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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. November 2020, 22:50 
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YB gewinnt in Lausanne 3:0

Zur Premiere eine Machtdemonstration

Nach einem Steigerungslauf kommen die Young Boys mit ihrer B-Equipe ungefährdet zum Sieg. Einziger Dämpfer ist der vor der Partie bekannt gegebene Ausfall von Captain Fabian Lustenberger.

Entscheidend ist die Aktion am Ende nicht. Das 3:0 für YB durch Jordan Siebatcheu in der 57. Minute wird vom Videoschiedsrichter wegen Handspiels annulliert. Und doch sagt die Szene viel darüber aus, wie sich die Young Boys gerade international wie national in Position bringen. Abgeklärt und solidarisch. Als Einheit.

Der soeben eingewechselte Innenverteidiger Nicolas Bürgy spielte zuvor mit seinem ersten Ballkontakt einen weiten Freistoss an die Strafraumgrenze, Jordan Siebatcheu drehte sich, düpierte drei Gegner und traf im Fallen zum 3:0. Michel Aebischer rannte zu Bürgy, seine Freude in den Lausanner Nachthimmel schreiend. Der Rest des Teams stürzte sich auf Siebatcheu. Nicolas Ngamaleu, gerade beim Aufwärmen, sprintete gar die ganze Seitenlinie entlang, um seinem Kollegen zu gratulieren.

Die Szene ist Ausdruck der hervorragenden Teamchemie. Hierfür braucht es Spieler wie Bürgy und Siebatcheu, die nicht murren und quengeln, wenn sie – wie oft in letzter Zeit – nicht oder nur wenig spielen. Umso besser noch, wenn sie bei ihren Einsatzgelegenheiten gut performen. Das ist am Sonntag der Fall. Jede Position sei doppelt besetzt, sagt Goalie David von Ballmoos. «Egal, wer spielt, es kommt zu keinem Leistungsabfall. So macht es enorm Spass.»

Auch wenn Siebatcheus Tor nicht zählt, gerät der Auswärtssieg für YB – der erste in der Liga – nie in Gefahr. Weil das Heimteam bei der Premiere im schmucken Stade de la Tuilière zu ungenau agiert. Aldin Turkes vergibt zweimal mit dem Kopf. Und Rafik Zekhnini verpasst es, eine schöne Einzelaktion zu krönen. Sein Schuss streift knapp am Tor vorbei.

Zum Ende ist es ein dominanter Auftritt der Berner, die nach den Einwechslungen von Christian Fassnacht, Nicolas Ngamaleu und – kurz vor Schluss – von Jean-Pierre Nsame noch einmal zulegen. Fassnacht könnte die Führung mehrmals ausbauen, auch Siebatcheu verpasst sein erstes Tor für YB knapp. In der 87. Minute ist es Nsame, der mit seinem vierten Ligatreffer zum Endstand trifft. Kräfte geschont, wieder zu null gespielt und wieder gewonnen – es ist ein Tag ganz nach dem Gusto der Young Boys. Hätte Lugano gleichzeitig in der Nachspielzeit gegen Basel nicht den Siegtreffer erzielt, wäre der Vorsprung der Young Boys an der Tabellenspitze schon auf vier Punkte angewachsen. «Kompliment an mein Team», sagt YB-Trainer Gerardo Seoane. «Das war ein starker Auftritt.»

Lustenberger fällt wohl bis Ende Jahr aus

Bisher hatte Seoane sein Team moderat rotierend durch den komplizierten Herbst mit Partien im Dreitagesrhythmus geführt. Fabian Lustenberger, Nsame und Fassnacht etwa kamen in jeder Partie zum Einsatz. Doch als die Mannschaften kurz vor 16 Uhr den Kunstrasen des nigelnagelneuen Stadions betreten, fehlen bei YB nicht nur diese drei Stützen in der Startaufstellung. Seoane hat im Vergleich zum 1:0 in Sofia am Donnerstag gleich acht Wechsel vorgenommen. Nur einen davon gezwungenermassen: Captain Lustenberger hat sich gegen ZSKA eine Verletzung am Lendenwirbel zugezogen. Diese Woche werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Es sei aber wahrscheinlich, sagt Seoane, dass Lustenberger in diesem Jahr nicht mehr spielen könne.

Mit den vielen Wechseln habe er verhindern wollen, dass die Mannschaft in einen Trott gerate, sagt Seoane. Er habe sich für die Spieler mit mehr mentaler Frische und mehr Gier entschieden, wobei dies nicht als Kritik an den Stammkräften gemeint sei. Und er habe damit gerechnet, dass die Rochaden zu Startschwierigkeiten führen könnten. «Umso wichtiger war es», sagt der Trainer, «dass wir die erste halbe Stunde ohne Gegentreffer überstanden.»

Siebatcheus Steigerungslauf

An Jordan Siebatcheu, der erstmals in der Startaufstellung steht, lässt sich festmachen, woran es den Young Boys zuerst mangelte: an Abstimmung und an Durchsetzungskraft. Die Distanzen zwischen den Mannschaftsteilen sind zu gross, Ballverluste und Konterchancen für den Gegner die Folge. Als ihnen erstmals eine zusammenhängende Aktion gelingt, gehen die Berner nach einer halben Stunde in Führung. Dribbling Miralem Sulejmani, Direktpässe von Quentin Maceiras und Michel Aebischer, Schuss Jordan Lefort, 1:0.

Bis zur Pause könnte Felix Mambimbi die Führung ausbauen. Nach dem Seitenwechsel tut es der 19-jährige Angreifer dann, er verwertet einen Abpraller. Siebatcheu wirkt mit seinem Kopfball entscheidend mit, er spielt nach der Pause wie verwandelt und zeigt erstmals, warum ihn die Young Boys als Ersatz von Guillaume Hoarau geholt haben. Trainer Seoane attestiert ihm eine sehr gute zweite Halbzeit. Und Goalie von Ballmoos befindet, Siebatcheu habe seine Chance genutzt. «Wie jeder andere, der reinkam.»

Trotzdem dürfte der Franzose, wie die meisten seiner Kollegen, die ins Team rutschten, am Donnerstag beim nächsten Spiel in Rom nicht in der Startaufstellung stehen. Das zeigt die ganze Breite im Kader, der Sieg in Lausanne ist auch deshalb eine Machtdemonstration. Von Ballmoos sagt: «Ich möchte nicht mit dem Trainer tauschen. Er hat die Qual der Wahl.»


https://www.bernerzeitung.ch/zur-premie ... 7909996104

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. November 2020, 01:15 
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YB gewinnt Premiere im neuen Lausanne-Stadion mit 3:0

Trainer Gerardo Seoane rotiert bei YB mächtig durch. Trotzdem gewinnt der Meister die Premiere im neuen Stadion von Lausanne-Sport mit 3:0.

Das Wichtigste in Kürze

- Jordan Lefort, Felix Mambimbi und Jean-Pierre Nsame schiessen YB zum Sieg in Lausanne.
- Für das erste Spiel im neuen Stadion der Waadtländer hat YB-Trainer Seoane durchrotiert.

Lausanne muss im ersten Spiel im Stade de la Tuilière eine Niederlage hinnehmen. Die ersten Punkte im 76-Millionen-Schmuckstück gehen an Meister YB. Lefort, Mambimbi und Nsame sorgen beim 3:0 dafür, dass die Berner ihre Tabellenführung behalten.
YB wirft Rotations-Maschine an

Trainer Gerardo Seaone reagiert auf das Monster-Programm seines Teams. Acht Spiele warten bis Weihnachten – da gilt es, die Kräfte einzuteilen.

Der Trainer rotiert die Aufstellung von YB durch, nur drei Spieler bleiben in der Startelf. Dazu fällt Captain Fabian Lustenberger verletzt aus.

Entsprechend holprig agieren die Berner in der Startphase, die Automatismen greifen nur selten. Aufsteiger Lausanne will sein erstes Spiel im Stade de la Tuilière unbedingt gewinnen. Und kommt vor allem durch Evann Guessand zu Chancen.

Leforts doppelte Premiere

Trotzdem jubelt nur YB vor der Pause. Ein schöner Spielzug führt zum 1:0 – Torschütze Jordan Lefort sorgt dabei gleich für eine doppelte Premiere. Es ist sein erster Tor für die Berner – und auch der erste Treffer, der im neuen Lausanner Stadion fällt.

Und auch nach der Pause sind es die Berner, die Grund zur Freude haben. Nach einem Gaudino-Corner kann Lausanne-Goalie Diaw den Kopfball von Siebatcheu noch parieren. Doch den Abpraller verwerten Youngster Felix Mambimbi zum 2:0.

Gleich darauf darf französische Stürmer dann noch selber jubeln. Jordan Siebatcheu erzielt sein erstes Tor für YB – doch der VAR stellt ein Hands fest. Das Tor zählt nicht.

Und auch das vermeintliche 3:0 durch den eingewechselten Christian Fassnacht wird wegen Abseits aberkannt. Es braucht schon Top-Torjäger Jean-Pierre Nsame, der fünf Minuten nach seiner Einwechslung auf 3:0 erhöht.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ge ... 0-65827564

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. November 2020, 01:38 
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Breites Kader, breite Brust: Die Young Boys gewinnen bei der Stadion-Premiere in Lausanne mühelos 3:0

Der YB-Trainer Gerardo Seoane verändert das Team auf acht Positionen. Doch das fällt gegen den Aufsteiger nicht ins Gewicht, der Meister hätte gar noch höher gewinnen müssen.

Auch ein nigelnagelneues Stadion ist ohne Zuschauer ein leeres Stadion – zu dieser tiefen Erkenntnis durfte gelangen, wer sich die Premiere im rund 165 Millionen Franken teuren «Stade de la Tuilière» in Lausanne zu Gemüte führte. «Schade», sagte der Klubbesitzer Bob Ratcliffe im TV-Interview, «irgendwann im nächsten Jahr kommt die Zeit, dass wir auch Zuschauer im Stadion haben und mit den Fans die Einweihung feiern werden.» Feiern, irgendwann. Aber nicht jetzt.

«Ein Signal an die Liga»

So war das Erinnerungsleibchen, das der YB-Goalie David von Ballmoos dem Lausanne-Captain Stjepan Kukuruzovic vor dem Spiel überreichte, das Einzige, was an eine Stadioneröffnung erinnerte. Von Ballmoos trug die Captainbinde bei den Bernern, weil sich Fabian Lustenberger am Donnerstag im Europa-League-Match in Sofia verletzt hatte. Aber nicht nur Lustenberger fehlte, der YB-Coach Gerardo Seoane hatte die Startformation angesichts der vielen Spiele auf sieben weiteren Positionen verändert. «Rotation» heisst das im Jargon, sie dient dem Kräftehaushalt im Team. Voraussetzung dafür sind ein breites Kader und ein gesundes Klima unter den Spielern und im Staff. YB bewies, dass beides gegeben ist und die Gleichung «breites Kader = breite Brust» aufgeht – zumindest dann, wenn auf dem Platz ein bemühter, aber qualitativ unterlegener Gegner gegenübersteht wie am Sonntag der Aufsteiger Lausanne.

«Wir haben heute auch ein Signal an die Liga ausgesandt, dass wir mit unserem breiten Kader jeden schlagen können», sagte Gianluca Gaudino. Er gehört zu jenen YB-Spielern, die nicht zu den ersten elf gehören, die aber immer bereit sind, wenn sie von Seoane gebraucht werden.

Die neu formierten Young Boys konnten allerdings nicht verbergen, dass nicht von Beginn an alles zusammenpasste. Doch mit zunehmender Spieldauer kam YB immer besser ins Spiel, Lausanne-Sport war zu wenig abgeklärt in den wenigen Momenten, in denen ein Führungstreffer möglich gewesen wäre. Immerhin deuteten die von Nizza ausgeliehenen Offensivspieler Pedro Brazão und Evann Guessand ihre Qualitäten an. Brazão ist 17-jährig, Guessand 19.

YB brauchte eine einzige gelungene Aktion, um nach einer halben Stunde in Führung zu gehen. Jordan Lefort traf nach einer schönen Kombination über Miralem Sulejmani, Quentin Maceiras und Michel Aebischer. Wie die Lausanner den YB-Verteidiger Lefort aus den Augen verloren hatten, verdeutlichte den Klassenunterschied zu YB. «YB war besser, YB ist derzeit die beste Mannschaft der Schweiz», sagte der Lausanne-Coach Giorgio Contini nach der Partie. Nach dem 2:0 durch den 19-jährigen Felix Mambimbi war das Spiel vorentschieden. Die Berner hätten am Ende höher als bloss 3:0 gewinnen müssen.

YB ist gut unterwegs

Immerhin siegte YB ohne Jean-Pierre Nsame, Christian Fassnachtund Moumi Ngamaleu in der Startformation erstmals in dieser Meisterschaft mit mehr als einem Tor Unterschied; ebenfalls zum ersten Mal gewann YB zweimal nacheinander, zudem am Donnerstag in Sofia. YB ist derzeit gut unterwegs.


https://www.nzz.ch/sport/breites-kader- ... 0#register

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. November 2020, 09:07 
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Sieg im neuen Stadion

YB darf sich in Lausanne wie zu Hause fühlen

Bei den Waadtländern überzeugt gerade nur das neue Stadion. Währenddessen scheinen die Young Boys ihre offensichtlichste Schwäche eliminiert zu haben.

2020 ist das Jahr des Konjunktivs. So vieles hätte stattgefunden, so einiges wäre anders gelaufen – ohne das Coronavirus. Und so müssen die Medien in der Romandie an diesem Sonntag von einer Eröffnung des Stade de la Tuilière ohne Zuschauer schreiben, «die Einweihung aber, die erfolgt erst im nächsten Jahr». Das erste Spiel in der neu erbauten Arena von Lausanne-Sport ist an diesem Sonntagnachmittag die vielleicht tristeste Stadion-Premiere der Welt: leere Ränge, Temperaturen am Gefrierpunkt und vorab viel Fussball im Mittelmass.

Dabei überzeugt das nur 85 Millionen Franken teure Stadion. Den Beton-Mief diverser neuer Arenen vermeiden die Architekten mit viel Holz und Glas. Und mit hauseigenen Solarzellen, einem begrünten Dach und sogar Vogelnistplätzen (!) in den Aussenwänden kommt der Bau auch einem modernen Verständnis von Nachhaltigkeit nach.

Nun, die Solarzellen werden an diesem tiefnebligen Sonntag nicht allzu viel Energie abgeworfen haben, und jeder Zugvogel, der noch nicht den Flug Richtung Süden angetreten hat, ist zu bedauern. Immerhin fühlen sich die Young Boys als erster Gast sehr wohl. «Uns fällt die Anpassung bestimmt leichter als anderen hier», sagt Gerardo Seoane nach der Partie.

Nur zwei Gegentore in sechs Spielen

Der YB-Trainer spricht den Kunstrasen an. Er beschert der Liga neben der Spielfläche im Wankdorfstadion wieder ein zweites künstliches Geläuf. «Er ist gut, noch ist etwas viel Granulat drauf, aber das wird sich noch ausspielen», findet YB-Regisseur Michel Aebischer. Während die Arbeiter rundherum noch die letzten Schrauben versenkten (ganz fertig geworden sind sie nicht), durfte die Mannschaft von Lausanne die letzten zwei Wochen schon auf dem Kunstrasen trainieren.

Davon macht sich im Spiel vorab wenig bemerkbar. YB findet nach acht Rotationen gegenüber der letzten Partie nur schleppend ins Spiel – Lausanne profitiert kaum. «Wir mussten uns erst zurechtfinden, das war zu erwarten», sagt Aebischer. Im Mittelfeld hat der Freiburger mit Jordan Siebatcheu und Felix Mambimbi ein ungewöhnliches Duo vor sich. «Man hat gemerkt, dass Training und Wettkampf nicht die gleiche Intensität haben», meint Aebischer weiter.

Mit drei erzielten Toren und einer weiteren Partie ohne Gegentreffer bestätigen die Young Boys aber den Trend, wonach sie gerade daran sind, ihre einzige Schwäche zu eliminieren: die mangelhafte Chancenauswertung. «Es tut immer gut, eine Weile kein Tor zu kassieren», sagt Aebischer zu zuletzt zwei Gegentoren in sechs Spielen, «und heute haben wir vorne aus wenig ziemlich viel gemacht».

Ineos erhofft sich jetzt einen Aufschwung

Aus ziemlich viel wenigstens etwas mehr zu machen, das wünschen sie sich eigentlich auch beim Gegner. Der Chemiekonzern Ineos hat seit seiner Übernahme des Vereins schon einiges investiert. Nach dem bitteren Abstieg wurde der Aufstieg im ersten Anlauf verpasst, und jetzt, in der Super League, soll der Einzug ins neue Stadion dem Traditionsclub wieder Schwung verleihen.

Die Pontaise, das ehrwürdige WM-Stadion von 1954, habe 20 Jahre zu lange gelebt, so ist am Tag der Eröffnung der neuen Spielstätte zu lesen. 0:1 ging das letzte Spiel im alten Stadion verloren, 0:3 jetzt die Premiere im neuen Daheim. «Wir haben das Kader, um bessere Resultate zu erzielen», sagt Trainer Giorgio Contini zuversichtlich.

Im Spiel setzt er vom ebenso zum Ineos-Imperium gehörenden Nizza verpflichteten Jungspunde ein, vielversprechende Fussballer wie Pedro Brazao oder Evann Guessand. Und er verzichtet auf Christian Schneuwly, den langjährigen YB-Flügel, dem nach 90 Minuten auf der Bank nichts anderes übrig bleibt, als mit seinem Düdinger Nachbar Michel Aebischer den einen oder anderen Spruch zu klopfen. Auch er hätte gerne mehr gespielt. 2020, es bleibt das Jahr des Konjunktivs.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-darf-si ... 0536110307

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. November 2020, 09:09 
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Die Einzelkritik

YB-Noten: Siebatcheu meldet sich endlich in Bern an

Beim souveränen 3:0 in Lausanne ist Felix Mambimbi der flinkste Angreifer – und Jordan Lefort ein fussballerisch versierter Verteidiger.

David von Ballmoos – 5

Ist in Abwesenheit des verletzten Fabian Lustenberger Captain. Verhindert kurz vor der Pause mit seiner Parade gegen Guessand den Ausgleich. Bleibt einmal mehr ein sicherer Rückhalt.

Quentin Maceiras – 4

Ersetzt hinten rechts Silvan Hefti und wird während 90 Minuten von Goalie von Ballmoos gecoacht. Die fehlende Spielpraxis ist Maceiras anzumerken, seine Flanken sind ungenau, und in der Defensive hat er gegen die schnellen, flinken Lausanner manchmal Mühe, etwa als ihn Zekhnini ausdribbelt und das Tor nur knapp verfehlt. Mit der Beteiligung am 1:0 kann Maceiras seine Bilanz aufhübschen.

Mohamed Camara – 4,5

Einer von nur drei Spielern, die sowohl in Sofia und Lausanne in der Startaufstellung stehen. Ein-, zweimal mit riskantem Stellungsspiel und Schwierigkeiten gegen den schnellen Guessand. Insgesamt aber erneut solid. Wird nach 56 Minuten zwecks Schonung ausgewechselt.

Cédric Zesiger – 4,5

Ersetzt Captain Lustenberger in der Innenverteidigung. Die Berner Zentralabwehr kommt so sehr robust daher. Zesiger hilft mit, dass Lausanne dem YB-Tor nicht mehr als drei-, viermal zu nahe kommt.

Jordan Lefort – 5

Rückt für Garcia in die Startaufstellung. Der Linksverteidiger leitet den YB-Führungstreffer nach einer halben Stunde mit einem herrlichen Aussenristpass mit seinem linken Fuss ein, das Tor erzielt er von der Strafraumgrenze per Schlenzer mit rechts – Ausdruck der fussballerischen Fertigkeiten des Franzosen.

Miralem Sulejmani – 4

Hat auf dem rechten Flügel Mühe, in die Partie zu finden. Wirkt kraftlos, bleibt in Dribblings hängen, verliert Zweikämpfe. Doch dann kann sich Sulejmani für einmal gegen Lausannes Flo durchsetzen, und prompt führt das zum 1:0.

Michel Aebischer – 4,5

Die erste Halbzeit des Mittelfeldspielers ist ein stetes Auf und Ab, mal verliert er unbedrängt den Ball, dann legt er vor dem 1:0 für Lefort ab. Wird mit zunehmender Dauer konstanter und hat das Geschehen gegen Ende der Partie so im Griff, wie man sich das von ihm gewohnt ist.

Vincent Sierro – 4,5

An der Seite Aebischers ist Vincent Sierro zu einem verlässlichen Wert für YB herangewachsen. Der Walliser lässt sich zwar bei einer frühen Chance von Guessand übertölpeln, bleibt ansonsten aber stabil.

Gianluca Gaudino – 4,5

Beginnt im 4-4-2-System im linken Mittelfeld. Gaudino ist bemüht, Zählbares schaut bei seinen Aktionen nicht heraus. Und es ist sein Ballverlust, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit Guessand die Chance zum Ausgleich ermöglicht. Steigert sich. Seine Eckbälle sorgen für Gefahr, in der 52. Minute etwa für das 2:0 durch Mambimbi.

Jordan Siebatcheu – 4,5

Der Zugang darf erstmals von Beginn spielen. Verpasst es vorerst, Argumente für mehr Einsatzzeit zu sammeln. Sein Spiel wirkt unkoordiniert, der Franzose kann kaum einen Ball behaupten. Doch auch er steigert sich nach der Pause – und zwar markant. Beim 2:0 von Mambimbi geht sein gefährlicher Kopfball voraus, eine feine Einzelleistung zum 3:0 wird zwar im Nachhinein vom VAR wegen Handspiels aberkannt.

Felix Mambimbi – 5

Der 19-Jährige rückt für Elia in die Startaufstellung. Er ist in einem vorerst behäbigen YB-Team der Agilste. Mit tiefem Körperschwerpunkt ausgestattet, ist Mambimbi nur schwer vom Ball zu trennen. Erarbeitet sich kurz vor der Pause zweimal Raum zum Abschluss, verzieht beide Male. Und staubt dann in der zweiten Halbzeit gekonnt zum wegweisenden 2:0 ab.

Nicolas Bürgy – 4,5

56. Minute für Camara. Spielt mit seinem ersten Ballkontakt den langen Ball auf Siebatcheu, der vermeintlich zum 3:0 trifft. Auch in der Folge ein umsichtiger, cooler, spielstarker Auftritt vom Belper.

Nicolas Ngamaleu – keine Benotung

68. Minute für Mambimbi.

Christian Fassnacht – keine Benotung

68. Minute für Sulejmani.

Jean-Pierre Nsame – keine Benotung

82. Minute für Gaudino. Trifft kurz darauf zum 3:0-Endstand.

Fabian Rieder – keine Benotung

82. Minute für Sierro.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-s ... 2880327467

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