse Zweifel: «Es gibt drei Hauptaufgaben für die SdS: Die bevorstehende Stadioneröffnung, die Sicherstellung des laufenden Betriebs, die Realisierung der hoch gesteckten sportlichen Ziele. Ich muss, basierend auf meine Erfahrungen bei YB, ein grosses Fragezeichen setzen, ob die vorgeschlagenen neuen Personen die Ansprüche erfüllen können.» Santona erinnert im Übrigen daran, dass der Verwaltungsrat all seine Ziele erfüllt habe: Der Verein sei nach schwierigen Zeiten stabilisiert worden, es hätten wichtige personelle Entscheidungen gefällt werden müssen (etwa die Sportcheffrage), ferner habe man dafür gesorgt, dass – trotz SdS – bei YB wieder Ruhe eingekehrt sei.
Gertschen: «Abwarten»
Mit dieser Ruhe ists vorerst wieder vorbei. Die Reaktionen in der Sportöffentlichkeit nahmen gestern Ausmasse wie zuletzt bei der Ablösung des Funktionärsduos Fischer/Bickel an. Die allgemeine Stimmung: Unverständnis, Skepsis, Sorge um YB.
All das hat auch Sportchef Reto Gertschen mitbekommen. Er ist ausersehen, künftig dem neuen Verwaltungsrat praktisch als einziger echter YB-Vertreter anzugehören. Gertschen dazu: «Ich habe von den Plänen gehört, aber konkret ist überhaupt noch nichts. Bevor ich zu irgendetwas meine Zustimmung gebe, möchte ich mich genauestens über Pflichtenhefte und Kompetenzen ins Bild setzen.»
Bis zur GV und Aktionärsversammlung am 25. Oktober wird noch manches klärende Gespräch geführt werden müssen . . .
In Schönbühl
Gestern fand im Beisein von Vertretern von Sport, Wirtschaft und Politik eine weitere Verhandlungsrunde in Sachen YB-Trainingszentrum statt. Inzwischen ist klar, dass die Young Boys weiterhin in Schönbühl trainieren werden und dass das angestrebte Zentrum auf der kleinen Allmend nicht realisiert werden kann. Offen ist noch die Finanzierung der zu erstellenden neuen Anlage in Schönbühl. In einer ersten Bauetappe (rund 2,5 Millionen Franken) sollen bis im nächsten Sommer ein Kunstrasen und ein weiteres Trainingsfeld erstellt werden, in der zweiten Etappe werden die Garderobe- und Physiotherapieräume folgen. (cb)
_________________ For Ever
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