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 Beitrag Verfasst: Freitag 4. November 2005, 07:43 
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Frustrierte YB-Fans werfen GC-Sicherheitschef Hetze vor
YB-Anhänger wehren sich gegen die Vorwürfe von GC-Sicherheitschef Peter Landolt. Viele der 50 Stadionverbote seien ungerecht. Und: Landolt habe am Sonntag die Nerven verloren. Drei Fans erzählen ihre Version.

Einzelne YB-Fans beschuldigen den GC-Sicherheitschef Peter Landolt massiv / Keystone
»YB- Saison 2005/2006
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Thomas*, Frank* und Sandra* packen aus und erheben Vorwürfe gegen GC-Sicherheitschef Peter Landolt. Dessen Darstellung der Eskalation nach dem Fussballmatch GC – YB vom letzten Sonntag im Hardturm hat sie geärgert. Manches stimme nicht – vieles sei falsch. «Dass die Situation nach dem Match eskalierte, daran sind die Sicherheitskräfte mitschuldig», sagt Thomas. Bereits die Eingangskontrolle sei mangelhaft gewesen. «Viele konnten das Stadion betreten, ohne durchsucht zu werden», erzählt Sandra. Die Sicherheitskräfte hätten gesagt: «Wir brauchen euch ja nicht zu kontrollieren, YB kann dann die Schäden bezahlen.» Sandra gehört wie Thomas und Frank zu jenen 50 YB-Fans, die im Supporterbus auf der Heimfahrt angehalten wurden und gegen die Peter Landolt jetzt ein landesweites Stadionverbot erwirken will.


Sündenbock gesucht?


Die drei YB-Anhänger haben Kontakt mit dieser Zeitung aufgenommen, weil sie mit Landolts Aussagen nicht einverstanden sind. Angefangen habe alles mit einem Missverständnis: Der YB-Fan, der von den Sicherheitsleuten der Firma Delta Security AG «nicht gerade zimperlich» (Thomas) rausgepickt und abgeführt worden sei, habe gar keine Fackel angezündet und sei völlig unschuldig.


Der «Sündenbock»* selbst bestätigt gegenüber dieser Zeitung: «Die Securities haben mich brutal in einen Raum geschleppt. Dort wurde mir eine Fackel gereicht. Dann sollte ich zugeben, dass ich vorher im Stadion eine Fackel gezündet hatte. Peter Landolt sagte mir, er brauche jetzt einen Sündenbock.» Gestern erhielt der Berner schriftlich ein Stadionverbot für den Hardturm. «Dagegen wehre ich mich. Ich habe wirklich nichts gemacht.»
Die Situation eskalierte, als sich einige YB-Anhänger für ihren unschuldigen Kollegen zu wehren begannen. Peter Landolt habe die Sicherheitsleute auf die Berner Gruppe «gehetzt und sie ermuntert, Tränengas einzusetzen und härter mit den Fans umzugehen», erzählt Frank. Thomas doppelt nach: «Als wir später vor dem Stadion den Bus bestiegen, rief uns ein aufgebrachter Landolt sogar zu, wir würden alle sterben.»


Sperre ist überrissen


Das Trio ist schockiert: Eine Stadionsperre gleich für 50 Personen auszusprechen, finden sie überrissen. «Nur einige Leute haben etwas Verbotenes getan.» Doch die Namen der ungefähr 15 fehlbaren Fans möchte das Trio nicht nennen. «Wir sind eine Gemeinschaft und verpfeifen niemanden», sagt Thomas. Auch sie hätten schon Fackeln in ein Stadion reingeschmuggelt. «Aber nicht, um anderen Besuchern damit zu schaden, sondern um für eine gute Stimmung zu sorgen.» Bei diesen Fackeln handelt es sich um Tifo-Fackeln aus Italien, «die im Gegensatz zu Seenot-Fackeln auslöschbar sind».


Wichtig ist den drei Exponenten auch, die Frauen aus der Schusslinie zu nehmen. «Es stimmt nicht, dass weibliche YB-Fans solche Fackeln in Kondome verpackt in ihrer Scheide ins Stadion schmuggelten», sagt Thomas. Allerdings gibt es andere Stimmen aus der Young-Boys-Fangemeinde, die bestätigen, dass Fackeln auf diese Weise schon in Stadien geschmuggelt wurden.
Der von den YB-Anhängern kritisierte GC-Sicherheitschef Peter Landolt war gestern telefonisch nicht erreichbar. Auf dem GC-Sekretariat hiess es, er sei krankgeschrieben. Auch eine Antwort auf eine Mail dieser Zeitung blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.



* Richtige Namen der Redaktion bekannt

Quelle: http://www.espace.ch / BZ

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 Beitrag Verfasst: Freitag 4. November 2005, 11:09 
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Beiträge: 3822
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Auch die Holländer haben da was mitbekommen. :wink:

"In de plaatselijke krant van Bern stond een artikel wat ons als supporters de aandacht trok tijdens het drinken van een biertje. Namelijk dat vrouwelijke YB-fans een fakkel binnensmokkelde via hun vagina. Toch best wel een aardige methode."

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 Beitrag Verfasst: Samstag 5. November 2005, 14:00 
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Beiträge: 801
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Der gestern in dieser Zeitung von den YB-Fans kritisierte Peter Landolt wehrt sich. Der GC-Sicherheitschef erklärt, seine Leute hätten sich nur verteidigt gegen "eine Horde Anhänger, die uns attackierten, nachdem wir einen YB-Fan identifizierten, der eine Fackel gezündet hatte." Die Behauptung der Fans, Landolt habe ihm gesagt, er sei nun halt der Sündenbock, auch wenn er nichts gemacht habe, sei ebenfalls falsch: "Wir haben Beweise gegen ihn auf Video."
Unwahr sei auch die Behauptung, er habe den Fans gerufen, sie würden alle sterben: "Ich bin seit Jahren als Sicherheitsverantwortlicher dabei. Ich kann mit solchen Dingen umgehen, und eine derartige Äusserung kann ich mir nicht leisten." Peter Landolt ist es ein Anliegen, zu betonen, dass nur ein geringer Prozentsatz der YB-Fans am Sonntag negativ aufgefallen sei: "Die meisten Anhänger der Young Boys sind friedlich." An den 50 Stadionverboten werde er festhalten: "Wir haben genügend Beweismaterial, dass alle Leute aus diesem Bus, der gestoppt wurde, entweder Fackeln gezündet oder Sicherheitsleute angegriffen hatten."

Quelle: BZ


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 Beitrag Verfasst: Samstag 5. November 2005, 19:02 
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Beiträge: 3258
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Zitat:
Unwahr sei auch die Behauptung, er habe den Fans gerufen, sie würden alle sterben: "Ich bin seit Jahren als Sicherheitsverantwortlicher dabei. Ich kann mit solchen Dingen umgehen, und eine derartige Äusserung kann ich mir nicht leisten."


Das wäre wirklich interessant zu wissen, ob dies wirklich stimmt oder nicht. Wenn genug Zeugen da sind die dies bestätigen können, dürfte die Zeit von Landolt bei GC ganz schnell abgelaufen sein.


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