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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Pesche
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Verfasst: Samstag 10. September 2005, 23:20 |
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Registriert: Montag 3. Mai 2004, 13:48 Beiträge: 128
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was für mich ein wenig unerklärlich ist, die extrem schlechten corner welche yb tritt. 9:4 corner beim spiel gegen die thuner und selten um nicht zu sagen nie, wurde es gefährlich im thuner strafraum.
da besteht nachholbedarf, da muss einfach mehr rausschauen, gerade gegen ein so defensiv eingestelltes team wie die thuner.
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roeschu
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Verfasst: Sonntag 11. September 2005, 10:30 |
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Registriert: Montag 29. August 2005, 18:08 Beiträge: 641
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immerhin kann man sagen das yb momentan die beste Defensive hat. würde es vorne halbwegs normal laufen wäre wohl das nächste spiel gegen basel ein spitzenkampf...kaum wirklich zwingende Chancen gestern.
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Haribo
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Verfasst: Sonntag 11. September 2005, 11:46 |
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Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29 Beiträge: 1036
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Zitat: Wo waren den die Thuner Fans heute abend, ja wo waren sie denn?
das die ihre sektor nid voll überchöme het mi ou chli komisch dünkt. ha ouso scho äs paar meh erwartet usem oberland.
erfolgsfans haut. 
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mex0r
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Verfasst: Sonntag 11. September 2005, 12:08 |
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Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:39 Beiträge: 801 Wohnort: Bernensis
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+ choreo: het insgesamt easy usxeh...viele dank ad bastler und häufer!
+ "....wenigstens nid verlore"
+/- Stimmung: nid schlächt xi, aber nid überwäutigend....item, wiiterso
- Zuschaueraufmarsch: x-tausendmal sagen dass thun der grössere aufmarsch hat, aber när nicht einmal den block füllen...bedenklich
- (blätter)choreo und bärner publikum.....es thema für sich
- Bidus Auswechslungen.....diesmal: wie man den Sturm erfolglos auswechselt
- ChampionsLeague Teilnehmer und Lieblinge der Nation, aber ja nid offensiv spielen und für Spektakel sorgen....
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Claude
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Verfasst: Sonntag 11. September 2005, 12:25 |
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Registriert: Donnerstag 13. Mai 2004, 12:07 Beiträge: 252
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Was war den eigentlich beim Thuner Fancar nach dem Spiel noch passiert. Hab irgendwo gelesen es gab eine hinterhältige Attacke der YB Fans?
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Gonzo
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Verfasst: Sonntag 11. September 2005, 13:17 |
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Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
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Zitat: was für mich ein wenig unerklärlich ist, die extrem schlechten corner welche yb tritt. 9:4 corner beim spiel gegen die thuner und selten um nicht zu sagen nie, wurde es gefährlich im thuner strafraum.
Das war wirklich schade. Wenn eine Mannschaft so wie die Thuner hintenrein steht, sollte man versuchen einen der neun Corner zu verwerten. Aber die meisten Corner waren von Yakin wie auch von Sermeter schwach getreten.
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wernu
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Verfasst: Sonntag 11. September 2005, 17:04 |
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Registriert: Montag 20. Dezember 2004, 19:07 Beiträge: 93
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Zitat: Zitat: was für mich ein wenig unerklärlich ist, die extrem schlechten corner welche yb tritt. 9:4 corner beim spiel gegen die thuner und selten um nicht zu sagen nie, wurde es gefährlich im thuner strafraum.
Das war wirklich schade. Wenn eine Mannschaft so wie die Thuner hintenrein steht, sollte man versuchen einen der neun Corner zu verwerten. Aber die meisten Corner waren von Yakin wie auch von Sermeter schwach getreten.
 ja da muss würklich no öbbis gha!
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shalako
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Verfasst: Sonntag 11. September 2005, 18:22 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Blickm 11.9.2005
Berner Nullnummer
BERN – Über 20´000 Zuschauer aber keine Tore zwischen YB und Thun. Und im 2. Spiel der Super League gewinnt Zürich in Yverdon dank zwei Cesar-Treffern.
Im Berner Kantonalderby trennten sich die punktgleichen Young Boys und Thun 0:0. Nur in der Viertelstunde nach der Pause war die Partie lebhaft und gipfelte im Pfostenschuss des Thuners Gelson.
Das ersatzgeschwächte Thun präsentierte sich als hartnäckig und zweikampfstark. YB fand wie gegen Aarau nicht die spielerischen Mittel, um die defensiv eingestellten Thuner zu bezwingen. Hakan Yakin hatte zu wenig gute Szenen, um die entscheidenden Pässe zu schlagen. In der letzten halben Stunde debütierte der Brasilianer Joao Paulo bei YB.
Stade de Suisse Wankdorf. -- 22 670 Zuschauer. -- SR Laperrière
Young Boys: Wölfli; Eugster, Tiago, Portillo, Hodel; Magnin (71. Sermeter), Pirmin Schwegler, Raimondi; Hakan Yakin; Varela (60. Neri), Häberli (60. João Paulo).
Thun: Jakupovic; Orman, Hodzic, Milicevic, Gonçalves; Ferreira, Bernardi, Aegerter, Leandro
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 12. September 2005, 07:58 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 12.9.2005
90 Minuten Abtasten im Derby
Das Berner Derby im Wankdorf war eine laue Angelegenheit. Die Young Boys enttäuschten bei der Nullnummer. Der FC Thun dagegen simulierte den Champions-League-Auftritt bei Arsenal erfolgreich.
Wahrscheinlich ist es zu früh, den Young Boys einen Heimkomplex im schmucken Neubau zu diagnostizieren. Allerdings sind erste, Besorgnis erregende Symptome längst zu erkennen. Im wenig inspirierten Kantonaltreffen mit Thun enttäuschte YB erneut. Wieder wurden die Gastgeber vom Publikum nach der tristen Nullnummer mit einem Pfeifkonzert verabschiedet. Harmonie tönt anders, und deshalb beeilte sich Hans-Peter Zaugg, die Seinen zu loben: «Wir haben das Geschehen dominiert und viele Chancen gehabt.» Die erste Feststellung war korrekt, die zweite allerdings dürfte der YB-Trainer relativ exklusiv gehabt haben. Mit altmodischem Deckungsmodell und sturer Manndeckung im zentralen Aufbau holte sich Thun verdient einen Punkt. Die YB-Strategen Pirmin Schwegler und Hakan Yakin vermochten sich aus der liebevollen Sonderbehandlung der Thuner nicht zu befreien, und bereits geriet der Herzschrittmacher der Gelb-Schwarzen ins Stocken. Eine richtig gefährliche Torszene erspielte sich YB nicht.
Alen Orman als Sinnbild
Irgendwie stimmt die Balance bei YB nicht. Der glänzende Fussballer Mario Raimondi zum Beispiel, bei Thun letzte Saison überragend, hat seine Rolle noch nicht gefunden. «Wir haben viele neue Spieler und brauchen Zeit», erklärte Zaugg. Erstaunlich ist aber, wie sich ein Alen Orman am Samstag bei Thun eingefügt hat. Der rustikale Österreicher hatte seinen letzten Ernstkampf im Dezember 2004 bestritten, doch gegen YB agierte der Rechtsverteidiger derart abgeklärt, als sei er seit Jahren ein vollwertiges Mitglied der Oberländer. Fussballer kommen und gehen und fehlen – wie Abwehrchef Armand Deumi oder Captain Andres Gerber am Samstag – beim FC Thun, doch der Spirit im Team scheint bei noch so gravierenden personellen Veränderungen stimmig zu sein.
Sehr wenig Unterhaltung
Begonnen hatte die Veranstaltung mit gegenseitigem Abtasten. Und als sich die Parteien endlich ins Spiel gefühlt hatten, da kam nach ereignisloser erster Hälfte bereits der Pausenpfiff. In der besten Phase der Begegnung, gleich nach dem Seitenwechsel, traf Thuns Gelson nach einem Konter den Pfosten. Die feine Einzelleistung des Brasilianers bildete jedoch nicht den erhofften Beginn eines Schlagabtausches. Im Gegenteil – wie zwei ausrangierte Preisboxer standen sich YB und Thun unten auf dem Rasen weit gehend gegenüber. Offensivgeist, Spielfreude oder Risiko gehörten an diesem Abend nicht zum Programm. Auch als Zaugg mit Francisco Neri und Joao Paulo zwei echte Stürmer in den Kampf schickte, ändert sich an der Dramaturgie wenig. «Wir haben über weite Strecken diszipliniert und konzentriert gespielt», sagte Thuns Trainer Urs Schönenberger. Sein Defensivkonzept ging auf, niemand hatte von den Thunern ein Offensivspektakel erwartet.
Schönenberger hatte in Bern gewissermassen den Auftritt am Mittwoch im Highbury simuliert. YB aber war nicht Arsenal, und so merkte der Trainer in seiner Analyse an: «Wir dürfen am Mittwoch nicht so viele Fehler machen, sonst wird es schwierig.» In welchen Kategorien die sensationellen Thuner Sternefänger in diesen Wochen denken, dokumentiert eine Szene aus dem Presseraum des Wankdorfs. «Was haben die anderen gemacht?», fragte Schönenberger in die Runde. «Zürich hat in Yverdon 2:0 gewonnen», antwortete ein Journalist. «Nein, nein, Arsenal natürlich», entgegnete Schönenberger. Er nahm das 1:2 der Engländer bei Middlesbrough schmunzelnd zur Kenntnis.
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Young Boys - Thun 0:0
Stade de Suisse Wankdorf. - 22 670 Zuschauer. - SR Laperrière.
Young Boys: Wölfli; Eugster, Tiago, Portillo, Hodel; Magnin (71. Sermeter), Pirmin Schwegler, Raimondi; Hakan Yakin; Varela (60. Neri), Häberli (60. João Paulo).
Thun: Jakupovic; Orman, Hodzic, Milicevic, Gonçalves; Ferreira, Bernardi, Aegerter, Leandro (67. Duruz); Gelson (81. Adriano); Lustrinelli.
Bemerkungen: YB ohne Friedli, De Napoli und Schneuwly (alle überzählig). Thun ohne Gerber, Deumi, Sinani und Savic (alle verletzt). 10. Abseitstor von Varela. 54. Pfostenschuss von Gelson. Verwarnungen: 12. Hakan Yakin (Unsportlichkeit), 19. Hodzic (Foul), 28. Portillo (Unsportlichkeit), 56. Varela (Reklamieren).
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 12. September 2005, 08:01 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 12.9.2005
Eine Steigerung liegt für beide drin
Torloses Unentschieden vor 22 670 Zuschauern: Die Young Boys und der FC Thun schenkten sich aber nichts
YB und Thun lieferten sich zwar einen Match ohne Tore, doch das Derby war hart umkämpft und spannend, wenn auch nicht spektakulär. Die Young Boys hätten den Vergleich mit den Oberländern aufgrund der zahlreicheren Chancen gewinnen müssen.
Tore kann man nicht erzwingen – man kann aber Torchancen herausspielen. In dieser Beziehung waren die Young Boys mit insgesamt vier eingesetzten Stürmern aktiver als die Thuner, dennoch überzeugte ihr Offensivspiel nicht. Es fehlte an Schwung, an der Beschwingtheit auch, um die klug nach hinten staffelnden Oberländer mehr als ein paar wenige Male in Verlegenheit zu bringen.
Diese wenigen Male hätten freilich für das eine oder andere Tor ausreichen können – vor allem in der ersten Halbzeit, als sich allein Thomas Häberli dreimal in guter Abschlussposition befand.
Gefährliche Thuner Konter
Auch nach der Pause waren die Young Boys mehrheitlich die Angreifer, die Thuner die Verteidiger. Mit zunehmender Spieldauer wurden für die Gelb-Schwarzen die Räume aber immer enger und die Kreativität bei ihren Angriffen dürftiger – so dass das zahlreich aufmarschierte Publikum im Stade de Suisse zwar eine hart umkämpfte und spannende, aber keine besonders spektakuläre Partie zu Gesicht bekam. Das 0:0 verdienten sich die Thuner insofern, als sie mit Konterangriffen immer gefährlich blieben und mit einem Pfostenschuss (Gelson, 54. Minute) sowie einem Hodzic-Kopfball kurz vor Schluss zwar wenige, dafür aber klare Chancen besassen.
Bei den Young Boys erfüllten beide eingesetzten «Sturmlinien» die Erwartungen nicht ganz. Mit dem «ersten Sturm», also mit Häberli und dem aggressiven Varela, spielte YB besser – doch das hatte vor allem damit zu tun, dass die Unterstützung des Angriffs weit besser funktionierte als nach der Pause, als die Brasilianer Neri und Joao Paulo nach 60 Minuten die Aufgabe bekamen, vor einem immer schwächer werdenden Mittelfeld ein Tor zu erzielen. Auch der erstmals eingesetzte Joao Paulo vermochte keine Wunder zu bewirken – ihm fehlte trotz gutem Willen sichtlich noch die Spielpraxis. Immerhin: Der bullige Stürmer forderte den Ball und wusste zu kämpfen. Im Abschlussbereich ist er aber nicht zur Geltung gekommen.
Abgesehen von Häberli waren die YB-Stürmer selten in Abschlussposition. Das war selbstverständlich auch ein Verdienst der Thuner, die im Stade de Suisse punkto Abwehrverhalten den Champions-League-Ernstfall simulieren konnten. Es ist anzunehmen, dass ihre Defensive zumindest in den Spielen gegen Ajax Amsterdam und Arsenal auf europäischem Parkett noch ausgeprägter geprüft werden wird.
Starke Defensivleistung
Die Abwehr war am Samstag nicht nur bei den Thunern, sondern auch bei YB der beste Mannschaftsteil. Zum vierten Mal beendeten die Stadtberner ein Spiel ohne Gegentor – das ist nach acht Runden eine gute Ausbeute. In der Tat agierten die Gelb-Schwarzen auch ohne Steinsson in der Defensive sehr sicher, wozu auch Torhüter Marco Wölfli mit entschlossenen und sicheren Interventionen beitrug. Im Spiel nach vorne ist die YB-Abwehr aber harmlos: Ausser dem immer wieder keck angreifenden Ronny Hodel war insbesondere der doch sehr zögerliche Spielaufbau (Tiago, vor allem aber Portillo, der sich überdies auf dümmliche Art und Weise eine gelbe Karte einhandelte) ein Ärgernis. Der FC Thun hatte stets Zeit, sich nach einem Ballverlust zu organisieren und die YB-Angriffe rasch zu stören. Apropos YB-Angriffe: In Bern warten die Zuschauer noch immer vergeblich darauf, dass der gross gewachsene Tiago bei Freistössen oder Eckbällen einmal ein Kopfballduell wirklich bestreitet und gewinnt.
Zaugg unzufrieden
Die nicht erzielten Tore waren im Anschluss an das Derby das Hauptthema von YB-Trainer Hans-Peter Zaugg. Auch ihm war nicht entgangen, dass die Thuner im Mittelfeld darauf achteten, den Aktionsradius von Hakan Yakin und Pirmin Schwegler einzudämmen. «Dennoch», sagte der Trainer, «müsste bei dieser ständigen Überlegenheit doch einmal ein Tor für uns fallen. Die Stürmer müssen lernen, auch einmal eine nicht hundertprozentige Torchance zu verwerten.»
YOUNG BOYS - THUN 0:0
Stade de Suisse Wankdorf. – 22 670 Zuschauer. – SR Laperrière. – Verwarnungen: 12. Yakin (Unsportlichkeit), 19. Hodzic (Foul), 28. Portillo (Unsportlichkeit), 56. Varela (Reklamieren). – Bemerkungen: Thun ohne Gerber und Deumi (beide verletzt). 10. Abseitstor von Varela. 54. Pfostenschuss von Gelson.
Young Boys: Wölfli; Eugster, Tiago, Portillo, Hodel; Magnin (71. Sermeter), Pirmin Schwegler, Raimondi; Hakan Yakin; Varela (60. Neri), Häberli (60. João Paulo).
Thun: Jakupovic; Orman, Hodzic, Milicevic, Gonçalves; Ferreira, Bernardi, Aegerter, Leandro (67. Duruz); Gelson (81. Adriano); Lustrinelli.
Kleiner Vorgeschmack aufs Highbury
Zweimal hat der FC Thun in dieser Saison das Stade de Suisse ins Stade de Thun verwandelt – und er wird dies in diesem Herbst in der Champions League noch mindestens dreimal wiederholen. Am Samstag jedoch war Rot-Weiss auf den Rängen des neuen Wankdorfstadions in der Minderheit. Entsprechend wurden die Oberländer vor Spielbeginn, als sie den Rasen zum Aufwärmen betraten, auch deutlich unfreundlicher empfangen als beim letzten Auftritt in Bern. Damals hatten sie anschliessend im ausverkauften Stadion gegen Malmö dem Schweizer Fussball einen Galaabend beschert.
«Diese Pfiffe waren für uns zusätzliche Motivation», meinte Thun Trainer Urs Schönenberger nach dem Spiel und sagte, es sei für seine Equipe gut gewesen, nochmals in diesem Stadion vor vielen Zuschauern spielen zu können. Dennoch sei es höchstens ein Vorgeschmack gewesen. Am Mittwoch werde im Londoner Highbury, das 38 500 Zuschauer fasst, eine ungleich stimmungsvollere Ambiance herrschen. «Im Derby war die Stimmung nur während kurzer Zeit wirklich gut», sagte Schönenberger. «Keines der beiden Teams schaffte es, den Funken im Publikum zu zünden.»
Anders als in Yverdon
Der Jubel nach dem Schlusspfiff verdeutlichte, wie die Thuner das Remis einstuften. Linksverteidiger José Gonçalves äusserte sich zwar zurückhaltend und meinte, restlos zufrieden sein könne man mit dem Remis nicht. «Wir bekundeten zu Beginn etwas Mühe, fanden aber nach der Pause immer besser zu unserem Spiel und hätten sogar noch gewinnen können. Entscheidend ist, dass wir nicht verloren haben – das ist im Hinblick auf Mittwoch ein sehr positiver Aspekt.»
Dasselbe betonte Gonçalves’ Teamkollege Ljubo Milicevic. «Vor allem nach der Niederlage in Yverdon vor zwei Wochen war es nun enorm wichtig, dass wir einen Punkt mit nach Hause nehmen können», sagte der Innenverteidiger. «Mit diesem Remis und der gezeigten Leistung haben wir klar bewiesen, dass wir auch in der Super League weiterhin eine wichtige Rolle spielen können und den Kopf nicht nur bei der Champions League haben.» Der Australier meinte denn auch, die fast zweiwöchige Meisterschaftspause habe gut getan und ermöglicht, Kraft zu tanken. «Gegen YB waren wir wieder mit voller Konzentration dabei.»
Diese Tatsache hob auch Schönenberger hervor: «Im Gegensatz zum Gastspiel in Yverdon waren die Spieler heute hundertprozentig präsent und gingen mit einer komplett anderen Einstellung ans Werk.» Doch Schönenberger war nicht nur des Lobes voll für die Leistung seiner Spieler: «Mit dem Punkt kann ich leben. Auch im taktischen Bereich haben wir vieles richtig gemacht und dem Gegner das Leben erschwert. Aber wir haben uns viel zu viele Fehler erlaubt. In dieser Hinsicht müssen wir uns stark verbessern. Sonst werden wir in London bestraft.»
Arsenal, dessen Hauptprobe am Wochenende in Middlesbrough missglückte (1:2-Niederlage) und die Champions League – diese Begriffe waren auch am Wochenende im Zusammenhang mit dem FC Thun omnipräsent. Die Direktbeteiligten waren zwar zu unterstreichen bemüht, in der letzten Woche habe die volle Konzentration YB gegolten. Gonçalves sagte auch, während des Derbys habe man auch in heiklen Situationen alles gegeben und nicht etwa den Fuss zurückgezogen. «Wir sind schliesslich keine Ballerinas. Auf dem Platz kann man sich nicht schonen, da muss man alles geben.»
Ormans Thun-Debüt
Mit dem Schlusspfiff im Stade de Suisse hat für Thun endgültig die Vorbereitung auf den bisherigen Höhepunkt in der Klubgeschichte begonnen. Kopfzerbrechen bereitet Schönenberger vor allem die Aufstellung. Gegen YB hatte er einige Umstellungen vorgenommen – die meisten unfreiwillig. Armand Deumi und Andres Gerber hatten am Freitag erstmals wieder voll mittrainiert, mussten allerdings fürs Derby Forfait erklären. Während die Chancen von Captain Gerber auf einen Einsatz gegen Arsenal trotzdem gut sind, scheinen jene Deumis sehr gering.
Zu seinem Thun-Debüt gelangte der Österreicher Alen Orman, der als Ersatz für David Pallas verpflichtet worden war. Orman, der zuletzt während vier Jahren bei Hibernian Edinburgh unter Vertrag gestanden hatte und entsprechend in britisch-rustikalem Stil agierte, zeigte viel Einsatz und gute Ansätze. Er konnte aber die mangelnde Spielpraxis nicht verbergen.
Freiwillig hatte der Trainer Adriano auf der Bank belassen und dafür Gelson nominiert. «Gelson ist länger bei uns und kennt meine Arbeitsweise respektive das, was ich von den Spielern verlange, besser», sagte Schönenberger, der nicht vergessen hat, dass Adriano in der zweiten Halbzeit des Spiels gegen Malmö nur noch für die Galerie spielte. Schönenberger: «Mit Adriano müssen wir noch mehr arbeiten.»
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