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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. November 2023, 22:01 
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Elf YB-Spieler unterwegs

Folgende elf Spieler der 1. Mannschaft des BSC Young Boys sind mit ihren Nationalteams unterwegs:

- Filip Ugrinic, Ulisses Garcia, Loris Benito (unten im Bild), A-Nationalmannschaft Schweiz.
15.11.2023, Israel - Schweiz; 18.11.2023, Schweiz - Kosovo; 21.11.2023, Rumänien - Schweiz.

- Aurèle Amenda, U21-Nationalmannschaft Schweiz.
17.11.2023, Schweiz - Armenien; 21.11.2023, Schweiz - Rumänien.

- Ebrima Colley, Saidy Janko, Nationalmannschaft Gambia.
16.11.2023, Burundi - Gambia; 20.11.2023, Gambia - Elfenbeinküste.

- Mohamed Ali Camara, Nationalmannschaft Guinea.
17.11.2023, Guinea - Uganda; 21.11.2023, Botswana - Guinea.

- Meschack Elia, Nationalmannschaft Demokratische Republik Kongo.
15.11.2023, DR Kongo - Mauretanien; 19.11.2023, Sudan - DR Kongo.

- Silvere Ganvoula, Nationalmannschaft Kongo.
17.11.2023, Sambia - Kongo; 20.11.2023, Eritrea - Kongo.

- Noah Persson, U21-Nationalmannschaft Schweden.
20.11.2023, Schweden - Niederlande.

- Malik Deme, U19-Nationalmannschaft Schweiz.
15.11.2023, Schweiz - Schweden; 18.11.2023, Italien - Schweiz; 21.11.2023, Liechtenstein - Schweiz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Samstag 25. November 2023, 21:31 
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Nachruf auf Martin Maraggia

Als YB unterzugehen drohte, war er der Retter in Not

Der frühere Clubpräsident erlebte dubiose Investoren und leere Kassen. Ohne ihn gäbe es die Young Boys in ihrer heutigen Form nicht.

Es ist eines der eindrücklichsten Bilder aus dieser Zeit kurz vor der Jahrtausendwende, als sich die Young Boys vor dem Untergang befanden. «YB darf nicht sterben», stand in Schwarz auf weissem Plakat, dahinter die verlotterte Tribüne des alten Wankdorfs. Sie ist sichtbar, weil zwischen den Zuschauern überall Lücken klaffen.

Auch das ist sinnbildlich: Der alte Dampfer YB leckte, der Club, 13 Jahre zuvor letztmals Meister geworden, wurde aufgegeben, von der Berner Wirtschaft und Politik.

Es brauchte nicht mehr viel und YB wäre so tief gesunken, dass jede Rettung zu spät gekommen wäre. In diesem Moment kam Martin Maraggia, ein Wohnwagenspezialist mit gelb-schwarzem Herz. «Der letzte Captain an Bord», sagt Charles Beuret, der damals für den «Bund» über die Young Boys schrieb.

Am 12. November ist Maraggia im Alter von 84 Jahren verstorben. Als Ehrenmitglied von YB, einem Club, der mit jenem, dem er von 1999 bis 2000 vorsass, kaum noch etwas gemeinsam hat ausser den Vereinsfarben. Ein Club aber, der ihm auf ewig dankbar sein muss. Um es kurz zu machen: Ohne Maraggia gäbe es YB in der heutigen Form nicht.

Die Fans fordern: «Maraggia, kämpfe weiter!»

Als Maraggia bei den Young Boys übernimmt, ist es zur Gewohnheit geworden, dass diese jedes Jahr darum bangen müssen, die Lizenz zu erhalten. Spieler warten monatelang auf den Lohn. Trainer laufen davon. Und ins Wankdorf verirren sich nur noch die treuesten Anhänger. Der Zuschauerschnitt damals: 3103. Heute beträgt er nahezu 30’000.

Maraggia war engagierter Vorsitzender der Donatorengruppe, er wurde dann YB-Präsident, weil er sich als Einziger das Amt antun wollte. Seine wichtigste Aufgabe: Investoren finden. Dazu sagte er einmal: «Ich habe einige unglaubliche Dinge erlebt an der Vereinsspitze – die Treffen mit mehreren dubiosen Geschäftsleuten beispielsweise, die bei YB als Investoren einsteigen wollten. Darunter hatte es solche, die einen Treuhänder mitschleppten und bei den ersten Kontakten einen recht seriösen Eindruck machten. Als es allerdings darum ging, Nägel mit Köpfen zu machen, waren sie jeweils so schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht waren.»

«An die Heimspiele habe ich jeweils 5000 Franken in kleineren Noten und Münzrollen mitgebracht, weil wir keine flüssigen Mittel mehr in der Kasse hatten.»
Martin Maraggia

«Maraggia, kämpfe weiter!», steht in dieser Zeit einmal auf einem Plakat der Fans. Diese glauben an ihn, auch wenn sich ein potenzieller Investor nach dem anderen in Luft auflöst. Maraggia kämpft weiter, er steckt seine ganze Energie in den Club, zuweilen auch sein eigenes Geld. «Der Club hat damals von der Hand in den Mund gelebt», blickte Maraggia einst zurück. «An die Heimspiele habe ich jeweils 5000 Franken in kleineren Noten und Münzrollen mitgebracht, weil wir keine flüssigen Mittel mehr in der Kasse hatten.»

Der Tiefpunkt ereignet sich am 21. November 1999, also fast auf den Tag genau vor 24 Jahren. Als die Young Boys, in der Saison davor aus der Nationalliga A abgestiegen, Etoile Carouge empfangen, stehen sie längst als Teilnehmer an der Abstiegsrunde zur 1. Liga fest. 1761 Zuschauer verlieren sich im Wankdorf, auf den leeren Tribünen liegt Schnee. Und YB verliert 0:2.

Dieses Spiel gilt heute als Stunde null in der Vereinsgeschichte. Weil die Young Boys fortan nicht noch tiefer sinken, Loch um Loch wird gestopft, wenn auch langsam und beschwerlich. Dank Maraggia: Er ist es, der die Verpflichtung von Erfolgstrainer Marco Schällibaum einleitet. Und er findet Ende 1999 doch noch Investoren, sie kommen aus Luzern und heissen Walter Theiler und Albert Koller. Diesmal fliesst das Geld tatsächlich. YB ist gerettet.

2000 gibt Maraggia sein Amt ab, er hat seine Arbeit getan. Dem Club bleibt er aber bis zu seinem Tod verbunden, als Ehrenmitglied und Fan. Am Dienstag ist Martin Maraggia in Thun beigesetzt worden.


https://www.bernerzeitung.ch/martin-mar ... 7612648701

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Samstag 25. November 2023, 21:33 
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YB hat nach Spitzenkampf in Zürich Heimspielwochen

Am Samstag geht es für YB nach Zürich zum Spitzenkampf gegen den FCZ. Danach dürfen sich die Berner aber bis Mitte Dezember im schönen Zuhause einnisten.

Das Wichtigste in Kürze

- Am Samstag reist YB für das Spiel gegen den FCZ (18 Uhr) nach Zürich.
- Nach dem Spitzenkampf stehen dann für die Berner vier Heimspiele in Serie an.
- Erst am 13. Dezember muss man wieder auswärts ran – gegen Leipzig in der Champions League.

Die YB-Fans mussten sich in letzter Zeit gedulden, um ihre Mannschaft live zu sehen. Zumindest jene, welche nicht an die Auswärtsspiele reisten. Seit fast einem Monat, genauer gesagt seit dem Champions-League-Spiel zuhause gegen Manchester City am 25. Oktober, absolvierten die Young Boys nur noch ein Spiel im heimischen Wankdorf.

Doch in den nächsten Tagen und Wochen werden die Berner Fans wieder auf ihre Kosten kommen. Nach dem Spitzenkampf am Samstag um 18.00 Uhr gegen den FCZ im Zürcher Letzigrund stehen bis am 13. Dezember nur noch Heimspiele an.

Vier Spiele in Serie wird der amtierende Schweizer Meister in Bern absolvieren. Und diese haben es in sich.

Zuerst trifft YB im wohl entscheidenden Champions-League-Spiel um das europäische Überwintern am 28. November auf Roter Stern Belgrad. Nur fünf Tage später kommt es zu einem weiteren Kracher in der Super League – gegen das viertplatzierte Servette.

Danach sind noch Stade-Lausanne Ouchy und der zurzeit drittplatzierte FC St.Gallen im Berner Wankdorf zu Gast. Für YB stehen also wichtige Wochen an. Schafft man es, diese Heimspiele erfolgreich zu gestalten, könnte man sich in der Super League ein kleines Polster schaffen.

Das Jahr schliessen die Berner dann nochmals mit zwei Auswärtsspielen ab. Für das letzte Champions-League-Spiel der Saison reist man am 13. Dezember nach Leipzig und drei Tage später trifft man erneut auf Stade-Lausanne Ouchy.


https://www.nau.ch/ort/bern/yb-hat-nach ... n-66655804

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Freitag 1. Dezember 2023, 17:32 
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YB: Diese Teams warten in den Playoffs der Europa League

Meister YB hat sein grosses Ziel erreicht und überwintert europäisch. In der Zwischenrunde der Europa League warten starke Gegner auf die Wicky-Elf.

Das Wichtigste in Kürze

- Dank des 2:0-Sieges gegen Roter Stern steht YB im Europa-League-Sechzehntelfinal.
- Dort werden die Berner mit grosser Wahrscheinlichkeit auf nahmhafte Konkurrenz treffen.
- Die Auslosung findet am 18. Dezember um 13 Uhr statt.

Vier Punkte aus fünf Spielen reichen YB, um sich vorzeitig Rang drei in der Champions League zu sichern. Damit geht es für Gelb-Schwarz im Frühjahr in den Playoffs der Europa League weiter.

Und dort wird aller Voraussicht nach ein grosses Kaliber warten. Die Berner treffen im Sechzehntelfinal auf einen Gruppenzweiten.

Aus Gruppe A hiesse der mögliche Gegner SC Freiburg oder West Ham United. Die beiden kämpfen im letzten Spiel noch um den direkten Einzug in den Achtelfinal. Die Breisgauer brauchen einen Sieg.

Auch aus Gruppe B landet ein starkes Team in der Zwischenrunde. Die Entscheidung fällt zwischen Marseille und Brighton. Den Franzosen reicht im Direktduell in zwei Wochen ein Remis für den Gruppensieg.

Spannend bleibt es in der Gruppe C, in der noch drei Teams um den direkten Achtelfinal-Einzug kämpfen. Spielt Tabellenführer Betis gegen die Rangers unentschieden, könnte Sparta Prag mit einem Sieg gegen Aris vorbeiziehen. Dann würde YB auf die Spanier aus Sevilla treffen.

Bereits gegessen ist die Sache in der Gruppe D. Atalanta Bergamo zieht durch, Sporting Lissabon muss in die Zwischenrunde.

Aus der Gruppe E winkt YB ein Wiedersehen mit Vincent Sierro. Sein FC Toulouse sichert sich hinter Liverpool mit grosser Wahrscheinlichkeit Rang zwei.

Auch aus Gruppe F deutet vieles auf einen alten Bekannten hin. Zwar führt Fabian Rieders Stade Rennes die Tabelle noch an, Villarreal hat aber ein Spiel weniger und das Direktduell gewonnen.

Aus Servettes Gruppe G bekommt es YB mit Slavia Prag oder der AS Rom zu tun. Aktuell führen die Tschechien die Rangliste zwei Punkte vor den Italienern an.

Der vermeintlich schwächste mögliche Gegner für YB kommt aus der Gruppe H. Hinter dem souveränen Leader Leverkusen kämpfen Karabach und Molde um Rang zwei. Die Aserbaidschaner haben wegen des gewonnenen Direktduells die besseren Karten.

Ausgelost wird am 18. Dezember ab 13 Uhr in Nyon.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-di ... e-66661464

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Samstag 2. Dezember 2023, 20:14 
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02.12.2023

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Berner Transferbilanz

Enttäuschende Zugänge – bessert YB bald nach?
Die Neuen haben bei den Bernern nur Nebenrollen. Zudem nehmen einige YB-Spieler am Afrika-Cup teil. Das kann in der Kaderplanung für Handlungsbedarf sorgen.

Die Neuen als Mitläufer

Wer ist bisher Ihr YB-Spieler der Saison? Meschack Elia? Filip Ugrinic? Denken Sie an die Paraden Anthony Racioppis, die Flankenläufe Ulisses Garcias oder die Kompromisslosigkeit Mohamed Camaras? Ist es für Sie Loris Benito, dem im Sommer hie und da die Tauglichkeit als Innenverteidiger abgesprochen wurde? Oder Lewin Blum, nach Fabian Rieder ein weiterer Berner aus dem Nachwuchs, der bald den Sprung ins Nationalteam schaffen könnte?

Egal, wie Sie sich festlegen, es wird bestimmt kein Spieler sein, den die Young Boys 2023 verpflichtet haben. Die Zugänge nehmen allesamt nur Nebenrollen ein. In der Tabelle der Einsatzzeiten taucht mit Saidy Janko die erste Verpflichtung auf Rang 8 auf. Nach ihm folgen Darian Males (9), Silvere Ganvoula (16), Noah Persson (17), Ebrima Colley (18) und Lukas Lakomy (21). Der 18-jährige Malik Deme wurde als Perspektivspieler geholt, er hat noch keine einzige Minute auf höchster Stufe bestritten.

Noch extremer sieht die Statistik beim Blick auf die Einsatzzeiten in der Champions League aus. Dort wird das Rotationsprinzip ausser Kraft gesetzt, die elf Spieler, die beginnen, werden als die Besten für die Aufgabe erachtet. In dieser Rangliste steht Rechtsverteidiger Janko als erster Zugang an 10. Stelle, wohl aber auch nur, weil Blum mit Trainingsrückstand in die Saison startete.

Das bedeutet einerseits, dass die Young Boys ein so robustes Gerüst gebaut haben, dass das Wegbrechen der Säulen Christian Fassnacht, Fabian Rieder und Cédric Zesiger dennoch aufgefangen werden konnte. Andererseits: Einige der Neuen haben sich nicht so eingefügt, wie sich das die sportliche Führung vorstellen musste. So entsteht bei YB-Partien zuweilen der Eindruck, dass die Ersatzbank qualitativ dünner besetzt ist als in Vorjahren.

Die Parallelen bei Males und Imeri

Enttäuscht hat Lakomy. Der 22-Jährige war einer der Gewinner der Vorbereitung, diese Zeitung listete ihn vor der Saison unter den neuen Attraktionen der Super League auf. Der Pole schien prädestiniert, von Rieder die Position im zentralen, offensiven Mittelfeld zu übernehmen. Doch Rieders Abgang zog sich hin und hin – und als er doch noch nach Rennes wechselte, startete auf dieser Position Ugrinic durch.

Lakomy kommt auf 9 Einsätze, keiner davon in der Champions League. Nur viermal stand er in der Startaufstellung, kürzlich fiel er für ein paar Partien verletzt aus. Aber Lakomy lebt erstmals im Ausland – neue Liga, neues Umfeld, möglich, zeigt er noch, warum die Young Boys für ihn rund 1,5 Millionen Franken bezahlt haben.

Die grösste Enttäuschung unter den Neuen ist Males, mit 2,5 Millionen Franken der teuerste Zugang in dieser Saison und einer der teuersten überhaupt in der Ära von Christoph Spycher. Er kennt die Liga, er kannte einige der Mitspieler schon aus dem U-21-Nationalteam. Entlastende Argumente kann er – anders als Lakomy – nicht vorbringen.

In Basel war er vergangene Saison mit wettbewerbsübergreifend 11 Toren und 17 Vorlagen Topskorer. Seine Bilanz in Bern: 20 Einsätze, 1 Tor, 2 Vorlagen. Bonus Males? Bisher eher Males Malus.

Seine Verpflichtung kam durchaus überraschend, weil er in Basel trotz seinen vielen Torbeteiligungen nicht zu den prägendsten Figuren zählte. Und weil der 22-jährige Mittelfeldspieler zwar einen feinen Fuss hat, aber weder sonderlich schnell noch sonderlich robust ist – ähnlich wie Imeri, der nun bis Saisonende ausfallen dürfte. Die Königstransfers der letzten beiden Sommer entsprechen Spielertypen, die es schwer haben, unter Wicky zur Entfaltung zu kommen.

Der Faktor Afrika-Cup

Das alles führt zur Frage, ob die Young Boys im Winter auf dem Transfermarkt nachbessern. Zumal sie im Frühjahr mit der Barrage der Europa League nun mindestens zwei weitere Partien bestreiten. Und im Minimum vier ihrer YB-Spieler am Afrika-Cup dabei sein dürften. Die Gruppenphase beginnt Mitte Januar, eine Woche vor dem Rückrundenstart, und dauert knapp zwei Wochen.

Mit Elia (Demokratische Republik Kongo) und Captain Camara (Guinea) nehmen gar zwei der wichtigsten YB-Spieler teil, sollten sie überraschenderweise mit ihren Teams bis in den Halbfinal vorstossen, würden sie frühestens in der Woche vor dem Höhepunkt in der Europa League zurückkehren. Zudem dürften Janko und Colley im Aufgebot von Gambia figurieren. Miguel Chaiwa spielte zwar auch schon für Sambia, er wurde aber in diesem Jahr nie aufgeboten, Niasse hat noch kein einziges Länderspiel für Senegal bestritten. Aber ausschliessen lässt sich auch ihre Teilnahme nicht.

Dennoch gibt sich YB-Sportchef Steve von Bergen gelassen, er sagt: «Stand jetzt, gehe ich nicht davon aus, dass wir auf dem Transfermarkt aktiv werden. Aber selbstverständlich halten wir die Augen und Ohren offen.» Und dann verweist er auf die Spieler, die bisher nicht so viel eingesetzt wurden. Das kann deren Chance sein. Sie sollten sie nutzen.


https://www.bernerzeitung.ch/bilanz-yb- ... 0505657673

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. Dezember 2023, 18:50 
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Das steckt hinter dem «ausverkauften» Berner Wankdorf

Im Berner Wankdorf gibt es bei Heimspielen in der Super League immer wieder leere Sitze. Trotzdem gibt der Verein an, dass das Stadion ausverkauft sei. Wir klären auf, was es damit auf sich hat.

Darum gehts

- Bei YB gegen Servette am Sonntag gab es im Wankdorf viele leere Sitze.
- Trotzdem erklärten die Young Boys das Spiel für ausverkauft.
- Das hängt mit den Saisonkarten zusammen.

Am Sonntag fand in Bern der Spitzenkampf zwischen YB und Servette statt. Auf dem Kunstrasen gab es zwischen dem Zweiten und dem Dritten der Super League keinen Sieger. In den sozialen Medien gaben vor allem die vielen leeren Sitze im Wankdorf zu reden, besonders, weil der Stadionspeaker das Spiel für «ausverkauft» erklärte. «Man kann sogar fast die Aufschrift ‹Wankdorf› bei den gelben Plastikstühlen lesen», machte sich ein User auf Instagram lustig.

«Wir geben jeweils die Anzahl verkaufter Tickets an», erklären die Young Boys auf Anfrage von 20 Minuten. Für die Partie vom Sonntag seien alle 31’500 Billette verkauft worden, inklusive 22’300 Saisonkarten. «Es blieben viele Plätze leer, weil am Sonntag viele Saisonkarten-Besitzerinnen und -Besitzer nicht im Stadion waren», so der Mediensprecher des Meisters weiter.

Leipzig-Kracher zum Schluss der Champions League

Auch in den sozialen Medien kamen einige User zu diesem Schluss. Ein User hat eine mögliche Begründung gefunden. «Die YB-Fans sind gesättigt», da steige die Zahl der Leute, die nicht auftauchten. Ein anderer Fan konnte der Situation auch etwas Positives abgewinnen. «Es ist egal, die Einnahmen sind trotzdem generiert worden.» Denn trotz der leeren Plätze war das Stadion einmal mehr in dieser Saison gut gefüllt. Ein User schätzt, dass trotz der tiefen Temperaturen am Sonntag rund 25’000 Fans den Weg ins Wankdorf fanden.

Es wird sich zeigen, ob am kommenden Samstag gegen den FC St. Gallen wieder alle Saison-Abo-Besitzerinnen und -Besitzer auftauchen. In den Genuss von Champions League in Bern kommen die YB-Fans in dieser Saison nicht mehr. Das letzte Gruppenspiel des Double-Siegers gegen RB Leipzig findet nächste Woche in der Red Bull Arena statt.


https://www.20min.ch/story/yb-stadion-w ... 7411514679

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. Dezember 2023, 18:54 
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Super League: Saison 2024/25 beginnt am 20. Juli

Fussballfans müssen sich kommenden Sommer nicht gedulden. Nach der EM 2024 heisst es gleich wieder Super League.

Das Wichtigste in Kürze

- Nur eine Woche nach dem EM-Final startet die neue Super-League-Saison.
- Der Cupfinal geht einen Tag nach dem Final der Champions League über die Bühne.

Die nächste Saison der Super League beginnt eine knappe Woche nach dem Final der EM 2024. Am Samstag, 20. Juli, finden die ersten Spiele statt. Bereits einen Tag früher startet die Challenge League in die Saison 2024/2025.

Die Winterpause beginnt nach der 18. Runde vom 15. Dezember und dauert bis zum 18. Januar.

Der Schweizer Cupfinal ist für den 1. Juni 2025 programmiert und findet damit einen Tag nach dem Endspiel der Champions League statt.


https://www.nau.ch/sport/fussball/super ... i-66664301

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 6. Dezember 2023, 14:12 
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Schnappt sich YB heute den Leaderthron zurück?

Der BSC Young Boys dürfte sich heute Abend gegen Lausanne-Ouchy nichts mehr als wieder einen Sieg wünschen. An Leader FCZ könnte man nur vorerst vorbeiziehen.

Das Wichtigste in Kürze

- YB trifft heute Mittwoch in der Super League erstmals auf Stade Lausanne-Ouchy.
- Die Berner haben im Dezember noch ein paar Dinge vor – und gutzumachen.
- Bleiben sie im Kalenderjahr zuhause ungeschlagen?

Die wohl wichtigsten Ziele der erste Saisonhälfte hat YB mit der Champions-League-Teilnahme und dem Überwintern im Europacup erreicht. So ganz zufrieden kann der Meister trotzdem nicht sein. In der Super League lief es längst nicht immer wunschgemäss. Zuletzt gab es aus zwei Spielen gegen die ersten Verfolger nur einen Punkt.

Die Rückkehr auf die Leaderposition ist am Mittwochabend mit einem Heimsieg gegen Lausanne-Ouchy möglich. Nach Verlustpunkten wird man nach dem ersten Super-League-Duell überhaupt mit dem Waadtländer Aufsteiger hinter dem FC Zürich bleiben.

Die Zürcher haben noch eine Nachholpartie gegen Winterthur in der Hinterhand, die am Mittwoch in einer Woche stattfindet.

Neben einem Champions-League-Coup in Leipzig dürften die Berner auch Platz 1 zum Jahresende in der Super League ins Visier nehmen. Doch YB kann im Dezember noch ein drittes Ziel verfolgen: Zum sechsten Mal könnte eine Mannschaft seit der Einführung der Super League 2003 ein Kalenderjahr ohne Heimniederlage hinter sich bringen.

Auf dem Weg zu dieser Marke ist die Hürde Lausanne-Ouchy weniger hoch als St. Gallen, das am Samstag im Wankdorf gastiert.


https://www.nau.ch/ort/bern/yb-diese-dr ... r-66663823

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 7. Dezember 2023, 13:11 
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Von Ballmoos wieder Nummer 1?

Zubis Warnung an YB: «Mit diesen zwei Goalies kannst du nicht weitermachen»

YB-Coach Raphael Wicky sorgt am Mittwoch gegen Lausanne-Ouchy für eine Überraschung und stellt David von Ballmoos wieder ins Tor. Der zuletzt auf die Bank degradierte Keeper liefert und hält den Bernern den Sieg fest. Der Goalie-Kampf mit Anthony Racioppi ist neu lanciert.

Im September kam es bei den Young Boys zum grossen Goalie-Beben. Der Meister verkündete, dass David von Ballmoos nach seiner Rückkehr nach langer Knieverletzung nicht mehr die Nummer 1 ist. Anthony Racioppi blieb Stammgoalie und bestätigte seinen Status mit teils hervorragenden Leistungen.

Zuletzt schlich sich aber die eine oder andere Unsicherheit bei Racioppi ein. Und siehe da: Am Mittwoch steht gegen Lausanne-Ouchy wieder von Ballmoos im YB-Tor. Trainer Raphael Wicky bestätigt vor dem Spiel im Interview mit blue Sport, dass Racioppis Patzer «einer der Gründe» für den Wechsel zwischen den Pfosten ist.

«Wir zweifeln überhaupt nicht an seinen Qualitäten, aber es ist auch bei den Goalies eine Leistungsgesellschaft. Ich habe zwei absolute Top-Goalies und (Racioppi) hat zuletzt extrem viele Matches gespielt», erklärt Wicky. Für von Ballmoos sei es eine Chance, deutet der Coach an: «Jeder Spieler hat die Möglichkeit, sich zu beweisen, wenn er von Anfang an spielt. Das gilt natürlich auch für von Ballmoos.»

Und der 28-Jährige weiss seine Chance zu nutzen. Mit einer starken Leistung hält gegen Schlusslicht Lausanne-Ouchy den 1:0-Sieg fest, mit dem YB die Tabellenführung zurückerobert. Mit von Ballmoos im Tor spielt YB auch endlich wieder ein Mal zu Null. Racioppi hatte in den letzten fünf Liga-Spielen immer mindestens ein Gegentor kassiert.

«Von Ballmoos hat geliefert», sagt blue Sport Experte Pascal Zuberbühler nach dem Spiel gegen SLO. «Jetzt bin ich gespannt, was Wicky in Zukunft macht.» Schon am 8. Spieltag erhielt von Ballmoos eine Chance, musste nach der 1:2-Pleite gegen St.Gallen aber wieder Platz für Racioppi machen.

Zubi: YB sollte im Winter einen Goalie verkaufen

Und jetzt? Von Ballmoos sei eine Nummer 1 und eine wichtige Persönlichkeit in der Mannschaft, meint Zubi. «YB muss aufpassen», so der frühere Nati-Goalie schon vor dem Spiel im blue-Studio. «Mit diesen zwei Goalies kannst du im neuen Jahr nicht weitermachen. Du musst schauen, dass du einen verkaufen kannst.»

Racioppi ist vier Jahre jünger als von Ballmoos und hat einen höheren Marktwert. «Wenn du einen verkaufen kannst, ist es meiner Meinung nach Racioppi, der sehr viel gute Sachen gezeigt hat», sagt Zubi. «Von Ballmoos kannst du dann wieder als Nummer 1 nehmen, zudem hat YB noch Marvin Keller.» U21-Nati-Goalie Keller ist aktuell an Winterthur ausgeliehen.

Für die Zukunft ist YB zwischen den Pfosten ohnehin gerüstet. Doch wie sieht die Gegenwart aus? «Ich bin gespannt, wie YB das jetzt handhabt. Vor allem jetzt in den letzten Spielen vor der Winterpause», so Zubi.

Wartet auf von Ballmoos gleich die nächste Chance?

Am Wochenende kommt es zum Top-Spiel gegen St.Gallen, ehe nächste Woche das abschliessende Gruppenspiel in der Champions League gegen Leipzig auf dem Programm steht, bei dem es für YB um nichts mehr geht. Gut möglich also, dass von Ballmoos da eine weitere Chance erhält.

Heiss darauf wird der langjährige Stammkeeper auf jeden Fall sein. «Für mich war es speziell, wieder vor eigenem Publikum aufzulaufen. Es macht mich unheimlich stolz, vor der eigenen Kurve zu stehen. Es ist schön», so von Ballmoos am Mittwochabend im Interview mit blue Sport. «Ich konzentriere mich aufs Tagesgeschäft, aufs Training und versuche einfach bereit zu sein und jeden Tag besser zu werden. Ich kann noch so hoffen und beten, du musst einfach tagtäglich alles geben.»


https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 96949.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 7. Dezember 2023, 23:14 
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Frühere YB-Spieler

Hier die Anführer, da der beispiellose Absturz des Angreifers

Michel Aebischer und Vincent Sierro läuft es ausgezeichnet. Und während ein früherer YB-Stürmer abgestürzt ist, verdient ein anderer nun viel Geld in Bulgarien.

Aebischers Zimmerkollege ist ausgerechnet Schotte

Es ist nur ein einziges Wort, aber es zeigt Michel Aebischer, welche Anerkennung er sich in Bologna erarbeitet hat. Läuft er nun durch die Stadt, hört er, wie Leute nach ihm rufen: «Capitano!»

Seit dieser Saison trägt der 26-Jährige beim Siebten der Serie A, bei dem mit Remo Freuler und Dan Ndoye weitere Schweizer unter Vertrag stehen, regelmässig die Binde am Arm. Immer kommt er zum Einsatz, nur einmal nicht von Beginn an. Überlegte er sich im Sommer noch, die Italiener zu verlassen, weil er oft auf den Flügel hatte ausweichen müssen, sagt er jetzt: «Meine Geduld hat sich ausbezahlt.»

Aebischer fühlt sich in Bologna wohl, seine Freundin schreibt an der Masterarbeit, sie pendelt zwischen der Schweiz und Italien. Viereinhalb Stunden dauert die Zugfahrt von Bern. Freuler wohnt ein paar Hundert Meter von Aebischer entfernt, mitten im Zentrum Bolognas. Sie fahren zuweilen zusammen ins Training, treffen sich auf einen Kaffee. Schön sei es, eine solche Bezugsperson im Team zu haben, findet Aebischer.

Mit Jahrgang 1997 gehört er zu den älteren Spielern in Bologna. Und weil er nach bald zwei Jahren in der Emilia-Romagna auch einer der Spieler ist, die am längsten im Club sind, hat sein Wort nicht nur wegen der Captainbinde Gewicht. Aebischer redet in der Kabine, oft auch im Fernsehen, weil als Führungsspieler seine Meinung bei den TV-Sendern gefragt ist. Er tut das mittlerweile in fliessendem Italienisch.

Aebischer ist so ein Gesicht einer Mannschaft, die überrascht. Nur 2 von 14 Ligapartien hat Bologna verloren, das war gegen Milan und die Fiorentina, aber nicht gegen Inter, Juventus und Napoli. Aebischer berichtet von einem super Teamspirit. «Wir haben viele junge Spieler mit grossem Tatendrang, die allesamt weiterkommen wollen», sagt er. Das gelte auch für den Trainer.

Dieser heisst seit gut einem Jahr Thiago Motta. Der brasilianisch-italienische Doppelbürger folgte auf den an Leukämie erkrankten und mittlerweile verstorbenen Sinisa Mihajlovic. Motta war ein grosser Spieler, mit Barcelona, Inter und Paris Saint-Germain gewann er alles. Der 41-Jährige gilt auch als grosses Trainertalent. «Er passt von der Mentalität perfekt zu uns», sagt Aebischer. «Weil er auch nicht zufrieden wäre, wenn wir die Tabelle mit nur einer Niederlage anführen würden. Er würde dann auf das eine verlorene Spiel hinweisen.»

Motta hat ein Umfeld kreiert, in dem es keine Gewissheiten gibt. Es gebe keine Stammspieler, sagt Aebischer, man müsse sich den Platz Mal für Mal im Training erkämpfen. Auch sei keine Hierarchie festgelegt. Spielt Teamsenior Lorenzo De Silvestri, dann ist dieser Captain, in dessen Abwesenheit kommt Aebischer zum Zug. Das steht auf keinem Papier, es hat sich so ergeben.

Aebischer und Freuler sind Konkurrenten im Club wie im Nationalteam, oft hat es nur Platz für einen von ihnen. Ist das in Bologna Aebischer, ist es im Nationalteam umgekehrt. Aebischer akzeptiert das, auch wenn die Form im Club für ihn spricht. Er verweist auf Freulers Verdienste, sagt, weil im Nationalteam vor Partien kaum trainiert werde, sei die Eingespieltheit ein wichtiges Kriterium. Er übt sich wieder einmal in Geduld.

Aebischer hat die EM-Teilnahme vor Augen. Als Gegner wünschte er sich Deutschland und die Schotten, für diese spielt sein Buddy und Zimmerpartner in Bologna, Lewis Ferguson. Auch dieser Wunsch hat sich erfüllt – passend zu Aebischers Höhenflug.

Sierro ist in Toulouse, was er in Bern nicht sein durfte

Vor einem Jahr wünschte sich Vincent Sierro bei YB den Status als Stammspieler und Anführer und ein dementsprechendes Salär. Zugeständnisse, die ihm der Club nicht machen wollte. Und weil der Vertrag des 28-Jährigen im Sommer ausgelaufen wäre, zog er im Winter weiter. Nun steht Sierro – wie Christian Fassnacht und Fabian Rieder – für den Substanzverlust, den die Berner im Mittelfeld erlitten haben.

Bei Toulouse in der Ligue 1 etablierte sich der Walliser rasch, mit den Südfranzosen gewann er im Mai den Cup. Seit dieser Saison ist er gar Captain. In der Liga steht Toulouse auf dem enttäuschenden 14. Rang, aber in der Europa League stehen die Chancen aufs Weiterkommen hinter dem FC Liverpool gut. In der nächsten Runde könnte es für Sierro dann zum Wiedersehen mit YB kommen.

Assalé spielt nicht einmal mehr in der 3. Liga

Roger Assalé ist auch einer dieser Spieler, die von den Young Boys loszogen, um sich in einer grösseren Liga durchzusetzen. 2020 war das, nach einer halbjährigen Leihe zu Leganés verliess der Angreifer Bern definitiv und wechselte für rund 4 Millionen Euro nach Dijon. In Bern hatte er als stürmender Sidekick alles erreicht.

In seinem ersten Einsatz für Dijon sah Assalé die Rote Karte, es war ein schlechtes Omen: Er traf fortan nur einmal, und der Club stieg ab. Der Ivorer liess sich daraufhin zu Werder Bremen in die 2. Bundesliga ausleihen. Aber auch im Norden Deutschlands fand er sein Glück nicht; Werder stieg auf, verzichtete aber darauf, den kaum eingesetzten Angreifer definitiv zu übernehmen.

Assalé kehrte nach Dijon zurück und erlebt nun einen beispiellosen Absturz. Der Club stieg im Sommer erneut ab, Assalé kommt nicht einmal mehr in der dritten Liga Frankreichs zum Einsatz. Sein letztes Spiel datiert vom 21. August.

Mit 30 Jahren ist seine Karriere an einem heiklen Punkt angelangt. Er wird diesen Winter einen neuen Club finden müssen – und er wird nicht wählerisch sein können. Wer hätte das gedacht, als er YB 2020 verliess.

Duah träumt in Bulgarien vom Schweizer Nationalteam

Als Kwadwo Duah diesen Sommer das Angebot von Ludogorets Razgrad erreichte, brauchte er vor allem eines: Überwindung.

Er war skeptisch, er dachte, als er seinem Berater zuhörte, «so etwas Exotisches», sein Plan wäre vielmehr gewesen, von Nürnberg eine Liga höher in die Bundesliga zu wechseln. Aber Ludogorets, der Serienmeister aus der bulgarischen Provinz, hatte ein gutes Argument. Er spielt Jahr für Jahr europäisch. Natürlich schadete es auch nicht, boten die Bulgaren Duah einen Bruttojahreslohn im tiefen siebenstelligen Bereich. Deutlich mehr, als er in Nürnberg verdiente.

Duah beriet sich mit seiner Familie, die im Tscharnergut wohnt, mit seiner Freundin, die zusagte, mit ihm nach Bulgarien zu ziehen. Duah willigte ein – und erlebte sogleich einen heftigen Rückschlag.

3 Millionen Euro hatte Ludogorets an Nürnberg überwiesen, Duah ist damit der Rekordtransfer der Bulgaren. Die Deutschen brauchten nach einer enttäuschenden Saison, die statt im Aufstieg auf Rang 14 endete, dringend Geld. Sportlich war es Duah gut gelaufen, er hatte 11 Ligatore erzielt, doch ein kriselnder Traditionsclub mit ungeduldigem Umfeld und Anhang – das kostete Substanz. Ludogorets suchte derweil für die Qualifikation in der Champions League dringend einen Stürmer. Die Clubs fanden sich rasch.

In der Qualifikation zur Königsklasse geschah dann das Malheur. Nur sechs Minuten waren absolviert, als sich Duah bei einem Sprint am Sprunggelenk verletzte. Nach seinem zweiten Einsatz war der 26-Jährige schon zum monatelangen Zuschauen gezwungen.

Seit Mitte Oktober ist er wieder fit, in 11 Einsätzen hat er sechsmal getroffen. Mit der Champions League ist es nichts geworden, aber in der Conference League können die Bulgaren überwintern, sie brauchen hierfür nächste Woche einen Heimsieg gegen den dänischen Club Nordsjælland.

Duah fühlt sich wohl in Razgrad, das liegt nicht an der kleinen Stadt, die ausser der eineinhalbstündigen Fahrt nach Warna ans Schwarze Meer und ein paar Restaurants nichts zu bieten hat. Es liegt vielmehr am Kader von Ludogorets, das einer kleinen Weltauswahl gleicht. Spieler aus rund zwanzig Nationen stehen unter Vertrag. Der Trainer ist Bulgare, drei Übersetzer sind immer dabei, die dessen Anweisungen auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch wiedergeben. Das Teamgefüge sei hervorragend, sagt Duah. «Uns ergeht es allen gleich. Fast alle leben in einem fremden Land, um voranzukommen. Das schweisst zusammen.»

Sein Ziel ist die Champions League, sie ist sein Polarstern. Dafür war er bereit, den ungewöhnlichen Schritt zu machen. Duah findet, der Wechsel passe zu seiner Karriere, die Aussicht auf Spielzeit, das Wissen, benötigt zu werden, sei bei seinen Transfers immer entscheidend gewesen.

Bern ist nach seinem definitiven Abgang bei YB 2019 und den Engagements in Wil, St. Gallen, Nürnberg und nun Razgrad ein wichtiger Bezugsort geblieben, die paar freien Tage in den Länderspielpausen nutzt er jeweils für die Heimkehr.

Wobei er gern darauf verzichten würde. Er liebäugelt mit einem Aufgebot fürs Schweizer Nationalteam. Deshalb hat er dem ghanaischen Verband mehrmals abgesagt. Seine Eltern stammen zwar beide aus dem afrikanischen Land, er fühle sich aber durch und durch als Berner, sagt Duah. Er ist bereitet, weiterhin auf ein Aufgebot zu warten.

Ein Länderspiel, es wäre die vorläufige Krönung seiner ungewöhnlichen Karriere.


https://www.bernerzeitung.ch/michel-aeb ... 6931316987

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