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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:06 |
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30.04.2023  Zitat: Die Stimmen zum Titelgewinn
Stolzer Wicky: «Es geht immer um die Mannschaft»
YB ist nach einem Jahr Unterbruch wieder Schweizer Meister. Die Freude kennt bei den Akteuren keine Grenzen.
Nach der schwierigen Saison 2021/22 ohne Titel musste Sandro Wagner seinen Trainerposten bei YB räumen und Platz machen für Raphael Wicky. Der Walliser hat die Berner nun in seiner ersten Spielzeit zurück an die Spitze der Super League geführt. Dank einem 5:1-Sieg über Luzern ist YB der 16. Meistertitel 5 Runden vor Schluss nicht mehr zu nehmen. Das sagten...
- ... Trainer Raphaël Wicky: «Es ist ein wunderschönes Gefühl, hier in diesem Stadion mit diesen Fans zu feiern. Ich bin stolz auf das Team und auf den Staff. Jeder geht für den anderen, es geht immer um die Mannschaft. Dieser Titel ist für mich keine Genugtuung. Mir wurde vor einem Jahr das Vertrauen gegeben, dieses Team zu leiten und es ist wunderschön, dass wir am Schluss diesen Preis abholen können.»
- ... Sportchef Steve von Bergen: «Dieser Titel fühlt sich fast gleich an wie als Spieler. Man schwitzt einfach weniger (lacht). Ich bin unglaublich stolz auf die ganze Mannschaft und die Stadt. Wicky hat im Training immer gepusht und jeder hat akzeptiert, wenn er einmal auf der Bank sitzen musste. Heute konnten wir nun diese grosse Belohnung abholen. Ich möchte mich auch bei den Berner Fans bedanken. Die Energie, die wir heute bekommen haben, war unglaublich.»
- ... Captain Fabian Lustenberger: «Das ‹Wir vor dem Ich› war unser Leitsatz in dieser Saison. Dieses Motto haben wir voll durchgezogen. Wir haben von A bis Z hervorragende Arbeit geleistet und es verdient, heute den Sack zuzumachen. Für mich war es in dieser Saison nicht immer einfach. Wenn man eine gewisse Zeit auf Top-Niveau gespielt und praktisch jedes Spiel absolviert hat, ist dieser Prozess schwierig. Es war für mich aber eine Selbstverständlichkeit, die Mannschaft als Captain auch abseits des Spielfelds zu unterstützen.»
- ... SRF-Experte Marco Wölfli: «YB hat es geschafft, in der Defensive unglaublich stabil zu sein. Die Qualität der Offensive ist unbestritten und unglaublich. Sie haben immer gewusst, dass sie ihre Tore machen werden. Die Kunst ist aber, auch in der Defensive gut zu sein und genau das war ausschlaggebend. YB bekommt praktisch keine Gegentore. Der Trainer hat den Fokus Anfang Saison richtigerweise auf die Verteidigung gesetzt und es geschafft, dort im richtigen Moment auch mit den Einwechslungen richtig zu entscheiden.»
- ... Allrounder Christian Fassnacht: «Was gibt es Schöneres, als den Titel hier zu holen? Der heutige Tag hat einen unglaublichen Stellenwert. Es war insbesondere nach zwei Jahren Pandemie wieder eine schöne Ambiance. Dafür haben wir das ganze Jahr gearbeitet.»
- ... Youngster Fabian Rieder: «Ein überwältigendes und unbeschreibliches Gefühl. Ich musste meinen ersten Meistertitel leider ohne Fans erleben und jetzt mit diesem Team, mit diesen Kollegen und diesem unglaublichen Publikum zu feiern, ist überragend. Ich bin unglaublich stolz. » https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... mannschaft
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:06 |
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30.04.2023  Zitat: Ein Titel mit Ansage – das sind die Gründe für die Berner Dominanz
YB sichert sich dank eines 5:1-Sieges gegen den FC Luzern bereits fünf Runden vor Schluss den Meistertitel. Es ist der 16. der Vereinsgeschichte, der fünfte in den letzten sechs Saisons. Warum sind die Berner der Konkurrenz so überlegen? Eine Spurensuche.
Um 18.20 Uhr ist YB Meister. Zum 16. Mal in der Vereinsgeschichte. Zum fünften Mal alleine in den letzten sechs Saisons. Das 5:1 gegen den FC Luzern ist der letzte Schritt zur Rückeroberung des Titels vom FC Zürich. Damit ist klar, dass die Berner fünf Runden vor Schluss von der Konkurrenz nicht mehr eingeholt werden können. «Rang Eis isch ja o suberi Büez ... Merci!», steht auf dem Transparent in der YB-Fankurve. Eine kleine Erinnerung daran, dass man (viel) früher auch häufig mit dem zweiten Rang vorlieb nehmen musste.
Nachdem die letzten beiden Berner Meisterfeiern 2020 und 2021 wegen Corona noch ohne Fans stattfinden mussten, darf nun wieder ganz Bern festen – inklusive Freinacht. Dass es heute so weit kommt, daran lassen die Young Boys gegen Luzern (5:1) nie Zweifel aufkommen. Schon ein Unentschieden hätte zur Party gereicht, doch damit wollte sich niemand begnügen.
Warum aber sind die Berner in dieser Saison der Konkurrenz derart überlegen? Das sind die wichtigsten Figuren.
Steve von Bergen: Erster Titel als Sportchef
Als die Young Boys am 28. April 2018 den ersten Meistertitel nach 32 Jahren des Wartens gewannen, stand Steve von Bergen als Captain auf dem Platz. Jetzt, fünf Jahre später, darf er sich erstmals als Sportchef «Meister» nennen. Auf diese Saison hin übernahm er von Christoph Spycher das Amt, Spycher wurde zum «Gesamtverantwortlichen Sport» befördert. Es war eine weitere ideale Anpassung im ohnehin schon ziemlich guten YB-Organigramm.
Von Bergen war in der letzten Saison Assistenztrainer von Matteo Vanetta. «Aber ich merkte rasch, dass dies kein Job für mich für die nächsten zehn Jahre ist. Ich mag es, selbst Verantwortung zu tragen», sagt er. Und weiter: «Natürlich hatte ich Respekt vor dem grossen Schritt. Aber ich kam in eine stabile Struktur und arbeite mit Leuten, die schon sehr viel Erfahrung haben.»
Gerade das Zusammenspiel mit Spycher scheint bestens zu klappen. Spycher ist es, welcher die diesjährige YB-Mannschaft weitestgehend zusammengestellt und auch Trainer Raphael Wicky ausgesucht hat. Nun überlässt er das Alltagsgeschäft und den Kontakt zur ersten Mannschaft aber weitestgehend Von Bergen. Dieser sagt: «In der letzten Saison spürten wir, dass irgendetwas fehlt. Eine meiner ersten Aufgaben war es, den Hunger und den letzten Willen wieder zu implementieren. Das ist geglückt.»
Ab welchem Moment hat Von Bergen gemerkt, dass es gut kommt in dieser Saison? «Irgendwann begannen wir, auch Spiele zu gewinnen, in denen es nicht wirklich gut lief. Da spürten wir schon: doch, es läuft.» Im Speziellen erwähnt der bald 40-Jährige aber ein Spiel: Jenes gegen den FC Winterthur am 28. August. Ein paar Tage zuvor war YB gegen Anderlecht im Playoff um den Einzug in die Conference League gescheitert. «Dann gehen wir nach Winterthur und nach fünf Minuten sind wir 0:1 im Rückstand. Ich dachte schon: Am Ende gewannen wir 5:1. Danach hatte ich die Überzeugung, dass vieles richtig läuft.»
Raphael Wicky: Ein Trainer auf der Suche nach Anerkennung
Auch für Raphael Wicky ist der Meistertitel 2023 der erste als Trainer bei den Profis. Vermutlich wird ihm der Titel so guttun wie niemanden sonst in diesem erfolgreichen YB-Kosmos. Noch immer kämpft er in der Schweiz zuweilen um Anerkennung. Dass der FC Basel nach acht Titeln in Serie in der Saison 2017/18 ausgerechnet unter Wicky erstmals nicht mehr Meister wurde, ist noch nicht komplett vergessen. Entsprechend gross lastete der Druck auf Wicky, nun bei YB zu reüssieren.
Wie gross ist nun Wickys Anteil an diesem Titel? Man sollte ihn nicht unterschätzen. Nachdem YB in der Qualifikation zur Conference League scheiterte, musste er das nur für Schweizer Wettbewerbe zu grosse Kader bei Laune halten - es ist ihm formidabel gelungen. Gerade in der Defensive hat sich YB im Vergleich zur missglückten letzten Saison unter David Wagner und Vanetta stark verbessert.
Nach dem Meistertitel hat Wicky nun gar noch die Chance, YB zum Double zu führen. Das ist den Bernern bis anhin erst zweimal geglückt, 1958 und 2020. Gelingt es, würden wohl weitere Zweifel an ihm beseite geräumt.
Cédric Zesiger: Abwehrchef im Dauerhoch
Als YB Ende Juni 2019 den Transfer von Cédric Zesiger bekannt gibt, fragt manch einer: Hat der Innenverteidiger wirklich die Klasse, um sich bei YB durchzusetzen? Sein Talent ist unbestritten – genauso indes seine Unbeständigkeit. In den drei Saisons bei GC trüben einige Fehler immer wieder seine Leistungen.
Christoph Spycher glaubte vom ersten Tag weg an Zesiger. Zurecht. Mittlerweile hat er sich zum unumstrittenen Abwehrchef bei YB entwickelt. Im Sommer 2021 zeigt er seine Klasse erstmals regelmässig, wird für die Nati aufgeboten. Dann wurde er indes von einem Mittelfussbruch gestoppt, verpasste drei Monate und fand sich mitten in der YB-Krise wieder. In dieser Saison gibt es keine Rückschläge mehr. Im März ist Zesiger wieder Teil des Nationalteams.
«Es ist ohne Zweifel meine beste Saison bisher», sagt der 24-Jährige. «Ich konnte in eine neue Rolle hineinwachsen und mehr Verantwortung übernehmen. Ich merke auch, wie mein Wort Gewicht hat.» Zesiger spricht perfekt französisch und deutsch, ist damit bei YB für eine Führungsrolle prädestiniert. Fragt sich nur: wie lange noch? Ein Wechsel ins Ausland würde nicht überraschen.
Fabian Rieder: Anlagen wie schon lange keiner mehr
Bei ihm scheint der Wechsel ins Ausland beschlossene Sache. Nach drei Saisons mit YB sagt auch Fabian Rieder selbst: «Ich bin reif für den nächsten Schritt. Sowohl mental wie auch körperlich. Ich möchte gerne eine neue Herausforderung annehmen.»
Rieder, im Februar 21 Jahre alt geworden, hat in dieser Saison noch einmal einen grossen Sprung nach vorne gemacht. Seine Ballbehandlung ist phänomenal. Seine Spielübersicht herausragend. Sein Gefühl für die offenen Räume faszinierend. Bleibt er von Verletzungen verschont, wird die Fussball-Schweiz noch sehr viel Freude an ihm haben.
Ohne zuvor ein einziges Mal für die Nati aufgeboten gewesen zu sein, durfte Rieder im letzten Dezember an die WM. Gegen Brasilien folgte gar sein Startelf-Debüt. «Die WM hat mir noch einmal einen Push gegeben», sagt Rieder, «das alles ist ziemlich schnell gekommen. Ich bin immer noch daran, gewisse Dinge aufzuarbeiten und zu realisieren.»
Am Dienstag bei der verpassten ersten Meisterchance fehlte Rieder gesperrt - es war auf dem Platz in jeder Sekunde zu spüren. Nun zeigte er gegen den FCL noch einmal einige Geistesblitze. Mit dem direkt verwandelten Freistoss zum 4:1 als Höhepunkt. Man wird ihn in Schweizer Stadien sehr bald vermissen.
Cedric Itten: Topskorer am richtigen Ort
26 Jahre alt ist Cedric Itten erst. Und doch sind die Young Boys bereits sein vierter Klub in der Super League nach dem FCB, Luzern und St.Gallen. Im Sommer 2020 verliess er St.Gallen in Richtung Schottland. Bei den Glasgow Rangers kam Itten jedoch nicht an Alfredo Morales vorbei. Darum kehrte er auf diese Saison hin in die Schweiz zurück. Der Transfer war sowohl für YB wie auch für Itten ein Erfolg.
Der Stürmer erzielte bis anhin 18 Tore, bereitete weitere acht Treffer vor. Und dies, obwohl er aufgrund des YB-Rotationsprinzips «nur» 1580 von möglichen 2790 Spielminuten bestritten hat. Besonders bemerkenswert ist Ittens Erfolgsquote, wenn er anfangs Ersatz war, gleich acht Tore erzielte er nach einer Einwechslung, auch heute gegen den FCL ist er als Joker erfolgreich. Nun sagt er: «Klar hat jeder den Wunsch, in jedem Spiel über 90 Minuten zu spielen, so ehrlich muss man sein. Aber ich habe die Situation gerne so angenommen, und jeder andere im Team auch. Unser Zusammenhalt ist überragend - und das hat sich ganz sicher auf die Resultate ausgewirkt.»
Ittens Freude getrübt hat einzig der Fakt, dass er für die WM nicht aufgeboten wurde. Noch wartet er auf sein erstes grosses Turnier. Vielleicht klappt es für die EM 2024. Zu wünschen wäre es der Frohnatur. Mit der erfolgreichen Rückkehr in die Nati im letzten März ist ein erster Schritt gemacht.
Christian Fassnacht: Der ewige Traum?
Es ist sein fünfter Meistertitel innert sechs Saisons. Christian Fassnacht ist zusammen mit Jean-Pierre Nsame und David von Ballmoos der einzige Spieler, der alle YB-Titelfeiern in diesem Jahrtausend erlebt hat. «An die Eruptionen des Jahres 2018 kommt nichts heran. So emotional wie damals kann es gar nicht noch mal werden. Und doch kann ich es nicht erwarten, bis der Titel endlich Tatsache ist. Schliesslich dürfen wir nach zwei Corona-Meisterschaften endlich wieder mit den Fans feiern», sagt Fassnacht.
In den letzten Monaten hat sich Fassnacht einigermassen versöhnt mit dem Schicksal. Immer wieder wurde er von Verletzungen heimgesucht. Besonders schlimm erwischte es ihn im November 2021, als er einen Schläfenbeinbruch erlitt. Noch heute ist der Tinnitus nicht komplett verschwunden.
Doch nach anfänglich erneuten gesundheitlichen Problemen – diesmal mit dem Knie – erreichte Fassnacht in dieser Saison wieder sein gewohntes Leistungsvolumen. Als einer der wenigen Spieler war er für Trainer Wicky stets gesetzt in der Anfangsformation. «Nun ist die Selbstverständlichkeit wieder da. Durch die vielen Verletzungen habe ich eine grosse Dankbarkeit dafür entwickelt. Ich weiss, dass es schnell in die andere Richtung gehen kann.»
Der Vertrag von Fassnacht läuft noch ein Jahr. Sein Traum vom Ausland-Transfer lebt noch immer. Doch auch diesbezüglich hat der 29-Jährige zu viel erlebt in den letzten Jahren, als dass er sich nun unter Druck setzen liesse. «Ich lasse alles auf mich zukommen.» Wobei ihm eines auch wichtig ist: «Ich habe in letzter Zeit wieder gelernt, was ich in Bern wirklich habe. Das möchte ich nicht einfach so aufgeben. Wenn ich wechsle, dann muss das Gesamtpaket stimmen.» https://www.watson.ch/sport/analyse/630 ... r-dominanz
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:06 |
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30.04.2023  Zitat: «Die Nacht wird lang heute» – YB-Fassnacht erklärt die Meisterparty
Nach einer schwierigen Woche können die Berner ihrer Freude dank des 5:1 gegen Luzern freien Lauf lassen. Während die Feier bereits lief, sprach 20 Minuten mit den Akteuren.
Darum gehts
- Nach dem 5:1-Erfolg über Luzern ist YB der 16. Meistertitel nicht mehr zu nehmen. - Im rappelvollen Wankdorf-Stadion brachen nach dem Schlusspfiff alle Dämme. - Raphaël Wicky zeigt sich erleichtert, während seine Spieler nur noch feiern wollen.
Ende gut, alles gut. Dies dürfte bei YB das Motto der Woche gewesen sein. Nach der 1:4-Klatsche am Dienstag bei GC stellte sich die Frage: Welches Gesicht zeigen die Berner gegen Luzern vor eigenem Anhang? Um 18.20 Uhr wird die offizielle Antwort eingecheckt: ein meisterliches 5:1 gegen den zurzeit wohl ernstesten Widersacher Luzern. «Am Dienstag ist keiner aus Zürich zurückgereist und dachte, er sei gut gewesen», sagte ein sichtlich erleichterter Trainer Raphaël Wicky nach dem Spiel. Die Spieler seien extrem enttäuscht gewesen unter der Woche, man sei wirklich neben den Schuhen gestanden. Der 46-Jährige: «Wir haben das am Mittwoch angesprochen und den Fokus auf heute gelegt.»
Vor 31’500 Fans im restlos ausverkauften Wankdorf kam eine wuchtige Antwort: Bei Halbzeit stand es bereits 3:1 – unter anderem dank eines überragenden Christian Fassnacht, der zu diesem Zeitpunkt bereits bei zwei Toren seine Füsse im Spiel hatte. Auch beim 29-Jährigen dürfte gelten: Ende gut, alles gut. Denn Fassnacht musste sich in dieser Spielzeit von einer langwierigen Kopfverletzung zurückkämpfen und dabei immer wieder Rückschläge in Form anderer Blessuren hinnehmen.
«In Zürich geboren, in Bern zur Legende geworden»
Als nach dem Spiel die Akteure einzeln vor die Fankurve geladen werden, wird Fasi eine ganz besondere Ehre – und der wohl lauteste Beifall – zuteil: «In Zürich geboren, in Bern zur Legende geworden», wird er angekündigt. Und der 19-fache Nationalspieler selbst: «Ein Nachmittag, wie wir uns das vorgestellt hatten.» Vor allem nach Dienstag gäbe es nichts Tolleres, als vor den eigenen Fans, vor der Familie Meister zu werden. Fassnacht, der bereits die fünfte YB-Meisterfeier starten kann: «Perfekt!»
Als er in der 70. Minute – zusammen mit Jean-Pierre Nsame, der den ersten Titel der YB-Neuzeit 2018 ebenfalls schon entscheidend mitgeprägt hatte – ausgewechselt wurde und Kastriot Imeri Platz machte, flüsterte ihm Trainer Wicky umarmend etwas ins Ohr. Was war das? Fassnacht zu 20 Minuten: «Er hat mir gesagt, dass ich nun am kommenden Wochenende noch zwei Tage mehr frei habe.» Der Hintergrund: Nach seiner Gelben in der 50. Minute ist Fasi am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in St. Gallen gesperrt.
Benito rät Jungen zu Aspirin
Mehr Zeit zum Feiern also. Fassnacht: «Jetzt gibt es zunächst eine dicke Party in der Garderobe, wo wir uns ordentlich vorbereitet haben.» Dann werde man sehen, wo es YB hintreiben werde. Aber eines sei sicher: «Die Nacht wird sicher lang heute.» Ähnlich heiss auf die Fete scheint Loris Benito. Der Aarauer in den Reihen der Berner geht bei den Feierlichkeiten in gewohnter Manier voran, reisst sein Team mit. Es scheint, noch mehr, weil er am Sonntag gar nicht zum Einsatz gekommen war.
Mehr Energie für die dritte Halbzeit? «Klar, jetzt umso mehr», kündigte der 31-Jährige während der Champagner-Dusche in der Garderobe an. Es dürfte bisweilen auch die einzige Dusche bleiben: «Vielleicht lassen wir das auch gleich sein», so der 13-fache Internationale. Als bereits dreifacher YB-Meister hat er einen Tipp für die jüngeren Spieler: «Zur Katervorbeugung etwas essen und Aspirin nehmen.»
«Morgen haben wir frei»
Wie Fassnacht bereits zum fünften Mal Meister mit «Gäubschwarz» wurde der langzeitverletzte Goalie David Von Ballmoos. «Da geht man bei der Party schon etwas voran», räumte er ein. Wo es genau hingehen werde, kann auch der 28-Jährige nicht sagen. Spontan sei schliesslich am besten. Der Ur-YBler: «Die Nacht ist noch jung und morgen haben wir frei.» https://www.20min.ch/story/die-nacht-wi ... 8634451517
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:07 |
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30.04.2023  Zitat: Feuchtfröhliche Meisterparty – so geht es in der YB-Garderobe zu und her
Einen Titel soll man auch richtig feiern: Das dachten sich auch die Berner Helden und liessen in der YB-Kabine so richtig die Korken knallen. 20 Minuten war live dabei und bekam auch einen Schuss der Feierlichkeiten ab. https://www.20min.ch/video/feuchtfroehl ... 0268291744
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:07 |
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30.04.2023  Zitat: «Es gibt kein Morgen»
YB-Fans verraten ihre Party-Pläne
Manche haben sich extra den nächsten Tag freigenommen, andere müssen antraben, aber machen trotzdem die Nacht durch. Heute wird die Berner Nacht zum Tag. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 35871.html
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:08 |
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01.05.2023  Zitat: Analyse zum YB-Titel
Er kam, stabilisierte und siegte
Die Young Boys holen nach einer schwierigen Vorsaison den Meistertitel zurück nach Bern. Auch, weil Trainer Raphael Wicky vieles erfüllt, was ein YB-Trainer erfüllen muss.
Es ist nur eine Auswechslung, eine Randnotiz eigentlich. Aber sie symbolisiert, wie YB zum 16. Titel in der Vereinsgeschichte gekommen ist.
Mitte April ist im Spiel in Basel eine gute Stunde absolviert, als Wicky Cedric Itten für Jean-Pierre Nsame bringt. Itten schoss in den Wochen zuvor gegen Basel in zwei Partien und 103 Minuten fünf Tore, er stand im Schweizer Nationalteam in der Startaufstellung, er hat gute Chancen, Ende Saison als bester Liga-Torschütze ausgezeichnet zu werden. Nun wird er beim FCB, diesem Club, in dem er als Junior einst Ballbub gewesen war und Matchprogramme und Bratwürste verkauft hatte, trotz allem nur eingewechselt.
Manch einer würde das als Affront verstehen, nicht so Itten: Er klatscht mit Nsame ab, dem Torschützen zum 1:0, seinem Konkurrenten, mit dem ihn ein kollegiales Verhältnis verbindet. Als man die Szene sieht, hat man einen Satz von Itten im Ohr, der in den Tagen davor sagte: «Wir haben bei YB einen grossartigen Teamgeist.»
YB hat ein so gutes Kader, dass es in der Startaufstellung oftmals nur für einen der zwei besten Stürmer der Super League Platz hat. Unruhe hat es trotzdem keine gegeben. Was auch das Verdienst von Trainer Raphael Wicky ist.
Was muss ein YB-Trainer erfüllen? In erster Linie muss er natürlich Erfolg haben, in Bern bedeutet das: Titel gewinnen. Er soll auch offensiven Fussball spielen lassen, interessiert an der Entwicklung junger Spieler sein. Und die Ansprüche im breiten Kader so managen, dass sich alle mitgenommen fühlen.
Als Wicky im Sommer übernahm, lag hinter den Young Boys eine Saison, die von ihnen nun als bestandener Stresstest für das ganze Club-Konstrukt betrachtet wird. Dabei hatten die Verantwortlichen im Sommer 2021 geglaubt, ihnen sei mit der Verpflichtung von Trainer David Wagner ein Coup gelungen. Der Deutsch-Amerikaner führte YB zwar in die Champions League, aber schon im Dezember überlegte sich die Führung, den Coach zu entlassen. Aufgrund der enttäuschenden Resultate in der Liga und im Cup sowie Bedenken, ob Wagner der Aufgabe überhaupt noch gewachsen war. Nicht zuletzt, weil ihm eine Überbelastung zu schaffen machte. Aber dann kam das 5:0 in Lugano zum Vorrundenende, die Gedanken wurden verworfen.
Dass die Young Boys mit der Entlassung Wagners bis zum März zuwarteten, als es schliesslich zu spät war, die Saison zu retten, ist einer der wenigen signifikanten Fehler im bald siebenjährigen Wirken des heutigen YB-Chefstrategen Christoph Spycher. Interimslösung Matteo Vanetta schaffte den Turnaround nicht, zu mannigfaltig waren die Probleme. Am Ende resultierte Rang 3 in der Liga, ein gemessen an den Möglichkeiten enorm enttäuschendes Abschneiden für YB.
So war also die Ausgangslage, als Wicky kam. Der Trainer wirkte nach unsteten Monaten wie eine Beruhigungspille. Er stabilisierte. Und er siegte. Nur an einem Spieltag führten die Berner nicht die Tabelle an, ihr Vorsprung ist seit langem komfortabel. Der Zuschauerschnitt ist mit über 28’000 auf einem Allzeithoch. Neben Taktik und Training definierte Wicky das Pflegen der Teamkultur als Säule seiner Arbeit, wie auch, das Defensivverhalten zu verbessern. Im Frühling 2023 lässt sich festhalten, dass ihm beides gelungen ist. YB erhält viel weniger Gegentore als in der Vorsaison, obwohl der in der Vorrunde glänzende Innenverteidiger Mohamed Camara seit Ende 2022 ausfällt. Und der Mannschaftsgeist ist beispielhaft, davon zeugt nicht nur die Beziehung zwischen Itten und Nsame. Die von Wicky definierten Säulen sind zugleich Trümpfe dieser Equipe.
Natürlich gab es Phasen, in denen die Auftritte spielerisch enttäuschend waren, aber das ist nun Makulatur. Weil die Young Boys bereit waren, als es besonders zählte – wie etwa im Cuphalbfinal beim FC Basel. Die Ausnahme ist der bisher einzige Dämpfer in dieser Saison: das Scheitern im Playoff zur Conference League gegen Anderlecht.
Die Young Boys können zuversichtlich in die Zukunft schauen. Nichts deutet darauf hin, dass sich an ihrer Vorherrschaft etwas ändern wird. Sie haben mit Wicky einen Trainer, dem der erste Titelgewinn in seiner Trainerkarriere Auftrieb verleihen wird. Zudem ist das Kader so gebaut, sind die Kassen dermassen gefüllt, dass die Abgänge von Leistungsträgern aufgefangen werden dürften. Dass die Berner das können, bewiesen sie nicht zuletzt vergangenen Sommer, als sie ihre Stürmer Jordan Siebatcheu und Wilfried Kanga für viel Geld in die Bundesliga verkauften – und nun dennoch zwei der besten Torschützen stellen. Wechselkandidaten sind etwa Camara, sobald er wieder fit ist, Itten, Meschack Elia, Christian Fassnacht sowie Cédric Zesiger, der nie verhehlt hat, dass er nach dem Gewinn des Meistertitels weiterziehen möchte. Und dann ist da noch Fabian Rieder. Sein sich abzeichnender Abgang könnte den letztjährigen Zugängen Filip Ugrinic, Donat Rrudhani und vor allem Kastriot Imeri eine prominentere Rolle verschaffen. Die Kaderplanung ist rollend.
Vorerst aber können die Young Boys die Meisterfeierlichkeiten geniessen. Und dann bietet sich ihnen Anfang Juni die Chance, das Double zu gewinnen – das erst dritte in der 125-jährigen Vereinsgeschichte. https://www.bernerzeitung.ch/er-kam-sta ... 6392823214
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:08 |
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30.04.2023  Zitat: YB feiert Titelgewinn
Mit Aspirin, «Layla» und viel Routine
Die Young Boys besiegen den FC Luzern auf dem Weg zum 16. Meistertitel 5:1 und beweisen dann Tauglichkeit als Partyorganisatoren. Auch wenn nicht ganz alles nach Plan verläuft.
Schon zur Pause kommt die Aufforderung des Stadionsprechers an die Zuschauer, nach Spielende bitte hinter den Absperrungen zu bleiben. Als könnten die Young Boys, wenn es um den Titelgewinn geht und der FC Luzern im Wankdorf gastiert, gar nicht anders, als Meister zu werden. Als müsse es so kommen. Als sei es ein Gesetz.
2018 erlösten sich die Young Boys gegen die Innerschweizer nach fast unendlichen 32 Jahren mit dem Gewinn des 12. Meistertitels, am 28. April, diesem Datum für die YB-Ewigkeit.
Am 30. April 2023 führen sie auf dem Weg zum 16. Titel zu Beginn der zweiten Halbzeit 3:1, es ist kein Zitterspiel wie vor fünf Jahren, kein hollywoodreifes Auf und Ab der Emotionen, sondern ein Schaulaufen. Anthony Racioppi, der starke Ersatz des verletzten David von Ballmoos, hat zwar hin und wieder einzugreifen, aber er muss nicht den Wölfli mimen – schon gar nicht wird eine Meisterlatte benötigt.
Zweifel am Ausgang des Nachmittags kommen keine auf. Fabian Rieder erhöht zum 4:1, der eingewechselte Cedric Itten markiert den 5:1-Schlussstand. Die geplante Meisterparty findet diesmal – anders als am vergangenen Dienstag in Zürich – auch wirklich statt. Als die Schlussphase anbricht, sieht sich der Stadionsprecher erneut gezwungen, an die Disziplin des Publikums zu erinnern. Gleichzeitig postiert sich das Sicherheitspersonal am Spielfeldrand.
Jetzt muss sich Rieder keine Sprüche mehr anhören
Aber das wäre gar nicht nötig gewesen, alles verläuft gesitteter, abgeklärter. Die Young Boys sind zwar kein Serienmeister mehr, aber im Feiern haben sie mit dem nun fünften Meistertitel in sechs Jahren Routine. Loris Benito, einer der wenigen verbliebenen Spieler von 2018, sagt: «Aspirin und Optifen sind heute entscheidend.» Der Kater ist einkalkuliert, die Mannschaft hat ein Discolicht und eine Rauchmaschine für die Garderobe organisiert.
Bevor die Party steigt, schreibt der Nachmittag ein paar schöne Geschichten. Das 1:0 gelingt Jean-Pierre Nsame, natürlich ihm – noch so eine Parallele zum 28. April, als der Stürmer spät das alles erlösende 2:1 erzielte und so den Weg zum legendären Platzsturm ebnete. Das 2:0 ist Christian Fassnacht vorbehalten, auch er einer für die YB-Ewigkeit. Das 3:1 von Sandro Lauper ist nicht nur derart sehenswert, dass sich Mitspieler ob des Distanzschusses ungläubig die Hände an den Kopf halten, für den Konolfinger bedeutet der Treffer auch ein Happy End: Nach zwei Kreuzbandrissen fiel er im vergangenen Jahr mit Knieproblemen erneut lange aus, Aspirin und Optifen genügten in seinem Fall nicht.
Dann ist da noch das 4:1 von Rieder. Es gibt kaum etwas, was der 21-Jährige mit dem Ball nicht anstellen kann, das bewies er mit der gefühlvollen Vorlage zum 2:0. Aber ein Freistosstor ist ihm bis dahin in seiner senkrecht verlaufenden Karriere nicht gelungen, das brachte ihm andauernd Sprüche seiner Teamkollegen ein, wenn er sich im Training den Ball setzte, wie sein Teamkollege Benito kürzlich erzählte.
Das ist nun ebenso passé, wie die Titellosigkeit von Trainer Raphael Wicky. Mit jedem Tor wirkt der Walliser an diesen Sonntag etwas ausgelassener, die Kontrolle weicht einem breiten Grinsen. Das 5:1 steht sinnbildlich dafür, was der Trainer mitgeholfen hat, zu kreieren. Natürlich, jeder andere Schweizer Trainer wäre froh, einen Itten einzuwechseln zu können, aber es muss auch eine Teamkultur vorhanden sein, dass jeder seine Rolle akzeptiert. Auch wenn diese manchmal nicht sonderlich gross ist. Itten trifft als Joker, mit 18 Toren übernimmt er wieder die Führung in der Torschützenliste, nachdem Nsame zuvor ausglich. Die Jagd auf die Torjägerkrone verspricht aus YB-Sicht fortan mehr Spannung als die Tabelle.
Die Garderobe wie ein Nightclub
So geht es auf die letzten Meter zum Meistertitel. Längst haben die Ersatzspieler die eigens angefertigten Trikots mit der 16 übergezogen, sie haben Champagnerflaschen in der Hand, rund um sie 31’500 Zuschauer im einmal mehr ausverkauften Wankdorf, die sich weigern, abzusitzen. Alle warten nur noch auf den Schlusspfiff des Schiedsrichters – selbst die Luzerner.
Und dann? Brechen nicht alle Dämme wie 2018, aber eine solche Party wie damals wird es auch nie mehr geben. Ausser vielleicht, die Young Boys werden wieder 32 Jahre ohne Titel bleiben. Aber das ist nicht absehbar, ganz und gar nicht. Gefeiert wird trotzdem, jedes Staffmitglied, jeder Spieler wird von den Zeremonienmeistern von «Radio Gelb-Schwarz» unter Jubel zurück aufs Feld gerufen. Auch hier hat Rieder seinen Auftritt. Er, der beim Titel 2021 noch ein Mitläufer war, beweist Abgeklärtheit: mit der Meisterzigarre im Mund.
Dann verabschiedet sich die Mannschaft in die Garderobe. Dort liegen Pizzas bereit, der Boden ist bald einmal klebrig vom verspritzten Bier und Champagner, aus den Boxen dröhnt Musik, die Rauchmaschine läuft auf Hochtouren. Und «Layla» darf natürlich auch nicht fehlen, zum Partysong mit zweifelhaftem Ruf tanzen sich die YB-Spieler in Topform. Als das Discolicht ausfällt, bedient Konditionstrainer Martin Fryand kurzerhand im Millisekundentakt den Lichtschalter.
Ganz alles verläuft dann doch nicht nach Plan, an diesem 30. April, an dem sich die Young Boys zum 16. Mal zum Meister krönen. https://www.bernerzeitung.ch/mit-aspiri ... 6803236963
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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30.04.2023  Zitat: Kommentar zum Meistertitel
Das Ende der YB-Dominanz ist nicht absehbar
Die Young Boys werden zum fünften Mal in sechs Jahren Meister. Der Titel ist folgerichtig, weil sie am besten aufgestellt sind, personell wie finanziell.
Gab es jemals Zweifel, dass die Young Boys Meister werden?
Wenn, dann waren sie rasch ausgeräumt: Der alte Meister FCZ verlor im Juli zum Auftakt 0:4 in Bern und stolperte dann von Spieltag zu Spieltag – bis er sich schon im September gezwungen sah, den neuen Trainer Franco Foda zu entlassen. Der FC Basel war wie so oft in den letzten Jahren vor allem eines: mit sich selber beschäftigt. Und der Rest? Der hat nicht das Zeug dazu, den Titel zu gewinnen. Seit der Saison 2003/04 hat es nur drei verschiedene Meister gegeben: Basel (11-mal), FCZ (4-mal) und YB (5-mal).
Aber auch wenn es den Baslern und Zürchern besser gelaufen wäre, hätte für sie viel zusammenkommen müssen, ein eigener Exploit, ein paar Verletzungen von wichtigen YB-Spielern und ein falscher Trainerentscheid in Bern beispielsweise, dass es für sie überhaupt möglich gewesen wäre, YB zu bedrängen. Aber das alles gab es – anders als in der Vorsaison – nicht. Und so traf an diesem 30. April im Wankdorf beim Spiel gegen Luzern ein, was erwartet werden durfte. Die Young Boys sind am besten aufgestellt, finanziell wie personell. Der 16. Meistertitel der Vereinsgeschichte ist so vor allem eines: eine logische Folge.
Aber er ist kein Selbstläufer – und das ist eine wichtige Unterscheidung. Das nämlich würde die Arbeit der Berner ungerechtfertigterweise schmälern. Sie sind ein souveräner Meister. Nur einmal standen sie nicht an der Tabellenspitze, das war Anfang September. Nur dreimal haben sie verloren, zwischen der ersten und der zweiten Niederlage vergingen 209 Tage. Ihr Torverhältnis ist mit grossem Abstand das beste.
Ja, ihre spielerischen Darbietungen fielen phasenweise ernüchternd aus, aber je grösser die Aufgabe, desto besser waren oftmals ihre Leistungen. Sinnbildlich, wie YB kürzlich innert gut zwei Wochen dem FCB sowohl in der Liga als auch im Cuphalbfinal die Grenzen aufzeigte.
Der Meistertitel ist das Verdienst von vielen. Weil Erfolg in Bern in der Ära des Chefstrategen Christoph Spycher immer Teamarbeit bedeutet. Aber Trainer Raphael Wicky gilt es an dieser Stelle schon zu erwähnen. Als er im Sommer kam, gelang es ihm rasch, die Young Boys nach Rang 3 zu stabilisieren. 50 Gegentreffer verzeichneten sie in der Vorsaison, nun erhalten sie im Schnitt nicht einmal ein Tor pro Partie. Dazu schaffte es Wicky, die Ansprüche im breiten Kader vorzüglich zu moderieren – trotz früh wegfallender Dreifachbelastung. Sinnbildlich, wie Cedric Itten und Jean-Pierre Nsame harmonieren, die besten Liga-Torschützen, obwohl es in der Startaufstellung oftmals nur Platz für einen von ihnen hat.
Wicky musste auf dem Weg zum Titel heikle Momente überstehen, vor allem als die Young Boys im Playoff zur Conference League scheiterten.
Wicky musste auf dem Weg zum Titel heikle Momente überstehen, vor allem nachdem die Young Boys im Playoff zur Conference League gescheitert waren und so erstmals seit 2015 die Gruppenphase des Europacups nicht erreicht hatten. Das war für YB eine riesige Enttäuschung. Nicht zuletzt für die Spieler, weil solche Teilnahmen nicht nur aufregend sind, sondern auch beste Werbung für einen Auslandstransfer. Was in diesem Wettbewerb möglich gewesen wäre, erhalten die Berner von den Baslern, die sensationell im Halbfinal der Conference League stehen, gerade vorgeführt. Es muss der Anspruch der Young Boys sein, nächste Saison auch europäisch die Schweizer Nummer 1 zu sein.
Die Voraussetzungen, erfolgreich zu sein, sind in der Schweiz nirgends so gut wie in Bern. Es mag ein zeitlicher Zufall sein, wurden die Finanzzahlen der Clubs just in der Woche vor dem Gewinn des Meistertitels veröffentlicht. Aber es ist ein passender Zufall, weil die Werte das Bild der Tabelle bestätigen. YB ist auch hier einsame Spitze, nur Basel kann annähernd mithalten.
Die Young Boys haben 2022 einen Reingewinn von 6,7 Millionen erwirtschaftet, obwohl die Europacup-Einnahmen fast komplett wegfielen. Mit Spielertransfers generierten sie 27 Millionen Franken, alleine der Verkauf von Fabian Rieder dürfte ihnen bald wieder einen zweistelligen Millionenbetrag einbringen. Der Zuschauerschnitt ist mit über 28’000 zudem auf einem Allzeithoch, die Ticketverkäufe brachten dem Club im vergangenen Jahr über 18 Millionen ein. Auch das ist ein Topwert.
Es mag langweilig klingen, aber nach fünf Meistertiteln in sechs Jahren ist ein Ende der Berner Dominanz nicht absehbar. Ausnahmen kann es geben, das zeigte der Titel des FCZ im vergangenen Jahr. Aber sie werden unter den aktuellen Voraussetzungen eben eines bleiben: Ausnahmen. https://www.bernerzeitung.ch/das-ende-d ... 4404752986
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:09 |
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30.04.2023  Zitat: Euphorie im Wankdorf
«Es ist viel schöner, daheim Meister zu werden»
Bier, Petarden, gelber Rauch: Nach dem grossen Meistersieg der Young Boys danken es die Fans ihrem Team mit einer feuchtfröhlichen Sause.
Am Dienstag standen die Fans der Young Boys im Regen. Nicht nur wegen der Witterung. Sondern auch, weil ihr Club die erste Chance, den Meistertitel zu holen, nicht gepackt hatte. Dafür wurden sie nun am Sonntagabend mit einem starken Heimspiel entschädigt. 5:1 gewannen die Berner gegen den FC Luzern. Und holten sich den Meistertitel.
Im Wankdorf knallten kurz nach Schlusspfiff die Korken: Diesmal sollte es Champagner regnen. Trainer Raphael Wicky und seine Spieler feierten feuchtfröhlich auf dem Rasen. Das Publikum schrie lautstark: «Meister, Schweizer Meister.»
Erinnerungsfotos für die Geschichte
Die Spieler liessen sich von der tobenden Menge feiern. Einzeln rannten sie auf den Rasen. Bei den Torschützen skandierten die Fans besonders laut. Etwa bei Jean-Pierre Nsame, er machte das erste Goal in der 32. Minute. Er kann gleich doppelt feiern diese Nacht – am ersten Mai wird er nämlich 30 Jahre alt. Bald einmal ist aber das Programm auf dem Feld vorbei. Die offizielle Meisterfeier wird am 7. Mai – also nächsten Sonntag – stattfinden.
Nun schiessen einige Erinnerungsfotos. Andere gönnen sich noch ein Bier im Stadion. So auch Matthias Mäder und seine beiden Begleiter. «Die haben das doch absichtlich gemacht», sagt er. Der Solothurner spielt auf die Niederlage gegen GC an. «Ist doch viel schöner, daheim Meister zu werden.»
Und auch er und seine Kollegen sind nicht unglücklich darüber. Das Spiel am Dienstag hätten sie sich zuhause angesehen. «Nun konnten wir es im Stadion miterleben, das war grandios.» Die Nacht durchmachen werden die drei aber nicht. Dafür seien sie zu alt, finden sie. Beim nächsten Heimspiel seien sie aber garantiert wieder dabei.
Stadt Bern hat Freinacht bewilligt
Nachhause zieht es aber noch lange nicht alle Fans. Schliesslich hat die Stadt eine Freinacht bewilligt. Nachdem die Meisterfeiern 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, könne nun der 16. Titel wieder uneingeschränkt gefeiert werden, teilt der Gemeinderat mit.
«Zum 125. Jubiläum macht YB sich selbst und uns allen das schönste Geschenk», lässt sich Stadtpräsident Alec von Graffenried zitieren. «Ich bin beeindruckt, wie souverän dieser Titel zu Stande gekommen ist.»
Die Freinacht wollen viele Fans nutzen. So etwa Maria Poubouridis aus Gümligen. Mit ihren beiden Kolleginnen wird sie noch bis in die Nacht feiern. Auch wenn sie am Montag arbeiten müsse. Einen müden Wochenstart werden wohl einige in Kauf nehmen.
Zwar leeren sich die Zuschauertribünen nach 20 Uhr langsam. Dafür drängen sich die Fans auf dem Platz vor dem Stadion dicht an dicht . Wer sich aus der Masse bewegen oder ein Bier holen will, braucht Geduld. Hin und wieder knallen die Petarden – und gelber Rauch steigt in die Luft.
Im Zentrum bleibt es lange Zeit ruhig. Zwar leuchtet die Überdachung beim Loebeggen gelb und schwarz. Die Fans sind aber noch nicht eingetroffen. Das dürfte auch daran liegen, dass es nicht nur in der Innenstadt Programm gibt, sondern auch direkt nebenan beim Wankdorf.
Eine Gruppe Feierfreudige will noch an der BEA weiterfesten. So manche Fans dürften es ihnen gleichtun. https://www.bernerzeitung.ch/es-ist-vie ... 6135142326
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 23:09 |
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