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 Beitrag Verfasst: Montag 17. April 2006, 09:44 
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auf geths yb kämpfen und siegen..... :fightwin:

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meetyourmeat


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 Beitrag Verfasst: Montag 17. April 2006, 17:52 
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insgesamt ein schönes fussballfest. everybody's cup darling hat gewonnen, was will man mehr....solange man nicht yb fan ist.

die walliser waren ein tolles publikum, mal abgesehen von den pfiffen gerichtet an die Yb Mannschaft bei der "Siegerehrung"... das macht man nicht als Sieger :nono:

gruselig die Unterstützung im "Berner" C und A Sektor ...

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Und so sprach Hakin zum Menschengeschlecht:
"E trener wäggsel isch immer positiv. mängisch aber ou negativ..."


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 Beitrag Verfasst: Montag 17. April 2006, 18:17 
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ich bin sion fan!!!


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 Beitrag Verfasst: Montag 17. April 2006, 18:18 
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schadeee...jezt müssen wir gcz doch noch überholen...

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Ska Timer (1012997)

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meetyourmeat


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 07:04 
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müssten wir....glaube aber nicht ganz daran. fürchte es ist eher wahrscheinlich dass das team in ein loch fällt für den rest der saison. der verein hat im moment nicht die klasse ein solches desaster einfach so wegzustecken.

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Und so sprach Hakin zum Menschengeschlecht:
"E trener wäggsel isch immer positiv. mängisch aber ou negativ..."


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 08:45 
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so, eine nacht darüber (schlecht) geschlafen, und die bitterkeit der gestrigen Niederlage ist eigentlich nur gestiegen. verdammt nochmal, wir haben DIE ChanceN verpasst:

- "19 siit em letschte Titu" wiedermal einen kübel zu holen...
- den direkten Einzug in die UEFA-Quali zu erreichen
- diesen Walliser zeigen was Party machen ist

ich könnte immernoch kotzen....verdammt nochmal. und jetzt muss der 3.Platze in der Meisterschaft her!! :roll:


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 09:00 
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BZ, 18.04.2006

Zu vorsichtig ins Debakel

Ob an Pfingsten oder an Ostern – Sion ist im Cupfinal unbesiegbar. Die Partie zwischen YB und Sion geriet zum Drama. Die Walliser behielten im Penaltyschiessen das glücklichere Ende. Und YB bleiben nur die Ausreden.

Man könnte jetzt natürlich Parallelen ziehen. Es war fast wie damals, am Pfingstmontag 1991, als Aussenseiter YB im Cupfinal gegen Sion 2:0 führte, der Berner Trainer Martin Trümpler seine offensive Ausrichtung nicht ändern wollte und am Ende als grosser Verlierer dastand, weil die Seinen dem Walliser Sturmlauf nach der Pause nicht gewachsen waren und 2:3 verloren.


Die Analogien zum gestrigen Drama der Young Boys sind unverkennbar, wenn auch unter umgekehrten Vorzeichen. Gestern agierte YB, diesmal als Favorit, viel zu defensiv und vorsichtig. Nach dem frühen 1:0 durch Carlos Varela in der 16. Minute verlegte sich YB endgültig aufs Kontern und tauchte bis in die 90. Minute nicht mehr gefährlich vor dem Sion-Tor auf. Das ist ein Armutszeugnis.


Kaum YB-Torchancen

Goran Obradovic erzielte in der 55. Minute den (haltbaren) Ausgleich zum 1:1 mit einem Freistoss aus beträchtlicher Distanz, als er YB-Goalie Marco Wölfli in dessen Torwartecke erwischte. Der Rest der spielerisch schwachen, aber jederzeit spannenden Veranstaltung geriet zum Defensivspektakel der Young Boys gegen einen Gegner, dessen Möglichkeiten limitiert waren, der aber aufopferungsvoll um seinen Cup-Mythos kämpfte.

In der 90. Minute köpfte YB-Captain Joël Magnin nach dem ersten (!) YB-Eckball des Spiels knapp neben das Tor, und nach dem viel zu späten Eintritt Hakan Yakins in der 105. Minute hatte YB durch Varela (zweimal) und Yakin (mit feinem Aussenristschuss) wenigstens wieder Torschüsse zu verzeichnen. Sions Torhüter Germano Vailati musste in den gesamten 120 Spielminuten nur bei Yakins Abschluss sein Können aufbieten.
Und so wie sich die Young Boys in die Verlängerung gemauert hatten, so retteten sie sich ins Elfmeterschiessen. Dort, in der Penaltylotterie, verschoss nur YB-Torjäger João Paulo, der als fleissiger Winkelried nach seinem einzigen Torschuss bereits nach 68 Sekunden die restlichen 119 Minuten in der inexistenten YB-Offensive versauert war.


Verärgerte YB-Anhänger

Am Ende blieb YB nur der ganz grosse Frust – und dem Trainer die Ausreden. «Wir haben grossartig gekämpft», sagte Gernot Rohr, der die schrecklich harmlose Vorstellung seiner Equipe wieder schönfärbte: «Ich bin stolz auf meine Spieler. Wir haben unglücklich verloren und hätten genau so gut gewinnen können.» Diese Meinung freilich verkündete der Deutschfranzose relativ exklusiv. Angesprochen auf die Frage, warum die Young Boys derart defensiv aufgetreten seien, erklärte er abgehoben: «Jeder weiss, dass man in personeller Unterzahl auf Konter spielen muss. Nur ein paar Journalisten nicht.» Vielleicht sollte der gute Mann einmal einen Blick ins YB-Fanforum auf dem Internet werfen. Dort schreiben die treuesten Supporter, und diese waren nach dem wiederholt unattraktiven Auftritt im Wankdorf bitter enttäuscht. «YB macht nicht mehr glücklich» steht dort. Und: «Angsthasen-Fussball.» Oder: «Rohrs Catenaccio erleidet Schiffbruch.» Das sind nur drei Auszüge aus den zahlreichen Beiträgen der masslos frustrierten Anhänger.


Gernot Rohrs Ausflüchte

Gernot Rohr allerdings entschwand in die Welt der Ausflüchte. «Das war keine korrekte Schiedsrichterleistung», sprach der Fussballlehrer. Und: «Die ungerechtfertigte rote Karte hat uns destabilisiert.» YB-Verteidiger Steve Gohouri hatte Sions Stürmer Paulo Vogt in der 31. Minute als hinterster YB-Feldspieler gefoult und wurde den Regeln entsprechend des Feldes verwiesen. Schon nachvollziehbarer war der YB-Ärger über den falschen Pfiff von Schiedsrichter Rutz vor dem Freistoss, der zum 1:1 führte. Obradovic hatte sich im Zweikampf mit Magnin geschickt fallen gelassen.


Jetzt Kampf um Rang drei

Sich hinter einer fragwürdigen Freistossentscheidung zu verstecken ist nach dieser ungenügenden Performance der falsche Ansatz zur Krisenbewältigung. Denn letztlich summierte sich der YB-Betonfussball zur Blamage. Gegen diesen personell sowohl qualitativ als vor allem auch quantitativ erheblich schwächer besetzten Gegner, der Woche für Woche gegen fussballerische Leichtgewichte wie Wohlen, Chiasso oder La Chaux-de-Fonds anzutreten hat, hätte YB wesentlich aggressiver und offensiver agieren müssen, um die wenig sattelfeste Walliser Abwehr stärker unter Druck zu setzen.

Während YB-Sportchef Marcel Hottiger auch die rote Karte gegen Gohouri als Hauptgrund für die Niederlage anfügte, sprach wenigstens Stefan Niedermaier, der CEO der Stade de Suisse Nationalstadion AG, Klartext: «Diese Niederlage und vor allem diese Darbietung werfen uns um Monate zurück.»
Vielleicht setzt sich dieses realistische Denken bald auch in den Köpfen der sportlichen Entscheidungsträger fest, sonst verpasst YB am Ende sogar den Europacup. «Wenn wir die Meisterschaft so zu Ende spielen, sollte es noch für Platz drei reichen. Wir müssen einfach jedes der verbleibenden sieben Spiele wie einen Cupfinal bestreiten», sagte Trainer Gernot Rohr.
Seine Spieler sollten sich dabei besser den FC Sion zum Vorbild nehmen.


Schiedsrichter: Rutz.
Tore: 16. Varela (Vorarbeit Raimondi) 1:0. 55. Obradovic 1:1. – Penaltyschiessen: Obradovic 0:1. João Paulo verschiesst. Di Zenzo 0:2. Yakin 1:2. Crettenand 1:3. Tiago 2:3. Gaspoz 2:4. Raimondi 3:4. Regazzoni 3:5.
Einwechslungen: 35. Portillo (Note 5) für Yapi, 90. Aziawonou (3,5) für Hodel (verletzt). 106. Yakin (5) für Everson; Regazzoni für Luiz Carlos, 107. Leandro Alex für Vogt. 119. Crettenand für Thurre.
Verwarnungen: 19. C. Schwegler (Unsportlichkeit), 27. Everson, 37. Vogt (Foul), 70. Obradovic (Unsportlichkeit), 90. Sarni, 113. João Paulo (Foul), 120. Yakin (Unsportlichkeit). – Platzverweise: 31. Gohouri (Notbremse). 120. João Pinto (Tätlichkeit). – Bemerkung: YB ohne P. Schwegler (gesperrt).

Kommentar


Fabian Ruch

Das falsche Signal

YB wartet weiter auf den ersten Titelgewinn seit 1987. Die Niederlage gegen ein keineswegs überzeugendes Sion war selbstverschuldet. Denn Gernot Rohr blieb seiner defensiven Linie auch im Cupfinal treu. Der Trainer sendete mit seiner vorsichtigen Aufstellung das falsche Signal.
Der FC Sion bekundete zu Spielbeginn Mühe mit dem höheren Rhythmus der oberklassigen Young Boys. Mit einem Hakan Yakin als Spielmacher in der Startformation – zusammen mit Gilles Yapi – hätte YB die anfänglich überforderten Walliser stärker unter Druck setzen können.
So aber zogen sich die Berner, wie immer unter Rohr, nach dem frühen 1:0 völlig unnötig zurück und ermöglichten Sion überhaupt erst das Comeback. Erst als Yakin, viel zu spät, in der Verlängerung aufs Feld durfte, vermochte sich YB endlich zu befreien. Und: Mit Yakin entstand sofort ein förderliches Reizklima; er holte eine rote Karte heraus und transportierte die zuvor fehlenden Emotionen auf den Rasen und zu den YB-Fans.
Die Young Boys stehen nach dieser Blamage vor unangenehmen Zeiten. Die vielen Platzverweise der letzten Woche sind kein Zeichen von Souveränität. Trainer Gernot Rohr steht unter Druck, er muss in der Super League jetzt den Europacup und damit Rang drei erreichen.
Die Zeit der Ausreden und der Schönfärberei ist vorbei. Sonst laufen noch die letzten Zuschauer davon. Denn dieses unattraktive YB will niemand sehen.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 09:08 
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Schaffhauser Nachrichten, 18.04.2006

Der Cupmythos des FC Sion bleibt bestehen

Sion besiegt YB im Penaltyschiessen. Somit setzt sich zum ersten Mal im Cupfinal ein unterklassiger Verein durch.

von lukas knobel, bern

fussball - Als Alberto Regazzoni den neunten Penalty zum 6:4 versenkte, brachen im Stade de Suisse Wankdorf alle Dämme. YB hatte sich zuvor mit zehn Mann ins Penaltyschiessen gerettet, dort vergab jedoch Daniel João Paulo als einziger aus elf Metern und wurde somit zum Unglücksraben des 81. Cupfinals. 1:1 hatte es sowohl nach 90 als auch nach 120 Minuten geheissen, schliesslich setzte sich Sion glücklich, aber nicht unverdient durch. Somit bleibt der Mythos bestehen, der FC Sion ist in Cupfinals weiterhin ungeschlagen. Zum zehnten Mal konnten sich die Walliser für das Endspiel qualifizieren, zum zehnten Mal verliessen die Sittener das Feld als Cupsieger.

Nach fünfjähriger Absenz kehrte gestern der Swisscom-Cupfinal von Basel nach Bern zurück. Ein Heimspiel war das Endspiel für YB allerdings nicht. Der Walliser Anhang war den Bernern nicht nur zahlenmässig, sondern vor allem stimmlich weit überlegen. Das begeisternde Sittener Publikum wurde auch durch das frühe 1:0 von Carlos Varela nicht leiser und feuerte den Verein aus der Challenge League unentwegt an. Varela war nach einer Viertelstunde von Mario Raimondi freigespielt worden und schloss überlegt ab. Wer aber dachte, YB werde dadurch seiner Favoritenrolle gerecht und bekomme das Spiel nach harzigem Start in den Griff, sah sich getäuscht.

Gohouri fliegt vom Platz

Als sich das unterklassige Sion vom Schock des Gegentreffers erholt hatte, gelang es dem Aussenseiter, Druck auf das YB-Gehäuse aufzubauen. Doch zweimal konnten schön herausgespielte Angriffe über rechts nicht verwertet werden. Entscheidend für den weiteren Verlauf der Partie war dann der Vorfall in der 31. Minute. Paulo Vogt wurde mit einem Steilpass alleine auf YB-Torhüter Marco Wölfli losgeschickt. Er kam jedoch nicht zum Abschlussversuch, da er von Innenverteidiger Steve Gohouri gefoult wurde. Schiedsrichter Reto Rutz entschied auf Freistoss an der Strafraumgrenze und schickte Gohouri wegen der Notbremse vom Platz. Dass diese Situation mitentscheidend war, sahen beide Trainer so. YB-Trainer Gernot Rohr haderte allerdings etwas mit dem Entscheid des Schiedsrichters. Er war sich nicht sicher, ob Vogt überhaupt gefoult worden war. Nach dem Platzverweis wurde das defensive YB noch defensiver, Rohr brachte Portillo für Yapi Yapo. Sion übernahm jetzt das Zepter völlig, baute einigen Druck auf die Berner Hintermannschaft auf, doch zu grossen Torchancen kamen die Walliser in der regulären Spielzeit nicht.

Obradovics Traumtor

Einzig Stürmer Vogt zwang Torhüter Wölfli mit einem Schuss aus der Drehung zu einer tollen Parade. Noch toller war allerdings der Ausgleich durch Goran Obradovic. Der serbische Spielmacher hämmerte einen Freistoss aus 23 Metern in die rechte hohe Ecke. Ansonsten resultierte aber wenig aus der drückenden Überlegenheit der Sittener. «Beide Mannschaften waren gut organisiert», erklärte Sions glücklicher Trainer Christophe Moulin, «wir haben eine vorzeitige Entscheidung in der zweiten Halbzeit verpasst.»

Yakin wird beinahe Cupheld

In der Verlängerung glich sich das Spielgeschehen aus. Sion hatte durch Regazzoni in der 99. Minute nochmals eine Chance, doch der spät eingewechselte Hakan Yakin wäre beinahe noch zum Berner Cuphelden geworden. Sein Schuss mit dem linken Aussenrist wehrte jedoch Goalie Germano Vailati vier Minuten vor Schluss zur Ecke ab. Fast wäre Rohrs Defensivtaktik somit aufgegangen. Doch schliesslich entschied die Penalty-Lotterie gegen die Berner Young Boys.

Was YB seinen Fans bot, war für einen Verein aus der Super League gegen einen Unterklassigen zu wenig. Einzig Torschütze Varela versuchte offensive Akzente zu setzen, was ihm jedoch trotz seiner Schnelligkeit nur selten gelang. So war von einem Klassenunterschied nie etwas zu sehen. Die Young Boys müssen nun in der Meisterschaft Rang drei anstreben, ansonsten ist der europäische Zug für die Hauptstädter abgefahren. Auch für Sion ist die Saison noch nicht zu Ende. Der Verein strebt noch den Aufstieg in die oberste Liga an. Die Super-League-Vereine sollten nach dem Cupfinal gewarnt sein, falls es zu einem Barragespiel mit den Wallisern kommen sollte. (si)

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 09:10 
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NZZ, 18.04.2006

YB-Frust mit Anklageschrift

Die Berner ringen um ihre Fassung und suchen Blitzableiter

Die Minuten zerrannen, der um einen Spieler dezimierte BSC Young Boys wehrte sich vorwiegend in der eigenen Platzhälfte - an eine Chance gegen den Unterklassigen schien er kaum mehr zu glauben. In der 106. Minute wechselte der YB- Trainer Gernot Rohr den Offensivspieler Hakan Yakin ein, weil sich Everson verletzt hatte. Yakin kam, sah den Matchball in der 117. Minute vom Sitten-Goalie Germano Vailati abgelenkt und stand in der Nachspielzeit der Verlängerung am Ursprung jener kleinen Tumultszene, die zum zweiten Platzverweis des Spiels führte (João Pinto). Im Penaltyschiessen traf Yakin mit zwei Metern Anlauf trocken in die untere Ecke. Die Gesten in Richtung Publikum deuteten auf eine Gefühlsmischung zwischen Frustration und Trotz hin. Yakin wollte mehr Minuten spielen, aber er hatte die Dispositionen des Trainers zu respektieren. Er tat sich hörbar schwer damit. «Everson fasste sich schon früh ans Knie, und auch Magnin war angeschlagen», sagte Yakin. Trotzdem schaute er lange zu.

Als einer der Ersten hatte er den Rasen verlassen. Der Frust sass in den Reihen der Berner tief. Christian Schwegler schlug mit der Hand an das Dach des Kunststoffgangs, durch den die Protagonisten das Spielfeld verlassen. Von den Geschlagenen und Gebeutelten war vorerst nichts mehr zu sehen. «Wir wussten nicht, dass es noch etwas abzuholen gab», erklärte Christian Schwegler das Verschwinden. Erst nach ein paar Minuten erschienen sie, laut Schwegler vom Trainer aufgefordert, wieder, um die Medaillen in Empfang zu nehmen - allerdings ohne Trainerstab. Die Young Boys bekundeten Mühe, die Contenance zu wahren. Erstmals war das Stade de Suisse ihretwegen ausverkauft, die Party war lanciert, aber das glückliche Ende war in Rotweiss und nicht in Gelbschwarz. Rohr sprach von einer «bitteren Niederlage» und nahm vor den Medien in der Enttäuschung vor allem die Spielleitung ins Visier, «obschon ich die Fernsehbilder noch nicht gesehen habe».

Dennoch äusserte sich Rohr dezidiert. So soll der Szene, die in der 31. Minute zum Platzverweis Gohouris führte, laut Rohr nicht einmal ein Foul vorausgegangen sein, was eine eigenartige Interpretation des Geschehens war. Und weiter in der YB-Anklageschrift: Obradovics Freistoss zum 1:1 sei ebenfalls kein Foul vorausgegangen, was natürlich auch der mutmassliche «Täter» Joël Magnin so gesehen hatte. Magnin wies weiter darauf hin, dass der Schiedsrichter zuerst Tiago und nicht Gohouri habe die rote Karte zeigen wollen. «Deshalb hat der Schiedsrichter die Szene doch gar nicht gesehen», schloss Magnin. Rohr ging nach dem (allerhöchstens) mässigen Spiel noch weiter: Der Referee sei nicht auf der Höhe der Leistungen der Spieler gewesen, beklagte er.

Die Frage, weshalb sich denn die Young Boys nach Gohouris Abgang so passiv und so andauernd in die eigene Platzhälfte zurückgezogen hätten, parierte Rohr, indem er eine Medienschelte austeilte und darauf hinwies, dass man mit zehn gegen elf gar nicht anders spielen könne - das wisse doch jeder. Da kam viel Angestautes hoch. Es köchelte richtiggehend. Die Berner wollen nach oben und haben im eigenen Stadion ein wichtiges Rendez-vous verpasst. So mussten Blitzableiter her, wo und wie und wann auch immer. Für einen ambitionierten und selbstsicheren Super-League-Klub irritierend ist Schweglers Aussage, wonach YB ab der 31. Minute «auf Konter gefahren» sei und dass für das Team «nicht mehr möglich» gewesen sei.

Doch mit Verlaub: Wo waren die Konter? Die Berner taten sich schwer, wofür es auch Erklärungen gab. Sie verloren Gohouri und die verletzten Hodel (90.) und Everson (105.). Der Brasilianer musste einiges einstecken, aber er pflegt jeweils auch auszuteilen. Rohr hatte hinterher sogar das Gefühl, dass «der Gegner Everson packen wollte». Auch diese Worte waren Blitzableiter.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 09:11 
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Tagesanzeiger, 18.04.2006

Acht Festnahmen rund um Cupfinal YB gegen Sion

BERN - Rund um den Cupfinal zwischen den Berner Young Boys und dem FC Sion hat die Berner Polizei acht Personen festgenommen. Sie müssen sich wegen Tätlichkeiten, Drogenbesitz, sowie Besitz bzw. Abbrennen von Petarden verantworten.

Obwohl es im Vorfeld des Matches auf dem Casinoplatz in der Innenstadt und auf der Allmend in der Nähe des Stade de Suisse zu einzelnen Scharmützeln zwischen den Anhängern beider Clubs gekommen war, schrieb die Berner Stadtpolizei in einem Communiqué von einem "friedlichen Fussballfest".

Die Sion-Anhänger machten sich bereits vor dem Spiel im Berner Bahnhof lautstark bemerkbar. Sie hinterliessen eine beachtliche Müll-Halde. Die grosse Halle war eine einzige grosse Bierlache, durchmischt mit Glassplittern.

Die Bahnpolizei hatte im Bahnhofsgebäude ein wachsames Auge auf die verschiedenen Fan-Gruppen; zu Problemen kam es aber nicht, wie ein Sprecher der SBB auf Anfrage sagte.

Die Matchbesucher mussten rigorose Eingangskontrollen durchlaufen: Mitgebrachte Flaschen, Fahnenstangen, Büchsen, Feuerwerkskörper oder andere, als Schlaginstrumente einsetzbare Gegenstände, wurden den Zuschauern aus Sicherheitsgründen abgenommen.

Die Polizei zählte 91 Cars und 16 Kleinbusse aus dem Wallis sowie total 1500 Personenwagen, welche im Bereich der Allmend parkiert waren. Ein Grossteil der Fans reiste jedoch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an.

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