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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 14:41 
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Ein Kommentar von Fussball-Redaktor Alain Kunz

Immer noch Luxusprobleme

Trotz der vielen Verletzten: Man muss von YB erwarten dürfen, dass die Berner die mittelhohe Hürde Cluj sicher nehmen.

Es passiert immer im dümmsten Moment. Zuerst verletzt sich Vincent Sierro. Dann auch noch Christian Fassnacht. Beide müssen im Spiel gegen Luzern raus. YB läuft auf dem Zahnfleisch, denn die beiden gesellen sich zu den fünf weiteren Nicht-Einsatzfähigen.

Und doch: Für dieses eine Spiel, dieses Spiel des Jahres, diese Finalissima um den zweiten Sechzehntel-Final-Platz dürfen die Verletzten keine Ausrede sein. Natürlich wäre es besser, wenn Lustenberger und Co. dabei wären. Aber das YB-Kader ist derart luxuriös, dass es die Absenzen immer noch aufzufangen vermag.

Seoane muss sich immer noch fragen, ob er nun Sulejmani oder Gaudino aufstellen soll. Lefort oder Garcia? Bürgy oder Zesiger? Elia oder Mambimbi?

Das sind immer noch Luxusprobleme. Und solange der Coach diese hat, ist erstens die Ersatzbank immer noch erstklassig besetzt und muss man zweitens von YB erwarten, dass es diese mittelhohe rumänische Höhe sicher nimmt.

Denn ein Versagen gegen den bescheidenen rumänischen Meister wäre für unseren Fussball eine mittlere Katastrophe. Keine weiteren Punkte fürs Uefa-Ranking mehr - ganz bitter.

Aber eben: YB hat mehr Klasse als die Karpaten-Kicker. Die Berner müssen dieses Spiel so angehen, wie wenn es danach kein Morgen mehr gibt. Das ist zwar nicht ganz so. Aber die Wichtigkeit ist überragend!


https://www.blick.ch/sport/fussball/ein ... 38388.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 22:23 
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«Wir sind dünn besetzt»

Für Millionen-Spiel – YB bangt auch um Fassnacht

Alarm bei YB vor dem kapitalen Match gegen Cluj! Nach Sierro droht auch Fassnacht auszufallen. Selbst Coach Seoane sagt nun: «Im Mittelfeld sind wir dünn...»

Es geht um Ehre, klar. YB ist diese Saison europäisch zwar erstmals allein auf weiter Flur. Die anderen vier? Alle in der Qualifikation gescheitert. Und doch werden die Berner international immer noch nicht so richtig wahrgenommen. Immer noch sind die Champions-League-Auftritte und das Erreichen des Halb- respektive Viertelfinals in der Europa League durch den FC Basel das Mass aller Dinge. Solche Heldentaten fehlen YB weitgehend. Auch Seoane: «Es wäre für mich auch das erste Mal», sagt der Luzerner. «Wir haben bereits tolle Champions- und Europa-League-Erfahrungen gemacht. Aber die K.-o.-Runde fehlt noch. Nun sind wir in einer Gruppe, die berechtigte Chancen fürs Weiterkommen eröffnen.» Und dann, und das hatte Seoane bereits Anfang Saison gesagt, wolle man ver­suchen, es dem FCB nachzumachen. Der europäische Hunger ist beim Berner Bären also da!

Total locken 1,7 Millionen!

Es geht aber auch um Geld. Um ziemlich viel Geld. Gerade in Covid-Zeiten. Gruppenrang 2 bringt 540 000 Franken. Das Weiterkommen nochmals so viel. Und wenn YB das mit ­einem Sieg schafft, gibts wei­tere 610 000 Franken. Total locken also 1,7 Millionen! «Das ist ein positiver Nebeneffekt, der bei Team und Staff aber nicht im Vordergrund steht», sagt der Coach. Die sportliche Herausforderung ist das Wichtigste. Wir wollen unbedingt europäisch überwintern und in einem Auslosungstopf landen. Aber klar wissen wir, dass es für den Verein finanziell existenziell ist, europäisch dabei zu sein und in die K.-o.-Runde zu kommen.»

Und just jetzt, wo es um die Wurst geht, häufen sich die Verletzungs-Hiobsbotschaften. ­Zuerst erwischt es Captain Fabian Lustenberger, der bis Ende Jahr out ist. Dasselbe gilt nun für Vincent Sierro nach seiner Muskelverletzung im FCL-Spiel. Immerhin: Beim ebenfalls in Luzern unfreiwillig vom Feld gegangenen Christian Fassnacht besteht Hoffnung. Seoane: «Er hat das halbe Training mitmachen können. Wir entscheiden am Spieltag.»

Trotzdem starke Bankoptionen

Alarm bei YB! Speziell im zentralen Mittelfeld. Da bleiben bloss noch zwei Mann übrig: Michel Aebischer und Youngster Fabian Rieder (18). «Da sind wir dünn besetzt», so der Coach «Aber qualitativ gut.» Aber es gibt auch positive News, denn Christopher Martins steht erstmals seit dem 16. September und dem Champions-League-Quali-Spiel gegen Midtjylland nach seinen Adduktorenpro­blemen wieder im Aufgebot. Seoane: «Es reicht ihm noch nicht für 90 Minuten oder drei Spiele in einer Woche. Aber für einen Kurzeinsatz.» Und dann erinnert sich Seoane noch an ­einen, der aber diese Saison einfach nicht auf Touren kommt: «Gianluca Gaudino habe ich ­vergessen.» Der Hochbegabte ist einmal mehr Joker.

Und damit trotz allem eine weitere starke Bankoption. Alarm ja. Aber kein Katastrophenalarm bei YB vor dem Spiel des Jahres.


https://www.blick.ch/sport/fussball/wir ... 38378.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 22:26 
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Europa League

YB überwintert nach dramatischer Schlussphase europäisch

Was war das für ein Europa-League-Wahnsinn: YB zieht nach dramatischen Schlussminuten erstmals nach sechs Jahren in den Sechzehntelfinal ein.

In den letzten Minuten überschlugen sich die Ereignisse in der Europa-League-Finalissima zwischen YB und Cluj. In der 86. Minute war Cluj durch Gabriel Debeljuh in Führung gegangen und schien YB den Einzug in die Sechzehntelfinals schon entrissen zu haben. Dann aber kam die verrückte Wende.

Folgenschwere Faustabwehr

Goalie Balgradean streckte Cedric Zesiger mit der Faust im Strafraum nieder. Der französische Ref Benoit Bastien entschied auf Penalty und stellte den rumänischen Keeper mit Rot vom Platz. Jean-Pierre Nsame (93.) trat an und glich zum 1:1 aus.

Der Penalty und die Rote Karte war ein harter Entscheid. Und in der Folge nicht der einzige fragwürdige Pfiff des französischen Unparteiischen. Denn irgendwie gab er das Spiel plötzlich aus der Hand.

«Unser Spiel war nicht super»

Zwei Minuten später sah Nsame nach einem Dutzendfoul die Rote Karte. Ein Kompensationsentscheid? Er wird YB nun im Sechzehntelfinal fehlen, denn Gianluca Gaudino (96.) machte nach herrlicher Vorarbeit von Elia mit dem 2:1 den Sack zu. Der dritte Platzverweis für Cluj-Spieler Djokovic wegen Reklamierens sei ordnungshalber auch noch erwähnt.

Und auch, dass die erste Qualifikation für die K.o.-Phase nach sechs Jahren ein hartes Stück Arbeit und eine Zitterpartie war. «Unser Spiel war nicht super, so selbstkritisch müssen wir sein», sagte Silvan Hefti nach dem 2:1-Sieg.

Kurz nach dem 1:1 macht YB mit dem 2:1 gegen Cluj den Deckel drauf. (Video: SRF)

Starker YB-Schlussmann

YB fand nur langsam in die Partie, agierte im Aufbauspiel sehr fehleranfällig, während der Gast aus Rumänien besser startete und mit gefährlichen Kontern zu Chancen kam. Die beste Tormöglichkeit in der ersten Halbzeit hatte Sekunden vor dem Pausenpfiff Rondon. Es brauchte eine starke Parade von David von Ballmoos, aber der Berner Goalie bewahrte sein Team vor dem Rückstand und so rettete sich YB mit einem 0:0 in die Kabine. Aber eines war auch klar: YB brauchte eine deutliche Leistungssteigerung.

Aber nach dem Seitenwechsel war eine weitere Top-Parade des 25-jährigen Torhüters nötig, um nicht in Rückstand zu geraten. Von Ballmoos tauchte nach einem Schuss von Camora (63.) ultraschnell in die Ecke. Das Spiel wurde mehr und mehr zur Zitterpartie für den Schweizer Meister, der geschwächt ins letzte Gruppenspiel gehen musste. Christian Fassnacht, einziger Torschütze beim 1:1 im Hinspiel, und Vincent Sierro verletzten sich am Wochenende im Ligaspiel gegen den FCL und komplettieren das mit Mohamed Camara, Sandro Lauper, Fabian Lustenberger, Esteban Petignat und Marvin Spielmann gut besetzte YB-Lazarett.

Auftakt zur dramatischen Schlussphase

Nach einer knappen Stunde reagierte Trainer Seoane mit meinem Dreierwechsel. Sulejmani, Mambimbi und Rieder hatten Feierabend. Er erhoffte sich mit Elia, Gaudino und Martins mehr Schwung.

Meschak Elia (75.) hätte wenig später die Vorentscheidung bringen können. Der 23-Jährige setzte seinen Flugkopfball aber knapp neben das Tor. Für die YB-Viertelstunde ging Seoane auf sicher und verstärkte die Abwehr. Der YB-Trainer brachte Zesiger für den schwachen Ngamaleu. Und danach ging es im Wankdorf rund. Mit dem glücklichen Ende für die Berner. YB steht in den Sechzehntelfinals. Welche Mannschaft YB dort gegenübersteht, klärt sich am 14. Dezember, wenn in Nyon die Auslosung steigt. (ete)

Young Boys – Cluj 2:1 (0:0)

SR Bastien (FRA). – Tore: 84. Debeljuh 0:1. 93. Nsame (Foulpenalty) 1:1. 95. Gaudino (Elia) 2:1.

Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Bürgy, Lefort, Garcia; Sulejmani (58. Gaudino), Aebischer, Rieder (58. Martins), Moumi Ngamaleu (82. Zesiger); Mambimbi (62. Elia), Nsame.

Cluj: Balgradean; Manea, Burca, Vinicius, Camora; Djokovic, Hoban; Deac (92. Sandomierski), Paun-Alexandru (74. Debeljuh), Pereira (87. Susic); Rondon.

Bemerkungen: Young Boys ohne Camara (gesperrt), Lustenberger, Fassnacht, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt). Cluj ohne Chipciu (gesperrt), Ben Yousseff, Omrani und Cestor (alle verletzt). Rote Karten: 91. Belgradean (Foul), 95. Nsame (Foul), 100. Djokovic (Reklamieren). Verwarnungen: 71. Paun-Alexandru (Foul), 88. Maier (YB/nicht auf dem Platz/Reklamieren). 89. Burca (Foul), 99. Camora (Reklamieren).


https://www.bernerzeitung.ch/zieht-yb-i ... 7057833447

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 22:28 
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Turbulente Schlussphase

YB dank späten Treffern in der K.o.-Phase der Europa League

- YB kann seine gute Ausgangslage in der Gruppe A der Europa League nützen und steht in den Sechzehntelfinals.
- Die Berner gewinnen gegen Cluj im Wankdorf trotz spätem Rückstand mit 2:1.
- Erst in der chaotischen Schlussphase gelingen den Bernern die beiden Tore.
- Wie die letzten Entscheidungen in den anderen Gruppen ausfielen, lesen sie hier.

Plötzlich ging es im Wankdorf zwischen den Young Boys und dem rumänischen Meister Cluj nach einem zuvor ereignisarmen Spiel drunter und drüber. Cluj-Goalie Cristian Balgradean traf in der 90. Minute beim Stand von 0:1 im Strafraum Cédric Zesigers Kopf und den Ball gleichzeitig.

Schiedsrichter Benoît Bastien zeigte sofort auf den Punkt und stellte Balgradean vom Feld – ein umstrittener Entscheid, mit welchem die Gäste ganz und gar nicht einverstanden waren.

Doch YBs Topskorer Jean-Pierre Nsame war das egal. Der Franzose verwertete souverän zum 1:1. Kurz darauf flog auch Nsame für ein scheinbar harmloses Foul in der 95. Minute vom Feld. Cluj warf danach alles nach vorne, was YB Chancen zum Kontern ermöglichte. Eine solche verwertete Gianluca Gaudino in der 6. Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Endstand.

YB lange gehemmt

Zuvor hatten die Berner Mühe gehabt, in der Defensive den Zugriff zu finden. Zudem wirkte das Team von Gerardo Seoane gehemmt und brachte nicht den gewünschten Siegeswillen auf den Kunstrasen im Wankdorf.

David von Ballmoos verhinderte immer wieder mit tollen Paraden einen Rückstand. In der 84. Minute war er aber machtlos. Gabriel Debeljuh traf nach einem Pfostenschuss, startete aber wohl aus einer knappen Offside-Position.

Danach folgte die dramatische Schlussphase, dank welcher sich die Berner für die nächste Runde qualifizierten.

So geht es weiter

In der Gruppe A zieht neben den Young Boys auch die AS Roma in die K.o.-Phase ein. Die Römer waren bereits als Gruppensieger festgestanden, traten zum Abschluss der Gruppenphase gegen ZSKA Sofia mit einer B-Elf an und verloren auswärts mit 1:3.

Die Auslosung der Sechzehntelfinals findet am 14. Dezember in Nyon statt, die Partien selbst werden am 18. sowie 25. Februar ausgetragen.


https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... opa-league

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 22:30 
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Schwaches YB zieht mit viel Glück in die K.o.-Phase ein

Mit grösster Mühe erreichen die Young Boys die K.o.-Phase der Europa League. Sie erringen im Wankdorf gegen den rumänischen Meister Cluj einen 2:1-Sieg. Nach 91 Minuten steht es noch 0:1.

Der Ausdruck "Zitterpartie" wird bei knappen Resultaten immer wieder und fast inflationär verwendet. Für den entscheidenden Match in Bern ist es aber wohl der einzig zutreffende Begriff. Die Young Boys, die für das Weiterkommen ein Unentschieden benötigten, zitterten sich buchstäblich über die 100 Minuten.

Nachdem die Rumänen nach 84 Minuten durch den eingewechselten Stürmer Gabriel Debeljuh - eine Offsideposition des Torschützen wurde nicht geahndet - in Führung gegangen waren, spielte sich alles Wesentliche in der zehnminütigen Nachspielzeit ab. Wegen eines angeblichen Schlags gegen den Kopf von Cedric Zesiger wurde Clujs Goalie Cristian Belgradean mit Rot des Feldes verwiesen. YB bekam einen fragwürdigen Penalty zugesprochen, den Jean-Pierre Nsame zum 1:1 versenkte. Die Rumänen protestierten wild. Zuletzt wurde ein weiterer Spieler wegen Reklamierens mit Rot ausgeschlossen. In der Zwischenzeit hatte auch Nsame - er wegen eines taktischen Fouls - Rot gesehen.

Die Rumänen suchten die neuerliche Führung mit allen Mitteln. Gegen die komplett entblösste Abwehr konnten Meschack Elia und Gianluca Gaudino in der 95. Minute mit einem Konter auf Clujs Ersatztorhüter ziehen. Der Deutsche musste nur noch einschieben. Damit haben die Berner letztlich sogar einen Sieg errungen - was der Super League für den UEFA-Koeffizienten ein wenig weiterhilft.

YB steht mithin zum ersten Mal seit der Saison 2014/15 in den Sechzehntelfinals des zweiten europäischen Klubwettbewerbs.

Die Berner fanden lange Zeit nicht zum gewohnten und erhofften Spiel. Sie wirkten - vielleicht spielte eine gewisse Nervosität mit - ungewohnt statisch, unbeweglich, bisweilen gelähmt. Von einer Leichtigkeit, wie sie die Berner in der Meisterschaft besonders in den Heimspielen auszeichnet, war lange Zeit nichts zu sehen. Sie gewährten dadurch dem Gegner im Aufbau und vor dem Strafraum zu viel Platz.

In der zweiten Halbzeit bekam die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane alles ein bisschen besser in den Griff. Ausnahmen waren die Szene, die zum 0:1 führte, sowie ein vorgängiger Angriff der Rumänen, bei dem es abermals eine bravouröse Parade von Von Ballmoos brauchte.

Ein Spektakel für die Fernsehzuschauer war bei der Bedeutung des Spiels nicht zu erwarten. Die Rumänen konnten nur mit einem Sieg weiterkommen, trotzdem bauten sie ihr Spiel weitgehend auf die Defensive und auf mögliche Konter auf. Gerade dank der Defensive waren sie überhaupt so weit gekommen, denn in den ersten fünf Spielen der Gruppenphase hatten sie nur drei Tore erzielt, zwei davon zum Auftakt in Sofia.

Da der verletzte Fabian Lustenberger und der gesperrte Ali Camara nicht zur Verfügung standen, bildeten wie schon im Super-League-Spiel in Luzern Nicolas Bürgy und Jordan die Innenverteidigung. Eine Leistungseinbusse war in weiten Teilen des Spiels zu merken.


Telegramm und Rangliste

Young Boys - Cluj 2:1 (0:0)

SR Bastien (FRA). - Tore: 84. Debeljuh 0:1. 93. Nsame (Foulpenalty) 1:1. 95. Gaudino (Elia) 2:1.

Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Bürgy, Lefort, Garcia; Sulejmani (58. Gaudino), Aebischer, Rieder (58. Martins), Moumi Ngamaleu (82. Zesiger); Mambimbi (62. Elia), Nsame.

Cluj: Balgradean; Manea, Burca, Vinicius, Camora; Djokovic, Hoban; Deac (92. Sandomierski), Paun-Alexandru (74. Debeljuh), Pereira (87. Susic); Rondon.

Bemerkungen: Young Boys ohne Camara (gesperrt), Lustenberger, Fassnacht, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt). Cluj ohne Chipciu (gesperrt), Ben Yousseff, Omrani und Cestor (alle verletzt). Rote Karten: 91. Belgradean (Foul), 95. Nsame (Foul), 100. Djokovic (Reklamieren). Verwarnungen: 71. Paun-Alexandru (Foul), 88. Maier (YB/nicht auf dem Platz/Reklamieren). 89. Burca (Foul), 99. Camora (Reklamieren).

Gruppe A. 6. Runde: CSKA Sofia - AS Roma 3:1. - Schlussrangliste: 1. AS Roma 6/13 (13:5). 2. Young Boys 6/10 (9:7). 3. CSKA Sofia 6/5 (3:7). 4. CFR Cluj 6/5 (4:10).


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -140193969

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 22:33 
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Was für ein Drama! YB überwintert dank spätem Penalty-Geschenk europäisch

Mit grösster haben die Young Boys die K.o.-Phase der Europa League erreicht. Sie errangen im letzten Gruppenspiel im Wankdorf gegen den rumänischen Meister Cluj einen 2:1-Sieg. Nach 91 Minuten hiess es noch 0:1.

Der Ausdruck «Zitterpartie» wird bei knappen Resultaten immer wieder verwendet. Für den entscheidenden Match in Bern ist es aber wohl der einzig treffende Begriff. Die Young Boys, die für das Weiterkommen eine Unentschieden benötigten, zitterten sich buchstäblich über die 100 Minuten.

Nachdem die Rumänen nach 84 Minuten durch den eingewechselten Stürmer Gabriel Debeljuh - eine Offsideposition des Torschützen wurde nicht geahndet - in Führung gegangen waren, spielte sich alles Wesentliche in der zehnminütigen Nachspielzeit ab.

Wegen eines angeblichen Schlags gegen den Kopf von Cedric Zesiger wurde Clujs Goalie Cristian Belgradean mit Rot des Feldes verwiesen. YB bekam einen fragwürdigen Penalty zugesprochen, den Jean-Pierre Nsame zum 1:1 versenkte. Die Rumänen protestierten wild. Zuletzt wurde ein weiterer Spieler wegen Reklamierens mit Rot ausgeschlossen. In der Zwischenzeit hatte auch Nsame – er wegen eines taktischen Fouls – Rot gesehen.

Die Rumänen suchten die neuerliche Führung mit allen Mitteln. Gegen die völlig entblösste Abwehr konnten Meschack Elia und Gianluca Gaudino in der 95. Minute mit einem Konter auf den Clujs Ersatztorhüter ziehen. Der Deutsche musste nur noch einschieben. Damit haben die Berner letztlich sogar einen Sieg errungen – was der Super League für den UEFA-Koeffizienten ein wenig weiterhilft.

YB steht mithin zum ersten Mal seit der Saison 2014/15 in den Sechzehntelfinals des zweiten europäischen Klubwettbewerbs.Die Berner fanden lange Zeit nicht zum gewohnten und erhofften Spiel. Sie wirkten - vielleicht spielte eine gewisse Nervosität mit - ungewohnt statisch, unbeweglich, bisweilen gelähmt. Von einer Leichtigkeit, wie sie die Berner in der Meisterschaft besonders in den Heimspielen auszeichnet, war lange Zeit nichts zu sehen. Sie gewährten dadurch dem Gegner im Aufbau und vor dem Strafraum zu viel Platz.

Die Stimmen zum Spiel

Gerardo Seoane:
«Es war in turbulentes Spiel, es war aber auch viel Druck dabei. Beim Penalty hatte ich das Gefühl, dass Zesiger am Ball war und dann getroffen wurde. Rot für den Cluj-Keeper ist aber sicherlich zu hart. Zu hart war auch die Rote Karte gegen Nsame. Das war Gelb oder vielleicht dunkelgelb.»

Silvan Hefti:
«Wir sind sehr glücklich, dass wir es geschafft haben. Es war fast logisch, dass wir noch ein Tor bekommen werden. Natürlich war am Ende dann grosses Glück dabei, aber das nehmen wir heute gern. Wir haben sicher kein gutes Spiel gezeigt, da müssen wir selbstkritisch sein. Dass wir es aber noch gedreht haben, ist super. Die Schlussphase war dann ziemlich chaotisch mit den Toren und den vielen Roten Karten.»

Michel Aebischer:
«Das war gar kein einfaches Spiel. Wir wollten voll auf Sieg spielen, aber natürlich war im Hinterkopf, dass wir mit einem Unentschieden auch weiterkommen. Darum haben wir heute wohl auch nicht unser bestes Spiel gemacht. Wir kamen nach dem Rückstand glücklich zu einem Penalty, den Nsame souverän verwandelt hat. Wir blieben dann cool und freuen uns nun über das Weiterkommen.»

In der zweiten Halbzeit bekam die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane alles ein bisschen besser in den Griff. Ausnahme waren die Szene, die zum 0:1 führte sowie ein vorgängiger Angriff der Rumänen, bei dem es abermals eine bravouröse Parade von Von Ballmoos brauchte.

Ein Spektakel für die Fernsehzuschauer war bei der Bedeutung des Spiels nicht zu erwarten. Die Rumänen konnten nur mit einem Sieg weiterkommen, trotzdem bauten sie ihr Spiel weitgehend auf die Defensive und auf mögliche Konter auf. Gerade dank der Defensive waren sie überhaupt so weit gekommen, denn in den ersten fünf Spielen der Gruppenphase hatten sie nur drei Tore erzielt, zwei davon zum Auftakt in Sofia.

Da der verletzte Fabian Lustenberger und der gesperrte Ali Camara nicht zur Verfügung standen, bildeten wie schon im Super-League-Spiel in Luzern Nicolas Bürgy und Jordan die Innenverteidigung. Eine Leitungseinbusse war in weiten Teilen des Spiels zu merken.

Young Boys - Cluj 2:1 (0:0)
SR Bastien (FRA).
Tore: 84. Debeljuh 0:1. 93. Nsame (Foulpenalty) 1:1. 95. Gaudino (Elia) 2:1.
Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Bürgy, Lefort, Garcia; Sulejmani (58. Gaudino), Aebischer, Rieder (58. Martins), Moumi Ngamaleu (82. Zesiger); Mambimbi (62. Elia), Nsame.
Cluj: Balgradean; Manea, Burca, Vinicius, Camora; Djokovic, Hoban; Deac (92. Sandomierski), Paun-Alexandru (74. Debeljuh), Pereira (87. Susic); Rondon.
Bemerkungen: Young Boys ohne Camara (gesperrt), Lustenberger, Fassnacht, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt). Cluj ohne Chipciu (gesperrt), Ben Yousseff, Omrani und Cestor (alle verletzt). Rote Karten: 91. Belgradean (Foul), 95. Nsame (Foul), 100. Djokovic (Reklamieren). Verwarnungen: 71. Paun-Alexandru (Foul), 88. Maier (YB/nicht auf dem Platz/Reklamieren). 89. Burca (Foul), 99. Camora (Reklamieren). (pre/sda)


https://www.watson.ch/sport/fussball/36 ... uropaeisch

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 22:35 
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Drei Tore und drei Rote Karten

YB überwintert nach Drama europäisch

Was für eine Schlussphase im Wankdorf: YB gerät spät in Rückstand, dreht die Partie gegen Cluj in der Nachspielzeit und steht damit in den Sechzehntelfinals.

Ein Punkt hätte YB für die Sechzehntelfinals gereicht. Dank des 2:1 gegen Cluj überwintert der Schweizer Meister erstmals seit sechs Jahren im europäischen Geschäft. Allerdings stand die Qualifikation für die K.o.-Phase mehr als nur auf der Kippe.

Das Spiel: Gut 80 Minuten lang ist es echt ein müder Kick. Dann gehen die Rumänen – nicht unverdient – in Führung. YB wäre damit raus. Ab der 90. Minute überschlagen sich dann die Ereignisse: Der eingewechselte Zesiger wird beim Kopfball von Cluj-Goalie Balgradean mit der Faust am Kopf getroffen. Schiri Bastien entscheidet auf Penalty und zeigt Balgradean Rot. Ein mehr als umstrittener Entscheid, weil der Goalie auch den Ball trifft. Nsame ist es egal – er verwandelt den Penalty zum kapitalen Ausgleich. Doch dabei bleibts nicht. Für ein taktisches Foul fliegt Nsame ebenfalls vom Platz. Cluj macht nun komplett auf und kassiert prompt durch Gaudino noch das 1:2. Djokovic beschwert sich als einer von vielen Cluj-Spielern lautstark beim Schiri und bekommt dafür auch noch Rot. Es ist der Abschluss einer dramatischen Schlussphase.

Die Tore:
0:1, 84. Minute: Gabriel Debeljuh | Rondon kommt im 16er frei zum Abschluss, trifft aber nur den Pfosten. Debeljuh drückt dann – aus abseitsverdächtiger Position – den Abpraller über die Linie.

1:1, 93. Minute: Jean-Pierre Nsame | Der YB-Topskorer erzielt mit einem Penalty in die untere linke Ecke den so wichtigen Ausgleich.

2:1, 96. Minute: Gianluca Gaudino | YB kontert über Elia, der per Querpass Gaudino das 2:1 serviert.

Der Beste: David von Ballmoos. Dank dem löcherfreien Emmentaler kommt YB eine Runde weiter. Unfassbarer Reflex gegen Manea.

Der Schlechteste: Schiri Benoît Bastien. Ein Franzose, der alles falsch macht.

Das gab zu reden: Warum um Himmelswillen gibts keinen VAR in der Europa League? Da gehts um so viel Geld. Wahnsinn! Das ist nur eines: lächerlich. Das Cluj-Tor war offside. Der YB-Penalty in der Tendenz keiner. Die Rote Karte gegen Nsame ein mieser Witz.

Die Stimmen:
Cluj-Goalie Balgradean, der bei der entscheidenden Penalty-Szene mittendrin ist, wittert gegenüber rumänischen Journalisten einen Betrug: «Der Schiri hat uns wahrscheinlich rausgeworfen, weil wir Rumänen sind. Wir sind zu klein. Die wollten wohl, dass die Schweizer weiterkommen. Ich weiss es nicht!» Und Captain Camora sagt: «Dieser Schiedsrichter ist eine Schande. Mir fehlen die Worte. So etwas habe ich noch nie erlebt. Mir fehlen echt die Worte.»

So gehts weiter: Die Sechzehntelfinals werden am 18./25. Februar 2021 gespielt. Die Auslosung ist am nächsten Montag. Schon am Sonntag empfängt YB in der Super League Servette.


YB – Cluj 2:1 (0:0)

YB: Von Ballmoos; Hefti, Bürgy, Lefort, Garcia; Ngamaleu, Aebischer, Rieder, Sulejmani; Nsame, Mambimbi.

Cluj: Balgradean; Manea, Paulo Vinicius, Burca, Camora; Hoban, Dokovic; Pereira, Deac, Paun; Rondon.

Wankdorf – 0 Fans – SR: Bastien (Fr)

Tore: 84. Debeljuh (Hoban) 0:1 93. Nsame (Penalty) 1:1 96. Gaudino (Elia) 2:1

Einwechslungen: YB: Gaudino (58. für Sulejmani), Elia (58. für Mambimbi), Martins (58. für Rieder), Zesiger (82. für Ngamaleu), Siebatcheu (85. für Bürgy)

Cluj: Debeljuh (74. für Paun), Susic (88. für Peraira), Sandomierski (92. für Deac)

Gelb: 71. Paun. (Foul), 88. Maier (Reklamieren), 89. Burca (Foul), 94. Sulejmani, 99. Camora (Reklamieren)

Rot: 91. Balgradean (Foul), 94. Nsame (Foul), 98. Dokovic (Schiedsrichterbeleidigung)

Bemerkungen: YB ohne Lustenberger, Sierro, Fassnacht, Lauper, Petignat, Spielmann (verletzt), Camara (gesperrt).


https://www.blick.ch/sport/fussball/uef ... 38040.html

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YB überwintert in Europa League

Dem Zittern folgt der grosse Jubel

Die Young Boys erreichen nach einer dramatischen Schlussphase mit drei Toren und drei Platzverweisen gegen Cluj zum ersten Mal seit 2014 eine europäische K.-o.-Runde

Das grosse Drama kündigt sich nicht an. Für die Young Boys firmiert sie längst unter dem Motto «Irgendwie ist auch ein Weg», diese Partie gegen Cluj, in der ihnen ein Punkt für den Einzug in die nächste Runde in der Europa League reicht. 0:0 steht es in der Schlussphase, YB versucht, mit der Nullnummer durchzukommen.

Doch die Schlussphase wird zum Drama. Im ersten Akt in der 84. Minute scheint er schon zum Gewinner des Abends erkoren: Mario Rondon, einst venezolanischer Nationalspieler und der auffälligste Spieler auf dem Platz. Sein Schuss prallt vom Innenpfosten zurück, wie paralysiert schauen die Young Boys zu, Gabriel Debeljuh verwertet den Abpraller.

Das Tor ist gefallen, der Jubel bei den Rumänen überschwänglich. Und YB scheint die formidable Ausgangslage tatsächlich verspielt zu haben. Fünfmal gescheitert in fünf Jahren, jeweils in der Gruppenphase. Die Wunde von Bern.

Rot und Penalty gegen Cluj

Aber es ist kein Abend der Gesetzmässigkeiten. 90. Minute, es folgt der zweite Akt. Eben hat Jordan Lefort seinen Kopfball auf der rumänischen Torlinie pariert gesehen. Nach einem Corner kommt der Ball über Umwege wieder zur Mitte. YB-Verteidiger Cédric Zesiger steigt hoch, Cluj-Goalie Cristian Balgradean ebenso. Der Rumäne trifft den Ball, ein bisschen trifft er auch Zesigers Kopf. Schiedsrichter Benoit Bastien aus Frankreich pfeift Elfmeter, bestimmt ein sehr strenger Entscheid. Sekunden später zeigt er Balgradean die Rote Karte – wegen eines verbalen Ausrutschers, wie er für die TV-Mikrofone hörbar begründet.

Es ist nicht der unbedeutendste Penalty seiner Karriere, zu dem Jean-Pierre Nsame nach minutenlangen Diskussionen in der 93. Minute antritt. Nsame verwandelt links und flach, erzielt sein viertes Tor in dieser Gruppenphase. 1:1, YB hat den Punkt und steht vor dem Weiterkommen. Das Wunder von Bern.

Der dramatischen Schlussphase geht ein zähes Spiel voran. Die Young Boys müssen im entscheidenden Moment dieser Gruppenphase auf Routine verzichten: Captain Fabian Lustenberger fehlt seit zwei Wochen verletzt, zu ihm gesellt sich zuletzt der sich langsam etablierende Zentrumsspieler Vincent Sierro, auch Dauerbrenner Christian Fassnacht schafft es wegen einer Knöchelverletzung nicht ins Aufgebot.

Seoanes Tennisvergleich

Und der Gegner überzeugt auf dem Berner Kunstrasen mit einem abgezockten Auftritt. Den Young Boys gelingt es nicht, die Intensität des rumänischen Meisters mitzugehen – und gerade in der Startphase begünstigen Fehlzuspiele die Konter von Cluj. Beim aussichtsreichsten scheitert Rondon am gut reagierenden David von Ballmoos.

Das 0:0 strapaziert das Berner Nervenkostüm. In vier von fünf Partien in dieser Gruppenphase gingen die Young Boys bereits nach einer halben Stunde in Führung, gegen Cluj nun scheinen sie blockiert. Trainer Gerardo Seoane kommt an der Seitenlinie kaum zur Ruhe. «Es war wie beim Tennis», sagt er später, «uns zitterte beim Matchball das Handgelenk.»

Auch im zweiten Satz nach der Pause gelingt es YB nicht, sich zu befreien. Einen Schuss von Innenverteidiger Camora von der Strafraumgrenze kann von Ballmoos gerade noch entschärfen. Früher, als ihm lieb sein dürfte, muss Seoane erkennen: Jetzt gilt es, dieses 0:0 mit allen Mitteln zu verteidigen. Ab der 81. Minute stehen für YB fünf Abwehrspieler auf dem Feld.

Das Drama in den Schlussminuten hat noch einen Schlussakt: Nsame begegnet einem Cluj-Verteidiger in der 94. Minute mit einem Rempler – und sieht dafür unverständlicherweise die Rote Karte. Das Geschehen wird wild, die Partie ist Schiedsrichter Bastien entglitten.

Nach einem Konter erzielt Gianluca Gaudino das 2:1 für YB. Und auch Cluj-Mittelfeldspieler Damjan Djokovic muss vom Feld, in der 98. Minute. Dann ist Schluss, die Young Boys liegen sich in den Armen. «Der schönste Fussball war das nicht von uns», sagt Michel Aebischer, «aber es ist uns heute auch egal.»

Als Gruppenzweite winken den Young Boys jetzt attraktive, aber schwierige Gegner. Sie treffen entweder auf einen der elf anderen Gruppensieger (Arsenal, Milan, Napoli) oder auf einen der vier besten Drittplatzierten aus der Champions League (Manchester United, Ajax Amsterdam, Brügge, Schachtar Donezk). Das grosse Drama mag sich nicht ankündigen. Aber drin liegt es allemal.


https://www.bernerzeitung.ch/dem-zitter ... 9345252287

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 22:41 
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Kommentar zu YB

Deshalb ist das Weiterkommen trotz allem beachtlich

Nach dramatischen Schlussminuten beim 2:1 gegen Cluj überwintern die Young Boys erstmals seit der Saison 2014/2015 europäisch. Der letzte Eindruck soll das Erreichte nicht schmälern.

Diesmal ist im Dezember nicht Schluss. Erstmals seit 2014 überstehen die Young Boys im Europacup die Gruppenphase. Dafür bedurfte es keines Exploits – die Gruppe war nicht mehr so stark wie letzte Saison mit Porto, Feyenoord Rotterdam und den Glasgow Rangers, aber zumindest unangenehm. Mit der grossen AS Roma, die sich schon nach vier Spieltagen das Weiterkommen sicherte, dem rumänischen Meister Cluj und Bulgariens Traditionsclub ZSKA Sofia, der in der Qualifikation den FC Basel ausschaltete. Die Pflicht ist erfüllt. Von YB durfte die Qualifikation für die K.-o.-Phase und damit das Erreichen des ersten Saisonziels erwartet werden.

Der Weg dahin war hart. Der Start missglückte, beim 1:2 daheim gegen Roma wurde in einer passiven Schlussphase die Führung verspielt. Und beim 1:1 in Cluj war das Resultat das Beste. Doch der Schweizer Meister legte gegen Sofia einen Steigerungslauf hin, das brachte ihn vor dem Spiel gegen Cluj in die gute Ausgangslage, dass ein Unentschieden fürs Weiterkommen genügte. Und dennoch gerieten die Young Boys daheim gegen routinierte Rumänen arg ins Zittern und beanspruchten beim 2:1-Sieg viel Glück, entschied der Schiedsrichter in der Nachspielzeit auf Penalty für sie.

Der letzte Eindruck sollte das Erreichte nicht schmälern. Das Weiterkommen der Young Boys ist deshalb beachtlich, weil sie gegen Cluj ihre 34. Partie seit Mitte Juni bestritten und damit mehr als ihre Konkurrenten in der Europa League – und fast so viele Spiele wie ein Schweizer Mittelfeldclub für gewöhnlich in einem ganzen Jahr absolviert. YB spielte fast ausschliesslich im Dreitagesrhythmus. Zeit für Ferien blieb annähernd keine. Eine Saisonvorbereitung? Gab es nicht.

Zudem vollzogen die Berner einen Umbruch. Weniger auf dem Feld, wo die Mannschaft fast dieselbe wie letzte Saison ist. Vielmehr in der Hierarchie: Mit Marco Wölfli und Guillaume Hoarau verliessen zwei prägende Figuren das Team. In Rom und gegen Cluj fehlte Captain Fabian Lustenberger verletzt. Und doch kam YB ans Ziel. Diese Erfahrung wird die neue Führungsgeneration um Goalie David von Ballmoos stärken.

Das Weiterkommen bringt dem Club rund eineinhalb Millionen Franken ein, ein willkommener Zustupf für die Clubkasse in Zeiten, in denen YB jeden Monat einen Verlust von rund einer Million Franken macht – wobei die Umsatzeinbussen noch deutlich höher sind. Und das Weiterkommen verbessert den Koeffizienten der Schweiz, die in der Uefa-Fünfjahreswertung auf Rang 19 liegt und weiter abzurutschen droht. Das ist nicht unerheblich, weil ab dem Sommer mit der Reform der europäischen Wettbewerbe die Qualifikation für Clubs aus kleineren Ligen noch schwerer wird.

Vorerst können sich die Young Boys auf den Sechzehntelfinal im Februar freuen, einen Höhepunkt, der helfen wird, in dieser speziellen Saison mit lauter Geisterspielen die Spannung hoch zu halten. Und sollte YB die Entwicklung der letzten Monate fortsetzen können, ist diesem Team durchaus ein Exploit zuzutrauen.


https://www.bernerzeitung.ch/deshalb-is ... 4563961583

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 23:13 
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Tore und Turbulenzen in den Schlussminuten: YB zittert sich in die K.o.-Phase der Europa League

Mit grösster Mühe erreichen die Young Boys die K.o.-Phase der Europa League. Sie erringen im Wankdorf gegen den rumänischen Meister Cluj einen 2:1-Sieg. Nach 91 Minuten steht es noch 0:1.

Der Ausdruck «Zitterpartie» wird bei knappen Resultaten immer wieder verwendet. Für den entscheidenden Match in Bern ist es aber wohl der einzig treffende Begriff. Die Young Boys, die für das Weiterkommen eine Unentschieden benötigten, zitterten sich buchstäblich über die 100 Minuten.
Rückstand nach Offside-Tor – fragwürdiger Penalty zum Ausgleich

Nachdem die Rumänen nach 84 Minuten durch den eingewechselten Stürmer Gabriel Debeljuh – eine Offsideposition des Torschützen wurde nicht geahndet – in Führung gegangen waren, spielte sich alles Wesentliche in der zehnminütigen Nachspielzeit ab.

Wegen eines angeblichen Schlags ins Gesicht einer Berners wurde Clujs Goalie Cristian Belgradean mit Rot des Feldes verwiesen. YB bekam einen fragwürdigen Penalty zugesprochen, den Jean-Pierre Nsame zum 1:1 versenkte. Die Rumänen protestierten wild. Zuletzt wurde ein weiterer Spieler wegen Reklamierens mit Rot ausgeschlossen. In der Zwischenzeit hatte auch Nsame – er wegen eines taktischen Fouls – Rot gesehen.

Erstmals seit 2015 in der K.o.-Phase

Die Rumänen suchten die neuerliche Führung mit allen Mitteln. Gegen die völlig entblösste Abwehr konnten Meschack Elia und Gianluca Gaudino in der 95. Minute mit einem Konter auf den Clujs Ersatztorhüter ziehen. Der Deutsche musste nur noch einschieben. Damit haben die Berner letztlich sogar einen Sieg errungen – was der Super League für den UEFA-Koeffizienten ein wenig weiterhilft.

YB steht mithin zum ersten Mal seit der Saison 2014/15 in den Sechzehntelfinals des zweiten europäischen Klubwettbewerbs.

Magerkost und Nervosität in der ersten Halbzeit

Die Berner fanden lange Zeit nicht zum gewohnten und erhofften Spiel. Sie wirkten – vielleicht spielte eine gewisse Nervosität mit – ungewohnt statisch, unbeweglich, bisweilen gelähmt. Von einer Leichtigkeit, wie sie die Berner in der Meisterschaft besonders in den Heimspielen auszeichnet, war lange Zeit nichts zu sehen. Sie gewährten dadurch dem Gegner im Aufbau und vor dem Strafraum zu viel Platz.

In der zweiten Halbzeit bekam die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane alles ein bisschen besser in den Griff. Ausnahme waren die Szene, die zum 0:1 führte sowie ein vorgängiger Angriff der Rumänen, bei dem es abermals eine bravouröse Parade von Von Ballmoos brauchte.
Lustenberger und Camara schmerzlich vermisst

Ein Spektakel für die Fernsehzuschauer war bei der Bedeutung des Spiels nicht zu erwarten. Die Rumänen konnten nur mit einem Sieg weiterkommen, trotzdem bauten sie ihr Spiel weitgehend auf die Defensive und auf mögliche Konter auf. Gerade dank der Defensive waren sie überhaupt so weit gekommen, denn in den ersten fünf Spielen der Gruppenphase hatten sie nur drei Tore erzielt, zwei davon zum Auftakt in Sofia.

Da der verletzte Fabian Lustenberger und der gesperrte Ali Camara nicht zur Verfügung standen, bildeten wie schon im Super-League-Spiel in Luzern Nicolas Bürgy und Jordan die Innenverteidigung. Eine Leitungseinbusse war in weiten Teilen des Spiels zu merken.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 90412.html

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