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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. Dezember 2020, 20:46 
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YB-Noten: Leichtgewichtig, zögerlich und oft ungenügend

Nach gutem Start baut YB gegen Servette stark ab und verliert 1:2. Nicht nur Quentin Maceiras kann die Bewährungschance nicht nutzen.

David von Ballmoos – 5

Der Goalie bestätigt seine gute Form. Lenkt vor der Pause den Schuss von Valls übers Tor und hält dann vor allem in der Schlussphase das Team mit Paraden gegen Kyei und Cognat im Spiel. Bei den Gegentoren machtlos.

Quentin Maceiras – 3.5

Erhält hinten rechts für einmal den Vorzug vor Silvan Hefti. Kann die Chance nicht nutzen: Vor dem 0:1 zu zögerlich, verschuldet zudem beinahe einen Penalty, als er gegen Schalk erst nicht klären kann und ihn dann im Strafraum bedrängt, ohne den Ball zu spielen. Findet vor der Pause endlich besser ins Spiel. Rückt nach der Einwechslung von Hefti auf links. Agiert jetzt solid, mehr aber nicht.

Mohamed Camara – 2.5

Nach zwei Partien mal wieder in der Startaufstellung. Mit guten Spielverlagerungen – vorzugsweise auf Garcia. Doch im Spiel gegen den Ball wieder einmal mit Schwächen. Trifft ihn beim 0:1 nur eine kleine Schuld, weil er gegen Vorbereiter Valls zu spät kommt, ist er beim 0:2 der Hauptschuldige. Lässt sich von Torschütze Schalk ausdribbeln und sieht dabei deutlich älter als 23-jährig aus.

Cédric Zesiger – 4

Sein Einsatz galt als fraglich, nachdem er von Clujs Torhüter am Kopf getroffen worden war und danach Symptome einer Gehirnerschütterung gezeigt hatte. Gegen Servette sofort präsent, leitet die erste Chance durch Fassnacht mit einem guten Pass in die Schnittstelle ein. Danach schleichen sich auch in seinem Spiel Fehler ein, wobei er insgesamt zuverlässiger agiert als Camara.

Ulisses Garcia – 3.5

Ein Tunnel gegen einen Genfer Gegenspieler ist der Höhepunkt seines Nachmittags. Das sagt viel über die Darbietung des Linksverteidigers, die zwar solider ist als gegen Cluj, aber doch nie überzeugend. Wird in der Pause ausgewechselt.

Christian Fassnacht – 3.5

Nachdem er das Spiel gegen Cluj verletzt verpasste, wieder von Beginn an dabei. Hat sogleich eine Riesenchance, sieht seinen Kopfball von Torhüter Kiassumbua auf der Linie (oder dahinter?) abgewehrt. Bereitet dann zwei Möglichkeiten Siebatcheus vor. Je länger die Partie dauert, desto stärker scheint es Fassnacht an Überzeugung zu mangeln. Bis er fast unsichtbar ist und ausgewechselt wird.

Christopher Martins – 4

Erstmals nach knapp dreimonatiger Verletzungspause in der Startaufstellung. Startet gut: Sein Drive und seine Zweikampfstärke sind eine Bereicherung für das Spiel des Meisters. Doch auch Martins baut nach dem 0:1 ab. Kommt nach dem Seitenwechsel zu zwei Chancen mit dem Kopf und damit dem Ausgleich nahe.

Gianluca Gaudino – 3

Einer von zwei Neuen im zentralen Mittelfeld und einer von insgesamt acht Neuen im Vergleich zum Spiel am Donnerstag gegen Cluj. Kann dem Spiel keine Impulse verleihen und ist in manchen Szenen zu leichtgewichtig. Das scheint sich auf seine Moral auszuwirken, spielt einen völlig untypischen Fehlpass, der beinahe zum 0:3 führt.

Miralem Sulejmani – 3.5

Erneut in der Startaufstellung. Beginnt auf der linken Seite beschwingt, ist nach einer Viertelstunde schon an drei Chancen mitbeteiligt. Doch dabei bleibt es. Sulejmani wird nach einer Stunde ausgewechselt und bleibt auf Formsuche.

Meschack Elia – 3.5

Ein, zweimal mit einem unwiderstehlichen Antritt, doch der Stürmer kann seine Schnelligkeit zu selten ausspielen. Schlägt die Flanke bei Fassnachts Chance, bleibt selbst aber harmlos. Das ist zu wenig für einen Stürmer.

Jordan Siebatcheu – 4

Noch einer der Besseren. Könnte nach gut einer Viertelstunde schon zwei Treffer erzielt haben. Erst prallt der Ball via seine Schulter an den Pfosten, dann sieht der französische Nsame-Ersatz seinen Hechtkopfball von Kiassumbua reaktionsschnell pariert. Kommt zu weiteren Gelegenheiten, bleibt aber weiterhin ohne ein Tor für YB. Das ist der grosse Makel. Liefert den Assist zu Mambimbis Anschlusstreffer.

Silvan Hefti – 3.5

46. Minute für Garcia. Kann hinten rechts nicht zeigen, warum er unumstrittener Stammspieler ist. Ist bei Ngamaleus Ballverlust vor dem 0:1 schon im Vorwärtsgang. Kann mit dem Ball am Fuss kaum Zählbares kreieren.

Nicolas Ngamaleu – 3

61. Minute für Sulejmani. Sein Ballverlust steht kurz darauf am Ursprung des 0:2. Schliesst einmal harmlos ab, agiert oft zu umständlich.

Jean-Pierre Nsame – keine Benotung

67. Minute für Fassnacht. Erzielt nach 90 Minuten beinahe den Ausgleich. Doch sein Kopfball wird von Severin auf der Linie geklärt.

Fabian Rieder – keine Benotung

67. Minute für Martins.

Felix Mambimbi – keine Benotung

75. Minute für Elia. Bestätigt seine gute Form und verkürzt mit einer tollen Aktion zum 1:2.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-l ... 9740359256

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Dezember 2020, 00:22 
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Servette zog YB zwischenzeitlich den Stecker

Die Young Boys kassieren gegen Servette die erste Heimniederlage seit über zwei Jahren. Mehr als ein ohnehin unvermeidlicher Unfall ist das 1:2 im Wankdorf allerdings kaum.

YB-Trainer Gerardo Seoane ist ein Sportsmann. Nachdem Schiedsrichter Stefan Horisberger die erste Berner Niederlage seit über zwei Jahren im Wankdorf-Stadion mit seinem Schlusspfiff besiegelt hatte, nahm der 42-Jährige das Resultat rasch zur Kenntnis, drehte sich ab und gratulierte seinem Gegenüber, Servette-Trainer Alain Geiger, zum Sieg. Das 1:2 schien Seoane, der mit der NZZ am Sonntag eben noch über die Wichtigkeit der Selbstkontrolle eines Trainers gesprochen hat, nicht augenfällig aufzuregen.

Womöglich, weil man die Berner Niederlage als einfachen Unfall abhaken kann. Vielleicht aber auch, weil die wichtigen Tage der Saison erst folgen. Bereits am Montag wird für YB das sonntägliche Spiel an Bedeutung verlieren, wenn der Europacup wieder in den Fokus rückt. Ab 13 Uhr ermittelt die UEFA an ihrem Sitz in Nyon die Sechzehntelfinal-Paarungen der Europa League. Als eines von 16 ungesetzten Teams dürfen die Berner auf Gegner wie Milan, Arsenal, Tottenham Hotspur oder Bayer Leverkusen hoffen. Nur um auch dieses Ergebnis sogleich wieder aus dem Kopf zu verbannen.

Denn während die K.o.-Phase der Europacup-Wettbewerbe wie gewöhnlich erst im neuen Jahr startet, geht es in der Liga für den Meister Schlag auf Schlag weiter. Sofern das Coronavirus den Spielplan der Swiss Football League nicht wieder durcheinander bringt, heissen die nächsten Gegner der Young Boys in den kommenden neun Tagen Basel, Lugano und St. Gallen. Gestaltet Seoane mit seinem Team die Partie am Mittwoch beim FCB erfolgreich, und gewinnt YB danach auch gegen Lugano (Samstag) und St. Gallen (Dienstag, 22. Dezember), bleibt vom Servette-Unfall also nichts zurück.

Vielleicht habe es diese Niederlage gegen die Genfer sogar gebraucht, mutmasste YB-Angreifer Christian Fassnacht. «Siegen, Siegen, Siegen ist nicht selbstverständlich. Man muss etwas dafür leisten», so der 27-Jährige. Wenn das Spiel gegen Servette tatsächlich als Berner Lehrstunde dienen sollte, kam sie keinen Moment zu spät, und rechtzeitig vor einer möglicherweise entscheidenden Phase der Meisterschaft.

Was Fassnacht und auch Seoane trotzdem zu denken geben dürfte, war der unbegreifliche Leistungsabfall nach dem überraschenden 0:1. Ein Tor – und die Genfer zogen dem Meister den Stecker. Erst mit Felix Mambimbis Anschlusstor zum 1:2 sechs Minuten vor dem Ende kehrte Leben in die Berner Reihen zurück. «Wie wir so aus dem Tritt geraten, müssen wir analysieren», fand Fassnacht.


https://www.bluewin.ch/de/index/servett ... 95989.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Dezember 2020, 00:25 
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YB verliert erstes Super-League-Heimspiel nach über zwei Jahren

Dicke Überraschung im Wankdorf: Ein freches Servette schlägt Meister YB mit 2:1 und beendet die unglaubliche Heimserie der Berner in der Super League.

Das Wichtigste in Kürze

- Servette gewinnt auswärts gegen YB überraschend mit 2:1.
- Die Grenats rücken mit dem Erfolg auf Rang sechs vor.
- Für die Berner ist es die erste Niederlage in dieser Super-League-Saison.

In den ersten 20 Minuten spielt nur Gelb-Schwarz. Die Berner lassen aber viele gute Chancen liegen. Nsame-Ersatz Jordan Siebatcheu kommt seinem ersten Tor im YB-Dress besonders nahe.

Doch dann können die Gäste für einmal einen Konter fahren. Und sie machen das in Perfektion. Théo Valls legt mustergültig auf Alex Schalk zurück und der Holländer trifft zur 1:0-Führung. Für die Genfer ist es der erste Schuss in Richtung Tor – und der sitzt!

Auch nach dem Seitenwechsel sind die Hausherren spielbestimmend. Doch der Meister tut sich weiter schwer, seine Möglichkeiten zu nutzen.

Die Genfer um Trainer Alain Geiger fokussieren sich weiterhin auf die schnellen Gegenstösse. Und genau so einer führt in der 65. Minute zum 2:0 – wieder heisst der Torschütze Alex Schalk!

Die Berner rennen im Anschluss weiter an, um die drohende Pleite noch abzuwenden. Und tatsächlich bringt der eingewechselte Felix Mambimbi (84') seine Farben noch einmal zurück in die Partie.

Obwohl beide Teams noch gute Chancen haben, fallen keine weiteren Treffer in dieser Partie.

Für YB ist das 1:2 gegen Servette die erste Heim-Niederlage in der Super League seit dem 6. Oktober 2018. Damals musste man sich dem FC Luzern vor eigenem Anhang mit 2:3 geschlagen geben.

Am kommenden Mittwoch reisen die Berner zum schwierigen Auswärtsspiel nach Basel. Mit einem Sieg könnte der FCB sich definitiv im Meisterrennen zurückmelden.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ve ... n-65835387

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Dezember 2020, 00:27 
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YB – Fassnacht: «Können gegen FC Basel eine Reaktion zeigen»

Meister YB verliert gegen Servette mit 1:2. Dennoch blicken die Spieler optimistisch auf den Spitzenkampf gegen den FC Basel.

Das Wichtigste in Kürze


- Servette fügt YB die erste Super-League-Heimniederlage seit 2018 zu.
- Bei den Bernern bleibt man nach dem 1:2 ziemlich gelassen.
- Am Mittwoch um 20.30 Uhr ist der Meister zu Gast beim FC Basel.

«Wir sind optimal ins Spiel gestartet und hatten es extrem im Griff. Die Bälle wollten aber nicht rein. Danach sind wir nervös geworfen und aus dem Tritt gekommen», resümiert Christian Fassnacht nach dem 1:2 gegen Servette.

Eine Erklärung dafür findet der YB-Mittelfeldmotor nicht wirklich. Er meint: «Wir dürfen bei Gegentoren nicht auseinanderfallen. Das müssen wir in Zukunft besser machen. Wir können beim Spitzenspiel in Basel eine Reaktion zeigen.»

Auch Verteidiger Cédric Zesiger zieht ein ähnliches Fazit: «Nach dem Gegentor war etwas nicht mehr so wie vorher. Wir waren wahrscheinlich etwas verunsichert. » Das 2:0 sei dann wohl der Genickbruch gewesen.

«Wir müssen den Match und unsere individuellen Leistungen jetzt analysieren. Es bleibt aber nicht viel Zeit. Jetzt müssen wir nach vorne schauen. Wir freuen uns auf den FC Basel», so Zesiger.

Doppeltorschütze und Matchwinner Alex Schalk gibt sich nach der Partie bescheiden. Er lobt vor allem die Paraden seines Goalies. «Das hat das ganze Spiel geändert. In der zweiten Halbzeit hatten wir viele Freiheiten.»

«Gottseidank hat alles geklappt», meint Joël Kiassumbua nach der Partie. «Wir wussten, dass YB enorm heimstark ist und gut aus der Kabine kommen wird. Wir konnten dagegen halten», resümiert der Servette-Goalie.

«Der Kunstrasen ist uns entgegen gekommen. Wir sind eine Mannschaft, die gut Fussball spielen kann. Am Ende hat uns dann noch das nötige Glück geholfen», so Kiassumbua.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-fa ... n-65835393

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Dezember 2020, 00:31 
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13.12.2020

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YB verliert 1:2«Irgendwann geht alles zu Ende»

Über zwei Jahre blieben die Young Boys in der Liga daheim ungeschlagen. Dass die Serie am Sonntag gegen Servette endet, folgt einer gewissen Logik.

Fast macht es den Anschein, als hätten die Young Boys zwei Cheftrainer.

Der eine, Gerardo Seoane, steht ganz vorn in seiner Zone an der Seitenlinie. Er korrigiert und gestikuliert, wenn eine Aktion nicht gelingen will. Was an diesem Sonntagnachmittag im Wankdorf des Öfteren der Fall ist. Der andere steht zwanzig Meter hinter Seoane auf der Tribüne. Es ist Fabian Lustenberger, der zum Zuschauen gezwungene Captain. Dick eingepackt mit Mütze und Maske gibt er mal den Impuls zum Pressing, dann feuert er an. Lustenberger, so viel wird klar, will sich mit der drohenden Niederlage nicht abfinden.

Es läuft die Schlussphase. Servette führt 2:0 – ja tatsächlich 2:0! – man muss das so herausstreichen, haben die Young Boys doch in nationalen Wettbewerben seit dem 6. Oktober 2018 und der Partie gegen Luzern daheim nicht mehr verloren. Eine Sensation liegt in der Luft. Eine Serie steht vor dem Ende.

Hassbotschaften an Zesiger

Wobei es eigentlich gar keine Sensation ist. Das Geschehen folgt einer gewissen Logik. Servette ist ein Gegner, der YB seit geraumer Zeit nicht liegt und sich just in diesen Tagen wieder im Aufschwung befindet. Dazu kommt, dass diese Partie nicht einmal 72 Stunden nach dem kräftezehrenden und nervenaufreibenden 2:1 in der Europa League gegen Cluj und gut 72 Stunden vor dem Match beim FC Basel stattfindet. Und damit zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Es ist das 35. Spiel für YB seit Mitte Juni, und blieben sie über weite Strecken der Vorrunde von Verletzungen verschont, so häufen sich kurz vor der Winterpause die Blessuren beim Stammpersonal. Zu Lustenberger gesellte sich Vincent Sierro, diesmal fehlt auch Michel Aebischer, ein weiterer Führungsspieler. Ihn plagen Magen-Darm-Beschwerden. Die Belastung und der Gegner – schon hat man die Zutaten für einen Überraschungserfolg.

Seoane versucht, dem vorzubeugen, indem er im Vergleich zum Match gegen Cluj acht Wechsel vornimmt. Einer der Neuen ist Innenverteidiger Cédric Zesiger, einer der Helden des Donnerstags. Eingewechselt war er es, der vor dem Penalty von Clujs Torhüter am Kopf getroffen wurde – wenn auch erst, als dieser schon den Ball gespielt hatte. Zesiger zeigte nach dem Match Symptome einer Gehirnerschütterung, am Tag danach konnte er nicht trainieren. Für die rumänischen Anhänger war er dennoch ein Sündenbock. Auf Social Media erhielt er Hassbotschaften. Mit einem Lächeln habe er diese zur Kenntnis genommen, sagt der 22-Jährige.

Auch der Videoschiedsrichter hilft nicht

Zurück zur Partie gegen Servette. YB startet beschwingt und ist nach vier Minuten der Führung sehr nahe: Spieleröffnung Zesiger, Flanke Meschack Elia, Kopfball Christian Fassnacht, Tor? Zwar gibt es in der Super League anders als in der Europa League einen Videoschiedsrichter, doch weil die Fernsehbilder nicht deutlich darlegen können, dass der Ball vor der starken Parade Joël Kiassumbuas die Linie vollumfänglich überquerte, bleibt es beim Entscheid des Schiedsrichters: kein Tor.

Und in diesem Stil geht es weiter: YB drückt, YB kombiniert und YB kommt einem Tor nahe. Nach 7 Minuten flankt Fassnacht, via die Schulter von Jordan Siebatcheu prallt der Ball an den Pfosten. Und 10 Minuten später ist es erneut diese Kombination, die fast zum 1:0 führt. Diesmal sieht der französische Nsame-Ersatz seinen Kopfball von Kiassumbua spektakulär abgewehrt. Erinnerungen an Mitte Oktober werden wach, als YB in Genf zu 27 Schüssen kam, aber 0:0 spielte.

Ein Gedankenspiel, das nicht lange währt. Alex Schalk trifft nach 22 Minuten aus spitzem Winkel mit dem ersten Torschuss zur Führung für Servette. Der Treffer ist ein Wendepunkt, beim Heimteam häufen sich die Fehler, die Genfer sind das gefährlichere Team. Doch es dauert bis zur 65. Minute, bis sie daraus Profit schlagen. Der eingewechselte Nicolas Ngamaleu verliert den Ball, Schalk düpiert Camara und ist erneut aus spitzem Winkel erfolgreich. Es ist dieses Tor, dass Seoane am Ende sagen lässt, diesmal sei die Hypothek zu gross gewesen.

Nun Spitzenspiel gegen Basel

Doch der Meister steckt nicht auf, mit der Wut im Bauch und dem Wissen im Kopf seit über zwei Jahren in der Liga daheim nicht mehr verloren zu haben. Als der eingewechselte Felix Mambimbi nach 84 Minuten für YB zum Anschluss trifft, lebt die Hoffnung. Längst nicht nur Lustenberger geht auf der Tribüne leidenschaftlich mit.

Und fast wahren die Young Boys ihre Ungeschlagenheit: Doch es ist wie oft an diesem Tag: Ein paar Zentimeter fehlen. Yoan Severin klärt den Kopfball des eingewechselten Jean-Pierre Nsame auf der Linie. So verlieren die Young Boys nach 38 Partien im Cup und Meisterschaft wieder einmal daheim. Wie sagt doch Fassnacht: «Irgendwann geht alles zu Ende.»

Ein Ende ist auch ein Neuanfang: Am Montag (13 Uhr) erfahren die Young Boys, auf wen sie im Sechzehntelfinal der Europa League treffen. Und am Mittwoch können sie in Basel bereits wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Es wird ein echtes Spitzenspiel, liegen die Basler bei einer Partie mehr zwei Punkte hinter YB auf Rang 2.


https://www.bernerzeitung.ch/irgendwann ... 7851615479

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