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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2021, 14:42 
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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2021, 09:49 
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Die YB-Wunderwaffe

Elia studierte schon alle Laufwege der Atalanta-Spieler

Vor dieser Wunderwaffe müssen sich selbst die arrivierten Bergamo-Verteidiger in Acht nehmen: Meschack Elia, die YB-Rakete, welche die Gegenspieler minutiös studiert.

Alles Intuition? Könnte man denken bei einem Spieler wie Meschack Elia (24), der im kongolesischen 15-Millionen-Moloch Kinshasa aufgewachsen ist, der grössten Stadt Afrikas. Da ist man zuerst sehr lange Strassenfussballer. Instinktfussballer. Bei Elia stimmt das nur teilweise.

Er kommt früh in eine Fussball-Akademie, wo sie ihn Klein-Ronaldo rufen. «Ich soll ähnliche Moves draufgehabt haben, sagten sie - und schnell bin ich ja heute noch», sagt er lachend. Von da an hatte er einen Traum: Eines Tages auf demselben Platz zu stehen wie der grosse CR7. Dieser bewundernswerte harte Arbeiter, diese «Maschine im positiven Sinn», wie Meschack den portugiesischen Superstar nennt. Ein Traum, der sich am 14. September 2021 erfüllt, als YB gegen Manchester United spielt. Und nicht nur das. Gewinnt! Auch dank eines Assists seiner Rakete. Auf Instagram schreibt Elia danach bescheiden: «Gute Leistung Jungs!» Mehr nicht? Kein «fantastisch», kein «unglaublich», kein «Wahnsinn» oder dergleichen? Elia: «Das wollte ich nicht. Wir dürfen nicht abheben. Wenn wir das seriös meinen, und das ist bei uns der Fall, müssen wir das auch in den sozialen Medien vorleben.»

Elia will die Laufwege seiner Gegner kennen

England, sinniert Elia, sei halt schon ein Traum. Natürlich wären auch die Bundesliga oder die Ligue 1 toll, ja alle grossen Ligen. «Aber England, das ist Liverpool, die beiden Manchesters, Chelsea, Leeds, Leicester, Newcastle – auch Brentford …» Wenn Elias Saison so weitergeht - dann geht auch der nächste grosse Traum wohl bald in Erfüllung.

Genug von der fernen Zukunft. Die nahe ist Atalanta Bergamo. Übermorgen. Elia kennt sie genau, die Demirals, Djimsitis oder Tolois. Ja alle Spieler von Atalanta. «Ich studiere unsere Gegner minutiös. Ich habe mir unter anderem die Spiele von Atalanta bei Inter Mailand und Villareal angeschaut. Ich will genau wissen, wie sich meine Gegenspieler bewegen, wie ihre Laufwege sind, wie sie reagieren. Und wie das gesamte Team funktioniert.»

Er sei «sauschnell», sagt Espen-Verteidiger Kempter

Vielleicht ist dieses Studium das letzte Puzzleteil, dass es Meschack erlaubt, auch die Bergamasker Cracks derart durch den Kakao zu ziehen wie den bemitleidenswerten Michael Kempter von St. Gallen am letzten Samstag. Der sagte danach: «Elia hat europäisches Niveau. Wie das gesamte Team von YB. Er ist sauschnell. Das ist dann schwierig zu verteidigen.»

Das Selbstvertrauen ist jedenfalls da. Denn Elia sagt einfach «nein» auf die Frage, ob er in seiner Karriere jemals so gut in Form gewesen sei wie aktuell. «Es läuft mir schon sehr gut. Aber nicht nur mir. Der gesamten Mannschaft. Denn mit Siegen wie jenem gegen Manchester wächst das Selbstvertrauen.» Dabei hätten ihm seine Freunde in Kongo nach der Auslosung noch vorausgesagt, sie würden gegen ManUtd drei, vier Dinger kassieren. Stattdessen bewahrheitet sich der Instagram-Spruch, der Elias Maxime ist für sein Fussballerleben ist, immer mehr: «Geboren um zu siegen!»


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 67104.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2021, 09:54 
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Champions League: YB - Atalanta

Und plötzlich sind sie die Hipster

Der Provinzverein spielt am Mittwoch in der Champions League gegen YB und etabliert sich in der europäischen Elite – getrieben vom Ethos eines stolzen Volkes. Doch ausgerechnet jetzt löst sich die Nordkurve auf.

Märchen haben in aller Regel kurze Halbwertszeiten, gerade im Sport. Dauern sie länger, werden sie erwachsen, und dann sind sie keine Märchen mehr. Der Provinzverein Atalanta aus Bergamo in der Lombardei, nur fünfzig Kilometer von Mailand entfernt und doch Welten weg, erlebt nun schon seit einigen Jahren eine wundersame und wunderliche Blüte – die beste Zeit in seiner Geschichte, seit 114 Jahren also.

Atalanta war früher immer ein mittelmässiger Club, oft fand man sich auch in der Serie B wieder. Zuletzt wurde man aber dreimal in Folge Dritter in der Serie A und qualifizierte sich jeweils direkt für die Champions League. Im vergangenen Jahr spielte die «Dea», wie man Atalanta wegen der Göttin mit dem wehend wallenden Haar im Wappen nennt, sogar am Finalturnier der besten acht in Lissabon. So gar nicht provinziell.

Die Bergamasken sind stolz auf ihr No-Bullshit-Arbeitsethos

Dennoch umweht dieses Team noch immer der unwiderstehliche Charme eines zufällig erfolgreichen Underdogs mit einer irgendwie sympathischen Strahlkraft. Hip und hipsterig, wenigstens sieht man es im Ausland so. Fast schon ein Kultclub. Das muss den Bergamasken besonders kurios vorkommen. In Bergamo und der Bergamasca, der Gegend rund um die Stadt mit ihren Tälern und industriellen Dörfern, sind sie vielleicht so weit weg von Kultgläubigkeit wie sonst nirgends in Italien, vom Hipstertum ganz zu schweigen. Die Bergamasken sind stolz auf ihr No-Bullshit-Arbeitsethos, auf ihre Bodenständigkeit, die sie auch von den etwas blasierten Mailändern unterscheidet. Die «Dea» soll diese Identität immer spiegeln, egal, auf welchem Spielniveau.

Aber klar, der Erfolg ist süss. Und der kam mit Gian Piero Gasperini, Trainer seit 2016. Der Piemontese, 63 Jahre alt, ist kein sonderlich sympathischer Zeitgenosse unter dem Herrn. Er legt sich gern mit allen an, Schiedsrichtern und Medien, mit Trainerkollegen, auch mal mit den eigenen Spielern. Der argentinische Mittelfeldmann Alejandro «Papu» Gomez, lange Zeit unersetzbar als Regisseur in Gasperinis unerhört offensivem und schnellem Spielsystem, verliess den Verein vor einem Jahr nach einer nur knapp verhinderten Schlägerei mit dem Trainer in der Garderobe. Wer wen schlagen wollte (oder schlug), ist noch immer nicht schlüssig geklärt, zumindest nicht öffentlich. Danach hiess es, nur einer werde bleiben können: Papu oder Gasp.

Das fortwährende Siegen gibt Gasperini natürlich recht. Die Matrix seines Spiels ist mittlerweile tief verinnerlicht, sie funktioniert wie eine Schablone für neue Spieler. Meistens sind es einigermassen Namenlose, die Atalanta zu sich holt. Es zählt nur die Funktionstüchtigkeit, sie müssen einfach in die Schablone passen. Und sie müssen stürmen können, auch die Verteidiger. Gasperini befiehlt seinen Spielern die überfallartige Offensive: Einer steht dann immer frei und trifft das Tor. Besonders spektakulär gelingt das dem Ukrainer Ruslan Malinovskyi, 28 Jahre alt, einem Mittelfeldspieler mit einem linken Donnerfuss. Geholt hatte man ihn vom belgischen Erstligisten Racing Club Genk vor zwei Jahren. In Europa trifft nur Leo Messi noch öfter per Weitschuss als dieser Ruslan Malinovskyi. Im jüngsten Meisterschaftsspiel gegen Inter überragte er alle, und das lag nicht nur an diesem ansatzlos getretenen Wuchtball aus zwanzig Metern zur zwischenzeitlichen Führung, den die «Gazzetta dello Sport» so beschreiben sollte: «Er schickte den Ball mit einer Ohrfeige auf seine verrückte Flugbahn.»

Manchmal passen Neue so perfekt in Gasperinis System, dass sie auch der viel kaufkräftigeren Konkurrenz auffallen. Den Innenverteidiger Christian Romero etwa, wahrscheinlich der beste Defensivmann in Italien der letzten Saison, konnte man nur ein Jahr in Bergamo halten. Im Sommer kam Tottenham Hotspur und bot 50 Millionen Euro. Mit 50 Millionen lässt sich ja einiges anstellen. Atalanta, im Besitz des bergamaskischen Unternehmers und ehemaligen Fussballers Antonio Percassi, geht es auch wirtschaftlich relativ gut.

Ausgerechnet in dieser Epoche also, da für Atalanta endlich alles zusammenpasst, hat sich nun vor ein paar Tagen die Fangruppe Curva Nord Pisani aufgelöst, benannt nach dem 1997 tragisch verunfallten ehemaligen Spieler Federico «Chicco» Pisani. Sie war die legendärste und berüchtigtste von allen, das Herz im Ultrablock der Nordkurve des frisch umgebauten Gewiss Stadium. Warum sie aufhören, ist nicht klar. Doch einige plausible Thesen gibt es schon.

Die Ultras von Atalanta, muss man dazu wissen, gehörten lange zu den gewalttätigsten im ganzen Land, gefürchtet überall, vor allem in den 1990ern. Vor 23 Jahren schaffte es einer ihrer Chefs, Claudio Galimberti, den sie «il Bocia» rufen, mehrere rivalisierende Fraktionen der Curva Nord in einer Gruppe zu vereinen. Alles durchorganisiert, sie hatte nun ein Leitungsgremium, zu dem sie «Direttivo» sagten, als wäre es die Spitze eines Grosskonzerns. In diesem Fanverband machten alte Hitzköpfe mit, aber auch viele Leute mit Herz. So sah man die «Ragazzi» von der Curva Nord nun oft als Helfer nach Erdbeben und Überschwemmungen, wie sie neben den Zivilschützern und der Feuerwehr nach Überlebenden suchten, Trümmer und Schlamm wegräumten.

Als die Pandemie begann, die Bergamo so dramatisch traf, halfen sie freiwillig beim Bau eines Feldhospitals auf dem Messegelände: Dutzende Schreiner und Flachmaler meldeten sich auf einen Aufruf auf Facebook, sie trugen Trikots von Atalanta oder Kapuzenjacken der «Nord». Während des Lockdown kauften die Ultras Lebensmittel für die Betagten ein und brachten sie ihnen nach Hause. Diese gelebte Solidarität passte gut zur Stadt, sie wurde zum Symbol.

Die Hartgesottenen wollen erst ins Stadion zurückkehren, wenn die Regierung alle Plätze freigibt. «Tutti o nessuno», sagen die Ultras, alle oder niemand.

Aber da gab es auch eine andere, weniger schöne Seite. Der charismatische Bocia war immer ein Maximalist. Als in Italien vor zehn Jahren die «Tessera del tifoso», der Fanpass, und die Namentickets für den Zutritt ins Stadion eingeführt wurden, blitzte die alte Gewaltbereitschaft auf. Sie entlud sich an einem Anlass der Lega Nord in Alzano, an dem auch hohe Parteimitglieder dabei waren, unter anderem der damalige Innenminister Roberto Maroni. Der hatte die Neuerungen beschlossen. Vertreter der Curva Nord kamen mit Molotowcocktails, ein Tiefpunkt in der an Tiefpunkten nicht gerade armen Geschichte des italienischen Hooliganismus.

Galimberti sammelte über die Jahre so viele Verbote und Sperren, dass er sich zurückzog und nun als Muschelzüchter an der Adria arbeitet. Der Föderator ist weit weg, die Rivalitäten sind zurück. Zuletzt überwarf man sich, weil manche wieder ins Stadion gehen wollen, jetzt, da man das nach eineinhalb Jahren endlich wieder darf, während die Hartgesottenen erst zurückkehren werden, wenn die Regierung alle Plätze freigibt. Im Moment dürfen die italienischen Sportarenen nur zur Hälfte gefüllt werden. «Tutti o nessuno», sagen die Ultras, alle oder niemand. Und verpassen so noch etwas mehr vom schönen Märchen ihrer Göttin.


https://www.bernerzeitung.ch/und-ploetz ... 1666699566

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Wegen Kopfverletzung

YB reist ohne Fassnacht nach Bergamo

YB muss am Mittwoch in der Champions League auswärts gegen Atalanta Bergamo ohne Christian Fassnacht auskommen.

Für Christian Fassnacht kommt das Champions-League-Spiel von YB gegen Atalanta am Mittwoch zu früh. Der Mittelfeldspieler hat sich noch nicht vollständig von seiner Kopfverletzung erholt und trat die Reise nach Bergamo nicht an.

Fassnacht hatte sich am Samstag gegen St. Gallen (2:1) bei einem Zusammenprall eine Platzwunde am Kopf zugezogen und musste früh ausgewechselt werden. Mittlerweile geht es ihm zwar besser, ein Einsatz ist aber noch nicht möglich.

Auch Innenverteidiger Zesiger fehlt

Fassnacht, der beim sensationellen 2:1-Auftaktsieg gegen Manchester United zum «Man of the Match» gewählt wurde, ist nicht der einzige Abwesende, den YB zu beklagen hat. Nebst den seit längerer Zeit verletzten Fabian Lustenberger und Jean-Pierre Nsame ist auch Innenverteidiger Cédric Zesiger nicht an Bord.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... -bergamo-2

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YB: Das sagt Verteidiger Lefort vor dem CL-Kracher gegen Atalanta

Als Tabellenführer der Gruppe F tritt YB am Mittwoch in der Champions League gegen Atalanta Bergamo an. Abwehrspieler Jordan Lefort zeigt sich optimistisch.

Das Wichtigste in Kürze

- Schweizer Meister YB reist mit viel Selbstvertrauen zum zweiten Champions-League-Spiel.
- Am Mittwoch (18.45 Uhr) treffen die Berner auswärts auf Atalanta Bergamo.
- Verteidiger Jordan Lefort heizt in einem Zeitungs-Interview das Duell an.

Wer hätte das gedacht? YB grüsst nach dem ersten Spieltag der Champions League von der Tabellenspitze. Dank dem Sensationssieg gegen Manchester United führen die Berner die Gruppe F an.

Am Mittwoch geht es für die Wagner-Elf in Bergamo weiter. Mit Atalanta wartet der nächste harte Brocken. Die Italiener haben nach verhaltenem Saisonstart in die Spur gefunden. Zuletzt knöpften sie Meister Inter auswärts ein 2:2 ab.

«Nerazzurri sollten uns fürchten»

Für YB-Verteidiger Jordan Lefort (28) ist klar: «Ihre Stärke ist vor allem das Kollektiv. Bergamo ist eine Mannschaft, welche sehr offensiven Fussball spielt.» Das sagt der Franzose in einem ausführlichen Interview mit der italienischen «Gazzetta dello Sport».

Allerdings strotzen auch die Young Boys nach den jüngsten Ergebnissen vor Selbstvertrauen. In der Liga feiert man zuletzt drei Siege in Folge. Hinzu kommt der Triumph gegen ManUtd.

Wie kann YB auch gegen Atalanta bestehen? «Wir sind eine Überraschung und sehr gut organisiert», sagt Lefort gegenüber der rosaroten Sport-Bibel. «Wir wissen, wie man im wahrsten Sinne des Wortes Fussball spielt. Ich denke, die Nerazzurri sollten uns fürchten.»

«Hoffe, dass die Pasta im Hotel gut ist»

Über die Chancen von YB, in den Achtelfinal einzuziehen, will Jordan Lefort nicht sprechen. «Wir sind froh, in der ersten Runde gewonnen zu haben.» Er setze sich aber keine Grenzen. «Wir werden sehen, was von Spiel zu Spiel passieren wird.»

Am Ende wird der Abwehrspieler gefragt, was er von der Reise nach Bergamo erwarte. «Ehrlich? Dass die Pasta im Hotel gut ist», antwortet Lefort.


https://www.nau.ch/sport/fussball-int/y ... a-66011907

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2021, 15:07 
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YB reist ohne Christian Fassnacht nach Bergamo

Die Young Boys müssen in der Champions League am Mittwoch auswärts gegen Atalanta Bergamo ohne Christian Fassnacht auskommen.

Der Mittelfeldspieler, der im ersten Match gegen Manchester United als bester Spieler ausgezeichnet worden war, ist nach seiner Kopfverletzung im Meisterschaftsspiel am Samstag gegen St. Gallen noch nicht wieder einsatzbereit und machte deshalb die Reise in die Lombardei nicht mit.

Fassnacht hatte sich am Samstag bei einem Zusammenprall eine Platzwunde am Kopf zugezogen und musste früh ausgewechselt werden. Mittlerweile geht es ihm zwar besser, aber ein Einsatz käme zu früh.

Nebst Fassnacht sowie den seit längerer Zeit verletzten Fabian Lustenberger und Jean-Pierre Nsame ist auch Innenverteidiger Cédric Zesiger abwesend.


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 00972.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2021, 15:20 
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Auf nach Bergamo

800 Fans reisen YB nach

Am Mittwoch spielen die Young Boys gegen Atalanta Bergamo. Weil das Stadion nur zur Hälfte gefüllt wird, haben die gelb-schwarzen Anhänger verhältnismässig wenige Tickets erhalten.

Übernachten vor dem Kassenhäuschen, stundenlanges Anstehen auf dem Quartierplatz – so sah die Situation vor drei Jahren aus, als YB in Turin auf Juventus traf. Aktuell sind weder lange Wartezeiten ein Thema, noch ist eine Euphorie rund um die Auswärtspartie bei Atalanta Bergamo spürbar. Dies aus diversen Gründen: Erst einmal ist der norditalienische Klub nicht der Publikumsmagnet Juve.

Dann steht Bergamo für das «Wuhan Europas». Ein Champions-League-Spiel wurde im Frühling 2020 beim Ausbruch der Pandemie zum Superspreader-Event. Das haben die italienischen Behörden nicht vergessen: Es ist den Klubs derzeit lediglich erlaubt, die Hälfte ihres Stadions zu füllen. Die Gewiss Arena – die Heimstätte von Atalanta Bergamo – verfügt über 19‘680 Plätze, von denen rund 9840 besetzt sein dürfen. Darum hat YB nur die Hälfte der Tickets aus dem Gästesektor bekommen. Die 800 Stück gingen zuerst an die Dachverbände der organisierten Fans. Zwei Drittel der Tickets wurden so verkauft, der Rest wurde unter interessierten Abo-Besitzern verlost.

Zudem ist die Einreise nach Italien eher umständlich: So ist ein sogenanntes Passagier-Lokalisierungsformular nötig. Zudem ein gültiges Covid-Zertifikat. Wer also nicht geimpft ist, muss Zeit für einen Test einrechnen. Das Schweizer Zertifikat ist gültig, nicht wie vor zwei Wochen, als ManU-Fans mit dem AstraZeneca-Impfstoff keinen Einlass ins Wankdorf erhielten.

Die Anreise ist wegen Covid ebenfalls mit Aufwand verbunden: Während es schon längere Extrazugfahrten beispielsweise nach Stuttgart und Rotterdam gegeben hat, werden die SBB keine Extrafahrt nach Norditalien anbieten. «Die Risiken bei den Kontrollen wären zu hoch», sagt der YB-Fanarbeiter Lukas Meier. Das heisst, dass alle YB-Fans individuell mit Zug oder eigenen Fahrzeugen anreisen werden. Die Autofahrt ist knapp 400 Kilometer lang.

Das Spiel in Bergamo beginnt bereits um 18.45 Uhr, das Stadion wird frühzeitig um 16.15 geöffnet. Dies, damit alle Zertifikate, Identitäten und Tickets kontrolliert werden können. Die Tickets sind personalisiert und können nicht an andere übertragen werden. Zusätzlich wird am Eingang die Temperatur der einzelnen Fans gemessen. Im Stadion herrscht Maskenpflicht und die Fans müssen sich an die Sicherheitsabstände halten. «Jeder zweite Platz ist verkauft, sprich, man sollte Abstand zu den anderen Fans halten», so Meier. Er habe allerdings bei anderen Partien von Bergamo gesehen, dass die Anhänger dann doch zusammenrücken würden.

Das Spiel im TV

Die Partie der Young Boys gegen Atalanta Bergamo wird live im Fernsehen übertragen. 3 Plus zeigt das Spiel ab 18 Uhr.


https://www.bernerzeitung.ch/800-fans-r ... 4038344160

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2021, 20:53 
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YB vor CL-Duell mit Bergamo

Wagner: «Ich bin ein grosser Fan davon, was Atalanta aufbaut»

Nach dem Sieg zum Auftakt gegen ManUnited winkt YB im 2. CL-Gruppenspiel gegen Bergamo eine historische Chance.

Die Young Boys treten am Mittwochabend mit breiter Brust bei Atalanta zu ihrem zweiten Match der diesjährigen Champions-League-Gruppenphase an. Seit der Länderspiel-Pause haben die Berner all ihre 5 Partien gewonnen und dabei 21 Tore erzielt.

Dass der letzte Sieg gegen St. Gallen (2:1) nicht spielerisch, sondern mit anderen Mitteln zustande kam, hatte für Trainer David Wagner auch einen positiven Aspekt: «Wir haben bewiesen, dass wir über den Kampf zum Erfolg kommen können.»
Zweimal in der K.o.-Phase

Den Spielern wird der am Wochenende wieder einmal getestete Kampfgeist in ihrem zweiten Champions-League-Match zugute kommen. Anders als noch Manchester United beim 2:1-Sieg zum Auftakt wird Atalanta Bergamo dem Schweizer Meister das Spieldiktat nicht einfach überlassen.

"Wir wollen Räume anspielen, die Atalanta nicht gerne verteidigt."
Autor: David Wagner

Die Italiener spielen seit mehreren Saisons ausgesprochen offensiv und erfolgreich. Zum dritten Mal in Folge stehen sie in der Gruppenphase der Champions League, die ersten beiden Male wurden sie erst im Viertelfinal von Paris Saint-Germain beziehungsweise im Achtelfinal von Real Madrid gestoppt. Kein Wunder, spricht Wagner von einem «herausragenden Team», das in den letzten Jahren konstant performt habe.

Der Star ist die Mannschaft

Sein Erfolgsrezept formuliert der YB-Coach wie folgt: «Wir wollen Räume anspielen, die Atalanta nicht gerne verteidigt, und umgekehrt aber auch die Räume, die sie sehr gerne attackieren, nicht anbieten. Das wird für uns der Schlüssel sein.»

Auch wenn die Italiener im Champions-League-Massstab nicht brillant besetzt ist, so sind darin doch elf Spieler mit einem geschätzten Marktwert von über 20 Millionen Franken zu finden.

Historische Chance für YB

Ganz abgesehen vom Vergleich der individuellen Stärken und der finanziellen Kräfte liegt der Druck am Mittwoch beim italienischen Vertreter. Das Heimspiel gilt für Atalanta als der Match in dieser Gruppe, der unbedingt gewonnen werden muss – auch wenn sich der Blick auf die Young Boys nach deren Coup gegen Manchester United gewandelt hat.

Die Berner, die auf Nati-Spieler Christian Fassnacht verzichten müssen, befreiten sich dank dem Coup vor 2 Wochen gleich bei erster Gelegenheit vom Etikett des Punktelieferanten, das sie in Italien, Spanien und England angeheftet bekommen hatten.


Die möglichen Aufstellungen

Atalanta: Musso, Toloi, Demiral, Djimsiti; Zappacosta, De Roon, Freuler, Gosens; Pessina; Malinowski, Zapata.

Young Boys: von Ballmoos; Hefti, Camara, Lauper, Garcia; Sierro, Martins; Mambimbi, Aebischer, Moumi Ngamaleu; Elia.

Ein Sieg in Bergamo wäre für den Schweizer Fussball historisch. Seit nicht nur die Meister an der Champions League teilnehmen dürfen, ist bei 11 Versuchen noch nie ein Super-League-Vertreter mit 6 Punkten in die Gruppenphase gestartet.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... -aufbaut-2

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2021, 23:39 
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Stimmen aus der Atalanta-PK

Atalanta-Trainer Gian Piero Gasperini an der Medienkonferenz: «Das Spiel gegen die Young Boys ist wichtig, aber nicht entscheidend. YB ist gut organisiert, spielt meistens im 4-4-2, einzig beim Sieg gegen Manchester United wurde am Anfang das System ein wenig angepasst. Wir sind gespannt, wie sie am Mittwoch gegen uns antreten werden. Ich war zuletzt zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft in Mailand und finde, dass wir gegen Inter sogar hätten gewinnen können».

Auf die Feststellung, dass Atalanta in der letzten Saison in der UEFA Champions League kein Heimspiel gewinnen konnte, meinte der Trainer: «Das stimmt, aber wir haben alle Auswärtsspiele gewonnen und sind weitergekommen. Letztlich müssen wir punkten, sei das auswärts oder daheim».

Der Schweizer Nationalspieler in Diensten von Atalanta, Remo Freuler, meinte: «YB ist eine starke Mannschaft, wurde zuletzt vier Mal in Folge Schweizer Meister. Für uns wird es eine schwierige Aufgabe, aber wir haben uns vom Spiel bei Inter Mailand (2:2) gut erholt und ich bin guten Mutes. Natürlich war es eine Überraschung, dass YB gegen Manchester United gewonnen hat. Das hat allen gezeigt, dass mit guten Leistungen im Fussball vieles möglich ist.»


Mit 22 Spielern nach Bergamo

Die Young Boys reisen am Dienstagvormittag nach Bergamo, wo am Mittwoch um 18:45 Uhr das zweite Gruppenspiel in der UEFA Champions League stattfindet. Trainer David Wagner (unten im Bild) kann auf drei Torhüter und 19 Feldspieler zählen.

Christian Fassnacht kann die Reise nicht mitmachen. Dem Nationalspieler, der nach einem Zusammenprall im Spiel gegen St. Gallen eine Platzwunde am Kopf erlitten hatte, geht es zwar besser, ein Einsatz gegen Atalanta Bergamo käme aber zu früh.

Das Aufgebot
Torhüter: Von Ballmoos, Faivre und Laidani.
Feldspieler: Camara, Spielmann, Sierro, Kanga, Sulejmani, Jankewitz, Moumi Ngamaleu, Bürgy, Elia, Siebatcheu, Mambimbi, Aebischer, Garcia, Maceiras, Lefort, Lauper, Rieder, Martins und Hefti.


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2021, 23:52 
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Gruppenphase Champions League

5 Gründe, weshalb YB bei Atalanta durchaus punkten kann

2 Wochen nach dem sensationellen Sieg gegen ManUnited gastiert YB bei Atalanta. Die Bergamasken sind noch nicht heissgelaufen.

Die Erinnerung an die magische Champions-League-Nacht vor 2 Wochen dürfte bei so manchem Schweizer Fussball-Fan noch präsent sein. Kein Wunder, bei dieser Atmosphäre und diesem Spielverlauf im Wankdorf. Mit 3 Punkten und einer Menge positiven Gefühlen im Koffer reiste YB am Dienstag nach Bergamo, wo die Berner am Mittwoch für eine weitere Überraschung sorgen wollen.

Wobei, wäre ein Punktgewinn gegen Atalanta für den Schweizer Meister eine Überraschung? Auf dem Papier ist diese Frage klar mit «Ja» zu beantworten. Analysiert man den aktuellen Formstand der beiden Mannschaften aber etwas genauer, darf man aus YB-Sicht durchaus optimistisch sein. Dafür gibt es diverse Gründe. Wir haben 5 davon.

1. YB hat einen eindrücklichen Lauf

Nach dem 0:1 in Sion am 3. Spieltag der Super League riefen nicht wenige bereits eine Mini-Krise bei YB aus. Diese gab es aber nie. Seit besagter Niederlage im Tourbillon fuhren die Berner in 10 Pflichtspielen 9 Siege und ein Remis ein. In dieser Zeitspanne erzielte das Team von Trainer David Wagner nicht weniger als 35 Treffer (2 Spiele im Schweizer Cup).

2. Atalantas «Heimschwäche» in der «Königsklasse»

Atalanta ist bereits zum 3. Mal in Serie in der Champions League mit dabei. Allein das zeigt, welchen Sprung die Norditaliener in den letzten Jahren gemacht haben. Im heimischen Gewiss Stadium warten die Bergamasken in der «Königsklasse» aber noch auf einen Vollerfolg. Aus den bisherigen 4 Heimspielen resultierten für Atalanta 2 Unentschieden und 2 Niederlagen. In der Saison 2019/20 bestritt das Team um den Schweizer Remo Freuler seine «Heimspiele» im Mailänder San Siro.

Auch in der Serie A tut sich Atalanta in dieser Saison zuhause noch schwer. Nur eine von bisher 3 Partien vor eigenem Anhang konnte gewonnen werden.

3. Torfabrik läuft noch nicht auf Hochtouren

Speziell in den vergangenen 2 Spielzeiten war Atalanta als Tor-Maschinerie bekannt. Die Vorsaison beendeten die Bergamasken mit 90 Liga-Toren, das Jahr zuvor trafen sie sogar 98 Mal ins Schwarze. Im italienischen Oberhaus sind sie in dieser Sparte sogar schon seit 3 Jahren Spitze.

Heuer will es aber noch nicht so richtig klappen mit dem Toreschiessen. In den ersten 6 Meisterschaftsspielen erzielte Atalanta «nur» 8 Tore. Zum Vergleich: Liga-Konkurrent Inter steht mittlerweile bereits bei 20 Treffern. Ein möglicher Grund: Stürmer Luis Muriel fehlt der Mannschaft von Trainer Gian Piero Gasperini seit Anfang September verletzt.

4. Defensive Anfälligkeit

Kann sich Atalanta aktuell immerhin auf eine solide Defensive verlassen? Mitnichten. In den ersten 7 Pflichtspielen der Saison kassierten die «Nerazzurri» 8 Gegentore. Nur zweimal blieb hinten die Null stehen. Die Young Boys auf der anderen Seite haben in ihren letzten 10 Spielen immer im Minimum einmal getroffen.

5. Grosses Selbstvertrauen

Wer Manchester United schlägt, kann auch Atalanta bezwingen. Was schwarz auf weiss grossspurig daherkommen mag, hat durchaus seine Richtigkeit. Der Sieg gegen Cristiano Ronaldo und Co. hat YB nicht nur zusätzlichen Schwung verleiht, sondern auch das Bewusstsein gestärkt, als Underdog viel erreichen zu können. So zum Beispiel ein erster Punktegewinn auf fremdem Terrain in der Champions League.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... ten-kann-2

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