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 Betreff des Beitrags: Re: (31) Ezgyan Alioski
 Beitrag Verfasst: Freitag 28. Juli 2023, 23:54 
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28.07.2023

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Ezgjan Alioski ist begeistert

Schweizer mittendrin im Saudi-Wahnsinn

Er ist der einzige Fussballer mit Schweizer Pass in Saudi-Arabien. Doppelbürger Ezgjan Alioski (31) aus Wünnewil-Flamatt FR spielt seit 2021 in der Wüste und erlebt die irre Transfer-Offensive hautnah mit. Das Interview.

Ezgjan Alioski, Ihre neuen Teamkollegen heissen Edouard Mendy und Roberto Firmino, bald sollen auch Riyad Mahrez und Allan Saint-Maximin kommen. Doch wurde bei den ganzen Stareinkäufen der Trainer vergessen?
Ezgjan Alioski: Wir sind tatsächlich ohne Cheftrainer im Trainingslager in Österreich. Wobei es momentan vor allem um die Physis geht. Der Staff ist ansonsten komplett. Doch es muss schon langsam, aber sicher ein Trainer kommen, da am 11. August die Liga beginnt. (Mittlerweile ist sich der Klub mit Salzburgs Matthias Jaissle als neuem Cheftrainer einig, d.Red.)

Die saudischen Klubs sind im Kaufrausch, wie noch nie. Sie spielen bald gegen Ronaldo, Benzema, Koulibaly, Jota, Neves und so weiter.
Gegen die meisten habe ich zwar schon mit dem Nationalteam gespielt. Aber die Liga wird jetzt noch interessanter. Es sind neu acht Ausländer pro Klub erlaubt. Ich kann den Start kaum erwarten.

Viele Stars wechseln wie Sie im besten Fussballeralter in die Wüste. Liegts einfach an den unfassbaren Löhnen?
Natürlich geht es auch ums Geld, aber es ist auch fussballerisch eine Herausforderung. Gute Südamerikaner spielen seit längerem in Saudi-Arabien, das Niveau war auch bisher schon gut. Jetzt kommen noch starke Europäer dazu. Das ist eine starke Liga. Es werden sicher fünf, sechs Mannschaften um den Titel spielen.

Auch Sie mit Aufsteiger Al-Ahli?
Das ist das Ziel. Al-Ahli gehört zu den vier grossen Klubs. Nun wurde er vom Ministerium übernommen (vom Staatsfonds Public Investment Fund, d.Red.). Wir wollen um den Titel spielen. Das war auch in der Abstiegssaison so. Doch weil das Niveau sehr gut ist, haben wir viele Punkte gegen Klubs ohne grosse Namen in der Mannschaft verloren. Es gibt mittlerweile viele starke einheimische Talente. Das zeigte ja auch das Nationalteam an der WM.

Sie sind als Teil des Abstiegsteams der Beweis, dass die Scheichs bei einem Misserfolg nicht umgehend das komplette Personal aus dem Ausland austauschen.
Bei einem Abstieg werden auch in Europa oft sehr viele Spieler ausgewechselt. Natürlich hat sich auch bei Al-Ahli viel geändert. Doch ich hatte noch einen Vertrag bis 2024 und mir lief es trotz der miesen Saison persönlich nicht schlecht, ich war im Team des Jahres. Wir haben uns dann darauf verständigt, dass ich als Leihspieler zu Fenerbahçe gehe, um weiter auf hohem Niveau zu spielen, statt in der 2. Liga.

Freuen Sie sich nach einem Jahr in Istanbul auf die Rückkehr nach Dschidda?
Ich freue mich sehr und hatte wegen der Nationalmannschaft noch etwas Ferien. Vor einer Woche bin ich direkt nach Österreich eingerückt. Wenn wir zurückkehren, wohne ich erstmal im Hotel.

Dauerhaft?
Nein, ich suche mir wieder ein Haus oder eine Wohnung. Auch wenn es in Europa oft anders dargestellt wird, man lebt gut und sicher in Saudi-Arabien, wenn man die Regeln des Landes respektiert. Viele Ausländer leben in sogenannten Compounds, wo man ein ruhiges Leben führt, mit Restaurants, Schwimmbad, Gym, Supermarkt, eigener Security und einer Rezeption.

Fragen Sie Ihre neuen Mitspieler Firmino und Mendy im Camp über Saudi-Arabien aus?
Ich bin im Team einer ihrer Ansprechpartner und habe schon allerlei erzählt. Bisher gefällt es ihnen im neuen Umfeld sehr gut. Sogar ich bin überrascht, wie sehr sie vom Klub schwärmen. Ich bin auch gespannt, was mich in Dschidda erwartet. In Saudi-Arabien ändert sich nicht nur der Fussball enorm, das ganze Land ist in einem grossen Wandel.

Wie gross ist die Gefahr, dass der Saudi-Hype im Fussball wie die Blase in China einfach irgendwann wieder platzt?
Ich bin sehr neugierig, wie sich alles entwickelt. Ich bin aber zuversichtlich, dass es nachhaltig ist, weil das Land fussballbegeistert ist. Die Leute interessiert der Sport, sie verfolgen intensiv die Topligen in Europa. Wir spielen vor mindestens 20'000 Fans. Wenn es gut läuft, kommen auch 40'000 oder 50'000. Mir scheint, dass man in Europa nicht realisiert hat, wie fussballbegeistert das Land ist. Deshalb hoffe ich für Saudi-Arabien, dass in Zukunft Talente nach Europa wechseln, damit jeder ihre Qualität erkennt.


Ezgjan «Gjanni» Alioski persönlich

Der nordmazedonisch-schweizerische Doppelbürger wächst in Wünnewil-Flamatt FR auf. Bei YB schafft Alioski den Durchbruch nicht, taucht dann aber nach zweieinhalb Jahren in der Challenge League mit Schaffhausen bei Lugano doch noch in der Super League auf. Und wie, denn Trainerlegende Zdenek Zeman funktioniert den Linksverteidiger zum Flügel um. Der Blondschopf empfiehlt sich 2016/17 mit 16 Toren und 14 Assists für den Wechsel nach England. Bei Leeds verbringt der Fribourger vier Jahre, das letzte davon in der Premier League. Im Laufe der Jahre wird aus dem schnellen Linksfuss, den alle «Gjanni» nennen, wieder ein Aussenverteidiger. 2021 der Wechsel zu Al-Ahli nach Saudi-Arabien. Der Klub aus der Stadt Dschidda am Roten Meer war letztmals 2016 Meister unter Christian Gross. Für 2022/23 wird Alioski zu Fenerbahçe ausgeliehen, er gewinnt mit dem türkischen Cup seinen ersten Titel. Seit seiner Schaffhauser Zeit ist er Nationalspieler für Nordmazedonien (66 Länderspiele, 12 Tore) und spielte für das Land seiner Eltern an der EM 2021.


https://www.blick.ch/sport/fussball/int ... 89722.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (31) Ezgyan Alioski
 Beitrag Verfasst: Freitag 18. August 2023, 00:04 
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17.08.2023

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Er erlebt den Saudi-Exzess hautnah mit

Ezgjan Alioski steht bei al-Ahli unter Vertrag, einem der saudischen Clubs, die gerade den Fussball aufmischen. Er schwärmt – aber für wie lange noch?

Eines muss im Gespräch mit Ezgjan Alioski noch geklärt werden. Er hat über sein Leben in der Millionenmetropole Jidda erzählt, über seinen Arbeitgeber al-Ahli, der beim saudischen Wettrüsten in der ersten Reihe mitmacht und bisher 120 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben hat – der Verein reiht sich damit in diesem Sommer gleich hinter Manchester United, Paris Saint-Germain und Real Madrid ein. Die Frage an den 31-Jährigen lautet: Ob sein Team auch mit einer zum Luxusjet umgebauten Boeing 747-400 an die Auswärtsspiele reise, wie dies Rivale al-Hilal getan hat und damit für Schlagzeilen sorgte?

Alioski antwortet, man solle nicht alles glauben, was derzeit berichtet werde. Al-Ahli müsse sich, so viel er wisse, mit Charterflügen begnügen. Und dann erzählt er doch, dass er gehört habe, dass der künftige saudische Meister als Belohnung einen Privatjet erhalten werde. Selbst diejenigen, die mittendrin sind wie der Schweiz-Mazedonier, wissen also nicht genau, was Sache ist.

So geht das auf dem verrückten Planeten des saudischen Fussballs, auf dem seit Anfang Jahr unter anderem der fünffache Weltfussballer Cristiano Ronaldo, der aktuelle Weltfussballer Karim Benzema und – seit neustem – der manchmal als Weltfussballer gehandelte Neymar gelandet sind. Der Planet dreht so schnell, dass einige Angst haben müssen, fortgeschleudert zu werden.

Als Alioski vergangene Woche und ein paar Tage vor Beginn der saudischen Meisterschaft Auskunft gibt, hat al-Ahli gerade auch noch den Ivorer Franck Kessié (26) vom FC Barcelona und den Brasilianer Roger Ibañez (24) von der AS Roma für insgesamt rund 40 Millionen Euro verpflichtet – macht inklusive Alioski acht Ausländer. Mehr sind laut den Regeln der Liga nicht erlaubt. Aber das Transferfenster ist ja noch geöffnet, al-Ahli wird seither täglich mit der Verpflichtungen von weiteren Stars in Verbindung gebracht. Hat der Nationalspieler Nordmazedoniens, aufgewachsen in Flamatt, Angst, überzählig zu werden? Alioski sagt: «Im Fussball muss man mit allem rechnen. Aber ich bin überzeugt, dass ich bleibe.»

Das verlockende Angebot

2021 war er von Leeds United zu al-Ahli gewechselt. Nach einer erstaunlichen Karriere, an dessen Anfang ihm bei YB beschieden worden war, dass er höchstens für die 1. Liga genüge, hatte er es da via Schaffhausen und Lugano in die Premier League geschafft. In Leeds gehörte er nach vier Jahren zu den Publikumslieblingen, der Schritt nach Saudiarabien mit 29 mutete deshalb ungewöhnlich an. Aber das Millionen-Angebot war zu verlockend, um es nicht anzunehmen. Sein Vertrag ist bis 2025 datiert.

In seiner ersten Saison absolvierte der Linksverteidiger 28 Ligapartien für den Verein. Ihm lief es gut, er wurde ins Team der Saison gewählt. Aber al-Ahli stieg ab, eine Schmach für den Traditionsclub, der letztmals 2016 unter Christian Gross Meister geworden war. Alioski liess sich für ein Jahr zum türkischen Grossclub Fenerbahçe Istanbul ausleihen. Als er Jidda verliess, konnte er nicht ahnen, wie viel sich bis zu seiner Rückkehr verändern würde.

Al-Ahli stieg sogleich wieder auf und wurde wie drei weitere Clubs vom PIF übernommen, dem 700 Milliarden Dollar schweren Public Investment Fund unter dem Vorsitz des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Beim Auftakt zum Trainingslager Mitte Juli in Österreich hiessen Alioskis Teamkollegen plötzlich Roberto Firmino (zuvor Liverpool) und Édouard Mendy (Chelsea). Als das Team nach drei Wochen Österreich verliess, waren neben dem deutschen Trainer Matthias Jaissle (RB Salzburg) auch Riyad Mahrez (Manchester City) und Allan Saint-Maximin dazugekommen. Letztgenannter kam von Newcastle United, die Engländer gehören praktischerweise ebenfalls dem PIF.

Alioski ist jetzt Teil eines von Stars gespickten Teams. Die Vorfreude ist ihm anzumerken, einmal sagt er, es sei schon unglaublich, was in den letzten Monaten passiert sei. «Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.»

Die hitzige Atmosphäre

Als es losgeht, ist Freitagabend. Al-Ahli empfängt beim Ligaauftakt al-Hazm. Die Namen der Teams sind gewöhnungsbedürftig, aber wenn es nach den saudischen Machern geht, wird sich das jetzt ändern. Die Übertragung auf Blue – der Bezahlsender hat sich in der Schweiz die Rechte gesichert und strahlt pro Runde drei Partien aus – beginnt mit einem Promo-Einspieler der Saudi Pro League. Der Slogan: «The Beginning of a New Era.» Frauen sind im Clip keine zu sehen, wie auch nicht während des Spiels auf der Tribüne. Auch wenn sie da mittlerweile sitzen dürften.

27’000 Zuschauer sind im Stadion, die Partie ist ausverkauft. Das Publikum ist laut und ausgelassen, die Atmosphäre ist eindrücklich. «Gänsehaut pur», wird Alioski später melden. Das ist ein Unterschied zu China, das vor Jahren mit Hunderten von Millionen zum Player im Fussball hatte aufsteigen wollen: Saudiarabien hat eine Fussballtradition. Nach zehn Minuten hat Firmino schon doppelt getroffen, später kommt ein drittes Tor des Brasilianers dazu.

Der Favorit, bei dem alle acht Ausländer in der Startaufstellung stehen und bei dem Alioski durchspielt, gewinnt 3:1. Das Gefälle innerhalb der Teams ist gross, das Tempo längst nicht so hoch wie in den europäischen Topligen. Allerdings ist es in Jidda derzeit auch am Abend noch über 30 Grad heiss. «Dazu kommt die dicke Luft, sie macht das Atmen schwer», sagt Alioski.

Noch ist er wie seine ausländischen Mitspieler in einem Luxushotel untergebracht, sein Zimmer bietet freie Sicht aufs Rote Meer und die Formel-1-Strecke – ein weiteres teures Beispiel für das saudische Sportswashing, mit dem ein Bild von Modernität und Prosperität vermittelt werden soll.

Irgendwann möchte Alioski wie nach seiner Ankunft 2021 eine Wohnung oder ein Haus beziehen, in einer der Expat-Siedlungen, mit eigenem Sicherheitsdienst und Rezeption, mit Restaurants, Schwimmbädern, Fitnesszentren und Supermärkten.

Dem Muslim, der sich den einheimischen Teamkollegen anschliesst, wenn diese in der Garderobe beten, gefällt es in Jidda. Die Frage ist nur, ob er bleiben kann. Am Dienstag zeichnet sich ab, dass al-Ahli auch noch den türkischen Verteidiger Merih Demiral von Atalanta Bergamo verpflichtet. Zudem könnte Piotr Zielinski kommen, der Mittelfeldmotor des italienischen Meisters Napoli. Für einige ausländische Spieler wird es eng auf dem verrückten Planeten des saudischen Fussballs.


https://www.bernerzeitung.ch/er-erlebt- ... 0429665578

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 Betreff des Beitrags: Re: (31) Ezgyan Alioski
 Beitrag Verfasst: Sonntag 26. November 2023, 19:06 
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22.11.2023

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Machte einst 50 Spiele für Lugano in der Super League

Ezgjan Alioski zieht eine Rückkehr in die Schweiz in Erwägung

Im Nachwuchs von YB ausgebildet, fand Ezgjan Alioski über den FC Schaffhausen im Januar 2016 den Weg zum FC Lugano, wo er eineinhalb Jahre in der Super League auflief und dabei in 50 Spielen 19 Treffer und 16 Assists verbuchte. Mittlerweile in Saudi-Arabien unter Vertrag, könnte er sich eine Rückkehr in die Schweiz vorstellen.

Nach starken Leistungen beim FC Lugano, wo er in wettbewerbsübergreifenden 54 Spielen an 36 Toren beteiligt war, wechselte Ezgjan Alioski im Sommer 2017 zu Leeds United in die zweithöchste englische Liga. Zwei Jahre später schaffte er dort den Aufstieg in die Premier League, wo er eine Saison lang spielte, ehe es ihn im Sommer 2021 zu Al-Ahli nach Saudi-Arabien weiterzog. Dort steht er nach einer einjährigen Leihe zu Fenerbahce Istanbul auch heute noch unter Vertrag.

Nach dem EM-Qualispiel gegen England (1:1) vom vergangenen Montag sprach der einstige Lugano-Verteidiger mit SRF über seine Zukunft, die womöglich in der Schweiz liegen könnte. "Warum nicht, es ist alles offen. Mit der Schweiz verbindet mich viel. Allerdings bin ich dort (in Saudi-Arabien, Anm. d. Red.) zufrieden und habe auch noch einen gültigen Vertrag über zwei Jahre. Ich würde gerne im Ausland noch weiterspielen. Aber im Fussball geht es so schnell, manchmal kannst du dir weder vorstellen noch wünschen, wo du sein wirst", so die Worte von Alioski.


https://sportal.ch/superleague/1200137/ ... -erwaegung

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