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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 13. Februar 2024, 23:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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13.02.2024  Zitat: (Wie) Geht es für Raphael Wicky in Bern weiter?
Wenn Titel und Tabellenführungen nicht über Missstände hinwegtäuschen können
Beim BSC YB bereitet man sich derzeit auf das wichtige Hinspiel in den Playoffs der Europa League gegen Sporting Lissabon von kommendem Donnerstag vor, um idealerweise nach dem Rückspiel vom 22.02. nach wie vor europäisch vertreten zu sein. Gleichzeitig stellt sich seit Wochen und Monaten die Frage nach der Zukunft von Trainer Raphael Wicky, wobei es vonseiten der Fans trotz erfolgreichem Fussball kritische Stimmen zu hören gibt.
Sportlich befindet sich der YB-Meisterzug voll im Fahrplan
An der momentanen sportlichen Situation kann man aus Berner Sicht eigentlich nichts beanstanden. In der Liga führt man die Tabelle nach 23 Runden souverän und mit sieben Punkten Vorsprung auf Servette an und hat in der ganzen Meisterschaft erst drei Niederlagen einstecken müssen. Gegen Lugano musste man sich vergangenes Wochenende trotz dreimaliger Führung zwar mit einem 3:3 zufriedengeben, aus den letzten sieben Ligaspielen resultierten dennoch fünf Siege. Zudem befinden sich die Young Boys nach wie vor im Cup, womit die Chance auf die Verteidigung des nationalen Doubles besteht.
Auch auf internationaler Bühne gaben die Berner in der laufenden Saison eine gute Figur ab. Das erste ganz grosse Ziel erreichte man mit der Qualifikation für die Gruppenphase der diesjährigen Champions League, als man im August Maccabi Haifa zu Hause souverän mit 3:0 ausschaltete. Zudem glückte dank des dritten Gruppenrangs auch die europäische Überwinterung, womit man kommenden Donnerstag (15.02.) und eine Woche später (22.02.) gegen Sporting Lissabon um den Einzug ins Achtelfinale der Europa League kämpft.
Mit Blick auf die gesamte Wicky-Ära muss man dem 46-Jährigen ebenfalls ein gutes Zeugnis ausstellen. Seit seinem Amtsantritt vom 01.07.2022 holte er zwei von möglichen zwei nationalen Titeln und befindet sich wie oben erwähnt auch in der laufenden Kampagne auf bestem Wege, seinem Palmarès einen oder erneut gleich zwei Titel hinzuzufügen. Ein Triumph in der Europa League wäre die Sensation des Jahrhunderts, allerdings bewies der FC Basel letzte Saison in der Europa Conference League, wozu Schweizer Mannschaften fähig sein können, wenn alles nach Plan läuft.
Nsame-Drama und Kritik aus dem YB-Fanlager trüben Wickys Erfolge
Während die Arbeit von Trainer Raphael Wicky sportlich gesehen keinen Anlass zur Kritik bietet, gibt es andere Dinge, die mindestens genauso wichtig sind und unter seiner Führung für negative Schlagzeilen sorgten. Jüngstes Beispiel ist der Umgang mit YB-Legende Jean-Pierre Nsame, der in der Flucht des Spielers nach Como in die Serie B geendet hat. Dem vorangegangen waren mehrere Gespräche, bei dem jedoch kein Konsens gefunden werden konnte. Der Stürmer zeigte sich unzufrieden mit seiner Rolle im Team von Wicky und verschaffte diesem Frust öffentlich Raum. Dass es zu Unstimmigkeiten zwischen Trainer und Spieler kommen kann, ist Teil des Business. Wenn es sich dabei jedoch um Identifikationsfiguren wie Nsame handelt, sollte ein Trainer auch einmal die Verdienste des Spielers in seine Personalentscheide einfliessen lassen, erst recht, wenn dieser so abliefert, wie es der fünffache Schweizermeister bis zuletzt tat.
Die nach wie vor ausstehende Vertragsverlängerung überrascht für einen Verein wie YB durchaus, ist die sportliche Leitung doch dafür bekannt, viel Wert auf Planungssicherheit zu legen. Dies musste kürzlich auch Aurèle Amenda erfahren, der bei Eintracht Frankfurt einen Vertrag bis Sommer 2029 unterzeichnet hat, aufgrund eines nicht gefundenen Ersatzes für die Berner jedoch erst Ende Saison nach Deutschland wechseln darf. Über die Gründe für Wickys Vertragssituation kann nur spekuliert werden, doch könnte man die ungeklärte Situation als fehlendes Vertrauen in seine Person (miss)interpretieren.
Kritische Voten gegen Wicky zeigten sich nicht nur nach dem Theater um Jean-Pierre Nsame, sondern auch mit Blick auf das jüngste Gerücht zu seiner eigenen Zukunft. So soll er unter den Kandidaten für die Anstellung als neuer HSV-Trainer sein, nachdem der Verein am Montag Trainer Tim Walter entlassen hat. Während es von YB gegenüber 20 Minuten dazu nur heisst, dass man vor wichtigen Spielen stehe und diese mit Raphael Wicky bestreiten werde, klingt es in der YB-Community ganz anders. Unter unserem Facebookpost zum HSV-Gerücht meldeten sich gleich mehrere Nutzer mit derselben Ansicht: Man solle dem Cheftrainer keine Steine in den Weg legen. Anderslautende Meinungen sucht man indes fast vergebens, bloss jemand verstand die Kritik nicht.
Macht Wicky den Henriksen?
Dass einstige Super-League-Trainer das Format für Bundesliga-Jobs besitzen, bewiesen in der Vergangenheit bereits diverse Namen wie etwa Urs Fischer, Gerardo Seoane oder André Breitenreiter, der nach seinem Wechsel zu Hoffenheim im Sommer 2022 jedoch nach nur sieben Monaten entlassen wurde. Zuletzt zog es Bo Henriksen vom FCZ nach Mainz, wo er die Mannschaft rund um Nati-Verteidiger Silvan Widmer in der Bundesliga halten soll (siehe folgender Artikel).
Die potenzielle Aufgabe von Wicky beim HSV wäre indes eine andere als jene von Henriksen. Der Hamburger Traditionsverein hofft seit fünf Jahren vergebens auf die Rückkehr ins deutsche Oberhaus und sieht dieses Ziel nach den jüngsten Resultaten trotz des dritten Rangs gefährdet, weshalb Trainer Walter seine Koffer packen hat müssen. Was zudem für den aktuellen YB-Coach auf den Trainerposten in Hamburg spricht, ist seine Vergangenheit bei eben jenem Verein. Als Spieler lief er in fünfeinhalb Jahren 164 Mal für den HSV auf - so oft wie für keinen anderen Klub.
Derzeit scheint seine Zukunft trotz sportlichem Erfolg absolut offen. YB ist darum bemüht, dem Thema keine allzu grosse Bedeutung zuzusprechen und äussert sich stets bedeckt ("Zu Gerüchten nehmen wir keine Stellung", YB-Mediensprecher Albert Stadenmann gegenüber 20 Minuten). Und dennoch spricht vor allem die ausstehende Verlängerung gegen eine gemeinsame Zukunft. Ob Wicky ab Sommer (oder schon davor?) beim HSV anheuert, steht auf einem anderen Blatt. https://sport.ch/bsc-young-boys/1239807 ... en-koennen
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. Februar 2024, 01:34 |
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17.02.2024  Zitat: YB-Talentschmiede U-21
Der Weg zum Fussballprofi – ohne Entbehrungen geht es nicht
Die Chance auf eine grosse Karriere hat ein Spieler, wenn er unter anderem talentiert ist und hart arbeitet. Und auf Annehmlichkeiten verzichtet.
In der U-21 der Young Boys, die an diesem Samstag auswärts gegen Lugano in die zweite Saisonhälfte startet, hat es Fussballer mit Chancen auf eine verheissungsvolle Karriere. «Es gibt Spieler mit guten Voraussetzungen», bestätigt U-21-Cheftrainer Joël Magnin.
Junior Eyamba, mit zehn Toren bester YB-Torschütze in der Promotion League, ist eines dieser Talente. Der 22-Jährige hat mit dem Fanionteam die Vorbereitung absolviert und ist auch in Testspielen eingesetzt worden. «Jetzt liegt es an ihm, sich weiterzuentwickeln und sich zu empfehlen», sagt Magnin.
Verteidiger Sonny Henchoz (19), Sohn des Ex-Internationalen Stéphane Henchoz, oder Mats Seiler (18) könnte der Sprung weit hinauf ebenfalls gelingen. Die Aufzählung ist nicht abschliessend. Magnin hält jedoch fest, dass es fast unmöglich sei, vorherzusagen, «dieser Spieler packt es und dieser nicht. Es gab schon solche, auf die hätte ich als junger Trainer nicht gewettet. Sie haben es jedoch geschafft. Vielleicht nicht alle bei YB, aber bei einem anderen Verein.»
Start im Selection-Team Bern
Finden Spieler Aufnahme im U-21-Team, haben viele von ihnen einen langen Weg hinter sich, der oft im Selection-Team Bern begonnen hat. Hier werden talentierte und leistungsmotivierte Spieler (ebenso Spielerinnen) aus dem Mittelländischen Fussballverband im Alter von 9 und 10 Jahren in Trainings getestet. Die Akteure werden YB von anderen Clubs gemeldet.
Wer weiterkommt, profitiert später viel von Erich Hänzi. Der – wie Magnin – ehemalige YB-Spieler ist seit 2016 Talentmanager bei den Gelb-Schwarzen. Hänzis Aufgabe ist es, den Akteuren ab der U-16 und bis sie in der U-21 angelangt sind, «möglichst viel auf den Weg mitzugeben – privat, betreffend Fussball und Schule/Ausbildung». Gerade Letzteres ist dem 58-Jährigen wichtig: «Denn es gibt auch ein Leben neben und nach dem Fussball.»
Joël Magnin ist stolz
Einige Spieler aus dem U-21-Kader wohnen in Ittigen im «YB-Huus». Jeder hat sein eigenes Zimmer. Es ist ein betreutes Wohnen, morgens und abends wird für sie gekocht. Den Spielern mangelt es an nichts, aber sie müssen laut Hänzi «klare Regeln und die YB-Werte einhalten» – und auf viele Annehmlichkeiten verzichten, die andere Jugendliche in ihrem Alter geniessen. Nur so dürfen sie von einer Profikarriere träumen, wie dies einst, um nur zwei zu nennen, Fabian Rieder und Aurèle Amenda taten.
Rieder steht seit Sommer 2023 in Frankreich bei Stade Rennes unter Vertrag. Amenda wechselt nach dieser Saison in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt. Magnin lacht: «Die beiden sind quasi ein Produkt aus der Region für die Region. Dass sie es ins Ausland geschafft haben, erfüllt uns mit Stolz.» Hänzi sagt: «Auch wenn es ein wenig schmerzt, dass uns solche Spieler früh verlassen.»
Die U-Teams sind wichtig
Es gibt verschiedene Wege nach oben. Amenda gelang der direkte Sprung in die 1. Mannschaft, was beim hochkarätigen YB-Kader bemerkenswert ist. Oft geht es aber über Umwege. Mehrere YB-Akteure sind an Vereine aus den drei höchsten Schweizer Ligen ausgeliehen, holen sich dort Spielpraxis.
Wer sich in der Promotion League durchsetze, habe gute Chancen, in der Challenge League und später vielleicht in der Super League anzukommen, sagt Magnin und hebt die Wichtigkeit der U-Teams hervor. «In diesen ist der Konkurrenzkampf gross, was von jedem Spieler zusätzliche mentale Stärke erfordert.» Und weiter: «Der Schweizer Fussball lebt von der Ausbildung. Deshalb ist es gut, dass viele U-21-Mannschaften der Promotion League angehören.»
Hänzi setzt auf Challenge League
In Ländern wie beispielsweise Spanien, Portugal, Österreich oder Holland sind zweite Mannschaften sogar in der zweithöchsten Spielklasse zugelassen. Salzburg handhabt dies innerhalb der Red-Bull-Akademie etwas anders. Hänzi: «Spieler werden ab der U-18 an den in derselben Stadt beheimateten Zweitligisten Liefering abgegeben. Später kehren sie zu RB Salzburg zurück oder ziehen weiter.»
Hänzi fände es gut, auch in der Schweiz den zweiten Anzug in die Challenge League zu integrieren. «Die Anforderungen wären viel höher.» Magnin nickt: «Das wäre durchaus eine Überlegung wert.» Beide wissen aber, dass dies innerhalb eines Clubs quasi eine zweite Profimannschaft erfordern würde. Magnin: «Zusätzlich müssten gestandene Spieler verpflichtet werden. Nur mit Jungen hätte man kaum eine Chance.»
Bereits in der Promotion League tun sich einige Nachwuchsequipen schwer. Die vier letzten Tabellenplätze belegen aktuell Lugano, Basel, St. Gallen und Servette – alles U-21-Teams. «Trotzdem ist es für die Spieler fördernd», sagt Magnin.
Ziel Nummer 1 ist die Ausbildung
YB ist unmittelbar hinter Zürich und vor Luzern Zehnter. Der Ligaerhalt ist die Vorgabe. Ziel Nummer 1 sei aber die Ausbildung der Spieler, betont Magnin und erwähnt: «In der U-21 wird man nie über einen Akteur sagen können: Er ist ‹fertig› ausgebildet. Jedem fehlt noch einiges, um ein gestandener Spieler zu werden.»
Abschliessend sagt der Trainer: «Natürlich braucht es ein gewisses Talent. Doch entscheidend ist die Mentalität. Wer den Willen nicht aufbringt, schafft es nicht. Und manchmal muss ein Spieler auch im richtigen Moment am richtigen Ort sowie gut beraten sein.» https://www.bernerzeitung.ch/yb-talente ... 1043519675
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. Februar 2024, 22:07 |
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18.02.2024  Zitat: YB-Fans sind zufrieden mit den neuen Holzbechern
YB möchte nachhaltiger werden – die Holzbecher sind zurück. Im Sommer wagt der Fussballclub einen ersten Versuch mit einer umweltfreundlichen Variante, um die Plastikbecher abzulösen. Diese stiess aber auf viel Kritik. Mit einer neuen, verbesserten Version startet YB heute einen zweiten Versuch. https://www.telebaern.tv/telebaern-news ... -156311211
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. Februar 2024, 00:56 |
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23.02.2024  Zitat: Kein Bekenntnis zu Wicky
Spycher: «Wir kommunizieren, wenn es etwas zu kommunizieren gibt»
Christoph Spycher blickt nach der Partie bei Sporting Lissabon auf die Europacup-Kampagne zurück und in der Trainerfrage voraus.
Dass Sporting Lissabon für YB eine Nummer zu gross sein wird, war eigentlich spätestens nach dem Hinspiel (1:3) klar. Trotzdem hatten die Berner vor dem Rückspiel noch Hoffnungen auf das Weiterkommen. Mit dem 1:1 gelang auswärts zwar ein Achtungserfolg, das Wunder blieb allerdings aus. So musste sich der Schweizer Meister aus dem europäischen Geschäft verabschieden.
«Die Leistungen waren gut, aber nicht sehr gut», resümierte Christoph Spycher nach der Partie in Lissabon. Für einen Exploit hätte alles zusammenpassen müssen. Vor allem auch im Hinspiel, wo man zu einfache Gegentore erhalten habe. Insgesamt sei das Fazit aber positiv, denn mit dem Erreichen der Champions-League-Gruppenphase und dem europäischen Überwintern seien die Ziele erreicht worden.
Wicky-Abgang?
Das Spiel in Lissabon könnte auch Raphael Wickys letztes internationales Spiel als YB-Trainer gewesen sein. Seine Zukunft ist weiterhin ungeklärt, der Vertrag läuft im Sommer aus. «In dieser Frage sind nur zwei Parteien wichtig. YB und Raphael Wicky», erklärte Spycher.
Sie werden in Ruhe zusammen analysieren, ob sie gemeinsam in die Zukunft gehen. Ein richtiges Bekenntnis zum Trainer tönt anders. Wann ein Entscheid gefällt werde, sagte Spycher nicht. Aber er meinte: «Wir kommunizieren, wenn es etwas zu kommunizieren gibt.»
Keine Kritik
Mit dem Double-Gewinn und der Qualifikation für die «Königsklasse» hätte Wicky resultatmässig die Argumente eigentlich auf seiner Seite. Auch nach dem Aus gegen Sporting übte Spycher keine Kritik am Trainer: «Schlussendlich sind es immer noch 11 Spieler, die auf dem Platz stehen.»
Nach aussen hin gibt es für Spycher also wenig auszusetzen. Er betont aber auch immer wieder, dass die Dinge vor allem intern besprochen werden. Wie es mit Wicky und YB ab Sommer weitergeht, bleibt weiterhin offen – obwohl die Argumente für eine Verlängerung da wären, bleibt ein positives Signal von YB bislang aus. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... ieren-gibt
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shalako
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Verfasst: Sonntag 25. Februar 2024, 12:30 |
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24.02.2024  Zitat: Gewinnen reicht nicht mehr: Die Young Boys stecken in der Bayern-Falle
Streitende Spieler, murrende Fans und ein angezählter Coach: Die Young Boys sind seit Jahren die klare Nummer eins in der Schweiz, und dennoch nimmt die Unruhe im Klub und im Umfeld zu. Von Fabian Ruch Streitende Spieler, murrende Fans und ein angezählter Coach: YB ist seit Jahren Dominator in der Schweiz, doch die Unruhe im Klub und im Umfeld nehmen zu.
Wer sich in Bern mit YB-Fans unterhält, gerät ins Staunen. Die Young Boys sind Meister, sie sind Cup-Sieger, sie haben die Champions League erreicht und europäisch überwintert, sie führen in der Super League mit sieben Punkten Vorsprung, stehen im Cup-Viertelfinal. Sie haben 22 700 Dauerkarten abgesetzt, verkaufen Halbjahr für Halbjahr Spieler für zweistellige Millionenbeträge ins Ausland. Sie sind: so gut, so gross, so erfolgreich wie nie in der 125-jährigen Vereinsgeschichte.
Die Young Boys sind sportlich und wirtschaftlich der nationalen Konkurrenz entrückt.
Gewinnen reicht nicht mehr
Aber: Die Kundschaft ist nicht restlos zufrieden, glücklich ist sie schon gar nicht. 1:0-Siege wie zuletzt zweimal gegen Lausanne-Ouchy werden kritisch betrachtet. Es heisst, die Spielweise unter dem Trainer Raphael Wicky sei unattraktiv, es fehle an Fussballern, für die man gerne ins Stadion gehe, und es genüge eben nicht mehr, nur zu gewinnen. Selbst das Ausscheiden am Donnerstag in der Europa League bei Sporting Lissabon, in jeder Beziehung besser als YB, wird nicht einfach akzeptiert, sondern als Beleg genommen für eine fehlende Entwicklung.
Christoph Spycher, der Delegierte Sport im YB-Verwaltungsrat, sagt: «Es ist normal, dass die Ansprüche gestiegen sind.» Wanja Greuel, der CEO bei den Young Boys, sagt: «Wir sind auch ein Opfer des eigenen Erfolges.» Und Tom Berger, FDP-Stadtrat in Bern, sagt: «Ich hätte mir früher nie vorstellen können, dass ich einmal nicht alles toll finde, wenn YB auf Meisterkurs ist.»
Noch vor wenigen Jahren war die Sehnsucht nach einem YB-Titel in ganz Bern zu spüren, nach so vielen zweiten Plätzen und verlorenen Cup-Finals. Kuno Lauener, Sänger von Züri West, sagte einmal, Rang zwei sei auch «suuberi Büez». Sein Song «Irgendeinisch fingt ds Glück eim» war der Refrain für diese ewig lange titellose Zeit. Seit dem YB-Cup-Sieg 1987 waren bis 2018 neun Vereine Meister geworden und drei weitere Cup-Sieger, der FC Thun erreichte die Champions League. Und YB war: der ewige Verlierer.
Melancholie, Romantik, Sehnsucht. Es ist nicht lange her. Jetzt ist YB eine gut geölte Maschine, das Geschäftsmodell wird nahezu perfekt umgesetzt. Talente kommen, werden entwickelt, gehen für Millionensummen ins Ausland, allein in den letzten acht Monaten verliessen vier Schweizer Nationalspieler den Klub: Fabian Rieder, Cédric Zesiger, Christian Fassnacht und Ulisses Garcia. Aber YB gewinnt einfach weiter, als sei es ein Kinderspiel, das Kader ständig zu erneuern.
Es gibt ein Datum, an dem sich das alte YB in das neue verwandelte, als «irgendeinisch» konkret wurde, als das Glück eine Heimat im Wankdorf fand. Es ist der 28. April 2018, und alle, die damals im Wankdorf waren, als YB gegen Luzern 2:1 siegte und die erste Meisterschaft seit 32 Jahren feierte, werden sich ein Leben lang an diesen Abend und an die Emotionen erinnern.
Mittlerweile hat YB fünf Meistertitel in sechs Jahren sowie zweimal das Double gewonnen und stand dreimal in der Champions League. Die Trainer wechseln, der Höhenflug bleibt. «Manchmal wäre es schön, wenn wir die Erfolge ein bisschen länger geniessen könnten», sagt der CEO Greuel.
YB ist längst nicht mehr der sympathische Verliererklub, YB ist der gefrässige Titelhamster. Die Stimmung im Team ist nicht immer die beste, es gab Zwischenfälle, zuletzt am Donnerstag in Lissabon, als es auf dem Platz sogar Streit darüber gab, wer den Elfmeter schiessen darf – und sich Silvere Ganvoula entgegen den Vorgaben des Trainers durchsetzte.
Christoph Spycher ist die starke Figur im Unternehmen. Er sagt, man sei bei allen Entscheidungen einzig dem Klub verpflichtet: «Niemand ist grösser als YB.» Auch nicht Jean-Pierre Nsame, dessen Abgang vor ein paar Wochen zu Como nach längeren Unstimmigkeiten weiter für negative Schlagzeilen sorgt.
Erst am Freitag beschwerte sich Nsame erneut in Interviews heftig über YB, beklagte unter anderem einen «Mangel an Respekt» und meinte, er sei betrogen worden, weil die Young Boys einen Wechsel zu Servette blockiert hätten. «Wir waren immer transparent und ehrlich mit ihm», entgegnet Spycher.
Für Sentimentalitäten ist kein Platz mehr. Jean-Pierre Nsame war jener Stürmer, der am 28. April 2018 kurz vor Spielende gegen Luzern das Tor zum ersehnten Titelgewinn erzielte. Nsame war es, der Fans wie Tom Berger eine «Explosion der Gefühle» bescherte, die man als Anhänger maximal einmal im Leben erlebt. Berger – Jahrgang 1986, als YB zuvor letztmals Meister geworden war – erinnert sich an die Heimspiele um die Jahrtausendwende vor 2000 Zuschauern im alten, maroden Wankdorf oder daran, wie er als Schüler ein paar Franken Sackgeld gespendet hat, als die Young Boys mal wieder eine Geldsammelaktion starteten.
Heute sind die Young Boys gesund und munter. Sie verkaufen den eigenen Junior Rieder für 15 Millionen Franken zu Rennes und ein paar Monate später den eigenen Junior Aurèle Amenda für fast die gleiche Summe zu Eintracht Frankfurt. Sie haben nach vielen Jahren mit enorm hohen Millionenverlusten über 60 Millionen Franken Eigenkapital. Und eine Frage ist: Geht es überhaupt noch besser?
Wanja Greuel erwähnt die ungenügende Trainingssituation sowie die Frauenabteilung, die man fördern wolle. Und Christoph Spycher, wie Greuel seit 2016 in leitender Funktion, sagt: «An dem Tag, an dem wir nichts mehr verbessern wollen, müssen wir aufhören.» Tom Berger, als FDP-Stadtrat ein Oppositionspolitiker, setzt sich für mehr Rasenplätze in Bern ein und stellt dabei oft erstaunt fest, dass YB mittlerweile von vielen auf Profifussball und Millionenbusiness reduziert werde. «Dabei tut der Klub viel für den Nachwuchs und für das Image Berns.»
Die Koordinaten haben sich verschoben. Für Fans wie Berger braucht es jetzt ein wunderschönes Tor von Meschack Elia in der Champions League gegen das weltbeste Team Manchester City, um Ekstase im Wankdorf zu erleben. Und der erfolgreiche Trainer Wicky wird auch von den Medien kritisch beurteilt, weil die YB-Auftritte selten mitreissend sind.
Wie beim FC Basel in der Meisterära
Es ist wie damals beim FC Basel in den Meisterjahren, als Urs Fischer und Murat Yakin trotz Titelgewinnen gehen mussten. In Basel blähten die Verantwortlichen den personellen Apparat auf, sie überschätzten sich, was den damaligen Sportchef Marco Streller 2017 zur legendären Aussage verleitete, der Abstand zu YB sei im Moment sehr gross.
Christoph Spycher würde so etwas niemals sagen. Er verkörpert etwas Bodenständiges, Bescheidenes, Bernisches, vielleicht auch etwas Unspektakuläres, was ihn nicht stört. «Wir vergessen nie, woher wir kommen», sagt er. Gewachsen sind in Bern nicht nur die Ambitionen, sondern auch der Betrieb, aber alles im Rahmen, sagt Greuel. Als er vor acht Jahren als CEO angefangen habe, seien es 160 Vollzeitstellen mit rund 200 Personen gewesen. Mittlerweile sind es knapp 40 Stellen mehr mit etwa 330 Menschen, darunter falle der gesamte Gastrobereich im Wankdorf.
Überhaupt: das Stadion. Es gehört YB, noch ein Unterschied zum FCB. Und seit kurzem ist Spycher sogar Mitbesitzer des Klubs, das bindet ihn an die Young Boys – selbst wenn er in ein paar Jahren doch noch eine Herausforderung in der Bundesliga annehmen sollte. «Ich bin nicht getrieben vom Karrieredenken», sagt Spycher. «Mir ist es wichtig, jeden Tag mit Freude und Lust zur Arbeit zu gehen.»
Vorerst planen die Young Boys mal wieder einen Umbruch im Kader. Im Winter kamen die jungen Spieler Jaouen Hadjam, Joel Mvuka und Anel Husic. Auch sie sollen in Ruhe reifen. Und doch hat man das Gefühl, nicht mehr jeder Transfer bei YB sei überzeugend. Die Erwartungen steigen überall.
Am Sonntag steht für die Young Boys der Spitzenkampf gegen den Zweiten Servette an, am Donnerstag der Cup-Viertelfinal beim Challenge-League-Leader Sion. Vielleicht gewinnt der Klub in ein paar Monaten wieder das Double. YB ist: der ewige Sieger.
Aber wie am 28. April 2018 wird es nie mehr sein. https://www.nzz.ch/sport/young-boys-wer ... ld.1814990
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2024, 20:11 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.02.2024  Zitat: Hat sich YB mit seinen Wintertransfers verzockt?
Das Meisterrennen in der Super League wird wieder spannend. Die Fans von YB sind über die aktuellen Leistungen ihres Teams sauer – und stellen Fragen.
Das Wichtigste in Kürze
- YB verliert zuhause gegen Servette mit 0:1. - Der Vorsprung der Berner beträgt damit nur noch vier Punkte. - Hat sich der Meister in der Winterpause verpokert?
Erstmals seit fast zwei Jahren verlieren die Young Boys in der Super League ein Heimspiel. Beim 0:1 gegen Verfolger Servette lässt der Meister Qualität und Siegeswillen vermissen. Es ist nach dem Aus in der Europa League gegen Sporting der nächste Dämpfer.
In den sozialen Medien lassen die Anhänger von Gelb-Schwarz ihrem Frust freien Lauf. «Zu viel Mittelmass in dieser Mannschaft», findet einer und zählt einige Namen auf. «Aber Hauptsache, man hat Garcia verscherbelt und Nsame vom Hof gejagt», ergänzt er.
Ein anderer Fan ärgert sich über die Wechsel-Möglichkeiten. Er schreibt: «Früher konnte man Nsame, Ngamaleu und Fassnacht einwechseln. Heute liegt es an Ganvoula und Monteiro.»
Hat sich der Leader mit seinen Transfers im Winter verzockt? Mit Ulisses Garcia (Marseille) und Jean-Pierre Nsame (Como) liess man zwei Leistungsträger ziehen. Zweiterer ist noch immer der beste Torschütze der Berner.
Im Sommer wird zudem Verteidigungs-Juwel Aurèle Amenda in die Bundesliga wechseln. Für ihn kassiert YB eine stattliche Ablöse von kolportierten 15 Millionen. Für Garcia sollen es deren vier gewesen sein. Verständlich, dass man die Spieler bei solchen Beträgen ziehen lässt.
Auch die Leihgeschäfte geben zu reden. Der formstarke Donat Rrudhani läuft in der Rückrunde für Lausanne-Sport auf, die eine Kaufoption für ihn besitzen. Miguel Chaiwa darf sich bis im Sommer beim FC Schaffhausen beweisen.
Immerhin: Mit Jaouen Hadjam wurde von Nantes ein Ersatz für Garcia verpflichtet. Der 20-jährige Algerier deutete sein grosses Potenzial bereits an. Auch die Leistungen von Joel Mvuka (Leihgabe von Lorient) machen Hoffnung. Zudem wurde mit Anel Husic noch ein Innenverteidiger geholt.
YB jetzt gegen Cup-Schreck Sion
Was aktuell neben den Leistungen gegen YB spricht, ist die Verletztenliste. Mit Filip Ugrinic fällt der formstärkste Spieler noch mehrere Wochen aus. Loris Benito kehrt mit einem Kreuzbandriss erst nächste Saison zurück. Und auch Kastriot Imeri wird in dieser Spielzeit nicht mehr auflaufen.
Zeit zum Erholen bleibt kaum: Für YB geht es am Donnerstag mit dem Cup-Viertelfinal im Tourbillon beim Sion weiter. Der aktuelle Leader der Challenge League ist gut im Schuss – und haben gegen die Berner eine gute Cup-Bilanz. In elf Duellen in diesem Wettbewerb unterlagen die Berner sechsmal.
https://www.nau.ch/sport/fussball/hat-s ... t-66715178
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2024, 20:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.02.2024  Zitat: Vorteil Genf!
Darum ist der Meistertitel für Servette möglich
Erstmals seit 2020 bahnt sich wieder ein enges Rennen um den Meistertitel an. Während Titelverteidiger YB kriselt, befindet sich Verfolger Servette im Flow – und könnte erstmals seit 1999 wieder Meister werden.
Mit dem Sieg am Sonntag im Wankdorf hat Servette Lunte gerochen. Obwohl Trainer René Weiler das Wort «Titel» nicht in den Mund nehmen will, deutet vieles darauf hin, dass die Genfer mehr als nur ein Herausforderer von Titelverteidiger YB sind. Sechs Gründe, warum im Mai die Durststrecke am Lac Léman nach 25 Jahren zu Ende gehen könnte.
YB muss, Servette darf Meister werden
Seit Jahren ist YB das Nonplusultra in der Schweiz. Oder mit den Worten von «Züri West» ausgedrückt: Die Berner sind «eine alte Maschine, die läuft und läuft». Doch diese ist ins Stocken geraten. Für den Finanz-Krösus der Liga ist der Titel Pflicht, schliesslich will man wieder in die Champions League, was als Meister viel einfacher ist. Servette hingegen hat nichts zu verlieren und tanzt noch auf drei Hochzeiten. Im Gegensatz zu den Genfern wäre für YB der Cupsieg ein (zu) schwacher Trost im Fall eines verpassten Meistertitels.
Die Formkurve
Seit der Winterpause tritt YB alles andere als souverän auf. Nur gegen Yverdon (5:1) vermag das Wicky-Team zu überzeugen. In Lugano geben die Berner dreimal eine Führung aus der Hand, gegen GC, Lausanne und SLO – die Schwanzklubs der Liga – gibt es ein mageres 1:0. Und nun die erste Liga-Heimpleite seit knapp zwei Jahren. Jetzt weiss auch die Konkurrenz, dass man in Bern auf Kunstrasen gewinnen kann. Nun warten der FCZ (in Zürich) und der FCB auf YB, Servette hat zwei Heimspiele vor der Brust; gegen St. Gallen und Lausanne, zwei der schwächsten Teams in der Rückrunde.
Genfer Konstanz
Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Liga setzt René Weiler die Arbeit seines Vorgängers Alain Geiger nahtlos fort. Seit dem Wiederaufstieg 2018 hat sich Servette peu à peu verbessert und sich als klare Nummer 2 in der Liga etabliert. Die Achse Yoan Severin, Steve Rouiller, Timothé Cognat und Miroslav Stevanovic spielt seit Jahren zusammen. Ein Grund für die Genfer Konstanz von nur einer Niederlage in den letzten 18 Liga-Spielen.
Kader-Mutationen
Noch immer hat YB auf dem Papier mehr Qualität. Doch mit Ulisses Garcia, Jean-Pierre Nsame und Donat Rrudhani hat YB wichtige Abgänge zu verkraften, hinzu kommen die wochenlangen Ausfälle von Filip Ugrinic und Loris Benito. Auch bei Servette lief nicht alles nach Wunsch, können doch aufgrund eines administrativen Fehlers nicht alle Winter-Zugänge eingesetzt werden. Mit der Ausleihe von Ronny Rodelin darf immerhin Takuma Nishimura ran – und das gegen YB gleich von Beginn an. Für den verlorenen Topskorer Chris Bedia springen andere in die Bresche; allen voran Dereck Kutesa und Alexis Antunes.
YBs verlorene Souveränität
Die Ruhe im Verein war ein Schlüssel für die Berner Erfolge in den letzten Jahren. Nun herrscht – trotz Tabellenführung – alles andere als Friede, Freude, Eierkuchen. Der nach Como verkaufte Top-Torschütze Jean-Pierre Nsame trat letzte Woche gegen die YB-Verantwortlichen nach. Danach folgte der Zwist beim Penalty in Lissabon, als sich Schütze Silvère Ganvoula den Anweisungen des Trainers widersetzte. Und die Pauschalkritik von Goalie David von Ballmoos nach dem Servette-Spiel lässt aufhorchen: «Der eine oder andere hatte zu wenig Motivation.»
Die ungelöste Wicky-Frage
Er hat mit YB alle Ziele erreicht: das Double, die Champions League, das Überwintern in einem europäischen Wettbewerb. Trotzdem scheint es, dass die Liebe zwischen dem Serienmeister und Trainer Raphael Wicky erloschen ist. Seit Wochen steht die Frage im Raum, ob der Walliser nach dem Sommer noch immer in Bern an der Seitenlinie stehen wird. YB tut gut daran, die Zukunft seiner wichtigsten Personalie bald zu klären. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 75199.html
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2024, 20:23 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.02.2024  Zitat: Wird das Meisterrennen doch noch spannend? Und: Wie lange ist Wicky noch YB-Trainer?
Drei Tage nach dem Out im Europacup verliert Meister YB erneut. Nach dem 0:1 zu Hause im Spitzenkampf gegen Servette stellt sich die Trainer-Frage dringender denn je.
Wird die Schweizer Fussball-Meisterschaft tatsächlich noch einmal spannend? Es ist die grosse Frage nach diesem Sonntag. Wer den Auftritt von diesem Servette im Berner Wankdorf zum Massstab nimmt, kommt tatsächlich in Versuchung, ein leises «Ja» zur Antwort zu geben.
1:0 gewinnt Servette den Spitzenkampf auswärts bei YB. Es ist ein verdienter Sieg. Ein von Anfang bis Ende reifer Auftritt des Teams von René Weiler. Nie ist der Erfolg in Gefahr. Der Lohn dafür: Servette rückt bis auf vier Punkte an YB heran. Und das, nachdem am letzten Donnerstag in der Conference League der Einzug in die Achtelfinals gelang.
Natürlich interessiert jetzt vor allem die Meinung von Weiler. Schliesslich ist er der Baumeister von diesem Servette. Er hat es geschafft, das Erbe von Alain Geiger klug zu verwalten. Und das Team gleichzeitig sanft weiterzuentwickeln. «Jetzt ist es euphorisch, das ist klar», sagt er. Und tut alles, um genau dies zu verhindern: überbordende Euphorie. Es ist eine schwierige Aufgabe.
«Das fühlt sich gut an. Nicht nur für uns. Sondern für die ganze Liga.»
1999 wurde Servette zum letzten Mal Fussball-Meister. Seither ist viel passiert. Konkurs. Neubeginn. Aufstieg. Abstieg. Aufstieg. Gelingt nun, 25 Jahre später, der 18. Meistertitel der Geschichte? Der Traum lebt. Weiler sagt: «Wir versuchen, Fortschritte zu machen, uns zu entwickeln und auch solche Spiele wie gegen YB zu gewinnen. Das gelingt nicht immer, aber immer öfter. Am Ende schauen wir dann, wo wir stehen.»
Erstmals seit fast zwei Jahren verliert YB wieder ein Heimspiel in der Meisterschaft. Weiler sagt: «Das fühlt sich gut an. Nicht nur für uns. Sondern für die ganze Liga. Ich bin froh, dass wir diesen Bann gebrochen haben. Auch die anderen wissen nun, dass man im Wankdorf etwas holen kann.»
Die YB-Auftritte sind oft ungenügend
Alexis Antunes heisst der Mann, der Servette ins Glück schiesst. Sein präziser Flachschuss kurz vor der Pause ist die Krönung eines schnellen Konters. Es ist nicht die einzige Szene, in der Antunes überzeugt. Seine Laufwege, sein Tempo, seine Übersicht sind bemerkenswert. Ist der 23-Jährige vielleicht sogar einer fürs Nationalteam? Wer weiss. Ein paar Minuten U21-Länderspielerfahrung hat er bereits, mehr aber nicht.
Dank Antunes, aber vor allem auch dank einer herausragenden Team-Leistung wird dieser Sonntag für Servette zum Feiertag. Die zur euphorisierten Stimmung passenden Bilder schickte der Klub gleich selbst in die digitale Welt.
Es ist sehr gut möglich, dass Ende Saison gleichwohl erneut YB den Meistertitel gewinnt. Und doch ist es enttäuschend, was die Mannschaft in diesen Wochen zeigt. Das Out in der Europa League gegen Sporting Lissabon soll nicht an erster Stelle der Kritik stehen. Aber die Auftritte in der heimischen Super League sind zu oft ungenügend. Der Druck nimmt zu. Jetzt warten FCZ und FCB.
Das alles führt zur Frage, die mit jeder Woche dringender wird: Hat Trainer Raphael Wicky eine Zukunft als YB-Trainer? Auch ihm muss die Stagnation seiner Mannschaft zu denken geben. Mittlerweile würde es kaum mehr überraschen, wenn die YB-Führungsriege um Christoph Spycher und Steve von Bergen zum Schluss käme, es benötige einen Wechsel. https://www.watson.ch/sport/fussball/11 ... icky-wankt
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2024, 20:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.02.2024  Zitat: Wicky-Rätsel führt zu Spekulationen
«René Weiler hat die Qualität, um YB-Trainer zu werden»
Raphael Wickys Vertrag bei YB läuft Ende Saison aus. Noch immer gibt es keinen Entscheid über eine weiterführende Zusammenarbeit. Das nährt den Boden für Spekulationen. Wird jetzt René Weiler wieder zum Thema?
Die Trainerfrage bei den Young Boys, sie bleibt ein Rätsel. Der im Sommer auslaufende Vertrag von Raphael Wicky wurde immer noch nicht verlängert. YB-Chefstratege Christoph Spycher stellte vor zwei Wochen im «Heimspiel» zwar klar, dass man mit dem Coach im stetigen Austausch sei, sagte aber auch, dass es noch keine Entscheidung gegeben hat: «Wenn der Entscheid gefällt wäre, würden wir ihn kommunizieren.»
Die ständigen Unruhen bei den Young Boys in den letzten Wochen und Monaten machen die Situation für Wicky nicht einfacher. Mehrere Spieler haben sich schon öffentlich über ihre Einsatzzeiten beklagt und auch teamintern scheint es das eine oder andere Problem zu geben.
Letzte Woche gab es im Sporting-Spiel Ärger um Silvere Ganvoula, der einen Penalty schoss, ohne dafür vorgesehen zu sein. Und am Sonntag ging Captain David von Ballmoos nach dem verlorenen Spitzenspiel gegen Servette auf seine Mitspieler los: «Ich habe das Gefühl, der eine oder andere hatte zu wenig Motivation.»
Noch kein Entscheid gefallen
Sportlich sind die Berner auf Kurs. In der Liga hat YB noch vier Punkte Vorsprung, im Cup spielt man am Donnerstag im Viertelfinal gegen Sion. Doch Spycher deutete im «Heimspiel» an, dass es auch zu einer Trennung kommen könnte, wenn der Erfolg da ist. «YB hat Vorstellungen. Wir haben gewisse Ideen für die Zukunft. Und Raphael Wicky hat eigene Ideen. Am Ende wird man sehen, ob es zusammenpasst oder nicht.»
Ein klares Bekenntnis klingt anders. Und so mehren sich die Spekulationen um einen möglichen Trainerwechsel beim Ligakrösus. Im blue Sport Studio wird schon über einen konkreten Namen diskutiert: René Weiler.
«Weiler zeigt, was für eine Qualität er hat. Er hat auch die Qualität, um YB zu trainieren», lobt blue Sport Experte Ciriaco Sforza. Der 50-Jährige bringe auch sehr viel Erfahrung mit, er wurde Meister in Belgien und Ägypten und arbeitete auch schon in Deutschland und Japan.
«Er war auch schon als Nationaltrainer ein Thema. Hut ab vor René», sagt Sforza. Timm Klose findet auch «das Projekt Servette spannend». Aber: «Weiler würde es sich sicher anhören, wenn YB anklopfen sollte.» Sein Vertrag in Genf läuft noch bis 2025.
Weiler war schon einmal ein Kandidat bei YB
Schon Ende 2020 sagte Weiler in der Sendung «90 Minuten» bei blue Sport, dass er sich ein Engagement bei YB vorstellen könnte. Und noch mehr: «Ich habe mit YB schon einmal verhandelt. Dann haben sie Gerardo Seoane mir vorgezogen.» Das war 2018, als Adi Hütter die Berner Richtung Bundesliga verliess.
Statt in Bern heuerte Weiler damals in Luzern an, ehe er die Schweiz für drei Jahre verliess. Vor dieser Saison trat in die grossen Fussstapfen von Alain Geiger, der die Genfer von der Challenge League ins Oberhaus führte und Servette zu einem Team machte, das in der Super League stets um die europäischen Plätze mitspielt.
Die angekündigte Trennung von Geiger sorgte vor einem Jahr für Unverständnis, doch auch unter Weiler läuft es den Genfern wie geschmiert. Nach dem Überwintern im Europacup darf sich Servette in der Conference League gegen Viktoria Pilsen durchaus Hoffnungen auf den Viertelfinal machen. Und in der Liga ist man Leader YB wieder auf den Fersen. Nach dem 1:0-Sieg in Bern am Sonntag träumt der eine oder andere Servette-Fan vielleicht sogar schon vom ersten Meistertitel seit 1999. https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 00511.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 29. Februar 2024, 00:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.02.2024  Zitat: Servette, Lugano, FCZ, FCB
Ist YB im Begriff, seine Vorherrschaft preiszugeben?
Eine 0:1-Heimniederlage des BSC Young Boys macht für die Konkurrenz noch keinen Meister-Frühling. Aber die Berner Dominanz hat natürliche Grenzen.
Ja: Selbst wenn YB das Double holt, hat der Anfang vom Ende bereits eingesetzt – und der Hunger der Konkurrenz ist gross.
Ein 0:1 daheim gegen Servette? Neue Spannung an der Spitze? Das weckt Vorfreude, wenn man nicht YB-Fan ist. Allein: Sie ist verfrüht.
Auch wenn Gelbschwarz Schwächen offenbart und die Gegner nicht mehr an die Wand spielt, dürften die Berner Ende Mai wieder den Goldkübel in Händen halten – zum sechsten Mal in den vergangenen sieben Jahren.
Zu viel eigene Substanz und zu wenig bei der Konkurrenz führen zu dieser Vermutung.
Doch selbst wenn YB am 2. Juni gar noch den Cup und damit abermals das Double holt: Der Anfang vom Ende der Berner Vorherrschaft im Schweizer Fussball hat eingesetzt. Die Heimniederlage gegen Servette ist dabei ein zarter Hinweis, der ins Gesamtbild passt.
Denn so wie sich YB in dieser Saison präsentiert, motiviert dies die Konkurrenz. Eine Konkurrenz aus Genf und Lugano, die dank potenter Geldgeber über finanzielle Mittel und langfristige Projekte verfügt, die an die Spitze führen sollen. Aber auch Konkurrenz aus Basel und Zürich, deren breite Fanbasis und Erfolgstradition rasch zu frischen Mitteln und entsprechender Potenz führen können.
Überall ist Hunger. Überall ist Steigerungspotenzial. Ausser in Bern.
Dort stösst YB an Grenzen. Bei der Anhängerschaft, die das Wankdorf bereits füllt und der ein unspektakuläres 1:0 zunehmend zu wenig ist. Aber auch bei den Motivationsmöglichkeiten der Spieler: Ist der Sieg alltägliche Pflicht, vermag er keine euphorisierenden Gefühle mehr zu wecken, die am Anfang eines jeden Rausches stehen, in den sich eine Mannschaft spielt.
All das ist nichts anderes als eine natürliche Entwicklung. So wie sie beim FC Basel in der beispiellosen Erfolgsära von Bernhard Heusler ebenfalls einsetzte und deren Ende schon weit vor dem achten Meistertitel in Folge einläutete.
Warum? Weil der Druck des Gewinnenmüssens bei anhaltendem Erfolg nur zunimmt, während die Freude mit jedem Titel abnimmt – dies, während sich die Negativität, die mit einer einzelnen Niederlage einhergeht, potenziert. «Sich zu Tode siegen» nennt sich der Modus, in dem man sich irgendwann befindet – und der die Veränderung unausweichlich macht.
Vielleicht dauert in Bern ja wirklich alles etwas länger. Ganz sicher ist es in der YB-Struktur unwahrscheinlich, dass das passiert, was in Basel zum raschen Abstieg führte: ein kompletter Führungswechsel, von der Besitzerschaft über den Verwaltungsrat bis hin zum Cheftrainer.
Mit dem einen oder anderen Berner Titel ist folglich auch in Zukunft zu rechnen. Aber in Anbetracht der Konkurrenz ist absehbar, dass YB am Ende seiner dominantesten Phase steht – und nicht an deren Anfang.
Nein: Der Meister könnte sich dieses Jahr verzockt haben. Doch da YB die Erlöse schlau reinvestiert, bleibt die Dominanz.
Am Sonntag verlieren die Berner Young Boys in der Liga mit 0:1 gegen Servette, dazu verdient, der Vorsprung auf die Genfer beträgt nur noch vier Punkte. Die erfolgsverwöhnten Fans sind unzufrieden, der Riese wankt, doch zu Fall gebracht ist er noch lange nicht. Und aktuell ist auch nicht absehbar, dass sich dies so schnell ändert.
Dass jede Erfolgsära im Fussball irgendwann zu Ende geht, ist bekannt. Insbesondere die Fans des FC Basel mussten dies schmerzhaft erfahren. Doch während beim FCB damals diverse einschneidende Veränderungen in der Vereinsführung zum schleichenden Absturz führten, zeichnen sich die Berner in der Führungsetage durch Kontinuität und Weitsicht aus. Selbst ein Jahr ohne Meistertitel würde daran nichts ändern. Das hat man ja schon in der Vorsaison bewiesen: Nachdem der FC Zürich überraschend den Meistertitel geholt hatte, fand Gelbschwarz unvermittelt in die nationale Erfolgsspur zurück und gewann die Meisterschaft überlegen zum fünften Mal in sechs Jahren.
Es mag sein, dass sich der Meister mit seiner Transferpolitik in der aktuellen Saison ein wenig verzockt hat. Mit Fabian Rieder, Cédric Zesiger, Christian Fassnacht, Ulisses Garcia und Jean-Pierre Nsame hat man langjährige Leistungsträger innert kürzester Zeit abgegeben, mit Aurèle Amenda wird im Sommer ein weiterer folgen. Diese Spieler hat man nicht adäquat ersetzt. Noch nicht. Und das ist genau der springende Punkt.
Die Verkäufe bedeuteten nämlich auch einen Geldregen, der – Sommer- und Wintertransferperiode zusammengerechnet – ligaweit nur vom FC Basel übertroffen wurde. Was Rotblau jedoch nicht hat, sind die Einnahmen aus dem europäischen Geschäft, in welchem YB dank der Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League satte 30 Millionen Franken absahnte.
Die Young Boys schwimmen also in Geld, das nur darauf wartet, reinvestiert zu werden. Und auch wenn in Lugano, bei den Grasshoppers oder Servette zahlungskräftige Geldgeber im Hintergrund stehen, dauert es dennoch Jahre, um Strukturen zu bilden, mit denen man den Branchenprimus ernsthaft in Bedrohung bringen könnte.
Und trotz des vollzogenen Umbruchs ist es noch immer so: YB ist nach wie vor Leader der Super League und steht im Cup-Viertelfinal. Also ist man abermals auf Double-Kurs.
Vielleicht stehen die Chancen für Servette tatsächlich günstig, in dieser Saison erstmals seit 1999 wieder Meister zu werden. Vor allem aber gilt: Sie stehen besser, als das in Zukunft der Fall sein wird. https://www.bazonline.ch/die-konkurrenz ... 2574167296
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