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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 21:57 
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0:1-Niederlage bei Atalanta – das nächste Wunder von YB in der Champions League muss warten

Die Young Boys hatten in ihrem zweiten Gruppenspiel in der Champions League einen schweren Stand und bezogen bei Atalanta Bergamo eine 0:1-Niederlage. Bis zur 68. Minute hielten die hauptsächlich mit Defensivarbeit beschäftigten Berner das 0:0, ehe der Treffer von Europameister Matteo Pessina die Partie entschied.

68 Minuten lang wehrte sich YB erfolgreich aber zunehmend mühevoll gegen die Angriffe der Italiener. Schliesslich schaffte es Matteo Pessina, YB-Goalie David von Ballmoos zu überwinden.

Die Berner konnten sich bis zum Gegentreffer kaum einmal aus der Umklammerung von Atalanta lösen. Die einzige gute Möglichkeit zu einem Tor hatten sie in der 28. Minute: Meschack Elia schoss nach einem raschen Angriff aus sehr guter Position am Tor vorbei.

Für die Young Boys geht es in knapp drei Wochen weiter in der Champions League. Dann treffen sie daheim auf den Europa-League-Sieger Villarreal.

Telegramm:

Atalanta Bergamo – Young Boys 1:0 (0:0)

9800 Zuschauer. – SR Brych (GER). . Tor: 68. Pessina 1:0.

Atalanta: Musso, Toloi, Demiral, Djimsiti; Zappacosta (90. Pezzella), De Roon, Freuler (90. Koopmeiners), Gosens (11. Maehle); Pessina (75. Pasalic); Malinowski (75. Muriel), Zapata.

Young Boys: von Ballmoos; Hefti (82. Maceiras), Camara, Lauper, Garcia; Aebischer (82. Spielmann), Martins, Sierro (69. Mambimbi); Elia (66. Rieder), Moumi Ngamaleu; Siebatcheu (66. Kanga).

Bemerkungen: Young Boys ohne Fassnacht, Lustenberger, Monteiro, Nsame, Petignat, Zbinden und Zesiger. Atalanta ohne Hateboer (verletzt). 17. Eigentor von Lauper vom VAR wegen Abseits annulliert. Verwarnungen: 65. Sierro (Foul). 89. Zappacosta (Unsportlichkeit).


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 03098.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 21:58 
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«Wir nehmen ein gutes Gefühl mit, müssen uns aber verbessern»

War Atalanta Bergamo auswärts eine Nummer zu gross? Die Reaktionen aus dem Lager der Young Boys nach der 0:1-Niederlage im zweiten Gruppenspiel der Champions League.

YB-Trainer David Wagner ist grundsätzlich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. «Wir gehen hier erhobenen Hauptes weg aus Bergamo», erklärt er denn auch, «wir haben gegen den erwartet starken Gegner gespielt. Atalanta war sicher aktiver und hatte mehr Torchancen. Aber wir haben leidenschaftlich verteidigt. Wir mussten leiden, aber sind stets beharrlich geblieben.»

Es wäre aus Sicht des Deutschen vielleicht sogar mehr möglich gewesen. Wagner dazu: «Wir hatten in der ersten Halbzeit eine Superchance durch Elia. Wenn so einer reingeht, kann ein solches Spiel eine Wendung nehmen. Zum Ende der Partie bekamen wir zudem etwas mehr Spielmomente, aber ohne uns dabei, mit vielleicht einer Ausnahme, wirkliche Chancen erspielen zu können.» Das Schlussfazit von Wagner: «Wir nehmen ein gutes Gefühl mit, wissen aber auch, dass wir uns verbessern müssen.»

«Es ist nicht ganz aufgegangen»

«Es war kein schlechtes Spiel von uns, aber es reicht halt eben nicht für Punkte. Wir haben solidarisch verteidigt, nach vorne haben wir Lösungen gesucht, aber es ist nicht ganz aufgegangen», erklärt YB's Nationalspieler Michel Aebischer. Lange stand es 0:0 (bis zur 68. Minute) und Aebischer gibt zu: «Wir hätten gerne einen Punkt mitgenommen, aber wir wussten, dass das schwer wird.» Trotzdem ist er keineswegs unglücklich: «Wenn man als YB mit drei Punkten nach zwei Spielen in die Gruppenphase starten kann, dann nehmen wir das.»

Zu den gefragtesten Interviewpartnern gehörte natürlich Remo Freuler, der Schweizer Nati-Star im Dress von Atalanta. «Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird. YB ist eine gute Mannschaft, die schnell nach vorne spielt. Wir haben daher darauf geachtet, keine einfachen Fehler zu machen», so Freuler zur Taktik. «In der zweiten Halbzeit haben wir dann schneller gespielt, sind so zu mehr Chancen gekommen und haben verdient gewonnen. Wenn die gegnerische Mannschaft so tief steht, ist es immer schwer, in Führung zu gehen.»

Atalanta Bergamo hat nach zwei Runden nun 4 Punkte auf dem Konto. «Wir stehen nicht schlecht da», findet Freuler, «nun kommen die beiden Spiele gegen Manchester United. Wir gehen auch nach Manchester, um 3 Punkte zu holen.»


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 04291.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 22:17 
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Darum gibts vor dem Spiel in Bergamos Altstadt keine schwarz-gelbe Party

In der «Città alta» sind zwar Berner Fans unterwegs, sie sind aber statt schwarz-gelb zivil gekleidet. Das wurde ihnen von Fanarbeitern so empfohlen.

Darum gehts

- In Bergamo gibt es aktuell keine YB-Party, die Berner Fans sind zivil gekleidet.

- Das wurde den Supportern von Fanarbeit empfohlen.

- Dafür war auch das Schiedsrichter-Trio in der Altstadt unterwegs.

800 YB-Anhänger werden am Mittwochabend im Gewiss Stadium erwartet. Von der Berner Champions-League-Euphorie ist in der Altstadt von Bergamo aber kaum etwas zu sehen. Vereinzelt ein YB-Schal, ein T-Shirt oder schwarzgelbe Socken – die grosse Berner Warm-up-Party sucht man im mittelalterlichen Stadtteil «Città alta» aber vergebens.

Dabei wären eigentlich zahlreiche YB-Anhänger unterwegs, der Grossteil davon allerdings in «zivil». «Die Fanarbeit hat im Vorfeld empfohlen, gewisse Stadtteile in Fankleidung zu meiden», sagt YB-Fan Silvan zu 20 Minuten. «Hier in der Altstadt ist das aber kein Problem.»

Fan-Busse fahren direkt zum Stadion

Für diejenigen YB-Fans, die mit dem Car anreisen, fällt das Sightseeing in Bergamo übrigens ganz aus. Die Reisebusse werden von der Polizei direkt ins Stadion umgeleitet. Auch für Fans, die mit dem Privatauto anreisen, kann es umständlich werden. Auf YB-Fanseiten war zu lesen, dass diese bei der Autobahn-Ausfahrt vor Bergamo angehalten und auf einen Parkplatz umgeleitet würden. Von dort soll es für die Fans mit Shuttlebussen ins Stadion gehen.

Neben den «zivilen» Bernern ist am Mittwochmittag auch das Schiedsrichter-Trio um den Deutschen Felix Brych in der Altstadt unterwegs. «Wir haben ihm sicherheitshalber eine 50er-Note auf den Tisch gelegt», scherzt ein YB-Fan.


https://www.20min.ch/story/darum-gibts- ... 0844685747

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 23:18 
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Pleite in Bergamo: Mit diesem Tor entscheidet Europameister Pessina das Spiel gegen YB

Die Young Boys müssen sich bei Atalanta Bergamo mit 0:1 geschlagen geben. Das entscheidende Tor fällt in der 68. Spielminute.


https://www.20min.ch/video/mit-diesem-t ... 2225953347

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 23:19 
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Das meint Blick-Kunz

«Das ist eine zwingende YB-Niederlage»

Trotz der Niederlage in Bergamo steht YB nach den ersten beiden Gruppenspielen in der Champions League nicht schlecht da, findet Blick-Reporter Alain Kunz.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 72289.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 23:23 
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Die Magie des Manchester-Sieges ist erloschen: Drei Erkenntnisse nach dem 0:1 von YB bei Atalanta Bergamo

Trainer David Wagner mag sein YB für einen bescheidenen Auftritt nicht kritisieren. Die Hoffnung von YB liegt nun auch im heimischen Kunstrasen. Eine Analyse nach einem für die Berner ziemlich ernüchternden Champions-League-Abend.

Ein paar Minuten dauert dieser Champions-­League-Abend noch. Ein paar Minuten der Hoffnung. Ein paar ­Minuten, um doch noch irgendwie ein Tor zu erzielen. Allein, YB kommt nicht einmal in die Nähe des Tores von Atalanta Bergamo. Wie den ganzen Abend schon. Zum Schluss versucht sich noch Martins aus grosser Distanz, es hat etwas von Verzweiflung. Der Ball fliegt übers Tor.

Es bleibt darum bei ­diesem 0:1 und der Erkenntnis: YB erhält im Norden Italiens eine Lehrstunde. Gewiss nicht ganz so dramatisch wie das Nationalteam an der EM in Rom, aber die Magie aus dem verheissungs­vollen Auftakt gegen Manchester United, ­diesem vielumjubelten 2:1-Sieg, ist bereits ein wenig erloschen.

YB-Trainer David Wagner und der Verzicht auf kritische Worte

Trainer David Wagner versucht in der Aufarbeitung, das Gute zu betonen: «Wir gehen hier erhobenen Hauptes», sagt er. Das mag sein, weil seine Mannschaft leidenschaftlich kämpft und verteidigt. Weil die Organisation nie verloren geht, egal wie gross der Druck von Atalanta auch ist. Und doch hätte man von YB ein bisschen mehr erwarten dürfen. Den Mut, wenigstens ab und zu den Weg nach vorne zu suchen. Souveränität und Sicherheit im Spiel mit dem Ball. «Wir wussten, dass wir leiden müssen, so ist es gekommen. Nun lernen wir daraus und freuen uns aufs Rückspiel», sagte Wagner noch. Ein paar kritische Worte hätten es schon sein dürfen.

Natürlich, die Klasse von Atalanta Bergamo ist unbestritten. Es gibt Gründe, warum das Team zuletzt dreimal Dritter der Serie A war, ­und warum es in der Champions League einmal erst im Viertelfinal (gegen Paris) und einmal im Achtelfinal (Real Madrid) scheiterte.

Mit einer Mischung aus Wucht und spielerischer Klasse überfährt Atalanta an einem ­guten Tag auch viele Topklubs Europas. Dass ein Team wie YB darob überfordert ist, kann vorkommen. Vor allem dann, wenn Atalanta mit vollster Konzentration und Ernsthaftigkeit antritt. So ganz anders eben als Manchester vor gut zwei Wochen.

Der Schweizer Nationalspieler Remo Freuler, auch gestern wie gewohnt einer der Leader Atalantas, resümiert zufrieden: «Für uns zählte nur eines: der Sieg. Und es ist keine Frage, dass er verdient ist.» Man darf gespannt sein, wie sich Freulers Team bei Manchester United schlägt, «wir fahren dorthin, um zu gewinnen», kündigt Freuler schon einmal an. Das Selbstvertrauen ist Kraft der Vergangenheit durchaus berechtigt.

Der YB-Vorteil in Europa: Kunstrasen!

Wenn es nach diesem Abend eine gute Nachricht aus YB-Sicht gibt, dann diese: noch immer ist alles möglich in dieser Gruppe F. Klar ist einzig, dass es gegen Villareal am 20. Oktober eine erhebliche Steigerung braucht. Vielleicht hilft es ja dann wieder, dass die YB-Gegner auf der europäischen Bühne den Kunstrasen im Wankdorf für gewöhnlich nicht allzu innig lieben.

Das Erstaunliche an diesem Spiel gestern ist, dass es YB fast 70 Minuten lang gelingt, das 0:0 zu halten. Als Atalanta das erste Mal jubelt, weil der frühere FCZ-Verteidiger Berat Djimsiti den Ball über die Linie drückt, meldet der ­Videoschiedsrichter ein Abseits. Kurz vor der Pause verpasst Matteo Pessina ganz allein vor dem starken David von Ballmoos das sichere Tor.

Nach dem Seitenwechsel nimmt der Druck der blau-schwarzen Hausherren noch einmal zu. Bis Pessina doch noch trifft. Dass dem Treffer ein ziemlich unnötiger Fehler von Lauper vorangeht, ist für YB bitter. Aber das Tor ist folgerichtig. Die Berner kommen während 90 Minuten nur zu einer einzigen Chance, Elia vergibt sie nach knapp einer halben Stunde. Selbst an ein Aufbäumen zum Ende ist kaum zu denken. Atalanta bringt den Sieg ohne jegliche Probleme ins Ziel. Und das ist dann doch ziemlich ernüchternd.

Telegramm

Atalanta Bergamo – Young Boys 1:0 (0:0)

Gewiss Arena. – SR. Brych (Deutschland). Tor: 68. Pessina 1:0.

YB: Von Ballmoos; Hefti (82. Maceiras), Camara, Lauper, Garcia; Aebischer (82. Spielmann), Martins, Sierro (69. Mambimbi): Elia (66. Rieder), Ngamaleu; Siebatcheu (66. Kanga). – YB ohne Zesiger, Fassnacht, Nsame, Lustenberger (alle verletzt).


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/ch ... ld.2195264

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. September 2021, 09:00 
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«Wenn Elia das 1:0 macht, wird Atalanta unruhig»

YB unterliegt in der Champions League nach einem soliden Auftritt mit 0:1 gegen Atalanta Bergamo. Trainer David Wagner ist trotzdem zufrieden.

Darum gehts

- YB verliert das zweite Gruppenspiel in der Champions League gegen Atalanta Bergamo mit 0:1.
- Für David Wagner hat wenig gefehlt für einen Punktgewinn.
- «Wir wussten, es wird nicht einfach», sagt Nati-Star Remo Freuler, der mit Bergamo einen historischen Sieg feierte.

«Gegen eine Top-Mannschaft wie Atalanta muss alles zu 100 Prozent passen», sagte YB-Trainer David Wagner nach der 0:1-Pleite in der Champions League. «Heute waren es leider nur 95.» Trotzdem hielt sich der 49-Jährige mit Lob für sein Team nicht zurück.

«Wir haben das taktisch über weite Strecken sehr gut gemacht und Atalanta bewusst die Räume im Zentrum eng gemacht», erklärte Wagner seinen Matchplan. Es sei nur logisch, dass der Gegner dann mehr Platz auf den Seiten vorfinde. «Es war für uns schon etwas ungewohnt, dass wir so unter Druck standen», meinte der YB-Trainer. «Normalerweise sind wir ja in der anderen Rolle. Darum können wir aus solchen Spielen viel lernen.»

YB fand offensiv zu wenig Lösungen

Auch seine Spieler sind mit dem defensiven Auftritt von YB nicht unzufrieden. «Ich glaube, wir haben gut und solidarisch verteidigt und ihnen nicht viele Chancen gegen», sagt Michel Aebischer nach dem Spiel. «Klar, zwei, drei Gelegenheiten hatten sie, aber alles kann man nicht verhindern.»

Den offensiven Auftritt der Berner sieht der Mittelfeldspieler etwas kritischer: «Sie haben uns offensiv wenig Räume gegeben. Dagegen haben wir heute keine Lösungen gefunden», sagt Aebischer. Und auch Trainer David Wagner meint: «Ich hätte mir im Ballbesitz etwas mehr Ruhe gewünscht.»

Elia mit der besten YB-Chance in der ersten Halbzeit

Die beste, aber auch einzig wirklich gefährliche Möglichkeit hatte YB nach 28 Minuten. Nach einem Ballgewinn schickte Martins Elia in die Tiefe. Der pfeilschnelle Stürmer setzte seinen Abschluss aber knapp neben das Tor. «Wenn wir da das 1:0 machen, wird Atalanta unruhig», glaubt Wagner. «Leider waren das die wenigen Prozent, die heute gefehlt haben.»

Der einzige Schweizer, der am Ende Grund zur Freude hatte, war Remo Freuler. «Wir wussten, es wird nicht einfach», gestand der Nati-Star nach Spielschluss. «In der zweiten Hälfte haben wir schneller gespielt und kamen so zu mehr Chancen.»

Für Freuler und seine Teamkollegen war es ein ganz besonderes Spiel. Erstmals konnte Atalanta in der Champions League vor Heimpublikum aufspielen. Vor drei Jahren bei der Premiere musste der Club ins San Siro nach Mailand ausweichen, im vergangenen Jahr spielte Bergamo aufgrund der Corona-Pandemie vor leeren Rängen.


https://www.20min.ch/story/wenn-elia-da ... 0473250362

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. September 2021, 09:03 
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30.09.2021

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Die Magie von YBs Triumphs über Manchester United ist erloschen

Trainer David Wagner mag sein YB für einen bescheidenen Auftritt nicht kritisieren. Die Hoffnung von YB liegt nun auch im heimischen Kunstrasen. Eine Analyse nach einem für die Berner ziemlich ernüchternden Champions-League-Abend.

Ein paar Minuten dauert dieser Champions-­League-Abend noch. Ein paar Minuten der Hoffnung. Ein paar ­Minuten, um doch noch irgendwie ein Tor zu erzielen. Allein, YB kommt nicht einmal in die Nähe des Tores von Atalanta Bergamo. Wie den ganzen Abend schon. Zum Schluss versucht sich noch Martins aus grosser Distanz, es hat etwas von Verzweiflung. Der Ball fliegt übers Tor.

Es bleibt darum bei ­diesem 0:1 und der Erkenntnis: YB erhält im Norden Italiens eine Lehrstunde. Gewiss nicht ganz so dramatisch wie das Nationalteam an der EM in Rom beim 0:3, aber die Magie aus dem verheissungs­vollen Auftakt gegen Manchester United, ­diesem vielumjubelten 2:1-Sieg, ist bereits ein wenig erloschen.

Wagners Verzicht auf kritische Worte

Trainer David Wagner versucht in der Aufarbeitung, das Gute zu betonen: «Wir gehen hier erhobenen Hauptes», sagt er. Das mag sein, weil seine Mannschaft leidenschaftlich kämpft und verteidigt. Weil die Organisation nie verloren geht, egal wie gross der Druck von Atalanta auch ist.

Und doch hätte man von YB ein bisschen mehr erwarten dürfen. Den Mut, wenigstens ab und zu den Weg nach vorne zu suchen. Souveränität und Sicherheit im Spiel mit dem Ball. «Wir wussten, dass wir leiden müssen, so ist es gekommen. Nun lernen wir daraus und freuen uns aufs Rückspiel», sagte Wagner noch. Ein paar kritische Worte hätten es schon sein dürfen.

Wucht und spielerische Klasse

Natürlich, die Klasse von Atalanta Bergamo ist unbestritten. Es gibt Gründe, warum das Team zuletzt dreimal Dritter der Serie A war, ­und warum es in der Champions League einmal erst im Viertelfinal (gegen PSG) und einmal im Achtelfinal (Real Madrid) scheiterte.

Mit einer Mischung aus Wucht und spielerischer Klasse überfährt Atalanta an einem ­guten Tag auch viele Topklubs Europas. Dass ein Team wie YB darob überfordert ist, kann vorkommen. Vor allem dann, wenn Atalanta mit vollster Konzentration und Ernsthaftigkeit antritt. So ganz anders eben als Manchester vor gut zwei Wochen.

Der Schweizer Nationalspieler Remo Freuler, auch gestern wie gewohnt einer der Leader Atalantas, resümiert zufrieden: «Für uns zählte nur eines: der Sieg. Und es ist keine Frage, dass er verdient ist.» Man darf gespannt sein, wie sich Freulers Team bei Manchester United schlägt, «wir fahren dorthin, um zu gewinnen», kündigt Freuler schon einmal an. Das Selbstvertrauen ist Kraft der Vergangenheit durchaus berechtigt.

Der YB-Vorteil in Europa: Kunstrasen!

Wenn es nach diesem Abend eine gute Nachricht aus YB-Sicht gibt, dann diese: noch immer ist alles möglich in dieser Gruppe F. Klar ist einzig, dass es gegen Villareal am 20. Oktober eine erhebliche Steigerung braucht. Vielleicht hilft es ja dann wieder, dass die YB-Gegner auf der europäischen Bühne den Kunstrasen im Wankdorf für gewöhnlich nicht allzu innig lieben.

Das Erstaunliche an diesem Spiel gestern ist, dass es YB fast 70 Minuten lang gelingt, das 0:0 zu halten. Als Atalanta das erste Mal jubelt, weil der frühere FCZ-Verteidiger Berat Djimsiti den Ball über die Linie drückt, meldet der ­Videoschiedsrichter ein Abseits. Kurz vor der Pause verpasst Matteo Pessina ganz allein vor dem starken David von Ballmoos das sichere Tor.

Nach dem Seitenwechsel nimmt der Druck der blau-schwarzen Hausherren noch einmal zu. Bis Pessina doch noch trifft. Dass dem Treffer ein ziemlich unnötiger Fehler von Lauper vorangeht, ist für YB bitter. Aber das Tor ist folgerichtig. Die Berner kommen während 90 Minuten nur zu einer einzigen Chance, Elia vergibt sie nach knapp einer halben Stunde. Selbst an ein Aufbäumen zum Ende ist kaum zu denken. Atalanta bringt den Sieg ohne jegliche Probleme ins Ziel. Und das ist dann doch ziemlich ernüchternd.


https://www.watson.ch/sport/fussball/10 ... -erloschen

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. September 2021, 09:06 
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YB-Noten: Als der Bodyguard einmal Pause macht

Die Young Boys wehren sich beim 0:1 in Bergamo nach Kräften. Wobei einige ihrer Spieler an Grenzen stossen.

David von Ballmoos – Note 5,5
Der erste Abschluss kommt nach fünf Minuten auf sein Tor, von Ballmoos bleibt stehen und hält. Im Strafraum wirds danach etwas ruhiger, erst kurz vor der Pause taucht Pessina vor dem Goalie auf: Der Italiener verpasst, der Emmentaler hat keine Mühe, zu klären. Mit der Ruhe ist es nun definitiv vorbei, von Ballmoos rückt in der zweiten Halbzeit immer öfter in den Mittelpunkt und avanciert zum besten bei YB. Gegen Zappacosta kann er den Rückstand noch verhindern, beim 0:1 von Pessina ist er dann chancenlos. In der Schlussphase hält von Ballmoos sein Team mit weiteren Taten im Spiel.

Silvan Hefti – Note 3,5
Auch er ist sofort mittendrin im Geschehen, muss sich von Zapata vor dessen Chance gar tunneln lassen. Vor dem Tor, das wegen Offside aberkennt wird, begeht Hefti das Foul an Maehle, der ihn sowieso enorm fordert. Nach vorne kann der Rechtsverteidiger keine Akzente setzen, auch weil er im Passspiel mehrmals ungenau agiert und so Gelegenheiten zum Kontern vergibt. Muss zudem Torschütze Pessina beim 0:1 gewähren lassen.

Mohamed Camara – Note 4,5
Atalanta-Stürmer Zapata erhält vom Guineer zumeist persönlichen Geleitschutz, die Bodyguard-Beziehung wird vorerst nur durch die frühe Chance des Kolumbianers unterbrochen. Camara verrichtet seine Arbeit aufmerksam, wenn auch nicht ganz immer stilsicher. Einmal landet sein Klärungsversuch bei Maehle, der sofort in den Abschluss geht. Kurz vor Schluss muss sich Camara zudem von Muriel düpieren lassen. Insgesamt besticht er im Abwehrzentrum aber durch seine Zweikampfstärke.

Sandro Lauper – Note 3
In der ersten Halbzeit hat der Innenverteidiger noch Glück, wird sein vermeintliches Eigentor vom Videoschiedsrichter aufgrund eines Abseits anuliert. Nach der Pause hofft Lauper dann vergebens auf eine Intervention der Unparteiischen, als er den Zweikampf gegen Zapata verliert und zusehen muss, wie dieser vor dem 0:1 Torschütze Pessina bedient. Der Fehler trübt das Bild der soliden, spielstarken Darbietung Laupers nachhaltig.

Ulisses Garcia – Note 4
Auch der Linksverteidiger muss sich unter der geballten Offensivkraft des Gegners erst einmal zurechtfinden. Wehrt sich meist tapfer. Vor der Pause zieht er nach einem Eckball direkt ab, es ist seine erste Aktion nach vorne, Musso kann den Schuss Garcias problemlos halten. Es ist seine auffälligste Szene.

Christopher Martins – Note 5
Mit seiner Physis ist der defensive Mittelfeldspieler ein gefragter Mann im Berner Bemühen, den stürmischen Gegner vom Tor fernzuhalten. Aber er kann auch im Spiel nach vorne Akzente setzen. Stark, wie er vor Elias Chance den Ball erobert und mustergültig in die Schnittstelle passt. Hat zudem in der zweiten Halbzeit die einzige Berner Gelegenheit, als er in der Nachspielzeit das Tor aus der Distanz verfehlt.

Vincent Sierro – Note 3,5
Bildet mit Martins ein defensives Duo im Mittelfeld, ist viel unterwegs und versucht zusammen mit Aebischer, auch der Offensive Impulse zu verleihen. Das gelingt ihm selten, hin und wieder kann sich Sierro nicht des Eindrucks erwehren, dass das Tempo für ihn zu hoch ist.

Meschack Elia – Note 4,5
Verwertet die wenigen brauchbaren Zuspiele, die er erhält, fast alle irgendwie. Mal holt der Offensivspieler einen Eckball heraus, dann zieht er ein Foul, weil er wieder einmal zu flink für seine Gegner ist. Es ist auf grosser Bühne erneut ein ansprechender Auftritt Elias. Einen erheblichen Makel hat dieser allerdings: Als er nach 28 Minuten Djimsiti entwischt, vergibt er alleine vor Musso. Wird nach 66 Minuten überraschend ausgewechselt.

Michel Aebischer – Note 4
Wacher, aufmerksamer Beginn von Aebischer, erobert mehrmals den Ball. Ist wie Sierro viel unterwegs, wobei er seinen Fokus je länger die Partie dauert, desto stärker auf die Defensive legen muss. Lässt bei den Cornern, die er tritt, Zug vermissen.

Nicolas Ngamaleu – Note 3,5
Ist auf der linken Seite fast ausschliesslich mit Defensivarbeit beschäftigt und kommt deshalb nicht zur Entfaltung.

Jordan Siebatcheu – Note 3
Die einzige YB-Spitze hängt lange Zeit in der Luft. Siebatcheu tut sich schwer, wird dem Atalanta-Druck entsprechend wenig in Szene gesetzt. Ein paar hohe Bälle kann er gut auf seine Teamkollegen ablegen. Vielmehr ist da nicht.

Fabian Rieder – keine Benotung
66. Minute für Elia.

Wilfried Kanga – keine Benotung
66. Minute für Siebatcheu.

Felix Mambimbi – keine Benotung
70. Minute für Sierro.

Quentin Maceiras – keine Benotung
82. Minute für Hefti.

Marvin Spielmann – keine Benotung
82. Minute für Aebischer.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-a ... 8800554596

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. September 2021, 09:12 
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Champions League: Zu leichtgewichtige Young Boys verlieren in Bergamo 0:1 – Atalanta zeigt dem Aussenseiter die Grenzen auf

Nach dem Coup beim 2:1-Heimsieg gegen Manchester United gibt es für YB im zweiten Gruppenspiel der Königsklasse keinen Punktzuwachs. Atalanta Bergamo ist die klar gefährlichere Mannschaft. Das Tor erzielt der italienische Europameister Matteo Pessina in der 68. Minute.

Ein Fan von Atalanta sei er, hatte der YB-Trainer David Wagner vor dem Champions-League-Spiel seines Teams in Bergamo gesagt. Er verfolge den Weg jenes Vereins und die Arbeit des Trainers Gian Piero Gasperini interessiert und fasziniert. Am Mittwochabend durfte Wagner, wenige Meter neben Gasperini, in der zweiten Halbzeit hautnah erleben, warum der vergleichsweise kleine Verein die italienische Klubprominenz seit langer Zeit erfolgreich ärgert.

Denn nach der Pause steigerte Atalanta das Tempo, die Passgenauigkeit und die Offensivbemühungen, das 0:0 entsprach nicht den Vorstellungen des Favoriten. Die Young Boys gerieten unter schweren Druck und litten unter dem beeindruckenden Pressing des Gegners. Entlastungsphasen gab es kaum noch, auch nicht, als Wagner das Zentrum mit Einwechslungen verdichtete. Man benötigte eine grosse Portion Fantasie, um sich vorstellen zu können, dass YB das 0:0 in diesen Angriffswellen Atalantas über die Zeit retten wird.
Italienische Jäger

Die Realität war stärker als Science-Fiction. In der 68. Minute schüttelte der kräftige Duvan Zapata den in dieser Szene zu leichtgewichtigen YB-Innenverteidiger Sandro Lauper ab und bediente Matteo Pessina. Der italienische Europameister erzielte das 1:0 für Atalanta und belohnte seine Mannschaft für den energischen Sturmlauf in der zweiten Halbzeit.

Ohne den verletzten Schweizer Nationalspieler Christian Fassnacht waren die Young Boys zu keiner ernsthaften Reaktion fähig. Ihr Torhüter David von Ballmoos verhinderte mit mehreren starken Interventionen sogar eine deutlich höhere Niederlage.

Atalanta ist benannt nach Atalante, einer jungfräulichen Jägerin in der griechischen Mythologie. Und am Mittwoch fand erstmals in der Geschichte des Vereins ein Champions-League-Heimspiel in Bergamo vor Zuschauern statt – zwei Jahre zuvor waren die Begegnungen in Mailand ausgetragen worden, letzte Saison gab es nur Geisterspiele. Zugelassen waren gegen YB 50 Prozent der Stadionkapazität und damit knapp 10 000 Zuschauer. Sie sorgten für eine stimmungsvolle Ambiance.

Die Gastgeber legten wie erwartet im Jäger-Stil los. Schon nach fünf Minuten scheiterte Zapata aus wenigen Metern an von Ballmoos. Bald aber hatten sich die Berner im sehr defensiv interpretierten 4-3-3-System sortiert, sie verteidigten in der ersten Halbzeit solidarisch und konsequent und liessen nicht viele Chancen zu. Und als der Ball nach etwas mehr als einer Viertelstunde im YB-Tor lag, griff der VAR ein, weil sich Atalantas Captain Rafael Toloi im Abseits befunden hatte.

Atalanta gestaltete das Geschehen auch vor der Pause dominant, doch die Young Boys stellten die Räume vorerst noch ausgezeichnet zu, spielten ihrerseits aber die Umschaltsituationen mehrmals zu kompliziert aus. Einmal gelang es, den schnellen Meschack Elia steil zu lancieren, der Stürmer schoss jedoch knapp neben das Tor. Es blieb der mit Abstand gefährlichste Angriff des zu zögerlichen Schweizer Meisters.
Überraschende Auswechslung

Nach der Pause statteten die Young Boys der gegnerischen Hälfte nur noch Gelegenheitsbesuche ab. Und weil David Wagner kurz vor dem Gegentor erstaunlicherweise Elia, seinen klar besten Offensivspieler, auswechselte, fehlte es den Angriffen in der Schlussphase endgültig an Durchschlagskraft und Zielstrebigkeit. Beim überraschenden 2:1-Sieg zum Start in die Champions League gegen Manchester United war Wagner noch mit mutigen Rochaden beteiligt gewesen an der Wende zum spektakulären Erfolg. Nach dem 0:1 bei Atalanta sagte Wagner, YB habe leidenschaftlich verteidigt: «Wir verlassen Bergamo erhobenen Hauptes.»

Trotz der Niederlage ist die Ausgangslage für die Young Boys relativ vielversprechend. Nun treffen sie zweimal auf den spanischen Vertreter Villarreal, zuerst am 20. Oktober im Wankdorfstadion. Dann werden die YB-Spieler wieder deutlich forscher auftreten müssen. Denn auch der Europa-League-Sieger Villarreal ärgert als Aussenseiter grössere Klubs bemerkenswert effizient, in Spanien und in Europa.

Atalanta Bergamo - Young Boys 1:0 (0:0). 9800 Zuschauer. - Tor: 68. Pessina 1:0. - Atalanta: Musso, Toloi, Demiral, Djimsiti; Zappacosta (90. Pezzella), De Roon, Freuler (90. Koopmeiners), Gosens (11. Maehle); Pessina (75. Pasalic); Malinowski (75. Muriel), Zapata. - Young Boys: von Ballmoos; Hefti (82. Maceiras), Camara, Lauper, Garcia; Aebischer (82. Spielmann), Martins, Sierro (69. Mambimbi); Elia (66. Rieder), Moumi Ngamaleu; Siebatcheu (66. Kanga). – YB ohne Fassnacht, Lustenberger, Monteiro, Nsame, Petignat, Zbinden und Zesiger.


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